Campinplätze ohne Reservierung

14 Antworten · 3'119 Aufrufe · gestartet 30. Aug. 2010 von minniemouse81
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Themenstarter4 Beiträge · seit 201030. Aug. 2010 · #1
Hallo,

auch wenn diese Frage wahrscheinlich schon hundert mal gestellt wurde....
Wir fahren von Oktober bis mitte November nach Namibia und Botswana.
Wollen dort nur campen. Haben einen Jeep mit Dachzelt gemietet.
Da wir so flexibel wie möglich sein wollen haben wir bisher keine Reservierungen gemacht. Die Frage ist jetzt aber, wo müssten wir trotzdem zwingend Reservierungen vornehmen?
Wie sind eure Erfahrungen? Kann man spontan Campingplätze anfahren? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese schon belegt sind?

viele Grüße,
Christine
461 Beiträge · seit 200830. Aug. 2010 · #2
Liebe Christine

Du hast Recht, die Frage wurde schon zigmal gestellt.
Kannst unter Funktion: Suchen ...

Namibia: Eigentlich kein Problem, man muss eher früh dort sein dann klappt es schon.

Botswana: Moremi / Chobe zwingend vorher über die entsprechenden Adressen.

Besonders begehrte Plätze sind aber auch früh ausgebucht - dafür seit ihr flexibel. D.h. ihr seit nicht auf bestimmte Plätze fixiert -sonst müsst ihr diese vorbuchen. Ansonsten lokal mal ein Telefon ein paar Tage vorher - sonst besteht die Gefahr dass ihr xx km umsonst fährt.

Gruss
Tom
36 Beiträge · seit 200830. Aug. 2010 · #3
Hallo Christine!
Habt ihr denn schon eine grobe Route im Auge?
In Namibia kann man vieles spontan machen, aber manche Camps, die gerade für "Erstreisende" interessant sein können (Beispiel Etosha, Sesriem (Sossusvlei) etc. sollte man unbedingt vorher planen, also überall sort, wo staatliche Camps sind und viele Touris hinfahren. Falls ihr nach Swakopmund wollt, lohnt es sich, dort vorab eine Pension zu suchen, mit Campen ist da nicht viel los, was auch daran liegt, dass es an der Küste oft etwas ungemütlich wird nachts.
Auf manchen Strecken bieten sich sehr viele Campingmöglichkeiten, so dass man manchmal einfach nur auf ein entsprechendes Schild warten muß. Man kann damit Glück oder Pech haben; manchmal findet man wahre Juwele durch Zufall; meistens aber lohnt es sich zumindest zu wissen, was es überhaupt an interessanten Camps auf den Strecken gibt. Also unbedingt guten Selbstfahrer-Reiseführer mitnehmen, und evtl. vorher schon "einlesen".

Falls ihr in Botswana die klassischen Sachen machen wollt (Moremi, Savuti, Chobe) seit ihr wohl zu spät dran.... es gibt da nur eine Handvoll Camps, die nach meiner letzten Information ca. ein Jahr im Voraus ausgebucht sind. Als Alterntiven gibt es nur sündteure Lodges, aber das macht nur halb so viel Spaß und kostet wirklich richtig viel Geld. Wir haben es vor zwei JAhren geschafft, durch Überzeugungskraft kurzfristig vor Ort in Savuti und Ihaha unterzukommen, aber das kann man sicher nicht unbedingt empfehlen, da man unter Umständen ziemlich blöd dasteht, wenn es nicht klappen sollte; es gibt dann nämlich keine vernünftigen Ausweichrouten.

Also: in Namibia einige wichtige Eckpfeiler vorausbuchen, dazwischen Spielraum für Spontanität lassen (es läuft eh nicht immer alles nach Plan...), Botswana..... am besten für nächstes JAhr vorausplanen :))
Schreib doch nochmal, was ihr so in etwas vor habt?

