Einfachster Weg durch den Caprivi nach Kasane?

17 Antworten · 5'218 Aufrufe · gestartet 17. Sept. 2009 von Moon
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Themenstarter5 Beiträge · seit 200917. Sept. 2009 · #1
Hallo zusammen,
ich liege gerade in den letzten Zügen unserer Namibia/Botswana-Planung. Los geht's schon am Mittwoch 🤪
An einer Stelle bin ich mir jedoch nicht ganz sicher. Wir kommen von den Popa Falls über die B8 nach Kongola und von dort wollen wir nach Kasane zur Chobe Lodge. Was wäre denn hier die am Besten zu befahrende Straße? Die B8 hoch Richtung Katima Mulilo und dann wieder runter bis Ngoma? Oder sind die D-Straßen (D3514,D3507) ebenfalls gut zu befahren und besonders schön, so dass man sich hier mehr Zeit nehmen und die B-Straße meiden sollte? Puhhh, schwierig 😕

Danke und Grüße 🙂
5'538 Beiträge · seit 200817. Sept. 2009 · #2
Hallo Moon,

nein, gar nicht so schwierig. Die C- und D-Straßen sind ziemlich langweilig - genau wie die B 8. Deshalb von Popa Falls aus durch über Kongola, Katima und Ngoma Bridge. Schaffst Du locker in einem halben Tag. Ab Ngoma Bridge bist Du dann im Chobe Park und von da ab wird es elefantös - im wahrsten Sinne des Wortes.

Gute Fahrt und viel Spaß und liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
85 Beiträge · seit 200917. Sept. 2009 · #3
Hallo Moon

Der ganze Caprivi ab Grootfontain - Rundu - bis zu Popa Falls ist sehr langweilig und eintönig. Wir fuhren in früheren Jahren oft dadurch, sahen bis auf einen einzigen Elefanten NIE was. Der Vorteil ist, man kommt zügig voran, ansonsten aber ....!!
Das Letzte Mal sind wir von Sambia her kommend über Kasane durch den Chobe und Moremi gefahren.
Bei den Popa Falls kann ich noch der kleine Mahango Park empfehlen, dieser ist meines Erachtens sehr schön und wir wurden verwöhnt mit dem vielen Wild. Ebenso der Mudumu. Wir waren da paar Tage, schliefen im Park und sahen sehr viele Elefanten. Beim Frühstücken kamen sie direkt neben uns zum Wasser und wir hatten da einen Logenplatz mit dieser wunderschönen Kulisse.

Die Strassenverhältnisse (D) sind ganz in Ordnung, gemessen auf was wir fuhren. Von Strassen kann keine Rede mehr sein. Aber zum Ziel kamen wir eigentlich immer, nur manchmal eben ein wenig SEHR später.

Gruss Shanta
Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren, ein Augenblick der Ungeduld ein ganzes Leben zerstören.
1'287 Beiträge · seit 200617. Sept. 2009 · #4
Sehr geehrter Moon,
nur Ignoranten, Unwissende und Amateure brauchen weniger als 8 Tage für die " langweilige " ( empörend! ) Strecke von Rundu bis nach Ngoma Bridge.
Ich weiß nicht, ob ich Ihre Frage richtig verstanden habe, hoffe aber, dass Sie mit meiner Antwort etwas anfangen können. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. ( Stammt das vom Wort Komplize ab? )

