LilThemenstarter1'242 Beiträge · seit 200902. Dez. 2010 · #23
Hallo Topobär,
eigentlich gebe ich dir recht. Mein Mann und ich haben im nachhinein das selbe gedacht. Der Natur und den Tieren zuliebe sollte sich jeder an die Vorschriften in den Nationalparks halten.
Ich glaube aber nicht dass die Rangerin aus Eigennutz gehandelt hat. Sie war sichtlich stolz dass wir so nah an den Tieren waren. Das gleiche haben wir in Okonjima erlebt. Unser Ranger war nach einer erfolglosen Suche nach Leoparden enttäuschter als wir. Du hättest ihn erleben müssen, als es am darauffolgendem Tag dann endlich geklappt hat.
Das war ein Erfolgserlebnis für ihn, obwohl er jeden Tag Leoparden für Touris ausfindig machen muss, und das wahrscheinlich oft mit Erfolg.
LilThemenstarter1'242 Beiträge · seit 200902. Dez. 2010 · #26
Hallo Kiwi,
ich beneide dich, würde am liebsten gleich wieder mitfliegen.
Dem Jo sein Fuss ist fast wieder in Ordnung; es sind ja jetzt auch schon einige Tage her. Im Urlaub war es aber schon eine grosse Behinderung. Wir mussten auf einige Ausflüge oder Wanderungen verzichten, sei es wegen zu grosser Anstrengung oder einfach nur wegen der Schmerzen.
Naja, wenn alles glatt gelaufen wäre, hätten wir ja nichts zu erzählen.
Zum Fotografieren benutze ich die Canon EOS 350D und 1000D mit den Objektiven 18-200 und 120-400. Ich knipse viel drauf los und fotografiere das meiste in Automatik. Also nicht wirklich professionnel.
Hallo Lil, das dauert ganz schön lange bis so eine Zerrung verheilt ist, vor allem wenn man die Stelle zu Beginn nicht schonen kann, aber wird schon 🙂 ! Vielen dank für deine Fotoinfos. Hoffe, dass ich auch so ein paar schicke Aufnahmen machen kann. LG Kiwi
großes Kompliment! Du erzählst sehr lebendig, es macht unheimlich Spass, Deinen Bericht zu lesen - steigert die Vorfreude (wir fliegen am 19.12.). Ich nehme auch eine EOS 350D mit, allerdings ist mein Tele nicht so stark, mal sehen, ob ich mir noch eins leihe. Deine Fotos sind sehr gelungen, die Tiere sind gut "eingefangen".
Schön, dass es dem Fuss wieder besser geht. Ich war bei der letzten Reise durch Südafrika und NAM auch gehandicapt, hatte mir das Knie verdreht, beim Wandern auf dem Cap, und konnte mich erst mal paar Tage gar nicht bewegen. Die erste Humpel-Wanderung war dann erst wieder auf die Düne 45. Ganz schön doof, wenn man so beeinträchtigt ist.
Hallo Lil! Vielen Dank für Deinen schönen Bericht mit den super Fotos! Für uns wird es in 2 Wochen auch das erste Mal Namibia sein, und mein Freund und ich sind große Freunde der Naturfotografie. Durch Deinen Bericht wird die Vorfreude noch gesteigert, soweit überhaupt möglich! viele Grüße, Svenja
LilThemenstarter1'242 Beiträge · seit 200907. Dez. 2010 · #30
Hallo Gitta, hallo Svenja,
vielen Dank für eure netten Worte. Wie es scheint seid Ihr beide ja mehr oder weniger zur gleichen Zeit in Namibia. Ich wünsche euch auf jeden Fall genau so einen schönen Urlaub wie wir ihn hatten.
Liebe Grüsse aus Luxemburg
Und weiter geht´s mit meinem Bericht :
01.10.2010
Nach einem leckeren Frühstück checken wir um 8.00 aus, und machen uns auf den Weg Richtung Okaukuejo. Wir lösen unsere Permits am Etosha-Eingang für die nächsten 2 Tage und schon einige Kilometer weiter müssen wir abbremsen, weil ein riesiger Elefant die Strasse überqueren will. Der helle Wahnsinn.
