Vet-Fence

25 Antworten · 9'332 Aufrufe · gestartet 01. Aug. 2009 von Ela
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Themenstarter32 Beiträge · seit 200801. Aug. 2009 · #1
Hallo,

habe eine Frage zu den Vet-Fences.
Man wird ja in der Regel nur in einer Richtung kontrolliert.
Wir passieren auf unserer Rundreise durch Botswana in knapp drei Wochen ja einige von diesen Zäunen.
Gibt es da irgendeine Regel wie kontrolliert wird? Also z.B. immer beim Eintritt oder in Fahrtrichtung zu einen NP oder zum "Zentrum" von Botswana hin o.ä. ?
Ansonsten wäre noch interessant was ausser Fleisch noch verboten ist?

Danke und Gruß
Ela
1'125 Beiträge · seit 200601. Aug. 2009 · #2
Es gibt keine Regel, keine jedenfalls, die ich mit scharfem analytischen Verstand bemerkt hätte. Mal wirst Du durchgewunken, mal wird die Kühltruhe kontrolliert, mal wuchtet sich eine Beamtin ins Innere meines Landrovers. Milchprodukte, auch Margarine sind gefährlich. Fleisch sowieso. Würde ich alles verstecken, auch wenn ich mir, (wie schon oft), Prügel abhole: Behördliche Regel vs. gesunden Menschenverstand. Ich kann ja auch denken und verstehe auch was von der Sache.
Fahrt mal schön.
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2009
3'766 Beiträge · seit 200601. Aug. 2009 · #3
WolffRuediger schrieb:
Fleisch sowieso. Würde ich alles verstecken, auch wenn ich mir, (wie schon oft), Prügel abhole: Behördliche Regel vs. gesunden Menschenverstand. Ich kann ja auch denken und verstehe auch was von der Sache.
Fahrt mal schön.
Wolff-Rüdiger
Ja jetzt gibt's Prügel von mir 😛

Klar gesunder Menschenverstand hilft, ich sehe auch keinen Grund weshalb Margarine die aus Sonnenblumen hergestellt wird etwas mit MKS zu tun haben sollte 😄

ich bin aber der Meinung das jeder Eigenverantwortung tragen muss, der wirtschaftliche Schaden wenn die Produkte nicht mehr in die EU exportiert werden können ist imens, jedoch muss ich auch gestehen das bei uns in der Regel "Herkunft Brasilien" auf der Packung steht.

Nun bleibt die Frage was schadet mir mehr BSE oder MKS 🙂 ich denke als Blondie bnn ich imun bezw. kann kein grösser Schaden bei mir entstehen 🤩

Dennoch bin ich der Meinung das in einem öffentlichen Forum die offzielle Variante den Vorrang hat, wie damit umgegangen wird das wäre dann wieder die Eigenverantwortung!

Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
111 Beiträge · seit 200601. Aug. 2009 · #4
Verstehen tust Du absolut gar nichts von der Sache , lieber WolffRüdiger 😠

Gerne stelle ich folgenden Text hier nochmals ein , vielleicht hilft's (man sollte ihn dann aber auch lesen , lieber WolffRüdiger !)

Botswana’s foot-and-mouth disease and beef trade policy

Neo Mapitse

Summary

Livestock production is the backbone of rural livelihoods in Botswana. The beef export market underpins the industry and is dependent on the control of foot and mouth disease (FMD). Botswana has hence adopted the policy for the control of FMD based on effective prevention, rapid detection and response, achieving eradication of the disease in the FMD-free areas. Botswana’s FMD control policy is formulated to maintain the beef export strategy and this has been the case since the pre-colonial era. Since agriculture has been the main employer in the rural areas, and livestock being the major contributor to the agricultural GDP, the sector has remained important to the government strategy of rural development and food security. The Government of Botswana has since independence developed and implemented policies that sought to improve livestock productivity to maintain and increase our beef and beef products exports, sustainable diversification of the sector, and employment creation. African buffalo (Syncerus caffer) are present in northern Botswana and are known maintenance hosts for FMD Southern African Territories (SAT) viruses. These buffalo are largely confined to northern game reserves and national parks. It is therefore unrealistic for the country to aim for complete freedom from SAT type FMD. For effective FMD prevention, the country has successfully implemented the concept of zoning or regionalisation with disease control fences as efficient barriers between high-risk zones and disease-free zones. Strict import controls, border security and quarantine measures are critical in reducing external and internal FMD challenge. Annual vaccination is carried out in cattle in the FMD high-risk areas to protect them from FMD and prevent possible sprouting of disease outbreaks. Public education is another strong pillar of the FMD control policy. This complementary strategy ensures early detection and control. Responses to the recent outbreak of the disease are examples of the effectiveness of this strategy. FMD control policy has not drastically changed from the time of independence in 1966 to now. The control policy is strongly linked to the beef and beef products export strategy. At independence the agriculture contribution to GDP was 42.7% and has dwindled down to 2.5% in 2003/04. Its average annual growth also dropped, mainly due to, among other things, endemic droughts and unfavourable conditions such as poor infrastructure, disease outbreaks, and poor organisation of local markets.
2'779 Beiträge · seit 200701. Aug. 2009 · #5
hallo Ela
bitte stell doch kurz deine Route ein ich sag dir dann gerne wo kontrolliert wird und wo du ggf neu einkaufen kannst.
mfg leona
Gruss Leona
Themenstarter32 Beiträge · seit 200801. Aug. 2009 · #6
Hi Leona,

