Distanz zu den Wasserlöchern im Etosha

8 Antworten · 4'119 Aufrufe · gestartet 15. Aug. 2009 von a.jorysch
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Themenstarter457 Beiträge · seit 200615. Aug. 2009 · #1
Hallo zusammen

Ab jetzt werden nicht mehr die Monate, sondern nur noch die Wochen gezählt bis zu unserer Namibia Reise 🙂

Ich war heute im Zoo Basel, mich etwas anklimatisieren, was das Fotografieren anbelangt, aber auch vom Klima her war es ein super Tag

Ich habe eine digitale SLR mit 2 Zoom Objektive:
18-200 mm VR und ein 70-300mm VR. Mit dem Faktor 1.5 macht dies doch eine Brennweite von 300 mm bzw. 450 mm.

Aber ich habe heute die "Grenzen" deutlich zu sehen bekommen, obwohl ich in einem Zoo war, also relativ nahe an den Tieren

Die Grenzen der Lichtstärke der Objektive, wobei mit heraufsetzen des ISO Wertes, öffnen der Blende und Belichtungskorrekturen, kann man noch was herausholen.
Aber auch auf die Kosten der Bildschärfe.

Und leider auch die Grenzen der Brennweite.
Wenn ich also im Zoo schon mit einem 450mm nicht die ideale Brennweite habe, wie sieht das denn an den Wasserlöchern im Etosha aus, wie gross sind dort die Distanzen zu den Tieren in etwa?

Und sind die Wasserlöcher im "Bush" also liegen im Schatten oder in der "Steppe" bei gutem Licht?

Gruss Armand
Meine Namibia Fotos sind unter folgendem Link ersichtlich: - https://photos.app.goo.gl/UokeW5F8hHaL2VKE9 - https://photos.app.goo.gl/aVHwTKFFX6ELhcSE8 - https://photos.app.goo.gl/8497LJDueibD2Z699 - https://photos.app.goo.gl/72UEcGmAKF15guwz5 - https://photos.app.goo.gl/f2FwFcoASU16dLxHA - https://photos.app.goo.gl/J5g8x5fxBdFkrSXa9
33,1k Beiträge · seit 200616. Aug. 2009 · #2
Hi Armand,

das kommt ganz auf das Wasserloch an. Es können wenige Meter sein, teilweise aber hundert Meter. Die "üblichen Verdächtigen" (Gnu, Springbock etc.) siehst Du aber auch immer entlang den Straßen in sehr geringem Abstand (5-10 Meter).

sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
25 Beiträge · seit 200916. Aug. 2009 · #3
Hallo,

also ich hatte mir vor meiner Reise (Juni/Juli) auch noch überlegt meine Ausrüstung in Richtung 500er (+) Tele aufzurüsten und bin froh das ich es nicht gemacht habe. Ich hatte mir nur noch einen 2x Konverter (speziell für, in meinem Fall, pentax) angeschafft um ein Backup zu haben für den Fall der Fälle - wobei ich überhaupt kein Fan von Konvertern bin (dieser aber überraschend gute Ergebnisse liefert).
In der Praxis sah es dann so aus, dass wenn die 300 wirklich mal nicht gereicht haben 500 bzw. 600 auch nicht die Offenbarung gewesen wären. In der Regel und mit etwas Glück sieht man alles sehenswerte früher oder später doch recht nah (natürlich abhängig von der Reisedauer).
Lichtstärke sollte über den Tag auch kein Thema sein - selbst bei 300 kann man in der Regel noch scharf aus der Hand fotografieren.
Ich hatte lediglich Probleme mit den lieben Nashörnern die sich äußerst spät (stockdunkel) an den Wasserlöchern gezeigt haben ... 😉
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134 Beiträge · seit 200916. Aug. 2009 · #4
Hallo Armand,

mit deinen beiden Objektiven bis du gut bedient. Ich hatte nur ein 200er, dass mich natürlich schon in den Grenzbereich gebracht hat. Aber du hast ja ein 300er und wie wie schon richtig erwähnt bringt ein Konverter nicht die volle Qualität.
Es kommt darauf an was du erreichen möchtest: machst du Fotos für dich, oder willst du die Bilder verkaufen? Willst du dich im Profibereich bewegen reicht dir das 300er nicht, da ist schon ein 500er angesagt. Überlege dir aber ab du es nur für den Etosha brauchst, dann lohnt sich meiner Meinung nach die Anschaffung für einen Amateur nicht.

