Hallo Marina,
es ist sicherlich sehr menschlich, wenn man gerne das tut, was andere um einen herum auch tun.
Aber an dieser Stelle musst Du Deine Entscheidung selbst treffen. Denn Du musst es selbst verantworten.
Informiere Dich, am besten bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, die den ganzen Tag nichts anderes tut, als sich mit solchen Krankheiten und seiner Prophylaxe zu beschäftigen.
http://www.dtg.org/Sicherlich gibt es Hinweise, dass die Reifung der Plasmodien in der Anopheles-Mücke eine gewisse Mindesttemperatur benötigen und daher der Winter im Capirivi einen gewissen Schutz bietet. Aber wer hat solche Daten festgelegt?
Dazu gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die belegen, dass z.B. im akfrikanischen Winter Anopheles nicht aktiv ist.
Dagegen sagt die DTG und ihre afrikanischen Schwestern, dass im Capivi ganzjährig high-risk Gebiet ist.
Sicherlich gibt es Reisende, die ohne Prophylaxe gesund geblieben sind.
Das Problem ist, dass in Namibia und Botswana zu 90 % der gefährlichste Erreger übertragen wird, der die Malaria tropica auslöst. Diese hat nicht nur sehr unangenehme Begleiterscheinungen (Nierenversagen, Hirnschäden etc.) sondern kann auch im Rahmen von Gedächtniszellen ein Leben lang bei Dir bleiben. Mit Fieberschüben, die so heftig sind, dass moderne Medizin gefordert ist, ist das keine Krankheit, die man gerne hätte. So etwas möchtest Du doch nicht dem Zufall überlassen, ob Du so etwas bekommst oder nicht.
Wenn ja, ok.
Ist wie Geldanlegen bei einem Fond. Man kann viel gewinnen aber auch alles verlieren!
Viele Grüße
Cora