Rundreise / unsere Tour

9 Antworten · 2'282 Aufrufe · gestartet 19. Dez. 2010 von Stumpf
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Themenstarter4 Beiträge · seit 201019. Dez. 2010 · #1
Hallo,
hier sind zwei "Namibia-Frischlinge". 🙂

Wir waren zwar schon mehrmals in den USA und in Australien, und wollen nächstes Jahr erstmals Namibia bereisen.
Reisetermin ist im September, wir haben folgende Tour geplant:

Flug von Frankfurt nach Namibia
Ankunft in Windhoek, Übernachtung „Pension Steiner“
Übernahme Mietwagen, Übernachtung Kalahari Anib Lodge
Fahrt zum FishRiver Canyon , Übernachtung im Canyon Village
Fahrt nach Lüderitz, Übernachtung in Pension „Zur Waterkant“
Lüderitz, Pension „Zur Waterkant“
Fahrt von Lüderitz Aus, Übernachtung im „Klein Aus Vista“
Fahrt von Aus nach Sossusvlei zur Sossusvlei Lodge
von Sossusvlei zur Neuras Winery, dort Übernachtung
Neuras Winery, nochmals Übernachtung
Von der Neuras-Winery nach Swakopmund, Übernachtung „Pension Rapmund“
Swakopmund
Swakopmund
Von Swakopmund nach Twyfelfontein, Übernachtung im Camp Xaragu
Camp Xaragu
Fahrt vom Camp Xaragu zum Etosha Park, Übernachtung Restcamp Okaukuejo
Etosha Park, Übernachtung Restcamp Okaukuejo
Etosha Park, Übernachtung Restcamp Halali
Fahrt zur Tigerquelle Farm
Von Tigerquelle Farm nach Mount Etjo, Übernachtung in der Etjo Safari Lodge
Von Mount Etjo nach Windhoek Rückgabe Mietwagen und Rückflug

Was haltet Ihr von dieser Tour? Sind die Tagesetappen zu schaffen? Gibt's sonst noch irgendwelche Tipps?
Wir wollen einen kleinen Jeep nehmen, natürlich mit zweitem Reserverad .....

Wir freuen uns über Antworten!
Die Stumpfs
2'048 Beiträge · seit 200719. Dez. 2010 · #2
Hallo Stumpfs,
Erstmal willkommen hier im Forum.
Eure Route ist eine typische aber stressige Einsteigertour. Mit dem Schlenker bis Fischfluss und Lüderitz habt ihr euch sehr viel Fahrerei vorgenommen. Mir wäre das zu viel. Neuras ist was spezielles, aber ich denke ihr wisst was ihr da wollt.
Und mit dem "kleinen Jeep" wird es nicht besser. Jeep fahren dort zwar immer mehr herum, ich kenne aber keinen einzigen Verleiher der Jeeps anbietet.
Zumeist werdet ihr Toyota oder Nissan im Geländewagenbereich oder verschiedene SUVs angeboten bekommen.
Ihr braucht aber für keine Teilstrecke Allrad.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
183 Beiträge · seit 200919. Dez. 2010 · #3
Hallo Stumpfs!
Willkommen im Forum!
Die Strecke von mehr als 4000 km ist in dieser Zeit zu schaffen, ihr werdet allerdings bei einigen Etappen sehr lange unterwegs sein.
Eine Übernachtungen im Canyon Village sind meines Erachtens zu wenig, drei Übernachtungen in Aus und Lüderitz hingegen zu viel.

Gruß Julia
3'491 Beiträge · seit 200619. Dez. 2010 · #4
Hallo Ihr "Stumps"
auch von mir ein herzliches Willkommen. Die Entscheidung für Namibia ist bestimmt keine verkehrte, aber bei der Reiseroute solltet Ihr - wie Jaw schon sagte - ein bisschen Druck rausnehmen, damit die Reise etwas entspannter wird.
- Wenn Ihr unbedingt in diese 3 Wochen den Fish-River-Canyon hineinpacken wollt ( was nicht sein MUSS), dann vielleicht besser von Windhoek aus direkt nach Keetmanshoop - ohne Aufenthalt auf der Anib Lodge. Nicht, weil ich Anib nicht für lohnenwert halte, sondern weil Ihr mit nur einer Übernachtung dort nicht viel sehen werdet. Deshalb lieber 500 km langweilige Teerpad bis Keetmanshoop, dort zum Kokerbaumwald und übernachten (Pension Gessert) und am nächsten Morgen zum Fis-River.Dort würde ich statt Canyon Village für Canyon Lodge plädieren oder noch besser für das Canyon Roadhouse.
- Da Ihr am frühen Nachmittag am Fish-River ankommt, könnt Ihr noch zum Sonnenuntergang zum Hauptaussichtspunkt fahren und am nächsten Morgen dort auch nochmal den Sonnenaufgang genießen. Dann habt Ihr die beiden schönsten Stimmungen am Fish-River mitbekommen. Danach weiter bis Aus.
- Bei einem so knappen Zeitbudget würde ich mir Lüderitz schenken und lieber 2 Nächte in Klein Aus Vista einplanen. Die Wildpferde von Garub und auch Kolmanskuppe lassen sich von Aus aus besuchen.
- Neuras Winery ist sicher für einen Erstbesucher Namibias ungewöhnlich - und dann auch noch mit 2 Nächten.Aber ok - Ihr werdet Euch dabei etwas gedacht haben.
- Wenn Euch die Tage knapp werden sollten, dann wäre auch zu überlegen, ob Ihr nicht von Etosha in einem Rutsch nach Windhoek zurückfahren solltet. Das sind zwar rund 500 km, aber das geht gut. So schön wie Tigerquell und Mt. Etjo auch sein mögen - die laufen Euch nicht weg. Dann lieber mehr Zeit für Etosha, weil Ihr dafür nur 3 Nächte vorgesehen habt. Der Anreisetag zählt eigentlich nicht als Etosha-Tag, so dass Ihr nur 2 Tage für Etosha hättet - und das ist verdammt knapp. 4 Tage sollten es schon sein.
Auf diese Weise kann Eure Reise schon etwas entspannter werden, ohne dass Ihr deshalb auf etwas Wesentliches verzichten müsstet.
Gruß Joli
Themenstarter4 Beiträge · seit 201020. Dez. 2010 · #5
Hallo Zusammen,

