MAManxThemenstarter30 Beiträge · seit 201024. Nov. 2010 · #1
Hi an alle, fahren nächsten Sommer für 3 Wochen nach Botswana. Sind 2 Autos mit Dachzelt und in Summe 6 Leute. Waren schon mal als Selbstfahrer in Namibia - und alles was wir dort erlebten war eigentlich völlig ungefährlich - natürlich auch deswegen weil wir in Lodges nächtigten. Dieses Mal hab ich aber etwas Respekt vor den Eletanten und Schlangen wie Puffottern etc. Könntet ihr mir bitte Tipps geben, wie man sich verhält, wenn man in eine Gruppe von Elefanten kommt, oder wenn plötzlich eine Schlange vor dir liegt? Danke im Voraus!
zum Thema Elefanten: ich würde auf jeden Fall Obst und Zitrusfrüchte luftdicht wegpacken, damit sie keinesfalls von den Elis wahrgenommen werden können 🙂 Gruß Walter
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MAManxThemenstarter30 Beiträge · seit 201024. Nov. 2010 · #4
Danke Walter! Hast auch eine Idee was die Schlangerln betrifft?
fast alle Schlangen ergreifen die Flucht, vorausgesetzt es ist ihnen möglich. Sie greifen nur als letzten Ausweg an. Daher bringt es was, kräftig aufzutreten. Wenn man angelaufen kommt, ist die Schlange längst weg. Weiterhin sollte man nicht blind in trockene Äste oder ins Gebüsch greifen (z.B. zum Feuerholz sammeln), erst recht nicht im Dunkeln! Puffottern haben den Nachteil, dass sie nicht flüchten und sofort zubeissen, wenn man zu nahe kommt. da hilft wohl nur Umsicht und festes hohes Schuhwerk. Aber es hat hier sicherlich einige Schlangenexperten, die auch was dazu sagen können. Hier gibt es noch was zu Schlangen und Schlangenbissen. Sehr interessant, wenngleich etwas abgedriftet: http://www.namibia-forum.ch/forum/12-tiere-und-pflanzen/146253-schlangenbiss-notfall-was-tun.html Gruss Tobias
Hallo Manx, wegen Schlangen immer umsichtig sein, auf den Boden und in die Büsche und Bäume schauen ( nicht alle Schlangen liegen auf dem Boden ). Vorsichtig beim Holzsammeln. Abends nicht ohne Taschenlampe rumlaufen. Keine Schuhe vor`s Zelt stellen. Bei Bodenzelt: Zelt immer verschlossen halten. Gruß Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
Topobär5'479 Beiträge · seit 200924. Nov. 2010 · #7
Manx schrieb:
Könntet ihr mir bitte Tipps geben, wie man sich verhält, wenn man in eine Gruppe von Elefanten kommt,
Das ist genau das, was Du auf jeden Fall vermeiden solltest, nämlich in einer Gruppe Elefanten zu sein. Wichtig ist es, die Elefanten rechtzeitig zu entdecken und sich Ihnen dann gemächlich zu nähern. Dabei genau auf das Verhalten der Tiere achten. Elefanten zeigen sehr deutlich an, wenn Du Ihnen zu nah auf den Pelz rückst. Wie dicht sie Dich ranlassen ist von Herde zu Herde unterschiedlich. Zwischen 5m und 200m habe ich da schon alles erlebt. Ganz anders sieht es aus, wenn Ihr steht und sich die Elefanten Euch annähern. Da stören sich die Elefanten für gewöhnlich nicht am Auto. Wenn die Elefanten zu lange den Weg blockieren, hat bei mir kräftiges in die Hände klatschen geholfen. Daraufhin sind sie gemächlich weiter gezogen.
Manx schrieb:
oder wenn plötzlich eine Schlange vor dir liegt? Danke im Voraus!
Da man in den Nationalparks nur an wenigen Stellen den Wagen verlassen darf, ist das Risiko eine Schlange zu treffen schon mal deutlich niedriger. Dazu kommt noch, dass Schlangen den Menschen meiden und deshalb meist nicht dort zu finden sind, wo häufiger Menschen sind. Dazu kommt noch, dass der Boden in den Camps meist sehr übersichtlich ist und man eine Schlange rechtzeitig sehen würde. Größtes Risiko desteht, wie schon geschrieben, beim Feuerholz sammeln. Dem kannst Du entgehen, wenn Du Feuerholz bei den Einheimischen kaufst. Wenn ich richtig informiert bin, ist das Sammeln von Feuerholz in den Nationalparks auch verboten; hält sich nur kaum jemand dran.
Zum Thema Schlangen kann ich nicht viel sagen. Das können andere Fomis viel besser Meine Erfahrungen mit Elefanten: was unsere Guides (bis auf wenige Ausnahmen) immer SOFORT gemacht haben: MOTOR aus ! Können das andere Fomis so bestätigen ?
Und achte darauf dass Du Müttern mit Babies nicht zu nahe kommst, die können innerhalb von Sekunden sehr gereizt reagieren. Ich habe auch die Erfahrung gemacht dass Elis, wenn man bereits "lautlos" parkt, das nicht so eng sehen. Wichtig ist wohl, dass sie jederzeit den Abstand selbst bestimmen können und nicht das Gefühl haben Du (bzw) Dein Auto willst ihnen Böses.
