Hund aus NAM nach D? Erfahrungswerte ... ?

34 Antworten · 6'019 Aufrufe · gestartet 24. Okt. 2009 von janet
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Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200924. Okt. 2009 · #1
Huhu liebe FoMis!

Blöde Frage, die auch sicher einigen Augenroller verursachen wird, aus meinem Kopf geht sie leider nach unserem Urlaub nicht.

Wir haben auf der Strecke einen kleinen (keine Ahnung ob auch jungen) Hund gesehen, dessen Anblick mir ehrlich gesagt den Rest des Urlaubs versaut hat.

Hätten wir Etosha nicht zum Abschluss der Reise schon vorgebucht gehabt hätte ich das saussen lassen (und ja, das meine ich ernst) und den Kleinen einfach ins Auto gezerrt, so wars aber leider nicht so einfach. Dazu kommt noch dass wir Montag früh geflogen sind und bis Samstag in Etosha waren, Tierärzte also zu, sonst hätte ich den Umweg von mehreren 100km in Kauf genommen.

Frage also für nächste Mal oder auch jetzt falls doch wer an der besagten Stelle vorbeifährt (denn der kleine kerl geht mir schwer ausm Kopf):
was benötigt man alles um ein Tier nach D zu bringen? Weiss jemand aus der Praxis wie das mit Quarantäne etc. aussieht?

Ach ja, ich weiss dass dieses Problem in so ziemlich allen Reiseländern auftritt und auch in D. Trotzdem interessierts mich, denn den armen Kerl hab ich nunmal gesehen.

Liebe Grüsse
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
62 Beiträge · seit 200724. Okt. 2009 · #2
Hallo Janet,

ich habe vor einigen Jahren meinen Hund mit nach NAM und wieder zurück gebracht.
Am Flughafen in FRA sind die recht pingelig und auch in Windhoek brauchst du alle Papiere, eine passende Kiste, die nicht ganz billig ist (gab es damals gebraucht bei Transworld Cargo), und viel Geduld. Quarantäne gibt es nicht, soweit ich weiß, aber der Hund muß untersucht, für gesund befunden und natürlich geimpft sein. Du solltest alles in allem (ohne Hund) schon so mit 1000€ rechnen.
Da sich Gesetze recht schnell ändern können, rate ich dir, dich beim nächsten Veterinäramt zu erkundigen und auch bei der namibianischen Botschaft.
Da du sicherlich erwachsen bist, hast du wohl über Sinn oder Unsinn einer solchen "Tat" bereits selbst nachgedacht.

Gruß Ulli
Man hüte sich vor der Weltanschauung derer, die die Welt nie gesehen haben. Alexander v. Humboldt
454 Beiträge · seit 200624. Okt. 2009 · #3
es ist nicht ganz einfach, aber auch nicht wirklich kompliziert, jedoch mit geduld und geld verbunden.
-der hund muss seine regelmaessigen impfungen vorweisen
-es muss eine sog titer bestimmung haben, d. h. dass er keine tollwut hat. ihm wird blut abgenommen, nach suedafrika in ein eu anerkanntes labor geschickt. wenn die werte passen, muss es noch 3 monate in namibia bleiben, dann darf er nach deutschland
-bestaetigung vom states vet in namibia
-in deutschland zum amtstierarzt am frankfurter fughafen - das war es dann
kosten:
-kiste ca. 1000N$
-tierarzt alles in allem ca. 1000N$
-tierarzt deutschland ca. 100euro
-flug: im frachtraum ca. 800N$, als gepaeck ca. 400euro
meine erfahrung:
ich habe ihn als gepaeck mitgenommen, d.h. er kommt dann dort raus wo man aufs gepaeck wartet. ersparte mir somit den umweg zum vet in frankfurt. an der zollkontrolle fragten sie mich ob ich alle papiere dabei haette: klar sagte ich (war auch so), und sie winkten mich durch - NIEMAND, egal ob am flughafen windhoek, noch in frankfurt wollte auch nur 1 papier sehen !!! klar wenn ich nichts dabei gehabt haette waere es anders gelaufen 🙂
wie gesagt, es ist nicht so kompliziert, aber geduld und geld muss man haben
33,1k Beiträge · seit 200624. Okt. 2009 · #4
Hi Janet,

