Mugabe entmachtet weisse Geschäftsleute

28 Antworten · 5'303 Aufrufe · gestartet 23. Feb. 2010 von silentwolf
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Themenstarter122 Beiträge · seit 201023. Feb. 2010 · #1
Hallo,

das Gesetz ist zwar alt, aber jetzt wird´s wohl ernst. Na, dann schauen wir mal was GPA, Unity Government und der ganze Phrasenkram noch wert ist.

In den bundesdeutschen Medien habe ich dazu gar nichts gehört, also hier der Link:
Zimbabwes Präsident will, dass weisse Geschäftsmänner die Kontrolle ihrer Firmen an schwarze Partner übertragen. Das ist eine Art Wiedergutmachung für die Rassendiskriminierung zu Zeiten der weissen Kolonialherrschaft.
http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Mugabe-entmachtet-weisse-Geschaeftsleute/story/10887396

Gruss
Thomas
Ich glaube, ich brauche hier auch eine zynisch besserwisserische Signatur! ;)
1'155 Beiträge · seit 200623. Feb. 2010 · #2
Hallo Thomas.

Sieh es positiv.

Viel kann der alte Tatterkreis sowieso nicht mehr kaputt machen und die nächsten Wahlen dürfte Mugabe nicht mehr überleben.

Nach dem letzen Wahlbetrug wird die Welt ganz genau nach Zimbabwe schauen. Von Jacob Zuma und Südafrika darf Mugabe auch keine Unterstützung mehr erwarten. Zuma ist ein Zulu und Mugabe gehört in einen anderen Topf, es lebe das Clan Denken....

Gruss Beat
1'723 Beiträge · seit 200923. Feb. 2010 · #3
Wow, eines ist klar, Simbabwe ist noch lange nicht aus dem groebsten raus, und eine aufwaertsentwicklung, wie sie ja letztes jahr einmal ganz sanft erhofft wurde, scheint noch lichtjahre weit weg zu sein.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Themenstarter122 Beiträge · seit 201023. Feb. 2010 · #4
Das Problem ist auch nicht mehr Mugabe, da regiert inzwischen eine ganz andere Riege. Wäre es Mugabe allein, hätte man ihn schon längst umgebracht.

Und zum Thema Zuma! Kritik habe ich von dem jedenfalls noch nicht gehört. Ist er nicht auch ein alter Kämpfer wie Mugabe? Das schweisst über die Clangrenzen hinweg alle Despoten in Afrika zusammen. Da darf man nix erwarten.

Gruss
Thomas
Ich glaube, ich brauche hier auch eine zynisch besserwisserische Signatur! ;)
138 Beiträge · seit 200823. Feb. 2010 · #5
Guten Morgen Thomas,

ja die Nachrichten aus Zimbabwe lassen nichts Gutes hoffen. Mein Beileid gilt der armen Bevölkerung. Hier ist Zusammenhalt von vielen gefragt. Aber die einen trauen sich nicht. Was ich natürlich im Angesicht von Verfolgung und Folterung verstehe. Und die anderen - na ja die haben ein großes dickes Brett vor dem Kopf und glauben alles was ihr Herr feiner Mugabe erzählt.

Meinen absoluten Respekt hat Herr Nelson Mandela. Nach seiner Lebensgeschichte keinen Hass zu verspüren - fast schon unmenschlich oder? Auch das er nicht an der Macht klebte wie manch andere es tun.

Aber leider habe ich gestern in einer Reportage von Fakt über noch Schlimmeres erfahren.