ja danke, mach ich.

Also wir fahren von Martin's Drift kommend über folgende Städte etc.:

Serowe
Khama Rhino Sanctuary
Rakops
CKGR
Sehithwa
Shakawe

Alternative 1:
Seronga
Beethsa
Selinda Spillway
Linyanti
Kasane

Alternative 2:
Caprivi Streifen
Kasane

Savuti
Moremi
Kaziikini
Maun
Gweta
Kubu Island
Francistown (über A30)
Limpopo


Danke und Gruß
Ela
1'125 Beiträge · seit 200601. Aug. 2009 · #7
Ja, war vorherzusehen. Alle Reflexe sind vorhersagbar.
Ich habe noch nie frisches Fleisch 'geschmuggelt', weil ich kein Grillfan bin. Dies vorweg. Aber ich habe so meine Erfahrungen gemacht. Wenn, wie auch Kurt das aufgreift, Margarine unsinnigerweise beschlagnahmt wird, dazu Konserven wie Ochsenzunge (in Lobatse gekauft, botwanisches Produkt - 'ecco' - ein Gedicht!) oder brasilianisches Corned beef (in Mafikeng gekauft), dann wachsen einem Zweifel an der Weisheit der behördlichen Bestimmungen. Sagt was dagegen. Und gegen meine zigfachen Beobachtungen, dass es den Kontrolleuren an den Straßen meistens einfach wurscht ist (von ein paar Eifrigen abgesehen), hat auch noch niemand anargumentiert. Wo liegt dann noch der Sinn der Sache? Soll ich der Wächter einer höheren Idee sein?
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
Gast01. Aug. 2009 · #8
Hallo Ela,
die stationären Kontrollen sind auf der T4A Karte Botswana verzeichnet,
nur wenn es einen MKS Ausbruch geben sollte, gibt es mobile Kontrollen.

Grüße aus Lilongwe,

Beate
2'779 Beiträge · seit 200701. Aug. 2009 · #9
Serowe
Khama Rhino Sanctuary
Rakops
CKGR wenn ihr hier beim neuen Tsau Gate ausreist und auf der Ghanzi-Maun Teerstrasse durch die Vet Kontrolle fährt dann dürft ihr weiterhin Fleisch mitführen Richtung Norden.
Sehithwa Nun seid ihr in Ngamiland, dies ist die berüchtigte FMK Region, aus Ngamiland darf kein Fleisch heraus, egal in welche Richtung.
Shakawe

Alternative 1:
Seronga .Da habt ihr eine weniger bekannte Strecke gewählt, ich zB bin sie noch nicht gefahren und kann deshalb nicht beurteilen. Das ist aber auf jeden Fall die Zone wo der Büffelzaun durchgeht. Ob es da Fleischkontrollen geben wird weiss ich nicht. (Siehe T4A maps für info) Spätestens in Kasane gibts wieder einen guten Spar Supermarkt
Beethsa
Selinda Spillway
Linyanti
Kasane

Alternative 2:
Caprivi Streifen An der Grenze nach Namibia darf kein Fleisch aus Botswana mitgeführt werden
Kasane

Savuti
Moremi
Kaziikini
Maun Auf dieser Strasse Maun-Franicstown wird streng kontrolliert, es darf kein Fleisch von Maun (Ngamiland) ausgeführt werden.
Gweta In Gweta gibt es rudimentäre Einkausfsmöglichkeiten (oder gut essen gehen bei Planet Baobab)
Kubu Island
Francistown (über A30)
Limpopo

gute Reise
Gruss Leona
2'346 Beiträge · seit 200602. Aug. 2009 · #10
...darf man eigentlich Biltong über die Grenze Namibia/Botswana bzw. über die VetFences nehmen? Spielt es eine Rolle, ob das eingeschweißt ist oder nicht.

