DIdikdikThemenstarter27 Beiträge · seit 201016. Sept. 2010 · #1Hallo Forumsleser
Nächsten Juli/August reisen wir mit unseren beiden Kindern mit einem 4x4 mit Dachzelten knapp 4 Wochen durch Namibia. Nachdem der erste Teil der Reise wohl mehr "zum Schauen" ist (Kgalagadi Transfrontier Park, Köcherbaumwald, ...) wollen wir uns danach auch etwas die "Beine vertreten" (wandern). Macht es Sinn, in den Tirasbergen (z.B. Namtib oder Koiimasis) UND im Naukluftgebirge (z.B. Tsauchab River Camp) jeweils 2 Nächte zu verbringen? Oder ist die Landschaft sehr ähnlich?
Die gleiche Frage stellt sich zum Erongogebirge (z.B. Ameib Ranch) und zur Spitzkoppe. "Lohnt" es sich beide Ziele in die Planung aufzunehmen oder ist an beiden Orten ähnliches zu erwarten?
Wir freuen uns auf eure Erfahrungen!
Herzlichen Dank
Astrid und Urs
gglink5'538 Beiträge · seit 200816. Sept. 2010 · #2Hallo Astrid und Urs,
die Berglandschaften sind sich insofern ähnlich, als man wegen des fehlenden Bewuchses immer meint, im Hochgebirge über x-tausend Meter zu sein. Aber ansonsten gibt es selbst bei den Farmen auf der D 707 landschaftlich schon große Unterschiede.
"Wandern" ist ja auch nicht immer gleich Wandern. Hier dürft Ihr nicht mit Wegen, oft noch nicht einmal mit Pfaden, sondern nur mit Tretspuren rechnen, auch wenn es sich um bekannte Wanderwege handelt.
Meine Favoriten bei Eurer Auswahl sind Namtib und alternativ zur Naukluft(aber ohne richtige Berge)die Namib Desert Lodge und dort von der Lodge auf die Versteinerten Dünen und dann auf dem Plateau laufen. Aber auch das die Gegend um die Blutkuppe/Rock Arch eignet sich hervorragend zum Wandern.
Sptizkoppe - Erongo sind schon deshalb sehr unterschiedlich, weil die Spitzkoppe einsam in weiter Ebene steht.
Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
brendyka143 Beiträge · seit 200916. Sept. 2010 · #3Hallo Astrid und Urs,
wir sind auch viel mit unseren Kindern (damals 14 + 16) gewandert. Lohnenswert ist auf jeden Fall die Ameib Ranch. Dort könnt Ihr bei der Bulls Party zwischen den Steinkugeln herumwandern, dann den Wanderweg zur Philip'S Cave gehen und den für uns interessantesten Weg dort den Klettersteig, der viel Spaß macht. Spitzkoppe hat auch schöne Gesteinsformationen zu bieten.
Im Bereich der Blutkuppe ist der Aufstieg zu den 2 "Höhlen" sehr schön, ebenso der Rock Sculpturen Trail und der Tinkas Nature Walk, der aber mehr Zeit in Anspruch nimmt und nicht gut markiert ist.
Im Naukluftgebirge sind wir den Olive Trail(Kletterpassage mit Kette) und den Waterkloof Trail (Tageswanderung) gegangen.
Auch bei den Dünen kann man viel Zeit verbringen. Deadvlei + Big Daddy, Sossusvlei + Big Mama, Hiddenvlei, Düne 45 und Sesriem Canyon.
Fotos und ein paar Infos zu den Wanderungen findest Du in meiner Fotogalerie. Hier der Link und viel Spaß beim Stöbern.
http://www.namibia-forum.ch/community/photos/myphotos.html?userid=7380LG Heidi
DIdikdikThemenstarter27 Beiträge · seit 201017. Sept. 2010 · #4Hallo Gerd, hallo Heidi
Herzlichen Dank für eure Erfahrungen und Tipps.
Gerd: Du schreibst, dass bei "Wanderwegen" oft nur Tretspuren zu sehen sind. Bekommt man von den Besitzern Karten, damit man sich orientieren kann, oder wie findet man wieder sicher zurück? Findet man allenfalls "Wanderkarten" hier im Forum?
Du schlägst noch die Namib Desert Lodge vor. Kann man da auch campieren?
Welche empfehlenswerte Übernachtungmöglichkeiten (Dachzelte) gibt es sonst noch an der D 707 (landschaftlich schön gelegen und für Aktivitäten geeignet)?
