Verpflegung im KTP

11 Antworten · 2'526 Aufrufe · gestartet 16. Feb. 2010 von Annagreta
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Themenstarter97 Beiträge · seit 200816. Feb. 2010 · #1
Hallo liebe Forumsmitglieder,

wir reisen im März/April wieder für 14 Tage nach SA und verbringen die meiste Zeit im KTP.
Hier müssen wir uns einige Tage selbst verpflegen, weil wir Wilderness Camps gebucht haben. Da wir so etwas noch nie gemacht haben ( in Afrika! ), sind wir etwas unsicher.Bislang waren wir im südlichen Afrika immer in Gästehäusern oder Lodges. Wir sind aber keine Luxusgeschöpfe, wir sind lediglich nur schon etwas älter.

Was sollen wir kaufen? Wo kauft man am besten ein ( wir sind auf dem Weg sonntags in Upington )? Brauchen wir Feuerholz/Kohle ( was nimmt man zum Grillen??)? Kann man in Twee Revieren frische Sachen kriegen? Sollte man etwas aus Deutschland mitnehmen?

Ich fände es toll, von euch erfahrenen Globetrottern Ratschläge zu bekommen!
Danke!

Annagreta
1'287 Beiträge · seit 200816. Feb. 2010 · #2
Hallo Annagreta,

also in Upington kann man alles kriegen was das Herz begehrt. Also würde ich dort auch alles einkaufen.
Was genau ist ja nun ziemlich Geschmacksache und hängt auch von der Ausrüstung ab (Kühlschrank, Grill, Kochzeug).
Ich denke die Klassiker wie Grillfleisch, Nudeln, Reis, ein paar Büchsen, Brot, Müsli in ausreichender Menge.
Für mich reicht in den meisten Fällen, dass ich die Anzahl der Mahlzeiten ermittle und dann von ca. 200 - 300g Nahrung pro Person rechne. Damit hat man eigentlich immer zu viel mit.

In Twee Rivieren gibt es eine kleinen Laden und auch ein Restaurant. Die Auswahl ist natürlich geringer und es ist teurer.

Aus Deutschland kann man vlt. so Klassiker wie dunkles Brot in Büchsen oder ab gepackt (wenn man mit dem Brot in SA nicht so zurechtkommt) mitnehmen.

Viel Spass beim Planen und später bei der Reise!
Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2010
134 Beiträge · seit 200616. Feb. 2010 · #3
Hi,
die Shops haben eher Basics, d.h. frisches Obst/Gemüse Fehlanzeige. Zumindest war das so bei mir. Machte mir aber nichts, man kann ja auch mit ein wenig Dosenfutter zurechtkommen..:-) und das gibts es. Auch Obst in Dosen und H-Milch.
Ich bin von Windhoek gekommen und war in Mariental einkaufen, kann Euch also für die SA-Richtung nichts sagen. Habt Ihr einen Wagen mit Campingausrüstung?
Kohle/Holz gibt´s in den drei Shops dort. Es gibt auch eingefrorenes Fleisch(Auswahl ist aber nicht riesig!).

Gruss
lamp
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2'772 Beiträge · seit 200616. Feb. 2010 · #4
Hallo Annagreta,

in Upington gibt es in der Le Roux (Street) einen großen Pick`n Pay Supermarkt, bzw, ein gr. Einkaufszentrum. dort bekommst du alles. Lass Dir Fleisch einschweissen, dann hält es länger und ihr habt etwas zum Grillen. Holz und Anzünder bekommt Ihr auch.

LG Pascalinah

Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
134 Beiträge · seit 200616. Feb. 2010 · #5
@Pascalinah

Pick`n Pay hat Sonntags offen?
Spar in Mariental war am Sonntag zu oder ich hab einen blöden Tag erwischt.

lg
lamp
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zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2010
2'772 Beiträge · seit 200616. Feb. 2010 · #6
Der Supermarkt hat auf jeden Fall auch Sonntags geöffnet. Einige kleine Läden in der Mall vielleicht nicht, das weiss ich aber nicht mehr so genau.

LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
Gast16. Feb. 2010 · #7
Hallo Annagreta,

ich habe hier mal einiges an Infos zum Kgalagadi zusammengestellt:
http://southerndreams.de/html/der_kgalagadi_tnp.html.

