Übernahme von Patenschaften

27 Antworten · 9'617 Aufrufe · gestartet 08. Feb. 2010 von fussohle
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Themenstarter381 Beiträge · seit 200908. Feb. 2010 · #1
hallo zusammen,
könnt ihr mir ein paar adressen zur verfügung stellen? ich würde gerne eine patenschaft für ein kind in namibia übernehmen. und möchte sicher gehen, daß meine zuwendungen, sei es geldlicher oder sonstiger art auch an der richtigen stelle - ohne großartige verwaltungskosten - ankommen.
ich wäre euch sehr dankbar. viele grüße petra
spirit-of-zambia.com
33,1k Beiträge · seit 200608. Feb. 2010 · #2
Hi Fussohle,

wenn Du nicht über eine der bekannten, großen, internationalen Organisationen gehen willst (Worldvision & Co), dann würde ich Dir empfehlen eines der Kinderhilfsprojekte in Namibia direkt anzuschreiben. Einige findest Du hier: http://www.travel-namibia.com/linkliste (Bereich "NRO & Stiftungen").

Wir persönlich machen das seit Jahren auf ganz privatem Wege ohne irgendeine Organisation. Hierzu kannst Du Dich z.B. an Freunde, Gästefarmer etc. in Nam wenden, die sicherlich Kinder kennen die Unterstützung benötigen.

Sonnige Grüße
Christian
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25 Beiträge · seit 200808. Feb. 2010 · #3
Hallo Petra

es gibt einige seriöse Institutionen die gerne deine Hilfe annehmen würden. z.B. gibt es in Mangetti Dune das Waisenhaus die Casa Angelo.
www.casaangelo.org
Es wurde von Frau Dr. Melitta Bosshard, einer Schweizer Aerztin aufgebaut.
Frau Bosshard ist seit vielen Jahren im Buschmannland las Aerztin tätig.

Herzliche Grüsse
Indiana
1'723 Beiträge · seit 200908. Feb. 2010 · #4
hallo

in der az wurde heute ein neuer Artikel zu Rooiklip veroeffentlicht. Ich persoenlich kenne frau neuffer nicht, habe aber schon viel gehoert. Dies ist ein sehr privates projekt, auch wirtschaftlich, aber Sie scheint wirklich etwas fuer die Kinder der angestellten zu tun. Vielleicht kann sie unterstuetzung gebrauchen.

Wenn du wirklcih eine patenschaft haben willst gibt es auch noch das sonnenkinder projekt.

Viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
1'490 Beiträge · seit 200608. Feb. 2010 · #5
Hallo Petra,

in diesem Beitrag gab es schonmal viele Infos zu Hilfsprojekten und auch Patenschaften.

Wir haben seit über fünf Jahren ein Patenkind in Omaruru. Die Patenschaft läuft über den Verein Namibia proKind e.V.

Herzliche Grüße
helen
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5'538 Beiträge · seit 200808. Feb. 2010 · #6
Hallo Petra,

ich bin Mitglied im Verein

Pro Namibian Children eV in Köln. Die gesamte Verwaltung wird von dem Sekretariat von Bodo Tönnes KOSTENFREI UND EHRENAMTLICH gemacht. Ich
kann die Leute nur empfehlen. Bestimmt gibt es auch eine WEB-Site, aber hier erst mal die Telefonnummer.
Sekr. Frau Jütten 0221-391072
Frau Huppertz VO Proj. 0173-5479988
Frau Huppertz hat Verwandte in Namibia und ist im Vorstand der Gesellschaft (auch ehrenamtlich) für die Projekte zuständig.

Liebe Grüße
Gerd
33,1k Beiträge · seit 200608. Feb. 2010 · #7
Nachtrag zu Gerds Beitrag: http://www.pro-namibian-children.de/

Sonnige Grüße
Christian
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235 Beiträge · seit 200908. Feb. 2010 · #8
In Deutschland lebt 1Million Kinder unter der Einkommens Grenze,da solltest Du Dich zu erst betaetigen.
Deutsche Steuerzahler spenden 20 Millionen EURO jedes Jahr fuer NAMIBIA und das fuer 2 Millionen Einwohner. Das halte ich fuer ausreichend
Kehre erst eimal vor der eigenen Tuer. Aber ich kann es verstehen,es hoert sich fuer deutsche GUTMENSCHEN bei Bekannten besser an,wenn man fuers Ausland spendet.
33,1k Beiträge · seit 200608. Feb. 2010 · #9
Lieber Juwelier,

ich kann es mir nicht verkneiffen...

