Reisebericht

Reisebericht 4 Wochen Südafrika NO und Tuli Block

von casimodo · begonnen 05. Juni 2010 · 15 Teile

Teil 105. Juni 2010
Hallo liebe Fomis,

vor knapp 2 Wochen sind wir von unserer knapp vierwöchigen Tour durch den Nordosten Südafrikas und den Tuli Block zurückgekommen. Wir hatten wieder viele wertvolle Informationen über dieses tolle Forum bekommen, vielleicht kann ich jetzt ja einige zurückgeben.

Wir sind folgende Route gefahren:

Flug Frankfurt JoBurg
1 Nacht Castle in Clarens/Golden Gate NP
2 Nächte Thendele Camp im Royal Natal NP
2 Nächte Antbear Guesthouse Nahe Estcourt
3 Nächte Kingfisher Lodge in St. Lucia
2 Nächte Mpila Camp im Hluhluwe/Umfolozi NP
1 Nacht Phophonyane in Swaziland
1 Nacht Berg&Dal im Krüger
1 Nacht Royal Hotel in Pilgrims Rest
2 Nächte Arathusa Private Game Lodge in Sabi Sands
1 Nacht Olifants im Krüger
1 Nacht Mopani im Krüger
1 Nacht Sirheni im Krüger
2 Nächte Leokwe Camp im Mapungubwe NP
3 Nächte Mashatu Private Game Reserve im Tuli Block/Botswana
2 Nächte Kwafubesi Tented Camp im Mabula Private Game Reserve

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Nach planmäßigem Flug mit South African landen wir pünktlich am Morgen in JoBurg.

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Über Budget haben wir einen Honda CRV SUV gebucht, der sich als optimales Gefährt für unsere 7te Afrika Reise herausstellen sollte. Die Fahrt in Richtung Clarens aus Johannesburg heraus entpuppt sich als stresslos. Auf breiten und leeren Landstraßen geht es unter Schäfchenwolken und blauem Himmel entspannt in Richtung Clarens.

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Auf Tip von Fomis kaufen wir in Bethlehem eine Kühltasche, Kühlakkus und erste Vorräte für unseren ersten Selbstversorgerteil im Thendele Camp.

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In der Abensonne schauen wir uns den Golden Gate NP an, der ca 1 KM von Clarens beginnt.

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Entlang der schönen Strecke stehen viele Bäume mit tollem goldgelben Herbstlaub und bieten einen schönen Vordergrund für die im Abendlicht leuchtenden Felsen des Golden Gate. Wirklich sehr sehenswert und ein schöner Beginn unserer Reise.

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Castle in Clarens


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Da meine Frau Burgen liebt, führte kein Weg am Castle in Clarens vorbei. Es liegt etwas ausserhalb oberhalb des netten Örtchens in einsamer Lage. Das Castle besteht aus einem Burgturm und einem kleinen Anbau in Form einer angedeuteten Burgmauer.

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Die gesamte Einrichtung ist sehr liebevoll und mit viel Phantasie im Mittelalterstil gehalten. Auf der „Burgmauer“ gibt es eine kleine Sundownerecke mit sensationellem Blick auf die Hügel und einen Braaiplatz mit überdachter, gemütlicher Sitzecke. Im Erdgeschoß befindet sich ein Schlafzimmer mit Bad und eine Art Wohnraum mit großem Kamin. In der ersten Etage des Turms ist eine vollausgestatte Küche und der Ausgang zur Mauer. Im Obergeschoß des Turmes ist eine Traumschlafzimmer mit unglaublich schöner Einrichtung und weitem Blick über das Land.

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Das dazugehörige Bad hat eine Badewanne in einem Erker (schöner Baden mit Aussicht).

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Wir sind restlos begeistert, so etwas ist in Europa unbezahlbar! Zusätzlich werden wir von einem tollen Sonnenuntergang belohnt.

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Wegen der tollen Stimmung lassen wir ein geplantes Dinner in Clarens ausfallen und bleiben bei Wein, Oliven, Käse und Wurst in unserer Burg.

Fortsetzung folgt
Teil 205. Juni 2010
Fortsetzung Teil 2
Royal Natal NP / Thendele Camp

Nach einem 12 stündigen Schlaf im bequemen Bett bekommen

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wir ein leckeres Frühstück in einer Schatzkiste gebracht

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und machen uns bei wieder tollem Wetter auf den Weg nach Thendele.

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Zuerst aber schauen wir für 1 Stunde in Clarens rein. Ein gemütliches, kleines Dorf. Beim Butcher und im Liqueur Shop vervollständigen wir unsere Vorräte.

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Die Weiterfahrt führt durch den landschaftlich schönen Golden Gate NP, wo wir erste Zebras sehen.

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Entlang des Sterkfontain Stausees mit dem Vulture Restaurant fahren wir in Richtung Drakensberge.

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Auf kleinen Straßen geht es am Ende durch etliche kleine Dörfer mit interessantem schwarzen Leben zum Eingang des Royal Natal NP.

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Am Eingang des Royal Natal NP

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Das sich uns bietende Bergpanorama des Amphitheaters ist überwältigend.

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Was haben wir ein Glück mit dem Wetter!

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Im Thendele Camp unternehmen wir eine erste kurze Wanderung und unser erstes Braai mit lecker Boerewors und Lammfleisch.

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Thendele Upper Camp Blick von unserer Terrasse

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Der nächste Morgen beginnt dann mit einem kleinen Schock! Im Schlafanzug gehe ich auf die Terrasse und bin wieder begeistert vom Blick auf das Amphitheater. Meine Frau schaut mich plötzlich aus dem Haus heraus mit riesen Augen an und brüllt „LINKS“!!!! Links ist nichts... Dann brüllt Sie „RECHTS“! Ich schaue nach Rechts, direkt neben mir sitzt ein grauer Hund und schaut mich von unten an. Irgendwas stimmt hier nicht.......... Es ist ein riesen Pavian, der 20 cm neben mir sitzt !!!! Ich erschrecke zu Tode, schreie das Vieh an und mache einen kuriosen Kung Fu Sprung ins Haus zurück. Keine Ahnung, wer sich mehr erschrocken hat, der Pavian oder ich ? Nach der ersten Schrecksekunde lachen wir uns kaputt über meine Dummheit und die kuriose Tiersichtung.

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Nach dem leckeren Frühstück wandern wir zur bekannten Tugela Gorge.

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Der wunderschöne Wanderweg schlängelt sich in einem grünen Tal oberhalb des Flussbetts entlang immer in Richtung der imposanten Felswand des Amphitheaters.

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Am Ende soll sich der zweithöchste Wasserfall der Erde befinden.

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Da wir ungeübt und inzwischen doch etwas erschöpft sind, kehren wir aber vorher um und lassen den Wasserfall aus.

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Am Abend gibt es vor dem Braai Gipfelglühen

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und danach geht bei tollem Sternenhimmel hinter dem Amphitheater der Vollmond auf.

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Zufrieden und müde gehen wir ins Bett, morgen geht es weiter ins Antbear Guesthouse nahe Estcourt.

Thendele Camp

Für eine Nationalparkunterkunft sehr nett eingerichtete, vollausgestattete Selbstversorgerbungalows. Die Lage und die Aussicht auf das Amphitheater ist sensationell. Wir hatten ein schönes Chalet im Upper Camp. Das Camp ist in Südafrika sehr populär und eigentlich fast immer schon Monate im voraus ausgebucht. Für uns in den Drakensbergen ein MUSS !