Hallo, nachdem wir im Etosha von 2 Seiten von einer Herde Elefanten "eingeschlossen" waren, sind wir solange stehen geblieben bis wir ohne der Gruppe zu stören weiter fahren konnten. Wir kamen zwar dadurch etwas zu spät am Lindequistgate an, dafür wurde aber Seitens der Dame dort schon Verständnis aufgebracht. Lieben Gruß Cécile
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
JEjeweller235 Beiträge · seit 200924. Nov. 2010 · #10
Hallo miteinander, war vor kurzem im ADDO da sind die Elefanten mit Babies, so nahe am Auto vorbei,dass man sie greifen konnte. Viel gefaehrlicher sind in Botswana die Loewen. Wir haben da schon vor 30 Jahren schlechte Erfahrung gemacht. Schlangen sind mit gewisser Vorsicht eher harmlos. Ich schicke immer meine Frau voraus,dann hauen sie ab.
Gruss Hubert Nkosi Sikelel iAfrika
Peggy32178 Beiträge · seit 200724. Nov. 2010 · #11
Hallo, Hatten vor kurzem im Swaziland auf einem Campingplatz Begegnung mit 5 Schlangen an einem Abend im Dunkeln. Eine Tigerotter schlängelte sich direkt an unserem Grillplatz entlang. Mein Mann hatte sie im Schein der Stirnlampe gerade noch gesehen.Sie hat ihn schon angefaucht. Wir nehmen an die Wärme hat sie angezogen. Eine weitere hatte sich auch noch zwischen die Steine verkrochen. 3 Andere haben wir dann noch auf dem Erdboden gesehen. Das kam uns an dem Abend unheimlich vor und es war das erste mal das wir welche zu Gesicht bekommen haben.Waren bisher 3 mal in Afrika und hatten noch nie welche gesehen und jetzt gleich 5 Stück. Man kann halt immer nur mit offenen Augen und wachsam herumlaufen.Das sie immer die Flucht ergreifen daran glauben wir nun nicht mehr.Jede Art von Schlange wird auch ein anderes Verhalten haben denke ich mal. Laßt euch aber nur nicht verrückt machen und genießt den Urlaub. Ist wahrscheinlich auch nicht normal das wir gleich 5 an einem Abend hatten.Für uns war der Abend jedenfalls gelaufen und wir sind schnell ins Zelt gekrochen.Trotz alledem werden werden wir wieder nach Afrika reisen. 😛 Wem`s interessiert der kann ja mal hier reinschaun. VG kul
MAManxThemenstarter30 Beiträge · seit 201024. Nov. 2010 · #12
Hallo Hubert, danke für die Info - bitte erzähl ein bißchen von deinen Löwenerlebnisses - bzw. gib' mir Tipps worauf ich achten muss. Danke im Voraus LG
Burschi4'140 Beiträge · seit 200924. Nov. 2010 · #13
Hallo Manx, das Verhalten gegenüber Elefanten muss immer von Vorsicht geprägt sein, denn sie sind die Stärkeren. Ich habe schon alle Varianten miterlebt. Mitten in einer riesigen Herde und keiner hat sich für das Auto interessiert, alle waren friedlich und sind auf allen Seiten am Auto vorbeigelaufen. Allerdings muss man darauf achten, dass man auf keinen Fall auf einem ihrer Wege direkt steht und ebenfalls auf keinen Fall zwischen Jungtieren und Müttern versucht hindurchzufahren. Jungbullen versuchen dann öfter einmal einen Scheinangriff und drehen dann ab. Ausgewachsene Bullen sollte man auf keinen Fall provozieren. Beim letzten Mal in Botswana wurden wir aber, obwohl wir in ziemlich großer Entfernung an einer Elefantengruppe langsam vorbeigefahren sind, plötzlich von einer Kuh unvermittelt angegriffen und mussten mit Vollgas das Weite suchen, obwohl wir hier in keiner Art provoziert hatten. Deshalb würde ich auch nicht vorschlagen, den Motor auszumachen. Allgemeiner Tipp: Halte angemessenen Abstand und bereite dich eventuell auf einen Notfall vor, steige nicht aus dem Auto aus, lasse im Camp kein Obst herumliegen. Habe aber auch keine Angst, sondern Respekt! Gruß: Burschi
leofant754 Beiträge · seit 201025. Nov. 2010 · #14
Dabei genau auf das Verhalten der Tiere achten. Elefanten zeigen sehr deutlich an, wenn Du Ihnen zu nah auf den Pelz rückst
Zu dieser Aussage von Topobär kann ich ein Bild anbieten. Diese Leitkuh im Krügerpark machte uns höflich aber bestimmt klar, dass sie JETZT mit ihrer Herde die Strasse überqueren will und dass wir bitteschön zu warten hätten. Wir konnten ihr diesen Wunsch irgendwie von den Augen ablesen 🙂
Topobär5'479 Beiträge · seit 200925. Nov. 2010 · #15
leofant schrieb:
was unsere Guides (bis auf wenige Ausnahmen) immer SOFORT gemacht haben: MOTOR aus ! Können das andere Fomis so bestätigen ?
