SESepplThemenstarter76 Beiträge · seit 200911. Dez. 2009 · #1Hallo zusammen,
eigentlich hatten wir ja den Februar für unseren Namibiaurlaub geplant. Um so mehr wir im Netz nachlesen, um so mehr werden wir unsicher. Rein von der Sache können wir im Zeitraum von Mitte Januar bis ca. Mitte Juni Urlaub nehmen. Welchen Zeitraum haltet Ihr für den besten?
Wir möchten halt gerne richtige Wüsten- und Steppenlandschaft sehen und erleben. Grün wie im Schwarzwald möchten wir eigentlich nicht. Was meint Ihr dazu? Im Moment wissen wir gar nicht mehr was richtung und was falsch ist.
Viele Grüße
Seppl
TMThomas M41 Beiträge · seit 200911. Dez. 2009 · #2Hallo Seppl,
wenn ihr es trocken und wüstenhafter erleben wollt, müsst ihr so spät wie möglich fahren.
Gerade in den letzten 2 Jahren hat es im Januar bis März extrem viel geregnet und es war sehr grün und nass
Viele Grüße
Thomas
gglink5'538 Beiträge · seit 200812. Dez. 2009 · #3Hallo Seppl,
das hat mit Schwarzwald oder Allgäu überhaupt nichts zu tun, auch wenn es so grün ist. In der Namib hast Du Wüste das ganze Jahr über und zwar mehr als ausreichend.
Wenn es Dir aber zu grün ist, dann peile Juni an. Da hat es sehr wahrscheinlich gut 2 Monate nicht mehr geregnet und da sollte die Natur Deinem Farbempfinden mehr entsprechen. Außerdem siehst Du dann in der Etoscha mehr Tiere, weil sie an die Wasserlöcher kommen müssen.
Liebe Grüße
Gerd
Lumela562 Beiträge · seit 200912. Dez. 2009 · #4Guten Morgen Seppl
Aber dann muss man sich auch bewusst sein, dass es sehr kalt sein kann - es ist WINTER.
Voriges Jahr hatten wir im August Graupelschauer südlich von Augrabies Falls (SA). Wir haben drei Wochen lang die Winterjacken praktisch gar nicht mehr ausgezogen. Richtung Norden und September wurde es dann tagsüber angenehm warm
Heuer werden wir im Mai fahren, hoffen, dass es etwas wärmer wird.
Grüsse aus dem Schnee
Lumela
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200612. Dez. 2009 · #5Hi Lumela,
Voriges Jahr hatten wir im August Graupelschauer südlich von Augrabies Falls (SA). Wir haben drei Wochen lang die Winterjacken praktisch gar nicht mehr ausgezogen.
Das liegt daran, dass etwa südlich von Keetmanshoop die Winterregenregion beginnt. In 95% Namibias wirst Du im Juni es noch recht warm haben, v.a. keine Wolke am Himmel und damit auch kein (Graupel)schauer.
Sonnige Grüße
Christian
P.S. Zur eigentlichen Frage von Seppl: Ich würde im Juni fahren. Ich finde den Winter die schönste Zeit in Namibia (endlich mal keine Hitze), mal abgesehen vom ewigen Warten auf den Regen.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200612. Dez. 2009 · #6Im Juni sind die Tage extrem kurz und je nach Lage die Nächte und der frühe Morgen sehr kalt.
In Windhoek hatten wir einmal minus 12 Grad, im Okavango minus 4 am Morgen...
Gruss Beat
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200612. Dez. 2009 · #7Hi Seppl,
noch als Ergänzung zu Tomcats Hinweis hier noch ein Link der Dir wg. der Temperaturen weiterhelfen kann. Du kannst Reisezeit und Dauer eingeben und dann wird auf Grundlage von historischen Wetterdaten das zu erwartende Wetter in Windhoek angezeigt:
http://www.wetteronline.de/cgi-bin/regframe?3&LANG=de&WMO=68110&PRG=klurlaubauswHierzu noch der zu erwartende Niederschlag des Namibia Meteorological Services:
http://www.meteona.com/climate/whot.htmSolche Temperaturen wie Tomcat schreibt sind eine absolute Seltenheit in Namibia (und wurden offiziell noch nie in Namibia gemessen... niedrigste jemals offiziell gemessene Temperatur war -8,9°C am 15.8.1979). Je weiter Du nach Norden kommst, desto unwahrscheinlicher wird extreme Kälte, v.a. im Herbstmonat Juni.