Heidi: Tolle Fotos. Die Gegend um die Ameib Ranch nehmen wir wohl in unsere Planung auf. Ihr seid auch bei der Spitzkoppe gewesen. Hat sich das gelohnt oder hat man dann zuviel "Gebirge" in der Reise?
Kann uns jemand sagen, ob man direkt beim Tsauchab River Camp wandern kann?
Danke für eure weitere Hilfe
Astrid und Urs
brendyka143 Beiträge · seit 200917. Sept. 2010 · #5dikdik schrieb:Hallo Gerd, hallo Heidi
Heidi: Tolle Fotos. Die Gegend um die Ameib Ranch nehmen wir wohl in unsere Planung auf. Ihr seid auch bei der Spitzkoppe gewesen. Hat sich das gelohnt oder hat man dann zuviel "Gebirge" in der Reise?
Astrid und Urs
Hallo Ihr beiden,
zur Spitzkoppe: schön war der Aufstieg zur Rock Bridge und das Drumherum. Ebenfalls sehr schön ist dort der Aufstieg zu Bushman's Paradise, wo man auch mehr Zeit verbringen kann. Wir kamen am späten Nachmittag an der Spitzkoppe an, sind noch zur Rock Bridge, haben dann eine Nacht dort gecampt und am nächsten Morgen dann Bushman's Paradise und die weiteren Aussichtspunkte gemacht. Gegen Mittag sind wir weiter gefahren zur Ameib Ranch und blieben dort 2 Nächte. Übrigens gibt's auf der Ameib Ranch auch noch einen zweiten Klettersteig, ich meine er heißt Inselberge, wir waren aber seinerzeit nicht dort, weil wir nichts davon wussten. Auf dem Campground der Ameib Ranch blieben wir 2 Nächte. Gelohnt hat sich beides, zuviel "Gebirge" war's für uns nicht.
Sehr schön war waren auch die Blutkuppe und die Tinkas. Wir haben jeweils eine Nacht am Archers Rock verbracht und eine direkt an der Blutkuppe. Das Gestein dort ist wieder ganz anders. Keine Angst - zuviel Gebirge ist es nicht.
Auf jeden Fall würde ich Euch zur Abwechslung mit Euren Kindern in Swakopmund die Dessert Living Tour und in Walvisbay die Bootstour empfehlen. Am besten nehmt Ihr Mola Mola, denn das ist der einzige mir bekannte Veranstalter der für die Kinder nur die Hälfte des Erwachsenenpreises berechnet. Vielleicht wäre auch Sandboarden was für Euch - bei uns war es damals leider zu neblig, keinerlei Sonne und so fiel das Sandboarden aus.
Zum Tsauchab River Camp kann ich leider keine Auskunft geben. Wir waren am Koedoesrus-Camp im Naukluft-Park.
Falls Ihr noch Fragen habt, nur zu, kein Problem.
LG Heidi
DIdikdikThemenstarter27 Beiträge · seit 201017. Sept. 2010 · #6Hallo Heidi
Herzlichen Dank für die rasche Rückmeldung. Wie habt ihr die verschiedenen Orte "verbunden"? Blutkuppe - Swakopmund - Spitzkoppe - Ameib? Seid ihr nachher weiter in Richtung Etosha N.P.? Falls ja, auf welcher Route?
Schönen Abend wünschen
Astrid und Urs
WAWakter105 Beiträge · seit 200917. Sept. 2010 · #7dikdik schrieb:H
Du schlägst noch die Namib Desert Lodge vor. Kann man da auch campieren?
Astrid und Urs
Campieren kann man auf der Namib Desert Lodge nicht bzw. ein Campground ist nicht vorhanden.
Wakter
PEpeterB249 Beiträge · seit 200617. Sept. 2010 · #8Hallo Wakter
Namib Desert Lodge hat sogar mehrere Campgrounds.
Gruss
Peter
gglink5'538 Beiträge · seit 200817. Sept. 2010 · #9Hallo Zusammen,
@ Peter B: Namib Desert Lodge hat definitiv KEINE Campgrounds. Vielleicht war das früher mal so, als die noch nicht zu Gondwana gehörten, aber jetzt haben sie KEINE.