Man kann von Rundu kommend an den Hängenden Gärten von Shambyu vorbeischauen um Papayas und Bananen zu pflücken, nachdem man durch das verwunschene Tor gegangen ist, an der Missionsstation in Nyangama bunte Glasfensterchen betrachten, das Beste was die katholische Religion den Afrikanern gebracht hat, auf der Okavangoinsel Dikuyu den 1930 errichteten Grenzbaken der Nordwestgrenze des Caprivi wiederfinden, die Häuptlingsbegräbnisinsel Thipanana mit einem Einbaum erobern, an der Stromschnelle Kakeke zwischen vulkanischem Gestein verweilen, dem Endpunkt der Handelsstraße vom Barotseland- das älteste Wasserkraftwerk des Zipfels in Andara betrachten, die Missionsstation und das Krankenhaus in Andara besuchen und in einer Liane am Sandstrand schaukeln, die Residenz in Mukwe von Hambukushu Häuptling Erwin Mbambo aufsuchen, sich mit dem Einbaum auf die Insel Comukwe bringen lassen, wo noch Reste der Polizeistation von Wachtmeister Hupel von 1911 zu finden sind, oder man sucht dort gegenüber das auf deutschem Gebiet errichtete portugiesische Fort Mucusso mit seinen großen Erdwällen, man kann Kxoe-Buschman Ben Ngambara und Chief Thaddäus zum Essen einladen, den Mahure Wunderheiler mit seinen Sorgen und Nöten zu sich rufen, um die ganze Nacht lang geheilt zu werden. Man sieht an den weißen Sandstränden von White Sands das Kreuz des Südens im Norden stehen, shampoonierst sich im Angesicht des Otters in den echten Popa Fällen und sieht dabei Kerzenakazien 5 mal so groß wie im Restnamibia. Beim zweitägigen rechts - und linksherumfahren im kompletten Mahangonationalpark mit zahlreichen Omarumba fossilen Trockenflussbetten sieht man an den richtigen Stellen jagende Geparde, hört nachts die Löwen brüllen, hat Rappen und Säbelantilopen, steht inmitten von Büffelherden mit 400 Büffeln, ist im Einzugsgebiet von 8 verschiedenen Elefantenherden und kann an 2-2.500 Jahre alten Affenbrotbäumen aussteigen, um Krokodile in den Fluss zu schubsen. Dazu kann man an einem Picknickplatz Rüssel den Okavango durchqueren sehen. Man übernachtet auf einem Deck mit Blick über die kompletten Popa Stromschnellen, bekommt von Buschleuten die Quittung ausgestellt, kan in Baumhäusern oder auf Königlichen Kloos herumsitzen oder in einem geschützten Okavangoflussteil plantschen. Einbäumen, Motorboote und Kanus stehen für alles auf dem Wasser bereit. Und dann hat man erst die ersten 240 km zurückgelegt.
1'287 Beiträge · seit 200617. Sept. 2009 · #5
nur weil man es nicht besser weiß, fährt man danach am Bwabwata Flugplatz vorbei, über den zu südafrikanischer Apartheid Zeit der gesamte Elfenbein, Nashornhorn -safe a horny friend - und Diamantenschmuggel lief, um die Unita- Rebellen - heute Banditen, früher Freiheitskämpfer - zu finanzieren, warum ist der Coimbra Supermarkt/Tankstelle/Bottlestore so groß - warum können auf dem Omega Flugplatz C 130 Hercules Maschinen landen, und wieso gibt es am Deville Linford Officer Club eine finnische Sauna? Fragen, die sich nie stellen, damit man sich brüsten kann, diesen Takt des langweiligen Caprivizipfels in 45 Minuten durchfahren zu haben.
Erwähnte ich dabei schon den Seinerschen Pfad, den der österreichische Journalist Franz Seiner 1905 - für Journalisten war damals Geld da, für Erkunder nicht - durch den Caprivi folgte, um ihn erstmals für das Deutsche Reich zu beschreiben? Oder das Flugfeld bei Chetto, in dem französische Puma Helicopter mit südafrikanischer Besatzung 1978 einen Teil des Angriffs gegen das Ausbildungslager der SWAPO im angolanischen Cassinga starteten. Grund für einen weiteren namibischen Feiertag.
Auch sieht man nicht das Wagenrad des Oberleutnant Frankenbergschen Ochsenwagens, mit dem er 1912 den Durchzug durch den oberflächenwasserfreien Kerncaprivizipfel wagte und scheiterte. Der Verbindungsweg, der heute als Transcaprivihighway und früher noch als Golden Highway betitelt wurde ist erst seit Mitte der 50er Jahre eine durchgehende Verbindungsstraße.
Und wieder 100 km geschafft.
1'287 Beiträge · seit 200617. Sept. 2009 · #6
so könnte es dann noch die nächsten 2 Seiten und die verbliebenen 345 km weitergehen, aber die Information kommt dann doch nicht mehr rechtzeitig an; außerdem kommt man dann durch solches Wissen gar nicht mehr zügig voran und schließlich ist ja der einfachste Weg das Ziel und nicht der Weg das Ziel oder das Ziel das Ziel.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle

und hier noch einmal die Caprivi Flagge
Es ist halte eine besondere Region innerhalb Namibias.
📎 phpaZTTNS
2'779 Beiträge · seit 200717. Sept. 2009 · #7
das nennt man eine geschichtliche geografische entologische biologische touristische menschliche Ohrfeige
Gruss Leona
3'175 Beiträge · seit 200617. Sept. 2009 · #8
Hallo Leona!
Das wort Ohrfeige hab ich glaub ich verstanden aber fuer den Rest braeuchte ich glaube ich doch etwas Hilfestellung .... 😉
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
403 Beiträge · seit 200617. Sept. 2009 · #9
Guten Morgen

Pro und Contra Caprivi

Ich kann mich dem nur anschliessen, was von einer langweiligen Strecke zu fahren, geschrieben wurde. Auch ich empfand es so.
Es wurde hier nur von der Strecke geschrieben, die Gegend ist wohl eine andere Sache. Das kann ich nicht beurteilen. Dass man von A nach B durch eine pfeifengerade stundenlange Strecke fährt, darf man doch sicher erwähnen.
nur Ignoranten, Unwissende und Amateure brauchen weniger als 8 Tage für die " langweilige " ( empörend! ) Strecke von Rundu bis nach Ngoma Bridge.

Ob alles unwissende sind, welche durch den Caprivi fahren, mag ich zu bezweifen!

