DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200615. Feb. 2006 · #1Moin zusammen,
ich kann nichts dafür, aber bin halt im Namibia-Fieber und habe immer wieder neue Fragen.
Das Thema gab es zwar schon im alten Forum, aber da kann man ja jetzt nicht mehr drauf antworten.
Also:
Da ich mir ja einen 4x4 mit Dachzelt gemietet habe, stellt sich mir die Frage, wie sicher ich da oben bin, bzw. wie sicher Touren zu Fuß generell sind.
Es wurde bereits erwähnt, dass auch im Damaraland Löwen vorkommen. Da ich auch 1-2 Tage im Xaragu Camp verbringen möchte und in der Gegen auch Touren unternehme, möchte ich gerne wissen wie sicher das ganze ist.
Was mache ich, wenn auf einmal ein Löwe vor mir steht und mich auf den Speiseplan setzt?
Wie verhalte ich mich? Nicht weglaufen ist ja klar, aber einfach stehen bleiben????
Hilft bei denen so etwas wie Pfefferspray oder CS-Gas? Oder ein Elektroschocker?
Wie sieht die Sicherheit in den Camps in Etosha aus? Man hört und liest (auch in alten Forenbeiträgen), dass es auch in den Camps immer wieder zu Unfällen kommt. Habe heute ein recht gutes (die Fotos sind leider sehr selten) Foto von dem Wasserloch in Okaukuejo gesehen. Die Mauer zum Camp ist ja nicht wirklich hoch. Für einen hungrigen Löwen doch kein Hindernis, oder???
engelchen261 Beiträge · seit 200615. Feb. 2006 · #2In Okaukuejo müssen tatsächlich mal einige Löwen über den "Zaun" gesprungen sein. Man hat aber daraufhin das ganze erhöht, so dass man nun davon ausgeht, dass nicht mehr passiert.
Wir haben mal auf dem Rückweg einer Wanderung Leopardenspuren in unseren eigenen Spuren vom Hinweg entdeckt. Sehr mulmiges Gefühl. Haben uns dann mit langen Stöcken "bewaffnet", in der Hoffnung, diese und lautes Rufen würden im Notfall helfen. Da der Notfall zum Glück nicht eingetreten ist, kann ich Dir leider nicht sagen, ob das eine wirkungsvolle "Waffe" gewesen wäre. Wir haben jedenfalls nie ein wildes Tier bedrohlich aus der Nähe gesehen, obwohl wir fast ausschließlich campen waren. Ich denke, dass es gefährlicher ist, bei uns in Deutschland einen Zebrastreifen zu überqueren.
Engelchen
Meikel189 Beiträge · seit 200615. Feb. 2006 · #3Mensch Freed!
Ja ja die ganzen wilden giftigen Tiere.
Und ganz speziell im Damaraland!
Also gerade die Gegend um Xaragu kenne ich von einigen Expeditionen her als wirklich krasse Gegend.
Die ganzen Skorpione, Taranteln, Solifugen und Schlangen!
Die lassen sich auch nicht von einem Dachzelt beeindrucken.
Aber die Löwen gehen eigentlich.
Sind nicht so aggressiv wie die Elefanten und Nashörner in dieser Gegend.
Aber eins darf man einfach nicht vergessen!
Namibia ist Meteoritenland!!!
🤩 🤩 🤩
Die ganz Mutigen schlafen mit freiem Blick ins Welltall, um die unendlich vielen Sternschnuppen zu beobachten.
Ich kenn übrigens niemanden, der eventuell von einer gestreift wurde!
In diesem Sinne-, weiterhin schöne Urlaubsvorfreuden!
Und immer drann denken:
A Man has got to do- what a man has got to do!
🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂
😎
Gruß Meikel
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200615. Feb. 2006 · #4hallo carsten
ich verstehe deine unsicherheit aber denk bitte daran, dass die gefahr in namibia nicht die tiere sondern der verkehr ist. wenn du im damaraland einen löwen siehst, hast du unwahrscheinliches glück gehabt!
der löwe oder auch alle anderen wildtiere werden dir aus dem weg gehen, solange sie können. lass ihnen einfach genug raum, dass sie sich zurückziehen können.
den pfferspray kannst du ruhig zu hause lassen, ausser du magst dein essen sehr scharf! 😈
gruss chrigu
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DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #5damit Ihr wisst von welchem Foto ich rede hier mal der Link.
http://www.greenlandy.de/reisen/afrika/fotos_2004-namibia/wwwNAM367.jpg@Meikel: ich bin halt einer der alle Eventualitäten in Betracht zieht und nicht allzu gerne überascht wird. Und falls ich doch mal einem solchem Tier gegenüber stehe, dann möchte ich mich zumindest richtig verhalten.
