Südafrika September 2010

16 Antworten · 6'625 Aufrufe · gestartet 01. Nov. 2010 von Sanne
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Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200601. Nov. 2010 · #1
Ihr Lieben,

auch wenn der Botswana-Bericht noch fehlt (ich tu mich da im Moment schwer, die Fotodateien zu finden), hier schon mal die Anfänge zu unserer Südafrika-Reise:

Reisebericht Südafrika 18.09. – 03.10.2010

Flug mit Virgin Atlantic: Berlin – London – Johannesburg und zurück
Mietwagen: 4x4 Toyota Doublecab über Budget
gefahrene Kilometer: 2.800 km


Eigentlich war Afrika für 2010 nicht mehr vorgesehen, aber irgendwie wollte das Schicksal wohl, dass wir Botswana im Frühjahr 2010 im Rahmen einer Fly-In-Safari zwar unglaublich beeindruckend fanden, uns dort aber doch etwas fehlte: Grillen in staatlichen Camps mit weniger Komfort, dafür aber keine „Betüttelung“ von außen; Dosengemüse statt 3-Gänge-Menü – wir waren uns relativ schnell einig, dass es das in diesem Jahr dann doch noch einmal sein sollte. Über einen möglichen Streckenverlauf hatten wir uns schon in Botswana Gedanken gemacht und so stand die Hauptroute recht schnell:

a) 2 Nächte Welgevonden Private Game Reserve
b) 2 Nächte Mapungubwe National Park
c) 6 Nächte Kruger Park
d) 3 Nächte Timbavati Private Game Reserve


Erfreulicherweise haben wir bis auf zwei Camps im Kruger alle Unterkünfte auch noch drei Monate vor Abreise bestätigt bekommen; aus unserer Erfahrung heraus würden wir aber sagen, dass es sich um reines Glück handelte.

TAG 1:Der Flug Berlin-London-Johannesburg mit Virgin Atlantic war pünktlich und unspektakulär. Die Businessclass können wir empfehlen, gerade bei Specials ist das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu BA oder Lufthansa unserer Meinung nach um Längen besser.
Da wir nach Afrika grundsätzlich nur Handgepäck mitnehmen und deshalb vor allem ver-suchen, immer Businessclass zu fliegen, um mehr Handgepäck ohne Diskussionen mit in die Kabine nehmen zu können, waren wir in Johannesburg nach schneller Passkontrolle und Immigration schon gegen halb neun morgens am Schalter von Budget. Eine Stunde später standen wir immer noch dort; der uns „bearbeitende“ Mitarbeiter war offenbar neu und die Anmietung des Fahrzeugs zog sich endlos hin. Allerdings hatten wir reichlich Zeit und während „Car rental agent“ Edward das x-te Formular ausfüllte, zerriss und neu be-gann auszufüllen, erfreuten wir uns an der Tatsache, wieder in Südafrika zu sein. Das Wetter war herrlich, in wenigen Stunden würden wir bereits in der Unterkunft sein und mit etwas Glück auch schon ein paar Tiere gucken. Irgendwann war Edward denn auch fertig und wir konnten endlich losfahren. Alles schön – Afrika hat uns wieder!!!

TAG 2 und 3:Unser erstes Ziel war die Nungubane Game Lodge http://www.nungubane.com/ im Welgevonden Game Reserve http://www.welgevonden.org/
Das in der Waterberg Region gelegene private Naturschutzreservat ist rund 3,5 Stunden vom Flughafen Johannesburg entfernt und ist landschaftlich sehr beeindruckend. Über die Toll Route N1 fährt man immer Richtung Norden, biegt vor Polokwane auf die R33 bis zum kleinen Örtchen Vaalwater. Soweit war die uns überlassene Beschreibung einfach und problemlos umzusetzen. An welcher Stelle im Ort man nun hätte abbiegen sollen, haben wir auch nach zig Versuchen – und es gab nur 2 Möglichkeiten – nicht sagen können, so dass wir uns entschieden haben, die Lodge telefonisch zu kontaktieren. Darum hatte man uns eh gebeten, da man im Welgevonden Game Reserve selbst nicht bis zu den Lodges fahren darf, sondern am Gate abgeholt wird. Leider war die Verbindung so schlecht, dass ich überzeugt war, der nette Mann am anderen Ende der Strippe würde uns für die dümmsten Touristen seit Menschengedenken halten, da ich ihn kaum hörte und so nur immer wiederholte, was ich glaubte, gehört zu haben! Wir haben es dann aber doch gefunden und am Gate wartete auch unser Guide David wie verabredet. Wir luden die Ta-schen um und machten uns auf den etwa halbstündigen Weg zur Lodge. Auf der Strecke begrüßten uns meine Lieblingsantilopen, Kudus, und später sahen wir neben Giraffen auch die ersten Wasserböcke. Überhaupt hätten wir nicht damit gerechnet, in Welgevonden so viele Tiere zu sehen. Neben schon fast unzähligen Nashörnern durften wir Löwen, Elefanten, einen Leoparden und in der Nacht unsere allererste braune Hyäne bewundern. Letzteres war ein unglaublich schönes Erlebnis, auch wenn wir uns eine etwas weniger scheue Hyäne gewünscht hätten, so dass wenigstens ein vernünftiges Foto unsere Freude hätte dokumentieren können.