LG Grüsse Margrit
5'538 Beiträge · seit 200817. Sept. 2009 · #10
Hallo Carsten,

bisher kannte ich Dich als sachkundigen und sachlichen Menschen, der den Nagel mit seinen guten Kommentaren fast immer genau auf den Kopf trifft. Dieses Mal scheinst Du aber absolut nicht hingesehen zu haben, was Moon will - den einfachsten Weg durch den Caprivi nach Kasane.Das heißt nicht, dass sie das Caprivi erforschen will und demnach haben wir unsere Antworten hier gegeben. Uns deshalb Ignoranz und Unwissenheit vorzuwerfen, das ist wahrlich empörend - nicht aber die Antworten der Anderen. Wir geben hier Antworten auf Fragen und - da wir keine Reiseprofis sind (ICH AUCH NICHT) - beschränken uns auf Empfehlungen zu den Fragen. Das solltest Du vielleicht auch tun.

Trotzdem noch liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste (weil ich davon überzeugt bin, dass das ein einmaliger Ausrutscher von Dir war)
Gerd
1'715 Beiträge · seit 200617. Sept. 2009 · #12
Ich muss gestehen das ich bei unserer letzten und ersten Fahrt durch den Caprivi, auch nur durch gerauscht sind und es als langweilig empfunden habe. Als ich mich dan anschliessend einbischen schlaugebacht habe merkte ich erst dass ich da einiges verpasst habe. Deshalb habe ich mir vorgenommen diesmal für diese Strecke mehr Zeit zunehmen.

Die ürspüngliche Frage benötigte auch keine Antwort von diesem Forum, ein Blick auf eine Namibia Karte (und noch ein bisschen BOT) hätte schön genügt.

Wenn ich in einem Tag von Basel nach Hamburg fahren will, ist Deutschland auch ganz schön langweilig.

Gruss
Emanuel

Kleine Ergänzung aus Wikipedia:
Das Verb ignorieren wurde aus lateinisch ignorare = „nicht wissen“, „nicht kennen wollen“ entlehnt.
Man kann also auswählen was passt 😉
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 17. Sept. 2009
85 Beiträge · seit 200917. Sept. 2009 · #13
Hallo

Durch meine humanitäre Arbeit/Funktion im südlichen Africa, vor allem in einem Nachbarsland von Namibia , war ich oft gezwungen, den Caprivi als Transit zu befahren. Und fand ihn wie erwähnt, eher langweilig. Das heisst jedoch nicht, dass ich Sehenswürdigkeiten, Natur und Tierwelt vom Norden Namibias in Frage stelle. Davon war nie die Rede. Ich kenne eigentlich den Norden und die ganze Gegend bis zur Grenze Angola, Sambia und Botswana recht gut und weiss über die Besonderheiten Bescheid. Mehr dazu ist nicht nötig.

Aber das Unwissend und Ignorant machte mich doch ein wenig stutzig und ich überlege mir, ob ich es nur beim FORUMLESEN belassen solle.

Sorry, aber Gott sei Dank sind Gedanken zollfrei.

Gruss Shanta
Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren, ein Augenblick der Ungeduld ein ganzes Leben zerstören.
Themenstarter5 Beiträge · seit 200918. Sept. 2009 · #14
Heieiei, was doch in eine einfache Frage alles hineininterpretiert werden kann....

Danke erstmal denen, die auf meine eigentliche Frage geantwortet haben.
Ob wir nun ignorante Erst-Namibia Reisende sind

Sicher gibt es in jeder Ecke des Landes besondere Dinge zu entdecken, unsere Prioritäten sind aber nun mal bereits gesetzt.
Wir werden eine Nacht in der Mahangu Lodge bleiben. Mal schauen was wir dort noch so machen. Danach geht es weiter bis Kasane um von dort aus einige Tage ins Okavango Delta zu fliegen und anschließend noch 3 Tage im Chobe Park zu verweilen.

@swisschees: Namibia-Karten habe ich zwei hier liegen. Leider steht dort nicht ob bestimmte Strecken besonders reizvoll sind...wäre ja auch zu schön 😉

Grüße
Janine
zuletzt bearbeitet 18. Sept. 2009
107 Beiträge · seit 200818. Sept. 2009 · #15
Ist doch eigentlich schön zu erkennen, dass alle bis auf einen ähnlich empfinden. Und wäre sein Name nicht links daneben gestanden - immerhin das - so hätte ich beim Lesen des arrogant abgefassten Textes sofort auf jenen Autor getippt, der sich doch wiederholt einen Sport daraus macht, andere von oben herab und besserwisserisch zurecht zu weisen. Schade für dieses Forum. Dabei wurde doch nur eine sachliche Frage gestellt, deren ebenso sachliche Beantwortung wir andere auch gerne gelesen hätten. Ich gehe davon aus, dass jeder seine eigenen Prioritäten setzen und selbst urteilen darf, was sie oder er als langweilig empfindet. Lass dich nicht zur Schnecke machen Janine!

zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
Themenstarter5 Beiträge · seit 200918. Sept. 2009 · #16
@zimpix: Nein sicher nicht 😉

Der Text von Carsten enthält ja trotz allem interessante Hinweise - auch wenn vieles davon für uns im Moment nicht mehr umsetzbar ist.
107 Beiträge · seit 200818. Sept. 2009 · #17
Nicht der Inhalt, die Art missfällt mir.

zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
Themenstarter5 Beiträge · seit 200918. Sept. 2009 · #18
Natürlich, mir auch.

Danke nochmals an alle.