Viele Grüße, Ursula
33,1k Beiträge · seit 200630. Aug. 2010 · #4
Hi Christine,

willkommen im Forum!

Schau mal hier im Wiki in Bezug auf Namibia: http://www.namibia-wiki.com/wiki/Reservieren_-_ja,_nein%3F

Sonnige Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2010
36 Beiträge · seit 200830. Aug. 2010 · #5
.....und nicht vergessen: da "unten" wird es früh dunkel. Darauf fällt man leicht mal rein, wenn man das erste Mal dort ist. Also wirklich frühzeitig ans Übernachten denken, sonst ist es ganz schnell mal stockfinster!

Gruß, Ursula
Themenstarter4 Beiträge · seit 201031. Aug. 2010 · #6
Hi,

vielen Dank für die schnellen Antworten. 🙂
Ich werd diese Woche gleich mal reservieren...
Wir haben bisher nur grob die große Runde geplant. Start in Windhoek, nach Norden Skeleton Coast, Etosha, rüber zu den Victoriafällen, nach Botswana Chobe, Moremi, Kalahari, und wieder zurück nach Namibia nach Sesriem und falls noch viel Zeit über bleiben sollte bis Fish River Canyon und zurück nach Windhoek.

So ist der Plan 🙂
Da wir aber da wo es uns besonders gefällt auch länger bleiben wollen, ist es schwierig feste Buchungen zu machen... Aber wie ich sehe geht es wohl nicht ganz ohne.

viele Grüße,Christine
140 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #7
Hallo,
also im Norden Namibias war dies auf unserer 4-wöchigen Reise im Juli nie ein Thema; auf den meisten Campgrounds (sofern wir welche angefahren sind) waren wir eher alleine !
Auch in Swakopmund ist gut zu campen:
Desert Sky Backpackers , Swakopmund, Zentrum
Ecke 'Breite Straße' und 'Lazarett Str.' bzw. neuerdings heißen die Straßen 'Anton Lubowski Ave' und 'Nathaniel Maxuilili Str.'
Camping, Doppel- und Mehrbettzimmer verfügbar. Ein 'echtes' Backpackers mit Küche, Free Coffee und Tea, Aufenthaltsraum, Bar, Internetzugang, Parken im Hof und Zeltplatz im Garten. Ideal um zu Fuß in die Stadt zu gelangen, klein und persönlich. [Steffi u. Frank]. Hier gibt es einige wenige Stellplätze für Camper mit sehr gepflegten Waschanlagen, Küchenbenutzung ist möglich, Anlage ist abgeschlossen. Gute Alternative zu den anderen Campingplätzen, sehr empfehlenswert [Birgit u. Simon]. Das Haus von Lofty gehört jetzt seiner Mutter und wird auch von ihr sehr gut geleitet. Sehr gute Alternative zu anderen Campingplätzen. Preiswert, sauber, alles vorhanden [Uwe u. Regina F.].


Also viel Spaß bei der Vorbereitung
Martin
Namibia ist wunderbar - wir kommen sicher wieder www.stonestours.at
Themenstarter4 Beiträge · seit 201031. Aug. 2010 · #8
Hallo Martin,

Ihr seid also auch ohne Reservierungen gestartet?
Seid ihr ausschließlich im Norden Namibias unterweg gewesen? Aber Etosha habt ihr reserviert, oder?
Ich kann mir vorstellen, dass es doch einige Campingplätze um Etosha herum gibt und man ansonsten halt den Tag über rein und abends wieder raus fährt...

Du meintest ihr habt auch oft irgendwo in der Natur gezeltet?
Hat das gut funktioniert?

viele Grüße,
Christine
2'349 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #9
Ich glaube mal, dass Martin abgelegene Gebiete wie Koakoland damit meint. Oder, dass er meist in in festen Unterkünften gewohnt hat.

In Namibia ist wildes campen meistens verboten bzw. nicht an zu raten oder möglich.