Die wenigen Lodges im Private Game Reserve beherbergen nur je maximal 12 Gäste. Wir waren die erste Nacht in Nungubane sogar ganz allein, am nächsten Tag gesellte sich nur noch ein britisches Paar auf Hochzeitsreise hinzu. Die Nungubane Lodge verfügt über wunderschöne Unterkünfte mit spektakulärem Blick in die Landschaft. Die Küche fanden wir ausgezeichnet und sehr reichlich. Unser Guide David war etwas lustlos, was uns sehr überraschte, denn bislang hatten wir in all unseren Urlauben in Afrika ausnahmslos be-geisterte und sehr engagierte Guides. Aber vielleicht hatte David auch einfach mal zwei schlechte Tage.
Insgesamt hat uns die Lodge sehr gut gefallen und empfehlen sie gern weiter. Wenn es eine unserer nächsten Routen zulässt, kommen wir gern wieder.















"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200602. Nov. 2010 · #2
TAG 4 und 5:
Der Einstieg in unseren Afrika-Urlaub war mit der ersten Unterkunft mehr als gelungen und ein bisschen haben wir es bedauert, Welgevonden verlassen zu müssen. Allerdings freuten wir uns sehr auf den Nationalpark im Norden an der botswanischen Grenze. Der Mapungubwe National Park http://www.sanparks.org/parks/mapungubwe/ ist der jüngste Nationalpark Südafrikas und liegt im Dreiländereck Simbabwe-Südafrika-Botswana. Nächster Ort (auch zum Einkaufen) ist das östlich gelegenen Messina. Wir hatten den Tipp erhalten, im Limpopo Forest Tented Camp innerhalb des Parks zu übernachten und dieser Tipp war spitze!
http://www.sanparks.org/parks/mapungubwe/tourism/availability.php?resort=163&camp_id=72

Auf dem Weg von Welgevonden nach Mapungubwe hatten wir uns mit allem Notwendigen für ein schönes Braai mit Wein und Amarula für den ersten Abend eingedeckt und auch unser Captain Morgans Rum für die innere Reinigung war besorgt.

Trotz staatlichem Camp war die Unterkunft großartig, geräumiger Zeltbau, sehr sauber, sehr netter Service vor Ort. Katastrophale Erläuterungen am Gate, wie das Camp letztlich zu finden war. Auf die vor uns ausgebreitete Karte, die permanent gewendet werden musste, da beidseitig bedruckt, starrten wir teilweise sehr ratlos. Unsere Frage, wo wir uns denn mit dem Gate auf der Karte befinden würden und wo im Vergleich dazu das Camp sei, antwortete die wirklich freundliche Parkangestellte monoton: We are here! Und zeigte dann vor sich auf den Boden! Zwischenzeitlich standen wir mit sechs weiteren südafrikanischen Touristen um die nette, aber etwas hilflose Dame herum. Leider hatten die Südafrikaner wenig Verständnis für die nicht ideal ausgebildete Mitarbeiterin, so dass wir irgendwann das Weite gesucht haben und einfach mal einen Versuch starteten, das Camp zu finden. Hätte uns die freundliche Dame am Gate einfach gesagt, dass man gar nicht in den Park hineinfahren, sondern außen dran vorbeifahren muss, wären wir wohl auch zwei Stunden früher im Camp gewesen. Egal, wir waren vor Schließung des Gates im Camp und grillten in Ruhe – dunkel wurde es eh schon.

Der Park gefiel uns sehr gut. Während unseres Besuchs waren nur wenige Touristen da, im Limpopo Forest Tented Camp war nur noch ein weiteres Zelt belegt. Unglaublich viele Elefanten haben wir gesehen, sehr schöne Baobabs und eine beeindruckende felsige Landschaft. Höhepunkt des Parks war aber ohne Zweifel der Spaziergang auf dem Tree Top Walk. Als wir dort auf den hohen Holzstelzen in Richtung Fluss liefen, wanderten unter uns die Elefanten durch – ein mulmiges Gefühl ergriff uns hier, hatten wir doch schon am Eingang gesehen, dass Elefanten die Absperrung zum eigentlich gesicherten Parkplatz nicht nur durchbrochen, sondern gänzlich ausgehebelt hatten.

