Zeit diesem Forum etwas zurückzugeben...
Im Februar haben meine Frau und ich uns u.a. hier im Forum Gedanken zu unserer Namibiareise gemacht. Schlussendlich haben wir uns für die Variante "geführte Selbstfahrer Tour" plus "Individualtour" entschieden, je ca. 10 Tage. Die geführte Tour wird so nur in der Schweiz angeboten (wurde uns gesagt), bei Interesse kann ich gerne per PM mehr Angaben zu Anbieter, und meine Gedanken dazu, liefern.
Ich versuche mich im folgenden Bericht auf Informationen zu beschränken, die für andere Reisenden von Belange sein könnten.
Routenbeschrieb
Die ersten 10 Tage waren Teil der geführten Tour.
Hin- und Rückreise:
Jeweils via Johannesburg nach Zürich. Himmel, in der Nacht wenn man schön schlafen könnte zu fliegen und nicht in der business class zu sitzen ist wirklich anstrengend...Einchecken in WDH kann eine Zeit- und Nerven-aufreibenden Angelegenheit sein, besser 2h vor Abflug als nur 1h am Flughafen erscheinen.
1. Tag, Ankunft in WDH:
Transfer ins Okavango Guest House. Unterkunft ok, keine schlechte Lage in WDH. Sie vermieten auch Fahrzeuge. Abendessen in Joe’s Beerhouse, natürlich sehr touristisch, Restaurant aber sehenswert, Essen durchschnittlich. Sehr warm anziehen, man sitzt mehr oder weniger draussen.
2. Tag, Windhoek - Waterberg
Einziger "Fehler" dieser Tour. Da man nur eine Nacht bei Waterberg bleibt und keine Zeit für eine Wanderung aufs Plateau hat lohnt sich der Abstecher nicht. Gute Camping-Infrastruktur. Piste ab C22 war in schlechtem Zustand.
3. Tag, Waterberg - Hobatere Camp
Community Camp, scheint ein unbekanntes Juwel zu sein, kaum Informationen im Internet. Sieht man den Eingang zur Lodge ist man bereits 1km zu weit nördlich gefahren. Wunderschönes aber einfaches Camp, besonders der hinterste/oberste Platz direkt am Hügel. Warmwasser für die unter-dem-Sternenhimmel-Dusche durch Einheizen des donkeys (mit Holz, wird vom Betreiber gemacht), Wasserloch, erhöhte Aussicht über Ebene.
4. Tag, Hobatere - Opuwo - Epupa Falls
Strasse mittlerweile bis Opuwo geteert. Top Camp bei Epupa unter den Palmen, früh ankommen für die besten Plätze lohnt sich. Tip: Frauen bieten einem an für N$20-30 die Wäsche zu waschen, die Menge ist eher irrelevant. Selbst wenn man ihnen dann N$50 gibt, günstiger gehts nicht.
5. Tag, Kunene Eco-Trail
4x4 Trail entlang des Kunene Flusses nach Osten, um uns auf die morgige Anfahrt zum Van Zyl's Pass einzustimmen. Ein paar km östlich des Camps, die Piste liegt direkt am Fluss, gibt es gute Stellen um Krokodile zu beobachten. Wieder übernachten bei den Epupa Falls.
6. Tag, Epupa Falls - Otjitanda - Van Zyl's Pass Camp
In Okongwati gibt es eine "Tankstelle", die auf Karten nirgends vermerkt ist. Nicht am Dorf vorbeifahren sondern direkt hinein, bei einem umzäunten Gebäude weist ein Schild auf Petrol hin, die Betreiberin hat jeweils 1-2 Fässer Diesel oder Benzin. Vor Weiterfahrt zum Van Zyl's Pass lohnt es sich, den Tank voll zu haben. NACOBTA Camp mitten in eine Flussbett, Dusche/WC, Vorsicht beim Hineinfahren, tiefer Sand. Wir sind alleine. Strecke würde ich ohne GPS nicht fahren, ab und zu zweigen unbeschriftete Pisten ab.
7. Tag, Van Zyl's Pass - Marienfluss Tal - Okarohombo Campsite
Ein Fest für Offroad-Liebhaber! Die Landschaft ist fantastisch. Sandpiste im Marienfluss Tal katastrophales Wellblech - eine Tortur für Fahrzeug und Fahrer. Schönes NACOBTA Camp direkt am Kunene Fluss, Dusche/WC, es werden gekühlte Getränke verkauft. Nur noch zwei andere Fahrzeuge dort.