In Upington ist der Pickn'Pay wirklich zu empfehlen.

im März April rechne mal mit ca 5 l Trinkwasser pro Tag für zwei
und nochmal genausoviel für Kaffee oder Tee und zum Kochen,
denn das Wasser ist meist brackig/salzig, es kommt aus Bohrlöchern.

Ich war bisher in folgenden Camps:
Twee Rivieren, zur Zeit nur im Notfall zu empfehlen, da die Nossob Road gesperrt ist wegen Bauarbeiten und so 70% der Game Viewing Möglichkeiten entfallen.

Matas Mata ist ein ehemals schnuckeliges Camp an der Grenze zu Namibia, leider hat man hier um einige teure lodgeähnliche Chalets aufgestockt und es soll wohl das Wasserloch verlegt werden zu diesem Häuschen. Derzeit sind noch Bauarbeiten im Camp, der Grossteil ist aber abgeschlossen.

Urikaruus: Hier waren wir nur zu Besuch, das Containerartige der Unterkünfte gefiel uns nicht so.

Nossob ist relativ gross, hat aber trotzdem Charme, es gibt Chalets und Campsite und frisch gebackenes Brot auf Bestellung an der Reception.

Es gibt Servals im Camp, ganz putzig manchmal Nachts und residente
Eulen. Nossob ist der Ausgangspunkt nach Bitterpan.

Bitterpan ist meiner Meinung nach das Highlight, denn es gibt eine Gemeinschaftsküche und einen zentralen Grillplatz, beides erhöht die Kommunikation mit den anderen Gästen ungemein. Wir waren an Weihnachten drei Tage da und es war traumhaft. Wir feierten den 75. Geburtstag eines anderen Gasts, backten Kuchen zusammen und grillten gemeinsam, und wir kannten uns alle vorher nicht. Das kleine Wasserbecken neben der Hütte des Ranger zieht alles an, Löwen, braune Hyänen, einfach toll. Der Blick über die Pan ist einzigartig.

Wir fanden in der Nähe einen Baum mit 5 Peearl Spotted Eagle Owls. Und sahen die erste braune Hyäne überhaupt. Löwen gab es eh en masse.

Grootkolk liegt kurz vor Unions End, dem Endpunkt des grezüberschreitenden Parks. Hier sieht man oft Schlangen, Ratels und Leoparden.

Gharaghab ist wie Bitterpan nur mit 4x4 zu erreichen, der Track ist aber easy und leider furchtbar ruckelig. Das Wasserloch ist toll, Hütte Nr. 4 hat den besten Blick, die bekommt, wer als letzter anreist. Hier sahen wir auch mehrfach Löwen am Wasserloch und hatten einiges an Spotted Hyenas im Camp.

Was man hier oben im Nossob Tal oft sieht, sind viele Vögel, Zugvögel aus Europa, Störche usw.

Dagegen sieht man im Aob Tal zwischen dem 13. Bohrloch und Craig Lockhardt sehr oft Bat-eared Foxes am frühen Morgen.

Wenn man hinter Nossob einige km in Richtung Mabuasehube fährt, gibt es eine größere Meerkats Kolonie zu sehen, der Track ist aber ab Mittag sehr tiefsandig und wenn man zu weit fährt, muss man lange warten, bevor man wenden kann.

Mein Favorit nach Bitterpan ist Roiputs, das ist eine der Campsites auf der botswanischen Seite. Hier gibt es keinen Zaun, keinen Aufpasser, dafür Cape Foxes, Löwen, Hyänen, und Ruhe, viel Landschaft und nochmals Ruhe.

Zum Essen würde ich euch raten, nehmt Filet, Schwein und oder Rind, Matured Beef (Rump oder Sirloin)oder Chicken zum Grillen. Eventuell ein paar Würstchen, dazu Gemüse. Holzkohle ist einfacher als das harte Holz. Grillanzünder gibt es auch im Pickn'Pay. Wir essen zum Fleisch einfach einen bunten Salat, Grüner, Tomate, Gurke, Ziebeln, Fetakäse....

Gute Salatdressings gibt es von Knorr, es ist auch praktsch unterwegs. Brot ist in Südafrika meist katastrophal, im Pickn'Pay gehts grade so.

Käse, Salami, Schinken, teils von Hartlieb (namibische Firma) sind gut, aber teuer. Jogurt gibts in x Variationen.