Gegen 16 Uhr haben wir den Park verlassen. Wir hatten weitestgehend alle Wege abge-fahren und wollten noch nach Messina Nachschub fürs Grillen besorgen. Auf dem Weg dorthin, wie das tägliche Leben wohl so sein mag, wenn der nächste Supermarkt über 60 km entfernt ist. Zumindest sollte man sich dann wohl angewöhnen, einen guten Ein-kaufszettel mitzuführen und bloß nichts zu vergessen.
Von den Einkaufsmöglichkeiten in Messina waren wir begeistert und überrascht. Micha wollte partout seinen Rucksack nicht abgegeben, deshalb musste er vor dem Supermarkt warten. Ich hätte eigentlich auch lieber draußen gesessen, denn Supermärkte dieser Größenordnung überfordern mich immer. Dafür gab es dort wahrlich alles, was das Herz begehrt. Ich überlegte kurz, frisches Gemüse zum heutigen Grillen zu reichen, aber dann wurde es doch dieses gemischte Curry-Gemüse von irgendeiner Marke, deren Name ich leider immer vergesse, sonst würde ich wohl mal schauen, ob ich das in Deutschland auch bekomme. Mein lieber Mann lacht sich ja immer kaputt, wenn ich damit ankomme, aber ich esse das sooo gern!!! Aber voraussichtlich ist es zuhause nicht annähernd so lecker, also müssen wir es eben immer in Südafrika essen. Für die Vitamine gab es somit kein frisches Gemüse, aber frisch gepressten Orangensaft 😉

Nachdem wir noch ein wenig Geld geholt haben, tankten und bei den Lieben zuhause einen kurzen Anruf erledigt haben, machten wir uns auf, die 60 km zurück ins Camp zu fahren. Inzwischen hatten wir auch richtig Hunger und nach einem wirklich leckeren Mahl holten wir uns die bequemeren Sessel aus der Zeltunterkunft, machten es uns am Feuer gemütlich und blickten schweigend in die Sterne! Wir sind uns nicht immer ganz sicher, ob Sterne gucken das Allerbeste an Afrika ist, aber ganz sicher ist es weit oben auf der Liste!!





"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'117 Beiträge · seit 201015. Nov. 2010 · #3
Hallo Sanne,

dein Bericht hört sich viel versprechend an und macht Lust auf mehr!
Über Mapungubwe habe ich schon viel gehört, kommt bei uns sicher auch noch irgend wann dran. Wir sind auch gerade von einer SA Reise zurück und ganz voll von Eindrücken. Mein Bericht kommt demnächst.

Liebe Grüße
Beate
112 Beiträge · seit 200816. Nov. 2010 · #4
Hallo Sanne,
danke für den Tip in Mapungubwe, du hast mir 2 Stunden suchen erspart. Ich habe für nächstes Jahr auch das Zeltcamp gebucht. Mapungubwe kenne ich, war vor 2 Jahren im Leokwe Camp.
Zum Anderen geht es uns wie Euch, haben dieses Jahr auch Botswana und Namibia gemacht, aber noch eine Woche SA. Wir waren richtig happy als wir wieder in SA waren. Irgendwie hat uns etwas gefehlt. 2/3 für nächstes Jahr ist gebucht, keine Frage SA.
Ich hoffe, Dir ist die Tinte nicht ausgegangen und Dein toller Reisebericht findet eine Fortsetzung.
Danke
Herzliche Grüsse
Hans-Jürgen
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #5
So, Ihr Lieben, es geht weiter! Sorry, dass es so lange gedauert hat. Dafür gibts echt keine Entschuldigung, aber es tut mir wirklich leid. 😊

TAG 6:
Eigentlich hatten wir geplant, morgens ganz früh aufzustehen und uns auf den Weg in den Kruger Park zu machen. Aber unsere Flasche Wein, das selbst gegrillte Fleisch samt selbst aufgewärmtem Gemüse und der Absacker zum Schluss hatten uns doch eine Bettschwere beschert, die wir nicht erwartet hatten. Letztlich weckten uns die Affen, die fröhlich auf dem Dach rumturnten und uns die Frage diskutieren ließ, ob diese befellten Rabauken wohl durch die Zeltplane brechen könnten.

Gemütlich packten wir zusammen, machten noch die letzten Fotos von dieser wirklich sehr schönen Unterkunft und waren uns sicher, wir kommen wieder. Aber jetzt sollte es endlich in den Kruger Park gehen und wir freuten uns riesig. Im Park selbst hatten wir nicht alle Unterkünfte bekommen, die wir gern gehabt hätten, aber dafür hatten wir uns einfach zu kurzfristig entschieden und zu spät gebucht. Dennoch waren wir mit Sirheni, Mopani, Shingwedzi und Olifants ganz zufrieden. Wir hatten immerhin ein Wilderness Camp ergattert und mit Mopani eines für uns der schönsten Camps im Kruger. Darüber hinaus würden wir den staatlichen Camps für zwei Nächte den Rücken kehren können, denn wir hatten ebenfalls im Pafuri Camp von Wilderness Safaris im Norden eine Unterkunft bekommen können.