8. Tag, Marienfluss Tal - Orubembe - Purros
Via Red Drum nach Orupembe. Vor Ort führt ein 4x4 Eco-Trail entlang des Chumib Fluss Richtung Purros, doch aus Zeitgründen fahren wir auf der Piste nach Purros. Die reinste Autobahn, breit, fast Wellblech-frei und leer. Schönes NACOBTA Camp mit Chance Wüstenelefanten zu begegnen, Dusche/WC, wir sind alleine.
9. Tag, Purros - 4x4 Eco Trail - ?
Purros besteht aus ein paar armseligen Hütten, einem kleinen Laden/Kiosk (Getränke, essentielle Lebensmittel) und, welch' Freude, einer prima Schule. Die Schüler und Lehrer freuen sich über einen Besuch. Noch mehr hilft ihnen materielle Unterstützung wie Schreibutensilien, Notizhefte, etc. Die Schule wird unterstützt von Freiwilligen und Wilderness Safaris.
Von Purros führt ein fantastischer 4x4 Eco Trail in den Canyon des Hoarusib, Vorsicht vor Elefanten und Löwen! Am Ende führt die Piste in südöstlicher Richtung nach Amspoort. Die Strecke braucht allerdings Zeit und so übernachten wir inmitten ein Mondlandschaft irgendwo in der Wüste. Nie waren die Sterne näher.
10. Tag, ? - Amspoort - Sesfontein - Palmwag
Ab Amspoort entlang des Flussbett des Hoanib, Vorsicht vor Elefanten! Die letzten Kilometer bis Sesfontein führen durch Sand so fein wie Puderzucker auf wilden Pisten. Hier steckenzubleiben wäre fatal. In Sesfontein gibt es eine private Autowerkstatt. Einfach an der Tankstelle nach dem Land Rover Mechaniker fragen...
Die Palmwag Lodge ist hübsch aber u.U. überteuert (?), der angrenzende Campingplatz grosszügig angelegt. Campinggäste können in der Lodge essen, das Essen ist ausgezeichnet.
11. Tag, Palmwag
Für einmal keinen Meter fahren. Auch schön.
12. Tag, Palmwag - Twyfelfontein
...Fortsetzung folgt...gehe jetzt erstmal schlafen...
Wetter/Klima
Juli ist Winter in Namibia. Die Sonne geht um 6:30 auf und um 17:30 wieder unter. Ab 18 Uhr ist es dunkel. Es ist kalt in der Nacht. Aus unserer Sicht harte Bedingungen für Camper. Immer in der Dunkelheit zu kochen und abzuwaschen ist nicht jedermanns Sache. Wir finden das nur in einer Gruppe toll.
Auf der geführten Tour in den Nordwesten hatten wir nur einmal kalt in der Nacht - in Waterberg. Ansonsten war es schön mild, oben am Kunene sogar warm. Die Regionen, die wir alleine bereist haben dh. in Twyfelfontein, Etosha, Spitzkoppe und Sossusvlei war es immer sehr kalt in der Nacht. Für unseren Geschmack eindeutig zu kalt zum campen. Da die Schlafsäcke, die zur Ausrüstung des Land Rover gehören nichts tauten haben wir zu Beginn der Reise in Windhoek noch Decken gekauft.
Reiseführer/Karten
Reise Know How Führer hat uns ziemlich überzeugt, doch fürs nächste Mal würden wir noch einen zweiten einpacken um unterwegs vergleichen zu können. Die separate 1:1'200'000 Karte ist absolut top, unzerreissbares und wasserfestes Papier, inkl. allen Camps, Lodges, Guest-Farmen, etc..
Fahrzeug/Vermieter
Zur Paket der geführten Selbstfahrer Tour gehört entweder ein Land Rover oder ein Toyota Hilux. Wir haben uns emotionalen Gründen für den Land Rover entschieden. Rationalität hätte für den Hilux gesprochen da ausreichend und günstiger.
Vom Schweizer Veranstalter werden die Fahrzeuge bei Bushlore in Südafrika gebucht. Jemand von Bushlore bringt dann jeweils das Fahrzeug nach Namibia und nimmt es am Schluss wieder dort entgegen. Bushlore unterhält offenbar in WDH auch noch ein Materiallager. Der Land Rover war praktisch neu, wir hatten auch nicht den kleinsten Defekt, und die Campingausrüstung war in gutem Zustand. Die Fahrzeugübernahme und -rückgabe hat allerdings nicht geklappt. Zum vereinbarten Zeitpunkt war jeweils niemand von Bushlore anwesend, sie mussten immer zuerst per Telefon avisiert werden. Soll jedoch eine Ausnahme sein, viele Leute sind mit Bushlore sehr zufrieden.
