Reisebericht

Namibia das 1. Mal - Reisebericht

von Lil · begonnen 19. Nov. 2010 · 11 Teile

Teil 119. Nov. 2010
Hallo Namibia Freunde,

wie versprochen der 1. Tag unserer Namibia-Reise. Dies ist mein 1. Reisebericht und ich hoffe er gefällt euch ein wenig. Falls er zu lang oder zu langweilig sein sollte, bitte schreien.

Viel Spass

26.09.2010

Pünktlich um 5.40 landen wir mit Air Namibia in Windhoek. Die Formalitäten beim Zoll sind schnell erledigt und nach dem Papierkram bei Avis machen wir uns vor dem Flughafengebäude auf die Suche nach dem Stellplatz unseres X-Trail's. Vor uns steht ein Subaru Forester mit einem relativ neuen Reifen (ursprünglicher Ersatzreifen) und 3 Reifen mit völlig abgelaufenem Profil. Am vierten fehlt viel Luft und das 2. Ersatzrad ist nicht vorhanden.
Na super, fängt ja gut an.
Wir diskutieren über 2 Stunden mit dem Angestellten von Avis. Keine Chance. Schnell sehen wir ein dass es ein Fehler war, einem international anerkannten Wagenvermieter mehr zu vertrauen als einem lokalen Anbieter. Avis hat weder einen anderen Wagen, noch ein 2. Reserverad für uns und verspricht uns hoch und heilig den Ersatzreifen in 2 Tagen nachzuliefern. Uns bleibt nichts anderes übrig als Avis zu vertrauen und genervt machen wir uns (nachdem wir uns selbst um Luft gekümmert haben), auf den kurzen Weg Richtung Immanuel Wilderness Lodge.

Herzlich werden wir von Sabine und Stefan empfangen. Der Frühstückstisch steht noch für uns bereit und gegen halb zwölf ist unser Zimmer auch schon fertig. Einige Meter vom Haupthaus entfernt liegt unser reetgedeckter Bungalow. Ein sehr schönes afrikanisch eingerichtetes Zimmer mit grossem Bett, Ventilator, Kühlschrank und Terrasse mit gigantischem Blick in die Natur.











Wir legen uns 1 Stündchen aufs Ohr und gegen 14.00 machen wir uns auf den Weg zur Düsternbrook Farm, wo wir an einer Leoparden- und Geparden Fütterung teilnehmen.

Einige Kilometer auf der B1 und dann unsere 1. Schotterpiste. Wir müssen 2x aussteigen um Farmtore auf- und zuzumachen und sehen hier unsere ersten Tiere. Kudus, Oryx-Antilopen, Impalas und Gnus. Herrlich, wir sind in Afrika angekommen. Wir möchten am liebsten bei jedem Tierchen anhalten, haben aber noch einen Termin.





Auf der Farm angekommen, fahren wir mit 2 Geländewagen zu den Wildkatzen. Unsere Gruppe besteht aus 4 Leuten + Ranger, der andere Jeep hat eine Grossfamilie und das Fleisch für die Wildkatzen geladen.



Zuerst geht's ins Gehege mit dem Leoparden.
Wir parken ganz in der Nähe eines hohen Baumes und der andere Ranger befestigt hastig Fleisch an einem Ast. Das ganze muss schnell gehen denn keine Minute später kommt der Leopard wie aus dem Nichts. Wahnsinn ... so ein schönes, aber auch angsteinflössendes Tier. Mit gefährlichen und funkelnden Augen rennt er auf den Baum und stürzt sich genüsslich aufs Fleisch.









Anschliessend wirft der Ranger noch ein paar Häppchen rechts und links und wir können den Leoparden von allen Seiten bewundern. Nach gaaaaanz vielen Fotos geht's dann weiter zu den Geparden.







Diese leben in einem anderen Gehege und warten schon ganz ungeduldig auf uns. Unser Ranger erklärt uns dass diese Tiere harmlos sind im Gegensatz zum Leoparden. Die Wildkatzen rennen nervös hin und her, riechen das Fleisch, springen am Auto hoch und würden sich dem Ranger wahrscheinlich am liebsten auf den Schoss setzen, um endlich etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Wahnsinn.











Nach einer guten dreiviertel Stunde werden wir zur Farm zurückgebracht. Wir setzen uns noch kurz an die Bar und unterhalten uns mit Gästen der Lodge, die leider schon am Ende ihrer Reise sind. Sie besitzen den gleichen Subara Forester wie wir, haben ihn auch bei Avis gemietet und können 3 Plattfüsse wegen abgelaufener Reifen vorweisen. Na super, uns steht noch einiges bevor.

Zurück in unserer Lodge, genehmigen wir uns ein gutes Bierchen vom Fass. Anschliessend machen wir uns fertig fürs Abendessen, was das Beste unserer Reise sein sollte. Stefan persönlich steht in der Küche und verwöhnt seine Gäste mit :



Hier fühlen wir uns wohl; schade dass wir morgen wieder weiter müssen.



km : 126


27.09.2010

Nach einer erholsamen Nacht und einem leckeren Frühstück checken wir aus und Stefan erklärt uns den Weg zurück nach Windhoek zu einem Reifenhändler, da uns die schlechten Reifen keine Ruhe lassen.
Leider übersieht mein Mann auf der Suche nach einem Mitarbeiter in der Werksatt eine Stufe und zieht sich eine Bänderdehnung zu. Genervt, mit geschwollenem Fuss und einer grossen Portion Wut auf Avis machen wir uns auf den Weg Richtung Okahandja (mit noch immer den alten Reifen, weil man auch hier nicht das richtige für uns hatte).

Auf dem Weg zum Okanjima Bush Camp sehen wir viele Warzenschweine an der Strasse grasen. Aber wir können uns nicht wirklich freuen. Der Anfang unserer lang geplanten Reise hatten wir uns anders vorgestellt. So eine Schlamperei eines internationalen Mietwagenanbieters und dann noch dieses Missgeschick trüben doch sehr die ersten Tage unserer 3000 km langen Reise.
Teil 226. Nov. 2010
Hallo Cécile und Gerd,

herzlichen Dank für eure netten Feedback´s 🙂 .

und weiter geht´s :


Nach 2 Stunden unspektakulärer Fahrt auf der B1 werden wir im Okonjima Bush Camp mit einem Welcome Cocktail begrüsst. Die Anlage liegt idyllisch in der Einöde. Die Rezeption, das Restaurant und die Lounge-Bar mit riesiger Feuerstelle sind halb offen, und die Warzenschweine davor sind zuständig dafür, dass der Rasen immer die richtige Höhe hat. Von hier aus kann man ebenfalls die vielen Oryx-Antilopen am hauseigenen Wasserloch beobachten.









Wir bekommen das Programm für die nächsten 2 Tage erklärt und dann geht's ab zu unserem Zelt-Bungalow. Hierzu gehört auch ein Stellplatz fürs Auto, wo jedoch zuerst ein Bienennest entsorgt werden muss.



Unser Bungalow ist eine Wucht. Badezimmer und Toilette sind gemauert und das Schlafzimmer lässt sich mit 4 grossen Zeltplanen vollständig öffnen. Vom Bett aus hat man einen gigantischen Blick auf die weite Landschaft und direkt davor befindet sich ein kleines Wasserloch wo sich viele Perlhühner und Vögel tummeln. Herrlich. Unser Bungalow ist der letzte in der Reihe und weit vom nächsten Nachbarn entfernt. Ruhe pur.