Deutschland bildet Kriegsverbrecher aus
http://www.mdr.de/fakt/7109196.html

Nachdenkliche Grüße
Swakop
http://www.TickerFactory.com/
563 Beiträge · seit 200923. Feb. 2010 · #6
Hallo Silke,

lass Dir sagen, dass die Bundeswehr keine Kriegsverbrecher ausbildet! Dies würde bedeuten, dass in der Bundeswehr gezielt gegen das Kriegsvölkerrecht etc. verstoßen wird. Dies kann ich nach fast 40-jähriger Tätigkeit in dieser Armee eindeutig verneinen. Die Bw bildet im Rahmen der Nato viele ausländische Soldaten aus. Dies habe ich auch über Jahre in der Armee gemacht. Hierzu gehören neben amerikanischen, englischen, französischen und schweizer Offizieren auch Offiziere der Dritten Welt. Hier wird aus meiner Sicht journalistisch polemisiert und durch Sophismen der Dienst in der Bundeswehr bewusst diskreditiert.

Gruß Mike
1'723 Beiträge · seit 200923. Feb. 2010 · #7
tja swakop... wenn es denn so einfach waere. Wahrscheinlich haben wir keine vorstellungskraft wie ein gehirn "getrimmt" ist nach vielen jahren colonalisierung und danach einer radikalen regierung.
ich glaube, viele buerger von simbabwe sind sich gar nicht im klaren darueber, dass ihr land auch ganz anders funktionieren koennte, so sehr hat man sich seit jahren an armut, misstand und diktatur gewoehnt.. vor allem wenn man bedenkt, das simbabwe ein sehr reiches land sein koennte.
aber gut, von hier aus koennen wir die welt nicht veraendern, leider.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Gast23. Feb. 2010 · #8
Viel kann der alte Tatterkreis sowieso nicht mehr kaputt machen und die nächsten Wahlen dürfte Mugabe nicht mehr überleben. Das stimmt leider nicht so, denn die Fädenzieher hinter Mugabe sitzen fest in ihren Sätteln. Er ist, ebenso wie Tschwangirai längst die Marionette der Verbrecher, die das Land fest in ihren Krallen haben, es aussaugen und unter dem Deckmantel der Wiedergutmachung ruinieren.

Nach dem letzen Wahlbetrug wird die Welt ganz genau nach Zimbabwe schauen. Solange Simbabwe nicht von den Nachbarländern isoliert und unter Druck gesetzt wird, wird da garnichts passieren, die "Welt" hält sich da fein raus, sie hat die ganze Zeit zugeschaut, als die Weißen und schwarze und weiße Regimekritiker bestenfalls vertrieben, schlimmstenfalls gefoltert und ermordet wurden.

Von Jacob Zuma und Südafrika darf Mugabe auch keine Unterstützung mehr erwarten. Das kann man so nicht stehen lassen. Südafrika "schuldet" Simbabwe einiges, waren doch die Freiheitskämpfer dort lange untergeschlupft und hatten massive Unterstützung aus Simbabwe bekommen. Bestenfalls schweigt Südafrika.

Viele Grüße,

Beate

PS: nachdem ich den Artikel in der Basler Zeitung nun gelesen habe, frage ich mich ernsthaft, warum die Weißen immer noch im Land sind, ich hätte erwartet ein paar Dutzend, aber 20.000 ? Wir haben in Sambia und Tansania einige Weiße aus Simbabwe kennengelernt und was die so erzählten, was abging, als sie vertreiben wurden, da hätte ich eigentlich erwartet, dass die meisten schon weg sind. Viele gingen nur mit einem Koffer, froh darüber, das eigene Leben gerettet zu haben!
Themenstarter122 Beiträge · seit 201023. Feb. 2010 · #9
Southerndreams schrieb:
PS: nachdem ich den Artikel in der Basler Zeitung nun gelesen habe, frage ich mich ernsthaft, warum die Weißen immer noch im Land sind, ich hätte erwartet ein paar Dutzend, aber 20.000 ? Wir haben in Sambia und Tansania einige Weiße aus Simbabwe kennengelernt und was die so erzählten, was abging, als sie vertreiben wurden, da hätte ich eigentlich erwartet, dass die meisten schon weg sind. Viele gingen nur mit einem Koffer, froh darüber, das eigene Leben gerettet zu haben!
Es sind natürlich auch enorm viele alte Leute übriggeblieben, die seit Jahrzehnten in Zimbabwe leben, auch dort geboren sind. Die finden sich in einer anderen Welt eben einfach nicht mehr zurecht. Die UK hat letztes Jahr eine Art Repatriierung gestartet um es den verbliebenen Alten mit finanziellen Anreizen zu ermöglichen ihren Lebensabend in Ruhe auf der Insel zu verbringen.

