Campieren im Juli

16 Antworten · 3'239 Aufrufe · gestartet 10. Aug. 2010 von jacquisuiza
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Themenstarter180 Beiträge · seit 201010. Aug. 2010 · #1
Hallo zusammen
Mal ehrlich, ist es im Juli nicht zu kalt, um in einem Dachzelt zu schlafen? Wäre da eine Lodge nicht bequemer?
Was muss man alle anziehen und wie viele Decken braucht man, um nicht zu frieren? Und was macht man, wenn man mal (raus) muss?
Wenn die Sonne schon um 17.30 Uhr untergeht, kann man da noch gemütlich kochen und ein Bierli trinken?
Das sind alles Einwände, die mein Mann gegen das Campieren hat. Hat er recht, oder kann ich ihn irgendwie vom Gegenteil überzeugen?
Danke für eure Hilfe, oder bringt ihr mich auf den Boden zurück bzw. in die Lodge?
Jacqueline
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33,1k Beiträge · seit 200610. Aug. 2010 · #2
Hi Jaquelina,

dazu findest Du zig Antworten über die Suche 😉

Es ist im Juli vielerorts a****kalt (im Süden gerade vorgestern lokal nachts wieder -5°C). Die Gründe Deines Mannes gegen campen sind auch meine - abgesehen davon, dass ich campen grundsätzlich nicht mag 😉

Die Sonne geht im Hochsommer auch nur etwa 1-1,5 Stunde später unter (siehe z.B.http://www.timeanddate.com/worldclock/astronomy.html?n=266), also das ist kaum ein Kriterium. Du musst Dich ansonsten warm einpacken, was Du aber auf Game Drives am frühen morgen eh machst.

Wo soll denn Eure Route genau hinführen? Wenn ihr nur den Norden Namibias einplant, dann würde ich mir das mit dem Campen überlegen, wenn auch Süden dabei ist würde ich persönlich es zwischen Juni und August lassen.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter180 Beiträge · seit 201010. Aug. 2010 · #3
Hi Christian
Unser südlichster Punkt würde Sesriem / Mariental sein. Dann vor allem Etosha. Wir campieren sehr gerne und es hat auch einen grossen finanziellen Aspekt, da wir eine Familie mit 2 Kindern sind.
Auch sonnige Schweizer Grüsse
Jacqueline
http://www.TickerFactory.com/
5'479 Beiträge · seit 200910. Aug. 2010 · #4
Das ist alles eine Frage der richtigen Ausrüstung.

Ich habe auch schon in Kanada, Alaska, Skandinavien und im deutschen Winter bei Temperaturen bis -10°C gezeltet.

Das wichtigste ist dabei natürlich der Schlafsack. Der sollte für den namibischen Winter schon einen Komfortbereich bis mindestens -5°C aufweisen. Zusätzlich für Abends empfehle ich auf jeden Fall eine Daunenjacke sowie warme Kleidungsstücke aus Vlies. Vor allem auch eine lange Hose aus Vlies. Dazu natürlich Mütze und Handschuhe.

Wenn man dann bei Sonnenuntergang ein schönes Lagerfeuer entzündet, ist es auch im Winter beim kochen und essen sehr angenehm.

Wenn man sich danach noch eine afrikanische Sitzheizung baut, indem man eine Schaufel Glut unter den Campingstuhl schüttet steht einem gemütlichen Abend unter den Sternen nichts mehr im Wege. Aber Achtung: die Sitzheizung funktioniert nur mit Stühlen aus Canvas; Plastikstühle schmelzen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2010
3'766 Beiträge · seit 200610. Aug. 2010 · #5
jacquisuiza schrieb:
und ein Bierli trinken?
Jacqueline
Das klingt nach CH, schicke ihn mal bei mir vorbei, dann werde ich ihn in bestem Swiss-Bantu davon überzeugen das dies super ist, einziges Problem, wenn ich mit ihm fertig bin will er anderntags in den Flieger 🙂

Willkommen und Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2010
235 Beiträge · seit 200910. Aug. 2010 · #6
Campieren kann im Winter, wie schon erwähnt auch mal recht ungemütlich werden, besonders wenn der Südwester auch noch am Dachzelt rüttelt. Manche sagen aber es gibt kein falsches Wetter nur falsche Kleidung.