Gegen 16 Uhr sind wir bereit für unsere erste Okonjima-Safari. Auf dem Weg zur Rezeption spaziert eine Oryx-Antilope gemütlich vor uns, und sucht erst das Weite als wir näher als einen Meter an sie herankommen. Afrika ist genial.



Ein halbe Stunden später, nach Kaffee und leckerem Kuchen, beginnt unser Gamedrive. Wir haben Glück und sind auch hier nur zu viert mit unserem Ranger Albert. Er erzählt uns viel über die AfriCat Stiftung mit ihren Tieren, die ihm und seinen Kollegen sehr am Herzen liegen.

Dann begeben wir uns auf die Suche nach einem Leoparden. Dieser ist mit einem Sensor am Halsband versehen und kann mit viel Glück aufgestöbert werden. Wir fahren über Stock und Stein und geniessen die wunderschöne Landschaft in den Abendstunden. Wir begegnen einigen Schakalen, Oryx-Antilopen und Warzenschweinen, können aber kein Signal vom Leoparden empfangen. Die Sonne steht schon sehr tief, und Albert entscheidet sich die Suche abzubrechen und morgen weiter zu suchen.







Irgendwo mitten im Busch halten wir an und jeder bekommt das bestellte Sundowner-Getränk. Schade eigentlich, dass wir nicht auf einer Anhöhe halten um den schönen Sonnenuntergang zu geniessen. Naja wir haben ja noch viele Abende vor uns.

Zurück in der Lodge werden wir mit Taschenlampen empfangen Es ist mittlerweile stockdunkel, die Wege zu den Zelten sind nicht beleuchtet, und man kann einige Tiere ganz in der Nähe hören aber nicht sehen.
Uns ist schon ein wenig unheimlich zumute.

Schnell duschen und wieder zurück, da die Trommeln das Dinner ankündigen. Das Essen ist sehr lecker und besteht aus Tomaten mit Tsaiziki, Oryx und als Nachspeise "Chocolat fondant".

Nach dem Essen kühlt Jo seinen dick geschwollenen Fuss mit Eis und kurze Zeit später fallen wir todmüde ins Bett. Draussen ist es ziemlich windig ...

km : 246


28.09.2010

... und das die ganze Nacht. Nach einer ziemlich unruhigen Nacht (war es der Wind oder ein Tierchen, das (der) die ganze Nacht am Zelt gerüttelt hat ???), werden wir um viertel nach 6 geweckt. Im Restaurant stehen warme Muffins, Tee und Kaffee für uns bereit.



Es ist heute Morgen sehr kühl und gut vermummt machen wir uns im offenen Geländewagen auf den Weg.



Wir fahren in ein grosses Gehege mit Geparden, die absolut keine Scheu zeigen und vor uns posieren als hätten sie ihr ganzes Leben noch nichts anderes gemacht. Das Licht ist mittlerweile wunderschön und wir sehen den Tieren fasziniert eine ganze Weile zu.







Dann geht's weiter auf die Suche nach dem Leoparden. Schnell hat Albert frische Spuren entdeckt und versichert uns dass die Wildkatze in unmittelbarer Nähe ist. Was aber nicht logisch erscheint da sich ein paar Meter weiter Kudus befinden, die nicht den Eindruck erwecken als wäre Gefahr in Sicht.
Falsch gedacht : ein Hilfeschrei und das Kudu, was eben noch so süss dreingeschaut hat, ist jetzt tot. Der Leopard läuft an uns vorbei und verschwindet schnell wieder im Gebüsch. Wahrscheinlich macht er sich später ungestört über das Tier her.
Traurig, aber so ist nun einmal die Natur.



Nach 3 Stunden geht's zurück zur Lodge, wo uns ein leckeres Frühstück erwartet.

Nach dem Duschen ist Faulenzen angesagt. Wir laden unsere Fotos runter und geniessen einfach nur den spektakulären Blick in die Natur. Diese Ruhe und Menschenleere am Tag ist einfach super, in der Nacht etwas weniger.





Nach dem Nachmittagskaffee, dann unser letzter Gamedrive. Zu Fuss geht's zu den Wildhunden die auch mit Sensoren versehen sind und faul in den Büschen liegen. Der Ranger gibt uns viele Erklärungen zu den sehr seltenen "Wild Dogs" und dann geht's mit einem sehr laaaangen Umweg durch die schöne Landschaft Namibias zurück zur Lodge.





Nach einem leckeren Essen und erlebnisreichem Tag voller neuer Eindrücke fallen wir gegen 22.00. Uhr todmüde ins Bett.

km : 0

29.09.2010

Ausgeschlafen und nach einer ruhigeren Nacht als die vorherige, erwachen wir mit dem Sonnenaufgang. Nach dem Kofferpacken gehen wir gemütlich frühstücken und fragen zum x. Mal an der Rezeption nach einer Nachricht von Avis, welche zum x-ten Mal negativ ausfällt.

Wir kümmern uns noch um Kühlwasser fürs Auto und machen uns dann gegen 10.00 Uhr auf die Weiterreise. In Otjiwarongo machen wir eine Pause, tanken voll und suchen eine Apotheke auf, wo wir eine Salbe gegen Entzündung und ein Fixierstrumpf für Jo's Fuss besorgen.

Wir bewundern die vielen Jacarandas die hier um die Wette blühen und weiter geht's Richtung Etosha.



Die Landschaft wird immer spärlicher und der Himmel immer diesiger.
Teil 301. Dez. 2010
Gegen 14.00 kommen wir in der Mushara Lodge an und werden auch hier wieder herzlich mit einem Cocktail empfangen.
Beim Betreten unseres Zimmers blinzelt ein Kudu neugierig durchs Fenster. Einfach süss.



Unsere Unterkunft hat 2 Schlafräume mit jeweils einer Klimaanlage und Mückenschutz in den sehr grossen Fenstern. Herrlich. Wir haben mittlerweile fast 40° C, es weht kein Lüftchen und die Hitze ist fast unerträglich.

Gegen 15.00 treffen wir uns mit der Rangerin Emalda, um den 8 km weit entfernten Etosha National Park zu erkunden. Schon bald entdecken wir in der Nähe von Tsumcor 5 Giraffen und 2 Elefanten.











Beim Wasserloch Groot Okevi beobachten wir fasziniert 2 Giraffen, die sich vorbeugen um zu trinken und bekommen nicht mit, dass auf einmal 2 Elefanten direkt an uns vorbei spazieren. Emalda ermahnt uns leise zu sein. Ein wahnsinniges Gefühl so nah an den Wildtieren zu sein.



Weiter begegnen wir vielen Zebras, Kudus, Impalas und Oryx-Antilopen. Ein Schakal und eine Riesentrappe laufen uns über den Weg und in den Bäumen entdecken wir Gelbschnabeltokos. Wir sind hin und weg; nach einer Stunde Etosha haben wir schon mehr Tiere gesehen als letztes Jahr in Südafrika.











Was in unserer Sammlung noch fehlt sind natürlich Löwen. Und es dauert nicht sehr lange und wir entdecken 5 Stück unter einem Baum. Emalda grinst uns an und fährt offroad bis auf einige Meter dabei. Die Löwen sind etwas genervt, erheben sich und kommen langsam auf uns zu. Die Rangerin möchte leise zurückfahren, was aber nicht klappt. Wir hängen in einem Dornenbusch fest. Nach hinten geht nichts mehr und vorne befinden sich die Wildkatzen. Die Tiere lassen uns nicht aus den Augen, kommen immer näher und uns bleibt der Atem weg. Wir vergessen zu fotografieren und mich beschäftigt im Moment eigentlich nur die Frage : Können Löwen springen ???