Weisse Farmer sind nach meinen Infos noch so ca. 300 im Lande.

Gruss
Thomas
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Themenstarter122 Beiträge · seit 201023. Feb. 2010 · #10
Silberadler schrieb:
Hallo Silke,

lass Dir sagen, dass die Bundeswehr keine Kriegsverbrecher ausbildet! Dies würde bedeuten, dass in der Bundeswehr gezielt gegen das Kriegsvölkerrecht etc. verstoßen wird. Dies kann ich nach fast 40-jähriger Tätigkeit in dieser Armee eindeutig verneinen. Die Bw bildet im Rahmen der Nato viele ausländische Soldaten aus. Dies habe ich auch über Jahre in der Armee gemacht. Hierzu gehören neben amerikanischen, englischen, französischen und schweizer Offizieren auch Offiziere der Dritten Welt. Hier wird aus meiner Sicht journalistisch polemisiert und durch Sophismen der Dienst in der Bundeswehr bewusst diskreditiert.

Gruß Mike
Hallo Mike,

ich kann Deinen Unmut über die Berichterstattung verstehen. Sicherlich liegt es eher an der Politik, die uns solche Despotensöhne in die Armee zur Ausbildung schickt. Einfluss darauf haben die Militärs wie bei so vielem keinen. Trotzdem wird berichtet, die Bundeswehr bilde Kriegsverbrecher aus. Das stimmt zwar im Grunde erstmal. Die Verantwortung dafür liegt aber wieder mal anderswo.

Gruss
Thomas
Ich glaube, ich brauche hier auch eine zynisch besserwisserische Signatur! ;)
563 Beiträge · seit 200923. Feb. 2010 · #11
silentwolf schrieb:

Hallo Mike,

ich kann Deinen Unmut über die Berichterstattung verstehen. Sicherlich liegt es eher an der Politik, die uns solche Despotensöhne in die Armee zur Ausbildung schickt. Einfluss darauf haben die Militärs wie bei so vielem keinen. Trotzdem wird berichtet, die Bundeswehr bilde Kriegsverbrecher aus. Das stimmt zwar im Grunde erstmal. Die Verantwortung dafür liegt aber wieder mal anderswo.

Gruss
Thomas


Hallo Thomas,

nein, ich bin nach wie vor der klaren Auffassung, dass die Bundeswehr keine Kriegsverbrecher ausbildet bzw. Soldaten zum Kriegsverbrecher ausbildet! Zum Zeitpunkt seiner Ausbildung war er, Moussa Dadis Camara, kein Kriegsverbrecher! Die Taten, die ihm vorgeworfen werden, liegen nach 2004. Dies war der Zeitpunkt seiner letzten Ausbildung innerhalb der Bw. Insofern kann ich diesen Teil Deiner Aussage nicht zustimmen.
Dies mag zwar kleinkariert klingen, dient aber meines Erachtens zur Klarstellung. Mit dem Rest Deiner Aussage stimme ich überein.

Gruß Mike
zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2010
Themenstarter122 Beiträge · seit 201023. Feb. 2010 · #12
Silberadler schrieb:
Hallo Thomas,

nein, ich bin nach wie vor der klaren Auffassung, dass die Bundeswehr keine Kriegsverbrecher ausbildet bzw. Soldaten zum Kriegsverbrecher ausbildet! Zum Zeitpunkt seiner Ausbildung war er, Moussa Dadis Camara, kein Kriegsverbrecher! Die Taten, die ihm vorgeworfen werden, liegen nach 2004. Dies war der Zeitpunkt seiner letzten Ausbildung innerhalb der Bw. Insofern kann ich diese Teil Deiner Aussage nicht zustimmen.
Dies mag zwar kleinkariert klingen, dient aber meines Erachtens zur Klarstellung. Mit dem Rest Deiner Aussage stimme ich überein.

