MOMista OnjimaThemenstarter14 Beiträge · seit 200928. Feb. 2010 · #1Werte Forensianer,
ich bin auf der Suche nach einigen "Technischen Details" zu den Lehmburgen im Hoarusib. In den gängigen Reiseführern habe ich leider nichts gefunden. Das Internetz schweigt sich auch aus (oder habe ich nicht richtig gesucht?). Vielleicht findet sich hier ein Kenner der Materie.
Vielen Dank!
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200928. Feb. 2010 · #2Hallo,
Wir sind zwar schon vor 3 Jahren durch den Hoarusib gefahren,
aber Lehmburgen habe ich dort nicht gesehen.
Wo soll es die denn dort geben, und was ist das überhaupt.
Da wir dieses Jahr wieder dort sein werden, wäre es nett von dir, wenn du mich etwas darüber aufklären könntest....
LG
Birgitt
Duma273 Beiträge · seit 200628. Feb. 2010 · #3Hallo ihr beiden,
die sogenannten Lehmburgen sind etwa 30 km südlich von Purros gelegen. Dazu einfach den Flußlauf richtung Meer fahren.Auf der T4A Karte heißt der Platz Castle Formations und aussehen tut er so:

Birgitt1'667 Beiträge · seit 200928. Feb. 2010 · #4Hallo, Duma
diese Formationen kenne ich natürlich, habe sie aber nicht mit dem Begriff " Lehmburgen " in Verbindung gebracht.
Das Forum bildet also doch... 🙂
Danke und LG
Birgitt
joli3'491 Beiträge · seit 200628. Feb. 2010 · #5Hallo Mista Onjima,
wie Duma ja schon schreibt - der Hoarusib Canyon liegt südlich von Purros an der Skelettküste, d.h. er ist nicht frei zugänglich. Diese Lehmburgen oder Kathedralen türmen sich ca. 30 m hoch direkt am Flußufer. Sie sind von den gelegentlich auftretenden Sturzfluten des Hoarusib gebildet worden. Wenn man mit dem Auto auf dem Flussgrund entlangfährt, dann fällt es schwer sich vorzustellen, dass hier solche Wassermassen auftreten können. Ich erinnere mich allerdings, dass sich unser Guide sehr gewissenhaft nach etwaigen Regenfällen im Hinterland erkundigt hat, da das Wasser dann wohl als meterhohe Flutwelle in den Canyon hineinschießt und alles mit sich reißt.Das Wasser kommt so schnell, dass man unten im Canyon keine Chance hat, sich oder gar sein Auto in Sicherheit zu bringen.
Namibia ist zwar ein Wüstenland - aber es ertrinken dort deutlich mehr Menschen als verdursten.
Gruß Joli
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200601. März 2010 · #6Nunja,
die Lehmburgen oder Clay Castles findet man weit den Hoarusib hinunter, nur irgendwann kommt die Grenze zum SCP, hier ist normalerweise Schluß, da man kein Permit bekommt und dieses Gebiet nur bei Buchung eines nicht ganz billigen Aufenthaltes bei den beiden Konzessionären des Gebietes betreten kann. Das wird auch sehr streng kontrolliert!
Zur Entstehung der Clay Castles ist eher die Theorie eines natürlichen Staudamms und der damit verbundenen Ablagerung von Sedimenten zu empfehlen. Wir haben vor einiger Zeit im Auftrag mit einem Sonderpermit Bodenproben mit darin enthalten Schneckenhäuschen genommen, damit man anhand der Sedmente eine Altersbestimmung gemacht werden kann, nur lassen die Ergebnisse auf sich warten....
LG Jens