Nachdem Emalda einige Male den Motor abgewürgt hat, schafft sie's dann doch irgendwie, uns aus dem Gebüsch zu befreien. Uff ... wir haben endlich wieder festen Boden unter den Reifen !!! Wir bewundern noch eine ganze Weile diese tollen Tiere (die uns schlussendlich bis zur Strasse gefolgt sind) und pünktlich mit dem Sonnenuntergang erreichen wir den Ausgang des Etosha Parkes.




















Beim leckeren Abendessen auf der Terrasse, das aus Tomatensuppe und Salat, anschliessend Impala-Steak und als Abschluss Mousse au Chocolat besteht, können wir zahlreiche Kudus bewundern die ganz in unserer Nähe den Rasen ruinieren.
Ein herrlicher Tag geht vorüber.

km : 346


30.09.2010

Der Wecker klingelt uns in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett. Mit dem Sonnenaufgang erreichen wir Namutomi und während Emalda unsere Permits besorgt, schauen wir den lustigen Zebramangusten zu, die wie es scheint, ein Rennen veranstalten.



Wir machen uns auf die Suche nach Nashörnern doch es dauert einige Zeit bis wir eins finden. Wahnsinn, so ein riesigen Vieh !



Wir fahren ein Wasserloch nach dem anderen an und entdecken eine Herde Elefanten die sich am und im Wasser herrlich amüsieren.











Einige Zeit später dann wieder Löwen. Sieben an der Zahl liegen im Gebüsch und einige Meter weiter eine Giraffe die Durst hat. Hier wird's jetzt spannend und wir legen eine Pause ein. Wir machen uns über unser Breakfast Paket her und warten.







Mittlerweile bildet sich eine Gruppe ganzer Herden Zebras und Impalas. Auch sie zögern, sich dem Wasserloch zu nähern. Die Giraffe macht einige Male den Versuch sich zum Wasser vorzubeugen und springt immer wieder nervös und erschrocken auf. Herrlich die Reaktionen der Tiere zu beobachten.
Aber die Löwen sind müde oder satt und rühren sich nicht von der Stelle. Nach 2 Stunden entschliessen wir uns weiter zu fahren.

Am Wasserloch Chudop sehen wir dann auch wieder riesige Herden von Antilopen. Genial.











Gegen zwölf Uhr verlassen wir den Park und nach einem Snack suchen wir uns ein schattiges Plätzchen beim Pool. Auch hier wieder Oryx-Antilopen und Warzenschweine, die sich am Rasen vergehen.









Dann auf einmal ein Telefonat aus der Rezeption.
Wir können es nicht glauben, unser Ersatzreifen ist auf dem Weg zu uns. Der Angestellte von Avis kommt von Windhoek und besitzt das gleiche Auto wie wir, nur mit dem einzigen Unterschied dass seine Reifen alle niegelnagelneu und von der Edelmarke Pirelli !! sind.
Wir fühlen uns ziemlich verarscht.
Das Reifenproblem begleitet uns seit dem Anfang unseres Urlaubes und wir nehmen uns vor, sich jetzt nicht wieder aufs Neue aufzuregen. Es nützt ja eh nichts.

Hauptsache wir haben jetzt endlich 2 Ersatzreifen und können den Schotterpisten, die ab jetzt auf uns zukommen, etwas gelassener entgegen sehen.

Das Abendessen ist heute wieder lecker und besteht aus Suppe, Hähnchen und Crèpe Suzette.
Todmüde fallen wir gegen 22.00 Uhr ins Bett. Morgen geht's auf eigene Faust durch den Etosha.

km : 0
Teil 407. Dez. 2010
Hallo Gitta, hallo Svenja,

vielen Dank für eure netten Worte. Wie es scheint seid Ihr beide ja mehr oder weniger zur gleichen Zeit in Namibia. Ich wünsche euch auf jeden Fall genau so einen schönen Urlaub wie wir ihn hatten.

Liebe Grüsse aus Luxemburg

Und weiter geht´s mit meinem Bericht :

01.10.2010

Nach einem leckeren Frühstück checken wir um 8.00 aus, und machen uns auf den Weg Richtung Okaukuejo.
Wir lösen unsere Permits am Etosha-Eingang für die nächsten 2 Tage und schon einige Kilometer weiter müssen wir abbremsen, weil ein riesiger Elefant die Strasse überqueren will. Der helle Wahnsinn.



Wir kommen irgendwie nicht vom Fleck, weil wir bei jeder grösseren Herde Tiere entzückt stehenbleiben. Wir fahren an der Etosha Pfanne, die wie ein riesiger Ozean aussieht, vorbei und sind begeistert. Wir stellen uns die Frage wie schön die erst aussieht wenn sie voll mit Wasser gefüllt ist ?



Hier in der Ecke befinden sich viele Gnus.



Wie schon die Tage davor, begegnen wir den üblichen Verdächtigen und müssen immer wieder den Tieren die Vorfahrt überlassen.



Dann steuern wir Goas an und entdecken 2 Löwen. Einer liegt gemütlich auf einem Ast in der Sonne, der andere ein paar Meter entfernt im Gras. Hunderte von Zebras und Antilopen belagern die Strasse weil sie sich nicht ans Wasser trauen. Hier machen wir es uns bequem und ich klettere bis hinten ins Auto damit wir beide einen guten Blick aufs Wasserloch haben.













Es tut sich nichts, doch nach einer Stunde dann eine riesige Herde mit Elefanten.



Wir warten gespannt was jetzt passiert. Der Löwe im Gras verzieht sich, der auf dem Baum rührt sich nicht von der Stelle.





Wir entscheiden uns auf die andere Seite vom Wasserloch zu fahren, weil die Elefanten diese ansteuern. Es ist so herrlich den Dickhäutern zuzusehen wie sie sich im Wasser tummeln. Nach einer Weile reissen wir uns los und sehen nach dem Löwen auf dem Ast, der sich aber mittlerweile auch aus dem Staub gemacht hat.









In Halali angekommen essen wir eine Kleinigkeit vom Buffet, vertreten uns die Beine und weiter geht's.
Rietfontein ist unser nächstes Ziel. Auch hier wieder 2 Löwen und einige wenige Antilopen. Die Wildkatzen bewegen sich nicht. Kein Wunder bei der Hitze.



Wir sind richtig stolz auf unsere Ausbeute von heute (haben wir doch so viele Tiere gesehen und das alles ohne Ranger).
Nach einer Weile brechen wir auf und steuern Nebrownii an. Wir trauen unseren Augen nicht : weisse Elefanten ... ? Nein, weiss sind sie natürlich nicht; sie baden nur schrecklich gerne im Schlamm. Herrlich.







Einige Kilometer noch und wir haben Okaukuejo erreicht. Aber was zum Teufel ist hier los ? Wir sind schockiert über diese vielen Menschen die wie die Ameisen hektisch hin und herrennen.



Der Check-In Schalter ist der gleiche wie der, wo man die Permits bekommt, und auch hier eine Riesen-Schlange. Wir stellen uns an und nach einer halben Stunde bekommen wir dann endlich unseren Zimmerschlüssel ausgehändigt.



