Potjie kaufen-Brot backen & kochen mit dem Potjie

11 Antworten · 13,8k Aufrufe · gestartet 25. Juli 2009 von Frank.Wagner
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Themenstarter196 Beiträge · seit 200825. Juli 2009 · #1
Hallo,

als Newbie findet man ja viele hilfreich Tips zum Thema Potjie kaufen, Brot backen und kochen

Vielleicht finden sich ja von euch noch weitere Tips oder lustige Geschichten / Erfahrungen

Danke im voraus 🙂

Potjie kaufen - http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/108196-potjie-kauf.html
Hallo

Zum Potjie-Kauf noch ein Tipp von meiner Seite. Du kanns an vielen Orten Potjie von der Marke Bushbaby kaufen. Diese Potjie sind vom Gewicht her leicht und preislich günstig haben. Im guten Outdoor-Ausstatter (Cymot und Ähnliche) wirst Du diese aber nicht finden sondern nur deutlich teurere und schwerere.

Wir haben seit Jahren einen Potjie in Namibia. Für unsere letzte Tour brauchten wir einen zweiten und haben den Bushbaby gekauft. Die Unterschiede sind gewaltig. Das Essen bleibt z.B. nicht so lange heiss.
Nach knapp drei Wochen war der Bushbaby dann auch in der einen Seitenwand gespalten, so dass wir diesen Potjie nicht mehr nutzen wollten.

Zu empfehlen ist es auch einen Potjie mit flachem Boden zu kaufen. Diese sind vielfältiger einsetzbar.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Brot backen im Potjie - http://www.afrika-2005.de/tip.html
Brotbacken am Lagerfeuer - unsere Ersten Versuche waren kläglich. Man kann den Potje nicht einfach in die Glut stellen ohne ein Anbrennen zu riskieren. Der Durchbruch kam bei uns erst als wir ein Loch neben dem Feuer gruben, den Potje hineinstellten und dann rundherum Holzkohle hineinschaufelten. Das selbstgehend Mehl ist eher ein Flop. Besser normales Mehl und Trockenhefe in Bier gemischt zusetzen. Für 500g Mehl, ein Päckchen Hefe und 250 - 300ml Bier. 1TL Zucker und 1 TL Salz nicht vergessen. Das Brot braucht dann etwa 50Min. und ist sehr lecker.
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Mit dem Potjie kochen
http://forum.potjiekos.de/
http://www.potjiekos.de/Die_deutsche_Potjie_Seite/Potjie_Home.html
http://www.potjiekos.de/Die_deutsche_Potjie_Seite/Rezepte/Rezepte.html
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zuletzt bearbeitet 25. Juli 2009
982 Beiträge · seit 200606. Aug. 2009 · #3
Frank.Wagner schrieb:
Brot backen im Potjie - http://www.afrika-2005.de/tip.html
Brotbacken am Lagerfeuer - unsere Ersten Versuche waren kläglich. Man kann den Potje nicht einfach in die Glut stellen ohne ein Anbrennen zu riskieren. Der Durchbruch kam bei uns erst als wir ein Loch neben dem Feuer gruben, den Potje hineinstellten und dann rundherum Holzkohle hineinschaufelten. Das selbstgehend Mehl ist eher ein Flop. Besser normales Mehl und Trockenhefe in Bier gemischt zusetzen. Für 500g Mehl, ein Päckchen Hefe und 250 - 300ml Bier. 1TL Zucker und 1 TL Salz nicht vergessen. Das Brot braucht dann etwa 50Min. und ist sehr lecker.
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Wir haben das selbstgehende Mehl gekauft und mit Bier zu einem Teig geknetet. Der kam dann in den Potjie. Zum Backen habe ich eine Mulde in den Moden gegraben und da die glühenden Kohlen hineingegeben. Dann kam der Potjie direkt darauf. Einen Teil der Kohlen habe ich noch auf den Deckel gelegt. So hast du einen Quasi-backofen mit Ober- und Unterhitze. Das Ganze hat stets gut funktioniert. Ich denke, dass es auf die Menge der Kohlen ankommt 🙂

Als Geschmacksabwechslung haben wir unter anderem auch mal Speckwürfel und eine Zwiebel in den Teig gemischt.