Sonnenauf-/untergangszeiten findest Du z.B. hier:
http://www.timeanddate.com/worldclock/astronomy.html?n=266&month=6&year=2010&obj=sun&afl=-11&day=1(Juni etwa 6.30-17.30, März 7.00-19.00).
Und die Quintessenz: Egal wann Du fährst, Du wirst ein traumhaftes Land vorfinden!
Sonnige Grüße
Christian
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Tomcat1'155 Beiträge · seit 200612. Dez. 2009 · #8Hallo Christian
Das hat der Thermometer im Auto angezeigt. Keine Ahnung wie genau der ist. Jedenfalls waren alle Wasserleitungen gefroren...
Ein Farmer hat mir erzählt, dass er schon Temperaturen von minus 15 gemessen hat.
Gruss Beat
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200612. Dez. 2009 · #9Hi Beat,
ich wollte auch nicht den Eindruck erwecken, als würdest Du uns ein Märchen erzählen. Es sind halt nur extreme Ausnahmen, insbesondere im Juni.
Sonnige Grüße
Christian
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Burschi4'140 Beiträge · seit 200912. Dez. 2009 · #10Hallo Seppl,
lass dich von den Horrormeldungen über die Temperaturen nicht abschrecken. Namibia ist zur jeder Jahreszeit schön und auch in den Temperaturen immer erträglich. Frosttemperaturen können auch im Juli bis September immer mal vorkommen, aber wenn die Sonne aufgegangen ist, dann ist es innerhalb von Minuten warm. Was die Vegetation betrifft, so gebe ich den anderen Recht, wenn sie den Juni vorschlagen. Man erwischt vielleicht noch das letzte Grün der Regenzeit, das Gras wird aber meist schon überall trocken und gelb sein, die Bäume haben aber noch grünes Laub, bzw. beginnen sich vielleicht auch schon zu färben. Man kann das alles nicht so genau vorhersagen, denn niemand weiß, wie eine Regenzeit ausfällt und die Vegetation wird hier nicht wie bei uns von der Temperatur, sondern vom Niederschlag gesteuert. Die Wahrscheinlichkeit, Tiere an den Wasserlöchern in gößerer Zahl anzutreffen ist im Juni höher als im April. Aber auch hier hängt alles von der Regenzeit ab, wie diese ausgefallen ist. In den letzten beiden Jahren gab es soviel Regen, dass die Etoscha ein riesiger See war, aber das hatte es seit 30 Jahren so nicht mehr gegeben. Also, lasse dich einfach überraschen, das ist auch gerade das Schöne, warum man immer wieder dorthin fahren kann und ständig Neues erlebt.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
gglink5'538 Beiträge · seit 200812. Dez. 2009 · #11Hallo Seppl,
Burschi hat absolut Recht - lass Dich von den hier genannten Temperaturen nicht verunsichern. Normalerweise ist es tagsüber angenehmen warm (für uns Europäer) und auch die Tage sind nicht so kurz. In Namibia ist auch im Juni kein Tag kürzer als 10 Stunden, denn das Land liegt ja nicht sooo weit weg vom Äquator, dafür aber auch nicht länger als 14 Stunden im Dezember. Allerdings wird es relativ früh hell und so gegen 18.00 Uhr ist es im Juni dann schon dunkel.
Dann hast Du schöne lange Abende zum Erzählen und Genießen des tagsüber Erlebten.
Liebe Grüße
Gerd
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200912. Dez. 2009 · #12Hallo Seppl,
wir fliegen im April nach Namibia.
Das Wetter muss man nehmen wie es kommt.
Wir hatten z.B. vergangenes Jahr das erste Mal Schnee vorm Grand Canyon und das im August. Das war echt total Klasse, die Schneeballschlacht in shorts (wir kamen aus 35° in Arizona).
Meine größte Bange ist allerdings, dass ich meinen Freunden nicht die Tiervielfalt in Etosha N.P., wie seinerzeit im September, zeigen kann.
