1.Mal Namibia, sehr viele Fragen

14 Antworten · 3'725 Aufrufe · gestartet 16. Apr. 2010 von triple0957
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Themenstarter7 Beiträge · seit 201016. Apr. 2010 · #1
Hallo zusammen,

meine Freundin und ich wollen im September zum ersten Mal nach Namibia reisen, dafür bräuchte ich gern ein paar Tips von euch "alten Hasen".

Ankunft in Windhoek am 27.9.10, Abreise von Windhoek am 11.10.10, somit also komplett 15Tage, bzw. 13 Tage "netto".

Da wir natürlich nicht nur im Auto sitzen wollen ist die erste Frage die Reiseroute. Da wir zum ersten Mal da sind wollen wir die typischen Highlights mitnehmen, d.h. Etosha, Sossusvlei etc. Fish River Canyon würde ich eigentlich aus Zeitgründen ausfallen lassen, ebenso Lüderitz und Kolmanskop.
Wie seht ihr das?

Nächste Frage:
Unser Plan war eigentlich nur in Lodges zu übernachten, also kein 4WD mit Dachzelt. Ans Auto dachten wir an einen Daihatsu Terios von Hertz (ca 37€ am Tag).
Würdet Ihr empfehlen alle Lodges vorzubuchen oder sollte das vor Ort kein Problem sein? Da ich schon etwas im Forum gestöbert habe, ist mir natürlich bekannt das eigentlich jeder empfiehlt zumindest in Etosha vorzubuchen, aber wie sieht es mit dem Rest aus, z.B. Sossuvlei?
Irgendwie gibt es ja einem ne gewisse Sicherheit wenn man alle Lodges bereits gebucht hat, aber auf der anderen Seite ist man halt nicht mehr flexibel.
Falls Ihr vorausbuchen würdet: direkt bei den Lodges über die Internetseite buchen oder lieber im Reisebüro?

Das mit den Übernachtungen in Lodges war unser Plan weil es so aussieht das dann die gesamte Reise billiger kommt als wenn wir mit Dachzeltauto fahren und dann entsprechend auf Campingplätzen übernachten. Die Preise für 4WD mit Dachtzelt war auf jeden Fall auf den Interentseiten die ich besucht habe relativ teuer. Was sagt Ihr dazu?

Stichwort Etosha:
Wir dachten an 4 Tage im Etosha Park, möchten aber (falls sinnvoll) 2 Nächte nahe dem Lindeqiust Gate übernachten und dann 2 Nächte am Anderson Gate. Was meint ihr? Welche Lodges könnt ihr an beiden Gates empfehlen?("normale" Preiskategorie, nicht irgendwelche Luxus-Lodges für 500€ die Nacht!)

Auf dem Weg von Etosha nach Swakopmund liegen mehr oder weniger die Dinosaur Footprints auf dem Weg. Lohnt es sich da mal anzuhalten?

Alle empfehlen immer einen zweiten Reservereifen mitzunehmen, bekomme ich den auch bei Hertz? Habt ihr Erfahrungen mit Hertz-Mietwagen in Namibia? Alternativen?

Da wir am Ankunftstag erst um 15:20 in Windhoek landen, wollte ich eigentlich nicht mehr weiter fahren und dachte an eine Übernachtung im Kalahari Sands Hotel (im Reisebüro für 31€ PP buchbar). OK? Alternativen?

Nächste Übernachtung wäre dann wahrscheinlich ja Nähe Waterberg Plateau. Empfehlung für Lodge?

Am Abreisetag fliegen wir um 12:25 in Windhoek ab. Gibts irgendwo in der Nähe noch eine nette Lodge oder muss ich wieder auf das Kalahari Sand zurückgreifen?

Wie ist das eigentlich mit den Tankstellen, bekomm ich da auch am Sonntag Benzin? Ist da Self-Service oder kommt jemand und tankt das Auto?

So ich glaube das langt dann erst mal mit meinen Fragen 😉
Ach ja: um das vielleicht noch klarzustellen: wir möchten auf jeden Fall alleine reisen und nicht mit einer Reisegruppe.

Generell wäre ich dankbar für Übernachtungstips für die komplette Reiseroute.