Wir kommen irgendwie nicht vom Fleck, weil wir bei jeder grösseren Herde Tiere entzückt stehenbleiben. Wir fahren an der Etosha Pfanne, die wie ein riesiger Ozean aussieht, vorbei und sind begeistert. Wir stellen uns die Frage wie schön die erst aussieht wenn sie voll mit Wasser gefüllt ist ?
Hier in der Ecke befinden sich viele Gnus.
Wie schon die Tage davor, begegnen wir den üblichen Verdächtigen und müssen immer wieder den Tieren die Vorfahrt überlassen.
Dann steuern wir Goas an und entdecken 2 Löwen. Einer liegt gemütlich auf einem Ast in der Sonne, der andere ein paar Meter entfernt im Gras. Hunderte von Zebras und Antilopen belagern die Strasse weil sie sich nicht ans Wasser trauen. Hier machen wir es uns bequem und ich klettere bis hinten ins Auto damit wir beide einen guten Blick aufs Wasserloch haben.
Es tut sich nichts, doch nach einer Stunde dann eine riesige Herde mit Elefanten.
Wir warten gespannt was jetzt passiert. Der Löwe im Gras verzieht sich, der auf dem Baum rührt sich nicht von der Stelle.
Wir entscheiden uns auf die andere Seite vom Wasserloch zu fahren, weil die Elefanten diese ansteuern. Es ist so herrlich den Dickhäutern zuzusehen wie sie sich im Wasser tummeln. Nach einer Weile reissen wir uns los und sehen nach dem Löwen auf dem Ast, der sich aber mittlerweile auch aus dem Staub gemacht hat.
In Halali angekommen essen wir eine Kleinigkeit vom Buffet, vertreten uns die Beine und weiter geht's. Rietfontein ist unser nächstes Ziel. Auch hier wieder 2 Löwen und einige wenige Antilopen. Die Wildkatzen bewegen sich nicht. Kein Wunder bei der Hitze.
Wir sind richtig stolz auf unsere Ausbeute von heute (haben wir doch so viele Tiere gesehen und das alles ohne Ranger). Nach einer Weile brechen wir auf und steuern Nebrownii an. Wir trauen unseren Augen nicht : weisse Elefanten ... ? Nein, weiss sind sie natürlich nicht; sie baden nur schrecklich gerne im Schlamm. Herrlich.
Einige Kilometer noch und wir haben Okaukuejo erreicht. Aber was zum Teufel ist hier los ? Wir sind schockiert über diese vielen Menschen die wie die Ameisen hektisch hin und herrennen.
Der Check-In Schalter ist der gleiche wie der, wo man die Permits bekommt, und auch hier eine Riesen-Schlange. Wir stellen uns an und nach einer halben Stunde bekommen wir dann endlich unseren Zimmerschlüssel ausgehändigt.
Beim Auspacken lernen wir Gerd (gerd1942) aus dem Forum und seine Frau Gerlinde kennen. Er hat uns am Sticker im Autofenster erkannt. Leider ist Gerd der einzige Forumsmitglied gewesen, den wir auf unserer Reise getroffen haben. Mit Vergnügen nehmen wir Gerds Angebot an, das Abendessen mit ihm, seiner Familie und seinen Bekannten einzunehmen.
Unser Bungalow ist relativ klein, aber wunderschön eingerichtet (mit Klimaanlage und grossem Kühlschrank) und befindet sich in der 2. Reihe direkt gegenüber dem fantastischen Wasserloch.
Wir sind hin und weg. Wir schnappen uns unsere Foto- und Filmausrüstung und setzen uns in den Schatten aufs Podium. Es dauert nicht lange und schon kommen ein Elefant und einige Zebras zum trinken. Herrlich.
Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang der einfach gigantisch ist. Die Giraffen stellen sich in Pose und ich knipse nur drauf los.