Forstetzung folgt


Thendele Camp unser Haus, unser Auto....
Teil 305. Juni 2010
Fortsetzung Teil 3

Von Thendele nach Antbear

Nach dem Aufstehen in Thendele sehen wir bei strahlend blauem Himmel Bodennebelwolken durchs Tal auf das Amphitheater zuziehen. Innerhalb von 15 Minuten stehen wir in den Wolken.
Wir machen uns auf den Weg und haben den geplanten Photostop am Damm des Nationalparks eigentlich schon abgehakt. Doch nach ca. 30 weiteren Minuten hängen nur noch ein paar einzelne Wölkchen dekorativ vor der Bergkulisse. Nach einigen schönen Bildern mit Herbstbäumen, einem Giant Kingfisher und einem nicht ganz spiegelglatten See fahren wir weiter. Die Etappe ist nicht allzu weit, auf dem Weg wollen wir einen Blick auf den Cathedral Peak werfen. Den erreichen wir über eine Stichstraße. Unterwegs sehen wir viele Schwarze mit Bierkisten und Schnapsflaschen, es ist Sonntag.



Da der Cathedral Peak zum Teil in Wolken ist, gehen wir im gleichnamigen Hotel etwas essen. Von der Terrasse aus haben wir eine schöne Aussicht auf die imposanten Berge, im Garten fliegen bunte Sunbirds und Schmetterlinge umher.



Auf der Weiterfahrt zum Antbear Guesthouse verlassen wir uns auf das Navi, das uns vorgabegemaess die letzten 50 KM über Schotter durch weites Farmland, Hügel und entlang eines Staudammes führt. Antbear liegt weit weg vom nächsten Ort auf einem sanft geschwungenen Hügel. Es gefällt uns auf Anhieb gut und wir werden herzlich von Andrew empfangen.Da Nebensaison ist, sind wir am ersten Abend mit einem netten jungen holländischen Pärchen die einzigen Gäste. Am zweiten Abend sogar ganz alleine. Das phantastische Abendessen findet nach einigen Happen vorneweg und einem ersten Bierchen am Kamin zusammen mit Andrew, Conny und Andrews Vater an einem großen Tisch statt. Es entstehen nette Gespräche. Wir erfahren viel über das Leben in Südafrika. Andrew erzählt uns von seinem Ultralight und wie er damit an der Tankstelle landet. Gestern gab es das dann Live in ARTE in dem Südafrika Fünfteiler von Andreas Kieling zu sehen. Andrews Vater macht verrückte Schreinerarbeiten in seinem ganz eigenen Stil. Er baut sich auf dem Farmgelände von Antbear gerade ein wunderschönes Haus. Wir durften es zusammen mit dem stolzen Erbauer besichtigen, es wird ein Juwel.



Da wir vorher das Amphitheater und den Cathedral Peak schon gesehen hatten, empfiehlt uns Andrew in Ruhe eine Runde nach Kamberg und über Mooi River zurück zu fahren. Giants Castle lassen wir auf seinen Rat hin ausfallen. Im Kamberg Visitors Center erfahren wir, daß der Ranger oben am Berg auf uns warten würde. So können wir die schöne Wanderung alleine unternehmen.
Auf dem steinigen Wanderweg zischt mich aus dem Nichts eine kleine Schlange an. Ihr Kopf schnellt vor, sie versucht mich direkt zu beißen! Noch nie habe ich so einen Satz zurück gemacht und solch eine Ganzkörpergänsehaut gehabt. Aber dann war sie schon weg. Obwohl ich genau wegen Schlangenbegegnungen immer den Boden absuche, hatte ich keine Chance, sie zu entdecken. Später habe ich von Andrew erfahren, dass es sich um eine Bergadder gehandelt hat.



Als wir keuchend und schwitzend den Ranger am Gipfel erreichen, ziehen die ersten Wolken über dem Tal auf. Die Felszeichnungen finden wir ganz OK, mit Twyvelfontain können sie aber nicht mithalten. Auf dem Rückweg werden wir dann bis auf die Haut nass geregnet, es sollte der einzige Regen in 4 Wochen Urlaub sein. Die Weiterfahrt führt über weites Farmland durch die Midlands sanft bergauf und bergab bis nach Mooi River. Dort trinken wir unter einem Baum mit Herbstlaub in zwei gemütlichen Holzsesseln Kaffee. Der Wind weht uns die gelbroten Blätter um die Nase, mit Scones ein Genuß! Auf der Rückfahrt nach Antbear klärt sich der Himmel dann aber schon wieder auf.

Antbear Guesthouse

Wie schon gesagt. Antbear liegt einige Kilometer abseits von Estcourt inmitten von leicht hügeligem Farmland. Die Zimmer sind rustikal gemütlich eingerichtet. Andrew und Andrews Vater haben viele Möbelstücke, Lampen, Türen, Fenster und anderes Mobiliar in irrer Technik selbst erschaffen. Es gibt mehrere kleine Bungalows und einige Zimmer im Haupthaus. Sicher hat die Lodge einen ganz anderen Charakter, wenn sie voll ausgebucht ist. Alle habe sich rührend um uns gekümmert, wir fühlten uns wie zu Hause. Zum Abendessen wird ein superleckeres Dreigangmenue serviert. Preis/Leistung fanden wir hervorragend. Die Lage zwischen Giants Castle und Kamberg empfinden wir als Ideal. Wir würden gerne dorthin zurückkehren und haben uns sehr wohlgefühlt.

Fortsetzung folgt ]
Teil 412. Juni 2010
Fortsetzung Teil 3

Von Antbear nach St. Lucia

Andrew hat uns für die Weiterfahrt nach St. Lucia eine Nebenstrecke empfohlen, die uns sympathischer als die N3/N2 über Durban erscheint. Nach dem Frühstück starten wir also in unseren längsten Fahrtag. Die R622 führt uns durch ein grünes Tal und dünn besiedeltes Farmland über Greytown nach Kranskop. Dort biegen wir links ab auf eine kleine Nebenstrecke in Richtung Ntunjambili, Entumega und Eshowe. Hier gibt es keine Weißen, die Straße ist nicht mehr geteert und an einem langen Paß geht es stets steil nach unten durch eine riesige Baustelle. Ohne Navi wären wir wahrscheinlich wieder umgekehrt auf die Hauptstrecke, denn die Straßenführung ist teilweise sehr unübersichtlich. Währen der Fahrt den Pass hinunter werden wir durch herrliche Ausblicke ins Tal des Tugela River belohnt. Die Gegend hier ist dichter besiedelt und die Fahrt sehr abwechslungsreich. Immer wieder begegnen uns viele interessante Menschen.



Dann erreichen wir die gut ausgebaute N2 und fahren auf der gut ausgebauten Srecke nach St. Lucia weiter. Der Ort wirkt auf den ersten Blick sehr touristisch, es gibt einige Restaurants und Shops. Ganz am anderen Ende liegt unser B&B, die Kingfisher Lodge. Sie liegt in einem schönen tropischen Garten. Beim Aussteigen werden wir von der schwülen Hitze überrascht, ein riesen Kontrast nach der kühlen Bergluft. Neben einer netten Angestellten werden wir von einer kreischenden Rasselbande Velvet Monkeys empfangen. Unser Zimmer ist ganz OK. Von der Fahrt doch etwas geschafft, geniessen wir den Sonnenuntergang hinter der Lagune auf zwei Deckchairs am Pool. Im Infoordner der Lodge lesen wir, daß immer wieder ein Leopard zu Besuch kommt. Leider hat er letztens den Staffordshire Terrier der Besitzer gekillt und aufgefressen. Nachts kommt regelmaessig ein Hippo zum Trinken an den Pool und auch an der Hauptstraße sollen wir im Dunkeln vorsichtig wegen der Nilpferde sein.