Beim Auspacken lernen wir Gerd (gerd1942) aus dem Forum und seine Frau Gerlinde kennen. Er hat uns am Sticker im Autofenster erkannt. Leider ist Gerd der einzige Forumsmitglied gewesen, den wir auf unserer Reise getroffen haben.
Mit Vergnügen nehmen wir Gerds Angebot an, das Abendessen mit ihm, seiner Familie und seinen Bekannten einzunehmen.

Unser Bungalow ist relativ klein, aber wunderschön eingerichtet (mit Klimaanlage und grossem Kühlschrank) und befindet sich in der 2. Reihe direkt gegenüber dem fantastischen Wasserloch.



Wir sind hin und weg. Wir schnappen uns unsere Foto- und Filmausrüstung und setzen uns in den Schatten aufs Podium. Es dauert nicht lange und schon kommen ein Elefant und einige Zebras zum trinken. Herrlich.





Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang der einfach gigantisch ist. Die Giraffen stellen sich in Pose und ich knipse nur drauf los.







Zum ersten Mal in Namibia sind wir vom Abendessen enttäuscht. Das Restaurant sieht ungepflegt aus und das Personal ist nicht sonderlich organisiert. Das Fleisch ist zäh, das Dessert nicht wirklich lecker, dafür die Gesellschaft mit Gerd's Truppe sehr lustig.

Nach dem Abendessen halten wir uns alle noch eine ganze Weile am Wasserloch auf. Hier muss man rechtzeitig zur Stelle sein sonst ist Stehen angesagt. Wir können Giraffen, Zebras, Antilopen und 5 Löwen beobachten die sich schnell verziehen als 4 Nashörner mit einem Jungen dazukommen. Unbeschreiblich. Das Wasserloch entschädigt einen hundertprozentig für den chaotischen Rest hier in der Anlage.

Gegen Mitternacht verabschieden wir uns von Gerd und seiner Truppe und fallen glücklich ins Bett.

km : 178


02.10.2010

Noch halb verschlafen setze ich mich schon vor Sonneraufgang ans Wasserloch. Es tut sich aber leider überhaupt nichts.



Nach dem Frühstück fahren wir dann zuerst Gemsbokvlakte an, wo sich Zebras, Oryxantilopen, Springböcke und 5 Giraffen befinden. 4 davon bücken sich gleichzeitig um zu trinken. Ein herrliches Bild.





Bei Aus dann nur einige Antilopen und an Olifantsbad warten wir lange, aber leider vergeblich auf Elefanten.





Ondangab haben wir nicht gefunden. Schade dann eben heute keine Elefanten.

Wir fahren den gleichen Weg wieder zurück, in der Hoffnung doch noch einige interessante Sachen zu entdecken.







In der Nähe von Gemsbokvlakte entdecken wir dann schon von weitem 3 Dickhäuter die uns stolz entgegenkommen. Sie traben an uns vorbei, steuern das Wasserloch an und wir natürlich hinterher.





Wir können nicht genug bekommen, aber gegen 14.00 treibt der Hunger uns dann doch zurück nach Okaukuejo. Am hauseigenen Wasserloch ist leider auch nichts los. Nach einer Weile kehren wir in unser Häuschen ein, dessen Temperatur dank der Klimaanlage eine Wohltat für uns ist. Wir laden unsere Bilder herunter und machen uns fertig für den Sonnenuntergang am Wasserloch.

Weil man auf meinen Bildern von gestern Nacht nicht wirklich was erkennen konnte, schleppe ich heute mal das Stativ mit.
Die Stimmung am Wasserloch ist wieder unbeschreiblich.







Wir haben einen Tisch für 19.00 Uhr bestellt, entscheiden uns aber lieber den Kühlschrank zu plündern und unsere Bank, bei mittlerweile angenehmen Temperaturen, so schnell nicht mehr zu verlassen.
Auch heute besuchen uns wieder Nashörner, die versuchen ihren Platz am Wasserloch zu verteidigen. Die Ruhe hier ist toll; man hört nur von weitem das Gejaule mehrer Schakale.









Erst als uns die Augen fast zufallen, rappeln wir uns hoch und verlassen diesen tollen Platz.

km : 104
Teil 522. Dez. 2010
03.10.2010

Gegen neun Uhr verlassen wir schweren Herzens dieses wunderschöne Stück Erde.
Hinter Outjo biegen wir in die D2743 ein und sind begeistert. Der Weg an den Tafelbergen vorbei gibt immer wieder herrliche Ausblicke frei, aber leider ist die Sicht nicht klar und der Himmel fast grau.



Seit Anfang unserer Reise begleitet uns das diesige Wetter. Es hat uns bis jetzt nicht sonderlich gestört, weil die Tiere im Mittelpunkt standen. Jetzt sind die Landschaften aber das Highlight und wir hoffen im Damaraland endlich mal einen blauen Himmel erleben zu dürfen.



Nach der Besichtigung der Fingerklippe geht's weiter nach Khorixas wo wir unsere Tankvorräte auffüllen. Über Schotter fahren wir am Petrified Forest vorbei bis zum Mowani Mountain Camp, wo wir kurz nach 14.00 Uhr ankommen.



Wir werden wieder mit einem Erfrischungstuch und einem Welcome Cocktail begrüsst. Der wunderschöne Aufenthaltsraum und das halboffene Restaurant lassen erahnen was uns hier erwartet.



Man schlägt uns diverse Ausflüge vor und werden anschliessend zu unserer Unterkunft gebracht.



Wow, uns fehlen die Worte. Ein grosses Zelt auf Stelzen, wo das Schlafzimmer vom Badezimmer nur mit einer Trennwand geteilt ist und eine tolle Terrasse mit gigantischem Blick in die Natur. Leider fehlt ein Kühlschrank, dafür gibt's aber einen Safe.



Wir setzen uns auf die Terrasse, lassen die Seele baumeln und beobachten die Dassis, wie sie zwischen den Felsen spielen.





Gegen 18.00 spazieren wir zum Viewpoint um den Sonnenuntergang zu geniessen. Und wieder bleibt uns die Sprache weg. Ein gigantischer Ausblick hat man von hier oben. Überall liegen grosse Kissen verstreut, in denen man es sich so richtig gemütlich machen kann. Wir bestellen uns ein Bier, und kleine Häppchen werden vom Personal herum gereicht.
Was für ein Leben !!









Die Farben der Felsen und der Natur sind wunderschön und die Stimmung unbeschreiblich. Leider ist der Sonnenuntergang an sich aber nicht wirklich spektakulär.



Nach Einbruch der Dunkelheit setzen wir uns noch eine Weile ans Lagerfeuer, bis auch hier Trommeln das Abendessen ankündigen.
Im Restaurant sind viele Kerzen und Laternen aufgestellt, einfach nur romantisch und schön.
Das Essen im Mowani Mountain Camp ist der Hit (vor allem nach 2x, resp. 1x Okaukuejo).







Gegen 21 Uhr fallen wir ins Bett und freuen uns auf morgen und die Suche nach den Wüstenelefanten.
Gute Nacht Damaraland.

km : 390

04.10.2010

"Good Morning - Wake up call" !
Gegen halb 6 werden wir wach "gerufen", da es ja kein Telefon im Zelt gibt. Nach einem gemütlichen Frühstück wartet unser Ranger Moses schon auf uns und um halb acht geht die Suche nach den Wüstenelefanten los.



