Welches Nikkor Tele?

24 Antworten · 9'625 Aufrufe · gestartet 14. Juni 2010 von moonwalker80
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Themenstarter40 Beiträge · seit 201014. Juni 2010 · #1
hallo zusammen

ich wende mich an die fotografen hier im forum und hoffe, dass ihr mir bei einem entscheid weiterhelfen könnt, mit dem ich mich schon länger rumschlage bzw. schwertue. wie der titel schon sagt, bin ich mir nicht schlüssig, welches tele ich mir noch für unsere reise zulegen soll. im moment schwanke ich noch zwischen folgenden objektiven:

- NIKON AF-S VR 200-400mm F/4.0G IF-ED
- NIKON AF-S 300mm F/2.8G ED VR II

was meint ihr, mit welchem werde ich auf unserer tour glücklicher? folgende überlegungen habe ich mir dazu gemacht. da in den nationalparks aus dem auto heraus fotografiert werden muss/darf, könnte das zoom praktischer und flexibler sein! jedoch grösser, schwerer und speriger. das 300mm könnte man noch mit einem 1.7x Konverter kombinieren und käme dann auf 510mm. aber eben festbrennweite! dafür etwas kleiner und auch leichter. beide würden an eine d300s kommen.

vielleicht relevant: ein 70-200mm 2.8 VR II habe ich schon.

gewünschte/erträumte fotomotive sind: natürlich die grossen säuger, sollte ja kein problem sein. die raubkatzen, insbesondere leopard, falls uns mal einer über den weg läuft. 😎 dann aber auch diverses aus der vogelwelt. z.b. adler und falken finde ich cool. sehr freuen würde ich mich auch über aufnahmen von "eisvögel" bzw. den verschiedenen vorkommenden unterarten.

wer kann mir bei der entscheidung helfen?

vielen dank

grüsse, sven
705 Beiträge · seit 201014. Juni 2010 · #2
Hallo moonwalker80,
meine Erfahrungen als "Hobbyfotograf" 😉
Canon EOS D20 mit Tamron 18-200, Nikon Coolpics S600
In Namibia wirst Du nicht nur Tiere fotographieren wollen auch Landschaften, Bauwerke und Menschen und wie Du schon vermutest, werden die meisten Fotos aus dem Auto heraus gemacht. Also beim Gamedrive in den Parks, wo Tiere sind anhalten, Scheiben runter und warten. Da kommt dann die Spiegelreflex mit dem Zoom oder Tele zum Einsatz. Mit deinem 70-200 wirst Du hier gute Aufnahmen von den "grossen" Tieren bekommen, die kommen bis auf wenige Meter heran. Für Vogelaufnahmen sind 200 aber sehr wenig, da währen dann 400/500 besser, bedenke aber das Du ab 200mm besser ein Stativ benutzt, z.B. mit einer Autohalterung. Wenn Du den Verlust der Lichtstärke in Kauf nehmen willst, kannst Du mit dem Konverter arbeiten, ich würde dann aber lieber ein grosses 500er Tele aufbauen. Die kleine Nikon ist unbedingt erforderlich für Schnappschüsse während der Fahrt und in den Städten.
Hier eine kleine Auswahl der Fotos, die wir mit der Canon, 18-200mm und der Coolpix gemacht haben www.kleinwort.de/Namibia/Namibia/index.html
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
655 Beiträge · seit 200614. Juni 2010 · #3
Hallo Sven,
zu Objektiven kann ich Dir nix sagen. Aber für mich hat sich bestens das "Bohnensäckchen", ein Tipp aus dem Forum, bewährt: von zu Hause Stoffsäckchen mitnehmen, vor Ort 1kg Bruchmais, Reis, Linsen oder sowas kaufen, einfüllen, zumachen, fertig ist die perfekte Auflage für den Fotoapparat in jeder Lebenslage, weil sie sich perfekt an den jeweiligen Untergrund anpasst und das Verwackeln gut verhindert, z.B. auf den Rahmen des offenen Autofensters gelegt. Aufwand gering, Effekt sehr gut. Ich würde kein Stativ mitschleppen, aber ich bin auch nicht son Profi 🤩 😛 .
Lb Gruss und gute Fahrt (noch 12 Tage!) von Helga
0
59 Beiträge · seit 200814. Juni 2010 · #4
Hallo Sven,
ich war mit folgenden Objektiven unterwegs und war mit dieser Kombination sehr zufrieden. Keines der genannten Objektive hätte ich nachträglich missen wollen.
12 - 24
24 - 70
70- 300
200 - 400
Konverter 1,4 + 1,7
D3 + D300
Bohnensack
Eagle (ECKLA) Fensterstativ
Blitz nicht vergessen!!!