Beim Abendessen im Ocean Basket müssen wir absolut an unsere Grenzen gehen. Die Fischplatte ist der Hammer, der Service nett. Zufrieden gehen wir ins Bett.



Am nächsten Tag geht’s los durch den Isimangaliso Wetland Park nach Cape Vidal. Hier ist alles grün und leicht hügelig. Neben einigen Warthogs, Impalas, Zebras, Gnus und Kudus, sehen wir an der Lagune zwei faule Büffel und einige große Krokos. In Cape Vidal machen wir einen langen Strandspaziergang, hier ist es wirklich sehr schön und an diesem Tag auch nicht zu überlaufen.



Auf der Rückfahrt haben wir dann doch noch Glück und können längere Zeit zwei imposante Breitmaulnashörner in ca. 10 Meter Entfernung direkt neben der Straße beobachten.



Zufrieden geht’s zurück nach St. Lucia zur Nachmittags-Boatcruise. Das Boot ist angenehm leer, die Fahrt über die Lagune an grunzenden Nilpferden, Reihern und African Fisheagles vorbei ist entspannend.
Das Abendessen im Brazzos ist lecker, es gibt gutes T-Bone-Steak.

Am zweiten Tag machen wir eine kleine Wanderung durch den Urwald direkt neben der Lodge und nach ausgiebigem Shopping und einem weiteren schönen Strandspaziergang gibt es wieder saftige Espetadas im Brazzos. Da wir ab dem zweiten Tag die einzigen Gäste in der Lodge sind, lassen wir es in unserem privaten Garten zwischendurch langsam angehen.

Kingfisher Lodge

Unser Zimmer im langgezogenen Anbau des Haupthauses ist praktisch eingerichtet, uns aber etwas dunkel und recht eng. Es gibt einen großen Kühlschrank und auf dem flachen Blechdach toben hin und wieder die Affen. Der tropische Garten, das geschmackvoll eingerichtete Haupthaus und der Pool sind wunderschön. Das Frühstück im Garten war schmackhaft und reichhaltig. Der Service war uns etwas zu unpersönlich, die Eigentümerin war allerdings bei unserem Besuch krank.
Teil 513. Juni 2010
Fortsetzung Teil 4

Von St. Lucia nach Hluhluwe Umfolozi

Wir haben nach dem Einkaufen nur ca. 40 KM Strecke bis zum Entrance Gate vor uns. Da das gebuchte Mpila Camp im Umfolozi Teil des Parks ist, wollen wir gleich am Anfang eine Fahrt in die entgegengesetzte Richtung des Hilltop Camps im Hluhluwe Teil unternehmen. Auf einem Loop beobachten wir Giraffen bei der Paarung, das sieht sehr kurios aus.



Neben etliche Antilopen , Baboons, Zebras, Büffel und Elefanten entdecken wir an einem Wasserloch ein schlafendes Breitmaulnashorn.



Recht zufrieden gibt es dann Mittagessen im Hilltop Camp. Der Ausblick von der Terrasse ist sehr schön, das Camp macht einen sehr aufgeräumten und auf große Anzahl von Besuchern ausgelegten Eindruck.

Die Fahrt zum Mpila Camp durch den landschaftlich reizvollen Park zieht sich dann doch ganz schön. Ganz gespannt wird eingecheckt, wir haben so viel gutes über die Safari Tents gehört. An der Rezeption hängen Warnbilder. Der Grill darf niemals alleine gelassen werden, da die Hyänen das Grillgut direkt vom Rost fressen. Unser Zelt liegt inmitten von Gebüsch auf einem großen Holzpodest. Der getrennte Küchenteil befindet sich links, das Unterkunftszelt rechts, dazwischen ist der Zugang und Tisch und Bänke. Die Nachbarn sind doch sehr nahe, irgendwie hatten wir uns das noch uriger vorgestellt.



Nach dem Auspacken geht es in den südlich vom Camp gelegenen Teil des Parks. In waldigem Gebiet steht plötzlich ein Wild Dog vor uns und dann noch einer. Und dann noch einer! Was für ein Glück!



Die Strecke ist landschaftlich wieder sehr schön, an einigen Aussichtspunkten zum Fluß sehen wir Büffelherden und immer wieder Nashörner. An zwei Tagen im Park haben wir über 40 Rhinos gesichtet.

Das spannende Braii am Abend verläuft zuerst ungestört. Fast schon enttäuscht laufen wir gerade vom Grill zur Podesttreppe, als völlig geräuschlos und im Höllentempo mehrere Tiere direkt auf uns zugerannt kommen... Zu Tode erschrocken identifizieren wir sie als Bushpig-Rotte, ähnlich unserer Wildschweine. Der Keiler steht grunzend und drohend direkt vor mir, die Bache und der halbwüchsige Nachwuchs stürmen die Feuerstelle. Hollahossa, auf dem Podest sind wir glücklicherweise sicher.



Am zweiten Tag verbringen wir ca. 1 ½ Stunden ganz alleine im Ubhejane-Hide. Nyalas, Warthogfamilien, Zebraherden, Gnuherden; Impalas und viele Vögel kommen zum Trinken. Das erinnert fast etwas an Okaukuejo im kleineren Rahmen.



Am späten Nachmitag wird meine Frau dann im oben offenen Küchentrakt von einem Velvet Monkey bestohlen. Aus dem Nichts sitzt er plötzlich direkt neben ihr auf der Küchenarbeitsplatte. Der laute Aufschrei ist ihm egal, er stiehlt unsere Knoblauchzwiebel. Hoffentlich stinkt er noch Heute, der elende Dieb ;-))

Der organisierte Nachtdrive des Camps auf einem offenen LKW ist dann leider enttäuschend. Es geht nur entlang der Hauptstraße, leuchten müssen wir selbst. Einzige Highlights sind ein Löwenrudel und einige Hyänen.

Mpila Camp

Das Camp ist auf Selbstversorger ausgelegt, es gibt kein Restaurant. Wir haben in einem der Safari Tents gewohnt, es gibt auch kleine Häuser, die bei unserem Besuch gerade renoviert wurden. Die meisten dieser Häuser hatten einen schönen Fernblick. Die Tents hingegen liegen mitten im Busch.
Wir haben sie als sehr urig empfunden. Das Badezimmer ist offen und komfortabel, die Betten waren bequem, die Küche gut ausgestattet. Nachts von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr wird der Generatorstrom ausgeschaltet. Das Eisfach hat die Kälte aber gehalten und ist nicht aufgetaut. Es ist faszinierend, wie schnell die Ameisenarmadas Lebensmittel entdecken, man muß immer sofort alles abwaschen und sauberhalten. Nach unserem Geschmack stehen die Zelte aber etwas zu nah zusammen und zu sehr im Busch. Insgesamt fanden wir den südlichen Teil des Parks etwas weniger überlaufen als den nördlichen um das Hilltop Camp rum. Uns hat es im Park super gefallen, wir würden gerne wieder kommen.
Teil 613. Juni 2010
Fortsetzung Teil 5

Von Hluhluwe nach Swaziland/Phophonyane

Da ein langer Fahrtag vor uns liegt, fahren wir früh los in Richtung Norden/Memorial Gate. So können wir Strecke und Game Drive kombinieren. Neben etlichen Elefanten, Nashörnern,Büffeln und den üblichen Antilopen sehen wir kurz vor dem Gate geschätzte 20 Giraffen direkt neben der Straße.