Infos dazu findest Du u.a. auch hier: http://www.zoll.de/faq/reiseverkehr/ausreise/index.html#ausreise3

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'159 Beiträge · seit 200724. Okt. 2009 · #5
travelNAMIBIA schrieb:
Hi Janet,

Infos dazu findest Du u.a. auch hier: http://www.zoll.de/faq/reiseverkehr/ausreise/index.html#ausreise3

Sonnige Grüße
Christian
Das "fiktive" Tier war ja (vermutlich) noch nicht in Deutschland.
http://www.zoll.de/b0_zoll_und_steuern/d0_verbote_und_beschraenkungen/d0_schutz_tierwelt/b0_tierseuchenrecht/a0_reiseverkehr/b0_einfuhr_non_eu/index.html

Sonnige Grüße
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
33,1k Beiträge · seit 200624. Okt. 2009 · #6
Dann hier:
- http://www.zoll.de/e0_downloads/d0_veroeffentlichungen/z1_reisezeit_2009.pdf (Seite 50), schreibt u.a. Mikrochip vor
- http://www.bmelv.de/cln_172/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Reisen-Verkehr/Heimtiere/HeimtiereEinreiseregelung.html?nn=434450

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'723 Beiträge · seit 200924. Okt. 2009 · #7
hallo janet,

na sowas... mensch, gut das ich den nicht gesehen habe, wenn er dir schon den kopf verdreht..

also aus meinen letzten, und haeufig in der rhinobar besprochenen, erfahrungen kann ich dir nur folgendes berichten:

es gelten immer die EINFUHRBESTIMMUNGEN des Endlandes, dh in WDH interessiert es wahrscheinlich kaum ein schwein ob du den kleinen kerl ins flugzeug steckst solange der in einer hierfuer vorgesehenen kiste ist.

In deutschland gelten dann die europaeischen und fuer deutschland praziesierten Einfuhrbestimmungen fuer domestic animals aus 3t laendern.

Normalerweise (ohne mich naeher damit beschaeftigt zu haben) heisst das :

Der Hund muss zunaechst gegen die ueblichen hundekrankheiten geimpft sein (staupe, tollwut, zwnigerhusten etc). Der Impfpass muss meist international sein und auf dem neuesten stand.

Der Hund muss entweder taetowiert oder gechips sein, dh identifizierbar sein

Bei 3tlaendern : die tollwutimpfung muss unbedingt aktuell sein und es muss danach eine blut / gewebeprobe angefertigt werden, wie es mein vorgaenger bereits geschildert hat.
Wenn der befund negativ ist muss der hund nicht in karantaene.

Normalerweise muss dann vor abflug noch eine amtstieraerztliche bescheinigung ausgestellt werden, (eine bestimmte seite abgespempelt in internationalen impfpaessen), dass der hund in gesundheitlich einwandfreiem zustand ist und fliegen darf. diese bescheinigung darf nicht aelter als 5 tage vor abflug sein.

alles nicht dramatisch, eigentlich die normale prozedur. Der einzige unterschied zwischen Afrika und europa ist die blutprobe auf tollwut weil da eine zeit von 3 monaten in kauf zu nehmen ist.


ich hab das ja nun grad alles mehr oder weniger hinter mir..

aber mal ehrlich, willst du dir das antun ??
ich kann dich ja nun sehr gut verstehen, ich muss im ausland immer mit verbundenen augen durch die gegend laufen, aber sonst wird das hier irgentwann zum tierheim...

liebe gruesse

uebrigens die dicke waechst blueht und gedeiht und wird jeden tag schoener !!:
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
1'457 Beiträge · seit 200624. Okt. 2009 · #8
Mein Tip: ein paar Rand fürs Einschläfern und das "gespaarte" Geld an ein Schulprojekt überweisen
454 Beiträge · seit 200624. Okt. 2009 · #9
au geil konno, damit hast du sicher wieder eine grundsatzdiskussion angetreten 🙂
haben deiner meinung nach tiere keine daseinsberechtigung ?? wie schaut es dann mit den ganzen arbeits- und obdachlosen aus - auch einschlaefern ?? spart ne menge geld - krasse einstellung !!!
Gast24. Okt. 2009 · #10
Zu Konnos "Vorschlag" will ich mal lieber gar nix sagen 🤢

