Reiseplanung Nordtansania Dezember 2010

13 Antworten · 6'120 Aufrufe · gestartet 15. Juni 2010 von Traumreisende
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Themenstarter35 Beiträge · seit 200915. Juni 2010 · #1
Hallo liebe Fomis!
Wir besuchen heuer im Dezember das erste Mal Tansania 😛 . Wir werden im 4x4 Mietwagen unterwegs sein und in erster Linie Campsites anfahren. Für unsere Reise haben wir 3 Schwerpunkte: Safari, Wandern in den Usambara-Bergen und Baden auf Sansibar.

Folgende Termine sind fixiert:
- Ankunft in Kilimanjaro Aiport: 3.12.2010 spät abends
- Autoübernahme in Arusha: 4.12.2010 morgens (im Anschluss Lebensmitteleinkauf in Arusha)

Dann solls gleich weitergehen in die NPs (Serengeti, Ngorongoro, Tarangire, Lake Manyara ...).

- 17.12.2010 Ankunft in den Usambara Bergen (Nähe Lushoto)
- 21.12.2010 Autorückgabe in Arusha
- 22.12.2010 Flug nach Zanzibar (morgens, Unterkunft Zanzibar bereits gebucht)
- 27.12.2010 Rückflug von Zanzibar nach Amsterdem via Nairobi (abends)

So jetzt zu meinen Fragen:
Wie kann ich den Safari-Teil der Reise am besten gestalten? Da wir mit einem Bodenzelt unterwegs sind, wären zentral gelegene Campsites, von denen man verschiedene NPs besuchen kann, sehr von Vorteil (längerer Aufenthalt auf einem Platz, kein tägliches Auf- und Abbauen).
In welcher Reihenfolge sollen wir die NPs besuchen bzw. wie lange in welchem Park bleiben?
Wenn wir am 04.12. (Tag der Autoübernahme und Lebensmitteleinkauf) gegen Mittag von Arusha wegfahren, wie weit schaffen wir es dann noch? Hab mir gedacht, dass wir mit Tarangire NP anfangen, würde aber gerne noch andere Ideen hören. Kann man an einem Tag zB von Lake Manyara bis nach Lushoto fahren, oder ist ein Zwischenstopp in bzw. um Arusha notwendig? Was spricht für den Arusha NP/Sollen wir ihn miteinplanen?

Zusammengefasst: Wir haben 13,5 Tage für Safari bzw. NPs zur Verfügung und ich würde mich sehr über Tipps und Meinungen von euch freuen.

Ich hoffe auf zahlreiche Antworten!

Liebe Grüße, Barbara
5'479 Beiträge · seit 200916. Juni 2010 · #2
Einen zentralen Zeltplatz von dem aus Ihr mehrere Nationalparks besuchen könnt gibt es nicht. Dafür sind die Nationalparks viel zu groß.

Ich mache mal einen Vorschlag, wie ich die Tage verbringen würde:

1.-3.Tag:
Auch wenn Ihr erst Mittags aus Arusha wegkommt, reicht es noch bis zu Tarangire. Dort soll es jetzt auch einfache Campingmöglichkeiten außerhalb des NP in der Nähe des Gates geben. Die würde ich für die erste Nacht nutzen, um die teuren Gebühren für Camping im NP zu sparen. Dann am nächsten Morgen in den NP und am besten zwei Nächte dort bleiben. So habt Ihr volle zwei Tage für Gamedrives in Tarangire.

4.Tag:
Fahrt zum Ngorongoro Crater. Übernachtung auf der Simba Campsite.

5.Tag:
Gamedrive im Krater. Übernachtung wieer auf der Simba Campsite.

6.Tag:
Fahrt in die Serengeti. Ich würde eine Campsite in der Serondela Area nehmen. Dieses Gebiet liegt sehr zentral ist ist zu jeder Jahreszeit sehr wildreich. Von dort könnt Ihr viele interessante Gebiete der Serengeti besuchen.

7.-9.Tag:
Gamedrives in der Serengeti.

10.Tag:
Fahrt nach Mto wa Mbou. Dieser Ort liegt direkt am Eingang zum Lake Manyara NP. Dort könnt Ihr deutlich billiger Campen als im Nationalpark selbst.

11.Tag:
Gamedrive im Lake Manyara NP.

12.Tag:
Fahrt zum Arusha NP. Ja ich empfehle Euch diesen NP ausdrücklich. Er unterscheidet sich deutlich von den vorherigen Nationalparks.

13.Tag:
Game- und Naturdrive im Arusha NP.

14.Tag:
Fahrt in die Usambara Mountains.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
852 Beiträge · seit 200617. Juni 2010 · #3
Hallo!