Ramona
3'491 Beiträge · seit 200616. Aug. 2009 · #5
Hallo Armand,
bei uns geht es nur noch um Stunden bis zur Abreise - juchuuu!! Aber zu Deiner Frage: es ist sicher richtig - man kann nie Brennweite genug haben. Aber man handelt sich mit immer mehr Brennweite jede Menge Schwierigkeiten ein - spätestens die mit seiner Bank. Ich sah da kürzlich ein "niedliches" 400 mm-Objektiv mit 2,8 - für 19.000,-€. Vom Gewicht will ich gar nicht erst reden. Aber schau auch mal ans andere "Brennweiten-Ende" - die kleinen IXUSse, Power Shot usw. Auch die machen Bilder - und gar nicht mal so schlechte.Also mach Dir darüber keine Gedanken - Du bist mit Deinen Brennweiten prima bedient.Gib den Tieren vor allem Zeit, sich an Deine Anwesenheit zu gewöhnen. Dann kommen sie von ganz alleine näher - manchmal näher, als Dir lieb ist.
Ich wünsche Dir eine gute Reise und reiche Beute.
Gruß Joli
655 Beiträge · seit 200616. Aug. 2009 · #6
Hallo Armand, bei großen Entfernungen ist eine sichere Hand auch wichtig. Ich lege dazu die Kamara auf das berühmte Bohnensäckchen (Tipp aus dem Forum, über den ich immer noch dankbar bin!!) und habe damit iel Unschäfe verhindert. Lb Gruß, allzeit gute Pad on Helga (in 14 Tagen sind wir auch endlich wieder da)

www.goamus.org
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1'250 Beiträge · seit 200931. Aug. 2009 · #7
Hallo Armand,

mit Deiner Ausrüstung kannst Du schon sehr viele Motive erreichen, auch im Etoscha.
Du kannst sicherlich die Säugetiere alle erwischen.

Die grossen Teleobjektive bieten die Möglichkeit auch kleine Tiere (Vögel, Erdhörnchen) gross abzubilden. Auch kann man damit sehr gut
Portraits oder Detailaufnahmen von Tieren machen.

Möchte ich aber Tiere "dicht ranholen", die
weit weg sind (z.B. Elefant, 400m),
dann stosse ich schnell an physikalische Grenzen.
Luftturbulenzen, Luftfeuchtigkeit, Staub in der Luft, etc. sind dann ofst so gross,
dass keine scharfe Abbildung vom Elefant
mehr möglich sind.
Da hilft auch kein Stativ, Antiwackellinse oder
2.8er Blende.



Das Nikon 70-300 VR ist nicht für Telekonverter geeignet. Die Nikonkonverter haben eine spezielle Nase am Bajonet und passen damit auch nicht an das Objektiv. Ich habe aber testweise meinen Sigma 1,4x Telekonverter drangeschraubt.
Die Bildqualität lässt etwas nach.
Bei gutem Licht funktioniert auch der AF (D200, D300)
Preis: Ca. 200 EUR
Einen zweifach Telekonverter würde ich nicht nehmen.

Empfehlen kann ich Dir auch das Bigma (Sigma 50-500).
Das kostet so rund 1000 EUR.
Damit war ich in Tansania und Eritrea unterwegs.
Es ist vom Preis/Leistungsverhältnis und auch
vom Gewicht ein guter Kompromis.
Mit einem Sigma 1,4 er Telkonverter kommt man
damit auch noch auf 70 mm. Allerdings mit
deutlicher Einbuße bei der Bildqualität.
Es gibt bereits einen Nachfolger (150-500 OS).
Da kenne ich aber die Bildqualität nicht.

Für die beleuchteten Wasserlöcher kann
noch ein möglichst lichtstarkes Objektiv sinnvoll sein.
Ich habe da mein 70-200/2.8, 105/2.8 und 50/1.4
verwendet. Das 50er ist leider oft etwas zu kurz
und die anderen noch etwas zu dunkel.
Hier bietet ein 85/1.4 oder 135/2.0 noch
etwas mehr Möglichkeiten.