Die weitere Strecke über die N2 in Richtung Swaziland ist gut ausgebaut. An der Grenze auf südafrikanischer Seite müssen wir unsere Elektrogeräte auflisten. Die Stimmung ist etwas gereizt, der ungeduldige Beamte ist genervt und wir schließlich auch. Der Grenzposten wurde gerade modernisiert, die Zufahrt ist noch nicht ganz fertig und etwas unübersichtlich. Um die Ecke herum dann der Swaziland-Grenzposten. Ein netter Beamter zeigt uns freundlich den richtigen Platz zum Parken. Man merkt nicht wirklich, daß es sich um einen Grenzposten handelt. Im uralten, heruntergekommenen Abfertigungsgebäude warten wir nur ca. 5 Minuten, dann haut der wortlose Beamte die Stempel in unsere Pässe. Die Fahrt über die breite Landstraße geht wieder über Farmland. Es ist sehr wenig Verkehr, alles sehr entspannt. Da wir unserem Navi Gravel-Roads nicht verboten haben, führt es uns über eine auf den letzten 50 KM wunderschön einsame Nebenstrecke durch die Berge zur Phophonyane Lodge. Immer wieder lächelnde, fröhliche Menschen in einfachen Dörfern. Selbst nackt im Bach badende Familien winken uns zu. Der letzte Teil der Strecke geht durch weite Forstwirtschaftsgebiete, die Straße ist wie ein breiter Waldweg.

Glücklich erreichen wir Phophonyane über einen sehr holprigen Zufahrtsweg. Und was soll ich sagen, Phopho ist ein Traum. Wir sind die einzigen Gäste in diesem tropischen Paradies. Unser Zelt steht direkt neben einem langen Wasserfall, das Rauschen wird uns später in den Schlaf singen. Leider wird es bald dunkel, der Morkel Atticus passt gut zu leckerem Steak.

Nach einer Nacht im Tiefschlaf erkunden wir noch kurz die Wege am Wasserfall, gerne wären wir noch etwas gewandert und auf Vogelpirsch gegangen. Leider hatten wir bei der Planung der Reiseroute keine zweite Nacht für Phopho frei. Wir kommen aber bestimmt wieder.

Phophonyane

Das Haupthaus der Lodge liegt auf einem Hügel am Rande einer waldwirtschaftlich genutzen Gegend. Es gibt einen großen Pool mit schöner Aussicht in die Ebene. Das Haupthaus ist geschmackvoll im afrikanischen Stil eingerichtet. Die Mahlzeiten waren gut. Die komfortablen Zelte direkt am Wasserfall inmitten tropischer Vegetation bieten echtes Urwaldfeeling. Auf der Terrasse sind 2 bequeme Stühle und ein Tisch vorhanden. Ein keines Paradies. Alternativ kann man auch kleine Bungalows oder ursprüngliche Bienenkorb-Hütten buchen. Uns hat es sehr gut gefallen und wir würden gerne wiederkommen.

Nebenstrecke nach PhoPhonyane


Wasserfall direkt neben dem Zelt


Unser Tent


Pool mit Blick
Teil 713. Juni 2010
Fortsetzung Teil 6

Von Swaziland/Phophonyane nach Krüger/Berg & Dal

Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Grenzübergang nach Südafrika. Die Abfertigung geht auf beiden Seiten sehr schnell. Kein Mensch interessiert sich mehr für irgendwelche Elektrogeräte... Die Landstraße führt an einigen Seen und großen Zuckerrohrplantagen in Richtung Melalane Gate. Da wir sehr früh sind, fahren wir nach dem Gate eine weite Runde durch den Park Richtung Crocodile Bridge im Osten. Dann geht’s weiter nach Nordosten und wieder runter in Richtung Berg & Dal. Der Krüger erscheint uns sofort als sehr abwechslungsreich. Wälder, Buschland, Seen und Flüsse bieten einen landschaftlich schönen Rahmen für die Tierbeobachtungen. Nach dem vielen späten Regen einige Tage zuvor ist es immer noch relativ grün. Wir sehen viele Vögel, Hippos mit Jungen am Fluß, etliche Elefantenherden, Giraffen, viele Vögel und letztendlich eine Gruppe von 7 Breitmaulnashörnern beim Baden im Matschloch. Auch ohne Raubtiere sind wir zufrieden, gerade die Nashörner beim Spielen und Plantschen zu sehen, ist eine schöne Erfahrung für uns.

Das Camp Berg&Dal macht einen ganz sympathischen Eindruck. Unser frisch renoviertes Haus ist zweckmäßig eingerichtet. Wir essen im Restaurant, die meisten anderen Gäste sind da bereits am Grillen. Das Buffet ist OK, das Kudugulasch rettet es gerade so. Auf der Terrasse sehen wir durch das Fenster eine Ginsterkatze, die im Dunkeln Insekten jagd.

Am nächsten Morgen sehen wir auf einem Loop dann zweimal Löwen direkt an der Hauptstraße und erleben genau dass, was wir befürchtet hatten: Ca. 10 KFZ in stetig wechselnder Besetzung versuchen den besten Platz zu bekommen. Mehrfach kommt es fast zu Blechschäden, weil viele Fahrer hektisch und aufgeregt sind. Die Löwen nervt es dann so, daß sie sich tiefer in den Busch zurückziehen.

Berg&Dal

Das staatlich Restcamp liegt nur wenige Kilometer vom Melalane Gate entfernt in einer Landschaft mit Buschland und einigen roten Felsbergen. Die Häuser sind von vielen Bäumen umgeben. Die Einrichtung ist eher sachlich, für ein staatliches Camp aber ganz OK. Unser Badezimmer war neu renoviert und gehörte zu den Besseren. Die drei Einzelbetten standen jeweils einzeln an einer Wand, das wirkte etwas ungemütlich. Das Restaurant habe ich kurz beschrieben, wir wurden satt....





Hammerkop


Berg & Dal
Teil 813. Juni 2010
Fortsetzung Teil 7

Von Krüger/Berg & Dal nach Pilgrims Rest

Nach dem Löwengedrängel freuen wir uns auf die Weiterfahrt. Über Melalane geht es an dem mit felsigen roten Bergen geäumten Crocodile River entlang. Dann über White Rivier nach Sabie und weiter nach Pilgrims Rest. Die Strecke wird am Ende immer gebirgiger, endlose Forstwirtschaftswälder säumen die Straße. Nach lecker Scones am Herb Stall kurz vor unserem Ziel erreichen wir das historische Örtchen Pilgrims Rest. Die Park Boys sind wie die wilden, unser Auto wird sofort nach Ankunft und ohne Auftrag direkt vor dem Hoteleingang für 50 Rand gewaschen. Nach dieser Überrumplungstaktik bekommen wir an der Rezeption einen Ausdruck mit dem Text „Please don't wash our car“. Das Örtchen ist schon sehr touistisch, aber alles ist noch so, wie zu der damaligen Goldgräberzeit. Gleiches gilt für das Royal Hotel. Nach einem kurzen Rundgang vorbei an einigen Läden, dem Visitors Center und der Garage mit einigen Oldtimern machen wir noch eine Tour zum God's Window.

Gods Window, der Pinnacle Viewpoint und ein weiterer Lookout bieten phantastische Ausblicke in die einige hundert Meter tiefer liegende Ebene. Das Hochplateau fällt hier steil ab. Bisher konnten wir das nicht erkennen und wunderten uns, wie hier in der Nähe der Blyde River Canon sein kann. In der Abendsonne genießen wir den herrlichen Ausblick und sehen sogar einige schöne Sunbirds. Am Parkplatz kaufen wir direkt bei den Einheimischen eine geschmackvolle Holzfigur. Hier kommt das Geld direkt den Künstlerfamilien zu gute.