Vorbei an Oryx-Antilopen, geniessen wir die wunderschöne Landschaft, und der sehr kompetente Ranger erklärt uns viel Interessantes über die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren, unter anderem auch das Phänomen der Feenkreise.







Das Licht ist heute Morgen wunderschön.







Am Huab River angekommen, entdecken wir schnell Spuren von den Dickhäutern und die Fahrt durch den tiefen Sand beginnt. Wir fahren kreuz und quer den Spuren hinterher. Auf einer Anhöhe entdecken wir dann plötzlich ein Dutzend Wüstenelefanten.









Wahnsinn. Wir fahren bis auf einige wenige Meter an sie heran und verbringen über eine Stunde zwischen den Dickhäutern. Unser Ranger ist sehr wachsam und hält vorsichtshalber ein Auge auf "Oscar", den Chef der Elefanten.











Gegen 12.00 werden wir leider wieder zur Lodge zurückgebracht, wo wir uns für den Rest des Nachmittags am schönen Pool entspannen.



Eigentlich hatten wir vor, uns später noch die Felsgravuren in Twyfelfontein anzuschauen, was wir aber kurzfristig auf ein anderes Mal verschieben. Es ist erstens sehr heiss und zweitens hat die holprige Fahrt dem Jo seinem Fuss nicht wirklich gut getan.

Was soll's. Grund genug noch mal her zu kommen.







Das öffentliche WC in der Lodge ist toll. Man sieht hinaus aber niemand kann hinein sehen.





Auch beim heutigen Sundowner und anschliessendem Abendessen werden wir wieder rundum verwöhnt.

Diese Ecke hat uns unglaublich gut gefallen und wir sind jetzt gespannt aufs Erongogebirge.

km : 0
Teil 626. Dez. 2010
Hallo Gerd, freut mich 🙂 wenn es dir gefällt.

Hallo Topobär, déja vu in der Mowani Mountain Lodge, aber die Erongo Lodge habt ihr, glaube ich, anders erlebt ...

05.10.2010

Um halb neun machen wir uns voller Vorfreude auf den Weg Richtung Omaruru.

In der Erongo Wilderness Lodge standen wir für die zweite Nacht bis 1 Woche vor Reiseantritt auf der Warteliste. Vorsichtshalber hatten wir aber auch die Epako Game Lodge gebucht und mussten natürlich 50% Annulierungskosten hier bezahlen. Hoffentlich ist uns das jetzt jeden Cent wert.

Über die D2612 und dann weiter auf der C36 (mit Tankstopp in Uis) erreichen wir gegen 13 Uhr unser Ziel.



Am Parkplatz unterhalb der Lodge werden wir schon erwartet, denn ab hier geht´s nur noch mit 4x4 weiter. Wir haben mittlerweile 43° C und beim Aussteigen kommt uns eine unerträgliche Hitze entgegen.

Jo fällt auf, dass ein Reifen an unserem Auto viel Luft verloren hat.

Nach dem üblichen Welcome Cocktail und einigen Erklärungen begleitet man uns zu unserer Honeymoon-Suite. Über bequeme Holztreppen kommen wir bei gefühlten 50° Grad C irgendwann bei dem am höchsten gelegenen Zelt an. Ganz schön anstrengend bei diesem Wetter.



Die Zelte sind wunderschön zwischen den gigantischen Felsen in die Landschaft integriert. Die Bäume über den Zelten spenden aber leider keinen Schatten, weil sich kein einziges Blatt mehr daran befindet und im Zelt herrschen die gleichen Temperaturen wie draussen. Die Felsen die die Anlage umschliessen, tragen natürlich nicht zum Abkühlen bei.



Gott sei Dank ist aber ein Kühlschrank vorhanden. Wir ziehen die dünnsten Klamotten an die wir besitzen und spazieren den langen Weg wieder runter an der Rezeption vorbei, um dann diese Seite wieder hoch zum Restaurant zu steigen, da es mittlerweile Zeit für Kaffee und Kuchen ist.

Das Restaurant liegt wunderschön auf einer Anhöhe und von der kleinen Terrasse aus hat man einen gigantischen Blick auf das Erongogebirge.



Im Restaurant befinden sich zwar 2 grosse Fenster ohne Glas, alle Türen stehen offen aber auch hier gibt es keine frische Luft. Man erklärt uns dass es womöglich noch ein Gewitter geben wird; daher die Schwüle heute.



Nach einem kleinen Snack legen wir uns an den Pool, der leider nicht sehr sauber und gepflegt aussieht. Im Wasser lässt es sich bei der Hitze aber so einigermassen aushalten.



Gegen 17.00 machen wir uns wieder auf den laaaangen Weg zu unserer Unterkunft, geniessen eine kalte Dusche im halboffenen Badezimmer und machen uns fertig für den Sundowner.





Natürlich ist auch hier wieder ein wenig Klettern angesagt, aber oben angekommen werden wir mit einem wunderschönen Ausblick belohnt.



Die Rangerin drückt uns ein Bier in die Hand, stellt Knabberzeug dabei und gibt uns den Tipp heute Nacht ein Behälter mit Wasser unter den Ventilator zu stellen, um so die Temperatur herunter zu drosseln.



Bei Dunkelheit verlassen wir den Berg und begeben uns sofort ins Restaurant. Hier teilt man uns mit dass unser Reifen jetzt platt ist. Auch das noch. Anstandslos bietet das Hotel uns an, den Reifen zu wechseln.

Das Abendessen haut uns nicht vom Hocker, was aber wahrscheinlich auch damit zusammenhängt dass Jo und ich uns einfach nicht wohl in dieser schrecklichen Schwüle fühlen.

Während des Abendessens beobachten wir Stachelschweine die wahrscheinlich vom Personal des Restaurants gefüttert werden.

Gegen 20.30 machen wir uns dann auf den Weg zurück. Wir stellen fest dass der Reisverschluss unseres Zeltes kaputt ist. Na super …

Ich liege schon im Bett und höre Jo auf einmal fluchen. Die Schnur, mit dem man den Lichtschalter betätigt, ist gerissen und wir bekommen das Licht nicht mehr aus. Sch …
Jo zieht sich wieder an und marschiert noch einmal zur Rezeption, resp. ins Restaurant. Es ist zwar erst 21.00 Uhr, aber weit und breit keiner mehr vom Personal zu sehen.

OK, dann schlafen wir halt mit Licht und offenem Zelt.

Es gesellen sich mehrere Heuschrecken und andere kleine Tierchen zu uns. Wir haben beide keine Phobie gegen Krabbelzeug aber die vielen Tierchen in unserem Zelt finden wir nicht sehr lustig. Ausserdem scheinen die Moskitos hier in der Gegend immun gegen Peaceful Sleep zu sein.

Nach 2 Stunden aussichtslosem Kampf gegen das Kleinvieh und der gerade zu unerträglichen Hitze, entscheiden wir uns noch in der Nacht morgen früh abzureisen. Die Atlantikküste, so hoffen wir, wird uns ein bisschen abkühlen. Da für diesen Zeitpunkt aber kein Zimmer in unserem Hotel in Swakopmund frei ist, versuchen wir unser Glück bei Sam´s Giardino.

km : 276
Teil 728. Dez. 2010
06.10.2010

Noch nie im Leben haben wir den Morgen so sehr herbei gesehnt wie diese Nacht. Den Körper mit Moskitostichen übersäht, packen wir bei Sonnenaufgang unsere Sachen zusammen und checken noch vor dem Frühstück aus.