Schon jetzt mal ein großes Dankeschön an alle die uns Neulingen unter die Arme greifen!!!!!
5'538 Beiträge · seit 200816. Apr. 2010 · #2
Hallo und herzlich willkommen im Forum,

13 Tage sind nicht so viel, aber genügend, um die wichtigsten Ziele zu sehen. Hier mein Vorschlag mit Lodgen, die Ihr aber alle vorbuchen müsst - Hauptsaison. Für die Buchungen empfehle ich immer eine in Namibia ansässige Reiseagentur zu nehmen. Es gibt hier einige im Forum.

1. Nacht Windhoek - Hotel Thule, Heinitzburg, Casa
Blanca - alle drei zu empfehlen, aber eine
Frage des Geldbeutels
2. Nacht Kalahari Anib Lodge - da kommt Ihr früh an.
Deswegen den Sundowner Drive mitmachen.
3. Nacht Desert Homestead oder Little Sossus
4. Nacht Namib Desert Lodge
5. und 6. Nacht Swakopmund - Beach Lodge, Hansa, Stiltz (um
diese Jahreszeit ok). Macht eine Bootsfahrt
ab Walvis Bay und/oder eine Dünentour
7. und 8. Nacht Etoscha - entweder in der Etoscha Safari
Lodge, wenn Ihr außerhalb wohnen wollt,
oder was ich bevorzuge, wenn es noch frei
ist, Okaukuejo oder Halali.
9. und 10. Nacht Etoscha Ostseite - am besten Onguma Bush
Camp oder Mushara Lodge
11. Nacht Entweder Guest Farm oder Lodge in der
Nähe vom Waterberg - vor Otjiwarongo
ist die Frans Indongo oder ursprünglicher
und preiswerter die Oase. Hinter
Otjiwarongo gibt es diverse.
12. Nacht Farm Düsternbrook oder Okapuka Ranch
13. Nacht Abschlussnacht in Windhoek auf jeden Fall
in der Heinitzburg.

Als Fahrzeug würde ich einen Wagen der Klasse Toyota Avanza nehmen. Ein zweiter Reservereifen sollte Pflicht sein, denn es kann trotz allem immer mal eine Panne mehr geben als geplant.

Die Tankstellen sind fast überall auch sonntags geöffnet. Trotzdem habe ich es mir zur Regel gemacht, immer wenn ich in der Nähe einer Tanke bin und weniger als 50 % im Tank habe, nachzufüllen. Es sind alles Bedienungstankstellen.

Viel Spaß beim Planen und beeilt Euch, denn die eine oder andere von mir genannte Unterkunft dürfte jetzt schon voll sein.

Liebe Grüße
Gerd
1'287 Beiträge · seit 200816. Apr. 2010 · #3
Willkommen im Forum!

ich werde und kann nicht alle Deiner zahlreichen Fragen beantworten und picke mir mal einige raus.

triple0957 schrieb:
Da wir natürlich nicht nur im Auto sitzen wollen ist die erste Frage die Reiseroute. Da wir zum ersten Mal da sind wollen wir die typischen Highlights mitnehmen, d.h. Etosha, Sossusvlei etc. Fish River Canyon würde ich eigentlich aus Zeitgründen ausfallen lassen, ebenso Lüderitz und Kolmanskop.
Wie seht ihr das?
Ein sehr vernünftiger Ansatz. Bei 13 Nächsten muss man sich zwingend für entweder Norden oder Süden entscheiden. Wenn Eurer Fokus auf Tieren liegt ist Etosha sicher ein gute Wahl.

triple0957 schrieb:
Nächste Frage:
Unser Plan war eigentlich nur in Lodges zu übernachten, also kein 4WD mit Dachzelt. Ans Auto dachten wir an einen Daihatsu Terios von Hertz (ca 37€ am Tag).
Würdet Ihr empfehlen alle Lodges vorzubuchen oder sollte das vor Ort kein Problem sein? Da ich schon etwas im Forum gestöbert habe, ist mir natürlich bekannt das eigentlich jeder empfiehlt zumindest in Etosha vorzubuchen, aber wie sieht es mit dem Rest aus, z.B. Sossuvlei?
Wenn Ihr es schafft im Vorfeld eine konkrete Reiseroute festzulegen empfiehlt es sich soviele Lodges wie möglich vorzubuchen um keine Überraschungen zu erleben und Urlaubszeit zu sparen. In jedem Fall solltet Ihr am Morgen eines jeden Tages wissen in welcher Lodge Ihr abends schlafen wollt. In den meisten Fällen (Städte mal ausgenommen) sind die Lodges recht weit auseinander und einfach mal hinfahren und fragen kostet zu viel Zeit. Aber man kann natürlich von unterwegs (Handyempfang vorausgesetzt) anrufen und ein Zimmer reservieren. Dazu benötigt Ihr dann entsprechende Informationsmaterialien (z.B. Trummis Liste)