Die nicht weit entfernten Berlin und Lisboa Falls stellen sich als sehenswert heraus. Bei strahlendem Sonnenschein hoffen wir auf ebenfalls gutes Wetter am nächsten Tag. Nach erfolgreichem Outdoor-Klamotten-Shopping in Graskop geht’s direkt zum Dinner im Royal Hotel.
Die anfänglich schöne Stimmung im historischen Speisesaal kippt nach der Ankunft einer riesigen französischen Reisegruppe doch recht heftig. Das Steak ist aber groß und lecker. In der Hotelbar kommen wir mit einem einheimischen Goldgräber ins Gespräch und trinken definitiv zu viel Whiskey. Der sorgt aber wenigstens für sofortigen Schlaf.

Royal Hotel

Pilgrims Rest ist sicherlich nicht jedermanns Sache. In diesem Museumsdorf wird bestimmt fast jede Busgruppe abgeladen, die auf dem Weg zum Blyde River Canon ist. Wir empfanden es für eine Übernachtung als gelungene Abwechslung. Das kleine Zimmer war frisch renoviert,der historische Charme ist aber gut erhalten worden. Das Personal war gut geschult, lediglich im Restaurant wirkten die Kellnerinnen unmotiviert. Für einen Zwischenstop auf dem Weg zum Blyde River Canon, den Wasserfällen, Bourkes Luck Potholes und Gods Window liegt das Royal Hotel günstig.
Die kleine Bar hat Westernsalooncharme. Das Preis/Leistungsverhältnis empfanden wir als gut.

God's Window


Berlin Falls


Royal Hotel Pilgrims Rest
Teil 919. Juni 2010
Fortsetzung Teil 8

Von Pilgrims Rest über Blyde River Canon nach Sabie Sands/Arathusa Safari Lodge

Nach dem Frühstück verlassen wir Pilgrims Rest in Richtung Blyde River Canon. Gerade Heute zieht am blauen Himmel eine riesige Wolkenwand auf. Etwas nervös erreichen wir nach kurzer Fahrt die Bourkes Luck Potholes. Hier ist alles auf Massentourismus ausgerichtet.

An etlichen Souvenirständen und Reisebussen vorbei geht es auf kurzem Fußweg zu den Potholes.
Und die empfinden wir als wirklich sehenswert. Nicht sensationell, aber über kleine Brücken bekommen wir schöne Ausblicke auf die von Strudeln ausgewaschenen Potholes.



Nach ca. einer halben Stunde haben wir genug, die Weiterfahrt zum ersten Lookout am Blyde River Canon ist nicht sehr weit. An den zwei Lookouts reist uns immer eine französische Busgruppe hinterher. Zuerst gibt es einsame und ruhige Ausblicke auf die imposante Kulisse des Blyde River Canons. Es ist sehr diesig, aber wir sehen ihn wenigstens. Dann kommt die Schaar drängelnder, hektischer Bustouris. Von aussen betrachtet ist man immer etwas fassungslos über die Hektik. Wir möchten möglichst nicht mehr auf diese Arte reisen.....




Für die Weiterfahrt nach Sabie Sands haben wir uns für die Strecke über dir R532 und R527 in Richtung Hoedspruit entschieden. Eine sehr schöne Strecke durch zuerst gebirgige Gegenden, enge Täler, dann am Fluß entlang, durch kultiviertes Farmgebiet, entlang der Zäune der Private Game Reserves am Rande des Kügers und zuletzt durch quirliges, schwarzafrikanisches Gebiet.



Auf den letzten Kilometern hilft uns das Navi. Über Sandpisten geht es durch kleine Dörfer, einen Markt und dann zum Gate des Sabie Sands Private Game Reserves.

Einige Kilometer weiter werden wir superherzlich in Arathusa empfangen. Die Lodge liegt an einem kleinen Stausee mit Hippo. Alles ist perfekt. Nach einer kurzen Ruhezeit geht’s los zum Gamedrive und dem typischen Game Lodge Alltag. Früh aufstehen, Gamedrive, Kaffee im Busch, ausgiebiges Breakfast, Ruhen, Lunch, Gamedrive mit Sundowner, kurz ruhen und Dinner am Lagerfeuer im Kreis im Freien. Die Tierbeobachtungen sind wunderschön. An zwei Drives die Big Five, zwei Geparden auf einem Termitenhügel mit untergehender Sonne im Hintergrund.



Hyänen mit zwei spielenden Jungen. Etliche Breitmaulnashörner, Elefanten mit Jungen. Im Wald inmitten einer riesigen Büffelherde sein, im Dunkeln zwei sich anbrüllende Löwenmännchen, schlafendes Löwenrudel mitten an der Straße und als absolutes, gänsehautbringendes Highlight: LEOPARDEN BEI DER PAARUNG mehrmals direkt neben dem Auto. Mit lautem Knurren, Bissen in den Nacken und einem nervös umherlaufenden Weibchen. Wir sind völlig ergriffen, selbst die erfahrenen Ranger haben so etwas noch niemals gesehen.





Mit dem internationalen Publikum haben wir ebenfalls Glück. Sogar Brasilien und Ecuador sind vertreten. Am meisten Spaß bringen die Gespräche mit zwei Holländern und einem sehr netten spanischen Honeymoonerpärchen.

Arathusa Safari Lodge Sabie Sands

Sehr persönlich und professionell geführte private Game Lodge. Das frisch renovierte Chalet mit großzügigem Platzangebot war gemütlich eingerichtet, das Bett riesig und bequem. Der Pool mit Blick auf den See, ein Out of Africa Haupthaus und hervorragende Küche mit nettem Service rechtfertigten für uns den nicht ganz günstigen Preis. Die Tiersichtungen sind durch die Möglichkeit zum Offroad Fahren einmalig. Arathusa hat uns klasse gefallen, wir möchten wieder hin !
Teil 1021. Juni 2010
Fortsetzung Teil 9

Von Arathusa Safari Lodge nach Krüger NP/Olifants

Nach dem Morgen-Gamedrive, Brunch und einer Dusche verlassen wir schweren Herzens Arathusa in Richtung Orpen Gate des Krüger Parks. Auf der Strecke befolgen wir den Rat, uns wegen korrupter Polizisten ganz streng an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.

Nach dem Volltanken geht’s durch das einsame Gate, außer uns ist niemand da. Nach kurzer Fahrt halten wir neben einem Auto mit netten Südafrikanern. Sie deuten in den Busch, keine Ahnung was sie meinen. Sie geben uns Zeichen, wir sollen ihren Platz einnehmen. Sie hätten den Löwen jetzt dreimal bei der Paarung gesehen, jetzt würden sie uns Platz machen. Wir haben es uns dann viermal angesehen. In ca. 20 Meter Entfernung, es war nur von unserem Standort aus zu beobachten. Ohne den Tipp wären wir zu 100% vorbeigefahren.



Eine große Büffelherde, Elefanten, Zebras und Gnus bringen uns einen wunderschönen Tag im Krüger Park. Die Temperatur ist wieder mit Mitte 20 Grad perfekt. Kurz vor dem Olifants Restcamp überquert dann noch kurz vor uns eine große Elefantenherde die Straße.



Das Camp selbst liegt auf einem Hügel. Unsere Hütte hat nette Sicht, ist aber total heruntergewohnt.
Also geniessen wir den Sonnenuntergang mit tollem Ausblick auf den Fluß mit Eles, Hippos und Giraffen vom Aussichtspunkt am Restaurant aus mit einem Windhoek.



Anschließend versuchen wir uns noch am dürftigen Buffet auf der Terrasse des Restaurants und gehen früh ins Bett.