Vielleicht meldet sich ja jemand, der schonmal auf Löwen/Leopard/Hyäne in freier Wildbahn getroffen ist.
Danke und Gruß,
Carsten
christian852 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #6Hallo Derfreed!
Also grundsätzlich stimme ich Meikel zu!
Wir haben zweimal kontakt mit Großkatzen gehabt. Einmal ein Tiger
wir haben das Überzelt nicht draufgehabt, Dämmerung ,er hatte grade versucht einem Wasserbüffel das Jungtier zu entreissen. Der Schrecken
fährt Dir in den Körper, der Geruch des Tieres läßt Dich erstarren,eine
natürliche Reaktion. Das Zweite Mal eine Löwin, das Gebrüll zirka 5 Meter
neben dem Zelt( am Boden), der Atem stockt (wirklich) Keine Reaktion mehr möglich,
Eine Instinktreaktion vermute ich, ein Grenzerlebnis. Bei einem geschlossem Zelt hat noch nie meines Wissens eine Großkatze
einen Menschen verletzt.
Also keine Panik, die Gefahren lauern woanders...
So ganz verstehe ich das mit dem foto nicht , also der Holländer der dort von einem fast zahnlosen Löwen verspeist wurde hatte selber schuld, er war dort des Nachts alleine eingeschlafen, also Ohne Zelt direkt vor dem Tier! Das ist Dummheit!
Gruß GaiAs<br><br>Post geändert von: GaiAs, am: 16/02/2006 00:06
DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #7naja, das Camp soll ja durch die Mauer und dem davor gespannten Draht geschützt sein, damit eben sowas nicht passiert, oder!!??
Rein theoretisch müsste ich mich doch im Camp frei bewegen können, auch nachts. Also könnte ich mich auch auf eine Bank legen, ohne gefressen zu werden.
Also ist irgendwas falsch gelaufen, oder die Sicherheitsvorkehrungen sind nicht ausreichend.
Man muss es nur vorher wissen, dann kann man sein Verhalten auch entsprechend anpassen.
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #8lass dich von dem foto mit der kleinen mauer nicht beirren, es hat noch einige drähte mit strom darauf, die du auf dem foto nicht siehst.
in botswana sind wir zu fuss mehrmals mit hyänen und einmal mit einer gruppe wildhunde in kontakt gekommen, zudem hat ein elefant leicht an unserem auto gewackelt als wir im dachzelt lagen, hyppos haben 1.5 m neben dem bodenzelt gegrast, ein spitzmaulnashorn hat unser auto verfolgt (südafrika) und löwen unter dem zelt gebrüllt. das erlebst du in namibia nicht!
die etosha ist im vergleich dazu wie ein zoo und im damaraland sind die tiere sehr scheu. im dachzelt bist du sicher solange du ruhig blut bewahrst. nachts solltest du das zelt nicht verlassen oder die gegend sehr gut mit der lampe ableuchten. auch ein feuer am abend hilft die tiere abzuhalten.
auf den campingplätzen in der etosha hat es viele schakale oder auch mal ein paar honigdachse die recht frech sind, du kannst dich aber mit einer lampe bewaffnet problemlos bewegen.
chrigu<br><br>Post geändert von: chrigu, am: 16/02/2006 00:31
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christian1060291 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #9Mach Dir da keine Sorgen. Du passt eigentlich nicht ins Beuteschema eines Löwen. Laufen würde ich lassen, ansonsten einfach freuen wenn Du einen zu Gesicht bekommst.
Grundsätzlich geht von den Tieren die geringste Gefahr aus, ist zumindest mein Gefühl. Wenn ich da sehe wie manche fahren, dann ziehe ich die Begegnung mit Löwen vor... 😉
Viel Spass auf jeden Fall in Namibia...
