MAmadjerThemenstarter6 Beiträge · seit 201015. Feb. 2010 · #1Hallo,
ich habe jetzt schon so viel gelesen hier im Forum und brauche mal Eure Hilfe.
Ich will im September mit meiner Mutter (74, aber noch richtig fit) nach Namibia. Sie war vor 20 Jahren schon 2 Mal im Land, für mich ist es die erste Reise nach Namibia.
Die Route ist geplant wie folgt:
11.9. Ankunft in Windhoek
12.9. zur Sossus Dune Lodge
13.9. Desert Homestead hat hier jemand schon mal an einem Ausritt teilgenommen?
14. bis 16. Swakopmund, Anfrage für Orange Guest House läuft
16. bis 18. Omandumba, habe ich gerade angefragt
18. bis 20. Grootberg, Anfrage läuft
falls Grootberg nicht klappt, wollte ich von Omandumba nach Namutoni, Halali und Okaukuejo für je eine Nacht und dann nach Grootberg 😵
Das sieht nach langer Hin- und Herfahrerei aus, aber was ich von Grootberg gelesen habe, hat mir super gefallen. Was meint Ihr, lohnt sich das?
Falls Grootberg vom 18. bis 20. klappt, würden wir von da aus nach Etosha fahren und dann je eine Nacht von Okaukuejo, Halali nach Namutoni.
23.9. hatten wir einen Zwischenstop in der Okonjima Lodge geplant, da läuft jetzt auch eine Anfrage, wisst Ihr eine gute Alternative falls das nicht klappt?
24.9. nach Windhoek und am 26. 9. zurück nach Deutschland.
Kann man das alles mit normalem PKW fahren? Ich habe keine Erfahrung mit Allradfahrzeugen. In Sossusvlei würden wir dann die Sonnenaufgangstour von der Sossus Dune Lodge mitmachen.
Ich bin für jeden Tip dankbar.
Viele Grüße aus dem verschneiten Bayern
Bea
WolffRuediger1'125 Beiträge · seit 200616. Feb. 2010 · #2Hallo, Bea,
Tipps wirst Du bestimmt bald kriegen. Von mir nur die Nachricht, dass wir genau zum selben Zeitpunkt auf Omandumba sein wollen. Mein Auto ist unverkennbar (s. Avatar), dann können wir Guten Tag sagen ...
Gute Nacht
Wolff-Rüdiger
boris1'816 Beiträge · seit 200816. Feb. 2010 · #3Hallo,
September ist Trockenzeit, geht auf jeden Fall mit einem "normalen" Auto. Würde aber immer einen Geländewagen (Nissan X-Trail oder Ähnliches) nehmen, man fährt doch meist auf Schotter, die Reifen eines Geländewagens scheinen zumindest subjektiv viel sicherer.
Sossous Dune Lodge nur wegen der Tour ins Sossousvlei? Würde mir überlegen, ob ich nicht eine Nacht länger in Desert Homestead (DERTour: 3 Nächte für 2, zumindest letztes Jahr) bliebe, da waren wir, hat uns sehr gut gefallen. Wenn man sich das permit schon am Vortag besorgt und schon vor Parköffnung am Tor steht, kommt man rechtzeitig bis zum ersten Shuttle ins Sossousvlei. Zum Sonnenaufgang schafft man es allerdings nicht bis ins Vlei.
Swakopmund: falls die Anfrage nicht klappt: Cornerstone Guesthouse ist wunderschön.
Auf der Rückfahrt nach WDH: evtl. Frans Indongo Lodge, von da kann man auch eine Cheetah Farm besichtigen.
Am Ende der Reise 2 Ü in WDH würd ich mir auch überlegen: lieber noch eine Nacht im "Outback". 1 Nacht zur Sicherheit (wegen Rückflug) ist o.k.; aber wirklich viel zu sehen gibt es nicht, zumal ihr auf der Hinreise auch schon 1 Tag in WDH verbringt.
Gruß boris
gglink5'538 Beiträge · seit 200816. Feb. 2010 · #4Hallo Bea,
11.9. Ankunft in Windhoek
Diese eine Nacht in Windhoek reicht. Für die Übernachtung empfehle ich Casa Blanca - gut und ruhig - oder die Heinitzburg - das Besondere mit fantastischem Blick über Windhoek -
12.9. zur Sossus Dune Lodge
13.9. Desert Homestead hat hier jemand schon mal an einem Ausritt teilgenommen?
Hier schließe ich meinen Vorrednern an. Wenn Du zwei Nächte in der Desert Homestead wohnst, dann bist Du sehr gut untergebracht und sparst viel Geld. Das Permit kannst Du Dir schon am 12. holen, wenn Du von Windhoek über den Spreetshoogte Pass fährst und dann bei Sesriem (fast) vorbeikommst. Wahrscheinlich werdet Ihr dann auch schon mal eine erste Tour ins Vlei oder in den Sesriem Canon machen können. Denn Zeit genug solltet Ihr am 12. haben, wenn Ihr nicht erst nach 10.00 Uhr in Windhoek losfahrt.