@janet:
Ich will auch überhaupt keine Grundsatzdiskussion unterstützen ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht. Mir jedenfalls ist vollkommen verständlich dass dir der Hund Leid getan hat.
Um solchen wie ihm zu helfen brauchst du sie aber nicht mit nach Deutschland nehmen: es gibt einige Tierheime in Namibia wo man streunende Haustiere abgeben kann. Gesetzt den Fall natürlich dass man dafür keinen stundenlangen Umweg in Kauf nehmen muss. In deinem Falle konntest du nicht helfen; wie hättest du den kleinen Kerl denn nach Etosha mitnehmen sollen?
Falls sich übrigens jemand für den Tierschutz in Namibia engagieren will: die SPCA freut sich immer über Spenden... 😉
1'723 Beiträge · seit 200924. Okt. 2009 · #11
@woma .. ich glaub da haste recht, das sollte man ohne kommentar lassen, weil wahrscheinlich ist dem eh nicht zu helfen...
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Gast24. Okt. 2009 · #12
konno schrieb:
Mein Tip: ein paar Rand fürs Einschläfern und das "gespaarte" Geld an ein Schulprojekt überweisen
Arschloch!

Brit
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200924. Okt. 2009 · #13
Hi Leute,

danke für die Antworten, hatte eigentlich schon mit weitaus schlimmeren gerechnet! 🙂 Das hilft mir schon sehr sehr weiter, nu bin ich echt schlauer.
Freut mich dass es doch noch Leute gibt denen Hunde nicht egal sind.

Natürlich werde ich jetzt nicht hergehen und mich wieder in den Flieger setzen um das arme Bündel nach D zu holen. Das Geld das man für das eine Tier aufwenden will und am Ende nichtmal mehr wiederfindet weils bis dahin wahrscheinlich verhungert ist ist sicherlich in ner Spende für ein Tierheim besser und effektiver angelegt.

Sollte mir aber mal wieder sowas passieren, weiss ich das nächste Mal zumindest mehr und was auf mich zukommt. Ich weiss auch dass ich das Tierchen nicht in Etosha reingebracht hätte etc, was ja ein Grund war ihn nicht mitzunehmen. Sonst hätt ich ihn vermutlich echt ins Auto gezerrt und wäre mit ihm zum Tierarzt.

Dass es diese Zustände in anderen Ländern und auch in D gibt, ist mir bewusst. Aber warum sollte man wenn man sowas direkt sieht und man die Möglichkeiten dazu hat zu helfen, es nicht tun?
Meine Tiere die hier bei mir wohnen (bis auf die Spinnen) sind auch Notfalltiere.

Zu dem Schulprojekt sag ich mal nix, ausser dass es sicherlich viele Menschen gibt, die für andere Menschen spenden, während die Tiere, die noch nichtmal auf sich aufmerksam machen können leider nur eine sehr kleine Lobby haben. Aber das ist mal wieder ne Grundsatzdiskussion.

Liebe Grüsse und nochmals danke für die Tipps die ihr gegeben habt!
janet

p.s.: @Miss Ellie: wärst Du an meiner Stelle gewesen hättest Du jetzt vermutlich 4 Hunde .... 😵
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zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2009
1'457 Beiträge · seit 200624. Okt. 2009 · #14
Nein ich hasse Tiere nicht. Und ich würde sie auch nicht als "Arschloch" bezeichnen, wenn sie anderer Meinung wären.

Aber in einem Land, in dem

über 20% aller Kinder unter 5 Jahren Untergewicht haben,

60% aller Kinder Vitamin A Mangel haben,

ein Viertel der Bevölkerung als mangelernährt gilt,

80 % der ländlichen Bevölkerung keinen Zugang zu Trinkwasser hat,

nur 13 % der ländlichen Bevölkerung sanitäre Einrichtungen hat,

die Lebenserwartung im Schnitt bei 44 Jahren liegt,

und die Sterblichkeitsrate bei über 40 Toten auf 1000 liegt;

(von AIDS, Arbeitslosigkeit und mangelnder Bildung ganz zu schweigen)


finde ich es etwas vermessen, einen Strassenhund nach Deutschland auszufliegen und denke dass das Geld dem Land in viel besserer, langfristig dienender Weise zugeführt werden kann.
Da sich ein Großteil der Menschen keine ärtzliche Versorgung leisten kann, würde ich einen Umweg von 100 Kilometern zum Zahnarzt oder Klinik empfehlen, anstatt zum nächsten Tierarzt

Danke Brit für deinen sachlichen Beitrag.

mfg Konno
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2009
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200924. Okt. 2009 · #15
Lieber Konno!

