motocyklThemenstarter7 Beiträge · seit 201013. Aug. 2010 · #1
Ich plane eine 2-monatige Motorradreise von Kenia nach Namibia. Die Route soll von Mombasa über Tansania, Malawi, Zambia nach Namibia führen.
Als Reisezeit habe ich September und Oktober 2011 gewählt.
Die Anreise soll über Mombasa gehen. In Kenia soll nur der südliche Teil befahren werden. Von Mombasa nach Tsavo Nationalpark, dann über Amboseli National Park und über Grenzübergang in Namanga nach Tansania. Zu diesem ersten Abschnitt habe ich folgende Fragen:
1.Ist grundsätzlich die geplante Reisezeit für die o.g. Länder sinnvoll? Wichtig ist die Befahrbarkeit der Straßen.
2.Sind die o.g. Parks sehenswert und mit dem Motorrad befahrbar? Habe gehört von Sicherheitsproblemen im Bereich des Amboseli Nationalparks.
3.Ich wollte sowohl Zelten als ab und zu eine Lodge einsteuern. Ist so eine spontane Übernachtung z.B. für 1-4 Nächte in der o.g. Zeit möglich, oder soll vorab gebucht werden?
4.Sind die Flussüberquerungen in der o.g. Reisezeit mit dem Motorrad machbar?
bin kein Motorrad Fahrer, hab aber viele getroffen.
die Monate sind zwar ok, aber es ist doch schon wieder recht heiß - auch ist es möglich, dass dann schon die Vorausläufer der Regenzeit einprasseln.
Da Du ja sicher mit Sicherheitsausrüstung fährst-Helm, Handschuhe, stiefel, Kombi würde ich die Pkanung auf Ausgust September legen - nördlich kühler und Namibia schon wieder angenehm. Auch Wasserdurchfahrten sind dann eher nicht vorhanden.
Zu den Übernachtungen keine Ahnung, bin eingefleischter Camper und nen Zeltplatz bzw. Stellplatz findet man da aber immer.
PS: Motorradfahrer werden aber eher "bewundert" und erwecken die Aufmerksamkeit. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass Dich jemand im Regen stehen lässt eher gering und jeder wird Dir in jeder Hinsicht versuchen zu helfen, Wasser, Übernachtung, Unterstellung Deines Bikes. Diese Aussagen hab ich von allen Motorradfahrern gehört, mit denen ich gesprochen habe.
Im südlichen Afrika ist die Einfahrt in die Nationalparks mit Motorrädern verboten und auch keine Chance dies zu umgehen. Kenis Tansania keine Ahnung - denke eher gleich sA
Schau mal hier: Klick mich, auch wenn für mich vieles sehr befremdlich bis erschreckend ist, so findest Du da eventuell hilfreiche Hinweise zu Deinen Fragen.
Weniger befremdlich und sicher auch hilfreich ist dieser Blog: jamboree
PS und off-topic: Wenn man sich in seinem allerersten Post in einem Forum kurz vorstellt und nicht nur grußlos seine Fragen in den Raum stellt, also quasi mit der Tür ins Haus fällt, erhöht man die Zahl der Antworten... 😉
motocyklThemenstarter7 Beiträge · seit 201013. Aug. 2010 · #4
Danke für die schnellen Antworte,
über die Reisezeit muss ich noch nachdenken. Sind die Reservate auch duch die auf den Karten dargestellten "Hauptstraßen" nicht befahrbar?
Olli Bö schrieb:
PS und off-topic: Wenn man sich in seinem allerersten Post in einem Forum kurz vorstellt und nicht nur grußlos seine Fragen in den Raum stellt, also quasi mit der Tür ins Haus fällt, erhöht man die Zahl der Antworten... 😉
Viele Güße,
Kathrin
Ups, da hast du Recht ich hätte anders beginnen sollen. Wollte aber meine Fragen schnell los werden. 😊
Zur Ergänzung meines Beitrages:
Bin Ende 50 und kein Afrika Neuling. In 1980 war ich ein Jahr beruflich in Libyen, 20 Jahre später mit dem Motorrad in Südafrika und in Marokko. Leider erst jetzt wird mir möglich sein eine längere Reise zu unternehmen.
ja nun ist das ein bisschen schwierig, welche Karte, welche Strasse ist eingezeichnet usw....
Also meine Liste der Hauptstraßen, die mit Motorrad befahrbar sind:
Caprivi Strip Namibia Manapools NP zur Grenze Zimbabwe Chobe NP nach Kasane Botswana Kafue NP Sambia Nkhotakota Game Reserve M7 Malawi Nyika NP Malawi Zambezi NP Zimbabwe Namib Naukluft NP Namibia
Also, in reine Landschafts NP kommst Du rein bzw. durch - bei NP mit Tierbeständen, damit meine ich ähnlich Etosha, Krüger, Kaudom, South Luangwe etc. nicht.
Aber ohne Garantie auf Vollständigkeit
Gruß
Nenette1'309 Beiträge · seit 200913. Aug. 2010 · #6
Hi,
bezüglich Amboseli gilt die Regel: Stay in your vehicle at all times, except at designated picnic or walking areas.
Wie man das mit einem Motorrad macht, weiß ich nicht. In Kenya waren vor 20 Jahren Motorräder und offene Geländewagen in den Parks nicht erlaubt.