Wenn es um die Entscheidung zwischen 200 - 400 + 300er geht, würde ich das Zoom bevorzugen.

Für die Vogelfotografie kann aber auch das 200-400 mit Konverter noch zu kurz sein. Bei mir gab es Situationen wo mehr Brennweite noch wünschenswerter gewesen wäre.

Gruß

Dieter
.... ich bin dann mal weg!
982 Beiträge · seit 200614. Juni 2010 · #5
Wie du schon geschrieben hast: du musst aus dem Auto heraus knipsen. Deshalb ist an dieser Stelle das 200-400 die bessere Wahl, da du dir oftmals die genaue Position des Autos nicht den Bedürfnissen der Festbrennweite anpassen kannst. Will sagen: du kannst das Auto nicht 10x versetzen, bis du den richtigen Abstand für ein tolles Festbrennweitenbild bekommst.

Zur Bildqualität: in einem Test habe ich gesehen, dass das 200-400 von der Abbildungsqualität ebenso gut ist wie das 300 2.8. Das macht deine Entscheidung nicht einfacher, aber es sollte nicht unerwähnt bleiben.

Sicherlich spricht bei dem 300er 2.8 die Lichtstärke für das Objektiv. Ich denke aber, dass das bei der Entfernung zum Objekt und den allgemeinen Lichtverhältnissen eher zu vernachlässigen ist.

BTW: Um die Mitnahme eines Stativs kommst du eh nicht herum.

Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass das 200-400 schwer und sperrig ist. Bedenke, dass du das Objektiv nicht selber durch den Busch tragen musst, sondern dein Auto. Neben dem hier bereits erwähnten Bohnensack kannst du alternativ ein Stückchen Schaumstoffrolle für die Isolierung von Heizungsrohren an die Scheibe klemmen. Das funktioniert genausogut und durch die kleinere Aufagefläche des Objektivs wird das Ausrichten auf das Objektiv einfacher und schneller.

Grüße,

Holger
Follow me on Twitter. Kontaktiere mich per Facebook Reiseberichte, Bilder und Panoramen aus Afrika: http://travel-pictures.net
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2010
649 Beiträge · seit 200714. Juni 2010 · #6
Hallo,

meiner Erfahrung nach, bekommt man am frühen Morgen oder kurz vor Gate-Schluss die besten Szenen vor die Linse - also genau dann, wenn das Licht bereits verscwindet oder noch nicht wirklich da ist. Zwar kommt man auch nie nah genug an die Tiere ran... aber ich würde die Lichtempfindlichkeit immer einer höheren Brennweite vorziehen.
Freistellen des Motivs durch einen unscharfen Hintergrund kannst Du immer erreichen, indem Du die Blende mehr aufmachst.

Und mal ganz ehrlich: Zwischen 300mm und 400mm ist der Unterschied nicht mehr so groß und ist in der Regel teuer erkauft. Ich bin mittlerweile den Weg gegangen, daß ich auf den Kauf eines Objektivs mit noch mehr Brennweite verzichtet habe und eine Kamera mit Vollsensor gekauft habe. damit verabschiede ich mich von dem Ziel, ein druckfertiges Bild bereits aus der Kamera zu bekommen - habe aber immer genügend Pixel übrig, um in dem Beschnitt die mir fehlende Brennweite auszugleichen.