Die Tour die mein Vorredner beschrieben hat ist so machbar und entspricht den von Reiserveranstaltern angebotenen Standardtouren. Da Ihr ja ein eigenes Fahrzeug habt, würde ich das Ganze ein bisschen spannender vorschlagen. Bei Mto wa Mbou zweigt eine Piste zum Lake Natron ab. Fahrzeit ab Mto wa Mbou zirka 4-5 Stunden.
Übernachtet auf dem ersten Campingplatz, er ist derzeit unter holländischer Leitung. Von dort könnt Ihr verschiedene Ausflüge machen.
Danach weiterfahrt zum Kleins Gate. Eine tolle Fahrt,landschaftlich sehr reizvoll. Am Gate könnt Ihr alle Formalitäten für die Serengeti erledigen. Das wichtigste aber ist, das die Migration um diese Zeit die Nordserengeti erreicht hat! Wenn Ihr Glück habt, erlebt Ihr was ganz besonderes. Die Fahrt vom Lake Natron bis Serondela ist an einem Tag machbar, wenn Ihr früh losfahrt.
Durch dieses Gebiet wird 2012 der Serengeti-Highway führen. Lange kann man das also nicht mehr machen.
Dazu lege ich diesen Link der ZGF vom 15.06. bei:
http://www.zgf.de/?id=72&reportId=85&language=en
Wenn Ihr in der Serengeti seid, bucht die Private Campsites und Ihr werdet diese Reise niemals vergessen!
Auf dem Weg zum Lake Natron:



Christian
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zuletzt bearbeitet 17. Juni 2010
Themenstarter35 Beiträge · seit 200917. Juni 2010 · #4
Hallo Christian, hallo Topobär!

Danke schon mal für eure Antworten! Ich werde mir die Vorschläge heute abend gleich mal im Detail mit Hilfe der Tansania- und Serengeti-Landkarte anschauen.

@ Christian: Ich dachte private campsites wären Tour Operatoren vorbehalten... Wie bzw. wo kann ich denn eine private campsite buchen? Welche private campsite meinst du (hast du GPS-Daten)? Bei Serondela? Muss mal auf der Karte schauen, ob private campsites eingezeichnet sind.

Liebe Grüße, Barbara
5'479 Beiträge · seit 200917. Juni 2010 · #6
Special Campsites liegen an besonders schönen Plätzen. Auch hat man eine special campsite für sich allein, während auf einer public campsite mehrere Parteien stehen können. Dafür kostet eine public campsite auch nur 20US$ pro Person und Nacht, während eine special campsite mit 50US$ pro Person und Nacht zu Buche schlägt. Auf einer special Campsite ist grundsätzlich keinerlei Infrastruktur vorhanden.
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zuletzt bearbeitet 17. Juni 2010
852 Beiträge · seit 200617. Juni 2010 · #7
Leider kosten die public campsites 30$.
Wasser und Toiletten sind zumindest theoretisch auf beiden Plätzen vorhanden.
Ich habe auch schon eine Public gehabt, die war übervoll und die Toiletten gingen nicht 😵
Wasser gab es aus dem Tank. Die Touroperator haben Ihre eigenen Duschen und Toiletten mitgebracht...hatte ich nicht!

Christian
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Themenstarter35 Beiträge · seit 200918. Juni 2010 · #8
Guten Morgen!

Und meinen Wunsch bzw. meine Absicht an einer Special Campsite zu campen gebe ich einfach am Parkgate bekannt oder wie?

Wenn ihr in Tansanias NPs campt, wann fährt ihr morgens los bzw. kommt ihr abends zurück? Vom südlichen Afrika sind wir die Fahrzeiten von 06:00 bis 18:00 gewohnt, drum machten wir es in der Masai Mara auch so, aber kontrolliert hat uns nie jemand... Abends möchte ich sowieso vor Einbruch der Dunkelheit am Camp sein, aber morgens ließe sich schon noch ein Stündchen rausschlagen.... möchte auch so gerne mal eine Löwenjagd erleben, bei meinen bisherigen Erlebnissen waren sie immer schon am Verspeisen ihrer Beute.

Liebe Grüße, Barbara
852 Beiträge · seit 200618. Juni 2010 · #9
Hallo!

Special campsites werden üblicherweise in advance gebucht, da kann man offiziell nicht ohne Voranmeldung hin. Bei den public campsites kann man auch ohne Voranmeldung hin. So die Theorie. Als wir jetzt im Katavi waren, wurden wir gefragt ob wir lieber special campen möchten. Das hätte bedeutet sich irgendwo hinzustellen. Damit ist auch schon Deine nächste Frage beantwortet, im Prinzip kontrolliert keiner was Du machst. Auch ein nächtlicher Bushwalk ist möglich. Das Risiko liegt bei Dir. In den Parks haben wir uns immer frei bewegt, auch Picnic gemacht. Das ist anders, als in eingezäunten Parks, wie zum Beispiel Etosha. Wegen den vielen Touristen sieht das in der Serengeti etwas anders aus. Ob dort freie Special-campsites am Eingang vergeben werden, weiß ich nicht.
Am sichersten wäre also eine Voranfrage, oder Ihr geht dann eben auf eine Public, wenn Sie Euch keine Special geben. Es gibt auch Parks, da sind die Publics-Campsites gut, zum Beispiel Ruaha, Arusha und Ngorongoro. Nur bei Seronera würden wir nie wieder public campen. Vielleicht haben Sie dort die zerstörten Wasserleitungen aber wieder hergestellt und es ist gar nicht so schlecht. Als wir da waren, waren viele Plätze geschlossen und alles drängte sich auf einen Campsite. Unerträglich.