Die Fahrt von Mapungubwe zum Kruger Park (R572, R508, R525) gefiel uns außeror-dentlich gut. Wären die asphaltierten Straßen nicht gewesen, hätten wir hinter Messina über weite Strecken gedacht, diese Gegend könne auch in Namibia liegen – einsam, weit und unglaublich heiß. Weit und breit war kein Mensch zu sehen, die wenigen Autos, die uns entgegen kamen, konnte man an einer Hand abzählen. Später wechselte die Landschaft und links und rechts erstreckten sich riesige landwirtschaftliche Anbaugebiete. Wir sahen vor allem Tomaten, wir haben bestimmt noch nie so riesige Tomatenfelder gesehen.

Bei der Einfahrt in den Kruger Park wurden wir am Pafuri Gate von unglaublich netten Gate Mitarbeitern mit Handschlag begrüßt, als sie hörten, wie sehr es uns freute, wieder im Kruger Park zu sein. 10 Monate Afrika-Abstinenz können ganz schön lang werden!

Unsere erste Station im Kruger ist Sirheni, ein Bushcamp an einem wasserführenden Fluss, dessen Lage uns im vorherigen Jahr schon bezaubert hat.
http://www.sanparks.org/parks/kruger/camps/sirheni/default.php
Vom Pafuri Gate bis Sirheni ist es recht weit und wir wollten vorher noch in Shingwedzi einkaufen und tanken – durch den Benziner müssen wir häufiger tanken als ursprünglich gedacht, aber der Wagen schluckt teilweise um die 18 Liter!

Kruger empfängt uns mit Elefanten, Wasserböcken und Impalas und schon zu Beginn erfreut man uns mit meiner Lieblingsantilope – Kudus! Nur durch reine Willenskraft bringe ich es unter einen Hut, diese Tiere wunderschön zu finden und sie gleichzeitig sehr gern als Steak auf dem Teller zu haben.



"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #6
Wie immer haben wir beim Einkaufen getrödelt, so dass wir langsam in etwas Zeitnot geraten. Bis 18 Uhr müssen wir am Camp sein und wir schaffen es gerade so. An der Rezeption erwerbe ich für uns eine Wildcard – etwas spät, wir hätten sie auch gut in Ma-pungubwe nutzen können, aber da hatte ich gar nicht dran gedacht. Aber auch bei sechs Übernachtungen im Kruger lohnt die Wildcard auf jeden Fall und vielleicht kommen wir in den nächsten 12 Monaten ja auch wieder nach Südafrika zurück. Letztere Überlegung teile ich nicht mit meinem Gatten – inzwischen habe ich gelernt, dass er zwar gern jedes Jahr mit mir nach Afrika fährt, er aber nicht nach wenigen Tagen vor Ort die Planung für den nächsten Urlaub besprechen will. Also freu ich mich im Stillen über mein weiteres überzeugendes Argument: optimale Wildcard-Nutzung!
Sirheni hat uns wieder gut gefallen, die Lage ist unglaublich schön, das Camp hat seine besten Zeiten aber wohl schon hinter sich. Wie im vergangenen Jahr auch stellen wir fest, dass die Sauberkeit in den Bushcamps leider deutlich nachgelassen hat. Vor allem im Vergleich zum ebenfalls staatlichen Mapungubwe National Park und seinem Tented Camp sind die hygienischen Unterschiede erstaunlich. Aber die Lage, die Ruhe und Einsamkeit entschädigen uns auch hier für vieles.

Da wir so spät dran waren, grillen wir im Dunkeln und lauschen den Hippos. Unseren ob-ligatorischen Schlummertrunk „Captain Morgan Rum“ zur inneren Reinigung gibt es noch vor 20 Uhr – wir fallen todmüde ins Bett.

TAG 7+8:
Sehr früh wachen wir auf und beschließen, nach einer schnellen Tasse Tee auch gleich loszufahren. Wir müssen den Weg wieder komplett zurück, da wir uns für die nächsten Tage im Pafuri Camp von Wilderness Safaris einquartiert haben. Vorher dürfen uns uns aber noch an einer riesigen Herde Elefanten beim Baden und Plantschen erfreuen und sogar eine Löwin kreuzt unruhig die Straße auf dem Weg in den Norden des Parks. Nach kurzem Stopp in Punda Maria und kurzer Fahrt erreichen wir gegen Mittag das Pafuri Camp.
http://www.wilderness-adventures.com/countries/south-africa/pafuri-camp/
Das Camp liegt zauberhaft am Luvuvhu River im Dreiländereck Mozambique, Simbabwe und Südafrika. Die Lage ist spektakulär, die Zelte sind sehr schön ausgestattet und ver-fügen über eine kleine Terrasse mit Blick auf den Fluss. Luxus und Geräumigkeit prägen unseren ersten Eindruck, auch wenn wir überrascht sind, wie groß das Camp ist. Über 50 Personen können hier übernachten und trotz aller Weitläufigkeit stellt sich doch etwas Hotelfeeling ein.