Ich freue mich trotzdem sehr Namibia wieder zu sehen 🙂
PS: Obwohl ich es sicher nicht mehr so wieder finden werde, wir vor 12 Jahre (lt. euren Berichten im Forum).
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200612. Dez. 2009 · #13Ab und zu fehlt es mir etwas an Objektivität in diesem Forum.
Man sollte den Leuten objektive Informationen geben. Gerade im Juni / August kommen viele aus dem europäischen Sommer. Dort ist es fast 18 Stunden hell. In Namibia ist Winter, es ist gerade einmal 10 Stunden lang Tag. Das schlägt vielen Turis aufs Gemüt.
Dann trifft man immer wieder Leute, die keinen richtigen Schlafsack dabei haben. Das gibt dann keine angenehmen Nächte, auch wenn die Temperatur „nur“ auf 5 Grad runter gehen sollte. Windhoek und Johannesburg ist immerhin 1800 Meter hoch.
An den WM Spielen in Jo’burg wird man daher viele frierende Fans in den Stadien sehen und die Leute hier werden sich wundern, weil Afrika automatisch mit Wärme assoziiert wird.
Einverstanden, die Tage sind in den meisten Gegenden angenehm. Die Atlantikküste mit Swakopmund liegt aber oft den ganzen Tag unter einen dicken Nebeldecke, der kalte Wind kommt vom Atlantik und es ist sehr feucht-kalt, und alles andere als angehen, wie ich finde
Hier noch ein Bild aus dem Okavango von letztem Juni, dass für sich spricht…

Burschi4'140 Beiträge · seit 200912. Dez. 2009 · #14Lieber Kater,
warum fährst du denn immer wieder nach Afrika, wennn du dort so frierst?
Spaß beiseite, du hast natürlich Recht, dass es immer wieder Touristen gibt, die schlecht ausgerüstet im afrikanischen Winter campen. Aber die meisten Autovermieter geben in diesen Monaten ausreichend Decken für die Zelte mit, sodass Temperaturen um 5 Grad kein großes Problem sind. Ich habe auch schon vereiste Autoscheiben in Palmwag und zugefrorene Swimmingpools in Lodgen erlebt, aber dann bleibt man am Morgen eben mal ein paar Minuten länger im Zelt oder man zieht sich die Daunenweste über, die man dabei haben sollte. Ich gehe auch davon aus, dass ein Reisender sich erst mal über das Klima im Land zur entsprechenden Jahreszeit informiert und dann eben auch warme Socken für die Nacht dabei hat. Andererseits, wann kann man mehr Tiere an den Wasserlöchern sehen, als zur Trockenzeit (afrikan. Winter)? Auf jeden Fall würde ich nicht von einer Reise im Juni abraten, denn das ist eine ausgesprochen schöne Reisezeit.
Gruß:
Burschi
P.S. Dass die Blöden nicht aussterben sieht man auch hier, wenn es Leute gibt, die im Schneesturm, im Sommer in kurzen Hosen auf die Zugspitze rennen und sich dann wundern, wenn sie erfrieren, was im letzten Jahr ja passiert ist.
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200912. Dez. 2009 · #15Hallo Tomcat,
warum bist du in diesem Forum?
Willst du allen vom Urlaub im südlichen Afrika abraten?
Ich weiß nicht, was deine Mission hier soll. Bitte erkläre es mir.
Danke
gglink5'538 Beiträge · seit 200812. Dez. 2009 · #16Hallo Tomcat,
das habe ich auch schon im Dezember im Norden bei Kamanjab erlebt. Wir sitzen auf der Terrasse beim Frühstück und einer der Farmarbeiter kam mit einer Eisplatte, weil in der Nacht die Viehtränke zugefroren war. Na und? Wenn ich richtig ausgerüstet bin, dann habe ich für die kalte Nacht ausreichend Decken und für die längeren Abende einen Pullover oder eine Weste mit. Richtig ist, dass die Touristen besser informiert sein müssen und nicht nur mit Sommerblüschen und Bikini ausgestattet durch "Afrika" reisen wollen.
Aber ansonsten ist für Tierbeobachtungen der Winter sicher besser geeignet als der Sommer, obwohl ich allen Besuchern empfehlen möchte:
Kommt mindestens 2 x - davon 1 x im Sommer.
