Nachforderung seitens Namibia Reiseveranstalter

9 Antworten · 4'360 Aufrufe · gestartet 08. Okt. 2009 von mattes
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Themenstarter11 Beiträge · seit 200808. Okt. 2009 · #1
Ich habe für 2 Personen eine Reise nach namibia gebucht mit einem Namibia-Reiseveranstalter.

Gesamtpreis rd. 100.000 NAD. Ich habe wie gefordert diese 100.000 $ überwiesen und meine Gebühren bezahlt. Es wurde keine Vereinbarung getroffen oder erwartet, dass ich die Nam-Gebühren übernehmen soll.

Heute nun bekomme ich eine Nachforderung von rd. 7000 NAD, da die Gutschrift auf dem Konto in Windhoek nur über 93.000 $ erfolgt ist.
Ich kann jedoch mit meiner Abrechnung belegen, dass ich die 100.000 angewiesen habe.

Wem ist schon einmal ähnliches passiert und wie soll ich mich nun verhalten.
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2009
2'048 Beiträge · seit 200708. Okt. 2009 · #2
Hallo Mattes,

dein Problem sind vermutlich die unterschiedlichen Umrechnungskurse. Gebühren dürften das nicht mehr als 1000 Nam$ sein. Dein Veranstalter hat m.E. Anspruch den vereinbarten Betrag auf dem Konto zu haben - wie ist dein Problem.
Ich gehe davon aus, dass du von D oder A, CH überwiesen hast. Red mal mit deiner Bank, aber ich kann keine Nam$-Überweisungen machen. Die Bank rechnet in Euro zurück und die ankommenden Euronen werden in Namibia wieder umgerechnet.
mit Kreditkarten geht das einfacher, weil die buchen Nam$ aus und rechnen dann mit dir Euro ab. Das macht bei mir bis zu 10-15% Unterschied aus.

Viele Grüße

jaw
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454 Beiträge · seit 200608. Okt. 2009 · #3
da muss ich jaw recht geben. wie wuerde es bei dir aussehen, wenn du etwas verkaufst und auf deinem konto landet dann nur ein niedriger betrag ?? es waren die summe vereinbart und die verlangt er auch ?? denke da wirst du keine chance haben; und wenn er sich auf stur stellt gleich gar nicht, dann kommen deine gaeste an und er ist nicht da bzw kuemmert sich nicht ??
7'272 Beiträge · seit 200608. Okt. 2009 · #4
Hallo

Wenn ich einen Geldtransfer nach Namibia in der Grössenordnung mache, dann weise ich meine Bank an, dass ich ale Kosten übernehme. Dadurch sollte der gesamte Betrag auf dem Empfängerkonto landen. So hat das auch bisher immer geklappt.
Ich habe dann jeweils einen zusätzlichen Betrag zu bezahlen, das macht aber keine 7000 N$ aus. Sondern eher 700. Dem würde ich dringend mal nachgehen und auch die Bank befragen, die den Auftrag abgewickelt hat. Ansonsten muss ich den anderen Recht geben. Der Empfänger hat deutlich zu wenig Geld erhalten, die würde ich auch nachfordern. Einzige Ausnahme: Ihr habt einen Betrag in Euro abgemacht und er trägt das Währungsrisiko.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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33,1k Beiträge · seit 200608. Okt. 2009 · #5
Hallo Mattes,

Du kannst auf dem Auslandsüberweisungsformulare für Staaten außerhalb der EWG angeben in welcher Währung Du überweist und wer wie die Gebühren trägt.

Hast Du dort eingefüllt, dass Du N$ 100.000 an den Empfänger überweisen willst? Dann erreicht den 100.000 und bei Dir wird zum Empfangdatum der 100.000 in Namibia der äquivalente Betrag in EUR (oder CHF) abgebucht. Die Gebühren kannst Du zahlen, der Empfänger oder jeder seine. Du schreibst, dass Du 100.000 angewiesen hast, aber ich kann mir nur vorstellen das es daran liegt, dass du EUR und nicht direkt N$ angewiesne hast?!