Der Unterbau des Land Rover Defender (Motor, Getriebe, Radaufhängung, etc.) ist fantastisch, den Van Zyl's Pass ist er fast alleine gefahren 😎, doch die Kiste darauf "kannst du in der Tonne rauchen". Zum Glück waren wir nur zu zweit, denn die Rückbank bietet eher wenig Beinfreiheit. Bei Fahrten auf Pisten wars im Auto drin fast gleich staubig wie draussen. Unterwegs haben wir den Innenraum immer mal wieder mit anderen Offroadern verlichen, und da hat der Land Rover schlecht abgeschnitten.
Dinge zum Kontrollieren bei Campingfahrzeuge, die wir uns noch speziell notiert haben:
- Aussenlampe, sehr hilfreich wenn es früh dunkel wird
- funktionierende Gaslampe
- ev. Petrollampe
- Duschsack
- Reifendruckmesser
- allenfalls vorhandener Kompressor testen
- Becken um Geschirr abzuwaschen
- Reserversicherungen aller im Fahrzeug benutzten Typen (im Defender 5A-30A, glaube ich)
Ausrüstung
Was wir nicht dabei hatten resp. vor Ort besorgen mussten:
- Desinfektionsmittel für Hände, wurde uns von Guides empfohlen, ist u.U. aber etwas übertrieben
- Arbeitshandschuhe zum Zeltaufbau, baut man nach einem Tag auf Pisten das Dachzelt auf, sind die Hände anschliessend schwarz
- grosses Leintuch um Gepäck und Kisten hinten im Land Rover vor Staub zu schützen (siehe oben)
- Skibrille... echt, Leute mit empfindlichen Augen, die länger bei starken Winden in den Dünen unterwegs sind wissen das zu schätzen
- Ladegeräte, Adapter oder Ersatzbatterien für alle elektronischen Geräte, die man mit nimmt, auch für diejenigen, die man gedenkt nur selten zu benutzen
- Im Winter unbedingt eigene warme Schlafsäcke mitbringen
Im Februar haben meine Frau und ich uns u.a. hier im Forum Gedanken zu unserer Namibiareise gemacht. Schlussendlich haben wir uns für die Variante "geführte Selbstfahrer Tour" plus "Individualtour" entschieden, je ca. 10 Tage. Die geführte Tour wird so nur in der Schweiz angeboten (wurde uns gesagt), bei Interesse kann ich gerne per PM mehr Angaben zu Anbieter, und meine Gedanken dazu, liefern.
Ich versuche mich im folgenden Bericht auf Informationen zu beschränken, die für andere Reisenden von Belange sein könnten.
Routenbeschrieb
Die ersten 10 Tage waren Teil der geführten Tour.
Hin- und Rückreise:
Jeweils via Johannesburg nach Zürich. Himmel, in der Nacht wenn man schön schlafen könnte zu fliegen und nicht in der business class zu sitzen ist wirklich anstrengend...Einchecken in WDH kann eine Zeit- und Nerven-aufreibenden Angelegenheit sein, besser 2h vor Abflug als nur 1h am Flughafen erscheinen.
1. Tag, Ankunft in WDH:
Transfer ins Okavango Guest House. Unterkunft ok, keine schlechte Lage in WDH. Sie vermieten auch Fahrzeuge. Abendessen in Joe’s Beerhouse, natürlich sehr touristisch, Restaurant aber sehenswert, Essen durchschnittlich. Sehr warm anziehen, man sitzt mehr oder weniger draussen.
2. Tag, Windhoek - Waterberg
Einziger "Fehler" dieser Tour. Da man nur eine Nacht bei Waterberg bleibt und keine Zeit für eine Wanderung aufs Plateau hat lohnt sich der Abstecher nicht. Gute Camping-Infrastruktur. Piste ab C22 war in schlechtem Zustand.
3. Tag, Waterberg - Hobatere Camp
Community Camp, scheint ein unbekanntes Juwel zu sein, kaum Informationen im Internet. Sieht man den Eingang zur Lodge ist man bereits 1km zu weit nördlich gefahren. Wunderschönes aber einfaches Camp, besonders der hinterste/oberste Platz direkt am Hügel. Warmwasser für die unter-dem-Sternenhimmel-Dusche durch Einheizen des donkeys (mit Holz, wird vom Betreiber gemacht), Wasserloch, erhöhte Aussicht über Ebene.