@Joli
Das 19.000,00 EUR Objektiv ist vermutlich
ein Sigma 200-500/2.8. Für den Preis ist es
ein Schnäppchen. Listenpreis sind 24.999,00 EUR.
Ein 2x Telekonverter ist im Preis enthalten.
Mit 16kg ist es auch ein Leichtgewicht.
Dazu noch ein schnuckliges Stativ und
die Trägerkolone bei der Fusssafari hat ihre Freude.

Gruss Bernd

PS: Anbei eine kleine Statistik von
meiner Namibiareise vom Juni:
Auf der Reise habe ich 9035 Aufnahmen gemacht.
Davon sind 1129 in die nähere Auswahl gekommen.
Die Bilder verteilen sich wie folgt auf die Kameras und Objektive:

Kameras Anzahl Prozent
Nikon D200 392 35%
Nikon D300 737 65%

Objektive
Sigma 8mm Fisheye 7 0,6%
Sigma 10-20mm 26 2%
Nikon 16-85mm 473 42%
Nikon 50 mm 5 0,4%
Nikon 70-200 235 21%
Nikon 105 macro 20 2%
Nikon 200-400 363 32%

Telekonverter
Nikon TC14EII 242 21%
Nikon TC17EII 75 7%


Die Fotos wurden mit folgenden Brennweiten gemacht:

8 7 0,6%
10- 15 18 1,6%
16- 17 95 8,4%
18- 20 49 4,3%
21- 24 21 1,9%
25- 35 88 7,8%
36- 50 76 6,7%
51- 70 75 6,6%
71- 85 103 9,1%
86-105 47 4,2%
106-135 39 3,4%
136-200 121 10,7%
201-300 88 7,8%
301-400 136 12,1%
401-500 32 2,8%
501-600 115 10,2%
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
5'538 Beiträge · seit 200831. Aug. 2009 · #8
Hallo Armand,

mit solchen Kanonen kann ich nicht mithalten. Ich habe eine Lumix mit 18-facher Verstärkung, das entspricht ungefähr 500 mm. Das ist mehr als ausreichend, vor allem wenn Du mit hoher Pixelzahl Deine Fotos machst. Und wenn mal ein oder auch mehrere Bilder keinen Preis bekommen, ist das auch nicht schlimm - die Bilder sollen Dir gefallen und Deine Erinnerung wach halten.

Ich wünsch Dir eine schöne Reise und viel Spaß
Gerd
104 Beiträge · seit 200731. Aug. 2009 · #9
Hallo Armand

Ich war vor 3 Wochen in Etosha, dabei kam hauptsächlich mein 100-400 Canon Objektiv im oberen Brennweiten-Bereich zum Einsatz.
Es ist zwar nicht ganz so lichtstark (4.5-5.6), das ist aber während des Tages auch gar nicht nötig.

Der vorhandene Brennweiten-Bereich war in den allermeisten Fällen optimal, in einigen Situation hätte ich aber trotzdem auch gerne auf ein 600er zurückgegriffen.
Vor allem, um kleinere Tiere formatfüllender einfangen zu können.

Für Aufnahmen an den beleuchteten Wasserlöchern war das 100-400er trotz Stativ infolge der fehlenden Lichtstärke nicht geeignet, da musste ich auf mein Standard-Objektiv (17-55/2.8) oder ein 50/1.4 ausweichen.
Diese sind beide wiederum viel zu kurz in diesen Situationen.

Mein persönliches Fazit:
Das 100-400er ist meine bevorzugte Linse für Etosha und Afrika generell.
Ich werde mir aber wohl oder übel gelegentlich ein 70-200/2.8 oder eine lichstarke Festbrennweite für Dämmerungs- und Nachtaufnahmen zulegen müssen.
Ein 600er wäre natürlich auch schön, ist aber - für einen Hobby-Fotographen wie mich - unverhältnissmässig teuer, ausserdem sprengen Grösse und Gewicht jedes Handgepäck-Limit sämtlicher Fluggesellschaften 🙂

Grüsse
Khoisan
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