schon mal vielen Dank für die ersten Feedbacks!

Na ja, Lüderitz wollten wir wegen der Pinguinkolonie und Kolmanskop machen und dachten, dass da ein paar Tage ganz nett sind. Und da auf dem "Weg" dorthin der Fish River Canyon liegt wollten wir den noch mitnehmen wobei wir nicht wissen ob das ein MUST DO ist, da wir ja den Grand Canyon schon kennen. Und bei Lüderitz sind wir von einem MUST DO ausgegangen.
Neuras Winery war ein Tipp und wir dachten zum entschleunigen und Weintrinken ganz nett...

Ist Anib Lodge bis Fish River eigentlich überhaupt gut zu schaffen?

Liebe Grüße
Die Stumpfs
630 Beiträge · seit 200820. Dez. 2010 · #6
Hallo Stumpfs,

Anib --> Fish River Canon Lodge ist machbar, aber eine lange Fahrt. Falls Ihr noch bei den Köcherbäumen vorbeischauen wollt, solltet Ihr nicht zu spät aufbrechen.

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
3'491 Beiträge · seit 200620. Dez. 2010 · #7
Hallo Ihr Stumpfs,
-Lüderitz ist mM nach immer einen Aufenthalt wert. Aber wenn, dann für mindestens 3 Nächte, so dass man 2 volle Tage für Ort und Umgebung hat. Bei einem solch knappen Zeitbudget allerdings kommt Ihr nicht darum herum, eine Auswahl treffen zu müssen - alles geht nun mal nicht. Deshalb der Rat, den Ort Lüderitz auszulassen und nur Kolmanskuppe zu besuchen - das aber von Aus aus.
- Fish-River-Canyon liegt nicht gerade "am Weg". Von Seeheim (B4) bis zum Canyon sind es immerhin gut 120 km Sandpad, d.h. ca. 2 Std. Fahrt ( ohne Reifenwechsel, der dort allerdings vergleichsweise häufig erforderlich ist).Ich kenne den Grand Canyon nicht, vermute allerdings, dass der Fish-River-Canyon da doch "etwas" abfällt. Ich will Euch den FRC nicht ausreden, nur von übertriebenen Erwartungen warnen.
-Anib - Fish-River ist an einem Tag machbar, aber dann etwas unglücklich, wenn Ihr auf dieser Etappe auch noch am Kokerbaumwald vorbeischauen wollt. Der ist nämlich zum Sonnenuntergang am schönsten. Dann aber wird es zu spät, um noch zum Fish-River zu kommen. Nach Einbruch der Dunkelheit solltet Ihr nämlich nicht mehr auf der Straße sein - und schon gar nicht auf Sandpad.
- Neuras Winery:dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, aber bei Eurem Zeitdruck dann doch schon eine Art von "Zeitverschwendung". Gute Weine - vor allem aus Südafrika - werdet Ihr in Namibia recht häufig finden.
Gruß Joli
zuletzt bearbeitet 20. Dez. 2010
Themenstarter4 Beiträge · seit 201027. Dez. 2010 · #8
Hallo Joli,

puh, vielen Dank für die Infos.
Wir dachten eigentlich dass unser Zeitrahmen üppig ist, schätze aber wir müssen für Namibia ähnlich denken wie bei Australien und etwas entschleunigen und nicht zu viel reinpacken.

Bei allem was es zu sehen gibt, sollte man sich auch noch etwas für das nächste mal aufheben...

Liebe Grüße
die Stumpfs
3'491 Beiträge · seit 200627. Dez. 2010 · #9
Hallo Ihr Stumpfs,
wenn man so viele über ein Land wie Namibia schwärmen hört und dann eines Tages selbst dorthin kommt, dann erwartet man vielleicht eine endlose Kette hochrangiger Highlights und versucht, möglichst viele davon in eine Reiseroute einzubinden. Dem ist aber bei Namibia nicht so - Namibia hat nur ein Highligt: eben Namibia !! - Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen blöd, ist aber wahr. Wenn Ihr Australien schon bereist habt, dann werdet Ihr vielleicht verstehen, was ich damit sagen will: man muss dem Land Zeit, viel Zeit geben, damit es sich einem nähern kann. Man lernt dieses Land kennen nicht durchs Herumreisen, sondern durchs Dasein. Deshalb ist die Zahl der besuchten Ziele von untergeordneter Bedeutung, wichtiger ist die Zeit, die man an einem Ort verbringt.
Gruß Joli
235 Beiträge · seit 200927. Dez. 2010 · #10
Als alter Afrika Reisender,würde ich sagen: Zum Schluss sind da noch 2 Tage Mauritius drin.
Warum macht Ihr Europäer immer alles so stressig? Streicht 30% und geniest es.
Gruss Hubert
Nkosi SIkelel iAfrika