Gruß Mike
Wie man es auch drehen mag und Worte auf die Goldwaage legt, was in diesem Fall sicher auch nicht unberechtigt ist. Tatsache ist, dass in der Bundeswehr Soldaten aus afrikanischen Ländern ausgebildet werden, in denen unsere Werte und Normen gänzlich unbekannt sind. Ebenso ist es in vielen einflussreichen Clans durchaus ein Aushängeschild die soldatische Ausbildung in Deutschland erhalten zu haben.

Gruss
Thomas
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Gast23. Feb. 2010 · #13
Hallo Silberadler,
wenn die Bundeswehr keine Ausbildung für Kriegsverbrecher unternimmt, wieso werden heute, jetzt für just dieses Land noch MILITÄRS AUSGEBILDET OHNE DIESE Ausbildung SOFORT ABZUBRECHEN? Muss das sein, militär. Spezialwissen weiter zu transferieren? Oder wollen sich unsere Militärs anschauen, wie ihre Theorien in der Praxis aussehen?

Aber Deutschland stellt ja auch keine Minen her, ächtet sie sogar und ist einer der größten Minenhersteller der Welt....

Ja das liebe Deutschland - ich kann nur mit dem Kopf schütteln....
Gruß
Themenstarter122 Beiträge · seit 201023. Feb. 2010 · #14
Sambezi schrieb:
Hallo Silberadler,
wenn die Bundeswehr keine Ausbildung für Kriegsverbrecher unternimmt, wieso werden heute, jetzt für just dieses Land noch MILITÄRS AUSGEBILDET OHNE DIESE Ausbildung SOFORT ABZUBRECHEN? Muss das sein, militär. Spezialwissen weiter zu transferieren? Oder wollen sich unsere Militärs anschauen, wie ihre Theorien in der Praxis aussehen?

Aber Deutschland stellt ja auch keine Minen her, ächtet sie sogar und ist einer der größten Minenhersteller der Welt....

Ja das liebe Deutschland - ich kann nur mit dem Kopf schütteln....
Gruß
Zu allem kann ich nur sagen: Primat der Politik!
Wählt einfach keine Leute mehr, die uns nach Afghanistan schicken und Despotensöhne in unserer Armee ausbilden lassen! 😉

Gruss
Thomas, ein "Militär"
Ich glaube, ich brauche hier auch eine zynisch besserwisserische Signatur! ;)
zuletzt bearbeitet 23. Feb. 2010
Gast23. Feb. 2010 · #15
...dann sollten sich unsere Sodaten überlegen, ob sie sich zum Kriegsdienst freiwillig melden...

Aber 12.000,- Euro Sonderzulage für 4 Monate ziehen scheinbar mehr....

Wenn Politik niemanden mehr hat, der freiwillig hingeht.... können sie selber gehen und sich die Rübe runterschießen lassen - hätte sich die Wahl der immer gleichen Leute zumindest erledigt. 😄
Themenstarter122 Beiträge · seit 201023. Feb. 2010 · #16
Sambezi schrieb:
...dann sollten sich unsere Sodaten überlegen, ob sie sich zum Kriegsdienst freiwillig melden...

Aber 12.000,- Euro Sonderzulage für 4 Monate ziehen scheinbar mehr....

Wenn Politik niemanden mehr hat, der freiwillig hingeht.... können sie selber gehen und sich die Rübe runterschießen lassen - hätte sich die Wahl der immer gleichen Leute zumindest erledigt. 😄
Da klinke ich mich aus dieser Offtopic-Diskussion mal aus...