Der schönste Platz im ganzen Camp scheint uns die Hauptterrasse zu sein – was aber vielleicht auch daran liegt, dass wir dort die meisten Tiere während unseres gesamten dreitägigen Aufenthalts sehen konnten. Etwa 30 Elefanten mit Jungtieren fanden sich am frühen Nachmittag ein, spielten, fraßen, tranken und rauften im Fluss. Das war sicher ein Highlight unserer Reise und nur ungern ließen wir uns von unserem Guide zum Afternoon Drive mitnehmen. Aber Guide Edward zeigte sich unbeeindruckt und drängte auf die Einhaltung des Zeitplans.





"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #7
Die Landschaft um das Camp herum ist wirklich sehr schön und die Fever Trees sind wahrlich beeindruckend. Außer Nyalas, Warzenscheinen und Kudus in der Ferne gab es an Tieren leider nicht viel zu sehen, aber der Nachmittag war auch so heiß, dass wir gut verstehen konnten, dass sie es vorzogen, sich im Schatten zu verstecken.

Wir „teilten“ uns das Fahrzeug mit einer südafrikanischen Familie aus Johannesburg und einem deutschen Paar. Letztere waren sehr ruhig, während die Südafrikaner aus unserem Game Drive ein soziales Event zu machen schienen. Guide Edward war offensichtlich erfreut darüber, die Deutschen waren ihm deutlich zu still. Aber irgendwie verbinden wir eben mit den Game Drives die Suche nach den Tieren und deren Bestaunen; letzteres auch gern in absoluter Stille.

Nach dem Sundowner holte Edward die rote Leuchte hervor – in Pafuri wird nur noch mit Rotlicht gearbeitet, um die Tiere geringstmöglich zu stören. Glück kam hinzu, wir ent-deckten und hörten ängstliche schnaubende Impalas und kurze Zeit später entdeckten wir auch die Wurzel allen Übels: ein prächtiger Löwe auf dem Weg zur nächtlichen Jagd. Die Sichtung des Löwen war ein toller Abschluss des Tages und dank Edward gelangen auch schöne Aufnahmen aus der Nähe.

Natürlich war der Löwe das Gesprächsthema beim Dinner. Das dreigängige Menü in Buf-fetform war sehr gut, der südafrikanische Wein ist es ja sowieso und die Anekdoten un-seres Guides amüsierten den gesamten Tisch.

Auch an diesem Abend waren wir sehr früh sehr müde und gingen zeitig zu Bett. Nachts wachten wir auf und durften dem Brüllen der Löwen lauschen – schaurig schön!







Obwohl wir in Afrika wirklich immer sehr früh schlafen gehen, erscheint uns der Morning Call um 5 Uhr regelmäßig als nachtschlafende Zeit. Gott sei Dank muss man zu einer solch unchristlichen Zeit ja außer Duschen, Anziehen und Tee trinken nicht viel machen. Unsere südafrikanische Familie ist natürlich auch um diese Uhrzeit zu sprachlicher Höchstleistung fähig und wir verstecken uns hinter einem gemurmelten „Morgens ist unser Englisch echt nicht so toll“.

Seit Jahren können wir uns nicht einigen, ob Afrika nun frühmorgens oder am späten Nachmittag am schönsten ist. In Deutschland habe ich wohl noch nie bewusst einen Son-nenaufgang erlebt, zu dieser Tageszeit liege ich normalerweise im Bett – in Afrika versu-chen wir, keinen zu verpassen.

So schön die frühen Morgenstunden während des Game Drives sind, viele Tiere sehen wir nicht. Allerdings ist Edward gern bereit, Pflanzen, Bäume und Sträucher um uns herum zu erklären. Wir beschließen uns ein Buch zuzulegen. Ein sehr detailliertes muss es für den Anfang wohl nicht sein, aber eine grobe Übersicht wäre schon sehr schön. Inzwischen nehmen die Bestimmungsbücher zu Säugetieren, Vögeln, Schlangen usw. mindestens ebenso viel Platz ein wie das Fotoequipment! 🙂 Da kommt es auf einen weiteren Wälzer nicht an.

Zurück im Camp gibt es erst einmal ein ausgiebiges Frühstück. Das Camp ist während unseres Aufenthalts voll belegt und leider führt dies doch zu einer enormen Unruhe.
Wilderness Safaris hat ja eigentlich einen ausgezeichneten Ruf, aber wir waren vom Pafuri Camp nur bedingt überzeugt. Die Unterkunft ist sehr schön, luxuriös und wirklich wunderschön gelegen, aber für unseren Geschmack einfach zu groß. Das Management schien uns noch nicht optimal ausgerichtet zu sein und die Kommunikation mit den Gästen klappt nicht immer.
Abends sollten sich die Gäste Getränke von der Bar zum Essen holen, was ja grundsätzlich kein Problem ist. Offenbar wusste aber niemand davon, was letztlich dazu führte, dass nach irritiertem Fragen alle zur Bar liefen, um wenigstens zum Hauptgang ein Getränk zu haben.
Es waren eigentlich nur Kleinigkeiten, die manchmal nicht passten. Zum Sundowner wurde ein Wein mitgebracht und vor Ort festgestellt, dies sei nicht der, der im Preis inklusive gewesen wäre – ein Versehen des Kollegen an der Bar. Schlussendlich habe ich dann für diesen Sundowner umgerechnet etwas über einen Euro gezahlt. Natürlich ist das preislich absolut in Ordnung, aber bei den Preisen für die Unterkunft fand ich es erstaunlich, dass man auf die Zahlung bestand.

Hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses waren wir von Pafuri nicht so überzeugt, auch wenn es insgesamt ein sehr schöner Aufenthalt gewesen ist. Bevor wir nach zwei Nächten abreisten, gaben uns sogar noch zwei Löwinnen die Ehre, die ihre Siesta genau gegenüber der Hauptterrasse verbrachten. Während wir dauerhaft auf die andere Seite starrten, blinzelten die hübschen Damen nur gelegentlich zu uns rüber. Allein für diese Momente waren wir sehr froh, Pafuri gebucht zu haben.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #8
TAG 9:
Wir bummelten durch den Kruger Park auf dem Weg zu unserem nächsten Stopp, ver-suchten, so viele Wege wie möglich abzufahren und freuten uns über Unmengen an Ele-fanten, wenigen Giraffen, zig Kudus. Der Norden des Parks war wie im Vorjahr erstaun-lich leer, wir haben die ganzen Tage nur sehr wenige andere Touristen gesehen. Tagsüber war es so unsäglich heiß, dass wir an den Wasserlöchern vor allem badende Elefanten sahen. Die Zeit rennt bei solchen Tierbeobachtungen immer so schnell davon, dass wir uns irgendwann immer sputen müssen, dass wir rechtzeitig ins jeweilige Camp kommen.
Von den staatlichen Main Camps mögen wir das Camp Mopani http://www.sanparks.org/parks/kruger/camps/mopani/default.php am liebsten. Die Aus-sicht auf den Pioneer Dam ist eine der schönsten, die wir kennen und ein Bungalow mit direktem Blick darauf zu ergattern, ist ein echtes Highlight. Wir waren für diese Reise einfach zu spät dran und hatten auch nicht damit gerechnet, einen solchen Bungalow zu erhalten. Unserer war somit deutlich weiter weg, dafür aber ebenfalls sehr hübsch, sauber und gut ausgerüstet. Im Shop hatten wir uns mit dem Notwendigsten eingedeckt: Wein, Fleisch, Dosengemüse, Wasser. Das Grillen konnte beginnen. Nach dem Essen sind wir zur Aussichtsterrasse gelaufen und schauten der Sonne beim Untergehen zu. Ich hatte befürchtet, dieses Ereignis würden viele bestaunen wollen, aber wir waren fast ganz allein. Wir hatten uns zwei Gläser und eine Flasche Wein mitgenommen und während wir da so saßen und uns unseres Lebens erfreuten, sagt mein lieber Gatte: Du, Sanne, wenn Du nächstes Jahr wirklich unbedingt nach Botswana willst, dann machen wir das – aber ich will selber fahren!!!!





"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2011
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #9
TAG 10:
Als wir am nächsten Morgen erwachten, nieselte es. Oje, das letzte Mal Nieselregen am Morgen führte zu 10 Tagen Dauerregen in Südafrika. Wir beteten stumm, dies möge sich nicht wiederholen. Kruger im Regen fanden wir zwar nicht so schlimm, aber zum Ende der Reise wollten wir noch ins Timbavati, mit offenen Fahrzeugen und Guide durch die Landschaft fahren und da müssen Regen und 10 Grad für uns wahrlich nicht sein.
Wir entschieden uns für einen ruhigen Tag, bummelten die Straßen und Wege entlang, pausierten in den unterschiedlichen Camps und begutachteten die Schilder mit den bis-herigen Tiersichtungen der letzten Tage. Klang alles sehr vielversprechend. In der Nähe von Shingwedzi waren am frühen Morgen Wilddogs gesehen worden, aber wir machten uns wenig Hoffnung, dass wir Stunden später Glück haben könnten.
Dafür haben wir einen wunderschönen Waran entdeckt, das Biest war aber so schnell über die Straße und im Dickicht verschwunden, dass wir nicht einmal schnell genug die Kameras ausrichten konnten. Aber ihn überhaupt gesehen zu haben, erfreute uns sehr.
Am frühen Nachmittag kam dann auch die Sonne zurück und innerhalb kürzester Zeit war es wieder sehr heiß.
Unsere nächste Station war Shingwedzi, ein weiteres Main Camp des Kruger Parks. http://www.sanparks.org/parks/kruger/camps/shingwedzi/
Wir beschlossen, nach Shingwedzi zurückzufahren, früh zu essen und uns dem Karten-schreiben zu widmen. Abends kamen dann die Sterne heraus und während Micha mit Stativ und Kamera versuchte, diesen wunderschönen Anblick für die Nachwelt festzuhal-ten, schmiedete ich schon einmal Pläne für Botswana.