Das ist für mich eine alternative zum Tausch Bildqaulität gegen Konverter, weil dies bei der Nachbearbeitung deutlich aufwendiger und oft nicht zu korrigieren ist.

Da ich Canonier bin kenn ich die technischen Daten der von dir genannten Nikon nicht.... Aber vielleicht wäre das für Dich ja auch eine Alternative.

LG elli [fc-user:630931]
33 Beiträge · seit 200914. Juni 2010 · #7
Hallo Sven,

gerade eben habe ich schon zu deinem anderen Beitrag zum Thema Aufbewahrung/Transport der Fotoausrüstung geschrieben.
Welches Objektiv? Echt gute Frage, ich hatte fast dieselbe Ausrüstung wie Dieter dabei, allerdings nicht das 200-400, dafür das 70-200, das du ja auch schon hast. Allerdings hatte ich auch noch ein Stativ dabei, zum Fotografieren am
Wasserloch, oder nachts für den Sternenhimmel (gigantisch!!).
So kam ich mit der DX Kamera bis 510 mm und bei Vollformat bis 340 mm mit Konverter. Das 70-300 geht gar nicht mir Konverter. Für mich kam das 200-400 nicht in Frage, weil es mir einfach zu unhandlich und schwer ist, das hätte mich zu sehr eingeschränkt. Wenn man es bedienen kann ist es toll, da musst du vorher viel üben. Wenn man im Etosha Park unterwegs ist, hat man Zeit, dort kann man es bestimmt gut gebrauchen, ist man aber mit einem Auto mit Fahrer und womöglich anderen Teilnehmern unterwegs, dann stelle ich es mir sehr unpraktisch vor.
Mein Ziel war dann auch, mangels Brennweite, die Tiere in ihrer heimatlichen afrikanischen Umgebung abzulichten und es war einfach superschön was es da zu sehen gab.
Gut, manchmal hätte ich gerne mehr Brennweite gehabt, aber für mich war der Kompromiss ok.

Ein zweites Gehäuse ist eine gute Idee, weil man dann immer Weitwinkel und Tele bereit halten kann. Und für den Notfall noch eine Reservekamera hat!

Gruss Fritz
461 Beiträge · seit 200814. Juni 2010 · #8
Hallo Moonwalker

Wie du sicher schon bemerkt hast wird erstmals in Canonier und Nikkonier unterschieden. Kenne beides ist beides toll.
Bist du aber mal auf einer Schiene dann ist es die Objektivgeschichte wie du eben ansprichst.
Lichtempfindlichkeit zu den Randzeiten wichtig ? Stimmt schon, dass man dann viele Raubkatzen sieht - aber für das Foto war bei mir in der Praxis noch nie Lichtempfindlichkeit des Objektivs entscheidend - es hätte immer gereicht oder eben nicht.
Du hast bereits ein 70-200 VRII, damit bist du auf alle Fälle schon top gerüstet. Ich nehme an, dass du auch etwas unter 70 hast, sonst würde ich mir das als erstes kaufen - insbesondere wenn du Menschen, in der Lodge etc ...
Also eines ist klar ich würde auf jeden Fall das 200 -400 nehmen, wenn schon zusätzliche 3kg (ist so ein geiles Ding), dann aber volles Zoom und Flexibilität.

Ergo wenn Du super fotografieren willst: Volle Ausrüstung (das verückteste war bis jetzt eine Familie in Maun mit 4 Personen mit 3 Reisetaschen und 8 Fotokoffern. 🤩 .).

Für auch gute Fotos und vielleicht den einen Leoparden doch nicht ganz so gross im Sucher und einfachere Handhabung, dann bist mit dem was Du hast super bedient (ich nimm nicht mehr mit, eher noch zusätzlich ein kleine für Schnappschüsse im Menschengewimmel und noch eine Filmkamera.

Hoffe das hilft dir weiter.