18. bis 20. Grootberg, Anfrage läuft
Grootberg ist wirklich sehr schön. Aber wenn es mit dem Termin nicht klappt, würde ich nicht diese lange Hin- und Herfahrerei machen, sondern versuchen in Palmwag unterzukommen. Das ist nur ca. 40 km auseinander und ebenfalls wunderschön von der Landschaft und den gebotenen Aktivitäten. Einen ersten Eindruck vom Grootberg kannst Du dann bei der Fahrt von Palmwag über den Grootberg und Kamanjab nach Okaukuejo gewinnen. Dann geht Ihr einfach mal hin und trinkt dort einen Kaffee. Dann wisst Ihr auch, ob Ihr wiederkommen wollt.
falls Grootberg nicht klappt, wollte ich von Omandumba nach Namutoni, Halali und Okaukuejo für je eine Nacht und dann nach Grootberg
Das sieht nach langer Hin- und Herfahrerei aus, aber was ich von Grootberg gelesen habe, hat mir super gefallen. Was meint Ihr, lohnt sich das?
....je eine Nacht von Okaukuejo, Halali nach Namutoni.
In Okaukuejo würde ich zwei Nächte bleiben, in Halali möglichst auch und im Osten würde ich außerhalb des Parks eine Nacht in der Onguma verbringen. Da bekommst Du alle Preislagen von preiswert bis teuer, je nachdem welche der Onguma Lodgen Du nimmst. Die eine Nacht mehr kannst Du dann von Windhoek am Ende abzweigen, denn da noch einmal zwei Nächte ist wirklich zu viel.
23.9. hatten wir einen Zwischenstop in der Okonjima Lodge
Ja, Okonjima ist schön, aber lange nicht so überwältigend, wie ich das hier immer wieder lese. Vor allen Dingen gibt es außer Cheetahs und Leoparden (mit viel Glück!) "nur" die üblichen Steppentiere zu sehen. Wenn du auf Erindi bist, hast Du alles, was das Land an Tieren zu bieten hat außer Büffeln. Otjikoko empfiehlt außerdem gerne Mount Etjo, kenne ich aber nicht. Wenn Du die gesparte Windhoeknacht nicht in Okaukuejo oder Halali anhängst, dann solltest Du das auf Erindie - Old Traders Lodge - tun.
Rhein theoretisch kann man von Erindi auch ohne weitere Ü in Windhoek nach Deutschland. Die Fahrt von Erindi nach WDH dauert rund 4 Stunden. Du bist also am frühen Nachmittag da und kannst in Ruhe den Wagen abgeben.
Liebe Grüße
Gerd
MAmadjerThemenstarter6 Beiträge · seit 201016. Feb. 2010 · #5Hallo,
danke für die vielen Tips, dann werde ich mal sehen, was ich noch so buchen kann. Das hört sich ja alles gut an, ich denke, ich werde Onguma und Mount Etjo (falls Okonjima nicht klappt) versuchen.
Omandumba habe ich eine Zusage bekommen 🙂
Palmwag scheint eine gute Alternative zu sein, ich werde das probieren, falls Grootberg nicht klappt.
Mit dem Auto weiss ich nicht recht, ich bin noch nie ein Allradauto gefahren, ich glaube ich würde dann lieber einen 2. Reservereifen nehmen.
Ich werde auf jeden Fall weiter fleissig im Forum lesen...
viele Grüße
Bea
gglink5'538 Beiträge · seit 200816. Feb. 2010 · #6Hallo Bea,
das mit dem zweiten Reserverad ist bei mir Standard auf allen Strecken. Denn nicht immer ist eine Tankstelle in der Nähe, in der du den platten Reifen flicken lassen kannst. Und wenn wir in besonders steinigen Ecken sind - wäre bei Dir aber nur der Fall, wenn Du Offroad fahren willst - dann habe ich auch einen dritten Reservereifen mit.
Liebe Grüße
Gerd
MAmadjerThemenstarter6 Beiträge · seit 201017. Feb. 2010 · #7Hallo Gerd,
also Offroad fahren will ich nicht, zumindest nicht geplant.
Ich habe Bedenken, dass ich mit dem grossen Allradauto nicht so zurecht komme, ich fahre eigentlich lieber kleinere Autos.
Aber die SUV von Kia oder Daihatsu, die zum Teil beim Vermieter angeboten werden, sprechen mich irgendwie nicht so an, dann lieber einen Toyota Corolla oder so irgendwas was ein bischen grösser ist als ein Golf.
Schönen Tag noch
Bea
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200917. Feb. 2010 · #8Hallo Bea,
die Reiseroute ist ohne Probleme mit einem "normalen Fahrzeug" machbar. Da Ihr jedoch große Strecken auf Schotter fahren werdet, ist ein größeres Fahrzeug (Toyota Condor o. ä.) zu empfehlen. Ihr solltet auf jeden Fall darauf achten, dass man Euch einen zweiten Ersatzreifen mitgibt.
