Campingresie (Südafrika, Namibia, Botswana)

9 Antworten · 4'054 Aufrufe · gestartet 15. Mai 2006 von Luna
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Themenstarter13 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #1
Wer kann mir Auskunft geben?

Mein Mann und ich planen, evtl. im Jan 07 eine 27-tägige Campingreise vo, Kap nach Namibia, weiter nach Botswana, Zimbabwe und zurück nach Südafrika (Johannesburg) zu machen. Es wäre unsere erste Reise dieser Art.

Dertour bietet diese Reise über Drifters an. Kann mir jemand Auskunft zu Drifters geben? Lohnt sich eine solche Reise? Wie sind die Campingplätze, die Drifters ansteuert (sanitäre Einrichtungen, Hygiene,...)? Wie ist es mit der Verpflegung? Ist diese gut? Wo muss sonst noch mitangepackt werden außer beim Zelt Auf- und Abbau und beim Kochen?

Gibt es andere Veranstalter die besser bzw. empfehlenswerter sind?

Für jede Info vielen Dank.

Grüße
Luna
1'130 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #2
Hallo Luna,
willkommen hier. Die Frage nach Drifters kannst du auch über die Suchfunktion oben rechts eingeben(Drifters), einige Antworten gibt es schon. Es gibt viele Büros, die so etwas anbieten, auch einige der hier vetretenen (Bwana, Iwanowski). Da ich zu den Soloreisenden gehöre, kann ich zu den Qualitäten nichts sagen. Wichtig m.E. ist die Frage des/der Fahrzeuge (4x4, wie groß, wieviele Insassen usw) ich habe schon 4x4 Nissan gesehen mit 5 Leuten, das ist etwas sehr unbequem. Du bist bei einer solchen Reise in Afrika, d.h. der Standard ist anders als bei uns und die wichtigsten Regeln sind Improvisation, Gelassenheit, niedrige Ansprüche und Erwartungen. Dann wirst du auf keinen Fall entäuscht. Die Unternehmen sind immer bemüht, das Beste zu geben, aber es ist Afrika. Wenn du die Touren aus den Beschreibungen raus hast, gehst du am Besten über die Suchfunktion zu den einzelnen Punkten der Tour, dann wirst du genügend Informationen bekommen.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
449 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #3
Hi Luna, hi Axel !

In der Regel machen DRIFTERS keine Mietwagentouren, sondern fahren mit umgebauten geländegängigen Bussen ihre Ziele an. Es wird in Camps und eigenen Drifters Inns übernachtet. Im Gegensatz zu Rotel Tours ist das Fahrzeug meist mit einem Anhänger für das Gepäck unterwegs, es gibt also im Bus und/oder Anhänger KEINE Schlafkojen.

Ihr meint wahrscheinlich die bei DERTOUR ausgeschriebene Reise "Botswana Camp Safari" auf Seite 136 im Sommerkatalog ?

Solche Touren sind für diejenigen interessant, die nicht selber fahren möchten, Erklärungen zum Gesehen wünschen, sich preis-wert neue Länder erschliessen wollen, aber es eben doch gerne etwas organisiert wünschen.

Also - warum nicht ?! Gerade Botswana gilt ja als die Schweiz des südlichen Afrikas, nicht nur was Sicherheit angeht 😉 sondern auch hinsichtlich der Preise ...... 😵