Andererseits ist der Sternenhimmel schön wie sonst nie, das "Buschfernsehen" macht doppelt Spaß, das mit dem Bier wahrscheinlich nicht so, die Nacht ist lang, also ausgiebig Lektüre mitnehmen. Aber das allertollste ist am Morgen die Finger an der heiße Kaffeetasse wärmen und merken, dass es mit aufgehender Sonne, von Minute zu Minute wieder wärmer wird. Dieses Gefühl kann einem keine Lodge vermitteln.
Hi christina
461 Beiträge · seit 200810. Aug. 2010 · #7
Hallo Jaqueline

Schön dass campen wieder zum Thema wird. Wir waren jetzt eben im Juli im Dachzelt und mit Lodge unterwegs. Ab und zu eine Lodge ist auch was schönes - aber wir campen nicht wegen dem Geld, sondern weil es einfach manchmal besser ist.

Wir haben im Etosha nicht gefroren und waren tiefer runter als ihr gehen werdet.

Am Abend, da brauchtes so oder so eine warme Jacke / Kleidung aus der Kategorie Faserpelz oder höher.

Im Dachzelt hatten wir einen einfachen Schlafsack - der bereits zigmal gewaschen wurde. Dazu haben wir vom Vermieter noch einen Wollendecke gekriegt. Dazu ein warmer Schlafanzug und alles ist klar. Wer ein Gfrörli ist soll auch noch die Skiunterwäsche mitnehmen.

Am Abend macht man ein Feuer und das hält warm (man riecht dann halt ein bischen nach Feuer 🙂 ).

Gruss
Tom

PS: Gefroren haben wir wenn überhaupt in den Lodges - da braucht es die entsprechende Kleidung ebenfalls.
5'479 Beiträge · seit 200910. Aug. 2010 · #8
Sehr guter Einwand von Dir, denn die meisten vergessen, dass die Lodges meistens sehr offen und luftig gebaut sind und keinerlei Heizung haben.
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190 Beiträge · seit 201010. Aug. 2010 · #9
Hallo jacqueline
wir waren,heuer, im juli ,gemischt unterwegs.im hotel(uis)saukalt und camp white lady und ameib(dachzelt+federbetten)angenehm.für die gestaltung der abende sorgt die natur!!!!!!!!!!für das abendessen brauchts auch keine festbeleuchtung,schaut euch den sternenhimmel an ,am besten durch einen sundowner,es gibt nichts schöneres wenn all diese komponenten(offenes feuer,sundowner,sternenhimmel und die nachtgereusche)des nächtens zusammenkommen!
also ,federbett,warme jacke,socken und dann kann nichts(temperarturmäßig)in die hose gehen!!!!
falls dann ,deinem zähneklapperer,noch immer friert,empfehle ich einige runden ums auto oder eine wärmeflasche.
gruss vom spediteur 😛
Gast10. Aug. 2010 · #10
christina schrieb:
Campieren kann im Winter, wie schon erwähnt auch mal recht ungemütlich werden, besonders wenn der Südwester auch noch am Dachzelt rüttelt.
Du hast es natürlich anders gemeint, aber ich musste sehr schmunzeln über diesen Satz - besonders weil ich es mir bildlich vorstellte 😄 !

Ansonsten: wie schon meine Vorposter schrieben ist die Entscheidung Dachzelt oder Lodge hauptsächlich Geschmackssache und nicht von der Außentemperatur abhängig. Bei beiden sind im Juli warme Klamotten und Decken angesagt. Eine Wärmflasche ist übrigens absolut empfehlenswert - sie kann das Bett schon mal vorwärmen. Eine Tasse Hot Chocolate sorgt für die Wärme von innen, und dann fühlt man die Kälte schon nicht mehr 😉
181 Beiträge · seit 200811. Aug. 2010 · #11
Hallo Jacqueline,