Wir meinen zwar, dass die euphorische Beschreibung SanParks diesem Camp nur bedingt gerecht wird, denn das Camp ist sichtbar in die Jahre gekommen und ist darüber hinaus sehr groß. Die Lage entschädigt aber wirklich sehr und der Weg dorthin ist allemal loh-nenswert. Wir haben nicht bedauert, dort übernachtet zu haben, aber ein Highlight ist die Unterkunft sicher nicht. Die nicht asphaltierten Wege drum herum zeichnen sich aber durch absolute Einsamkeit aus und vor zwei Jahren haben wir dort Leoparden und Löwen gesehen. Das Glück, Katzen zu sehen, war uns dieses Mal nicht beschienen, dafür gab es aber Elefanten und zu unserer großen Freude endlich auch mal wieder ein Nashorn. Am Himmel entdeckten wir noch Geier, konnten sie aber leider nicht aus der Nähe sehen, da uns der Weg in die entgegengesetzte Richtung führte. Stundenlang sahen wir kein anderes Auto und wenn man bedenkt, wie oft Kruger als zooähnlich und viel zu touristisch beschrieben wird, überrascht dies doch sehr. Allerdings haben wir in Kruger immer Glück gehabt – wenig Touristen, viele Tiere. Wir können also nicht klagen.
Wir stellen immer wieder fest, wie anstrengend das Nichtstun (abgesehen vom Autofah-ren, Tiere gucken und Fotografieren) ist. Regelmäßig kommen wir abends gerade noch zum Grillen, dann gibt’s den obligatorischen „Reinigung von Innen“-Sundowner Captain Morgan und anschließend fallen wir zwischen 19 und 20 Uhr wie tot ins Bett. Der Erho-lungsfaktor ist also enorm!



"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2011
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #10
TAG 11:
Shingwedzi verabschiedete uns morgens wieder mit wunderschönem Wetter und noch einem noch schöneren Fish Eagle Paar. Eigentlich könnten wir an diesem Ort tagelang sitzen, aber natürlich wollten wir auch weiter.
Unser letztes Camp im Kruger Park für diese Reise ist Olifants. Wir waren schon häufiger in Olifants, allerdings ist es uns noch nie gelungen, ein Bungalow am Olifants River zu er-gattern. http://www.sanparks.org/parks/kruger/camps/olifants/

Der Fluss führte relativ viel Wasser und man hat einen herrlichen Blick in die „Wildnis“. Elefanten, Wasserböcke, Hippos und Kudus haben wir hier bislang sehr häufig gesehen und unser jetziger Aufenthalt ist erfreulicherweise keine Ausnahme. Bevor wir unseren „Hut“ beziehen, genießen wir die Aussicht und das unglaublich schöne Wetter. Nachdem wir Kruger auch schon 10 Tage im Dauerregen erlebt haben, sind wir dankbar für das trockene heiße Wetter.

Bei unserem letzten Besuch wurde in Olifants noch kräftig gebaut und entsprechend laut waren teilweise die Bauarbeiten. Nun sitzen wir in absoluter Ruhe vor unserem Hut und bereiten unser Abendessen vor: Steaks, Dosengemüse, Brot, Wein und Wasser – wun-derbar! Was geht es uns gut. Unsere südafrikanischen Nachbarn sind zu einem Schwatz aufgelegt und während die Männer grillen, halten wir Damen uns am Wein schadlos. Auf-grund der zusätzlichen Bettschwere verschwinden wir heute noch früher in die Betten als ohnehin schon. Morgen geht’s nach Timbavati und der Urlaub neigt sich dann doch lang-sam dem Ende zu.





"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2011
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #11
TAG 12-14:
Gemütlich tuckern wir durch den Kruger Park und haben reichlich Zeit, die Strecke zwi-schen Olifants und Timbavati zu absolvieren. Ein paar Tiere verabschieden uns und wie immer, wenn wir Kruger verlassen, mischt sich auch Wehmut in unsere Gefühlswelt. Aber wir kommen wieder, das wissen wir schon jetzt. Und wir freuen uns auf Timbavati, das wir in 2007 bereits besucht hatten und dort unvergleichlich schöne Tage verbrachten. Wir sind gespannt, wie das Camp Tanda Tula sich entwickelt hat.
http://www.timbavati.co.za/
http://www.tandatula.com/pages/tanda-tula.php

Tanda Tula ist gewachsen und hat einige Zelte hinzubekommen. Inzwischen gibt es sogar Telefon in den einzelnen Unterkünften. Das Camp ist professioneller geworden, hat aber weiterhin unglaublich viel Charme und sehr nette Menschen. Unser damalige Guide Chris hat Tanda Tula zwischenzeitlich verlassen, um seiner großen Liebe nach London zu folgen. Laut den neuen Betreibern ist die Beziehung aber wohl schon nach weniger als 2 Jahren zerbrochen und Chris ist auf dem Weg nach Simbabwe, um dort für ein Camp zu arbeiten.