Zum ersten Mal in Namibia sind wir vom Abendessen enttäuscht. Das Restaurant sieht ungepflegt aus und das Personal ist nicht sonderlich organisiert. Das Fleisch ist zäh, das Dessert nicht wirklich lecker, dafür die Gesellschaft mit Gerd's Truppe sehr lustig.
Nach dem Abendessen halten wir uns alle noch eine ganze Weile am Wasserloch auf. Hier muss man rechtzeitig zur Stelle sein sonst ist Stehen angesagt. Wir können Giraffen, Zebras, Antilopen und 5 Löwen beobachten die sich schnell verziehen als 4 Nashörner mit einem Jungen dazukommen. Unbeschreiblich. Das Wasserloch entschädigt einen hundertprozentig für den chaotischen Rest hier in der Anlage.
Gegen Mitternacht verabschieden wir uns von Gerd und seiner Truppe und fallen glücklich ins Bett.
km : 178
02.10.2010
Noch halb verschlafen setze ich mich schon vor Sonneraufgang ans Wasserloch. Es tut sich aber leider überhaupt nichts.
Nach dem Frühstück fahren wir dann zuerst Gemsbokvlakte an, wo sich Zebras, Oryxantilopen, Springböcke und 5 Giraffen befinden. 4 davon bücken sich gleichzeitig um zu trinken. Ein herrliches Bild.
Bei Aus dann nur einige Antilopen und an Olifantsbad warten wir lange, aber leider vergeblich auf Elefanten.
Ondangab haben wir nicht gefunden. Schade dann eben heute keine Elefanten.
Wir fahren den gleichen Weg wieder zurück, in der Hoffnung doch noch einige interessante Sachen zu entdecken.
In der Nähe von Gemsbokvlakte entdecken wir dann schon von weitem 3 Dickhäuter die uns stolz entgegenkommen. Sie traben an uns vorbei, steuern das Wasserloch an und wir natürlich hinterher.
Wir können nicht genug bekommen, aber gegen 14.00 treibt der Hunger uns dann doch zurück nach Okaukuejo. Am hauseigenen Wasserloch ist leider auch nichts los. Nach einer Weile kehren wir in unser Häuschen ein, dessen Temperatur dank der Klimaanlage eine Wohltat für uns ist. Wir laden unsere Bilder herunter und machen uns fertig für den Sonnenuntergang am Wasserloch.
Weil man auf meinen Bildern von gestern Nacht nicht wirklich was erkennen konnte, schleppe ich heute mal das Stativ mit. Die Stimmung am Wasserloch ist wieder unbeschreiblich.
Wir haben einen Tisch für 19.00 Uhr bestellt, entscheiden uns aber lieber den Kühlschrank zu plündern und unsere Bank, bei mittlerweile angenehmen Temperaturen, so schnell nicht mehr zu verlassen. Auch heute besuchen uns wieder Nashörner, die versuchen ihren Platz am Wasserloch zu verteidigen. Die Ruhe hier ist toll; man hört nur von weitem das Gejaule mehrer Schakale.
Erst als uns die Augen fast zufallen, rappeln wir uns hoch und verlassen diesen tollen Platz.
Hallo Lil, vielen lieben Dank für die wunderschöne Bilder und Dein Bericht. Ihr hattet ja wirklich total Glück. Dennoch die super eingefangenen Momentaufnahmen sind sehr sehr gut gelungen. Lieben Gruß Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
LilThemenstarter1'242 Beiträge · seit 200907. Dez. 2010 · #32
Hallo Cécile,
dankeschööööön. Ja wir hatten wirklich grosses Glück. Und vor allem sind wir richtig stolz auch ohne Ranger so viele Tiere entdeckt zu haben. Beim nächsten Mal in Namibia werden wir auf jeden Fall viel mehr auf eigene Faust unternehmen. Freunde von uns hatten vorletztes Jahr im August keinen einzigen Elefant gefunden. Fast unvorstellbar bei der Menge die wir gesehen haben.
gglink5'538 Beiträge · seit 200807. Dez. 2010 · #33
Hallo Lil,
wieder superschöne Bilder. Die Löwen in Goas haben wir auch gesehen. Leider sind wir 30 Minuten vor Euch weg und haben deshalb die Elefanten verpasst. Danke übrigens für den netten Abend mit Euch. Er hat uns gut gefallen.
