Umweltschutz

20 Antworten · 6'356 Aufrufe · gestartet 08. Feb. 2010 von Schwedenmeter
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201008. Feb. 2010 · #1
Moin!
So, am 2. März geht es nun los, die Planung steht, aber eine unbeantwortete Frage hätte ich dann doch noch.
Da wir campen werden, wollen wir die Umwelt natürlich so wenig wie möglich belasten. Vor allem nicht durch irgendwelches Spüli, Shampoo, etc. Was gibt es da eigentlich für umweltgerechte Alternativen, ausser Kernseife? Oder ist die Belastung so gering, dass man das vernachlässigen kann?
Gruß
Schwedenmeter
414 Beiträge · seit 200908. Feb. 2010 · #2
Auf den meisten Campsites gibt es Abwaschgelegenheiten, aber das Abwasser geht dann höchstens in eine Sickergrube, bestimmt nicht in eine Kläranlage, es sei denn, Du bist in der Großstadt. Daher würde ich empfehlen, Spülmittel sparsam anzuwenden. Solange Du kein Domestos zum Geschirrspülen verwendest, sollte kein nennenswerter Schaden dadurch entstehen.

Wir hatten in unserem Discoverer-Fahrzeug auch eine Spüle, aber ich hätte da nie einen Abwasch gemacht, das geht alles direkt auf den Boden, wenn das jeder macht, sammelt sich das an und dann ist der Campsite irgendwann nicht mehr schön anzusehen. Mal schnell mit klarem Wasser drüber ist natürlich kein Problem.
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3'766 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #3
Hallo,

klar gibt es Alternativen, zB sich nicht zu waschen 🤩

Wenn wir kochen versuchen wir so wenig wie möglich Reste zu haben, sprich, wie wir es gelernt haben den Teller leer essen. Wenn man den Teller oder was auch immer leer haben wischen wir zuerst mit Papier die Tassen, Pfannnen, Teller und Besteck sauber. Dann reichen manchmal 2,3 Deziltier Wasser für den gesamten Abwasch. Das Papier sammeln wir und wenn wir es länger nicht entsorgen können wird es auch "sicher" verbrannt. Es soll auch biologisch abbaubare Spül/Duschmittel geben die wir aber bis anhin nicht entdeckt haben im südlichen Afrika.

Gruss Kurt
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2'772 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #4
Hallo Schwedenmeter,

nimm doch einfach von Zuhause etwas Neutralseife mit. Etwa 150 ml/g wird dein Gepäck schon verkraften. Die Seife ist biologisch abbaubar und so schadest du nicht der Umwelt; kannst das Abwaschwasser dann guten Gewissens in die Büsche schütten.

LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
1'455 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #5
Für solche Fälle gibt es Green-Spüli und auch biologisch abbaubare Seife!

LG Jens
Gast09. Feb. 2010 · #6
Hallo,

ich will es ja nicht unnötig kompliziert machen, aber wie eigentlich immer, ist es mit dem "biologisch abbaubar" nicht ganz unkompliziert. Damit man "biologisch abbaubar" auf ein Produkt schreiben darf, muss man einen Test nach einer EU-Richtlinie erfüllen. Dieser Test umfasst nicht alle Inhaltsstoffe eines Produktes, sondern nur bestimmte Tenside. Diese Tenside müssen wiederrum nur zu 80% abbaubar sein. Auch ein "Alles-Totmach-Unkraut-Ex" darf sich u.U. mit dem Etikett "biologisch abbaubar" schmücken.
http://www2.westfalia.de/shops/garten/rasenpflege/einsaat_duenger_und_zubehoer/moos_und_unkrautvernichter/207519-rasenunkrautvernichter.htm

Wenn man etwas "biologisch Abbaubares" in den Busch kippt, geht der Busch also eventuell trotzdem ein. Praktisch sollten die Mengen gerade bei Spüli so gering sein, das man sich darüber in Sachen Umweltschutz nicht den Kopf zerbrechen muss.

Pfadfinder waschen ihr Geschirr häufig nur mit Sand und Wasser. Die Schmirgelwirkung löst zuverlässig die Essensreste, mit Wasser abspülen, fertig. Für Gläser und Meissner Porzellan freilich nicht zu empfehlen 🤩

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2010
1'455 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #7
Guido. schrieb:
Hallo,
...
Pfadfinder waschen ihr Geschirr häufig nur mit Sand und Wasser. Die Schmirgekwirkung löst zuverlässig die Essensreste, mit Wasser abspülen, fertig. Für Gläser und Meissner Porzellan freilich nicht zu empfehlen 🤩

Beste Grüße

Guido
Wasser knapp, Sand ausreichend vorhanden, also auf die mechanische statt chemische Variante setzen 😊 😊

Viele Grüße
Jens
1'155 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #8
Der durchschnittliche schwarze Einwohner in Namibia, der sein Dasein in einer Lehmhütte oder in einem Township fristet würde sich ab der Diskussion hier wahrscheinlich krumm lachen.

Zum duschen nehmen wir unseren Duschsack. Der fasst 30 Liter und reicht für 2 Personen je 4
mal. Macht etwas mehr als 3 Liter Wasser pP für Körperpflege. Dazu etwas Seife, die dann
in den unendlichen Weiten von Namibia versickert.

