Verhalten bei gefährlichen Situationen mit Tieren

19 Antworten · 5'867 Aufrufe · gestartet 01. Okt. 2009 von Frank.Wagner
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Themenstarter196 Beiträge · seit 200801. Okt. 2009 · #1
Hallo,

mir ist dieses Video in Youtube über den Weg gelaufen 😮

Wie verhält man sich in solchen Situationen und wie hoch ist die Gefahr beim Camping oder bei der Tierbeobachtung (Botswana) solche Situationen zu erleben. Oder ist dieses Video als Ausnahme - Extremfall einzuschätzen ?

Wie ist eure Erfahrung ???

Bei YouTube ansehen ↗

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zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2009
237 Beiträge · seit 200801. Okt. 2009 · #2
Hi,
so etwas kann vorkommen. Vermutlich in Botswana.
Einige Grundregeln gibt es nun mal zu beachten.
Ganz wichtig! Keine Orangen, Äpfel, ect offen Lagern.
Das riechen die Dickhäuter aus einer Meile und sind ganz scharf drauf. Lebensmittel immer gut wegpacken.
Wenn dann doch mal einer zu nahe kommt ... ruhig bleibe und langsam zurückziehen. 🙂
Gruß Matthias
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Gast01. Okt. 2009 · #3
Wir hatten auch schon mehrfach das große Glück einer solch wunderbaren Begegnung. Das gehört einfach dazu. In Sambia besuchten uns jetzt innerhalb weniger Stunden erst drei Elefanten, dann ein einzelner Büffel, dann ein einzelner Elefant und schließlich eine Hyäne.
Brit
781 Beiträge · seit 200701. Okt. 2009 · #4
Das ist genau einer von den Gründen gewesen, warum wir uns gegen ein Dach- oder Bodenzelt und für einen Trax/Bushcamper entschieden haben... 😉
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2009
Gast01. Okt. 2009 · #5
moin,

wann wurde die Szene aufgenommen?
Da hat "Jewy" ja einen würdigen Nachfolger gefunden.
Auf demPlatz im Savuti muss man immer mit Besuch rechnen.
Gast01. Okt. 2009 · #6
paulimann schrieb:
Das ist genau einer von den Gründen gewesen, warum wir uns gegen ein Dach- oder Bodenzelt und für einen Trax/Bushcamper entschieden haben... 😉
Und du bis allen Ernstes der Ansicht, ein Trax/Bushcamper ist ein Hinternis für einen Elefanten. Den macht der genau so platt, wie ein Zelt - wenn er will.
Brit
781 Beiträge · seit 200701. Okt. 2009 · #7
brit und uli schrieb:
Und du bis allen Ernstes der Ansicht, ein Trax/Bushcamper ist ein Hinternis für einen Elefanten. Den macht der genau so platt, wie ein Zelt - wenn er will.
Brit
Das ist es ja: warum sollte er das wollen? Die meisten Elefanten sind ja keine mutwilligen Zerstörer - sie suchen nur nach leicht zu erreichender Nahrung. Leichte Zelte sind da nun wirklich kein Hindernis - eine annähernd geschlossene Wohnkabine schon (zumal bei so einer Kabine ja auch kein Grund besteht, Nahrung offen liegen zu lassen; es gibt ja genug geschlossene Schränke und einen verriegelten Kühlschrank)! Hast Du so ein Teil schon mal von innen gesehen?
1'667 Beiträge · seit 200901. Okt. 2009 · #8
Hallo,
das sind doch gerade die Momente, weswegen wir nach Savuti und co. fahren.
Wir hatten in Palmwag mal einen Elefanten nachts direkt vor unserem Bodenzelt stehen, ich riss das Moskitonetz auf, da ich der Meinung war, so nah brauch der Nachtwächter auch nicht zu kontrollieren, und schaute nur auf Elefantenbeine, direkt vorm Zelt.Wir haben dann dort im offenen Zelt gelegen und ihn beobachet, wie er friedlich am Busch mampfte.
Es ist ein Unterschied, ob du zu nah an einen Elefanten herankommst, oder ob ein Elefant oder jedes andere Tier nah zu dir kommt.
Natürlich muss man immer Vorsicht walten lassen,
aber um 1:30 nachts...? 😊
LG
Birgitt
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2'346 Beiträge · seit 200602. Okt. 2009 · #9
...wir hatten vor drei Wochen in der Mogotlho Lodge im Winkel Moremi/Chobe in einer Vollmondnacht so einen Burschen direkt am (großen) Zelt - drei Stunden lang! Wir im Schlafanzug hinter der Moskito-Gaze, er draußen auf der Suche nach den Schoten der Kameldorn-Bäume, unter denen unser Zelt stand. Da krachte auch mal ein kleiner Baum um, da wackelte auch mal das Zelt - Adrenalin pur, aber faszinierend. Der Geruch, die Geräusche, der Anblick im Mondschein - wir haben jegliches Zeitgefühl verloren und möchten das Erlebnis nicht missen.