Erst einmal leben in Deutschland alle Kinder unter der Einkommensgrenze, denn sie haben kein Einkommen, ansonsten wäre es wohl Kinderarbeit. Des Weiteren gibt es in D ein soziales System, was sowas zum Grossteil auffängt... in Namibia hingegen nicht!

Sonnige Grüsse,
Christian
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5'538 Beiträge · seit 200808. Feb. 2010 · #10
Hallo Zusammen,

erst mal danke an Christian, dass Du den Link für Pro-Namibian-Children reingesetzt hast. Wenn Du ein Mädchen wärst, würde ich Dich jetzt knutschen. Wenn Du zwischen Mai und Dezember mal in Swakop bist, melde Dich, dann lade ich Dich zum Essen ein. Ich schätze Deine sehr sachlichen und guten Beiträge immer sehr.

@ Jeweller: Eigentlich hat Christian alles gesagt. Aber eben doch nicht alles. Vergleiche einmal Armut in Deutschland und Armut in Namibia. Wir sind arm auf sehr hohem Niveau und für viele "Arme" gilt der alte deutsche Kaufmannsspruch "Lerne klagen ohne zu leiden", denn sie werden von unserem Wohlfahrtsstaat bestens versorgt. Jedes Kind kann hier seine Schulbildung bekommen - die Eltern müssen nur Gebrauch von den angebotenen Möglichkeiten machen. Das ist leider im südlichen Afrika ganz anders. Hier sind viele Menschen auf die Privatinitiative von Leuten wie Petra angewiesen. Petra, mein ausdrückliches Danke für diese Einstellung.

Liebe und nachdenkliche Grüße

Gerd
63 Beiträge · seit 200908. Feb. 2010 · #11
Hallo Petra

Auch meine Frau und ich haben ein Patenkind in Namibia, am selben Ort wie Helen schon schrieb. Ist wirklich eine gute Sache-
Siehe: http://www.namibiaprokind.de

Liebe Grüsse, Walter
0
6'152 Beiträge · seit 200609. Feb. 2010 · #12
hallo petra,

wir unterstützen gemeinsam mit Freunden- die in Namibia wohnen- seit 3 Jahrendas Childrens Home in Windhuk - dort leben schwarze misshandelte Kinder, Aidswaisen. Die brauchen jeden Cent - konnten erstmals für einige Kinder durch unsere Spenden Schuluniformen, Winterkleidung, Schuhe usw. kaufen.
Wir werden genau informiert was mit unseren Spenden
angeschafft wird - anhand von Quittungen- auch sehen wir
es wenn wir bei unserem Namibia-Aufenthalt das Kinderheim
besuchen.
Hallo jeweller,
schau doch einfach mal bei einem Deiner Namibia-Ferien dort
vorbei,denke dann hast Du eine andere Einstellung.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter381 Beiträge · seit 200909. Feb. 2010 · #13
@jeweller
es ist sicher richtig, daß wir als steuerzahler an vielen dingen beteiligt werden, ohne vorher gefragt zu werden...so ist das nun einmal in deutschland.
wie bereits geschrieben, gibt es hier aber ein riesen großes netzwerk...es gibt kaum menschen, die hier durch das soziale system fallen.

es geht mir in keinster weise darum, anderen mitmenschen - auch nicht hier im forum - zu sagen, wie gut ich bin.
es geht darum, daß ich freiwillig dort helfen möchte, wo ich denke, daß es wesentlich sinnvoller ist, als in deutschland. die mentalität und das anspruchsdenken mancher menschen in deutschland ist für mich sehr erschreckend.

allerdings erschreckender finde ich, daß es wie gglink schrieb in namibia solche systeme wie in deutschland nicht gibt.

ich denke aber auch, daß es wichtig ist, die kinder in namibia zu unterstützen, da sie oftmals verwaist sind, weil ihre eltern leider verstorben sind.

ich denke unsere kinder in deutschland erhalten genügend unterstützung vom staat und nicht zu letzt sind auch in der regel eltern vorhanden, die dem kind einen halt bieten sollten und in den meisten fällen auch können.

ich glaube auch nicht, daß ich mich dafür rechtfertigen müsste, wem ich helfen möchte.

eine gesicherte, gute ausbildung ist die basis für eine bessere zukunft.