ich kann den anderen nur beipflichten. Die Lodges sind nicht geheizt und du kannst nicht einfach in deinem Bungalow ein Feuer machen. Wir waren Ende September im Süden unterwegs (Fish River Canyon) und hatten ein Zimmer in einer Lodge. Wir haben unser Zimmer abends notdürftig mit unserem Fön geheizt, da wir keine warmen Sachen dabei hatten.
Also ein Feuer und die Sitzheizung (super Idee, werde ich mir merken !!!) sind dann wohl besser.
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
235 Beiträge · seit 200911. Aug. 2010 · #12
Hallo WoMa, also ich hab mit Südwester schon den Wind gemeint und nicht die Namibier, obwohl diese natürlich auch am Dachzelt rütteln könnten. Aber im Ernst, den Wind empfinde ich manchmal wirklich als das Dachzeltproblem schlechthin.Habe manchmal Sorge, dass ich gleich mit dem Zelt davonfliege.
2'349 Beiträge · seit 200911. Aug. 2010 · #13
Also, falls jemand von euch Bodenzelte oder andere Camping-Ausstattung in Windhoek mieten möchte:

http://www.natron.net/tour/adventure/

Vorteil: Man braucht mit dem Bodenzelt nicht unbedingt ein teures 4x4-Fahrzeug.

Lg, Otji!
Gast11. Aug. 2010 · #14
christina schrieb:
Aber im Ernst, den Wind empfinde ich manchmal wirklich als das Dachzeltproblem schlechthin.Habe manchmal Sorge, dass ich gleich mit dem Zelt davonfliege.
Das halte ich für einen nicht unerheblichen Gesichtspunkt. Da ich noch nie im Dachzelt geschlafen habe konnte ich diesbezüglich noch keine Erfahrungen machen.
lg
WoMa
461 Beiträge · seit 200811. Aug. 2010 · #15
Liebe Christina und WoMa

Bangemachen gilt nicht 😉 .
Es hat Wind am Boden und in 2 Meter Höhe. Auch die Angst, dass das Zelt wegfliegt ist beim Dachzelt nicht das Problem:
- zusammengeklappt donnert man mit 120 oder mehr über die Strasse, es ruttelt und schüttelt. Habe noch nie jemanden erlebt der das Zelt verloren hat.
- das Zelt ist nicht so gross und hält am Fahrzeug.
- beim Bodenzelt müssen Verankerungen gesetzt werden und der Boden ist in der Regel steinhart oder sandig - also nicht gerade optimal.

Wir haben die Gewitterstürme im letzen Juni und die teilweise starken Wind (besonders abends und morgens) in diesem Juli erlebt. Es war einfach kein Problem.

Gruss
Tom
33 Beiträge · seit 200911. Aug. 2010 · #16
Hi! Aus Zeitgründen lese ich nun nicht alle Antworten und fasse mich kurz:
Sind grad (vor 4h wieder in Whk angekommen) von einem Trip wieder gekommen, der Ende Juli begann und wie gesagt heute endete. Route war Whk-Etosha-Kunene-Kaokoveld-Damaraland-Brandberg-Swakopmund-Whk und selbst heute Nacht in Swakop war es noch vollkommen ok. Hatten alle nen Schlafsack und das reicht vollkommen. Dachzelt ist wärmer als Bodenzelt, dicker Stoff und sehr winddicht. Wenn du sicher gehen willst, dann pack dir noch ne dicke Decke ein. Warme Klamotten braucht man eh abends, also immer einpacken. Aber vom Schlafen im Dachzelt als solches brauchst du keine Angst haben, ist wirklich sehr angenehm und warm da drin, vor allem im Schlafsack und definitiv wenn du eine zusätzliche Decke hast.
Und Windprobleme im Dachzelt kann ich nicht nachvollziehen. Muss nur richtig aufgebaut werden, dann gehts. Waren damit im Kaokoveld oben auf dem höchsten Punkt der Umgebung und haben da gepennt, war wirklich sau windig, aber ok imho.

Gruß
Gast11. Aug. 2010 · #17
Hallo,

also schlafen im Dachzelt bei Sturm ist nicht, man schläft bei den Zeltwandschlagen nicht....

Da steht ein Bodenzelt wesentlich ruhiger im "Sturm"

Gruß

PS: Wegfliegen tut es natürlich nicht.....