Gruß
Armin
4'140 Beiträge · seit 200902. Okt. 2009 · #10
Hallo,
mich wundert das gar nicht, bei soviel "Gerümpel", was da rumliegt. Dass der Elefant auch einiges aufklaubt, lässt auch auf Essensreste schließen. Das wegzuräumen ist eben ein absolutes Muss beim Campen im Busch. Und was das "Plattmachen" betrifft: Mutwillig und ungereizt geht kaum ein Elefant gegen ein Zelt oder Auto vor, was man hier ja auch sehen kann. Auch bei uns stand schon einmal ein Elefant neben unserem Dachzelt (ich hätte ihn am Rüssel packen können) und war lediglich an den Ästen des Baumes darüber interessiert und nicht an uns. Dabei in Panik zu geraten bringt absolut nichts. Respekt, Vorsicht und Vorsorge sind aber immer angebracht, dann kann man solche Situationen auch "genießen". 🙂
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Gast02. Okt. 2009 · #11
Hallo,




Der Elefant trieb sich in der Dämmerung die ganze Zeit in unmittelbarer Nähe unseres Autos herum, so dass wir nicht zum Essen kamen und unseren Zwerg nicht ins Bett (Dachzelt) bringen konnten. Nachts kam der Dicke dann wieder und hat den Baum, an dem wir standen, geschüttelt. Die Schoten prasselten auf unser Zeltdach und der Dicke hat gemütlich unmittelbar neben unserem Dachzelt gefressen. Ein unvergessliches Erlebnis - allerdings rein akustisch. Da der Elefant so dicht am Auto war, haben wir uns nicht getraut, den Reißverschluss aufzuziehen. Das hätte ja ein deutliches Geräusch gegeben. In der nächsten Nacht hat er im Umfeld der Campsite 5 Bäume umgedrückt. Entsprechend war auch meine größte Angst, dass er den Baum umdrückt, neben dem wir standen. Unser Notfallplan bestand darin, sich in den massiven Ablution Block zu retten, der ca. 15 Meter entfernt war...

Grundsätzlich sehe ich bei Elefantenkontakt immer den Vorteil, dass die uns im Gegensatz beispielsweise zu Löwen garantiert nicht fressen wollen. Vor Elefanten habe ich großen Respekt. Vor Löwen Angst.


Beste Grüße

Guido
35 Beiträge · seit 200702. Okt. 2009 · #12
Das ist doch ein Supervideo und der Traum (nicht Alptraum) jedes Afrikafreeks. In Palmwag war ein Elephant ca eine halbe Stunde einen Meter von unserem Dachzelt entfernt und riss friedlich Blätter von einem Baum. Wir konnten ihm ruhig durch die Reissverschlussöffnung zuschauen. Leider hatte ich meine Kamera unten im Auto deponiert, was nie mehr vorkommen wird.
Gruss
Fritz
3'766 Beiträge · seit 200602. Okt. 2009 · #13
Frank.Wagner schrieb:
Wie verhält man sich in solchen Situationen und wie hoch ist die Gefahr

Stell dich Tod so lange du noch lebst 😄

Nein Quatsch, was mir beim durchlesen im Fred so aufgefallen ist das auch erfahrene Afrikareisende den aus meiner Sicht "Fehler" gemacht haben sich nicht darum gekümmert zu haben wo sie Campen.

So schön die Bäume auch sind weil sie Geborgenheit und Sonnenschutz bieten so schlecht ist auch die Wahl.

Wir campen nie unter "Futterbäumen" von Elefanten sondern etwas weiter entfernt - man campt ja auch nicht an einem Baum wo ein frischer Leopardenriss ist 🤩

Bei Elefanten geht es ja meistens gut - aber eben nur meistens 😎

Gruss VA
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zuletzt bearbeitet 02. Okt. 2009
1'667 Beiträge · seit 200902. Okt. 2009 · #14
Hallo, Kurt
was veranlasst dich denn zu der Annahme, dass wir alle unter den falschen Büschen gezeltet haben?
Man guckt doch schon, wo Elefantenpfade herführen oder unter welchem Baum vermehrt Köddel rumliegen.
Du stellst dich in Savuti doch bestimmt auch nicht in die freie Fläche, sondern suchst dir einen Busch.
Die camp site von der Palmwag Lodge kennst du ja sicherlich auch, und weisst, das dir dort ein Platz zugewisen wird, wo sich in keinster WEise die Frage stellt : falscher Busch oder Baum
LG
Birgitt
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3'766 Beiträge · seit 200602. Okt. 2009 · #15
Birgitt schrieb:
Hallo, Kurt
was veranlasst dich denn zu der Annahme, dass wir alle unter den falschen Büschen gezeltet haben?
Man guckt doch schon, wo Elefantenpfade herführen oder unter welchem Baum vermehrt Köddel rumliegen.
Du stellst dich in Savuti doch bestimmt auch nicht in die freie Fläche, sondern suchst dir einen Busch.
Die camp site von der Palmwag Lodge kennst du ja sicherlich auch, und weisst, das dir dort ein Platz zugewisen wird, wo sich in keinster WEise die Frage stellt : falscher Busch oder Baum
LG
Birgitt
Hallo Birgitt,

man sollte bei einem Einzeiler nicht versuchen zwischen den Zeilen zu lesen, Danke!
Wo bitte habe ich geschireben "ALLE" so viel dazu 😎

Und es gehört zu meinen Gewohnheiten mir die Gegend anzuschauen wo ich das Nachtlager aufstelle, ganz sicher stelle ich mein Lager nicht da auf wo reife Früchte hängen die
Elefanten oder Affen verzehren. Auch schaue ich nach oben ob Leberwurstbäume reife Früchte tragen das "dong-dong" kann nerven und wenn man pech hat ganz schön Kopfschmerzen bereiten.

Und auch schaue ich auf den Boden, hat es Wanderpfade von Ellis, ist der Kot frisch, welche Jahreszeit haben wir und muss ich mit Elefanten rechnen die im Stress sind.

Und "dann" entscheide ich wo ich Campe, man unterschätz gelegentlich das Ellis Wildtiere sind die mal gut mal schlecht drauf sein können.

Und zur Auswahl von Bäumen, ich finde immer welche die geeigneter sind als Reife.

Und zu Palmwag, klar kenn ich dieses Gegend und das Camp, aber nur weil sich keiner diese Frage dort stellt heist es ja nicht das man sich diese Frage anders wo zB in Huab oder Botswana nicht stellen sollte.