@ danke an all die anderen, die mir mit ihren adressen schon einmal einen anhaltspunkt gegeben haben.
spirit-of-zambia.com
1'723 Beiträge · seit 200909. Feb. 2010 · #14
@jeweiler..


neee da haste voellig recht ... in deutschland lebt ein kind schon unter der armutsgrenze wenn es nicht jede neue spielkonsole kaufen kann, wenn nicht 300 sender im fernseher zu empfangen sind sondern vielleicht nur die 3 staatlichen, wenn die turnschuhe eben nicht von nike sein koennen sondern nur "no-names" sind und wenn es nicht jeden zweiten tag zu MC DO geht, wo ein Menue mittlerweile, glaube ich 7 euros kostet !!!
So gesehen, kann man dir nur beipflichten.. Du dann unterstuetz doch mal die jungs um die ecke und lass die anderen ihr geld nach Namibia bringen, denn auch hier gilt "jeder so wie er mag" ..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
235 Beiträge · seit 200909. Feb. 2010 · #15
Google einfach mal "kinder hungern in deutschland"
an sonsten viel psass und nichts fuer ungut.
habe einmal 25 jahre in windhoek gelebt.kenne mich etwas aus.heute unterstuetze ich die kinder meiner angestellten,schule ausbildung usw.
5'538 Beiträge · seit 200809. Feb. 2010 · #16
@jeweller:

Google einfach mal "kinder hungern in deutschland

Habe ich getan und ich gebe Dir Recht. Ja, wir haben auch in Deutschland Kinder, die Hunger haben. Aber die Frage stellt sich für mich, warum das so ist. Und da bin ich der Meinung, dass die Eltern dieser Kinder die Hauptschuld an dieser Misere tragen. Unser soziales System lässt keinen (ver-)hungern und keinen ohne Bildung. Ich musste als Kind nach dem Krieg noch bei Nachbarn für ein Stück Brot betteln gehen, weil es damals noch kein solches Sozialsystem gab. Gott sei Dank ist diese Zeit aber vorbei und deshalb unterstütze ich die Menschen, die nicht durch eigenes Verschulden in Not sind. Das kann auch hier in Deutschland sein, aber meist ist es eben in anderen Ländern, die den Wohlfahrtsstaat nicht kennen.

Aber jeder soll so helfen, wie er es für richtig empfindet und ich finde es schon gut, dass Du etwas für Deine Leute tust, wie Du schreibst.

Lieben Gruß
Gerd
235 Beiträge · seit 200909. Feb. 2010 · #17
@gglink
Naturlich hatten wir es nach dem Krieg in Deutschland schwer, aber soweit ich mich erinnern kann waren wir 10 Jahre spaeter durch viel Arbeit (auch mit grosser Hilfe der Truemmerfrauen) wieder aus dem Groebsten raus. In Afrika ist es leider so, dass man es 20 bis 40 Jahre nach der Colonialzeit noch immer nicht geschafft hat auf eigenen Fuessen zu stehen. Aber man ist immer bereit die Hand auf zu halten. Ich war 1960 in Pretoria, da kamen die Belgier schreiend aus dem Kongo. Du kannst Dir nicht vorstellen, was die uns schreckliches erzaehlt haben. Was hat der Kongo bis Heute erreicht? Ich war in Windhoek als die Portugiesen aus Angola kamen. Du moechtest nicht wissen was die durchgemacht haben. Was hat Angola bis Heute erreicht? Ich weiss das hoert sich alles rassistisch an,aber glaube mir,ich habe auch die Bombenstimmung der 70ger Jahre in Winhoek mitgemacht, in der die SWAPO die schrecklichsten Sachen gemacht hat, ( das gilt natuerlich auch fuer die Buuren) die Du Dir nicht vorstellen moechtest. Dann haben wir noch die Aufforderung von Sam Nujoma, "Den Deutschen in den Kopf zu schiessen" und das 20 Jahre nach der Unabhaengigkeit und der Unterstuetzung die er vom deutschen Steuerzahler bekommt. Da tu ich mir mit der Hilfe fuer solche Laender immer etwas schwer. Das ist aber meine persoenliche Meinung.
Natuerlich koennen die armen Kinder nichts dafuer und ihnen sollte geholfen werden, aber vergiss nicht, dass ihre Elter diese Regierung gewaehlt haben und es wird Zeit, dass sie Erwachsen werden und etwas gegen den Elitewahn in Namibia und den Rest von Afrika tun.
Alles Gute Hubert
5'538 Beiträge · seit 200809. Feb. 2010 · #18
Hallo Hubert,

Du hast mit vielen Deiner Ausführungen Recht. Ich will und werde auch nichts gegen die Erfahrungen sagen, die Ihr alle gemacht habt, denn ich bin nur ein Zugereister, der sich darüber noch viele Monate in Deutschland ausruht. Hast Du aber schon einmal überlegt, warum das so ist? Wenn du in die ehemalige DDR gehst, wirst Du auch noch viele Menschen finden, die ohne große Initiative sind, die sich die DDR wieder wünschen, weil sie da nicht denken mussten. Und die hatten nur 12 Jahre Hitler und 50 Jahre die Russen. Die Menschen in Afrika hatten nicht nur die Weißen, die Ihnen das Denken abgenommen haben, sondern auch noch viele, viele Andere wie z. B. die Araber, die über Jahrhunderte oder noch länger diese Leute entmündigt haben. Dazu kommen noch Jahrtausende alte Stammestraditionen. Die bekommst Du nicht in 20 Jahren weg.

Zum Schluss noch ein Danke an Dich. Diese oder ähnliche Themen werden leider von dem einen oder anderen Fomi immer sehr emotionell diskutiert und ich danke Dir für Deine Sachlichkeit - auch wenn ich anderer Meinung in vielen Punkten bin.

Liebe Grüße
Gerd
104 Beiträge · seit 200909. Feb. 2010 · #19
ich denke, jeder soll das tun, was er für richtig hält.

Wir lieben Namibia, warum soll eine Spende oder Patenschaft nicht den Kindern dort etwas weiter helfen. Wie war das mit dem Tropfen????

Überall gibt es Kinderarmut, natürlich auch in Deutschland. Ich trau mich es kaum zu sagen, für jede Zigarette, die von den Eltern geraucht wird, könnten sie Ihren Kindern ein Essen zubereiten.
Übrigens:
Kleidung gibt es in der Kleiderkammer, Essen bei der Tafel, Spielsachen auf Flohmärkten und in Sozialläden.

Mego
41 Beiträge · seit 200710. Feb. 2010 · #20
Hallo Ihr Lieben
gerne moechte ich mich fuer die schoene Stunden beim Winterpotjie bedanken. Ich bin auch heile wieder zuhause angekommen.
Zur Patenschaft. Alle habt Ihr recht.In Africa ist ein Problem und das sind die uralten Sitten und Traditionen
die nicht mehr in das Leben heute passen. Die Zeiten von 5 Frauen zu einem mann sind doch schon vorbei.
Geburtenkontrolle gibt es an jeder Klinik um sonst.
HIV und Aids ist ein grosses Problem.Noch gibt es eigentlich kaum Weisen den die Grossfamilie ist in Africa noch vorhanden. Lange wird es auch nicht mehr den die Grosseltern, die meistens kein Aids haben, weg sterben. Was macht man mit Leute die pos. sind und doch noch Kinder auf die Welt bringen?
Wie war es mit Sitten und Traditionen? Diese in Afric zu aendern ist sehr schwerr. Nun genug!
Es gibt eine organisation Arche Noah wird von Monika
und Gero Julius geleitet. Die helfen hauptsaechlich
die Kindergaerten, Vorschulen und Kinder mit Lernprobleme.Sie haben eine Webseite mit dem gleichen namen. Fam. Julius sind 5 Monate in Nam. und helfen hier und dann in Deutschland um Spenden zu sammeln.
Da die Vorschulen erst von der jetzigen Regirung verpoten waren und nun doch duerfen, weil sie gesehen hatten das Vorschulen und Kindergaerten doch eine wichtige Rolle spielen fuer die weitere Schulleistungen des Kindes.Auf der Webseite sind die ganzen Informationen.
Nun ist wirklich genug. Bleibt gesund
Margaret