Service und Essen waren ausgezeichnet und unser Guide Formen war von einer solchen Begeisterung, das es unglaublich viel Spaß gemacht hat, mit ihm Zeit zu verbringen. Mit Tracker Jack war er ein tolles Team und wenn wir wieder kommen, hoffen wir, dass die beiden noch da sein werden.

Manchmal kommt man ja zum zweiten Mal irgendwo hin und die Erwartungshaltung ist so hoch, dass man unweigerlich auch ein bisschen enttäuscht wird. Uns ging es einen kurzen Moment so, als wir hörten, Chris hätte das Camp verlassen, da er einer der besten Guides war/ ist, die wir je hatten. Jetzt lächeln wir darüber, denn als wir drei Tage später abreisten, hatte Timbavati all unsere Erwartungen weit übertroffen.

Ich lasse wohl mal besser Bilder sprechen!









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Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #12








"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #13
Hier in Timbavati haben wir das erste Mal Wilddogs in freier Wildbahn gesehen und als ob dies nicht schon toll genug war, durften wir zuschauen, als ein Löwe dem Rudel einen Kill abnahm. Selten waren wir so beeindruckt – der Löwe war wahrlich furchterregend und die Wilddogs versuchten tapfer, ihre Beute zu verteidigen. Viel Glück hatten sie dabei allerdings nicht.

Tanda Tula war ein großartiger Abschluss einer wunderschönen Reise. Wie immer hat uns Südafrika in seinen Bann gezogen und erneut stellten wir fest, dass wir unbedingt wieder kommen müssen.







"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #14
Was bleibt??

Mit Welgewonden und Mapungubwe haben wir wieder etwas Neues in Südafrika entdeckt und waren sehr angetan. Beide Ziele werden wir uns für eine spätere Reise merken. Er-freulicherweise hat mit der Autovermietung und dem Fahrzeug alles gut geklappt. Über-raschend fanden wir es dennoch, dass bei den 4x4 in Südafrika tatsächlich Benziner ver-mietet werden, der Spritverbrauch war doch erheblich.

Auch wenn Kruger bei vielen keinen guten Ruf genießt und es vielen zu touristisch ist, konnten wir dies so erneut nicht bestätigen. Sicher ist die Infrastruktur nicht mit Namibia oder gar Botswana vergleichbar, Touristenmassen haben wir dennoch nicht gesehen. Allerdings haben wir uns auch vorrangig im Norden aufgehalten, vielleicht ist es südlich von Skukuza deutlich anders.
Hinsichtlich Landschaft und Tiersichtungen waren wir vollauf begeistert. Wir hatten viel Glück, aber auch viel Geduld. Mit den Wilddogs ist sicher einer unserer größten Träume in Erfüllung gegangen – wir hatten nicht zu hoffen gewagt, dass wir diese beeindruckenden Tiere so toll aus der Nähe außerhalb von Schutzprojekten in freier Wildbahn würden sehen können.
Die Hyäne mit dem Jungtiere zu sichten, war eine Mischung aus Glück und Zufall - aller-liebsten Dank hier an unseren Guide Formen und Tracker Jack.






Die Südafrikaner waren allesamt sehr stolz über den Verlauf der WM und freuten sich über die Begeisterung in aller Welt. Und einige haben uns getröstet, dass es für Deutschland mit dem Titel nicht gereicht habe; die Daumen gedrückt hatte man wohl auf jeden Fall.

Südafrika hat für uns einen ganz eigenen Zauber; vielleicht liegt es daran, dass es das erste Land im südlichen Afrika ist, das wir bereist haben. Wir kommen wieder und freuen uns schon jetzt auf Sternenhimmel, Landschaft, Tiere, tolle Unterkünfte, wunderschöne Farben und vor allem auf unglaublich freundliche, hilfsbereite und sehr sympathische Südafrikaner!
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
33 Beiträge · seit 200617. Mai 2011 · #15
hallo sanne,
danke für deinen bericht. wir wollen im august eine ähnliche route fahren. wie lange habt ihr von
mapungubwe nach shingwedzi benötigt? ist hoffentlich an einem tag gut zu schaffen?
danke andi
1'117 Beiträge · seit 201017. Mai 2011 · #16
Hallo Sanne,

ach, ich könnte sofort den Koffer packen... 😗
Danke für die Fortsetzung, wird alles notiert 😉

Liebe Grüße
Beate
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200618. Mai 2011 · #17
dr.1andy schrieb:hallo sanne,
danke für deinen bericht. wir wollen im august eine ähnliche route fahren. wie lange habt ihr von
mapungubwe nach shingwedzi benötigt? ist hoffentlich an einem tag gut zu schaffen?
danke andi
Doch, die Strecke ist an einem Tag gut machbar. Wir sind nicht sehr früh los und waren dennoch im Laufe des Nachmittags angekommen - und wir waren nicht sehr zügig außerhalb Kruger unterwegs und im Park eher SEHR langsam.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo