tina76Themenstarter794 Beiträge · seit 200717. Dez. 2010 · #1Hallo liebes Forum,
ich war zwar schon öfter im südlichen Afrika unterwegs, habe dort aber noch nie gecampt. Wir wollen hauptsächlich in den Kgadagadi Transfontier Park. Die Zeltplätze dort sind bereits gebucht. Nun meine Frage: sollte es hier lieber ein Dachzelt sein oder geht auch ein normales Bodenzelt? Irgendwo habe ich gelesen, dass es evtl. gefährlich wegen Skorpionen etc. wäre auf dem Boden zu schlafen. Wie seht Ihr das als erfahrene Camper?
Ansonsten wäre ich dankbar für Tips, wo man gut Allradfahrzeuge mit Dachzelt oder 4 x 4 Camper in Johannesburg mieten kann.
Viele Grüße
Kristina
LOlowflyer579 Beiträge · seit 201017. Dez. 2010 · #2Hallo Tina,
wenn man darauf achtet, das Zelt immer zu verschließen, dann haben Skorpion, Schlange und Co. auch beim Bodenzelt kaum eine Chance reinzukommen. Mal abgesehen davon, dass man solche Tiere beim Campen in der Regel gar nicht zu sehen bekommt.
Ein Bodenzelt bietet viel mehr Platz (sowohl zum Schlafen als auch tagsüber und für Gepäck) als ein Dachzelt. Wenn man einen Gamedrive machen will, kann man das Bodenzelt einfach stehen lassen. Beim Dachzelt ist man viel mehr am Auf- und Abbauen, Ein- und Ausräumen.
Viele fühlen sich aber im Bodenzelt unsicherer, wenn sie daran denken, dass nachts ggf. ein Löwe direkt neben dem Bodenzelt steht. Falls ihr nur in den 3 südafrikanischen Hauptcamps im KTP campieren wollt, spielt das aber keine Rolle, weil diese ja ohnehin eingezäunt sind.
Sonnige Grüße
Mariechen93 Beiträge · seit 200917. Dez. 2010 · #3Hallo Tina,
wir waren im September/Oktober vier Wochen mit Bodenzelt in Namibia und im KTP unterwegs. Schlangen und Skorpione haben, außer bei Games drives, gar keine gesehen.
Auf den Campingplätzen im KTP mussten wir eher aufpassen, dass keine Erdhörnchen ins Zelt schleichen, die sind nämlich immer hungrig und sehr neugierig. 😉 Insgesamt haben wir fast überall zwei Nächte campiert und es sehr genossen, nicht jeden Tag alles auf und abbauen zu müssen, sondern viele Sachen einfach im Vorzelt lagern zu können.
Auf der anderen Seite ist es, wie von lowflyer schon angesprochen, mitunter recht unheimlich wenn ein Rudel Hyänen in der Nähe eines uneingezäunten Campingplatzes heult (so passiert in Sesriem/Klein Aus). Im KTP ist das aber kein Problem. Im Endeffekt hat beides seine Vor- und Nachteile. Ein Bodenzelt ist komfortabler, ein Dachzelt eher was für ängstliche Naturen.
Liebe Grüße,
Marie
In jungen Jahren... Südafrika/Namibia 2007 Reisebericht (in the making)
Tom Swiss461 Beiträge · seit 200817. Dez. 2010 · #4Hallo Kristina
Es gibt da verschiedene Ansichten, ob ein Dachzelt was führt Ängsliche ist oder nicht.
Das Dachzelt brauchen wir wirklich nur zum schlafen, ansonsten ist man ja draussen und dort befindet sich ja auch das meiste an Material was ein und ausgeladen werden muss.
Wir finden es in der Praxis einfach bequemer und besser zum schlafen - man hat einen ebenen Untergrund. Insbesondere im KGT hat es am Boden viele Unebenheiten, Löcher von den Erdhörnchen und teilweise ist der Boden nass weil jemand den Wasserhahn laufen liess.
Der Vorteil des Bodenzelt, dass man es einfach stehen lassen kann steht dem gegenüber. Aber der eigentliche Aufwand ist nicht das Zelt sondern eben das draussen stehende Material. Das kann man auch mal einfach stehen lassen - oder insb. Teile davon wie Tisch, Stühle, Feuerholz etc.
Deshalb entscheiden wir uns jeweils für ein Dachzelt.
Gruss
Tom
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200617. Dez. 2010 · #5Hallo Kristina
Wir haben jahrelang auf Dachzelte geschworen. Dann sind wir auf grosse Bodenzelte mit Campingbetten umgestiegen und haben festgestellt, dass wir damit viel mehr Platz haben, dass die Betten sehr bequem sind und dass wir morgens sehr schnell zum fotografieren los können (Zelt bleibt stehen). Ab und zu nehmen wir aber auch nur ein kleines Bodenzelt mit. Das schnell und einfach aufgebaut ist aber weniger Luxus bietet als ein grosses Bodenzelt mit Campingbetten drin.
Speziell bei mehreren Tagen am gleichen Platz ist das Bodenzelt die angenehmere Wahl.
Schlangen und Skorpione hatten wir noch nie in Zeltnähe.
Ich würde somit eine solche Reise nicht von der Art des Campings sondern vom Fahrzeug her abhängig machen. Da wirst Du vermutlich am ehesten 4x4 Fahrzeuge mit Dachzelt finden.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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TItina8151 Beiträge · seit 201017. Dez. 2010 · #6Von Tina zu Tina: Wir lieben das Dachzelt allein schon wegen der wunderbaren Aussicht auf die Landschaft, den Sonnenaufgang usw.
Als Fahrzeugvermieter kann ich aus eigener Erfahrung www.bushlore.com mit bestem Gewissen empfehlen.
LG Tina
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200617. Dez. 2010 · #7Hallo Kristina,
Du siehst die Antworten nehmen Dir jetzt nicht die Entscheidung ob Dachzelt oder Bodenzelt...
So komme ich nun noch dazu, vielleicht extrem anmutend, wir haben nur auf Campingmatte und 3 Decken unter freiem Himmel mehrere Nächte verbracht...Musste mir erklären lassen, dass kein Getier sich in die Nähe solchem Getrampels der aufrecht gehenden Zweibeiner aufhält.
Natürlich wird man in keine geschlossenen Schuhe hineinsteigen die zuvor nen Tag auf dem Boden standen... soll heisen, dass man eh etwas vorsichtiger ist, man ist ja schliesslich in Afrika...
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
jaw2'048 Beiträge · seit 200717. Dez. 2010 · #8Hallo Nauki,
das lass aber bitte völlig sein in Gebieten, in denen es Löwen geben kann. Vor einem Jahr hatten wir hier eine ganze Serie von tödlichen Zwischenfällen, bei denen immer ohne Zelt frei übernachtet wurde. Auch bei verschiedenen Hyänen wäre ich mir da nicht so sicher.
Allerdings habe ich im südlichen Namibia auch frei übernachtet, d.h. ohne Zelt.
Ansonsten bin ich von meiner Bodenzelt-Lösung bisher absolut überzeugt. Ich hatte Flusspferd, Elefant, Hyäne, Schakale und Büffel direkt am Zelt ohne dass es Zwischenfälle gab. Elefanten sind uns vor Jahren zwischen den aufgestellten 2-Mann-Zelten durchgezogen ohne auch nur eine Zeltschnur zu berühren.
In Xakanaxa pflügte ein Elefant seine Nachmahlzeit direkt von den Ästen, unter denen mein Zelt stand. Er strich dabei Zweige immer wieder über die Zeltplane. Nach öffnen des Reißverschlusses (nur oben ein wenig) leuchtete meine Taschenlampe direkt auf seine Brust. Da hätte ich mich evtl. in einem Dachzelt etwas wohler gefühlt - faktisch geändert hätte es aber wohl nichts.
Viele Grüße
jaw
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tina76Themenstarter794 Beiträge · seit 200717. Dez. 2010 · #9Hallo liebes Forum,
erstmal vielen Dank für die vielen Antworten! Nun habe ich wohl die Qual der Wahl. 😉 Ich finde es auf jeden Fall schon mal beruhigend, dass es kein Problem ist ein Bodenzelt zu nehmen. Irgendwie hatte ich nämlich immer das Gefühl, dass in Afrika fast alle mit Dachzelt unterwegs sind. Aber vielleicht hat der Eindruck auch getäuscht. Mir scheint anhand der Antworten ein Bodenzelt insgesamt einfacher, da man sich bei mehreren Nächten dann den Abbau spart und morgens schneller los kann.
Dann könnte man ja theoretisch auch ein günstigeres, kleineres Auto (kein Allradfahrzeug) nehmen oder ist das nicht empfehlenswert für den KTP? Wir sind im März nächsten Jahres dort unterwegs (Regenzeit?)und fahren von Mata Mata weiter nach Nossob und Grootkolk. Dann wieder zurück nach Twee Rivieren.