Gruss
Thomas
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378 Beiträge · seit 200723. Feb. 2010 · #17
Sambezi schrieb:
Wenn Politik niemanden mehr hat, der freiwillig hingeht.... können sie selber gehen und sich die Rübe runterschießen lassen - hätte sich die Wahl der immer gleichen Leute zumindest erledigt. 😄
das unterschreibe ich voll

gruß Bernd
zuletzt bearbeitet 23. Feb. 2010
3'766 Beiträge · seit 200624. Feb. 2010 · #18
Wenn man dem Artikel Glauben schenken darf der in der BAZ steht, und davon gehe ich jetzt mal aus, sind das keine guten News für dieses Land!

Etwas wundert mich doch, wie ruhig es hier diesmal ist bezüglich Rassismus, da normalerweise gewisse Fomis auf jeden eindreschen der sich getraut das Wort «Schwarzer» zu erwähnen.

Dieser Herr Mugabe ist ein Rassist aller höchster Güte, und das Zwangsenteignen von bestimmten Volksgruppen erinnert mich sehr, an was nur?

Aber die Politik wird sich hier wieder sehr vornehm zurückhalten und dann am Schluss Lebensmittelpakete und faule Kompromisse runterschicken.

Ich gehe nicht davon aus das in Simbabwe in naher und mittlerer Zukunft eine Wende zu Gunsten der gebeutelten Bevölkerung eintritt, hoffe aber das wir dieses leidige Kapitel in der Weltgeschichte irgend wann hinter uns bringen.

Und was mich echt beschäfftigt, wenn ich im 2011 gerne nach Zimbawe in die Ferien möchte, tu ich dann was Gutes oder was Falsches für dieses Land, da bin ich innerlich sehr hin und hergerissen 😕

Gruss Kurt
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563 Beiträge · seit 200924. Feb. 2010 · #19
Hallo Kurt,

hier steckt man wirklich in der Zwickmühle. Wenn Du in Zimbabwe Deinen Urlaub verbringst, dann hast Du punktuell vor Ort „geholfen“. Andererseits stärkt dies aber auch die herrschende Klasse in diesem Land. Aber jede Medaille hat zwei Seiten. Im umgekehrten Fall verlieren beide Seiten. Für was Du Dich auch entscheidest, es wird nie optimal hinsichtlich der Zielsetzung sein. Der letzte und egoistische Grund, kann oder sollte ausschlaggebend sein nämlich Dein Interesse am Land und an den Leuten vor Ort. Mit Deinen Gesprächen und Taten kannst Du dennoch dafür sorgen, dass das Positive letztendlich überwiegt.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine kluge Entscheidung. 😕

Gruß Mike
41 Beiträge · seit 200924. Feb. 2010 · #20
Hallo Kurt,

leider muss ich Dir zustimmen. Ich glaube auch nicht, dass die "Welt" groß einschreiten wird, um Zimbabwe zu helfen. Die afrikanischen Staatschefs wollen auch alle nicht, dass Präzedenzfälle geschaffen werden. Es soll sich ja später irgendwann einmal kein anderer erdreisten ihnen selbst ans Bein zu pinkeln wenn sie mal was "undemokratisches" machen! Klingt zynisch aber es ist so. Der Wandel muss schon aus Zimbabwe kommen, und da sind viele zu erschöpft, hungrig, alleingelassen ... Und das ist genau der Punkt: Wenn Du Dich sicher genug fühlst, 2011 nach Zimbabwe zu fahren (das ist subjektiv, ich fühle mich dort eigentlich immer sicher), dann mach das, fahr hin. Du tust den Menschen, die noch im Tourismus Arbeit haben etwas Gutes. Nicht nur, dass Du Geld bringst, sondern Du bringst auch Anerkennung und Ermunterung durch Deine blosse Anwesenheit. Ich sehe das immer und immer wieder und es hilft den Leuten wirklich. Im Tourismus ist es so, dass die Regierung an den 2% Tourism Levy verdient, sowie an der MwSt und Visum, Road Tax etc. Aber das Geld, das Du sonst zahlst, hilft den Unternhmen, die sich seit 10 Jahren mit Ach und Krach über Wasser halten.

Liebe Grüße und wenn Du noch Fragen hast, immer gern!

Sabine