Viele Grüße
Armin
2'779 Beiträge · seit 200702. Aug. 2009 · #11
hallo Armin
das ist eine gute Frage, denn geräucht ist nicht gekocht. Denn normalerweise ist es so dass man gekochtes Fleisch mitnehmen darf. Vielleicht weiss jemand genaueres.
Gruss Leona
111 Beiträge · seit 200602. Aug. 2009 · #12
Einzig erhitzen bei 70° tötet das Virus ab. In geräuchertem und/oder gepökeltem Fleisch kann das Virus häufig noch nachgewiesen werden. In Salami beispielsweise bis zu 100 Tage lang. Für Biltong wird dasselbe gelten, ohne dass mir dazu spezielle Untersuchungen bekannt wären. Vakumisierung ändert daran nichts 🙁
Was Du rüberbringst und was nicht hängt letztendlich aber vom Kontrolleur ab der Dich kontrolliert, die sind leider Gottes auch nicht immer gut informiert, weshalb ich an dieser Stelle schon an die Eigenverantwortung und den Respekt dem Gastland gegenüber appellieren möchte 😉
zuletzt bearbeitet 02. Aug. 2009
370 Beiträge · seit 201127. Aug. 2012 · #13
Hallo zusammen,

gibt es eigentlich irgendwo eine Liste welche Produkte man nicht mitnehmen darf? Also Fleisch scheint generell verboten zu sein. Aber was sonst noch. Ich kann unter Vet Fence bei Wiki und im Forum nichts finden.

Auch bei Google finde ich keine Liste. Finde ich komisch. Irgendwo muss es doch Infos geben...

LG, Danni
N A M I B I A 2012 N A M I B I A / B O T S W A N A 2013 B O T S W A N A 2016
482 Beiträge · seit 201227. Aug. 2012 · #14
Hallo Danni

versuche es bitte mal im Google mit den engl. Begriffen "veterinary fences botswana"
dann kommt Du z.Bsp auch auf
http://www.botswana.co.za/Botswana_Regional_Info-travel/vet-fences.html

Weiterhin viel Erfolg bei der Suche. Wir haben ein paar Hinweise im Reiseführer gefunden und hier im Forum muss es auch eine Menge an Infos geben.

Viel Glück bei S.A.R (Search and read)
Wolfgang
544 Beiträge · seit 200627. Aug. 2012 · #15
Hallo,

hier die Vet-Zäune von Namibia und Botswana:



Gruß
Ute und Werner
Namibia - Botswana - Zimbabwe - Südafrika - 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011, 2014
63 Beiträge · seit 201130. Aug. 2012 · #16
im Prinzip sind alle offenen Lebensmittel, Milch + Milchprodukte, Obst und Gemüse betroffen, zumindest bei der Einreise von Namibia nach Botswana über den Caprivi. Konserven und Trockenprodukte sind kein Problem.
www.dcloew-photography.com
370 Beiträge · seit 201130. Aug. 2012 · #17
Wir bleiben nur innerhalb von Namibia. Ist es dort anders?
N A M I B I A 2012 N A M I B I A / B O T S W A N A 2013 B O T S W A N A 2016
482 Beiträge · seit 201231. Aug. 2012 · #18
Hallo Danni
wie Du auf der Karte von Werner und Ute siehst, gibt es in Höhe von Etosha auch einen Vet-Zaun. Hier soll verhindert werden, das Fleisch von Norden in den Süden transportiert wird.

Viele Grüße
Wolfgang
370 Beiträge · seit 201131. Aug. 2012 · #19
Hallo Wolfgang,

ja, das habe ich gesehen aber bezieht sich das dann innerhalb von Namibia nur auf Fleisch oder auch auf Milchprodukte, Obst und Gemüse?

LG, Danni
N A M I B I A 2012 N A M I B I A / B O T S W A N A 2013 B O T S W A N A 2016
482 Beiträge · seit 201205. Sept. 2012 · #20
Hallo Dani

sorry für die verspätete Antwort. Obst haben wir wg. der Fruchtfliegengefahr bisher nur im Caprivi beim Grenzübergang nach BOT als Thema gehabt. Ansonsten lassen wir immer rohes Fleisch, Milch, Butter und Käse unsichtbar werden.

Gemüse ist gar kein Thema. Hier kommt es nur darauf an, es trocken und luftig aufzubewahren damit es bei der Hitze nicht vergammelt. Deshalb nicht in eine Kühlbox oder Kühlschrank legen.

viele Grüße
Wolfgang