Olifants

Großes Camp mit sehr schöner Lage auf einem Hügel über dem Fluß. Die Häuser haben eine sehr unterschiedlich gute Lage. Manche haben tolle Aussicht auf den Fluß, andere wieder gar keine. Unsere Hütte war sehr runtergewohnt, das Waschbecken verfärbt, die Fenster marode und insgesamt ungemütlich. Der Supermarkt wiederum war ganz gut ausgestattet. Das Restaurant mit schöner Terrasse bot das übliche, langweilige Nationalparkbuffet und eine knapp gehaltene Menükarte.

Hier müssen wir nicht noch einmal hin.
Teil 1121. Juni 2010
Fortsetzung Teil 10

Von Krüger NP/Olifants nach Mopani

In Olifants bringe ich die Dusche hinter mich. Die größte Herausforderung ist es ,dem vergilbten Duschvorhang nicht zu nahe zu kommen. Nach dem Frühstück und kurzem Einkauf im Shop geht es los in den Park. Über Letaba wollen wir nach Mopani.

Am Anfang geht es mit schönen Ausblicken am Fluß entlang.



Dort liegen große Krokodile im Ufersand. An einem kleinen Tümpel 3 Meter neben der Pad lauert ein kleineres Krokodil. Drumherum schwimmen zig kleine Wasserschildkröten, die dann fast alle an Land kommen.
Oft sind es die kleinen Begegnungen, die in solchen Reiseberichten untergehen, in echt aber lauter Mini-Highlights darstellen. Wir sind inzwischen zu Hobby-Birdern geworden. So kann ich kurze Zeit später wieder einen Haken in meinem Vogelbuch setzen. Oben auf einem Baobab sitzt ein riesiger Martial Eagle, ein wunderschöner, großer Adler. Dieser Vogel strahlt eine besonders majestätische Eleganz aus.



Auf der Weiterfahrt kreuzt noch eine ca. 40 Tiere große Elefantenherde direkt vor uns die Straße, dann erreichen wir Letaba. Dort gibt es eine sehenswerte Elefantenausstellung. Die Stoßzähne verschiedener im Laufe der Jahre verstorbener besonders großen Elefantenbullen mit deren Lebensgeschichte und Photos sind zu sehen.



Dazu passend begegnen wir auf der Weiterfahrt genau solch einem kapitalen Burschen. Ganz anders als die eher relaxten Herden kommt er kopfschüttelnd mit aufgestellten Ohren die Straße, läuft einige Schritte auf uns zu, verscheucht uns. Dann tut er gleiches in Richtung eines weiteren Fahrzeuges, demonstriert seine Stärke und zieht weiter. Auch bei unserer siebten Afrikareise steigt der Adrenalinspiegel in solchen Situationen erheblich.



Auf einer Seitenstraße erwischen wir dann noch einen Bateleur, der auf dem Boden die letzten Reste eines kleinen Tieres frißt.



In Mopani angekommen beziehen wir ein voll ausgestattes, gemütliches Häusschen. Kein Vergleich mit Olifants. Auch Essen im Restaurant ist besser. Wir sitzen lange auf dem schönen Holzdeck mit Blick auf den Stausee, Reiher und African Fisheagles. Heute war Adlertag !

Mopani

Mopani war das schönste, der von uns besuchten staatlichen Restcamps im Krüger. Das Haus war voll ausgestattet, sauber, nett eingerichtet und mit viel Platz. Das Restaurant hob sich ebenfalls positiv von den anderen ab.

Wir haben uns sehr wohl gefühlt und würden wieder dort hin fahren.
Teil 1221. Juni 2010
Fortsetzung Teil 11

Von Krüger NP/Mopani nach Sirheni

Nach einem ordentlichen Frühstück im Camp machen wir auf die Weiterfahrt in den Nordteil.
Über Shingwedzi soll es zu unserem Ziel Sirheni gehen. Der Himmel ist heute bedeckt. Die Landschaft ist recht eintönig, eigentlich besteht auf dem Weg alles aus Mopanewald bis maximal 3 Meter Höhe. Wie am Vortag scheucht uns ein Elefantenbulle ein paar Meter im Rückwärtsgang über die geteerte Straße, ansonsten sichten wir außer einigen Elefanten nichts besonderes. Je weiter es nach Norden geht, umso weniger Betrieb ist im Park.

In Shingwedzi kaufen wir ein, Gott sei Dank funktioniert hier das Kreditkartenterminal. Wir sind blöderweise wieder einmal knapp an Bargeld, das sollte uns eigentlich nie mehr passieren. Im Krüger Park gibt es zur Zeit wohl nur EC-Kartengeldautomaten für nationale Karten. Sprit gibt es ja sowieso nur gegen Bares. Also tanken wir mit dem vorhandenen Bareld voll, 80 Rand bleiben übrig.
Das muß bis Musina reichen, wir ärgern uns tierisch über uns selbst.

Die Ankündigung, daß sich in der Gegend von Shingwedzi viele Elefanten aufhalten, bestätigt sich zu 100 Prozent. Auf einem engen, dicht bewachsenen Loop geht es immer in der Nähe von Wasser entlang. Zuerst entdecke ich ein Chamäleon.



In den kleinen Stichwegen zu den Wasserviewpoints habe wir einige aufregende Begegnungen mit den Riesen. Teilweise ist unser „Fluchtweg“ durch überraschend aus dem Busch kommende Elefanten abgeschnitten. Auf dem Hauptweg kommt uns völlig außer Rand und Band ein Bulle in der Musth aus dem Busch entgegen. Der Kopf ist seitlich großflächig dunkel vor austretender Flüssigkeit, ertrompetet ununterbrochen und wackelt permanent mit dem Kopf. E r geht auf alles los, was in seine Nähe kommt, wir suchen sofort das Weite. Eine tolle Ecke mit dichter Vegetation und Massen von Elefanten.
Und immer mal wieder wird man Zeuge von Unvorsichtigkeit:



Das letzte Teilstück vor Sirheni legen wir auf einer Nebenstrecke am ausgetrockneten Fluß entlang zurück. Die kleine Sandstraße schlängelt sich einspurig durch große knorrige Bäume und Büsche durch den Park. Es gibt Bee-Eaters, Crested Barbets, Blue Waxbills und tausende unbekannte Vögel und viele Kleintiere. Dann stehen unvermittelt fünf Giraffen vor uns. Eine sechste versteckt sich hinter einem Baum. Fast eine halbe Stunde beobachten wir die bildschönen Tiere aus diversen Positionen und knipsen uns die Finger wund. Wer soll die ganzen Bilder aussortieren?





Der Empfang in Sirheni ist sehr herzlich, wir beziehen ein gut ausgestattes Haus unter großen Bäumen. Das Camp ist nicht groß, es gibt kein Restaurant. Am Damm halten sich gerade einige Geier auf einem abgestorbenen Baum auf. Heute Abend gibt es endlich wieder Fleisch vom eigenen Grill. Die großen Camps sind nicht so unser Fall. In Zukunft zieht es uns sicher eher in die kleineren Wilderness Camps wie Sirheni mit Selbstversorgung.