@ Astrid und Urs: Die Lodge ist relativ preiswert. Ansonsten versucht es mal bei der Farm Weltevrede (bin mir aber nicht sicher, ob die Campingplätze haben). Die haben (hatten?) einen 4 x 4 - Trail, den man auch laufen konnte, bei den Versteinerten Dünen.
Bei den meisten Wanderwegen findet man mit einigermaßen Orientierungsvermögen auch so zurück. Oft gibt es auch Zeichen, aber die sind manchmal vom Zahn der Zeit dahin gerafft oder nicht/kaum mehr zu erkennen. Habt Ihr ein Navy? Dann ladet Euch die T4A-Karte runter und stellt die auf Fußweg ein. Aber ich hatte noch nie Probleme und ich laufe viel einfach wild in die Gegend.
Ich kenne alle anderen Ü-Möglichkeiten auf der D 707 nur vom Namen, weil ich mit der Namtib 100 % zufrieden bin. Ich war bestimmt schon 10 x da und ich kann die hin und wieder geäußerte gegenteilige Meinung nicht nachvollziehen. Aber jeder Mensch hat andere Ansprüche und meine sind bescheiden. Eine saubere Unterkunft, vernünftiges Essen, freundliche Mensche und (sehr wichtig!) tolle Natur. Und das alles finde ich bei der Namtib, auch wenn Walter, der den Betrieb auf seinen Sohn übertragen hat und nur noch gelegentlich am Lodge-Leben teilnimmt, gerne mal viel redet. Aber beim Camping merkt Ihr das so wie so nicht.
Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
PEpeterB249 Beiträge · seit 200617. Sept. 2010 · #10Sorry Gerd
Da lag ich offensichtlich falsch.
Hängt wohl mit dem Alter zusammen.
Regnerische Grüsse vom Zürisee
Peter
Kriwan323 Beiträge · seit 200717. Sept. 2010 · #11...und was ist das hier:
http://www.gondwana-collection.com/de/Namib_Desert_Campsite.htmOder ist die mittlerweile geschlossen?
Fragt sich
Wolfgang
PEpeterB249 Beiträge · seit 200617. Sept. 2010 · #12Hallo Wolfgang
Genau diese habe ich gemeint.
Wollte nur nicht zu rechthaberisch in Erscheinung treten.
Im Frühjahr 2010 war sie noch in Betrieb
Immer noch regnerische Grüsse
Peter
WAWakter105 Beiträge · seit 200917. Sept. 2010 · #13Kriwan schrieb:...und was ist das hier:
http://www.gondwana-collection.com/de/Namib_Desert_Campsite.htm
Oder ist die mittlerweile geschlossen?
Fragt sich
Wolfgang
sorry,
war im Juli auf der Lodge und habe nichts von camsite bemerkt.
wakter
Nacktmull179 Beiträge · seit 200917. Sept. 2010 · #14Dass die Campsite nicht mehr bestehen soll kann ich mir nicht vorstellen.
Hier
http://www.gondwana-collection.com/pdf/Gondwana_Info_DE.pdfauf Seite 8 sind die Preise für die Lodge und Campsite bis 2011 aufgeführt.
Die Campsite ist von der Lodge vermutlich etwas entfernt und nicht einsehbar.
Nacktmull
gglink5'538 Beiträge · seit 200817. Sept. 2010 · #15Hallo Zusammen,
jetzt muss ich mich wirklich entschuldigen. Da wir nächste Woche zu verschiedenen Gondwana Lodgen fahren, hatte ich mir die mir vorliegende Preisliste 2010 rausgesucht und da stand bei Namib Desert im Gegensatz zur Anib nichts mehr von einer Campsite. Wenn dann aber aktuelle Preise im Internet stehen und sogar für 2011, dann wird das wohl stimmen.
Tut mir Leid, dass ich so viel Verwirrung gestiftet habe.
Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
REReiseglück26 Beiträge · seit 201105. Juli 2011 · #16Hallo Astrid und Urs,
durch Zufall bin ich auf Euren Beitrag gekommen, und habe erfahren, dass Ihr im Juli/August mit einem 4 x 4, 2 Dachzelten und 2 Kindern durch Namibia reist. Ganz genauso geht es uns auch. Seit Dezember 2010 planen wir schon und in gut drei Wochen geht es los. Unsere Kinder sind 10 und 12 Jahre. Wie alt sind Eure Kinder und welche Route habt Ihr nun geplant?
Viel Freude mit Euren Kidis!;)
Gruß Reiseglück