Sonnige Grüße
Christian
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667 Beiträge · seit 200608. Okt. 2009 · #6
Hallo,

das Problem kenne ich. Ich habe mir mal von Deutschland Geld auf mein Konto nach RSA überwiesen. Man „bestand“ zunächst darauf, den Eurobetrag schon in D. in Rand umzurechnen – zu einem lausigen Kurs! Als ich mit Rückzug drohte, ging es doch, die Euros wurden in RSA umgetauscht, der Kurs war wesentlich besser.
Also nicht in D. tauschen.
Gruß,
Helmar
Themenstarter11 Beiträge · seit 200808. Okt. 2009 · #7
Vielen Dank für Eure Hinweise, Erfahrungen und Stellungnahmen.

Ich buche meine Reisen immer selbst direkt vor Ort und in der Regel DIREKT mit den Camps/Lodges. Diesmal habe ich einen Tour Operator vor Ort eingeschaltet, da dies die erste Reise nach Namibia ist.

Das Prozedere bislang in allen afrikanischen Staaten: Die "Terms and Conditions" besagen, dass jeder seine Gebühren trägt. Hier in Namibia gab es solche T+C NICHT! Keinerlei Hinweis darauf, dass ich sömtliche Gebühren übernehmen sollte. Für mich aus zwei Grunden auch überhaupt nicht ungewühnlich, da

- in Kenya, Tanzania, Südafrika, Botswana, Zambia, Mozambique, Zimbabwe dies nicht verlangt wird

- ich in DE auch keine Bankgebühren des Empfängers übernehmen muss.

Für mich also völlig normales und gewohntes Vorgehen.

Ich habe also eine Überweisung ausgefüllt auf den in Rechnung gestellten Betrag in NAMIBIA DOLLAR! Meine Abrechnung besagt nun, dass diese NAD überwiesen wurden. Dafür wurde mir ein € Betrag in Rechnung gestellt (Tageskurs) plus der für mich anfallenden Gebühren.

Ich habe nun gesehen, dass die Empfängerbank

- die Beträge um ca. 5% geringer in ZAR als Eingang gebucht hat und dann nochmals rd. 4% in NAD endlich die Gutschrift erfolgte auf Empfängerkonto.

Meine Bank wiederum bestätigt, dass ohne Zwischenbanking direkt auf das Konto in Windhoek überwiesen wurde.

Die Gutschrift auf dem Konto des Empfängers fällt um 7000 NAD geringer aus als ich angewiesen habe.

Es wurde also keine Wechselgebühr berechnet, da mein Banking die NAD-Überweisung direkt zulässt.

Diese exorbitanten Gebühren sind weder für mich noch für meine ausführende Bank nachvollziehbar.

Hier scheint es sich um ein namibisches Problem zu handeln. Auch das Verständnis der Kostenübbernahme ist für mich äusserst ungewöhnlich. Natürlich verusacht das "Geschäfte machen" Kosten. Angefangen von Bankgebühren über Druckertinte bis zum Briefumschlag. Diese Kosten sind bei allen anderen Ländern in den Kalkulationen offenbar inkludiert. Nur in Namibia scheint es hierfür kein Verständnis zu geben. Und anscheinend auf deutscher Kundenseite, wie die Postings deutlich machen, gibt es dafür Verständnis.

Alle, denen dieses Vorgehen "logisch" erscheint möchte ich in diesem Zusammenhang fragen wie reagiert würde, wenn ein dt. Hotel oder Europisches Hotel nicht die vereinbarten 200€ für's Zimmer erwarten würde, sondern eine Ü über 205 da Bankgebühren anfallen?

