Grenzübergänge zwischen Kenia und Tansania

11 Antworten · 8'344 Aufrufe · gestartet 16. Feb. 2010 von Traumreisende
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Themenstarter35 Beiträge · seit 200916. Feb. 2010 · #1
Hallo liebe Fomis!

Wir planen für Dezember 2010 eine Kenia-Tansania Rundreise und ich habe bzgl. Grenzübergänge eine Frage. Wir haben nämlich im Dezember 2009 mit einer in Kenia ansässigen Deutschen gesprochen und sie hat uns gesagt, dass es derzeit für Selbstfahrer nur zwei Grenzübergänge gibt: Sirari in der Nähe des Victoriasees und ?? (hab ich vergessen).

In meinem Reiseführer ist die Rede von 4 Grenzübergängen: Sirari, Namange, Taveta, und ??. Welche Grenzen stehen uns als Touristen nun wirklich mit Leihwagen (Anmietung wahrscheinlich in Kenia) offen?

Dass der Grenzübergang, der direkt von der Masai Mara in die Serengeti für Touristen nicht offen steht, hab ich schon mehrfach gehört und gelesen. Gibt es hierfür Ausnahmegenehmigungen?

Vielen Dank für eure Antworten!

Liebe Grüße,
Barbara
1'933 Beiträge · seit 200716. Feb. 2010 · #2
Holili in der Nähe von Moshi gibt es auch noch.
Horohoro ganz im sud osten...
zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2010
5'479 Beiträge · seit 200916. Feb. 2010 · #3
Für den Grenzübergang zwischen Masai Mara und Serengeti gibt es leider keinerlei Ausnahmegenehmigungen. Die Öffnung dieses Grenzüberganges hat sich sicherlich schon jeder Ostafrika-Reisende gewünscht.

Wichtig ist zu beachten, dass Ihr mit einem Selbstfahrer-Mietwagen den Selben Grenzübergang für Aus- und Einreise nehmen müsst. Wir mussten unsere geplante Route ändern, nachdem wir vom Vermieter diese Info (glücklicherweise frühzeitig) erhalten hatten.

Empfehlenswert ist aufgrund der Lage und der zügigen Abfertigung der Grenzübergang in Namanga.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter35 Beiträge · seit 200917. Feb. 2010 · #4
Guten Morgen!

Echt, ist das wirklich wahr, dass man den gleichen Grenzübergang für Ein- und Ausreise verwenden muss. Hab zwar erst einen groben Plan für unsere Reise, aber aus dem wird dann wohl nix... 🙁

Mein erster Gedanke war, dass wir von Sirari kommen und in Namanga wieden in Kenia einreisen...

Hat hier zufällig noch jemand andere Erfahrungen als Topobär gemacht?

Vielen Dank!
5'479 Beiträge · seit 200917. Feb. 2010 · #5
Traumreisende schrieb:
Mein erster Gedanke war, dass wir von Sirari kommen und in Namanga wieden in Kenia einreisen...

Genau so war meine Planung auch.

Ich würde mal direkt mit Deinem Verleiher Kontakt aufnehmen. Der muss Dir ja auch die Papiere für den Grenzübertritt ausstellen. Vielleicht hat sich ja in der Zwischenzeit was geändert.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
287 Beiträge · seit 200917. Feb. 2010 · #6
Hallo Barbara,

wir beschäftigen uns auch gerade wieder mit unserer nächsten Safari. Natürlich ist auch wieder Kenia geplant, aber da wir vom 25.2. - 15.3. 2010 fliegen, liebäugeln wir auch mal wieder mit Tanzania (Geburtswiesen - es ist ja jetzt die eit der Gnugeburten). Wir lesen z. B. gerade, dass der Parkeintritt p.P. bei 40 oder 50 US$, die Campinggebühren innerhalb des NP bei 30US$ p.P. liegen und für das Auto mit nicht-tansanischem Kennzeichen (ist ja bei uns der Fall) müssen wir noch mal 150 US$ pro Tag bezahlen (weil 2,5 t schwer). Bei Fahrzeugen bis 2000kg sind es "nur" 40US$ pro Tag. Da kommen wir ja locker auf 300 und mehr US$ pro Tag. Aber 200 - 220 US$ sind ja wohl das Minimum.

Die Kosten habe ich übrigens aus diesem Faltblatt: http://www.tanzaniaparks.com/parkfees/Tariffs-New.pdf

Mittlerweile überlegen wir schon wieder, Tansania doch zu canclen. Hat jemand gesicherte Infos über die aktuellen Kosten?

Sollten wir uns doch zu einer Safari in Tansania entschließen, werden wir gerne auch berichten, so dass ihr es für eiure Planung verwenden könnt.