Und wenn du wissen willst wie die Etoscha mit Wasser aussieht, so:
Hi Lil, und so sieht die Etoshapfanne aus dem Flugzeug aus. 😄
Lieben Gruß Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
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LilThemenstarter1'242 Beiträge · seit 200908. Dez. 2010 · #35
Hallo Cécile, hallo Gerd,
Wow, schöne Bilder von der vollen Etosha-Pfanne - danke schön. Sieht schon gigantisch aus, auch von oben.
Gerd, auch wir fanden den Abend mit euch schön; ich könnte mich nur tot ärgern dass ich 8000 Bilder in Namibia gemacht habe, aber kein Erinnerungsfoto vom dem tollen Abend.
gglink5'538 Beiträge · seit 200808. Dez. 2010 · #36
Hallo Lil,
sieht in natura noch viel gigantische aus, aber auch so schon beeindruckend. Bestimmt können wir das mal nachholen. Vielleicht bei einem Fomi-Treffen oder bei Eurem nächsten Besuch in Afrika?
Für heute erst mal liebe Grüße von der sommerlichen Atlantikküste Gerd
LilThemenstarter1'242 Beiträge · seit 200922. Dez. 2010 · #37
03.10.2010
Gegen neun Uhr verlassen wir schweren Herzens dieses wunderschöne Stück Erde. Hinter Outjo biegen wir in die D2743 ein und sind begeistert. Der Weg an den Tafelbergen vorbei gibt immer wieder herrliche Ausblicke frei, aber leider ist die Sicht nicht klar und der Himmel fast grau.
Seit Anfang unserer Reise begleitet uns das diesige Wetter. Es hat uns bis jetzt nicht sonderlich gestört, weil die Tiere im Mittelpunkt standen. Jetzt sind die Landschaften aber das Highlight und wir hoffen im Damaraland endlich mal einen blauen Himmel erleben zu dürfen.
Nach der Besichtigung der Fingerklippe geht's weiter nach Khorixas wo wir unsere Tankvorräte auffüllen. Über Schotter fahren wir am Petrified Forest vorbei bis zum Mowani Mountain Camp, wo wir kurz nach 14.00 Uhr ankommen.
Wir werden wieder mit einem Erfrischungstuch und einem Welcome Cocktail begrüsst. Der wunderschöne Aufenthaltsraum und das halboffene Restaurant lassen erahnen was uns hier erwartet.
Man schlägt uns diverse Ausflüge vor und werden anschliessend zu unserer Unterkunft gebracht.
Wow, uns fehlen die Worte. Ein grosses Zelt auf Stelzen, wo das Schlafzimmer vom Badezimmer nur mit einer Trennwand geteilt ist und eine tolle Terrasse mit gigantischem Blick in die Natur. Leider fehlt ein Kühlschrank, dafür gibt's aber einen Safe.
Wir setzen uns auf die Terrasse, lassen die Seele baumeln und beobachten die Dassis, wie sie zwischen den Felsen spielen.
Gegen 18.00 spazieren wir zum Viewpoint um den Sonnenuntergang zu geniessen. Und wieder bleibt uns die Sprache weg. Ein gigantischer Ausblick hat man von hier oben. Überall liegen grosse Kissen verstreut, in denen man es sich so richtig gemütlich machen kann. Wir bestellen uns ein Bier, und kleine Häppchen werden vom Personal herum gereicht. Was für ein Leben !!
Die Farben der Felsen und der Natur sind wunderschön und die Stimmung unbeschreiblich. Leider ist der Sonnenuntergang an sich aber nicht wirklich spektakulär.