triple0957 schrieb:
Falls Ihr vorausbuchen würdet: direkt bei den Lodges über die Internetseite buchen oder lieber im Reisebüro?
Auch Geschmackssache. Es gibt gute Reisebüros die buchen Euch eine Selbstfahrreise und Ihr müsst nur losfahren. Man kann aber genauso problemlos per Email/Telefon direkt vorbuchen.Hier ist eben die Schwierigkeit die passende Lodge zu finden. Aber da bietet die Suchfunktion dieses Forums einiges an Informationen. Preislich ergibt sich aus meiner Erfahrung kein Unterschied.


triple0957 schrieb:
Das mit den Übernachtungen in Lodges war unser Plan weil es so aussieht das dann die gesamte Reise billiger kommt als wenn wir mit Dachzeltauto fahren und dann entsprechend auf Campingplätzen übernachten. Die Preise für 4WD mit Dachtzelt war auf jeden Fall auf den Interentseiten die ich besucht habe relativ teuer. Was sagt Ihr dazu?
Wiederum Geschmackssache. Je nach Ausstattungswünschen ist ein Lodgeurlaub mit Mietwagen tedenziell teurer, was u.a. auch daran liegt, dass man ja in den meisten Fällen abends essen geht. Beim Camping kann man selbst kochen. Schlussendlich ist der Preisunterschied eher gering es gibt Anbieter von 4x4 Dachzeltwagen die relativ preiswert sind. Aber sicher kann Euch hier die Suche im Forum weiterhelfen.

triple0957 schrieb:
Alle empfehlen immer einen zweiten Reservereifen mitzunehmen, bekomme ich den auch bei Hertz? Habt ihr Erfahrungen mit Hertz-Mietwagen in Namibia? Alternativen?
Es empfiehlt sich einen zweiten Reseverreifen mitzunehmen. Ich habe bei Mietwagen zwar noch nie eine Reifenpanne gehabt, aber bei der letzten Fahrt mit dem eigen Wagen hatten wir 8x mal platt. Kann also durchaus mal passieren.

triple0957 schrieb:
Da wir am Ankunftstag erst um 15:20 in Windhoek landen, wollte ich eigentlich nicht mehr weiter fahren und dachte an eine Übernachtung im Kalahari Sands Hotel (im Reisebüro für 31€ PP buchbar). OK? Alternativen?
Ich würde eine Pension (z.B. Steiner) oder ein B&B (z.B. The Elegant) vorziehen, da ich Hotels nicht mag. Da gab es kürzlich hier einen Thread zu B&B in WDH, da wirst Du sicher fündig.

triple0957 schrieb:
Wie ist das eigentlich mit den Tankstellen, bekomm ich da auch am Sonntag Benzin? Ist da Self-Service oder kommt jemand und tankt das Auto?
Sonntag ist offen. In der Regel betankt jemand das Auto. Goldene Regel: Immer tanken wenn es möglich ist. Also nicht auf die Reservelampe warten.

Viel Spass bei der Planung und Reise
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
728 Beiträge · seit 200616. Apr. 2010 · #4
Hallo triple0957,
willkommen im Forum!
Schön, dass du schon im Forum gestöbert hast. Du wirst bei weiterem Stöbern viele Antworten auf deine Fragen finden.
Aber einige will ich dir gern beantworten:
Den Daihatsu Terios kenne ich nicht. Sieht aber in der Abbildung ok aus. Ein zweites Reserverad wirst du vermutlich nicht bekommen, insbesondere aber nicht unterbekommen im wohl recht kleinen Kofferraum. Aber: mal nachfragen bei Hertz.
Bei 13 Tagen netto zeigt sich in der Beschränkung der Meister. Du bist gut beraten, nicht zu versuchen, "alles" in diesen 13 Tagen unter zu bringen. Also Norden (Schwerpunkt: Tiere) oder Süden (Schwerpunkt: Landschaft), aber natürlich ist der Norden nicht ohne Landschaft 😄 und der Süden nicht ohne Tiere. Mit dem Verzicht auf Lüderitz, Kolmannskuppe und Fish River Canyon liegst du richtig. Beim nächsten Mal!
Ich persönlich buche alle Lodges vor, zumal in der Hauptsaison August bis Oktober, weil ich keine Lust habe, mich vor Ort noch darum zu kümmern. Ich habe aber auch Spaß an der Planung. Andere preisen die Flexibilität und lassen sich mit Genuss treiben und finden Planung spießig. Das ist Geschmackssache. Was dir lieber ist, musst du wissen. Ich buche immer über Internet direkt bei den Lodges vor.