Liebe Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
72 Beiträge · seit 201514. Nov. 2018 · #7
moin,
hallo ins Forum,
zur Zeit wird von Insidern aus Arusha emphohlen den Gernzübergang Namanga zu meiden,und von Arusha kommend
lieber über Oloitokitok nach Kenia einzureisen.....ein riesen Umweg!
kann da jemand seine Erfahrungen mitteilen/ berichten?
vielen Dank
Rüdiger
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2018
546 Beiträge · seit 201814. Nov. 2018 · #8
Hallo Rüdiger,
also, ob es ein "Riesen Umweg" ist, hängt davon ab, von wo nach wo man will!
Wenn Du aus Moshi kommst und nach Nairobi willst, ist es gar kein Umweg . Wenn Du aus Moshi kommst und nach Mombasa willst, ist es so sogar kürzer.
Wenn Du natürlich aus der Serengeti/Ngorongoro oder Tarangire etc. kommst, und nach Nairobi willst, ist es ein Umweg. Wie "riesig" der ist, ist mir allerdings die Frage - wenn auch von km her ja, so evtl. von der Zeit gar nicht mal, denn durch die Oloitokitok-Grenze ist man viel schneller durch!!!

Wir sind im Sommer 2016 über Oloitokitok gefahren - kamen aus Malawi, durch TZ über Moshi nach Kenya/Nairobi. Unsere Freunde in Moshi sagten, ich solle lieber über Oloitokitok fahren. Haben wir gemacht - und war super!!!! Grenze Ausreise TZ: 7 Minuten - Grenze Einreise Kenya: 25 min. ! Das war der schnellste Grenzübertritt den ich jemals in Afrika erlebt habe! Da ist einfach nichts los - alles, was trotzdem Zeit kostet, ist der Papierkrams um ein Auto einzuführen!
Was allerdings nervig ist, ist dass man eine längere Strecke auf der MombasaRoad hat, die ja inzwischen fürchterlich ist voller Lastwagen!
Nun weiß ich nicht, was Ihr vor habt - aber solltet Ihr Tsavo oder Amboseli oder Mombasa/Malindi ins Auge fassen, dann fahrt doch von Oloitokitok durch den Amboseli - oder fahrt durch den Tsavo - oder fahrt nach Mombasa - da allerdings würde ich dann nicht in Oloitokitok sondern noch weiter östlich bis Taveta und dort über die Grenze (Lake Chala/Lake Jipe dort sind auch schön!)

Wenn Ihr natürlich aus Westen in TZ kommt und nach Nairobi/Norden wollt, dann ist die Frage, ob Oloitokitok sich evtl. trotzdem lohnt, weil Ihr an der Grenze Zeit spart.
Auf dem Rückweg sind wir dann über Namanga - da wir "senkrecht" wieder runter nach Malawi sind - über Dodoma und Iringa. Namanga war nicht schlimmer als früher auch, oder als Grenzübergänge in Zambia oder Malawi. Namanga brauchte ca. 2 h (eher mehr) insgesamt.
Welche "Insider" (Leute, die in Arusha leben?) warnen - und wovor? Was halten sie für kritisch in Namanga? Vor Schlitzohren muss man sich überall hüten. Aber wenn man an den Grenzen einfach sich nicht auf diverse Typen einläßt, sondern stur sein Ding macht, wüßte ich nicht, warum man nicht über Namanga reisen sollte?

Ob Dir das hilft?
Grüße von Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
72 Beiträge · seit 201514. Nov. 2018 · #9
hallo Antje,

vielen Dank für die ausführliche Antwort,

wir kommen aus Arusha und wollen nach Talek/ Masai Mara,

ich denke wir nehmen auch Oloitokitok,schön relaxed anscheinend,

ich werde berichten,

lieben Dank

Rüdiger
79 Beiträge · seit 201016. Nov. 2018 · #10
Hallo Rüdiger,
nach meinen Informationen kam es im August zu heftigen Protesten von kenianischen Händlern und Lkw-Fahrern, da Tansania kürzlich den Markteintritt von in Kenia hergestellten Waren wie Milchprodukte, Süßwaren, Säfte und Eiscreme drastisch eingeschränkt und sogar Händler/Fahrer aus Kenia verhaftet hatte.
Die Straße zur Einwanderungsabteilung am Grenzübergang Namanga wurde aus Protest gegen die Schikanen der tansanischen Behörden von Demonstranten verbarrikadiert und unpassierbar gemacht . Hunderte Lastwagen, die Güter von Tansania nach Nairobi beförderten, wurden so im Gegenzug blockiert.
Natürlich waren davon ebenfalls die Touristen betroffen, da sich ihre Ein-/Ausreise stundenlang verzögerte bzw. 2-3 Tage wohl gar nicht möglich war.
Von anderen Vorfällen habe ich nichts gehört; inzwischen sollten aber auch diese Proteste abgeklungen sein, so dass ich - trotz der wahrscheinlich längeren Wartezeit aufgrund des größeren Andranges - in Deinem Fall den Grenzübergang Namanga wählen würde.
Gruß,
Uwe
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2018
72 Beiträge · seit 201504. Dez. 2018 · #11
hello again,
wir sind jetzt in Kenia,
der kleine Umweg rund um den Kilimandscharo hat sich gelohnt,
wenn man hinter Moshi links abbiegt ,wird man belohnt mit einer guten ,wenig befahrenen Asphaltstraße ,nach Oloitokitok,
dort hat der Grenzübertritt auch mal wieder 2 Std gedauert ,das lag aber auch an der nachzuzahlenden Roadtax, und kurz vor Feierabend .....
unser Freund in Arusha empfiehlt halt Oloitokitok deshalb ,weil er meint in Namanga sind alle Grenzer extrem korrupt,
wenn das ein Insider so sagt ,fährt man gerne einen so schönen Umweg .... 🙂
Gruß aus Kenia
Rüdiger
546 Beiträge · seit 201806. Dez. 2018 · #12
Hallo Rüdiger,
danke für die Meldung aus Kenya! Schade, dass es doch 2 h gedauert hat - aber immerhin scheint Ihr die Wahl "Oloitokitok" nicht bereut zu haben.