Nach Einbruch der Dunkelheit setzen wir uns noch eine Weile ans Lagerfeuer, bis auch hier Trommeln das Abendessen ankündigen. Im Restaurant sind viele Kerzen und Laternen aufgestellt, einfach nur romantisch und schön. Das Essen im Mowani Mountain Camp ist der Hit (vor allem nach 2x, resp. 1x Okaukuejo).
Gegen 21 Uhr fallen wir ins Bett und freuen uns auf morgen und die Suche nach den Wüstenelefanten. Gute Nacht Damaraland.
km : 390
04.10.2010
"Good Morning - Wake up call" ! Gegen halb 6 werden wir wach "gerufen", da es ja kein Telefon im Zelt gibt. Nach einem gemütlichen Frühstück wartet unser Ranger Moses schon auf uns und um halb acht geht die Suche nach den Wüstenelefanten los.
Vorbei an Oryx-Antilopen, geniessen wir die wunderschöne Landschaft, und der sehr kompetente Ranger erklärt uns viel Interessantes über die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren, unter anderem auch das Phänomen der Feenkreise.
Das Licht ist heute Morgen wunderschön.
Am Huab River angekommen, entdecken wir schnell Spuren von den Dickhäutern und die Fahrt durch den tiefen Sand beginnt. Wir fahren kreuz und quer den Spuren hinterher. Auf einer Anhöhe entdecken wir dann plötzlich ein Dutzend Wüstenelefanten.
Wahnsinn. Wir fahren bis auf einige wenige Meter an sie heran und verbringen über eine Stunde zwischen den Dickhäutern. Unser Ranger ist sehr wachsam und hält vorsichtshalber ein Auge auf "Oscar", den Chef der Elefanten.
Gegen 12.00 werden wir leider wieder zur Lodge zurückgebracht, wo wir uns für den Rest des Nachmittags am schönen Pool entspannen.
Eigentlich hatten wir vor, uns später noch die Felsgravuren in Twyfelfontein anzuschauen, was wir aber kurzfristig auf ein anderes Mal verschieben. Es ist erstens sehr heiss und zweitens hat die holprige Fahrt dem Jo seinem Fuss nicht wirklich gut getan.
Was soll's. Grund genug noch mal her zu kommen.
Das öffentliche WC in der Lodge ist toll. Man sieht hinaus aber niemand kann hinein sehen.
Auch beim heutigen Sundowner und anschliessendem Abendessen werden wir wieder rundum verwöhnt.
Diese Ecke hat uns unglaublich gut gefallen und wir sind jetzt gespannt aufs Erongogebirge.
LilThemenstarter1'242 Beiträge · seit 200926. Dez. 2010 · #40
Hallo Gerd, freut mich 🙂 wenn es dir gefällt.
Hallo Topobär, déja vu in der Mowani Mountain Lodge, aber die Erongo Lodge habt ihr, glaube ich, anders erlebt ...
05.10.2010
Um halb neun machen wir uns voller Vorfreude auf den Weg Richtung Omaruru.
In der Erongo Wilderness Lodge standen wir für die zweite Nacht bis 1 Woche vor Reiseantritt auf der Warteliste. Vorsichtshalber hatten wir aber auch die Epako Game Lodge gebucht und mussten natürlich 50% Annulierungskosten hier bezahlen. Hoffentlich ist uns das jetzt jeden Cent wert.
Über die D2612 und dann weiter auf der C36 (mit Tankstopp in Uis) erreichen wir gegen 13 Uhr unser Ziel.
Am Parkplatz unterhalb der Lodge werden wir schon erwartet, denn ab hier geht´s nur noch mit 4x4 weiter. Wir haben mittlerweile 43° C und beim Aussteigen kommt uns eine unerträgliche Hitze entgegen.
Jo fällt auf, dass ein Reifen an unserem Auto viel Luft verloren hat.
Nach dem üblichen Welcome Cocktail und einigen Erklärungen begleitet man uns zu unserer Honeymoon-Suite. Über bequeme Holztreppen kommen wir bei gefühlten 50° Grad C irgendwann bei dem am höchsten gelegenen Zelt an. Ganz schön anstrengend bei diesem Wetter.