Gruss
Tom
1'250 Beiträge · seit 200914. Juni 2010 · #9
Hallo Sven,

es ist eine schwierige Entscheidung.
Beide Objektive haben Ihre Vorzüge.
Ich bin gerade aus Malawi zurück.
Wir waren zu dritt. Zwei Leute mit
Gorillahantel (200-400/4.0) und einer
mit (Canon) 300/2.8.
Wir haben beide viele schöne Aufnahmen
einfangen können.
Ich gehe davon aus, dass wird auch Dir
gelingen und zwar unabhängig davon, für welches
Objektiv Du Dich entscheiden wirst.

Mein Setup:
D700 mit 24-70
D200 mit 70-200
D300 mit 200-400 (fast immer mit 1,4 bzw 1,7 TC)

Das 300/2.8 habe ich selber nicht.
Ich habe aber damit schonmal ein paar
Testfotos gemacht.

Vorteile 200-400
Zoom. Diesen Vorteil sollte man aber auch
nicht überbewerten. Es ist nur ein 2x Zoom.
Der Zoomring ist sehr weit hinten, so dass
man ihn bei der Freihandfotografie nur
schwer erreichen kann.

Es ist "rattenscharf" bei kurzen und
mittleren Distanzen. Auch mit TC!

Nachteile:
Etwas weich bei 400mm und grossen Entfernungen.
Etwas kurz für Vögel und Kleingetier. Daher
betreibe ich die Gorillahantel fast ausschliesslich
mit Teleconverter.
Deshalb habe ich mir jetzt als Ergänzung
das 500/4.0 bestellt. Die nächste Afrikareise
wird mit zwei grossen Tüten angetreten.
Der AF wird mit TC langsamer.
Vögel im Flug sind da eine Herausforderung.
Wenn man erst einmal einen Vogel im Visier
hat, dann kann der AF schon folgen.
Aber wenn der AF endlich den Vogel gefunden
und scharf hat, dann bekommt man bestenfalls
noch ein Arschfoto zustande.
Auch ist der AF mit den TC nicht mehr so
zielgenau. Wenn der AF nicht trifft, fährt
er einmal vor und zurück. Das dauert gefühlt
eine kleine Ewigkeit. Man kann den
AF-Bereich einschrängen (6m-unendlich) dass
verkürtzt die Zeit aber auch nur bedingt.
Auch der 2.0 TC geht noch, ist aber von
der AF-Geschwindigkeit her nicht zu empfehlen.

Vorteile 300/2.8
Lichtstark bei Dämmerung oder Nachtsafaris,
sowie im Wald (Schimpansen, Lemuren).
Mit 2.0 TC auch genügend Reichweite für
Vögel und Kleingetier.
Etwas (nicht viel) kleiner, leichter
und preiswerter als die Gorillahantel.
Schneller AF
Festbrennweite, dadurch werden weniger
Linsen bewegt, und weniger Luft dazwischen
bewegt (Staub ein- und ausgesaugt)

Nachteil: Einschrauben von TC kostet
viel Zeit und es besteht das Risiko,
dass man hierbei Staubpartikel einfängt.

Fazit: Ich bin mit meiner Gorillahantel
zufrieden. Aber sie ist lange nicht perfekt.

Gibt es für die Objektive auch andere
Einsatzmöglichkeiten (z.B. Sport), wenn
Du gerade mal nicht in Afrika bist?

Stativ:
Ich habe nur ein Einbein mitgehabt, aber nicht verwendet. Die anderen beiden hatten
ein Dreibein dabei, aber wir haben es nur
für Langzeitaufnahmen am Strand bzw. Wasserfall
eingesetzt. Nicht für Tiere.

Wenn Du aber ein Stativ einsetzen möchtest,
dann sollte es schon hinreichend stabil sein.
Ich kann Dir die Kombination Gitzo 3540
+ Markins M20 + Wimberly Sidekick empfehlen.
Den Sidekick hatte ein Kumpel mit dabei
und das Teil hat mich so überzeugt, dass ich
ihn mir sofort bestellt habe.

Der Stativfuss vom 200-400 taugt nicht viel.
Ich habe ihn gegen einen von Kirk ersetzt,
da der deutlich stabiler ist.