Sirheni

Kleines Selbstversorgercamp im Norden des Krüger Parks. Unser Haus war voll ausgestattet mit allem, was man zur Selbstversorgung benötigt (außer einem Toaster). Die große Terrasse mit gemütlichem Holztisch hatte eingeschränkten Blick zum Stausee. Von einigen anderen Häusern aus hat man einen besseren Blick. Es gab ein großes Wohnzimmer und 2 Schlafzimmer. Wir würden jederzeit wieder nach Sirheni fahren, auch wegen der urigen Vegetation in der Umgebung.
Teil 1321. Juni 2010
Fortsetzung Teil 12

Von Krüger NP/Sirheni nach Mapungubwe Leokwe Camp

Nachdem ich mir selbst beigebracht habe, wie man Toastbrot in der Pfanne knusprig backen kann, geht es los zu unserer letzten Etappe durch den Krügerpark. Leider müssen wir Crooks Corner auslassen, da der Sprit sonst zu knapp würde. Nach weiteren etlichen Kilometern durch etwas eintönigen Mopane-Busch und einigen Elefantensichtungen erreichen wir den Fever-Tree-Forest und einen Aussteigepunkt auf einer Brücke. Es ist total einsam, seit ca. 1 Stunde haben wir kein Fahrzeug mehr gesehen. Die Gegend mit dem dichten Märchenwald wirkt wie verzaubert. Die Tiere halten sich aber vor uns verborgen.






Etwas weiter geht der Abzweig zum Pafuri Camp ab. Dort wollten wir eigentlich übernachten, hatten aber leider keine Nacht mehr übrig.

Nach Verlassen des Parks einige Kilometer weiter geht es an einigen schönen Baobabs vorbei durch einige Orte in Richtung Musina. Dort gibt es Geld am ATM, Sprit und einen gut ausgestatteten Sparmarkt. Wieder einmal wundern wir uns über die Massen von Alkohol im Liqueur-Shop.
Die Diamantminenstadt Musina ist quirlig und hektisch, es gibt nicht sehr viele Weiße. Auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt wird massiv gebettelt, der LKW-Verkehr quält sich durch die kleine Innenstadt.



Glücklich und wieder mit allem Wichtigen vesorgt geht es die letzten 50KM weiter nach Mapungubwe. Nach lustlosem Empfang an der Rezeption fahren wir zum Leokwe Camp. Die Pad ist sehr holprig. Dafür zieht uns die schöne Landschaft mit roten Felsen, grüner Vegetation und knorrigen Baobabs sofort in ihren Bann.



Von unserer Unterkunft im Leokwe Camp sind wir hellauf begeistert! Es ist richtig gemütlich, groß, neuwertig und mit schönem Grillplatz.



Da noch etwas Zeit bis zum Sonnenuntergang ist, fahren wir in Richtung Confluence Lookout. Wir lernen, daß Confluence Zusammenfluß bedeutet, hier fließt der Shashe und der Limpopo zusammen. Sie führen derzeit Wasser und bilden die natürliche Grenze zwischen Botswana, Zimbabwe und Südafrika. Völlig alleine erreichen wir auf dem gut ausgebauten kurzen Fußweg den ersten Aussichtspunkt.

Uns stehen die Münder offen! Das hatten wir nicht erwartet! Urplötzlich bietet sich uns ein atemberaubender Blick in die Flußebene. Der Shashe windet sich in kleinen Schlingen silber glänzend in der untergehenden Sonne. Klippschliefer, Eidechsen und eine kleine Eule leisten uns Gesellschaft.





Hochzufrieden geht’s zurück ins Camp. Während des leckeren Braiis fliegen die Fledermäuse um unsere Köpfe, zufrieden geht es ins bequeme Bett.

Am nächsten Tag fahren wir nach dem Frühstück bei wieder blauem Himmel eine gemütlche Runde durch den Park. Entgegen unseres Planes von der Rezeption ist diese am Ende als 4x4 Strecke gekennzeichnet. Mit unserem SUV ist es aber bis auf das letzte, doch sehr steile und spitzsteinige Stück doch kein Problem. Meine Frau ist zwar etwas nervös aber es klappt 😉

Danach besuchen wir wieder ganz alleine den Treetop Walk. Der Holzsteg hoch in den Bäumen führt bis ans Ufer des Limpopos. Es stinkt ziemlich nach Pavianexkrementen. Die Bee-Eaters sind leider voll im Gegenlicht und schwer zu fotografieren.



Den Abend verbringen wir dann wieder mit einem Windhoek ganz alleine am Confluence Lookout, der in die Rangliste unserer absoluten Lieblingsplätze aufgenommen wird.

Leokwe Camp

Sehr gemütlich eingerichtete Selbstversorgerhäuser in schöner Lage. Obwohl die Häuser in Dreiergruppen stehen, haben wir von den Nachbarn gar nichts mitbekommen. An unserem Haus Nr. 1 ging leider der Laufweg des Personals vorbei. Dort war in ca. 10 Metern Abstand zur Terrasse ständig Fußgängerverkehr. Irgendwie haben wir den Pool verpasst, was aber an uns lag.

Vom Leokwe Camp waren wir begeistert, zum Ausspannen ein toller Platz.
Teil 1421. Juni 2010
Fortsetzung Teil 13

Von Mapungubwe Leokwe Camp nach Mashatu/Tuli Block Botswana

Nach einem gemütlichen Frühstück packen wir die Sachen und fahren zur Rezeption. Um 10.00 Uhr geht es mit einem coolen Rasta-Ranger und 4 weiteren Gästen im Landy zur Heritage-Tour los.



Knapp ½ Stunde geht die Fahrt durch einen für private Besucher gesperrten und landschaftlich reizvollen Teil des Parks. An einer Ausgrabungsstelle befindet sich eine kleine Ausstellung, dann geht’s über ca 150 Stufen auf einen großen Felsen. Dort sind allerlei Spuren einer alten Hochkultur zu besichtigen. Auf dem Berg wohnten die Herrscher über dieses vergangene Reich. Alle Gegenstände des täglichen Lebens wurden ihnen von ihren Untertanen dort hoch gebracht.
Mapungubwe Hill zählt zum Unesco Weltkulturebene, sehr bekannt ist ein kleines, vergoldetes Nashorn. Zur Zeit wird im Park ein Museum errichtet, in das auch das goldene Nashorn zurückkehren soll.

Nach dieser interessanten Exkursion erreichen wir nach a. ½ Stunde den verschlafenen Pontdrift Boarder Post wo wir unser Auto für die nächsten drei Tage parken und auf Jakes treffen. Er ist unser perfekter Ranger in Mashatu. Witzig, gebildet und nicht nur auf die Big 5 aus. Zuerst werden wir mit einer etwas abenteuerlichen Cable Car über den Limpopo gebracht, dann geht es knapp eine ¾ Stunde mit dem Land Cruiser in Richtung Mashatu Tented Camp. Das liegt einsam mitten im Busch. Die Private Game Lodge liegt auf dem mit ca. 32000 Hektar größten privaten Wildreservat Botswanas.



Damit es nicht zu lange wird, möchte ich die Zeit in Mashatu zusammenfassen und die Highlights schildern:

Da es bis einige Tage vor unserer Ankunft ungewöhnlich spät und ausgiebig geregnet hatte, war alles sehr grün. Die Trockenflüsse hatten noch viele Wassertümpel, der Teil direkt am Limpopo war für die Ranger nicht zu erreichen. Trotzdem hatten wir im Vergleich zu Arathusa in Sabie Sands eher das Gefühl in wirklich freier Natur zu sein. Das gigantische Lodgegelände ist sehr abwechslungsreich und Jakes zeigte eigentlich fast permanent, was so ein Landcruiser drauf hat.



Hunderte von Metern durch tiefsandige Trockenflußbetten, steil die sandige Böschung hinauf, mitten durch das Dickicht und steil die Berge rauf. Jakes brachte uns mehrfach mitten in große Elefantenherden. Er nahm sich dabei viel Zeit.



Besonders toll war es, Elfanten inmitten einer lila Blumewiese im Sonnenuntergang zu beobachten zu dürfen.





Ebenfalls herrlich waren dichte Wälder mit großen Mashatu Bäumen.