KEkessie192 Beiträge · seit 200613. Aug. 2010 · #7
Hi Motocykl, toll das du 2 Monate Zeit für deine Tour hast! Über deine Route im gesamten kann ich nichts sagen, außer über Namibia... sicher gibt es mittlerweile die Möglichkeit alles "geteert" zu fahren aber ich gehe davon aus das du auch mal Nebenstrecken fahren willst und die sind oftmals nicht geteert aber mit einer Reiseenduro kein Problem! Wenn du durch Marokko gefahren bist weißt du ja auch wie Sand zwischen den Zähnen schmeckt denn der bleibt dann nicht aus 🤩 Was die Wasserdurchfahrten angeht...ich glaube nicht das du mit dem Motorrad die gleichen Wege fahren kannst wie mit einem Auto, die meisten Wasserlöcher/Wasserdurchfahrten sind schlammig bzw schmierig... geh schon mal Mukis trainieren damit du dein Bike mit geschätzten 250 kg halten kannst. In Namibia in die Parks: NO WAY evtl buchst du dann eine Safari vor Ort, es gibt genügend Anbieter!Ansonsten noch viel Spaß bei der Planung und vor allem viel Glück auf der Fahrt!! LG Kessie 😎
sowohl in Tanzania als auch in Kenya sind die National Parks für Motorradfahrer nicht zugänglich. Einzig in Game Reserves (zum Beispiel Hells Gate) in Kenya/ Tanzania sind für zweirädrige Fortbewegungsmittel offen. Theoretisch könntest Du von Kenya bis Süd-Afrika zu 90% nur Teer fahren! In der Amboseli- und Tsavo-Umgebung würde ich definitiv nicht wild Zelten sondern mich an die Public Campsites in den Parks halten. Das Grenzgebiet nach TZ ist seit einigen Jahren immer wieder in den Schlagzeilen. Wir durften zwischen den beiden Parks nur mit einer bewaffneten Eskorte fahren - die übrigens nervöser hinter jeden Busch schaute als wir! Eigentlich war sogar ein Konvoi vorgeschrieben - als aber kein zweites Fahrzeug kam, sind wir allein mit dem bewaffneten Soldaten gefahren... Wir haben immer wieder Motorrad-overlander getroffen - es ist also ohne weiteres machbar! Zum Wetter gebe ich meinen Vorrednern recht: in TZ und Kenya fängt die Regenzeit ab Ende Oktober an. Dh Du hättest vermutlich eher heisses, trockenes Wetter. Im südlichen Kenya und in Tanzania hast Du aber in der Regel nicht die heissen Temperaturen wie im namibischen Sommer. Ausnahme: an der Küste können es auch tagelang über 35° sein. Man bewegt sich dort aber sehr häufig über 1000m - deshalb schon deutlich angenehmere Temperaturen.
Klingt nach einer super Tour! Viel Spaß bei der Planung!
Ups, da hast du Recht ich hätte anders beginnen sollen. Wollte aber meine Fragen schnell los werden.
Kein Problem 😎
Ich hab nur in den beiden bereits angegebenen Blogs mitgelesen und dachte da gesehen zu haben, dass die Transitstraße durch den Amboseli mit dem Motorrad befahrbar ist. Allerdings ist die gute Bigi (Jamboree) ja auch unwissend, und weil das 1. Gate im Chobe nicht besetzt war, schmerzfrei 30 km bis zum nächsten Gate durchgefahren. Wo sie dann postwendend von den Rangern, denen fast die Augen aus dem Kopf kamen, als sie da auf dem Motorrad ankam, auf einen Pickup verfrachtet und aus dem Chobe-Nationalpark wieder hinausverfrachtet wurde. 🤩
Auf jeden Fall finde ich es toll, dass Du Dir Deinen Traum verwirklichst (der im Übrigen auch einer unserer ganz großen Träume ist!) und wünsche Dir ganz viel Spaß dabei!
Der ist mir explo-tours mitgefahren, die LKW-Bgeleitung anbieten. Man ist da trotzdem relativ frei, muss auch nicht in der Gruppe fahren und kann sein Ding durchziehen (auch mal länger irgendwo bleiben, wenn man will), die Sicherheit von Gruppe und Begleitung aber in Anspruch nehmen, wenn man Bedarf hat. Aber hauptsächlich hab ich Dir den Link geschickt, damit Du sehen kannst, welche Route die organisierte Tour nimmt. Dann sollte das für Dich auch machbar sein.
Hier ein Auszug für Kenia:
Unsere nächste Station lautet Mikumi Nationalpark, den man mit dem eigenen Fahrzeug auf ganzer Länge durchqueren kann.
Hallo, wir haben das so ähnlich per Motorrad gemacht, bzw. fahren die Tour jetzt weiter. Im Sept 2010 sind wir ca. 5 Wochen von Mombasa bis Lilongwe gefahren, mit Abstecher nach Sansibar. Dann durch den Mikumi NP, die 300 m zur Lodge durften wir das Bike nicht mitnehmen, aber zu Fuß laufen durften wir 😕 . Wir haben in kleinen Hotels/Lodges übernachtet, das war kein Problem auch ohne Reservierung. Problematisch war zu der Zeit die Benzinversorgung in Malawi abseits der Haupstrassen und 400 km Reichweite sind dann etwas wenig.