LAlaleThemenstarter92 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #1hallo mal wieder,
ich möchte mal wegen impfungen und malariaprophylaxe nachfragen, weil ich im reise know how was von prophylaxe gelesen hatte.
wir fahren im september, da sollte man doch auf eine prophylaxe verzichten können, oder? nördlichster punkt unserer reise wird der etosha.
und sind für nam überhaupt impfungen nötig? wenn ja, welche?
... war mir bis jetzt egal, weil ich von vorangegangenen reisen eh alles an impfungen hatte, aber mein freund bräuchte da wohl das ein oder andere.
vielen dank und viele grüße
lale:)
duwisib466 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #2Hallo lale,
das Thema ist ausgiebigst behandelt worden. Gebe einfach Malaria in die Suchmaske ein und Du erhälst eine Menge Meinungen.
Am besten Ihr geht zu Eurem Tropeninstitut und laßt Euch fachkundig beraten. Hausärzte sind oft überfordert! Malaria wird nicht geimpft, es gibt verschiedene Prophylaxemedikamente und ansonsten die üblichen Impfungen Hepatitis, Dreifachimpfung (beim Hausarzt kostenlos) und Typhus. da bist Du Summasummarum bei ca. 240 Euro.
Bis denne
Jürgen
DEderfreed726 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #3Hallo lale,
wir fahren auch im September (vielleicht sieht man sich ja) und auch unser nördlichster Punkt ist Etosha.
Wir haben uns nach ausführlicher Beratung beim DED (die in Namibia auch einige Projekte haben) dafür entschieden uns eine Packung Malarone mitzunehmen. Für den südlichen Teil benötigst Du keine Prophylaxe, für Etosha je nach aktueller Lage schon. Mit Malarone kannst Du dann einen Tag vor Etosha beginnen und dann die Packung aufbrauchen. Wir sind 5 Tage dort, es hängt natürlich davon ab, wie lange Ihr dort verbleibt. Ggf. müsst Ihr auch mehrere Packungen mitnehmen (12 Tabletten pro Packung).
Sonst sind keine Impfungen vorgeschrieben. Du solltest aber schon die Standartimpfungen haben (Tetanus, Diphterie, Hephatits A+B etc.). Evtl auch Tollwut, je nach dem, ob Du viel mit Tieren in Kontakt kommst.
Gelbfieber brauchst Du bei Anreise aus Deutschland nicht.
Hoffe das hilft Dir, sonst musst Du hier mal in der Suchfunktion suchen, da gab es schon so viel.
Gruß,
Carsten
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #4Hallo !
Sprich doch mal wegen den Impfungen am besten mit deinem Hausarzt. Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber ich will mal behaupten, dass hier im Forum "nur Laien" sitzen. Ich habe nur die normalen Standard-Impfungen (Tetanus und Hepatitis) von Tollwut wurde mir abgeraten, auch wenn es manchmal empfohlen wird.
Zum Thema Malaria-Profilaxe gibt es äußerst widersprüchliche Äußerungen ! Verlass dich hier nicht auf eine nicht repräsentative Umfrage im Forum. Gib einfach mal in der Suchfunktion den Begriff Malaria ein und du wirst mehr erhalten, als dir lieb ist . . 😉 Auch hier würde ich, wenn es dich bewegt, letztendlich auf ärztlichen Rat hören.
EDIT:
oh, ich habe mir etwas Zeit mit dem Posten gegeben und schwupp wurden meine Aussagen während dessen vor mir gepostet. Das spricht für das Forum !
Und noch was : Der DED "memmt" oft ein wenig rum. Aber das muß er ja auch, weil er in der Pflicht der Verantwortung gegenüber seiner Mitarbeiter steht. Bei anderen Organisationen ist dies noch "schlimmer". So durften Autos der FAO in Lesotho bei entsprechendem Verkehr (abends) nicht an roten Ampeln halten und sich ab 18 Uhr nicht hinter einer gedachten Linie (einige Kilometer um das Zentrum herum) aufhalten - hinter der ich über einen Monat im Zuge meines Praktikums untergebracht war! Und viele andere Bekannte lebten dort auch . . . .<br><br>Post geändert von: konno, am: 13/04/2006 11:53
Axel1'130 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #5Ich habe mich hier schon divers darüber ausgelassen. Für diese Fälle empfehle ich grundsätzlich
nicht den niedergelassenen Kollegen, sondern einen Tropenmediziner. Die entsprechenden Institute haben oft auch eine tel. Hotline. Unter Malarone, Lariam usw. findet die Suchfunktion diverse Postings dazu. Grundsätzlich ist jeder selbst für die Vorsorge, egal welcher Art, verantwortlich. Wichtig ist, dass eine Vorbeugung nicht endgültig schützt, sondern die Symptome abmildert. Inkubationszeit zwischen 7-30 Tage, manchmal bis zu 6 Monaten. D.h. auch nach Rückkehr bei grippalen Erscheinungen immer auf das Risiko hinweisen und testen lassen.
Evt. hier mal mitlesen, dass nützen die meisten der internistischen Kollegen
http://www.bueger.de/text1/Namibia.htm<br><br>Post geändert von: Axel, am: 13/04/2006 11:20
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
TOTomson18 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #6Für September/Oktober besteht in der Etosha noch keine akute Malariagefahr. Am besten beraten bist du Namiba direkt (Apotheken in WH oder Swakop informieren gerne)!