In diesem Land geben manche vielleicht schnell mal 1000,-- Euro aus, um sich zwei Tage und Nächte in Wolwedans verwöhnen zu lassen oder vielleicht mal nen Ballonflug zu machen, und manche überlegen halt wenn sie Tierelend sehen ob sie da bereit sind Geld zu zahlen und zu helfen.

Wer entscheidet denn was vermessen ist? Du? Ich masse mir das jedenfalls nicht an. Wobei wir nun also bei unserer Grundsatzdiskussion wären.

Nachdenkliche Grüsse
janet
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1'723 Beiträge · seit 200925. Okt. 2009 · #16
jajaja die diskussion ob kind oder tier, die kommt doch immer gerne wieder, und ist ne grundsatzdiskussion die wahrscheinlich nicht viel bringt.

aber, menschen die sich von vorneherein als superieur den tieren gegenueber halten, haben meiner meinung nach in der evolution nicht viel begriffen.. Tiere waren vor uns da und tieren werden wahrscheinlich auch noch nach der menschheit da sein.

tiere haben gefuehle und vor allem gibt es tiere die die hilfe von uns menschen brauchen. Ein tier, zum beispiel ein hund, hat wie schon beschrieben keine lobby.

Ich weiss nicht warum menschen, die sich eben fuer tiere einsetzen immer an den pranger gestellt werden muessen? Warum muss sofort ein vergleich zwischen "geld stiften fuer kinder" und einen hund retten gezogen werden ? Das eine hat mit dem anderen doch gar nicht so viel zu tun, und wenn jemand helfen will sollte es doch ihm ueberlassen sein fuer was er sich einsetzt.

Ich fuer meinen teil ziehe es immer vor mich fuer tiere einzusetzen, dies aber nicht weil ich menschen nicht mag oder weil ich es wichtiger finde. Es handelt sich hierbei um eine persoenliche entscheidung die sehr viel mit bauchgefuehl und bindung zu tun hat. Aber darum verurteile ich nicht, sondern eher ganz im gegenteil, menschen die sich fuer kinderhelfsprojekte investieren.

Hierzu nur mal ein beispiel : ich wollte eigentlich eine kinderpatenschaft in Namibia uebernehmen. bei einer, wie mir schien, serieusen gesellschaft / verein. Das ganze hab ich mir dann anders ueberlegt an dem tag als ich von dem vorsitzenden einen brief bekommen habe, der meiner meinung nach voellig im Ton vergriffen war. Aber nochmal, das eine hat mit dem anderen nix zu tun.

und mal ganz ehrlich, jemand dem das leid eines treuen tieres gleichgueltig ist der wird auch nicht sehr viel mehr zuneigung fuer seinesgleichen aufbringen koennen.

Es geht nicht darum was richtig oder falsch ist, das muss jeder doch ganz alleine entscheiden, sondern darum das sofort geurteilt und verurteilt wird. Und dann noch soweit zu gehen sogar den Tod des Tieres vorzuschlagen um einem Kind zu helfen, sorry aber das ist sehr fern von gut und boese und der Beweis von fehlendem Einfuehlungsvermoegen und mangelnder Naechstenliebe. Ich weiss nicht ob dem Kind wirkilch geholfen ist von einem Menschen, der scheinbar das Leben als solches nicht zu respektieren weiss. Zu unserem Leben gehoeren Tiere dazu, fuer den einen vielleicht mehr als fuer den anderen.

Haste dir schon mal ueberlegt wie wichtig gerade Hunde fuer viele Menschen sind ???? Blinde, Rettungshunde, Hunde im Grenzdienst, Hunde fuer Alte und behinderte und kranke??
Aber gut, das ist natuerlich was anderes... Aber wenn wir alle so denken wuerden wie du Konno, dann duerfte keiner mehr Hunde halten, weil mit dem Geld (Hundehaltung kostet viel geld, Tierarzt, Nahrung, Leinen, Spielzeug, Hundeschule etc etc ) koennte man ja so viele Menschenleben retten.