Grüße,

Holger
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818 Beiträge · seit 200706. Aug. 2009 · #4
Also wir backen auch hin und wieder Brot zu Hause im Potjie (übrigens im qualitativ hochwertigen camp-oven oder in einem billigeren (aber ausreichenden) Bush Baby aus dem südafrikanischen Supermarkt oder im originalen 3-Bein-Potjie aus Namibia).
Nachteilig an den in Deutschland angebotenen Produkten: man muss sie stets erst einbrennen, was m. E. mit denen aus dem südlichen Afrika nicht mehr erforderlich war.

Ansonsten hängt es sehr davon ab, wie sich der Untergrund erwärmt; nimmt man eine Edelstahlfeuerstelle, die sich selbst natürlich stark aufheizt, braucht es während des Backvorgangs fast gar keine Kohle unterm Topf nur 2-3 Stück.
Dagegen kann (je nach Größe des Potjie) oben ruhig so viel Glut gelegt werden, wie drauf passt.
Rings um den Potjie reichen die vielen klein Reste der Glut, die man nicht mit der Zange greifen kann.

Schwieriger wird es mit Holz zu arbeiten, da diese Glut die Hitze viel weniger speichert als Holzkohlebriketts.

Nach 15 min. ist jede Art von Brot/ Brötchen fertig.
http://www.oribi.de/
818 Beiträge · seit 200706. Aug. 2009 · #5
Das "Self Rising Flour" aus Afrika gefällt meiner Frau eigentlich immer besser, als das aus deutschen Märkten, weil es quasi von selbst weit aufgeht.

Ob und was sie ausser Wasser noch hinein tut, weiß ich aber nicht.
http://www.oribi.de/
2'612 Beiträge · seit 200706. Aug. 2009 · #6
holger schrieb:
Frank.Wagner schrieb:
Brot backen im Potjie - http://www.afrika-2005.de/tip.html
Brotbacken am Lagerfeuer - unsere Ersten Versuche waren kläglich. Man kann den Potje nicht einfach in die Glut stellen ohne ein Anbrennen zu riskieren. Der Durchbruch kam bei uns erst als wir ein Loch neben dem Feuer gruben, den Potje hineinstellten und dann rundherum Holzkohle hineinschaufelten. Das selbstgehend Mehl ist eher ein Flop. Besser normales Mehl und Trockenhefe in Bier gemischt zusetzen. Für 500g Mehl, ein Päckchen Hefe und 250 - 300ml Bier. 1TL Zucker und 1 TL Salz nicht vergessen. Das Brot braucht dann etwa 50Min. und ist sehr lecker.
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Wir haben das selbstgehende Mehl gekauft und mit Bier zu einem Teig geknetet. Der kam dann in den Potjie. Zum Backen habe ich eine Mulde in den Moden gegraben und da die glühenden Kohlen hineingegeben. Dann kam der Potjie direkt darauf. Einen Teil der Kohlen habe ich noch auf den Deckel gelegt. So hast du einen Quasi-backofen mit Ober- und Unterhitze. Das Ganze hat stets gut funktioniert. Ich denke, dass es auf die Menge der Kohlen ankommt 🙂

Als Geschmacksabwechslung haben wir unter anderem auch mal Speckwürfel und eine Zwiebel in den Teig gemischt.

Grüße,

Holger
Holger, du hast den Job 🙂
Bye bye Forum
982 Beiträge · seit 200606. Aug. 2009 · #7
Volker schrieb:
Holger, du hast den Job 🙂
Ich gebe mein Wissen gerne an dich weiter 🙂 Du hast bei unserem Trip genügend Gelegenheiten, den Teig zu kneten...
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2'612 Beiträge · seit 200707. Aug. 2009 · #8
holger schrieb:
Volker schrieb:
Holger, du hast den Job 🙂
Ich gebe mein Wissen gerne an dich weiter 🙂 Du hast bei unserem Trip genügend Gelegenheiten, den Teig zu kneten...
Wie knete ich Trockenmehl? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich Bier in den Brotteig schütte, da gibt´s eine wesentlich sinnvollere Verwendung 🙂
Bye bye Forum
982 Beiträge · seit 200607. Aug. 2009 · #9
Volker schrieb:
Wie knete ich Trockenmehl? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich Bier in den Brotteig schütte, da gibt´s eine wesentlich sinnvollere Verwendung 🙂
Du hast da etwas falsch verstanden. Du knetest, ich schütte das Bier hinein und trinke den Rest.