Ob nun Lodge-Urlaub mit einem 4x2 Pkw oder mit einem Pickup und Dachzelt ist auch Geschmackssache. Wenn du nicht ein eingefleischter Campingfan bist, würde ich dir bei einem ersten Besuch in Namibia doch vielleicht eher Lodges empfehlen. Das, was die mehr kosten kannst du teilweise wieder beim Auto einsparen. Ein Toyota-Hilux mit Dachzelt kostet etwa 80 bis 100 Euro pro Tag. Dazu die Campinggebühren.

Wenn ihr um 15:20h ankommt (Nachtflug nach Johannesburg?), solltest du auf jeden Fall eine Nacht in WDH zubringen. Grundregel: nicht im Dunkeln fahren.
Zu deinen diversen Fragen nach geeigneten Unterkünften: Ich habe mir immer einen Reiseführer gekauft (Iwanowski, Reise know how oder andere) darin findest du alle aktuellen Unterkünfte mit Preisen, Lage und Niveau. Dieses Forum kann m.E. dieses Grund-1x1 eines Reiseführers nicht ersetzen. Ohne dir zu nahe treten zu wollen: deine Fragen zeigen, dass dieses Grund 1x1 noch fehlt. Und es gibt vieles aus der Rubrik "Gut zu wissen" das man besser vorher weiß. Aber: wir waren alle mal Anfänger.

Wenn du von WDH zum Etosha NP willst, musst du nicht am Waterberg zwischen übernachten. Es sei denn, du willst den Waterberg besuchen. Sonst kannst du zum Etosha NP durchfahren.
Auf das Kalahari Sands musst du überhaupt nicht zurück greifen. Es gibt schönere Pensionen und Hotels aller Kategorien in WDH. Wir versuchen es dieses Mal mit Hotel Palmquell.
Soweit erstmal.
Gruß
Reinhard