Wenn ich in meiner Theorie weiterspinne, duerfte es auch keinen Pferdesport mehr geben, keine Katzen, keine Ziervoegel, keine Aquarien etc etc etc.. Wenn weltweit das gesamte Geld gesammelt wuerde, welches fuer domestic animals ausgegeben wird, koennten sehr sehr viele Menschen in Afrika gerettet werden, aber unsere Welt waere auch um ein vielfaches aermer an Liebe, an sozialverhalten etc..

Und dann koennte man eigentlich noch weiter gehen und sagen, die gesamten Kosten, die fuer unnoetiges LOISIR ausgegeben werden, Formel 1, Fussball, reisen etc ... jajaja, dann gaebe es wahrscheinlich kein elend mehr auf der welt.. aber das ist utopisch...

Mit welchem Recht nimmt der Mensch es sich raus ueber das Leben eines Tieres zu urteilen ? Mit welchem Recht meinst du bestimmen zu koennen ob dieser Strassenhund das recht hat zu leben oder es nicht besser waere, zum vorteil eines Kinderheimes, sein Leben zu opfern..

ach ja eine leidige Diskussion... mal ganz ehrlich, ich glaube wenn janet (oder wer auch immer) am platz dieses hundes ein kind in aehnlichem zustand gesehen haette, haette vielleicht auch ueber eine kinderspende nachgedacht, das eine schliesst das andere naemlich nicht aus.. aber gut, dafuer muss man vielleicht einen Horizont haben, der ein wenig weiter ist, das die starrkoepfigkeit von konno.. immer nur schwarz und weiss, das grau gibt es scheinbar nicht mehr ...
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Gast25. Okt. 2009 · #17
konno schrieb:
Nein ich hasse Tiere nicht. Und ich würde sie auch nicht als "Arschloch" bezeichnen, wenn sie anderer Meinung wären.
Naja, ich finde ja auch dass Brit in ihrer Empörung überreagiert hat, aber du hast dich mit deinem ersten Beitrag in diesem Thread ja auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, oder? Ehrlich gesagt hatte ich mich auch gefragt was da in dich gefahren war, aber nun hast du dich ja fundiert geäußert - dieser Beitrag wird den Leuten schon eher hilfreich sein bei ihrer Meinungsbildung 😉

Ich denke Miss Ellie hat die Sache auf den Punkt gebracht: es gibt kein Richtig und Falsch wenn es darum geht für welche Hilfsbedürftigen man sich einsetzt, höchstens in der Art der Hilfe, ihrer Nachhaltigkeit und auch Verhältnismäßigkeit. Letzteres war wohl das was dir aufgestoßen war, und da stimme ich dir ja sogar zu, nur ist Janet und anderen mehr geholfen wenn man ihnen Alternativen aufzeigt die mit ihrem sozialen Gewissen Konform gehen als wenn man sie derart provoziert.
Mir wäre es wichtiger dass die Leute sich überhaupt einsetzen und nicht nur an sich denken - wenn diese Diskussion dazu beiträgt ist mir das nur Recht (und dann ein Stück weit auch dein Verdienst Konno 😉 )
2'048 Beiträge · seit 200725. Okt. 2009 · #18
wieder mal ein Brit, wie wir es bereits kennen:
Arschloch!

Brit
und ansonsten?

Ich finde es immer wieder bemerkenswert wie Touris es schaffen den elenden Hund oder das verletzte Tier in der Etosha fast ohne finanzielle Grenzen für einen Aktionismus zu nutzen
- aber gleichzeitig das menschliche Elend ignorieren, übersehen oder als lokaltypische Attraktion bei der Katutura-Elend-Besichtigungstour abhaken können.
Ich bin gerne bereit ab nächsten Februar, wenn ich wieder in Windhoek bin Miss Elli und Janet und andere dieser Tierfreunde in Familien mitzunehmen, die ich in Katutura oder in Squattersiedlungen besuche. Ich gehöre deshalb auch zu denen, die einen solche Diskussion "nur" wegen einen Hund nicht verstehen können (und ich liebe Hunde, lebe seit meiner Kindheit mit Ihnen).
Und ich weiß dass Konno diese Familien auch sehr gut kennt und dass vieles in den nördlichen Provinzen, wo er gearbeitet hat, noch dramatischer ist.
Wenn ich mir anschaue, was man mit diesem Geld positives tun könnte, da kann ich konno eher emotionale Reaktion sogar verstehen - die von Brit allerdings nicht. Aber wer in anderen Threads die Schwarzen so verächtlich darstellt, sich hier im Forum mit eigenen Betrugshandlungen auch noch brüstet da ist der jetzige Post nur ein weiter Meilenstein um den Charakter eindrücklich darzustellen. Eigentlich erstaunlich dass sich daran keiner wirklich stört-