Ganz gut ist für unterwegs Obst (Äpfel, Trauben) und Marie Biskuits. Auf Game Drive haben wir das immer dabei.

Es gibt seit letztem Jahr nur noch ein Gebäude in Twee Rivieren, in diesem sind beide Parkverwaltungen untergebracht, also SA und Botswana, hier gibt es auch ggfs. Stempel in den Pass, falls ihr in eine anderes Land ausreist.

Noch einen Tipp zu Upington, übernachtet auf keinen Fall im Eiland Resort, da wurden wir beklaut: http://www.namibia-forum.ch/forum/28-camping/129295-weihnachten-2009-teil-1-beraubt-in-upington.html#129372.

Nun, ich denke das reicht fürs erste an Infos.

Der nächste Teil des o.g. Reiseberichts dauert noch ein wenig, eine Darmgrippe hat mich leider etwas außer Gefecht gesetzt.

Viele Grüße,

Beate
1'927 Beiträge · seit 200818. Feb. 2010 · #8
Hallo Annagreta,

wir kommen eben aus dem KTP zurück.

Das Nossob-Route ist nicht gesperrt, es sind nur die ersten km bis Kij Kij über die Westroute Achterlonie und Tierkop zu umfahren.

Twee Rivieren ist komfortabel, Schattenplätze, Chalets, Strom, Pool, Restaurant, Laden, Tankstelle.

Nossob ist vergleichbar, Pool, Chalets, Schattenplätze mit Strom, Tankstelle, kein Restaurant, Laden war aber gut sortiert.

Die Strecke Nossob-Bitterpan-Mata Mata ist für Privatreisende gesperrt.

Im südl. Dreieck Mata Mata - Twee Rivieren - Nossob bei Trockenheit auf keinen Fall den Luftdruck auf die vom Park empfohlenen Werte reduzieren, verursacht nur Schäden durch heißgefahrene Reifen. Absolut unnötig, die Pad ist problemlos befahrbar, in Nossob stand ein ganz normaler Opel Corsa mit Anhänger und zahlreiche 2WD PKWs.

Für Durchreisend nach wie vor WICHTIG, die Ausreisestelle von SA ist in Twee Rivieren, dh. wer nach Mata Mata will, muß sich bereits hier von SA bei Zoll und Grenzpolizei abmelden!

Gruss
Peter
Gast19. Feb. 2010 · #9
Hallo Peter,

Das Nossob-Route ist nicht gesperrt, es sind nur die ersten km bis Kij Kij über die Westroute Achterlonie und Tierkop zu umfahren. Du solltest hier nicht verschweigen, dass das die nur geringe Strecke von über 70 km ausmacht. Und zwar einfach.

Für Durchreisend nach wie vor WICHTIG, die Ausreisestelle von SA ist in Twee Rivieren, dh. wer nach Mata Mata will, muß sich bereits hier von SA bei Zoll und Grenzpolizei abmelden!
Und daran wird sich auch nichts ändern! Viel wichtiger für "Durchreisende" ist, dass man mindestens zweimal im Park übernachten müssen.

Nossob: Laden war aber gut sortiert. Einen Laden, in dem ich weder Obst noch Gemüse noch Milchprodukte erhalte, würde ich nicht gut sortiert nennen. Man bekommt hier wie in Mata Mata Grundprodukte und Getränke. Die Fleischauswahl hat stark nachgelassen (in allen Läden) und es war auch nach Eintreffen der Lieferung kaum etwas in den Truhen zu finden.

Viele Grüße,

Beate
41 Beiträge · seit 200919. Feb. 2010 · #10
Hallo Peter,

ich glaube du verwechselst da etwas:
Im südl. Dreieck Mata Mata - Twee Rivieren - Nossob bei Trockenheit auf keinen Fall den Luftdruck auf die vom Park empfohlenen Werte reduzieren, verursacht nur Schäden durch heißgefahrene Reifen. Absolut unnötig, die Pad ist problemlos befahrbar, in Nossob stand ein ganz normaler Opel Corsa mit Anhänger und zahlreiche 2WD PKWs.
Die Empfehlung den Reifendruck zu senken (leider noch kein Gebot) gibt es nicht weil man sonst nicht durch den Park kommt, sondern um die Schädigung der Straßen so gering wie möglich zu halten.
Und gerade die schweren 4x4 Wagen tragen besonderst zur Schädigung bei.
Deshalb kann ich nur jedem, auch im eigenen Interesse, raten sich an diese Empfehlung von SAN Park zu halten.