PS: so ist es, wenn drei Leute parallel an der Antwort schreiben ohne voneinander zu wissen.
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zuletzt bearbeitet 16. Apr. 2010
33,1k Beiträge · seit 200616. Apr. 2010 · #5
Hallo triple0957,
Da wir natürlich nicht nur im Auto sitzen wollen ist die erste Frage die Reiseroute. Da wir zum ersten Mal da sind wollen wir die typischen Highlights mitnehmen, d.h. Etosha, Sossusvlei etc. Fish River Canyon würde ich eigentlich aus Zeitgründen ausfallen lassen, ebenso Lüderitz und Kolmanskop. Wie seht ihr das?
Genau so wie Du. Bei so wenigen Reisetagen würde ich nur Norden oder nur Süden machen. Sossusvlei könnt ihr dann mit zum Norden zählen, müsst aber dann womöglich Abstriche bei z.B. Damaraland machen.
Unser Plan war eigentlich nur in Lodges zu übernachten, also kein 4WD mit Dachzelt. Ans Auto dachten wir an einen Daihatsu Terios von Hertz (ca 37€ am Tag).
Würdet Ihr empfehlen alle Lodges vorzubuchen oder sollte das vor Ort kein Problem sein? Da ich schon etwas im Forum gestöbert habe, ist mir natürlich bekannt das eigentlich jeder empfiehlt zumindest in Etosha vorzubuchen, aber wie sieht es mit dem Rest aus, z.B. Sossuvlei?
Siehe z.B. http://www.namibia-wiki.com/wiki/Reservieren_-_ja,_nein%3F
Falls Ihr vorausbuchen würdet: direkt bei den Lodges über die Internetseite buchen oder lieber im Reisebüro?
Wenn Du in die großen Busreiselodges der großen Reiseveranstalter willst, dann solltest Du auch über diese buchen (Dertour, Meyer etc.), denn diese bekommst Du dort in aller Regel günstiger. Alle anderen Unterkünfte würde ich ruhig einzeln oder mit Hilfe eines Buchungsbüros vor Ort buchen.
Das mit den Übernachtungen in Lodges war unser Plan weil es so aussieht das dann die gesamte Reise billiger kommt als wenn wir mit Dachzeltauto fahren und dann entsprechend auf Campingplätzen übernachten. Die Preise für 4WD mit Dachtzelt war auf jeden Fall auf den Interentseiten die ich besucht habe relativ teuer. Was sagt Ihr dazu?
Kann man so nicht pauschal beantworten. Wenn ihr in teure Lodges für €200 pP die Nacht geht, dann ist Dachzelt und campen sicherlich deutlich günstiger.
Wir dachten an 4 Tage im Etosha Park, möchten aber (falls sinnvoll) 2 Nächte nahe dem Lindeqiust Gate übernachten und dann 2 Nächte am Anderson Gate. Was meint ihr? Welche Lodges könnt ihr an beiden Gates empfehlen?("normale" Preiskategorie, nicht irgendwelche Luxus-Lodges für 500€ die Nacht!)
Wenn nicht im Park (Okaukuejo, Halali), dann südlich davon z.B. Vreugde Guestfarm und östlich Onguma.
Auf dem Weg von Etosha nach Swakopmund liegen mehr oder weniger die Dinosaur Footprints auf dem Weg. Lohnt es sich da mal anzuhalten?
Kann man machen, hat man gesehen, dauert 10 Minuten. Aber ich würde von Etosha nach Swakop eher die Sandpad über Khorixas und Uis nehmen und dann mind. eine Nacht am Brandberg oder für Twyfelfontein & Co aufwenden.
Alle empfehlen immer einen zweiten Reservereifen mitzunehmen, bekomme ich den auch bei Hertz? Habt ihr Erfahrungen mit Hertz-Mietwagen in Namibia? Alternativen?
Bekommst Du überall, bei den internationalen Vermietern kostet er aber meist etwas. Ich persönlich würde was Namibia angeht bei lokalen Vermietern und nicht den internationalen (Avis, Hertz etc.) buchen. Aber das ist meine ganz eigene, lokalpatriotische Meinung.
Da wir am Ankunftstag erst um 15:20 in Windhoek landen, wollte ich eigentlich nicht mehr weiter fahren und dachte an eine Übernachtung im Kalahari Sands Hotel (im Reisebüro für 31€ PP buchbar). OK? Alternativen?
Leider nicht mehr ok, außer Du möchtest gerne Peking in klein in Afrika erleben. Primär steigen hier - leider, denn es war wirklich immer schön - chinesische Gäste ab. Wenn schon ein großes Hotels, dann ein anderes. Allgemein würde ich zu B&B oder Pensionen eher raten. Da bekommt man mehr von Land & Leuten mit.
Nächste Übernachtung wäre dann wahrscheinlich ja Nähe Waterberg Plateau. Empfehlung für Lodge?
Auslassen, da ihr dafür keine Zeit haben werdet. 4 Tage Etosha, 2 Tage Brandberg/Twyfelfontein, 3 Nächte Swakopmund, 2 Nächte Sossusvlei...
Am Abreisetag fliegen wir um 12:25 in Windhoek ab. Gibts irgendwo in der Nähe noch eine nette Lodge oder muss ich wieder auf das Kalahari Sand zurückgreifen?
Forumssuche hilft!
Wie ist das eigentlich mit den Tankstellen, bekomm ich da auch am Sonntag Benzin? Ist da Self-Service oder kommt jemand und tankt das Auto?
Du bekommst in jedem größeren Ort 24-Stunden Benzin. Es sind alles Servicetankstellen (Tip N$ 2-3 nicht vergessen).