Das Management hat Verständnis für unser Unwohlsein und erlässt uns die Bezahlung der zweiten Nacht. Hut ab !

Mit einem neuen Reifen fahren wir über die C32 und B2 bis zur Küste.
Die Temperatur fällt tiefer und tiefer, und als wir kurz vor 11 Uhr Swakopmund erreichen, haben wir noch knapp 20° C. Wir hätten das nicht für möglich gehalten, aber wir geniessen es eine Jacke anziehen zu müssen und endlich durchatmen zu können.

In Sam´s Giardino´s Gästehaus werden wir freundlich begrüsst und Sam ruft gleich bei Mola Mola an, um unseren gebuchten Ausflug einen Tag vorzuverlegen. Man zeigt uns die Anlage und beim Anblick des sehr gepflegten Gartens sieht man sofort dass dieser dem Namen des Gästehauses alle Ehre macht.







Eine halbe Stunde später ist unser Zimmer fertig und wir kuscheln uns todmüde und endlich wieder glücklich unter die Bettdecke.

Gegen 13 Uhr spazieren wir zu Fuss in die Stadt. Der Hunger treibt uns ins Lighthouse, wo wir uns ein grosses Schnitzel bestellen. Mmh lecker.



Ein Dessert genehmigen wir uns noch im Café Anton.

Die von deutschem Flair geprägte Stadt gefällt uns sehr. Wir spazieren an schönen Geschäften vorbei und geniessen das angenehme Wetter.











Am späten Nachmittag lassen wir uns noch in einer Garage unsere zwei letzten abgelaufenen Reifen gegen neue austauschen. Anschliessend erkundigen wir uns in der Sossusvlei Lodge, ob wir einen Tag früher anreisen dürfen, was auf Anhieb klappt. Super, unsere Reise verläuft wieder planmässig.

Zum Abendessen bleiben wir im Gästehaus und werden vorzüglich bedient. Gemüsesuppe, Salat, Filetsteak und anschliessend ein leckeres selbstgemachtes Eis. Sam leistet uns Gesellschaft und wir verbringen einen lustigen Abend.
Nach einem Absacker in seiner Bar fallen wir um halb neun todmüde ins Bett.

km : 334

07.10.2010

Um halb sieben klingelt der Wecker. Wir müssen leider wieder packen und begeben uns in die gute Stube, wo ein leckeres Frühstück uns erwartet.

Sam ist auch schon wach, unterhält sich mit seinen Gästen und ist jedem behilflich wo er nur kann. Eine Stunde später machen wir uns auf den Weg nach Walwis Bay wo wir um 9.00 an einer Marine Cruise teilnehmen werden.



Es herrscht heute Morgen sehr viel Nebel und das Thermometer zeigt 18° C an. Egal, Hauptsache wir schwitzen nicht.

Unser Skipper lockt mit Fischen viele Pelikane und Möwen an. Wir sind begeistert von den Pelikanen, wie sie im Sturzflug auf dem Wasser landen.







Der Skipper öffnet die hintere Tür vom Boot und eine Robbe kommt hinauf gewatschelt.



Wir lachen uns kaputt. Einfach süss wie sie stolz ihren Kopf nach allen Seiten dreht, um auch wirklich fotogen auf unseren Bildern auszusehen.





Wir fahren an Austernfarmen vorbei zur Lagune wo sich hunderte von Robben und Flamingos tummeln.

Unser Skipper zeigt uns einen Mola-Mola Fisch und sogar einige Delfine lassen sich blicken.



Dann gibt´s Sekt, Austern und andere kleine Snacks.



Viel zu schnell ist die Zeit um und wir werden zurückgebracht, nicht ohne noch mal einige Pelikane anzulocken.



Dieser Ausflug hat uns super gefallen.

Gegen 14.00 kommen wir wieder in Swakopmund an und müssen uns leider von Sam und seinem Personal verabschieden. Die Villa Margherita liegt nur ein paar Strassen weiter.



Unsere Honeymoon Suite liegt auf der anderen Seite vom Haupthaus, zu der ein privater Parkplatz und Terrasse gehören.



Wunderschön und sehr luxuriös aber nicht so gemütlich wie Sam´s Giardino wo wir uns sofort heimisch gefühlt haben.

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel machen wir uns fertig fürs Abendessen, was wir in der Villa einnehmen.

Wir sind die einzigen Gäste hier. Das Feuer flackert nebenan im Kamin und das Essen ist sehr lecker.

Wir liegen auch heute wieder früh im Bett, denn morgen erwartet uns eine sehr lange Strecke.

km 60
Teil 828. Dez. 2010
08.10.2010

Nach einer erfrischenden Nacht und einem riesigen Frühstück sind wir um 8.00 Uhr startklar. Namib Wüste wir kommen !

Die Schotterpiste die einige km hinter Walwis Bay beginnt, besteht aus sehr guten, teils aber auch aus sehr schlechten Abschnitten.

Die Landschaft am Gaub und Kuiseb Pass ist wunderschön und wir müssen immer wieder Fotostopps einlegen.





Auch am Tropic of Capricorn machen wir einen Zwischenstopp.



In Solitaire füllen wir unseren Tank, probieren den berühmten Apfelkuchen und fahren gemütlich die restlichen Kilometer weiter bis Sesriem.



Wir begegnen immer wieder Oryx-Antilopen und Straussen am Strassenrand.





Zum ersten Mal sehen wir auch die niedlichen Erdmännchen die aber ruck zuck wieder verschwunden sind als wir kurz anhalten wollen.

Gegen 14.00 kommen wir in der Sossusvlei Lodge an.



Die Anlage ist sehr gross, der Check-In erfolgt aber blitzschnell und einige Minuten später haben wir unseren Zimmerschlüssel in der Hand.



Unser Zelt-Bungalow ist riesig. Das Badezimmer und der Eingang sind gemauert und das Schlafzimmer besteht zur Hälfte aus einem Zelt. Klimaanlage ist vorhanden, aber leider kein Kühlschrank.



Wir schnappen uns unsere Badesachen und springen in den Pool. Es ist wieder sehr heiss, aber kein Vergleich mit dem was wir vor 3 Tagen hatten.

Zur Anlage gehört ein wunderschöner Biergarten mit gigantischem Blick in die Wüste. Immer wieder spaziert das eine oder andere Tier hier vorbei um ans Wasserloch zu gelangen. Herrlich.





Da wir ja jetzt einen zusätzlichen Tag mehr im Reiseplan haben, möchten wir gerne an einer Ballonfahrt teilnehmen. Wir erkundigen uns im Adventure Center und bekommen für morgen früh noch 2 freie Plätze. Super !



Nach einem gutem Windhoek Lager und einem schönen Sonnenuntergang begeben wir uns ins Restaurant. Wir bekommen einen schönen Platz für die nächsten 3 Abende auf der Terrasse zugeteilt und sind begeistert.

Das Buffet in der Sossusvlei Lodge haut uns vom Hocker. Am Grill allein stehen 10 Sorten Wildfleisch zur Auswahl, was auf der Stelle frisch zubereitet wird.

Und es schmeckt genau so lecker wie es aussieht.