Die Zelte sind wunderschön zwischen den gigantischen Felsen in die Landschaft integriert. Die Bäume über den Zelten spenden aber leider keinen Schatten, weil sich kein einziges Blatt mehr daran befindet und im Zelt herrschen die gleichen Temperaturen wie draussen. Die Felsen die die Anlage umschliessen, tragen natürlich nicht zum Abkühlen bei.
Gott sei Dank ist aber ein Kühlschrank vorhanden. Wir ziehen die dünnsten Klamotten an die wir besitzen und spazieren den langen Weg wieder runter an der Rezeption vorbei, um dann diese Seite wieder hoch zum Restaurant zu steigen, da es mittlerweile Zeit für Kaffee und Kuchen ist.
Das Restaurant liegt wunderschön auf einer Anhöhe und von der kleinen Terrasse aus hat man einen gigantischen Blick auf das Erongogebirge.
Im Restaurant befinden sich zwar 2 grosse Fenster ohne Glas, alle Türen stehen offen aber auch hier gibt es keine frische Luft. Man erklärt uns dass es womöglich noch ein Gewitter geben wird; daher die Schwüle heute.
Nach einem kleinen Snack legen wir uns an den Pool, der leider nicht sehr sauber und gepflegt aussieht. Im Wasser lässt es sich bei der Hitze aber so einigermassen aushalten.
Gegen 17.00 machen wir uns wieder auf den laaaangen Weg zu unserer Unterkunft, geniessen eine kalte Dusche im halboffenen Badezimmer und machen uns fertig für den Sundowner.
Natürlich ist auch hier wieder ein wenig Klettern angesagt, aber oben angekommen werden wir mit einem wunderschönen Ausblick belohnt.
Die Rangerin drückt uns ein Bier in die Hand, stellt Knabberzeug dabei und gibt uns den Tipp heute Nacht ein Behälter mit Wasser unter den Ventilator zu stellen, um so die Temperatur herunter zu drosseln.
Bei Dunkelheit verlassen wir den Berg und begeben uns sofort ins Restaurant. Hier teilt man uns mit dass unser Reifen jetzt platt ist. Auch das noch. Anstandslos bietet das Hotel uns an, den Reifen zu wechseln.
Das Abendessen haut uns nicht vom Hocker, was aber wahrscheinlich auch damit zusammenhängt dass Jo und ich uns einfach nicht wohl in dieser schrecklichen Schwüle fühlen.
Während des Abendessens beobachten wir Stachelschweine die wahrscheinlich vom Personal des Restaurants gefüttert werden.
Gegen 20.30 machen wir uns dann auf den Weg zurück. Wir stellen fest dass der Reisverschluss unseres Zeltes kaputt ist. Na super …
Ich liege schon im Bett und höre Jo auf einmal fluchen. Die Schnur, mit dem man den Lichtschalter betätigt, ist gerissen und wir bekommen das Licht nicht mehr aus. Sch … Jo zieht sich wieder an und marschiert noch einmal zur Rezeption, resp. ins Restaurant. Es ist zwar erst 21.00 Uhr, aber weit und breit keiner mehr vom Personal zu sehen.
OK, dann schlafen wir halt mit Licht und offenem Zelt.
Es gesellen sich mehrere Heuschrecken und andere kleine Tierchen zu uns. Wir haben beide keine Phobie gegen Krabbelzeug aber die vielen Tierchen in unserem Zelt finden wir nicht sehr lustig. Ausserdem scheinen die Moskitos hier in der Gegend immun gegen Peaceful Sleep zu sein.
Nach 2 Stunden aussichtslosem Kampf gegen das Kleinvieh und der gerade zu unerträglichen Hitze, entscheiden wir uns noch in der Nacht morgen früh abzureisen. Die Atlantikküste, so hoffen wir, wird uns ein bisschen abkühlen. Da für diesen Zeitpunkt aber kein Zimmer in unserem Hotel in Swakopmund frei ist, versuchen wir unser Glück bei Sam´s Giardino.