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 16. Apr. 2010
1'242 Beiträge · seit 200916. Apr. 2010 · #6
Hallo,
wir fliegen Ende September auch zum 1. Mal nach Namibia.
Empfehlungen von Lodge's kann ich euch noch keine geben, aber im Erongo Gebirge und vor allem in Swakopmund waren schon einige Lodges (The Stiltz, Beach Lodge, Sam's Giardino, usw.) voll. Wir mussten auch hier im Namibia Forum auf die Experten und ihre wertvollen Tipps zurückgreifen.
Vielleicht sieht man sich ja in Afrika. Wir sind vom 26. September bis 13 Oktober in Namibia und fahren die klassische Nord-Route gegen den Uhrzeiger.
Liebe Grüsse
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
3'491 Beiträge · seit 200616. Apr. 2010 · #7
Hallo Triple 095,
auch von mir ein herzliches Willkommen.
2 Wochen Namibia ist zwar sehr schön - aber verdammt knapp. Da ist es sehr vernünftig, dass Ihr Euch auf einen Landesteil beschränken wollt und bei diesem Mal den Süden auslassen wollt. Der läuft Euch auch nicht weg und der September ist gerade für Etosha / Umgebung wegen der fortgeschrittenen Trockenzeit ein sehr guter Reisemonat. Aber das wissen andere auch - deshalb empfiehlt es sich schon, die Unterkünfte vorzubuchen - bei Etosha und Sossusvlei sogar ein absolutes Muss.Bei nur 2 Wochen Gesamtreisezeit habt Ihr sowieso nicht genug Zeit, um an einem bestimmten Ziel so lange zu bleiben, wie es Euch gefällt.Zumindest dann nicht, wenn Ihr mehr als nur dieses eine Ziel besuchen wollt.
Bei der Wahl Eures Autos müsst Ihr nicht besonders wählerisch sein, da für Eure Route insoweit keine besonderen Anforderungen zu beachten sind. Ein Auto mit mehr Bodenfreiheit, also z.B. VW-Bus, Toyota Condor oder Nissan X-Trail ( jeweils in Normalausführung),ist halt komfortabler und wehen der erhöhten Sitzposition besonders in Etosha auch zu empfehlen. Aber es geht auch mit einem VW-Golf oä. Ihr braucht eben nur den Platz für Euer Gepäck und das 2. Ersatzrad.
Man kann diese gedachte Reiseroute mit den Eckpunkten Windhoek-Sossusvlei-Swakopmund-Etosha-Windhoek links- oder rechtsherum fahren.Für einen Erstbesucher, der noch keine Erfahrung mit dem "Pad-Fahren" hat, würde ich mit Etosha beginnen wollen, weil die Straße dorthin durchgehend geteert ist und Ihr in Etosha selbst dann das Padfahren etwas üben könnt. Wenn irgendwie möglich, solltet Ihr versuchen, im Park zu übernachten, also nicht vor bzw. nach den Gates.Besonders zu empfehlen sind Halali und Okaukuejo.Sollte das jetzt nicht mehr buchbar sein, dann sind Dir ja schon ein paar Möglichkeiten genannt worden. Onguma ist wirklich sehr schön: das Buschcamp dort ist verhältnismäßig "normal", das Tented Camp recht luxuriös und das Tree Top Camp ausgesprochen naturnah und trotzdem komfortabel.Hat letztlich immer etwas mit dem Preis zu tun.
wenn Ihr für Etosha 4 Tage veranschlagt, dann ginge es anschließend in Richtung Swakopmund weiter.Um das in einem Rutsch zu machen, ist es etwas weit. Besser einen Zwischenstop, z.B. in/um Khorixas, z.B. in der Vingerkliplodge.Ist zwar schade, wenn Ihr dort nur 1 Nacht bleiben könnt, aber die Zeit ist eben knapp.Für Swakopmund braucht Ihr mindestens 2 Nächte, 3 wären aber besser, damit Ihr sowohl die Wüstentour als auch die Robben-und Delphin-Tour mitmachen könnt.Von Swakopmund kann man bequem in einem Rutsch bis Sesriem/Sossusvlei durchfahren - bis dahin habt Ihr ja schon genug Pad-Erfahrung.Aber auch dort müssen es unbedingt 2 Nächte sein.Sossusvlei-Windhoek ist auch an einem Tag machbar.
Damit hätten wir ein Zeitgerüst von
- 1 Nacht Windhoek
- 2 Nächte Halali
- 2 Nächte Okaukuejo
- 1 Nacht Vingerklip Lodge
- 3 Nächte Swakopmund
- 2 Nächte Sossusvlei
- 1 Nacht Windhoek, d.h.
es bliebe noch 1 Nacht übrig.Entweder für die Verlängerung von Etosha oder Vingerklip.Das wäre eine runde Sache - mit Namibiasucht-Potential.
Gruß Joli
Themenstarter7 Beiträge · seit 201016. Apr. 2010 · #8
Wow, so viele Antworten in so kurzer Zeit! Damit habe ich gar nicht gerechnet.