Zum ersten Mal in unserem Urlaub in Namibia ist der Himmel sternenklar. Man kann die Milchstrasse deutlich erkennen. Himmlisch !

km : 363

09.10.2010

„Good Morning – Wake up Call“. Um halb 6 steht wieder ein lebendiger Wecker vor unserem Zelt. 20 Minuten später werden wir abgeholt und man bringt uns bis kurz vor die Kulala Lodge.



Der Ballon hebt langsam im ersten Sonnenlicht ab. Unbeschreiblich. Niemand spricht mehr ein Wort. Ein jeder geniesst und schweigt.








Leider zieht der Wind in die entgegengegesetzte Richtung vom Sossusvlei. Nichtsdestotrotz sind die Ausblicke von hier oben gigantisch.







Nach einer guten Stunde werden wir auf die Landung vorbereitet. Eigentlich war eine Bauchlandung vorgesehen aber es wurde wortwörtlich eine Rückenlandung daraus. Die Freunde und Helfer von John unserem Pilot waren nicht gerade rechtzeitig zur Stelle und so sind wir noch einige Meter über den Boden geschleift worden.

Aber wir leben noch.
Kurze Zeit später ist unser Taxi wieder zur Stelle und bringt uns in ein leeres Flussbett wo uns noch ein Wahnsinns-Frühstück erwartet.





Die Stelle hier könnte nicht schöner sein. Akazienbäume mit Webervögelnester umringen den wundervollen Picknickplatz. Wir sind begeistert.



Unsere Ballon-Gruppe besteht aus 15 Leuten und ist sehr international. Der Sekt wird von John geköpft und somit ist das Buffet eröffnet.
Die Stimmung ist unbeschreiblich.



Gegen 10.00 müssen wir diesen tollen Platz leider wieder verlassen.

Jo und ich sind uns einig. Die Ballonfahrt war teuer, aber jeden Cent wert.

Teil 902. Jan. 2011
Hallo Miss Ellie, hallo Annick,

es freut mich 🙂 wenn euch euch mein Bericht gefällt.
Miss Elli, du hast natürlich recht was das Offroadfahren im Etosha Park betrifft. Wenn uns das noch einmal passieren sollte, werden wir den (die) Ranger(in) auf das Verbot aufmerksam machen.

Und weiter geht´s :

Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen am Pool und ziehen uns das Hörspiel von Hummeldumm rein. Wir amüsieren uns prächtig. Diese Story gehört in jedes Reisegepäck mit Ziel Namibia. Man kann sich so richtig in die Lage von Matze, Sina, Bahee und co versetzen.



Um 15.00 Uhr packen wir unsere Badesachen ein und begeben uns zum Eingang des Parks, wo wir uns ein Permit für heute Mittag und morgen besorgen.

Auf geteerter Strasse machen wir uns auf den Weg Richtung Düne 45.

Nach kurzer Zeit kommen wir an den ersten Dünen vorbei. Herrlich. Wir kommen nicht vom Fleck und müssen immer wieder Fotostopps machen.



Kurze Zeit später erreichen wir die berühmte Düne 45.



Ausser einem Paar, das in der Hitze versucht, die Düne zu erklimmen, ist kein Mensch weit und breit zu sehen. Wir setzen uns in den Schatten und geniessen die Stille und die Schönheit der Landschaft.





Nach einer Stunde machen wir uns schliesslich auf den Rückweg da wir den Park mit dem Sonnenuntergang verlassen müssen.



Immer wieder sehen wir Oryx-Antilopen, Springböcke und Strausse am Strassenrand stehen.



Gegen halb sieben sind wir wieder in der Lodge und machen uns fertig fürs Abendessen. Wie schon gestern haben wir auch heute wieder die Qual der Wahl am Buffet.

Der Tag heute war sehr lang und um halb neun fallen wir todmüde ins Bett.

km : 90

10.10.2010

Auch heute Morgen ist wieder früh aufstehen angesagt. Nach dem Frühstück auf der Terrasse wo wir uns fast einen abfrieren, stellen wir uns gegen halb sieben an die lange Autoschlange am Eingangstor an.





Dieses öffnet pünktlich, und nachdem unsere Autonummer überprüft ist, kann das Rennen beginnen. Was heisst hier „Rennen“; hier im Park sind nur 60 km/h erlaubt.

Je mehr wir uns den Dünen nähern, umso grauer wird der Himmel.



Das Thermometer zeigt nur 12° C an und als wir die Düne 45 erreichen, ist kein Sonnenstrahl mehr zu sehen. Die Wolken hängen tiefer als die Spitze der Dünen





Wir sind entsetzt über die vielen Reisebusse und Menschenmassen die sich hier befinden. Wir überlegen kurz ob wir sofort zum Deadvlei weiterfahren sollen oder uns hier den vielen Menschen anschliessen. Wir entscheiden uns fürs letztere; es macht aber nicht wirklich Spass. Wir müssen immer wieder anhalten und Leute vorbeilassen die schon wieder absteigen und unsere Ohren drohen fast zu erfrieren.

Die Sicht von ganz oben ist grau und bei dieser Witterung nicht wirklich sehenswert.

Unten wieder angekommen, befreien wir uns von gefühlten 10 kg Sand in den Schuhen Je näher wir zum Deadvlei kommen, desto mehr verschwinden die Wolken, die sich als Nebelschwaden von der Atlantikküste entpuppten. Am 2x4 Parking warten wir auf ein Shuttle, das uns durch den tiefen Sand bis ans Ziel bringt.





Wir machen einen Rückfahrtermin mit dem Fahrer aus und gehen das letzte kurze Stück zu Fuss. Nach einen kleinen Anhöhe erreichen wir das Deadvlei.



Ohne Worte.



Wir knipsen und knipsen. Das Farbspiel hier ist unbeschreiblich. Noch nie im Leben durften wir so etwas Schönes bewundern.







Gegen 12.00 machen wir uns schweren Herzen zurück zum Parkplatz. Der Fahrer fährt uns weiter zum Sossusvlei wo wir uns noch eine ganze Weile aufhalten. Wir sind begeistert.



Wir bekommen langsam Hunger und machen uns auf den Rückweg.



An der Düne 45 halten wir noch mal kurz an und kein einziger Reisebus ist mehr zu sehen. Der Hitze wegen verzichten wir aber auf einen zweiten, ruhigeren Aufstieg.

Nach einem kleinen Snack legen wir uns an den Pool und geniessen die letzten Stunden in der Wüste.







Das Abendessen lässt wieder nichts zu wünschen übrig und wir sind richtig traurig diesen schönen Flecken Erde hier morgen verlassen zu müssen. Ausserdem geht´s langsam aber sicher dem Ende unserer Reise entgegen.



km : 120
Teil 1002. Jan. 2011
Hallo Lio,

nein an einen Picknickkorb haben wir leider nicht gedacht 🙁 .

Liebe Grüsse
Lil

11.12.2010

Unser Aufenthalt in der Sossusvlei Lodge neigt sich leider dem Ende zu. Gegen halb acht sind wir bereit für unsere letzte längere Wegstrecke.

In der Lodge hat man uns den Remhoogte Pass vorgeschlagen. Diese Strecke soll angeblich „very busy“ sein.
Naja, wir sind die ersten 200 km nur einem Eselskarren begegnet!
Da wir null Ahnung von Automechanik haben, es die meiste Zeit kein Handyempfang gibt und wir den Gedanken an eine Autopanne nicht wirklich verdrängen können, haben wir schon ein bisschen Muffensausen.