Ela675357 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #7Hm - also mein Hausarzt hatte leider nicht viel Ahnung. Er hat mir Riamet aufgeschrieben.
Dann hab ich das Tropeninstitut in Tübingen angeschrieben. Laut denen soll ich generell Prophylaxe machen, also von Anfang an.
Ja, es hat geregnet. Wir fliegen am 20.05. Ich habe jetzt für mich entschieden, dass ich nichts nehme. Wir sind nur 2 Tage im Etosha, sagen wir mal 3 Tage im Gebiet. Deshalb möchte ich nicht den ganzen Urlaub Medis schlucken. 5 Tage nach dem Etosha sind wir wieder in D - also noch innerhalb der Inkubationszeit.
Von daher mach ich mich nicht verrückt, werd ich schön mit Repellent einnebeln und hoffen, daß ich nicht gepiekst werde...
DEderfreed726 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #8Wollte das nur noch mal etwas deutlich machen...
ich möchte hier keine Beratung geben, werde mich hüten. Verstehe davon überhaupt nichts.
Ich habe nur das wiedergegeben was mir der DED gesagt hat und woran ich mich einfach halten werde.
Im Endeffekt muss es natürlich jeder für sich entscheiden!
So, fahre jetzt in den Osterurlaub, nicht nach Namibia (leider), sondern nach Berlin, ..aber da soll es ja ganz schön sein. Und ganz ohne Malaria!
Carsten
WWwww.dt800.de221 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #9Hallo,
zuerst, impfen kann man meines Wissens bisher noch nicht, es bleibt nur Vorbeugung per Tablette.
Wer nicht soviel Geld ausgeben will, der kann auch Malarone als das Mittel danach mitnehmen und bei Grippeanzeichen einsetzen. Wir haben im Laufe vieler Jahre praktisch alles ausprobiert. Aus meiner Erfahrung heraus gibt es keine Alternative zu Malarone in Europa. Nur sollte man die Sache ernst nehmen, zuviele Leute haben wir schon kennengelernt, die mit Malaria infiziert waren. Manchmal nur nach einem kurzen Aufenthalt in Afrika. Repellent ist so eine Sache, man wendet es meist erst zu spät an. Wir machen das zwischenzeitlich so:
1. Repellent
2. in einem Feuchtgebiert durchgehende Vorbeugung mit Malarone + 2-4 Tg anschliessend nichts mehr.
3. Immer genügend Malarone dabei zur Behandlung.
(alle Angaben rein persönliche Erfahrungen und Vorstellungen)
Auf meiner Seite findet sich noch:
Vorbeugung ist unverzichtbar. Aus eigener Erfahrung wird "Malarone" empfohlen. Fragen Sie Ihren Arzt und begnügen Sie sich keinesfalls mit Mitteln wie Resochin oder Paludrine. Die Wirksamkeit dieser Medikamente soll unter 40 % liegen. Auch bei Lariam oder Halfan sträuben sich mir die Haare. Übrigens Malarone sind in manchen Nachbarländern (F/NL) 30 % billiger.
Doch kaufen Sie nicht in Afrika weil:
Afrika 2003: Eine aktuelle Studie der WHO in sieben afrikanischen Ländern (Gabun, Ghana, Kenya, Mali, Mozambique, Sudan, und Zimbabwe) hat ergeben, dass dort viele gefälschte und verfälschte Malariamittel gehandelt werden. Bei den eher billigen Chloroquinpräparaten wurden bis zu 23% Fälschungen gefunden, bei den teureren Malariamitteln betrug die Fälschungsrate sogar bis zu 90 %.
Gruss
www.dt800.de
LAlaleThemenstarter92 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #10hallo nochmal und danke für die antworten!
..also dass man malaria nicht impft, weiß ich dann doch 😉 ...
mir ging es jetzt mehr um hepatitis und co bzgl. der impfungen.
bzgl. tropenmediziner hatte ich halt (aufgrund persönlicher erfahrung) die bedenken, dass ich da eher "zugeinft" werde, sprich: überschüttet.
ach ja: und nächstes mal: erst mal suchfunktion *andiestirnpatsch* 😊
vielen dank auf jeden fall,
lale
Bazi2'721 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #11Jetzt hab ich auch noch eine Frage:
also die gängigen Impfungen finde ich ja auch hier wichtig.
Aber Malerone zur Behandlung ist mir neu. Da möchte ich mal nachfragen.
Auf Anraten meines Arztes habe ich Malerone 3 Tage bevor ich in das Malariagebiet gefahren bin und 7 Tage danach noch genommen. Ist das jetzt richtig oder überflüssig? Malerone SOLL auch das verträglichste der Malariamittel sein.
Gisela
Cheetah120 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #12@bazi
Unser Tropenarzt hat mir die gleiche Dosierung wie dir zur Prophylaxe mit Malarone empfohlen. Zur allfälligen Behandlung (wenn nicht bereits als Prophylaxe eingenommen) ebenfalls Malarone, jedoch in einer ganz anderen, höheren Dosierung. Diese hab ich jetzt aber nicht mehr zur Hand.
Grüessli Madeleine
Bazi2'721 Beiträge · seit 200613. Apr. 2006 · #13Danke
Gisela