Schon mal vielen Dank an alle die geantwortet haben oder dies vielleicht später noch machen! Ihr habt mir auf jeden Fall schon mal viel weitergeholfen.

@Reinhard:
Ja du hast Recht, ich komm mit dem Nachtflug über Johannesburg. Hab noch ein paar Bonusmeilen die weg müssen, deswegen der Umweg.
Dieses Forum kann m.E. dieses Grund-1x1 eines Reiseführers nicht ersetzen. Ohne dir zu nahe treten zu wollen: deine Fragen zeigen, dass dieses Grund 1x1 noch fehlt.
Auch hier hast du recht. Irgendwie finde ich es aber immer besser "persöhnlich" mit Leuten zu reden die schon selber Erfahrungen in dem jeweiligen Land gemacht haben, als nur alles aus dem Reiseführer zu übernehmen. Gerade das Thema Lodge-Übernachtung oder Camping mit Dachzelt wird zwar in den Reiseführern (teilweise) ausführlich behandelt, aber ich wollte eben auch die Meinung von Leuten hören die evtl. schon beide Erfahrungen gemacht haben und somit einschätzen können was schöner ist und vor allem für Neulinge in Namibia sinnvoller ist. Auch wenn das natürlich immer subjektive Meinungen sind. Aber keine Angst: du bist mir nicht zu nahe getreten 🙂
Danke für deine prombte und ausführliche Antwort.

@Lil:
Schade das die Beach Lodge schon ausgebucht ist, ich hab mir gerade die Internetseite angeschaut, das sieht echt gut aus. Werde aber trotzdem mal anfragen, wir werden die Route wahrscheinlich im Uhrzeigesinn fahren und sind damit zu einem anderen Zeitpunkt in Swakopmund. Vielleicht haben wir ja Glück.
72 Beiträge · seit 200817. Apr. 2010 · #9
Hallo,
wir haben im September vergangenen Jahres ebenfalls den Norden als Reiseziel ausgewählt, sonst ist das in der kurzen Zeit kaum zu schaffen.
Unsere 1. Etappe war von Windhoek (Übernachtung in Pension Uhland > kann empfohlen werden) nach Desert Home Stead (ca 30-40km vor Sesriem). Auch hier sehr gut untergekommen, gebucht über dertours, 3 Übernachtungen, zwei zahlen). Am ersten Tag in Desert Homestead kann man nicht mehr viel unternehmen, relaxen. Am nächsten Tag dann in den Sossousvlei Park, aber nur bis zur Elim Düne ganz am Anfang, die kann man auch mehr oder minder besteigen. Danach in den Sesriem Canyon, dann zurück zur Lodge, denn wir wollen am Nachmittag nochmals in den Park um die Düne 45 bei Sonnenuntergang (d.h. kurz davor, denn bei Sonnenuntergang müssen wir den Park verlasssen haben)zu erleben. Bevor wir den Park verlassen holen wir uns noch die permits für den nächsten Tag, denn wir wollen am nächsten Tag gleich bei Toröffnung um 7 Uhr am Eingang stehen um möglichst früh im death vlei und sossousvlei zu sein, die wir uns anschauen wollen. Klappte auch gut, auf dem Rückweg nochmals an Düne 45 vorbei, ist aber später Vormittag, so dass sich kaum Schatten an der Düne bilden. Wieder zurück in der Lodge gefaulenzt und die schöne Landschaft genossen.
Dann ging es am nächsten Tag weiter nach Büllsport, wo wir eine Wanderung durch die Köcherbaumschlucht unternahmen. Kann empfohlen werden, auch nicht so anstrengend, gutes Schuhwerk erforderlich.
Von Bülsport weiter nach Swakopmund, dort hatten wir zwei Übernachtungen im Cornerstone Guesthouse. Absolut zu empfehlen, nette Gastgeber, liegt zentral, hatten sogar über unsere Gastgeber im Voraus einen Tisch im Tug (Fischrestaurant) und am nächsten Tag im Lighthouse reservieren lassen >> beste Plätze.
Für Swakopmund waren m.E. 2 Ü genug, morgens machten wir am zweiten Tag in Walvis Bay eine Katamaranfahrt, vor Ort gebucht. Um ehrlich zu sein, schön wurde es erst, als wir wieder in den Hafen einliefen und die Sonne zum Vorschein kam, vorher war es saukalt.
Von Swakopmund ging es weiter nach Twyfelfontain (1 Ü), den nächsten Tag zur Vingerclip Lodge (1 Ü). Würde ich heute nicht mehr machen, sondern direkt von Twyfelfontain in den Etosha. Dort hatten wir 2 Ü in Okaukuejo Restcamp. Konnten am Wasserloch und während unserer Fahrten durch den Park unheimlich viele Tiere (beeindruckend die Herden von Springböcken, Zebras ..)sehen. Bis auf den Leoparden sahen wir den Rest der big5. Weiter ging unsere Tour zurück über die Frans Indongo Lodge (auch zu empfehlen - 2 Ü). Dort einen Ausflug zum Cheetah Conservation Fund, jede Menge Geparden. Dann zurück nach Windhoek und ab nachhause. Wir beschränkten uns auf 2 Tage im Etosha, da wir zuvor noch zwei Tage im Chobe NP hatten und dort auch viel Glück mit Wildbeobachtungen, v.a. Elefanten hatten.