Also bitte, sehe den Text als Hinweis der eventuel hilfreich sein könnte, wer weiss 😛

Gruss Kurt
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1'667 Beiträge · seit 200902. Okt. 2009 · #16
Hi, Kurt
dann sind wir uns im grossen und ganzen ja einig,mit der Wahl, wo man sich hinstellt und wo nicht, dafür war ich oft genug in der Wildness unterwegs.
Bei dir hört sich das aber immer so " Lehrmeisterhaft" an,und das wollte ich so nicht stehenlassen.
Lieben Gruß
Birgitt
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2'346 Beiträge · seit 200602. Okt. 2009 · #17
Hallo Kurt,

wenn du aber wie wir in einem Zeltcamp mit fest installierten großen Zelten übernachtest, hast du die Wahl natürlich nicht. Als wir in "unser" Zelt einzogen, sahen wir die Fußabdrücke von Elefanten schon überall drumherum. War dann allerdings für uns kein Grund, die Unterkunft "zu reklamieren". Insgeheim hatten wir ja sogar gehofft, Elefantenbesuch zu bekommen. Dass dieser dann so intensiv und anhaltend war, damit hatten wir allerdings nicht gerechnet. Doch schön war´s trotzdem.

Gruß
Armin
zuletzt bearbeitet 03. Okt. 2009
76 Beiträge · seit 200803. Okt. 2009 · #18
hallo Frank,
um nach all der Fachsimpelei - ich hab mal wieder was gelernt - nochmal auf Deine Ursprungsfrage zurückzukommen vielleicht mal eine Ansicht von einem nicht ganz so alten Hasen. Wir fahren auch seit vielen Jahren nach Afrika, waren aber lange in Südafrika unterwegs, wo meisten die Camps eingezäunt waren, was wir immer sehr bedauert haben. Als wir dann zum ersten mal in Malawi waren, wo das nicht der Fall ist, hatten wir gleich zweimal Besuch von Elefanten. Davon das ien mal auch Nachts, im Dachzelt und als ich aufwachte und nach dem Krach sehen wollte blickte ich direkt in ein Elefantenauge, kaum einen Meter entfernt. Was man da tut? Tief beeindruckt und mit einem ziemlich klammen Gefühl im Magen die Luft anhalten! Aber wenn man dreimal tief durchgeatmet hat und sich weiterhin hübsch ruhig verhält ist das das absolt faszinierendste Erlebnis dass man haben kann. Der Elefant hat auch den Baum über uns geplündert und dabei mit den Ästen fast das zelt abgerissen. Hörte sich aber im Dunkeln dramiatischer an, als es nachher im hellen aussah. Mein Tipp: Ruhe bewahren und geniessen. Das hast Du für's Leben! Für uns war das jedenfalls ein weitere Sucht-Grund für Afrika
Viel Spass auf Deinem Tripp ! gaynon
Themenstarter196 Beiträge · seit 200803. Okt. 2009 · #19
Nachdem ich mir nun noch ein paar Videos bei Youtube angeschaut habe, denke ich, man sollte sich mit genügend Respekt, Abstand und der notwendigen Vorsicht bei den Tieren und besonders bei den Elefanten bewegen. Das Risiko ist nicht nur auf dem Camping Platz da, sondern auch bei der täglichen Buschfahrt und es ist gut, wenn man sich im Vorfeld etwas damit auseinander gesetzt hat und zumindest mal gesehen hat wie andere reagieren. Danke auch für eure Tips

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zuletzt bearbeitet 03. Okt. 2009
7'263 Beiträge · seit 200603. Okt. 2009 · #20
Gaynon gibt sehr schön wieder wie wir es auch erlebt haben. Ich bin aufgewacht und habe den Rüssel des Elefanten übers Fliegennetz unseres Dachzelts fahren hören. Natürlich habe ich dabei ins den Rüssel geschaut der keine 50cm von mir weg war.
Da sackt das Herz schon mal in die Hose. Wenn das aber überlebt ist und Du immer noch ruhig bleibst ist es ein sehr schönes Erlebnis, welches ich nicht missen möchte.

Nach allem was ich mit Elefanten und anderen Tieren erlebt habe, gilt für mich immer ruhig bleiben und keinen Druck erzeugen. Ich mache z.B. auch immer den Motor aus das beruhigt auch die Tiere. Wenn ein Elefant zu mir kommt ist das OK. Ich fahre aber nicht absichtlich dicht an ihn ran denn so würde ich unnötig Druck aufbauen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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