4. Tag, Hobatere - Opuwo - Epupa Falls
Strasse mittlerweile bis Opuwo geteert. Top Camp bei Epupa unter den Palmen, früh ankommen für die besten Plätze lohnt sich. Tip: Frauen bieten einem an für N$20-30 die Wäsche zu waschen, die Menge ist eher irrelevant. Selbst wenn man ihnen dann N$50 gibt, günstiger gehts nicht.
5. Tag, Kunene Eco-Trail
4x4 Trail entlang des Kunene Flusses nach Osten, um uns auf die morgige Anfahrt zum Van Zyl's Pass einzustimmen. Ein paar km östlich des Camps, die Piste liegt direkt am Fluss, gibt es gute Stellen um Krokodile zu beobachten. Wieder übernachten bei den Epupa Falls.
6. Tag, Epupa Falls - Otjitanda - Van Zyl's Pass Camp
In Okongwati gibt es eine "Tankstelle", die auf Karten nirgends vermerkt ist. Nicht am Dorf vorbeifahren sondern direkt hinein, bei einem umzäunten Gebäude weist ein Schild auf Petrol hin, die Betreiberin hat jeweils 1-2 Fässer Diesel oder Benzin. Vor Weiterfahrt zum Van Zyl's Pass lohnt es sich, den Tank voll zu haben. NACOBTA Camp mitten in eine Flussbett, Dusche/WC, Vorsicht beim Hineinfahren, tiefer Sand. Wir sind alleine. Strecke würde ich ohne GPS nicht fahren, ab und zu zweigen unbeschriftete Pisten ab.
7. Tag, Van Zyl's Pass - Marienfluss Tal - Okarohombo Campsite
Ein Fest für Offroad-Liebhaber! Die Landschaft ist fantastisch. Sandpiste im Marienfluss Tal katastrophales Wellblech - eine Tortur für Fahrzeug und Fahrer. Schönes NACOBTA Camp direkt am Kunene Fluss, Dusche/WC, es werden gekühlte Getränke verkauft. Nur noch zwei andere Fahrzeuge dort.
8. Tag, Marienfluss Tal - Orubembe - Purros
Via Red Drum nach Orupembe. Vor Ort führt ein 4x4 Eco-Trail entlang des Chumib Fluss Richtung Purros, doch aus Zeitgründen fahren wir auf der Piste nach Purros. Die reinste Autobahn, breit, fast Wellblech-frei und leer. Schönes NACOBTA Camp mit Chance Wüstenelefanten zu begegnen, Dusche/WC, wir sind alleine.
9. Tag, Purros - 4x4 Eco Trail - ?
Purros besteht aus ein paar armseligen Hütten, einem kleinen Laden/Kiosk (Getränke, essentielle Lebensmittel) und, welch' Freude, einer prima Schule. Die Schüler und Lehrer freuen sich über einen Besuch. Noch mehr hilft ihnen materielle Unterstützung wie Schreibutensilien, Notizhefte, etc. Die Schule wird unterstützt von Freiwilligen und Wilderness Safaris.
Von Purros führt ein fantastischer 4x4 Eco Trail in den Canyon des Hoarusib, Vorsicht vor Elefanten und Löwen! Am Ende führt die Piste in südöstlicher Richtung nach Amspoort. Die Strecke braucht allerdings Zeit und so übernachten wir inmitten ein Mondlandschaft irgendwo in der Wüste. Nie waren die Sterne näher.
10. Tag, ? - Amspoort - Sesfontein - Palmwag
Ab Amspoort entlang des Flussbett des Hoanib, Vorsicht vor Elefanten! Die letzten Kilometer bis Sesfontein führen durch Sand so fein wie Puderzucker auf wilden Pisten. Hier steckenzubleiben wäre fatal. In Sesfontein gibt es eine private Autowerkstatt. Einfach an der Tankstelle nach dem Land Rover Mechaniker fragen...
Die Palmwag Lodge ist hübsch aber u.U. überteuert (?), der angrenzende Campingplatz grosszügig angelegt. Campinggäste können in der Lodge essen, das Essen ist ausgezeichnet.
11. Tag, Palmwag
Für einmal keinen Meter fahren. Auch schön.
12. Tag, Palmwag - Twyfelfontein
...Fortsetzung folgt...gehe jetzt erstmal schlafen...