Die Pad hat es manchmal ganz schön in sich. Hinter Nauchas begegnen wir dann auch mal dem einen oder anderen Wagen und ab Rehoboth fahren wir wieder auf Asphalt.

Wir haben genau 5 Stunden ohne grössere Pausen gebraucht.

Goche Ganas, 75 km südlich von Windhoek, ist ein Traum.



Die Lage ist einmalig und die Bungalows sind riesengross. Eine Seite ist vollständig aus Glas und der Blick in die Natur ist gigantisch. Sogar aus der Badewanne hat man uneingeschränkte Sicht nach draussen. Es gibt eine Klimaanlage, einen Ventilator und einen Kühlschrank.







Eine schöne Aussendusche befindet sich auf der grossen Terrasse mit naher Sicht auf Giraffen und Affen.



Um 15.00 steht ein Entspannungsbad mit Sekt auf dem Programm, welches im Preis hier mit einbegriffen ist. Der Jo geht alleine hin; ich brauche bei den heissen Temperaturen jetzt am allerwenigsten eine kuschelige warme Badewanne.

Um halb fünf dann endlich wieder ein Gamedrive. Wir sind 6 Teilnehmer + Ranger und begegnen den üblichen Verdächtigen.





Wir fahren an einer Herde Gnus vorbei, die ein Rennen veranstalten und entdecken die seltenen Bergzebras.



Im Reservat leben auch noch 13 Nashörner und der Ranger weiss natürlich wo wir welche beobachten können.



In der Nähe einer Nashorn-Mama und ihrem 6 Monate alten Kleinen dürfen wir aussteigen und der Tisch wird für uns mit Liebe gedeckt. Mit einem kalten Windhoek Lager und einem Snack stossen wir unter einem grossartigen Abendhimmel an.





Gegen 19.00 sind wir zurück, springen unter die Dusche und lassen uns beim Abendessen wieder verwöhnen. Auf der Speisekarte stehen Tomatensuppe, Salat, Eland-Steak und Eis mit warmen Kirschen. Lecker !

km : 347

12.10.2010

Heute klingelt der Wecker wieder in aller Herrgottsfrühe. Um halb sieben sind wir für unseren letzten Morning-Drive bereit.



Jo und ich sind die einzigen und dürfen uns wünschen was wir gerne sehen möchten. Nashörner natürlich !

Wir begegnen vielen Giraffen und die Gnus veranstalten noch immer ihr Rennen. Kudu´s und Oryx-Antilopen gibt’s auch sehr viele hier im Goche Ganas.



Wir fahren an dieselbe Stelle, wo sich die Nashörner gestern befanden und haben Glück.
Das kleine Rhino ist so süss. Immer wieder möchte es aus der Obhut seiner Mama entwischen.







Endlich können wir den lustigen Erdmännchen mal länger als nur 2 Sekunden zusehen.



Nach unzähligen Fotos fahren wir weiter durch die wunderschöne Landschaft. Dann entdecken wir wieder 4 Rhinos beieinander. Hier machen wir eine Pause, das Tischlein wird gedeckt und der Ranger bietet uns Kaffee und Kuchen an. Wir können unser Glück kaum fassen. Wie oft im Leben frühstückt man mit Rhinos ???





Um 9.00 geht’s leider zur Lodge zurück wo wir uns ein zweites Frühstück genehmigen.

Wir legen uns für den Rest des Tages an den wunderschönen Pool und lassen einfach nur die Seele baumeln.



Unterhalb des Swimmingpools, nicht weit entfernt befindet sich das hauseigene Wasserloch wo es immer mal wieder interessante Sachen zu beobachten gibt.

Das Wetter ist toll, nicht zu heiss und es weht immer ein kleines Lüftchen weil die gesamte Anlage auf einer Anhöhe liegt. Wir mögen nicht daran denken, dass wir morgen die Rückreise antreten werden, und uns in Luxemburg kalte und verregnete Herbsttage erwarten.

Nach einem Aperitif an der wunderschönen Bar mit tollem Ausblick geniessen wir das leckere Abendessen.



km : 0

13.10.2010

Nach dem Frühstück packen wir unsere Koffer und sortieren Kleider aus von denen wir einige an die Einheimischen hier verteilen.

Wir checken aus, legen uns noch ein Stündchen an den Pool und gegen halb 2 machen wir uns auf den Weg Richtung Flughafen.

Um 20.15 heben wir pünktlich ab und verlassen schweren Herzens Namibia.

Wir kommen wieder.

Teil 1104. Jan. 2011
Hallo Gerd,

dann mach der Gerlinde mal ne Freude und plane das Goche Ganas bei deiner nächsten Reise mit ein. Die Lodge ist wirklich toll.

Fazit unserer Reise :

"Wir haben uns das Afrika-Virus eingefangen"

Die teilweise unberührte Natur, die Weite, die Stille und die Einsamkeit, die freundlichen und hilfsbereiten Menschen und vor allem die grosse Tiervielfalt; all das hat uns super gefallen.

Unsere Unterkünfte bestanden aus einem Mix aus Bungalows, Gästehäusern bis hin zu Luxuszelten, und überall wurden wir herzlich empfangen.

Ich möchte auch noch einmal bestätigen was hier im Forum immer wieder geschrieben wird : "Nicht zu viele Ziele in die Reise mit einpacken". Wir waren froh immer 2 Nächte an jedem Ort gewesen zu sein. So hatten wir jeden zweiten Tag etwas Ruhe von der vielen Fahrerei und vor allem die Zeit uns mal ein Stündchen an den Pool zu legen und die vielen tollen Eindrücke auf uns wirken zu lassen.
Vor Beginn der Reise hatten wir eigentlich auch noch Umwege rechts und links geplant die wir aber wegen Jo's Verletzung nicht durchgezogen haben. Trotzdem hat es gereicht und wir haben unheimlich viele Erfahrungen gesammelt.

Der Jo und ich haben beide an Gewicht zugelegt; so gut hat uns überall das mit viel Liebe zubereitete Essen geschmeckt.

Ende September würden wir persönlich nicht mehr nach Namibia fliegen. Es war manchmal schrecklich heiss und der Himmel am Ende der Trockenzeit mehr grau als blau.

Als Wegfinder dienten uns Papierkarten von Ivanowski und Tracks 4 Afrika. Die letztere haben wir uns ebenfalls fürs Navi heruntergeladen.

Was die Sicherheit in diesem Land betrifft, hatten wir am Anfang unserer Reise viele Zweifel, die sich aber nie bestätigt haben. Wir wurden nie belästigt, höchstens mal angebettelt.
Eher hatte ich Angst es könnte sich eine Schlange in unsere Unterkunft verirren.

Die Schotterpisten haben sich als viel harmloser herausgestellt als wir befürchtet haben.
Was die Mietwagen-Firma betrifft, werden wir uns nächstes Mal aber besser informieren. Wir hatten zwar "nur" einen Platten, aber mit Sicherheit nur weil wir uns selbst um neue Reifen gekümmert haben.
Das war der einzige Wehrmutstropfen, den wir beanstanden und nicht seriös von einer internationalen Leihwagenfirma finden.

Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern für die vielen Tipps vor unserer Reise. Über eure netten Worte betreffend meines Reiseberichtes bin ich richtig stolz und hoffe ein wenig Urlaubsstimmung verbreitet zu haben.

Ich wünsche allen ein frohes und gesundes Jahr 2011 mit vielen neuen Afrika-Eindrücken.

Liebe Grüsse aus Luxembourg
Lil

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