Im Etoschapark z.B. war wirklich kein Allrad notwendig und auch auf den meisten Strecken in Namibia nicht. Ich weiss aber nicht, wie es im KTP aussschaut.
Wäre toll, wenn ich nochmal ein paar Antworten bekommen würde...
LG Tina
jaw2'048 Beiträge · seit 200717. Dez. 2010 · #10Hallo Tina,
es ist richtig, für die meisten Hauptstrecken brauchst du keinen 4x4. Wenn es regnet sieht das aber schnell anders aus.
Besonders Mata Mata habe ich wegen der Erdmännchenlöcher in unguter Erinnerung (ich bin da mit dem Anhänger beim Rangieren rückwärts reingefahren). Du hast in einen 4x4 eben einige Vorteile:
- mehr Sicherheit und Traktion auf Schotter und Sand
- höhere Bodenfreiheit
- zumeist bessere (=stabilere) Reifen insb. bei PKW aus Südafrika halten die Reifen den Namibischen Schotterpisten nur bedingt Stand
- und du sitzt viel höher, was bei vielen Tierbeobachtungen mit Bewuchs am Straßenrand eine große Rolle spielen kann.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch hier in D ein Allradfahrzeug benutze, obwohl die Notwendigkeit dafür in weniger als 10% der Nutzungszeit wirklich besteht. AKtuell mit dem vielen Schnee seit einigen Wochen freue ich mich daran aber jeden Tag. Und wenn es in Namibia regnet wirst du den Unterschied auch schnell lieben.
Viele Grüße
jaw
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LOlowflyer579 Beiträge · seit 201017. Dez. 2010 · #11Hallo Tina,,
wie jaw schon schrieb, kannst Du die Hauptpisten ohne 4x4 und ohne erhöhte Bodenfreiheit befahren. Gerade im oberen Teil des Nossobtals ist die Piste durch das ewige Schieben der Straße mittlerweile tiefergelegt. Du fährst in einer tiefen Rinne. Links und rechts der Piste ist der Sand einen Meter hoch angehäuft und darauf ist je nach Jahreszeit noch Gras/Gebüsch. In einem PKW siehst Du da wenig bis nichts. Eine erhöhte Sitzposition ist da ein großer Vorteil.
Im Aoub-Tal ist es weniger schlimm.
Sonnige Grüße
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200918. Dez. 2010 · #12Hallo Kristina,
ich mache im Januar meine erste Campingtour in den KTP, allerdings weder mit Dach- noch mit Bodenzelt. Für den Anfang haben wir einen TRAX gemietet, da übernachtest du im Auto mit fast festen Wänden drumrum. Ob das gut funktioniert kannst du im Januar hier nachlesen wenn wir wieder da sind.
Wir standen vor der gleichen Entscheidung und haben uns dann für die "Camping light"-Variante entschieden. Bei Dachzelt fand ich das Problem - nachts die Leiter runter ohne zu wissen wer unten lauert - als Gegenargument ok, bei Bodenzelt weiss man nicht wer reinkriecht, und wenns nur Mangusten sind, auch nicht so prickelnd.
Mit 4x4 Camper bist du weg vom Boden und hast ein festes Dach, so hoffen wir jedenfalls.
SASOWEWI
Nanamibi113 Beiträge · seit 201018. Dez. 2010 · #13SASOWEWI schrieb:Hallo Kristina,
ich mache im Januar meine erste Campingtour in den KTP,
SASOWEWI
Hallo Sasowewi,
wann seid ihr im KTP? Wir kommen am 17.Januar nach Mata Mata und bleiben dann 5 Tage im Park.
Vielleicht trifft man sich ja. Wir sind mit Dachzelt unterwegs, wie auch schon vor 3 Jahren.
Ich finde ein Dachzelt irgendwie "sicherer" als ein Bodenzelt. Aber das ist bestimmt sehr subjektiv.
So ein Trax hat bestimmt viele Vorteile. Du brauchst z.B nicht erst das Zelt einklappen bevor es losgeht.
Leider etwas zu teuer für unser Budget.
Viele Grüße
Frank
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200918. Dez. 2010 · #14Hallo Frank,
passt leider nicht, da sind wir schon in Kapstadt, vielleicht beim nächsten Mal...
SASOWEWI