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
34 Beiträge · seit 200625. Okt. 2009 · #19
Hallo Janet,

wenn du unbedingt auf den Hund kommen willst, geh doch einfach mal in ein Tierheim und "erlöse" dort eines dieser vor sich hinvegetierenden Geschöpfe (ich denke auch zur Probe), anstatt jenes aus Mitleid von Namibia hier her zu bringen.

Außerdem bist du dir sicher, dass du wirklich mit dem "erlösten" Hund die nächste Zeit (Jahre!) verbringen willst?

Oder soll der Hund nur von Namibia nach Deutschland gebracht werden und dann, sobald du das Interesse verloren hast oder mit dem Hund nicht klarkommst, um in das nächste Tierheim abgeschoben zu werden, denn dann kannst du es gleich in Namibia lassen, da die Tierheime meiner Meinung nach ziemlich voll sind.

konno schrieb:
Nein ich hasse Tiere nicht. Und ich würde sie auch nicht als "Arschloch" bezeichnen, wenn sie anderer Meinung wären.
Aber irgendwie hat kenno meiner Meinung doch ein klein wenig recht (siehe meine Ausführungen oben).
Aber nur ein ganz klein wenig (bevor ich auch gesteinigt und als Arschloch bezeichnet werde) 😊

mfg
Stoiklopfer
Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen. Lewis W. Hine, 1874-1940 Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton, 1920-2004 Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute. Ansel Adams, 1902-1984
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200925. Okt. 2009 · #20
Hallo,

schon lustig was einem hier noch unterstellt wird.

Aber da mich Stoiklopfer hier persönlich anspricht: ich habe doch vorhin schon geschrieben dass ich weiss dass es auch in D genug solche Fälle gibt. Und nein, ich will auch nicht jetzt unbedingt einen Hund (wenn auch irgendwann mal in Zukunft). In diesem konkreten Fall wollte ich einfach spontan helfen, ich weiss nicht inwieweit das so schwer zu verstehen ist?!

Im Übrigen bin ich mir durchaus bewusst wie alt Tiere werden und habe noch nie in meinem Leben ein Tier das ich aufgenommen habe wieder abgeschoben.

Ich lebe übrigens seit meiner Geburt (und das war vor 38 Jahren) mit Katzen zusammen. Meine bis dato älteste Katze wurde übrigens 21 Jahre alt 😛

Wenn Du aufmerksam mitgelesen hättest, wüsstest Du, dass ich schon mit drei Notfalltieren zusammenlebe. Aber ich gehöre nunmal nicht zu der Sorte Mensch, die wegschaut wenn sie Elend sieht sondern helfen will. Und wie Miss Ellie das ganz treffend bemerkt hat hat das sehr sehr viel mit Bauchgefühl und PERSÖNLICHER Entscheidung zu tun. Und die lasse ich mir auch von keinem vorschreiben 😛

Was wäre denn bitte so schlimm daran, im Land meinetwegen 1000,-- Euro mehr auszugeben für Tierarzt, Transportbox, Benzin wegen Umwegen etc? Wenn ich diese 1000,-- Euro dann lieber für einen Rundflug ausgegeben oder im Casino verzockt hätte, wäre es sicherlich ok gewesen und kein Hahn würde je danach krähen, oder? Aber ne, so würde ja nem armen Hund geholfen, und das geht ja nun gar nicht .... meine Güte ist das ne Logik 😄

War aber irgendwie klar, dass meine eigentlich harmlos gestellte Frage, was ich tun kann wenn ich im Ausland wieder in so eine Situation komme, in diese Richtung abdriftet!

Gruss
janet
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