Zur Löwenjagd. Dafür ist es am besten wenn Ihr auf einer Special Campsite in der Nähe der Migration für mindestens 2 besser 3 Tage campiert. Die Rudel sind verhältnismäßig ortstreu, so lernt Ihr Sie kennen und mit Glück erlebt Ihr eine Jagd.
So war es bei uns zuletzt im Katavi. Es ist schön und erschreckend zugleich soetwas zu erleben. In Tansania ist das noch möglich, ohne das andere Besucher um einen herum sind mit klickenden und blitzenden Fotoapperaten, laufenden Motoren usw...


Christian
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zuletzt bearbeitet 18. Juni 2010
167 Beiträge · seit 200929. Juni 2010 · #10
Hallo,

die Basis-Route von Topobär mit der Ol Donyo Lengai/ Lake Natron Abweichung von Christian kann ich ebenfalls empfehlen. UND den Hinweis von Christian, den Arush NP einzubauen (einmalige Urlwald-, Berg- und Seenlandschaft - ganz anders als die Steppen/ Flusslandschaft der übrigen Parks die Ihr Euch ansehen wollt). Der Mt. Meru sowie die Fahrt zum Ngurdoto Crater im Arusha NP sind traumhaft schön. Hier kann man auch gut einen Guide mieten und Tagestouren erlaufen!
Sehr zu empfehlen ist es, statt für den Besuch des Lake Manyara NP in Mto wa Mbu zu campen, auf der Grabenbruckkante zu zelten (kurz bevor Ihr die Grabenbruchkante von Ngorogoro her kommend nach Mto wa Mbu hinabfahrt auf der linken Seite). Einmaliger Blick über den Lake Manyara Park. Leider erinnere ich mich nicht mehr an den Namen des Zeltplatzes aber es gibt dort nur einen!

Noch eine Abweichung zu meinen Vorrednern: ich würde den lake Manyara für den Arusha NP opfern. Klar, Lake Manyara ist anders als Tarangire, Ngorogoro oder die Serengeti ... aber nach diesen Highlights m.E. nicht unbedingt Pflichtprogramm. Er war mal mein Lieblingspark - dann wurde er vom Tarangire abgelöst und mittlerweile schwärme ich für den Selous und Ruaha....

Viele Grüße!
167 Beiträge · seit 200929. Juni 2010 · #11
Noch eine Ergänzung: der Campsite direkt vor dem Gate zum Tarangire (zwischen Kwakuchina und dem Gate) ist grauenhaft. Kein Schatten, staubig und lästige Angestellte. Wir haben die 30$ geschluckt und doch lieber einsam und allein im Park gezeltet. Früher war der Zeltplatz oberhalb des Flusses, wo jetzt der Picnic-Platz ist ... leider ist man low-budgetTouris nicht mehr so wohl gesonnen und hat den Zeltplatz in den Busch verlegt. Schade! Trotzdem hatten wir hier mehrmals Besuch von Elefanten & Hyänen in der Dämmerung.
Themenstarter35 Beiträge · seit 200929. Juni 2010 · #12
Hallo Ruaha!

Danke für deine Antwort!
Warum ich sehr gerne in den Manyara NP möchte, ist meine Hoffnung Baumlöwen zu sehen. Wie groß sind meine Chancen, wenn wir uns vorab erkundigen, welche Bäume die Löwen bevorzugen (wie ich gelesen habe, soll es nur einige wenige Bäume geben, auf denen sich die Löwen gerne aufhalten). Wir haben auch GPS, vielleicht hat jemand Koordinaten der "Löwenbäume" 🤪

In den Selous und Ruaha möchte ich auch mal gerne...

Liebe Grüße, Barbara
130 Beiträge · seit 200701. Sept. 2010 · #13
Also die "Baumlöwen" kannst du auch in der Serengeti antreffen, hier ein Bild aus der Seronera Serengeti Gegend von unserer Tanzaniareise im Dezember2009/Januar2010:



Viel Spass noch weiterhin bei der Planung!
Gruss, Annika&Peter
Bisher 4x Kenya, 1x Tanzania, 1x Namibia, 1x Südafrika
167 Beiträge · seit 200901. Sept. 2010 · #14
Hmm, wie auf dem Bild ersichtlich, sind die "Baumlöwen" in der Serengeti nicht so wirklich kletterbegabt. Ich habe in der Serengeti selten Löwen gesehen, die über die ersten Äste hinaus geklettert sind - meist bleiben sie, wie im Bild, faul an der Stelle sitzen wo der Baum sich erstmalig verzweigt. Das sieht im Manyara schon etwas eleganter aus ... und beeindruckender! Vorallem wenn der ganze Baum vollhängt! 🤪