Noch ein Anmerkung.
Man kann auch schnell zu viel Brennweite haben.
Luftturbulenzen, Staubpartikel oder Luftfeuchtigkeit
verderben einen die Bilder.
Sie erscheinen dann völlig weich und haben eine
impressionistische Wirkung.
Da erhält man manchmal mit 200 mm ein
schöneres Bild, als mit 680 mm.
Ausserdem kommen manchmal die Tiere auch
sehr dicht ran. Bei Löwen können
16mm durchaus zu lang sein!
Also, Fisheye nicht vergessen!

Viele Grüße
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
203 Beiträge · seit 201014. Juni 2010 · #10
Hi Sven, zu den Nikon Objektiven selbst kann ich Dir nichts sagen, da ich zu den Canoniern gehöre 🙂

Wenn ich aber die Wahl zwischen Tele-Zoom und Festbrennweite hätte, würde ich das Zoom eindeutig bevorzugen. Wie Holger schon ganz richtig schreibt, hast Du bei den Tierbeobachtungen im Fahrzeug selten bis gar nicht die Möglichkeit, das Auto so abzustellen, dass der Bildausschnitt passend zur Festbrennweite ist.

Wir hatten auch einige Szenen, wo sich unmittelbar vor oder neben dem Auto urplötzlich spannende Situationen ergeben haben und da waren teils die min. 100 mm noch zu viel für einen Snapshot - hier hat's mit 120 mm gerade soeben noch gepaßt! 🤪
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/140721/display/6597242

Ich hatte bei meinem letzten Botswana-Urlaub das Canon 100-400 L IS USM als quasi 'Immer drauf' Objektiv dabei und habe dieses nur sehr selten gegen mein Sigma 70-200 /2.8 oder das Weitwinkel (für die Landschaftsaufnahmen) ausgetauscht. 2. Body wäre natürlich dafür optimal 😉

Ich persönlich möchte auf die Flexibilität in puncto Bildgestaltung nicht verzichten und finde, dass gerade die Verwendung unterschiedlicher Brennweiten innerhalb eines Sightings zu recht spannenden Ergebnissen führen.

Hier ein Bild mit 260mm (x 1.6 Crop-Faktor) http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/140721/display/3926737

und hier ein Bild aus derselben Serie mit 400 mm (x 1.6)
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/140721/display/7198349

Auch wenn die Bilder nahezu die gleiche Szene zeigen, haben sie doch eine komplett unterschiedliche Aussagekraft und mir gefällt das Bild mit voller Brennweite mittlerweile deutlich besser. Diese Gestaltungsfreiheit entfällt bei Festbrennweite (es sei denn, Du parkst das Auto um... sofern möglich).

Kannst ja bei Lust und Laune mal ein wenig bei den Botswana Bildern stöbern - die technischen Daten stehen meist dabei.

Mit der Lichtstärke (4.5-5.6) habe ich auch kein Problem gehabt - das war in der Regel auch bei untergehender Sonne noch ausreichend und im Zweifelsfall bin ich auf 200 - 400 ISO hochgegangen.

So long, viel Erfolg bei der passenden Objektwahl und einen tollen Urlaub!

Viele Grüße, Petra
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2010
842 Beiträge · seit 201015. Juni 2010 · #11
Tach !
Kann mir von Euch einer verraten, ob es diese Konverter auch für Sony (Alpha 350) SLR's gibt ? Ich hab ein 28-200er Objektiv und eines aus Altbeständen mit 70-300 (noch für Minolta-Kamera gekauft).
Und wenn ich es nun richtig verstanden habe, dann hab' ich u.U. leichte Einbußen bei der Bildqualität, wenn ich den Konverter benutze, oder ? Ich bin noch recht unerfahren, was das Fotographieren mit digitalen SLR's angeht - also verzeiht bittem wenn es eine doofe Frage sein sollte. Ansonsten muss ich wohl den Fotofachhandel um Rat bitten. Wäre aber schön, wenn ich hier schon ein weniger schlauer werden könnte ;-))
1.000 Dank !
Beste Grüße
Antje
649 Beiträge · seit 200715. Juni 2010 · #12
Hallo Antje,