Wetter/Klima
Juli ist Winter in Namibia. Die Sonne geht um 6:30 auf und um 17:30 wieder unter. Ab 18 Uhr ist es dunkel. Es ist kalt in der Nacht. Aus unserer Sicht harte Bedingungen für Camper. Immer in der Dunkelheit zu kochen und abzuwaschen ist nicht jedermanns Sache. Wir finden das nur in einer Gruppe toll.
Auf der geführten Tour in den Nordwesten hatten wir nur einmal kalt in der Nacht - in Waterberg. Ansonsten war es schön mild, oben am Kunene sogar warm. Die Regionen, die wir alleine bereist haben dh. in Twyfelfontein, Etosha, Spitzkoppe und Sossusvlei war es immer sehr kalt in der Nacht. Für unseren Geschmack eindeutig zu kalt zum campen. Da die Schlafsäcke, die zur Ausrüstung des Land Rover gehören nichts tauten haben wir zu Beginn der Reise in Windhoek noch Decken gekauft.
Reiseführer/Karten
Reise Know How Führer hat uns ziemlich überzeugt, doch fürs nächste Mal würden wir noch einen zweiten einpacken um unterwegs vergleichen zu können. Die separate 1:1'200'000 Karte ist absolut top, unzerreissbares und wasserfestes Papier, inkl. allen Camps, Lodges, Guest-Farmen, etc..
Fahrzeug/Vermieter
Zur Paket der geführten Selbstfahrer Tour gehört entweder ein Land Rover oder ein Toyota Hilux. Wir haben uns emotionalen Gründen für den Land Rover entschieden. Rationalität hätte für den Hilux gesprochen da ausreichend und günstiger.
Vom Schweizer Veranstalter werden die Fahrzeuge bei Bushlore in Südafrika gebucht. Jemand von Bushlore bringt dann jeweils das Fahrzeug nach Namibia und nimmt es am Schluss wieder dort entgegen. Bushlore unterhält offenbar in WDH auch noch ein Materiallager. Der Land Rover war praktisch neu, wir hatten auch nicht den kleinsten Defekt, und die Campingausrüstung war in gutem Zustand. Die Fahrzeugübernahme und -rückgabe hat allerdings nicht geklappt. Zum vereinbarten Zeitpunkt war jeweils niemand von Bushlore anwesend, sie mussten immer zuerst per Telefon avisiert werden. Soll jedoch eine Ausnahme sein, viele Leute sind mit Bushlore sehr zufrieden.
Der Unterbau des Land Rover Defender (Motor, Getriebe, Radaufhängung, etc.) ist fantastisch, den Van Zyl's Pass ist er fast alleine gefahren 😎, doch die Kiste darauf "kannst du in der Tonne rauchen". Zum Glück waren wir nur zu zweit, denn die Rückbank bietet eher wenig Beinfreiheit. Bei Fahrten auf Pisten wars im Auto drin fast gleich staubig wie draussen. Unterwegs haben wir den Innenraum immer mal wieder mit anderen Offroadern verlichen, und da hat der Land Rover schlecht abgeschnitten.
Dinge zum Kontrollieren bei Campingfahrzeuge, die wir uns noch speziell notiert haben:
- Aussenlampe, sehr hilfreich wenn es früh dunkel wird
- funktionierende Gaslampe
- ev. Petrollampe
- Duschsack
- Reifendruckmesser
- allenfalls vorhandener Kompressor testen
- Becken um Geschirr abzuwaschen
- Reserversicherungen aller im Fahrzeug benutzten Typen (im Defender 5A-30A, glaube ich)
Ausrüstung
Was wir nicht dabei hatten resp. vor Ort besorgen mussten:
- Desinfektionsmittel für Hände, wurde uns von Guides empfohlen, ist u.U. aber etwas übertrieben
- Arbeitshandschuhe zum Zeltaufbau, baut man nach einem Tag auf Pisten das Dachzelt auf, sind die Hände anschliessend schwarz
- grosses Leintuch um Gepäck und Kisten hinten im Land Rover vor Staub zu schützen (siehe oben)
- Skibrille... echt, Leute mit empfindlichen Augen, die länger bei starken Winden in den Dünen unterwegs sind wissen das zu schätzen
- Ladegeräte, Adapter oder Ersatzbatterien für alle elektronischen Geräte, die man mit nimmt, auch für diejenigen, die man gedenkt nur selten zu benutzen
- Im Winter unbedingt eigene warme Schlafsäcke mitbringen