Dann beim Kaffee von einer Böschung aus badende und spielende junge Eles im Fluß aus nächster Nähe sehen zu dürfen.



Und beim Blubbern am Fluß



Eine Löwin mit zwei Jungen neben einem Warthog Kill im Wald am Trockenfluß.



Eine Hyänenfamilie mit Jungen.



Eine Civet-Katze im Trockenflußbett bei Tageslicht.

Einen Erdwolf,

Eine African Wildcat

Ein etliche Tage alter Springbock Kill in einem kleinen Baum, sehr gespenstisch



und viele kleine Erlebnisse mit Vögeln und anderen Tieren.

Tagsüber waren wir mit netten englischen Auswanderern aus Wilderness die einzigen am Pool.
Die restlichen Gäste waren bis auf 2 lustige Australier aus Melbourne eher nicht so unser Fall.
Mashatu hatte für uns einen ganz eigenen Charakter, der den hohen Preis für uns gerechtfertigt hat.



Leider hatten wir wegen der dichten Vegetation keine Chance, einen der zahlreichen Leoparden zu sichten. Zur trockenen Jahreszeit soll Mashatu ein Leopardenparadies sein. Laut Jakes sind die Wildhunde abgewandert, vermutlich dauerhaft.


Mashatu Tented Camp

Typische Safarizeltunterkunft mit Freiluftbad mitten im dichten Busch. Zwei Stühle vor dem Zelt.
Einrichtung typisch und gemütlich. Das Personal war ohne Ausnahme zu 100% auf das persönliche Wohl der Gäste ausgerichtet. Alle Mahlzeiten waren reichlich, köstlich und abwechslungsreich. Die Weinauswahl hätten wir uns in einer Lodge dieser Preisklasse etwas umfangreicher gewünscht. Die Anreise von Südafrika aus war unkompliziert, die Cable Car bei Wasser im Limpopo ein kleines Abenteuer. Der Ranger war pünktlich zur Abholung da und half bei allen Formalitäten, alles war sehr entspannt. Das Auto stand auf dem umzäunten Grenzpostengelände sicher.



Fazit: Wir hatten erlebnisreiche 3 Nächte in Mashatu und waren vollauf zufrieden. Für uns ein neues Erlebnis, wir würden wiederkommen.

PS: @ SASOWEWI: hast Du es auch so empfunden ?
Teil 1521. Juli 2011
Letzter Teil 14

Kwafubesi Tented Camp und Rückreise über Johannesburg

So Chrissie, jetzt tue ich es doch gleich 😛

Nach dem letzten Morgengamedrive in Mashatu bringt uns Jakes zurück über die Grenze.
Unser Auto steht wohlbehalten auf seinem Platz. Die Einreise nach Südafrika ist wie auf dem Hinweg wieder sehr relaxed. Der Abschied von Jakes fällt uns nicht leicht, wir hatten Dank ihm viele tolle Erlebnisse.

Unser Weg führt uns über die WM-Stadt Polokwane in das Kwafubesi Tented Camp im Mabula Game Reserve in der Nähe von Bela Bela. Die 428 KM Fahrtstrecke verlaufen ereignislos und ziehen sich gerade deswegen etwas in die Länge.


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Die Straße führt Mitten durch Polokwane. An der Tanke treffen wir auf einen supergelaunten farbigen Tankwart. Er hält uns für ein bisschen verrückt, weil wir nicht zur WM-Zeit in Südafrika sind. Er erklärt uns, daß die WM irre wichtig für das südafrikanische Selbstbewusstsein ist. Er ist total begeistert und wir freuen uns über die nette Begegnung.

Die Ankunft im Mabula Game Reserve ist dann ein Schock. Es handelt sich um eine riesige Familienanlage. Alles ist riesig. Die Dame an der Rezeption erklärt uns, daß wir aus Kwafubesi in die Main Lodge umgebucht wurden. Unser Zimmer zweihundertirgendwas beziehen wir nicht. Ziemlich sauer erklären wir der inzwischen zickigen Rezeptionsdame, daß wir sofort abreisen und uns etwas anderes suchen 😈 . Und siehe da.... plötzlich können wir doch nach Kwafubesi, alles ist ein großes Mißverständnis 😐 Und wir sahen uns schon in der Dämmerung ohne Unterkunft !

Schnell nimmt uns ein netter Ranger in Empfang, der uns in ca. 15 Minuten zum Camp bringt.
Dort werden wir unglaublich herzlich in der Lapa empfangen. Der Kamin brennt, es ist gerade dunkel geworden. Kwafubesi liegt mitten im Busch und besteht aus einer Lapa, einem kleinen Pool und 4 Safarizelten auf Holzpodesten. Zum Abendessen treffen wir die beiden anderen Gäste, das symphatische junge PaarMatthew und Julia aus Joburg. Bei Kerzenlicht, Kaminfeuer gutem Rotwein und interessanten Gesprächen geniessen wir einen wunderschönen Abend. Was für ein Wechselbad der Gefühle 😊


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Der Gamedrive am nächsten Morgen ist gewöhnungsbedürftig. Unser Ranger Sam ist aber OK. Bei den Löwen ist schwer Verkehr. Das hat eher Zoocharakter. Da wir die nächsten beiden Gamedrives alleine mit Sam machen, einigen wir uns auf nicht mehr zu den Löwen zu fahren.


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Abseits der Hauptattraktionen Elefanten, Nashörner und Löwen machen wir mit Sam schöne Vogelbeobachtungen und haben viel Spaß.


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Der Rest der zwei letzten Tage relaxen wir am Pool.
Den letzten Tag haben wir vier Angestellte und die Lodge für uns.
Gott sei Dank ein doch noch sehr schöner Abschluss einer tollen Reise.

Am letzten Tag brechen wir nach einer Sichtung von Ground Hornbills nach JoBurg auf, wo wir am Abend mit South African wieder zurück nach Frankfurt fliegen. Die Rückkehr in eine Großstadt ist für uns jedesmal wie eine Strafe 😵

Kwafubesi Tented Camp / Mabula Game Reserve


Typisches Wochenendcamp für Johannesburger. Die Hauptlodge ging für uns gar nicht.
Kwafubesi hingegen hat uns gut gefallen, das Personal ist aussergewöhnlich nett und verbreitet eine familiäre Atmosphäre. Das Bett war eines der gemütlichsten und größten, Abends wurde eine Wärmflasche gebracht. Die Mahlzeiten waren sehr lecker und reichhaltig.
Der Preis allerdings auch nicht zu verachten.

Fazit der Reise

Auch jetzt mit etwas Abstand eine gelungen Route mit vielen unglaublich schönen Erlebnissen und einer Vielzahl von Höhepunkten. Die Magix-Diashow haben wir uns schon zigmal angeschaut.
Absolute Höhepunkte waren Thendele, Hluhluwe, Arathusa und Mashatu. Der hohe Preis für die Private Game Lodges hat sich definitiv gelohnt. Man kommt einfach näher an die Tiere ran und das Offroadfahren ist ein kleines Abenteuer. Wieder einmal mussten wir etliche Kompromisse eingehen und hatten zu wenig Zeit. Hluhluwe war mit 2 Nächten zu kurz. Selbstversorgung gefällt uns immer besser.

Das für uns afrikalose Jahr 2011 dauert trotz eines erlebnisreichen Neuseelandurlaubes viel zu lange. Wenn es nach mir ginge, würden wir nächtes Jahr zweimal nach Afrika fahren. Meine Frau hat aber auch noch ein paar andere Pläne.

In 2012 MUSS ich unbedingt wieder nach Namibia/Botswana, hoffentlich lässt sich mein Wunsch verwirklichen. 😕

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