Man campt dort in der Regel bzw. in den meisten Gebieten auf Campsites.

Reservieren braucht normalerweise außer Sesriem Campsite und Etosha nichts, wenn man nur campen will.

Aber auch im Kaokoland sollte man nicht unter Bäumen oder in bzw. an Flußbetten wild campen und möglichst Plätze aufsuchen, an denen schon vorher gezeltet wurde um die Natur nicht zu zerstören. (Futterbäume! Nächtlicher Besuch von Elefanten kann unangenehm werden.)

Das man seinen Müll wieder mitnimmt und sein Feuer klein hält und gänzlich löscht ist natürlich Ehrensache!

Für Botswana ist das meiner Meinung nach gar nicht zu empfehlen! Hier muss oft bis zu 11 Monaten im Vorraus gebucht werden. Da solltet ihr schnell die Campsites buchen.

Als "Afrika-Ersttäter" campt man für gewöhnlich überhaupt nicht wild. Man findet als Ersttäter auch selten schöne Plätze bzw. Plätze an denen dies erlaubt und ungefährlich ist.

Etosha rein und raus? Fände ich nicht so prickelnd... Da verpasst ihr abends an den Wasserlöchern ja das Beste und verschenkt Zeit mit An- und Abfahrt. Buchen kann man Etosha und Sesriem Camping hier: www.nwr.com.na

Lg, Otji!

P.S. Bitte NICHT so machen: http://namibia-forum.ch/forum/20-camping/153767-warning-ellie-besucht-campsite-in-moremi.html 😉
zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2010
140 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #10
@Christine

ja, wir hatten gar nichts vorreserviert - würde unsere Reisefreiheit massiv stören !
Das südlichste war Walvisbay (bzw am Weg nach Sandwich Harbour, der Norden war faszinierend genug 🙂
Wir waren auch nicht im Etosha !!
Wir haben überwiegend in freier Natur übernachtet (also "wild" gecampt 😠 😉
Es war einfach, problemlos und - wenn man gewisse Grundregeln beachtet- meiner Ansicht nach auch nicht gefährlich.


@ Otji !
Otjikoko schrieb:
Ich glaube mal, dass Martin abgelegene Gebiete wie Koakoland damit meint. 😉
Ja, aber nicht nur !
auch Messum Krater, Gegend um Brandberg, Kuiseb Canyon usw

Otjikoko schrieb:
Oder, dass er meist in in festen Unterkünften gewohnt hat.;-)
wenn du damit nicht unseren 4x4-Camper meinst, dann kein einziges Mal in den knapp 4 Wochen !!

Otjikoko schrieb:
In Namibia ist wildes campen meistens verboten bzw. nicht an zu raten oder möglich..;-)
Das meinst du aber nicht ernst 😉

Otjikoko schrieb:
Man campt dort in der Regel bzw. in den meisten Gebieten auf Campsites...
Wer sagt das?
Da entgeht dir aber sehr viel Schönes !!!!

Otjikoko schrieb:
Aber auch im Kaokoland sollte man nicht unter Bäumen oder in bzw. an Flußbetten wild campen und möglichst Plätze aufsuchen, an denen schon vorher gezeltet wurde um die Natur nicht zu zerstören. (Futterbäume! Nächtlicher Besuch von Elefanten kann unangenehm werden.)
Das man seinen Müll wieder mitnimmt und sein Feuer klein hält und gänzlich löscht ist natürlich Ehrensache!
NoNa !! das meinte ich ua.a mit gewissen Grundregeln !

Also ich ziehe jedenfalls die freie Natur jedem (stark besuchten) Camp oder gar einer Lodge vor.
Die Nächte im "OneMillionStar-Hotel" sind einfach unbeschreiblich, und dazu gehört, dass auch nicht zahlreiche andere Gäste rundherum sind!
Aber wir waren auch auf Camps, soweit möglich, dann auf sog. Community-Camps, damit die Bevölkerung etwas hat davon.