Liebe Grüße
Gerd
Bloke1'920 Beiträge · seit 200812. Dez. 2009 · #17Burschi schrieb:P.S. Dass die Blöden nicht aussterben sieht man auch hier, wenn es Leute gibt, die im Schneesturm, im Sommer in kurzen Hosen auf die Zugspitze rennen und sich dann wundern, wenn sie erfrieren, was im letzten Jahr ja passiert ist.
Hallo Burschi
Meines Wissens sind
die BLÖDEN nicht bei Schneesturm losgelaufen, sondern der Wetterumschwung hat sein übriges dazu beigetragen.
Ein grosser Sportler scheinst du ja gerade nicht zu sein... 😉
LG Bloke
Burschi4'140 Beiträge · seit 200913. Dez. 2009 · #18Hallo Bloke,
du hast Recht, bin kein großer Sportler, kann aus Zeitgründen leider nur 5-6ooo km im Jahr mit dem Rad fahren.
Was den Wetterumschwung in den Alpen betrifft, so ist damit ja auch äußerst selten zu rechnen. Warum sollte man also sich darauf vorbereiten? Wie du sicher auch weißt, sind die Veranstalter im Gerichtsverfahren freigesprochen worden. Aber wenn du meinst, dann bin ich halt der Blöde, der im Gebirge immer Regen- und Kälteschutz dabei hat. Damit kann ich leben!
Und in Namibia habe ich dicke Socken, Daunenweste und Joggingsanzug dabei. Ich frier halt auch nicht gerne und bereite mich vor.
Gruß: Burschi 🙂
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Bloke1'920 Beiträge · seit 200813. Dez. 2009 · #19Burschi schrieb:Hallo Bloke,
du hast Recht, bin kein großer Sportler, kann aus Zeitgründen leider nur 5-6ooo km im Jahr mit dem Rad fahren.
Was den Wetterumschwung in den Alpen betrifft, so ist damit ja auch äußerst selten zu rechnen. Warum sollte man also sich darauf vorbereiten? Wie du sicher auch weißt, sind die Veranstalter im Gerichtsverfahren freigesprochen worden. Aber wenn du meinst, dann bin ich halt der Blöde, der im Gebirge immer Regen- und Kälteschutz dabei hat. Damit kann ich leben!
Und in Namibia habe ich dicke Socken, Daunenweste und Joggingsanzug dabei. Ich frier halt auch nicht gerne und bereite mich vor.
Gruß: Burschi 🙂
Hi Burschi
gut dann nehme ich das mal mit dem **Nicht GROSSER Sportler*** höflich zurück 😉, konnte je ned wissen dass du ne Sporstkanone bist 🙂
Hab aber ned gesagt, dass du **DER BLÖDE** bist, das ist rein deine *Interpretentation*... 😛
Du hast vollkommen recht, eine gute Vorberetung ist die halbe Miete, egal ob im Sport oder beim reisen 😉
Wünsch dir viel Sonne in den Speichen und viel Spass beim Rädle fahren 🙂
LG Bloke
SESepplThemenstarter76 Beiträge · seit 200914. Dez. 2009 · #20Hallo Zusammen,
schon mal vielen Dank für die vielen Infos.
Ich kann Euch mitteilen, dass die Würfel gefallen sind. Gestern haben wir den Flug gebucht. Am 19. März starten wir von Frankfurt nach Johannesburg und von dort geht´s gleich weider nach Windhoek. Wir werden 3. Wochen Zeit haben, der Rückflug ist für den 10.04.10 gebucht.
Ab ca. Mai wollten wir nicht mehr wegfliegen, da wir begeisterte Wohnmobilfahrer sind und im deutschen Sommer mit unserem Womi Europa unter die Räder nehmen möchten. Am Wochende konnten wir zu Namibia entfernt Bekannte befragen. Die waren jetzt schon 3 x im März in Namibia und hatten kaum Regen. Mal schauen ob wir von Ende März bis knapp Mitte April auch Glück haben.
Jetzt kommt jedenfalls unser nächster Schritt, nämlich das passende Mietauto zu finden. Wir denken da an einem Allrad mit Dachzelt.
Viele Grüße
Seppl