ob es den Konverter für die Sony gibt, kann ich Dir leider nicht beantworten - aber die leichten Qualitätsverluste können je nach Qualität des Konverters auch mal mittelschwer bis schwer ausfallen.
In jedem Fall klaut Dir der Konverter auch mit einer guten Linsenqualität Lichtstärke. Um das auszugleichen mußt Du entweder eine längere Bleichtungszeit einstellen (Achtung! Verwacklungsgefahr oder ungewollte Bewegungsunschärfe der Tiere - beides kann das Bild runinieren....) oder die Blendenöffnung vergrößern, was Dich Tiefenschärfe kostet.

Die geringere Tiefenschärfe klingt jetzt erst einmal nicht so dramatisch - allerdings mußt Du damit rechnen, daß - je nach Kamera und verwendeten Objektiv - der Autofokus Deiner Kamera nicht mehr funktioniert. Dann mußt Du die Schärfe manuell einstellen. Und das muß umso präziser auf den Fokuspunkt geschehen, je geringer die Tiefenschärfe ist.

Meiner Erfahrung nach gelingt mir dies bei einer Brennweite über 300mm nur bei einem geringen Anteil der Bilder. Und auch nur, wenn ich Zeit habe und das Motiv absolut still hält. Diese Nummer würde ich bei einem Tier in Bewegung gar nicht erst probieren. Ich bin da abhängig von dem Autofokus... aber vielleicht hast Du da mehr Talent und Übung....

LG elli
zuletzt bearbeitet 15. Juni 2010
1'250 Beiträge · seit 200915. Juni 2010 · #13
Hallo Antje,

ich versuche es mal mit einfachen Worten zu erklären.

Ein Telekonverter weitet das Bild auf,
so dass nur noch das Zentrum des Bildes
auf Deinen Sensor fällt.
Damit erscheint das Bild auf dem Sensor größer.
Der Lichtstrahl wird aber auch "dünner".
Es fällt also weniger Licht auf den Sensor
und damit wird das Bild dunkler.
Folglich muss die Belichtungszeit vergrößert
werden, damit es gleich hell ist.

Bei einen 1,4 fach Telekonverter,
wird das Bild horizontal und vertikal
jeweils um den Faktor 1,4 aufgeweitet.
Damit wird das Bild 1,4x1,4 = 2 mal so gross.
Pro Pixel trifft nur noch die Hälfte
des Lichts auf.
Das Entspricht einen Blendenwert, z.B.
4,0 statt 2,8 oder
5,6 statt 4,0 oder
8,0 statt 5,6

bei einen 2-fach Konverter 2x2 = 4 verliert
man zwei Blendenstufen.
5,6 statt 2,8 oder
8,0 statt 4,0

Viele Autofokuskameras verlangen aber
eine Lichtstärke von mindestens 5,6.
Wenn zu wenig Licht durchkommt,
funktioniert der Autofokus nicht mehr.
Bei manchen Kameras wird er dann gleich abgeschaltet.
Bei Nikon ist er ebenfalls mit 5,6
spezifiziert, arbeitet aber in der Regel
noch bei 8,0. Wobei hier Einbussen bei
Geschwindigkeit und Treffsicherheit zu rechnen ist.
Das Verhalten von Sony kenne ich leider nicht.

Wenn so ein Bild vergrößert wird,
werden auch alle Abbildungsfehler vergrößert.
Damit sinkt die Bildqualität.
Die Telekonverter sind für
hochwertige, lichtstarke Teleobjektive
gedacht, die bei der Abbildungsleistung Reserven haben.

Lichtschwache Objektive, wie z.B.
ein 70-300 4.0/5.6 bieten dafür wenig Reserven.

Bei den Objektiven bewegen sich beim
Zoomen und Fokusieren die Linsen.
Bei Objektiven die für den Betrieb mit einen
Telekonverter nicht ausgelegt sind
z.B. das 28-200 kann die hinterste Linse
mit den Telekonverter kollidieren und
zu Beschädigungen führen.