Ich verstehe nicht ganz, woher deine Probleme mit den Reifen kommen, denn ich hatte bisher trotz 1000er gefahrenen km bei etlichen Parkbesuchen während der letzten 20 Jahre noch keinerlei Probleme mit den Reifen, wenn ich bei angepasster Geschwindigkeit den Druck wie empfohlen reduziert habe.

Viele Grüße

Thomas
1'927 Beiträge · seit 200819. Feb. 2010 · #11
Southerndreams schrieb:
Das Nossob-Route ist nicht gesperrt, es sind nur die ersten km bis Kij Kij über die Westroute Achterlonie und Tierkop zu umfahren. Du solltest hier nicht verschweigen, dass das die nur geringe Strecke von über 70 km ausmacht. Und zwar einfach.

Twee Rivieren - Kij Kij sind 34 km einfach



Für Durchreisend nach wie vor WICHTIG, die Ausreisestelle von SA ist in Twee Rivieren, dh. wer nach Mata Mata will, muß sich bereits hier von SA bei Zoll und Grenzpolizei abmelden!
Und daran wird sich auch nichts ändern! Viel wichtiger für "Durchreisende" ist, dass man mindestens zweimal im Park übernachten müssen.

Das ist richtig. Nur auf die zwei Übernachtungen wird man ja bei der Buchung hingewiesen, auf die Durchreiseproblematik leider nicht. Diese schmerzhafte Erfahrung mußten schon viele in Mata Mata machen.


Nossob: Laden war aber gut sortiert. Einen Laden, in dem ich weder Obst noch Gemüse noch Milchprodukte erhalte, würde ich nicht gut sortiert nennen. Man bekommt hier wie in Mata Mata Grundprodukte und Getränke. Die Fleischauswahl hat stark nachgelassen (in allen Läden) und es war auch nach Eintreffen der Lieferung kaum etwas in den Truhen zu finden.

Anfang Februar 2010 waren die Truhen voll, auch mit verschiedenen Fleischsorten. Obst und Salat waren vorrätig. Das ist sicherlich von der Reisezeit abhängig. CP und Chalets waren zur Hälfte belegt. Treibstoff ist im Park 15 % teuerer



Gruss
Peter
Gast19. Feb. 2010 · #12
Twee Rivieren - Kij Kij sind 34 km einfach
Das stimmt nicht. Nur Gästen die in Roiputs übernachten, dürfen die Side Road nach Kij Kij nutzen. Alle anderen müssen über Auchterlonie (39 km) nach Kij Kij (35 km) fahren. Auf einem Schild wird darauf hingewiesen und sogar mit dem Court gedroht. Leider meinen immer wieder einige, dass die Regeln nicht für sie gelten. Wir sahen einige sogar auf der noch nicht fertig gestellten Pad fahren.

Das ist sicherlich von der Reisezeit abhängig.
Wie oft warst du bisher im Kgalagadi NP?
Ich bin nun das sechste Mal da. Zu allen möglichen Zeiten, Vor- Nach- Haupt und Nebensaison. Das ist einfach nicht korrekt, wenn man deine Schilderung liest, stellt man sich einen gut sortierten Spar oder Shoprite vor.

Die Empfehlung den Reifendruck zu senken (leider noch kein Gebot) gibt es nicht weil man sonst nicht durch den Park kommt, sondern um die Schädigung der Straßen so gering wie möglich zu halten.
Und gerade die schweren 4x4 Wagen tragen besonderst zur Schädigung bei. Deshalb kann ich nur jedem, auch im eigenen Interesse, raten sich an diese Empfehlung von SAN Park zu halten.

Ich verstehe nicht ganz, woher deine Probleme mit den Reifen kommen, denn ich hatte bisher trotz 1000er gefahrenen km bei etlichen Parkbesuchen während der letzten 20 Jahre noch keinerlei Problem


Auch ich verstehe die Problematik überhaupt nicht. Auch wir hatten nie ein Problem.

Treibstoff ist im Park 15 % teuerer
Wir zahlten im Dezember in Upington R 8,10 in Twee Rivieren R 8,38, das sind aufgerundet 3,4 %.

Viele Grüße,

Beate