Zu den angeblich korrupten Grenzbeamten in Namanga muss ich jetzt doch nochmal was sagen:
ich glaube, das kommt auf die persönlichen Erfahrungen einzelner an.
Zwischen 1983 und 2002 haben wir bei diversen Namanga-Grenzübergängen NIE Korrupte Beamte erlebt - weder auf kenyanischer, noch auf tanzanischer Seite.

Dann haben wir diese Grenze in 2011 und in 2012 nochmal in beide Richtungen überquert - auch da lief alles völlig normal (der übliche Zeitaufreibende Papierkram wegen des Autos eben - aber nichts korruptes!).

Zuletzt sind wir 2016 (von Malawi aus) über die Grenze TZ/Kenya - eben da hin über Oloitokotok, und zurück über Namanga. Dazu möchte ich erwähnen, dass wir in Namanga mit einem äußerst hilfreichen und sehr geradlinigen Beamter zu tun hatten.
Die Sache war nämlich:

Bei der EINREISE nach Kenya in Oloitokitok habe ich eine der Autogebühren (ich glaube, 25 US Dollar) völlig richtig gezahlt, habe auch alle Quittungen und Stempel dafür bekommen.
Zwei Tage später bekommen wir im Kijabe-Hospital (wo wir waren, und was wir als Adresse angegeben hatten) einen Anruf von einem Grenzbeamter aus Oloitokitok, dass wir mit einem veralteten 5-Dollar-Schein gezahlt hätten, und die Zahlung deshalb nicht rechtskräftig wären, und unser Auto deshalb in Kenya nun NICHT zugelassen wäre. Wir dürften dieses Auto erst wieder bewegen, wenn wir die volle Gebühr per Überweisung gezahlt hätten. Bis dahin könnte die Polizei, sollte sie uns erwischen, uns ernste Probleme machen!!!!
(ich fragte mich, ob DAS jetzt korrupte Versuche sind!!!!)

Die Diskussion, dass die Dollarnoten noch gültig sind, und der Beamte dies ja auch entgegen genommen habe, brachte nichts. Der Beamte wäre eine Vertretung gewesen und hätte das Geld so nicht annehmen dürfen, da sie nur Scheine ab... (keine Ahnung mehr welches Jahr) nehmen dürfen.
Unser Protest, dass wir dann das Geld ja ZWEIMAL bezahlen würde, half auch nicht.

Nach langem HickHack war die Einigung: wir überweisen, und er schickt unsere DollarNoten nach Namanga mit einem Vermerk für uns, dort dürfen wir sie bei der Ausreise dann mitnehmen (denn wir können sie noch gebrauchen, sie sind ja nicht wertlos). Dazu gab es emails, offizielle Schreiben, die wir als Nachweis behielten!

Wie nicht anders erwartet, warteten bei der Ausreise in Namanga keine Dollar Schein auf uns. 😗 Aber als wir das dem Beamten mitteilten, und außerdem die Schriftstücke dazu reichten (email kommunikation hatten wir ausgedruckt), war der ziemlich außer sich, warum das Geld nicht da wäre.
Er Telefonierte und telefonierte usw.
Ich hätte ja aufgegeben und wäre einfach gegangen. Aber mein Mann ist ziemlich hart bei solchen Sachen und blieb.
Es kostete uns zwar ein Menge Zeit (zusätzlich 45 min???), aber am Ende hatten wir das Äquivalent in KenyaShillingen!!!!

Der kenyanische Beamte in Namanga war super korrekt und stets freundlich gewesen und hat sich bis zuletzt für uns eingesetzt!!!!

Soweit also unsere Erfahrungen - ich kann mich über Namanga auch nach zig Übergängen nicht beschweren!
Dass andere evtl. andere Erlebnisse hatten, mag sein.
Unsere diversen Freunde aus Nairobi, Arusha und Moshi jedenfalls haben uns bisher auch nie von Korruptionsproblemen an der Grenze erzählt - der Rat nach Oloitokitok kam lediglich, weil es dort viel leerer ist und i.d.R. schneller geht.

In jedem Falle wünsche ich Euch eine super schöne Zeit!
Safari Njema!

Rehema
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0