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
649 Beiträge · seit 200715. Juni 2010 · #14
@ Kiboko:
Hut ab! Da hast Du einen komplexen Sachverhalt in einfachen Worten erklärt!
1'095 Beiträge · seit 200915. Juni 2010 · #15
Auch wenn ich der Einzige bin, ich rate dir zum 300/2.8 🤩

Es ist einfach das deutlich handlichere Objektiv. 1/2kg leichter und 10cm kürzer ist im Auto ein Argument...

Wenn du ein flexibles Zoom brauchst, nutzt du eben das 70-200 mit deinem 1,7x TK und hast ein 119-340. Hier wird die BQ schlechter abschneiden als beim 200-400 aber dafür hast du die 300/2.8 in der vollen Pracht und Stärke. Ich finde die Fotografie mit FBs spannender, weil du Entscheidungen treffen musst 🙂
Ich glaube persönlich nicht, dass du Situationen erlebst, wo du das Foto nicht machen kannst, weil du das Zoom nicht hast.

Ich würde auch das 70-200 nicht als "Haupttele" betrachten, sondern als Ergänzung für gelegentliche Situationen. Gerade auf Safari in Afrika gibt es nicht genügend Brennweite (ok, wenn du ein 800/5.6 dein Eigen nennst wahrscheinlich schon*g). Ich würde da die 300mm mit einem Topergebnis in der BQ und einem 510 mit einer sehr guten BQ immer vorziehen. Zumal du im Alltag mglw. mehr Verwendung für ein 300/2.8 hast als für ein 200-400/4, oder?

Grüße und viel Vergnügen
Themenstarter40 Beiträge · seit 201016. Juni 2010 · #16
hallo zusammen

vielen herzlichen dank für die vielen und ausführlichen antworten auf meine frage!

bin grad nebenbei am fussball gucken (Brasilien vs. Nord Korea). Wenn ich das so einen Blick neben das Spielfeld werfe, sehe ich so einige Gläser die man brauchen könnte! 🤩

so ganz schlüssig zum objektiv bin ich mir noch nicht. muss es noch ein wenig auf mich wirken lassen! das 200-400mm ist halt schon interessant, im moment tendiere ich aber trotz dem guten zuspruch fast eher zum 300mm 2.8. hintergrund ist hier sicherlich, dass ich das objektiv ja nicht nur wegen dieser reise kaufen möchte. in gedanken ist bei uns z.b. auch noch madagaskar oder borneo präsent. 🙂 da also eher schlechtere lichtverhälnisse weil dschungel usw. also genau wie kiboko geschrieben hat. das objektiv soll natürlich dann auch zuhause (schweiz) eingesetzt werden. hier z.b. sport (unihockey, in der halle) und natürlich für die einheimische fauna.

wie schon in einem anderen beitrag geschrieben, dürfen wir ja ca. 3,5 monate im südlichen afrika unterwegs sein. will damit sagen, dass wenn ich am tag x etwas aufgrund einer schlechten position unseres fahrzeuges zum objekt der begierde nicht aufnehmen kann, wir hoffentlich noch sehr viele weitere chancen haben, das gewünschte obejekt abzulichen! wenn ich "nur" 3-4 wochen zur verfügung habe, ist man natürlich mehr in "zugzwang"! mann kann sich ja auch was einbilden! 😎

vielleicht habe ich auch vergessen zu sagen, dass wir mit zwei kamera body's unterwegs sein werden. neben der d300s steht noch eine d90 zur verfügung. für safari habe ich es so geplant, dass das 70-200mm auf die d90 kommt, und eben das grössere tele auf die d300s. also müssen wir nicht unterwegs das objektiv wechseln.

weiter wurde natürlich auch an die landschaften usw. gedacht. die weiteren objektive sind:

- 18-105mm
- 10-24mm
- 35mm
- 105mm Macro, liebe es! 😉
- 70-300mm Reserve, weiss noch nicht, ob es mit kommmt!

kleine schnappschuss-cam ist auch vorhanden. stativ und bohnensack wird auch dabei sein.

soll ich neben dem dreibein stativ auch das einbein mitnehmen? wo packt ihr die stative ein für den flug? mit ins handgepäck oder einchecken?

thanxs@all

grüsse, sven
zuletzt bearbeitet 16. Juni 2010
1'250 Beiträge · seit 200916. Juni 2010 · #17
Hallo Sven,

das 300/2.8 ist die bessere Wahl,
wenn Du es auch noch für Sport und
im Regenwald nutzen möchtest.