Christian
Unsere neue Webseite ist jetzt online, mit Wildlife Fotos aus Europa, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika:
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Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #10Hallo,
habe hierzu nur 2 kurze Fragen:
@Meikel, was sind Solifugen? ... nie gehört
@ GaiAs, wo bist du auf Tiger gestoßen? Doch nicht in Afrika?... obwohl z.Zt. ein Programm läuft, junge Tiger einzugewöhnen. Aber bisher haben sie immer die Pferde des Farmers gejagt (nur so zum Spaß)
Gruß
Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
Fotobuch Caprivi/Botswana 2024:
https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955
Fotobuch Kruger National Park 2025:
https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278 KOkonno1'457 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #11muß glaube ich solifugae heißen, gibt aber glaub ich noch nen anderen Lateinischen Namen.
Zu dieser Art gehören auch die Pavianspinnen, oder ?
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #12@ GaiAs, wo bist du auf Tiger gestoßen? Doch nicht in Afrika?... obwohl z.Zt. ein Programm läuft, junge Tiger einzugewöhnen. Aber bisher haben sie immer die Pferde des Farmers gejagt (nur so zum Spaß)
am samstag 18.2. 17:55 kommt auf vox der zweite teil von Tiger in Afrika (tierzeit)
chrigu
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christian852 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #13Hallo Pascalinah !
Das war in Asien, ist so 8 Jahre her, dort werden sie Gnadenlos ausgerottet,
es ist zum heulen...der Tiger hat sich dem Dorf genähert, da sein Habitat
zerstört wurde, das haben wir am nächsten Tag gesehen.
Gruß GaiAs
Meikel189 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #14
Meikel189 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #15
Meikel189 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #16Sorry, irgendwie jobt das mit dem Fotoanhängen nicht so richtig.
Doppelt oder auch garnicht.
Meikel189 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #17
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #18Danke euch!
Tja, auf dem Bild sieht es so aus, als ob sich das Tier irgendwo zwischen Kakalake, Ameise und Spinne einpendelt.
Ist das Viech giftig?
LG
Pascalinah
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Axel1'130 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #19Da möchte ich doch mal auf die Sackspinne hinweisen
http://212.227.21.151/index.php?page=news/news.php&identifier=1079863842&id=8608oder das "Warteinweilchen" (aus "die Götter müssen verrückt sein").
Im Ernst, trotz div. Angriffe durch Löwen, Hyänen, Leos usw. in den letzten Jahren und in allen Jahren sind die größte Gefahr die Hippos, gleich nach betrunkenen Autofahrern aus SA.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Axel1'130 Beiträge · seit 200616. Feb. 2006 · #20Zum "Warteinweilchen"
Wer sich in den Busch begibt, macht meist schnell die Bekanntschaft mit einer Pflanze welche die Einheimischen Warteinweilchen nennen. Eine treffendere Bezeichnung gibt es für dieses Gewächs wohl nicht. Das Warteinweilchen ist eine völlig unscheinbare feinblättrige Pflanze mit weitausladenden dünnen Ästen. Meist treffen wir sie als Strauch. Bei genügend Platz und Licht kann sie jedoch zu einem mehrere Meter hohen Bäumchen heranwachsen. Grössere Exemplare blühen im Frühling, indem sich hunderte von kleinen weissen und gutriechenden Bällchen bilden, welche sich bei den Wildbienen grosser Beliebtheit erfreuen.
Wer jedoch seine Erfahrungen mit einem Warteinweilchen gemacht hat, wird sich diesen Strauch für immer merken. Eine kurze Unaufmerksamkeit, Fluchen oder Wehgeschrei, blutende Haut und zerrissene Kleider. Jetzt vorwärts stürmen. Nur raus aus diesem Strauch. Vergiss es! Die Dornen an dieser Pflanze stehen im Abstand von wenigen Zentimetern. Sie sind etwa fünf Millimeter lang, hart wie Stahl, spitz wie Nadeln und sie schneiden wie Rasierklingen. Sie zerschneiden den derben Stoff von Jeans genauso wie eine Lederjacke wie Seidenpapier. Warum? Die Dornen wachsen rückwärts gegen den Stamm, es sind Widerhaken. Der Weg aus dem Strauch kann nur rückwärts erfolgen, indem man Dorn um Dorn aus Fleisch und Kleidern löst und dabei darauf achtet, nicht neue Dornen einzufangen.
Und das auf der Flucht vor den wilden Spinnen, Schlangen, Katzen, Touristen
😉
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