Dies vielleicht als Appetithappen für Deine Reiseplanung.
Griuß Horst
33,1k Beiträge · seit 200618. Apr. 2010 · #10
-- OFF TOPIC --

Hi Horst,
Bis auf den Leoparden sahen wir den Rest der big5.
Das möchte ich zu 100% bezweifeln, denn es gibt keine Büffel in Etosha und somit auch absolut keine Chance die Big5 zu sehen... oder man macht sich seine eigenen, so wie der Stern in seiner erste Ausgabe der Südafrika-Reihe. Da wird sogar der Gepard zum Big 5.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
72 Beiträge · seit 200818. Apr. 2010 · #11
Hallo Christian,
natürlich hast Du recht, ich möchte mich auch vielmals für diesen Lapsus entschuldigen. Büffel sahen wir zuvor bei unserem Aufenthalt im Chobe-NP und zwei Jahre zuvor in SA. Mein Avatar stammt von dieser Reise.
Gruß und schönes Wochenende
Horst
Themenstarter7 Beiträge · seit 201007. Mai 2010 · #12
Hallo zusammen,

ich brauche nochmals eure Hilfe.
So langsam haben wir alle Unterkünfte zusammen, auch wenn dies ganz schön schwierig war (viele waren doch schon ausgebucht).

Das einzige was jetzt noch offen ist, sind die Unterkünfte in Etosha-Ost.

Wir haben nur noch zwei Möglichkeiten, alle anderen (von uns favorisierten) Lodges sind leider schon belegt.
Wir könnten entweder ins Namutoni Rest Camp oder ins Kempinski, preislich ist Namutoni etwas billiger, macht aber nicht mehr viel aus.

Auf den Bildern sieht eigentlich das Kempinksi schöner aus, aber mittlerweile hab ich viel gelesen (auch hier im Forum), das die Zimmer wohl so gar nicht zum Rest der Lodge passen, sprich sie sind alt und runtergekommen. Könnt Ihr das bestätigen, oder sind evtl. die Zimmer in letzter Zeit renoviert worden?

Irgendwelche Nachteile falls wir das Namutoni nehmen?

Nochmals Danke an alle die helfen und schon geholfen haben!!!
33,1k Beiträge · seit 200607. Mai 2010 · #13
Hallo triple0957,

die Kempinski Mokuti Lodge ist vor etwa einem Jahr komplett renoviert worden und auf dem Stand eines 4-Sterne-Hotels - in allen Belangen und Bereichen! In jedem Fall die bessere Wahl als Namutoni. Alternativ würde ich eine Gästefarm wie Sachsenheim vorziehen.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
5'538 Beiträge · seit 200807. Mai 2010 · #14
Hallo,

Ergänzung zu Christian ..... oder sogar bis Tsumeb weiterfahren, wenn es sich nur um die letzte Übernachtung nach dem Park handelt.

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter7 Beiträge · seit 201007. Mai 2010 · #15
@gglink:

Nein, wir wollen noch 2 Nächte im Etosha-Ostteil bleiben.

Momentan wurde von unserem Reisebüro eine Reservierung bei beiden Lodges gemacht, bis Montag müssen wir uns entscheiden. Wird wohl die Kempinski-Mokuti-Lodge werden.