Vielleicht ist da aber auch das
200/2.0 eine Alternative.
Es soll (habe es selber nicht) sehr gut
mit allen drei TC harmonieren.

Ein 2. Body ist in Afrika Pflicht.
Schon wegen der Redundanz.
Man bekommt in Afrika nicht an jeder Ecke
eine neue Knipskiste.
Statt dem 70-200 würde ich aber eher
das 18-105 nehmen.
Viele Tiere kommen erstaunlich
dicht ans Auto. Da sind 70 mm (am Crop)
schnell zu lang.
Ausserdem gibt es auch noch viel
Landschaft um die Tiere.
Wenn die Tiere für die Lange Linse
zu dicht sind, kann man immer noch
tolle Protraits machen.

Auf den vorhergehenden Reisen war ich oft
mit D200 mit 16-85 und
D300 mit 200-400 und 1,7 TC = 340-680 mm unterwegs.
Mit der Lücke zwischen 85 und 340 kann ich
durchaus gut leben.
Nur selten habe ich zum 70-200 gewechselt.

In Malawi war ich jetzt das erste Mal mit
3 Knipskisten unterwegs. Wobei es zunehmend
eine Herausforderung ist, mit drei Knipsen
zu jonglieren und diese auch noch auf
einen hüpfenden Geländewagen festzuhalten.
Mehr als einmal ist eine Knipse vom Sitz
gehüpft ... 🙁
... aber Nikon ist hart im Nehmen. 🙂

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
111 Beiträge · seit 200617. Juni 2010 · #18
Soll ich Dich noch etwas mehr verunsichern ?! 😛
Ich habe das 2.8 300er durch ein 200-400er, das wiederum durch ein Sigma 2.8 120-300 ersetzt, was mir als treuherzigem Nikonianer zwar erst schwer fiel, hab's aber bisher nie bereut (eine total unterschätzte Linse wohl nur weil nicht Nikkor draufsteht)
1'095 Beiträge · seit 200917. Juni 2010 · #19
squirrel schrieb:
Soll ich Dich noch etwas mehr verunsichern ?! 😛
Ich habe das 2.8 300er durch ein 200-400er, das wiederum durch ein Sigma 2.8 120-300 ersetzt, was mir als treuherzigem Nikonianer zwar erst schwer fiel, hab's aber bisher nie bereut (eine total unterschätzte Linse wohl nur weil nicht Nikkor draufsteht)
Die BQ und die Fokusgeschwindigkeit sind gleichwertig zur Festbrennweite?
Das kann ich nicht glauben 😎

Das wäre die eierlegende Wollmilchsau die ich suche. Mit 2.x TK wäre es ein 240-600/5.6

Hast du zufällig eine Aufnahme mit Konverter (1.4/1.7/2.0 egal)?

Grüße
59 Beiträge · seit 200817. Juni 2010 · #20
squirrel schrieb:
Soll ich Dich noch etwas mehr verunsichern ?! 😛
Ich habe das 2.8 300er durch ein 200-400er, das wiederum durch ein Sigma 2.8 120-300 ersetzt, was mir als treuherzigem Nikonianer zwar erst schwer fiel, hab's aber bisher nie bereut (eine total unterschätzte Linse wohl nur weil nicht Nikkor draufsteht)
Das verwundert mich doch etwas. Denn ich hatte das 120-300 und ersetzte es gegen das 200-400. Schnelligkeit des AF gleichtwertig, aber die Bilder waren mit dem Sigma u. a. matschiger und mit Konverter nicht zu gebrauchen (für meine Ansprüche).
.... ich bin dann mal weg!