Herr Bert schrieb:Was muss ich oben lesen, die TDi`s machen Probleme?
Der 200TDi, der Anfang der 90er eingesetzt wurde, hatte endlich mal ordentlich Leistung (mal abgesehen vom V8), war dabei äußert sparsam und sehr robust. Der dann weiterentwickelte 300TDi hatte in der Anfangszeit in der Tat häufig Probleme. Als diese Probleme konstruktiv gelöst waren, wurde daraus ein richtig guter Motor. Noch heute sind Fahrzeuge mit diesen Motoren, die letzten ohne Elektronik, noch äußerst begehrt.
Wer auf Hubraum steht, wird bei Land Rover allerdings nicht fündig.
Der TDi ist noch der beste der Motoren, da stimme ich dir zu.
Dennoch ist es für einen Reisenden eine Überlegung. Der Mythos "Defender-Abenteuer" mag eine wichtige Rolle spielen im Großstadtdschungel. Da gehört der Defender hin, denn ich brauche zum Überleben die Fachwerkstatt meines Vertrauens in den 3 Jahren Rover-Garantie.
Wenn ich Glück habe ist in den ersten 3 Jahren alles Relevante kaputtgegangen und wurde getauscht. Dann bleiben immer noch genug Probleme übrig. Ik, ein undichtes Dach kann ich durch ein Hubdach lösen, etc.
Aber was will ein Afrikareisender?
Ich kann dir sagen was ich will: ein zuverlässiges Auto, was mich durch das Land bringt. Ich will keinesfalls meinen Urlaub/meine Zeit in der Werkstatt verbringen.
Deshalb würde ich niemals einen Defender in Betracht ziehen. In Afrika spielt er - ehrlich betrachtet - fast keine Rolle mehr.
In Game Areas wird schon jetzt überwiegend der HZJ eingesetzt. Dort wo der Defender noch läuft ist ein Überschuß an Fahrzeugen vorhanden. Da wo er fehlt, ist keine Zuverlässigkeit gegeben (gutes Beispiel: Wildearth.tv (Live Übertragung von Game Drives der Djuma Lodge in Sabi Sand, RSA)-> Die benutzen einen 90er Defender TDi.
Mehrmals im Monat (!) ist bspw. zu lesen: "a.m. drive cancelled due to technical problems".)
Sämtliche Hilfsorganisationen oder int. Organisationen fahren HZJ oder HDJ von Toyota. Genauso Transafrika-Reisende, etc.pp.
Der Defender lebt vom Mythos . Das ist völlig ok, allerdings für den Anspruch des Reisenden häufig nicht passend.
Grüße