Die einsamen Flusstäler, Ebenen, Dünen etc bleiben unvergeßlich


Martin
Namibia ist wunderbar - wir kommen sicher wieder www.stonestours.at
zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2010
2'349 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #11
Hallo Martin,

doch das, das mit dem Wildcampen meine ich ernst! Das meiste Land in Namibia ist Privatland bzw. Nationalpark-Gebiet oder Konzessionsgebiet. Dort kann und darf man nicht einfach wild campen. Deshalb campt man (zumindest auf den klassischen Touristen-Routen) meist in Camps.

Und irgendwo am Straßenrand ist nicht sicher und auch nicht schön.

Natürlich kann man das in einigen abgelegeneren Gebieten tun. Aber in den meisten Gebieten leider nicht.

Allerdings muss man auch sagen, dass sehr viele Campsites in NAM sehr großräumig und (fast) leer sind, vor allem im Süden. Man hat also auch bei vielen Campsites ein sehr ruhiges, naturnahes Feeling. Und den Luxus von sanitären Anlagen. 😉


Lg, Otji!
zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2010
33,1k Beiträge · seit 200631. Aug. 2010 · #12
Hi Martin,

da hat Otji absolut recht. Campen ist zwar grundsätzlich überall in Namibia erlaubt, in den Schutzgebieten jedoch nicht (Etosha etc.) und bei Privatland nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Farmers - die man in aller Regel nicht bekommt, da man kaum immer weiß welches Stück Land welchem Farmer gehört.

Auch in Kommunalland muss man den "Vorsitzenden" des Gebietes um Erlaubnis fragen.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
140 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #13
Hallo Otji !

Also wie gesagt:
Ich hab ja nichts gegen Campssites an sich (und zahle den Einheimischen auch gerne dafür)
Was ich aber gar nicht leiden kann, wenn auf dem Camp dann bei der Nachbargruppe zu grölen begonnen wird und womöglich noch abfällige Bemerkungen über Schwarze fallen.

Wir waren in Tsumkwe (leider!), in Tsumeb (Park mit Riesenpool),im RhinoCamp am Kunene bei Ruancana (nur unsere Gruppe), bei den EpupaFalls (CP halb besucht), am CampSyncro im Marienflusstal (leider tw abgebrannt, einzige Gäste, sehr netter Abend !), in der Khowareb-Schlucht auf einem der kl. CP (ganz alleine), am Aba-Huab-Camp in Twyfelfontein (eher Enttäuschung); Spitzkoppe (sehr schön, nur wenige Besucher, sehr weitläufig), Swakopmund (Backpackers-lodge = praktisch) und natürlich am Anfang und am Ende in Windhoek (Montero Camp)
Die beeindruckendsten Nächte haben wir allerdings in freier Natur erlebt.

Und den Süden kennen wir NOCH nicht!

Martin
Namibia ist wunderbar - wir kommen sicher wieder www.stonestours.at
zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2010
33,1k Beiträge · seit 200631. Aug. 2010 · #14
Hi Martin,

sorry, da hatte ich Dich wohl missverstanden. Ihr habt also durchaus auf Campsites übernachtet und nicht irgendwo am Straßenrand oder auf Privatfarmen, richtig?

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'349 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #15
Ok, Martin kann ich verstehen.

Gröllende, volle Campsites habe ich allerdings bis jetzt noch nie (weder im Norden noch im Süden) so erlebt. Das ist meiner Meinung nach die absolute Ausnahme.

Auf vielen Campsites hatte ich auch sehr beeindruckende Erlebnise und viel Platz und Ruhe.

Zum Beispiel im Tsauchab River Camp wunderschön am Flußbett gelegen. Außer uns NIEMAND anderes auf dem Platz!

Natürlich ist "wildcampen" super! Aber eben bei weitem nicht immer zu raten bzw. möglich.

Otji!
zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2010