Guides machen eigentlich immer sofort den Motor aus, wenn sie anhalten. Das hat aber eher den Grund, das Naturerlebnis nicht durch Motorengeräusche zu stören und die Fotografen nicht durch die Vibrationen zu behindern.
Gerade in der Nähe von Elefanten lasse ich den Motor immer an, um mich bei Problemen schnellstmöglich zurückziehen zu können. Afrikanische Fahrzeuge springen nicht immer zuverlässig sofort an.
Viel gefaehrlicher sind in Botswana die Loewen. Wir haben da schon vor 30 Jahren schlechte Erfahrung gemacht.
Hubert, was habt ihr für Erfahrungen mit den Botswana-Löwen gemacht?
Gruß
Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
leofant754 Beiträge · seit 201025. Nov. 2010 · #17
ja, ich hatte das genauso gesehen. Aber einer unserer Guides erzählte uns, er wäre von einer Leitkuh attakiert worden WEIL er den Motor angelassen hatte. Wenn wir alleine unterwegs sind und unverhofft nah auf Elis treffen bevorzuge ich eigentlich auch einen laufenden Motor... Ausnahme: Ich parke bereits neben dem Elefantenpfad und die Herde entscheidet selbst näher zu kommen. Aber vielleicht ist es bei Elefanten wie bei Menschen. Den einen stört dies, den anderen stört das ....
Laponia203 Beiträge · seit 201025. Nov. 2010 · #18
Hallo Manx,
da in Botswana die Camps in den NP's nicht eingezäunt sind, sollte man sich VOR dem Dachzeltaufbau sehr genau die Campsite anschauen. Die vorhandenen Spuren zeigen in der Regel sehr deutlich, mit welchen Tieren nachts zu rechnen ist, wo die bevorzugten Lieblingsbäume der Elefanten stehen und an welcher Stelle die Hippos nachts zum Grasen an Land kommen. Ihr solltet darauf achten, diese Wege oder Stellen auf gar keinen Fall zuzuparken, um nächtliche Konfrontationen zu vermeiden 😮 Auch das Parken unter halbhohen Bäumen kann unangenehm werden, wenn die Elis nachts zum Kahlschlag ansetzen und einem die abgebrochenen Äste auf's Dachzelt fallen.... Im Xakanaka Camp sollte immer mit nächtlichem Hyänen-Besuch gerechnet werden - also keine Essensreste in den vorhandenen Mülltonnen entsorgen, sondern im Feuer verbrennen. Im Senyati Camp ziehen nachts große Elefanten- und Büffel-Herden durch - auch hier sollte sehr genau überlegt werden, wie man das Auto am besten abstellt, ohne den Tieren die angestammten Wege zu blockieren.
Die Abdeckplanen für die Dachzelte nicht auf der Erde liegenlassen - diese bieten 1A Übernachtungsmöglichkeiten für Schlangen 😉
man kann auch einen Karton voll Mäuse mit auf Reisen nehmen und im Falle des Falles eine raus lassen...
Elefanten haben Angst vor Mäusen 🤩 und die Schlangen haben ne Mahlzeit und ihr Gift "verpulvert" und beissen mit vollem Maul nicht zu... 🤩 🤩 🤪 🤪
lächelnde Grüße
flip666290 Beiträge · seit 200725. Nov. 2010 · #20
Hallo,
zum Thema Motor aus oder an: wir hatten eine etwas unangenehme Begegnung mit Elefanten (für uns als Afrika-Unerfahrene): Kurz vor Sonnenuntergang blockierte eine Elefantenherde im Mahango NP unseren Weg. Ich riet der Fahrerin, den Motor auszustellen, weil ich gelesen hatte, dass das die Elefanten am wenigsten provoziert. Trotzdem machte ein der Herde folgender Bulle einen Scheinangriff (Mock-Charge) auf uns.
Abends an der Bar wurde ich von den Anwesenden (deren Afrika-Erfahrung ich nicht einschätzen kann, die aber definitiv höher war, als meine eigene) entsprechend abgewatscht: Den Motor auszustellen war falsch, durch den laufenden Motor wäre keine größere Provokation für die Elefanten ausgegangen. Dagegen sei das Risiko, dass er in einer Gefahrensituation nicht oder nicht schnell genug anspringt, viel zu groß. Außerdem wäre das richtige Verhalten bei einem Mock Charge gewesen, ein paar Meter Rückwärts zu fahren, damit der Elefant erkennt, dass der scheinbare Gegner sich unterwürfig zeigt.
Ich würde also in Zukunft immer den Motor anlassen und evtl. schonmal den Rückwärtsgang einlegen... Auch wenn die Fotografen die Vibrationen stören, würde ich das - bei einem gut gewarteten Fahrzeug - sicherlich kleine Risiko nicht eingehen, dass der Motor nicht startet.
Meinungen dazu?
Viele Grüße, Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: http://www.philippschaeufele.de