Die Route ist gut geplant, allerdings würde auch ich in der Namib nur auf einer Lodge übernachten, dafür dann aber 2 Nächte. Der Reitausflug bei Desert Homestead ist sehr empfehlenswert. Man sollte aber vorher seine Reitkenntnisse angeben. Dementsprechend werden die Pferde ausgesucht.
Auch im Etosha Park empfehle ich nicht in allen Camps zu nächtigen, sondern sich lieber nur auf eines zu konzentrieren und dann dort länger zu bleiben.
gglink5'538 Beiträge · seit 200817. Feb. 2010 · #9Hallo Bea,
Reiseklaus hat unbedingt Recht, wenn er Dir ein hochbeiniges Fahrzeug empfiehlt. Man sieht in der Savanne oder in der Etoscha einfach mehr. Da es den Condor leider nicht mehr gibt und das Nachfolgemodell Avanza auch nicht besonders hochbeinig ist, würde ich mir an Eurer Stelle überlegen, ob Ihr einen Kleinbus nehmt. Aber wirklich nur wegen der Sicht und Gemütlichkeit. Denn auf Eurer Strecke schafft Ihr es auch mit einem Kleinwagen. Ist letztlich eine Frage des Geldbeutels.
Liebe Grüße und viel Spaß im Urlaub
Gerd
giraffenmog649 Beiträge · seit 200717. Feb. 2010 · #10<<Ich will im September mit meiner Mutter (74, aber noch richtig <<fit) nach Namibia.
Vermutlich kannst Du die Strecke mit einem PKW fahren. Aber: Die Strecken sind lang, staubig und in der trockenen Luft und der hellen Sonne sehr anstrengend. Wenn ich mir das Alter Deiner Mutter ansehe (Hut ab! Ich hoffe, daß ich in diesem Alter auch noch solche Touren unternehmen kann...) dann würde ich doch etwas auf den Komfort des Autos achten. Das Fahrwerk der PKWs überlbt es zwar - aber es ist nicht Pads gedacht - und das merken die Passagiere deutlich!
<<23.9. hatten wir einen Zwischenstop in der Okonjima Lodge geplant
Als Okonjima noch von den Hansens betreut wurde, war der Besuch dieser Lodge ein echtes Erlebnis. Wir wollten dieses Erlebnis noch einmal wiederholen - und waren ein wenig enttäauscht. Die Lodges (mittlerweile ist es mehr als eine) sind sehr schön, die Küche toll - aber das spezielle Okonjima-Erlebnis ist nicht mehr da. Man wird von angestellten Guides betreut - und diese Betreuung ist wirklich gut, aber ähnlich wie in jeder anderen Lodge dieser Preikategorie auch.
Da die Besucherzahlen mittlerweile doch sehr groß sind, halten die Guides die Tiere und die Gäste schön weit getrennt. Alleine bei den Fahrten in das Gehege der nicht mehr ausewilderbaren Cheetahs kommt man den Tieren etwas näher - aber dies ist etwas, was mittlerweile duzende Lodge so ähnlich oder sogar noch besser anbieten. Dazu ist der Besuch in dieser sehr teueren Lodge nicht (mehr) nötig.
MAmadjerThemenstarter6 Beiträge · seit 201003. März 2010 · #11Liebe Forumsmitglieder,
vielen Dank für Eure tollen Ratschläge, zum grossen Teil habe ich sie umgesetzt, manchmal ist es daran gescheitert, dass schon alles ausgebucht war.
Es ist zwar noch sehr lange bis dahin, aber die Vorfreude können wir so länger geniessen.
@ giraffenmog ja, mit meiner Mutter habe ich echt Glück, wenn sie im September so drauf ist wie jetzt, schafft sie das. Deshalb haben wir immer wieder Tage geplant, wo wir je nach Lust und Kondition etwas unternehmen oder faulenzen können.
Mit dem Auto schwanken wir immer noch zwischen mittelgrossem PKW und kleinerem SUV...
Schönen Tag noch (bei uns kommt schon die Sonne durch den Nebel)
🙂
Bea
Elchontherun1'250 Beiträge · seit 200903. März 2010 · #12Hallo Bea,
gerade lese ich diesen Thread, deshalb erst jetzt "mein Senf"....
Wir sind mit meiner Mutter (sie ist im 81. Lebensjahr und zurzeit für zwei Monate in Namibia) vergangenes Jahr im 4x4 und im Jahr davor im Toyota Corolla in Namibia unterwegs gewesen. Hat alles prima - ohne Einschränkungen - geklappt.
Ich habe jetzt nicht gelesen, wie Deine Route verlaufen wird, aber im September gibt es ja keine laufenden Riviere, so dass der PKW vielleicht ausreichen würde. Allerdings, durch trockene sandige Riviere kommst Du nur mit Allrad.
Viel Spaß weiterhin bei der Planung und viele schöne Eindrücke wünscht Dir
Elch