Grüße,

Holger
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zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2009
2'612 Beiträge · seit 200707. Aug. 2009 · #10
Ich bin aber auch ein Dummerchen - hätte ich mir denken können.

Ist eigentlich der Bierlaster schon bestellt, ist doch Dein Job 🙂
Bye bye Forum
1'910 Beiträge · seit 200630. Aug. 2009 · #11
Hier noch ein Link aus einem Post vom Jahre 2006

Camp-oven
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
Gast31. Aug. 2009 · #12
Hallo zusammen,

wir backen mit dem Dutch Oven, Größe Nr. 10
gekauft in einem Genossenschaftsladen in Südafrika für 210 R
bevorzugt Kuchen. Er musste noch eingebrannt werden und ist sehr schwer.

Das Grundrezept ist ein Rührteig aus:

150 G Mehl ( Gemischt brauens und weißes)
150 g Margarine
150 g brauner Zucker (gibt eine knusprige Kruste)
2 TL Backpulver
3 Eier
etwas Amarula oder Milch

Dazu kommt Obst, entweder eine Dose Cocktailfrüchte 250 g,
dann weniger Zucker nehmen, oder 4 - 5 Äpfel, 3 - 4 Bananen,
dann muss er schnell gegessen werden, die Bananen werden braun nach 2 Tagen,
Pfirsiche, Aprikosen, Rosinen, Mandeln, es geht auch als Marmorkuchen.
Manchmal lege ich die Äpfel oder Bananen auch in Amarula für eien Stunde.

Der Teig sollte eine Konsistenz haben, dass die Früchte nicht einsinken,
man drückt sie fest und der aufgehende Teig bedeckt sie dann mehr oder weniger.
Man kann auch die Flüssigkeit aus der Dose nehmen, doch dann wird er sehr süß.

Das Backen dauert 30 - 40 Minuten, wir stellen den Topf neben die Feuerstelle auf ein 20 cm hohes Dreibein, legen wenig glühende Kohle darunter und viel auf den Deckel. Ich bevorzuge Kohle aus Holz, mit Briketts ist er mir schon mehrfach oben angebrannt.



Das Rezept für Brotteig:
600 g Mehl halb weißes und halb braunes Mehl
1 1/2 Päckchen Trockenhefe,1/2 TL Backpulver
1 TL Salz
1 TL Zucker
1 EL Öl
Gewürze nach Belieben, Kräuter der Provence, Chilli,
Olivenstücke, getrocknete Tomate,
evtl. Karotte oder Kartoffel gerieben,
das Brot neigt sonst dazu trocken zu sein.

Ich mische alles mit lauwarmem Wasser und knete den Teig kurz durch
stelle die Schüssel dann zum Gehen 5 Minuten in die Nähe des Feuers.

Den Dutch Oven heize ich etwas vor,
nur so warm, dass man ihn noch gut anfassen kann.

Ist der Teig in der Schüssel etwas gegangen,
forme ich daraus einige Kugeln und
lege die in den gefetteten Topf.

Das Backen erfolgt dann wie oben beschrieben,
ca. 30 Minuten. Beim Brot stelle ich den Topf so ans Feuer,
dass er etwas Hitze von der Seite bekommt und drehe ihn ab und zu etwas.

Das Brot ist fertig, wenn es beim Draufklopfen hohl klint.



Am nächsten Tag kann man die einzelnen Stücke nochmal kurz aufs Feuer legen
damit sie knusprig werden.

Viel Spass beim Backen in der Wildnis!

Es gibt nichts schöneres als frisches Brot mit gesalzener Butter
abends am Lagerfeuer!

Viele Grüße,

Beate