Danke für Eure postings.
81 Beiträge · seit 200608. Okt. 2009 · #8
Hallo Mattes,

zur rechtlichen Frage nach der Rechtmäßigkeit der Forderung einer gebührenlosen Überweisung ohne Angabe von Geschäftsbedingungen kann ich Dir hier leider keine Auskunft geben.
Ich finde es aber überhaupt nicht ratsam an ein Unternehmen Geld zu überweisen, welches nicht einmal Geschäftsbedingungen vorweisen kann.

Bank Windhoek z.B. verlangt 0,47% oder einen Maximalbetrag von N$ 500 bei der Übernahme von S.W.I.F.T - Gebühren bei eingehenden Geldern.
Das entspricht den int. Gepflogenheiten, für meine letzte Überweisung nach Namibia hat meine deutsche Bank N$ 501.- einbehalten.
Von welchem "Banking" sprichst Du denn wenn Du schreibst "da mein Banking die NAD-Überweisung direkt zulässt."?
Und welche Überweisung hast Du ausgefüllt? SWIFT- Überweisungsformulare füllen i.d.R. Bankmitarbeiter selbst aus.


Gruß

Ralph
4'528 Beiträge · seit 200709. Okt. 2009 · #9
Hallo Mattes,

ich bin zwar kein ausgesprochener Auslandszahlungsexperte, habe aber seit ca. 25 Jahren als Kundenberater eines mittelständischen deutschen Kreditinstitutes immer wieder mit solchen Zahlungen zu tun.

Bei Auslandsüberweisungen ausserhalb der EWU schlägt nicht nur die Auftraggeberbank, sondern eben auch das Empfängerinstitut kräftig mit Gebühren zu. Wenn ein bestimmter Fremdwährungsbetrag auf dem Empfängerkonto im Ausland gutgeschrieben werden soll, muss der Auftraggeber alle Kosten im In- und Ausland übernehmen und bei der Überweisung den Betrag in der jeweiligen Fremdwährung angeben.

Standart bei Auslands-ÜW ist die Kostenteilung, in Deinem Fall hättest Du die Option "Übernahme ALLER Kosten" wählen sollen. Das Verhalten des Reiseveranstalters ist für Dich natürlich ärgerlich, aber völlig normal und nachvollziehbar. Wenn Du die Option "Übernahme aller Kosten" bei der Auslands-ÜW vereinbarst, kann Dir die ausländische Bank nach Belieben Kosten berechnen. Und deren Höhe kann Dir eben leider nur die in diesem Fall namibianische Empfängerbank nennen, ansonsten sind diese nicht kalkulierbar.

Wegen dieser unkalkulierbaren Kosten bei Auslandsüberweisungen vermeide ich diese persönlich durch Zahlung mit der Kreditkarte. Da fällt in der Regel 1 % Gebühr für Auslandszahlungen an. Vom Umrechnungskurs her werden beide Zahlungsarten zum günstigen Devisen-Geldkurs abgerecnet, genauso wie Geldautomatenabhebungen mit der Maestro-Card.

Viele Grüße
Casimodo
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zuletzt bearbeitet 02. Juli 2012
33,1k Beiträge · seit 200609. Okt. 2009 · #10
Hallo Mattes,

also ich bin ganz erstaunt, denn ich kenne immer nur, dass man als überweisender sämtliche Bankkosten bei Auslandsüberweisung trägt. So ist es auch in Namibia üblich, denn der Empfänger dort kann ja nichts dafür, dass Du im Ausland sitzt und will deshalb dadurch auch keine Kosten haben. Dachte, dass das zumindest im gesamten südlichen Afrika so gehandhabt wird (aber nun weiß ich es besser). In z.B. Westafrika wird es wie in Namibia gehandhabt, also keineswegs nur ein Namibia-"Problem".

Dennoch sind N$ 7000 natürlich deutlich zu hoch für Gebühren. Wenn Du uns/mir die Empfängerbank verrätst, kann ich da mal nachfragen, wie es wäre wenn ich so etwas wie Du gemacht hast vorhabe und was die Gebühren wären.

Sonnige Grüße
Christian
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