Abwaschmittel kann mit Wasser verdünnt werden. Ein Anteil Spülmittel und 5 Anteile Wasser.
Mache ich übrigens auch Zuhause, funktioniert wunderbar.

Biologisch weniger gut abbaubar sind die Millionen von Kunststofftüten aus den Supermärkten, die vom Wind über ganz Afrika verteilt werden : -((
Gast09. Feb. 2010 · #9
Hallo Beat,

Tomcat schrieb:
Der durchschnittliche schwarze Einwohner in Namibia, der sein Dasein in einer Lehmhütte oder in einem Township fristet würde sich ab der Diskussion hier wahrscheinlich krumm lachen.
Klar ist die Diskussion aus Sicht eines bettelarmen Afrikaners dekadent. Und angesichts der Tatsache, dass man mit einem Afrikatrip ca. 1.000 Liter Öl in die Umwelt entlässt (Flugzeug+Mietwagen), sind 20ml Spüli vermutlich auch nicht der dringlichste Umweltaspekt so einer Reise. Das sich jemand auch darüber Gedanken macht, finde ich trotzdem gut und richtig. Wir hatten hier auch schon FoMis, die ohne große Bedenken 150 Liter falsch getankten Diesel einfach ausgekippt und im Boden versickern lassen haben.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2010
3'766 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #10
Wollen wir uns an denen Messen die sich Umweltschutz nicht leisten können oder wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen?

Ich finde auch das man die guten Angewohnheiten (hier Umweltschutz)nicht zu Hause lassen soll und in den Ferien alles vergessen.

Ich finde es positiv und beispielhaft wenn sich jemand darüber Gedanken macht.

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2010
1'155 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #11
Hallo Kurt

Mit gutem Beispiel vorangehen klingt gut.

... dein Auto sieht sehr durstig aus : -)
3'766 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #12
Tomcat schrieb:
Hallo Kurt

Mit gutem Beispiel vorangehen klingt gut.

... dein Auto sieht sehr durstig aus : -)
Ich denke du hast keine Ahnung 😎

aber lassen wir dass an dieser Stelle 😛

Mein Auto verbraucht weniger Treibstoff als die meisten 4x4 die gemietet werden können, zudem ist er mit neuester Technologie ausgestatet RPF und OXI-Kat nur als Beispiel und hat einen co2 Austoss wovon andere (noch) träumen !!

Schön haben wir darüber geredet, Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2010
1'155 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #13
Sorry... sieht auf dem kleinen Bild aus wie ein alter UNIMOG : -O
3'766 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #14
Tomcat schrieb:
Sorry... sieht auf dem kleinen Bild aus wie ein alter UNIMOG : -O
No Problem, ich sehe auch älter aus als ich bin 😄 😄

Würde ich geschätz hätte ich schon Rente 😛

Gruss Kurt
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272 Beiträge · seit 200809. Feb. 2010 · #15
Es ist sicherlich ehrenhaft, sich darüber Gedanken zu machen, wie man vor Ort die Umwelt schonen kann.
Aber man sollte sich schon darüber im klaren sein, dass der beste Umweltschutz darin bestünde, zu Hause zu bleiben.

Fernreisen sind halt immer ein Dilemma. Man reist 1000e km um Landschaften und Natur zu bewundern, die möglichst unberührt und einsam sind. Und dabei trägt man bereits durch den Flug dorthin nicht unerheblich zu ihrer Vernichtung bei.
Gruß Dirk
3'766 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #16
DocHoliday schrieb:
Fernreisen sind halt immer ein Dilemma. Man reist 1000e km um Landschaften und Natur zu bewundern, die möglichst unberührt und einsam sind. Und dabei trägt man bereits durch den Flug dorthin nicht unerheblich zu ihrer Vernichtung bei.
Unwiedersprochen!

aber sich dennoch so umweltverträglich wie möglich zu verhalten kann auch nicht falsch sein 😐
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1'155 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #17
...genau

...hatten in Zambia einmal einen wanderden Österreicher getroffen, er wollte sich partout nicht mitnehmen lassen.

Der Typ ist tatsächlich von Wien nach Kapstadt gelaufen 😵
1'309 Beiträge · seit 200909. Feb. 2010 · #18
Und nicht nur er:

Afrika Trek 1

Afrika Trek 2

Absolut spannend zu lesen.
Aber sie liefen nicht bis Wien 😉

Liebe Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
272 Beiträge · seit 200809. Feb. 2010 · #19
Crazy Zebra schrieb:
DocHoliday schrieb:
Fernreisen sind halt immer ein Dilemma. Man reist 1000e km um Landschaften und Natur zu bewundern, die möglichst unberührt und einsam sind. Und dabei trägt man bereits durch den Flug dorthin nicht unerheblich zu ihrer Vernichtung bei.
Unwiedersprochen!

aber sich dennoch so umweltverträglich wie möglich zu verhalten kann auch nicht falsch sein 😐
Das wollte ich damit auch nicht sagen.
Gruß Dirk
33,1k Beiträge · seit 200604. Okt. 2022 · #20
Moin zusammen,

zum Thema Umweltschutz: Der neue "ATlas of Namibia" wurde nun veröffentlicht und ist auch online unter https://atlasofnamibia.online/ einsehbar. Es handelt sich um das umfangreichste Nachschlagewerk zum Thema Umwelt für Namibia. Herausgeber ist die Namibia Nature Foundation.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!