Und für eine Reise zum Sommersaisonspreis von EUR 1479,00 p.P. für 15 Nächte bei recht umfangreicher Verpflegung (zuzügl. Anreise), gibt es eigentlich nichts zu meckern !<br><br>Post geändert von: African Traveller, am: 15/05/2006 13:01
Gruss A/T AUCH DIE LAENGSTE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT...(chinesisches Sprichwort) Namibia-die Perle Afrikas
2'721 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #4
Hallo Luna
hab Dir eine PM zu diesem Thema geschrieben. Hast Du schon gelesen?
Gisela
3'491 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #5
Hallo Luna,
wenn ich Deine Schilderung zum Reiseverlauf lese, hab ich schon meine grundsätzlichen Schwierigkeiten: in 27 Tagen das südliche Afrika bereisen zu wollen, ist schon seeehr anspruchsvoll. Manchmal verstehe ich die Reiseveranstalter nicht, dass die so viel in so kurze Zeit hineinpacken. Gelegentlich fühle ich mich an die viel belächelten Amerikaner erinnert: Europa in 14 Tagen - Was ich alles gesehen habe ? - Weiß ich noch nicht - die Fotos sind noch nicht fertig. Ich sag ja nicht, dass unsere Art des Reisens im südlichen Afrika die einzig wahre wäre - aber wir haben für Kapstadt - Windhoek allein 3 Wochen gebraucht und das war wirklich nicht gebummelt. Wie Axel völlig richtig sagt: es ist Afrika - und in Afrika gehen die Uhren anders. Für eine vergleichbare Tour wie die von Dir angebebene haben wir letztlich 3 Monate gebraucht - und fanden es schon gelegentlich etwas stressig. Aber vielleicht sind wir auch zu alt für solche Gewalt-Touren.
Gruß Joli
291 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #6
Hi Luna,

ich spreche jetzt mal einen "gefährlichen" Punkt an: Mein Eindruck war, dass das Publikum bei Drifters doch sehr jung ist, zumindest haben wir das so wahrgenommen/beobachtet, sprich ohne Gewähr (waren immer alleine unterwegs)... 😕

Ob das was für euch ist, oder auch nicht, müßt ihr beurteilen.

Grundsätzlich muss einem auch die Art zu reisen liegen, sprich wäre eine "Bustour" was für euch, oder doch eher die individuelle Variante?
(Mit Anreise, Mietwagen, etc. läßt sich für den Preis auch schon eine schöne Campingtour selbstgestalten.)

Egal wie, viel Freude bei der Planung...
Christian
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7'272 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #7
hallo luna

wir haben vor einigen jahren eine drifters-tour nach mosambique (peace-park) gemacht, weil wir uns dieses gebiet auf eigene faust nicht zutrauten. ich finde das keine schlechte variante, ein land kennenzulernen. wir sind aber eher individualtouristen und würden desshalb eine solche tour nicht mehr machen.

ich nehme an, dass ihr folgende tour meint: http://www.drifters.co.za/index.asp?pgid=65

diese art touren wird als overlander-tour bezeichnet und ist von vielen individual touristen verpönt. für diese tour wird ein lastwagen mit ca. 20 leuten bepackt. übernachtet wird vorwiegend in zweier zelten auf campingplätzen. die zelte müsst ihr selber aufstellen und abbauen, ihr helft auch mit den lastwagen wieder zu bepacken. die campingplätze sind in aller regel gut. auf den campingplätzen, kocht ihr gemeinsam mit dem tourguide ein essen. wir waren über diese sehr guten mahlzeiten wirklich erstaunt und kochen immer noch das eine oder andere, dass wir auf dieser tour kennengelernt haben.
an der tour-beschreibung, siehst du schon, dass das programm recht gedrängt ist. das bedeutet, dass ihr viel auf dem lastwagen sitzt und von a nach b gefahren werdet. typischerweise kommen overlander-touren spät im camp an, stellen rasch ihre zelte auf, einige kochen, andere machen den pool oder die bar unsicher. am morgen geht es schon wieder sehr früh weiter. auf dem lastwagen haben wir häufig gedöst.

sicher ein nachteil ist das gepäckvolumen das ihr mitnehmen könnt. als wir die tour gemacht haben, gab es noch keine möglichkeit akkus für die digitalkamera aufzuladen.
weiter ist der grupen und zeitdruck ein problem. manchmal möchte man etwas genauer anschauen und sich für etwas mehr zeit nehmen, muss aber weiter. im krüger np wurde häufig neben tieren vorbeigefahren, bei denen ich gerne eine weile zugeschaut hätte (auch wenn es bereits der zwanzigste elefant ist).

zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine gute zeit war, dass ich es aber nicht mehr machen würde. als einstieg in afrika kann ich es aber empfehlen. beim nächsten mal kommt ihr auf eigene faust und nehmt euch mehr zeit.

gruss chrigu
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931 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #8
Hallo Luna,

deine Frage ist nicht so einfach zu beantworten, aber es gibt mehrere Apsekte die ihr berücksichtigen solltet:

Drifters und andere vergleichbare Unternehmen bieten keine Busreisen an. Vielmehr wird in umgebauten LKWs gefahren. Daher gibt es auch keinen festen geschlossenen Aufbau und keine Klimaanlage. Bei entsprechend hohen Temperaturen (und die habt ihr im Januar) werden einfach die Seitenwände des Aufbaus hochgerollt (im Prinzip sind das Zeltplanen..). Dadurch kommt dann aber nicht nur Luft ins Fahrzeug, sondern auch massenweise Staub und Dreck. Kurzum, das Fahren ist sicher nicht sehr komfortabel.

Mit Ausnahme von Rotel Tours sind diese Angebote alle auf jüngeres Publikum ausgestellt und werden meist von Leuten unter 30 gebucht. Das 'Freizeit' - Programm beinhaltet daher auch den regelmäßigen Barbesuch oder das entsprechende Actionprogramm (sofern an den Übernachtungsplätzen angeboten).

Zu den Übernachtungen selber wurde ja schon einiges gesagt: 2-Personenzelte zum Selberaufbauen, Mithilfe beim Kochen etc. DIe Campgrounds sind ziemlich unterschiedlicher Qualität. Auf der von euch erwähnten Tour habt ihr ja aber auch Übernachtungen in festen Unterkünften.

Alles bisher gesagte meine ich völlig wertfrei. Soll heißen wer weiss auf was er sich einläßt kann sicherlich relativ preiswert viel sehen und -die entsprechende Gruppe vorausgesetzt- auch viel Spass haben.

Was mich allerdings etwas wundert ist der Tourverlauf durch Zimbabwe. Ich war eigentlich davon ausgegangen das die meisten Veranstalter Zimbabwe wegen der politischen / Sicherheitslage ganz aus dem Programm genommen haben oder zumindest nicht aktiv promoten...

Für was auch immer ihr euch letzlich entscheidet, die Drifters & Co gehören zu Afrika. Ihr werdet sie überall sehen..

Gruss

Ulli
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1'457 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #9
Eigentlich wurde mal wieder schon fast alles gesagt. Ich würde mich, wenn ihrnicht unbedingt Wert auf eine deutsche Reiseleitung legt, auch die örtlichen Reiseveranstalter empfehlen: Krazy Kudu, oder besser cameleon safaris. Für etwas höheres Alter (bilde ich mir ein !) und dickeren Geldbeutel Wild dog safaris, die einen SEHR GUTEN Ruf genießen.
Eine weitere Alternative wäre der deutsche Veranstalter djoser. Da fahren nicht nur teenies mit. Munkelt man.
449 Beiträge · seit 200615. Mai 2006 · #10
Nachtragend sei erwähnt, dass es bei Drifters auch geschlossene Aufbauten mit aufschiebbaren Fenstern gibt - Fahrzeuge sind aber i.d.R OHNE Klimaanlage.
Wie gesagt: Geeignet für junge und dynamische Reiseinteressenten, die in kurzer Zeit für relativ geringes Budget viel sehen müssen.
Somit zum Einstieg in die Afrikanische Wunderwelt vielleicht keine schlechte Wahl ..... 😁
Gruss A/T AUCH DIE LAENGSTE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT...(chinesisches Sprichwort) Namibia-die Perle Afrikas