Freiwilligenarbeit mit Wildtieren

14 Antworten · 29,8k Aufrufe · gestartet 14. Juli 2009 von AllaForNY
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ThemenstarterGast14. Juli 2009 · #1
Hallo liebe Forumsmitglieder 🙂
Ich hoffe mal das meine Frage hier richtig plaziert ist und das ihr mir helfen könnt 😐

Schon seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einem Praktikumsplatz, der sich hauptsächlich auf die Arbeit mit Wildtieren bezieht.
Ich habe mir schon so ziemlich alles durchgelesen, was man im Netz dazu findet ( auch die FAQs;) ) aber habe bisher nichts passendes gefunden.
Ganz beigeistert war ich von Harnas. Dies würde mich allerdings bei einem angestrebten Aufenthalt von drei Monaten (ohne Flug etc) fast 6000€ kosten (N$ 5250.00 per person per week, das ist doch richtig umgerechnet?)
So viel Geld kann ich bis dahin wohl nicht aufbringen und ich hatte schon gehofft, etwas preiwerteres zu finden.

Meine Fragen sind also:
- Ist das ein normaler/eurer Meinung nach angemessener Preis?
- Habt ihr eventuell Vorschläge/Tipps für mich? Also vll jemand schonmal etwas ähnliches gemacht und kann einen konkreten Platz empfehlen?

Viele Grüße und vielen Dank 😁
2'349 Beiträge · seit 200914. Juli 2009 · #2
Da kenne ich mich leider nicht so aus. Aber frag mal bei CCF bei Otjiwarongo (Waterberg): www.cheetah.org Die nehmen Praktikanten.

http://www.cheetah.org/?nd=volunteer

Das kostet allerdings vermutlich auch Geld... Evtl. aber viel weniger.

Bzw. google mal "Africat Foundation Namibia" oder Kavita Lion Lodge bzw. Okonjima.
zuletzt bearbeitet 14. Juli 2009
3'491 Beiträge · seit 200614. Juli 2009 · #3
Hallo Rapunzel,
das, was ich bisher über Harnas gesehen und von Harnas gehört habe, würde mich persönlich geradezu abschrecken - mal ganz abgesehen vom Preis.Deine Umrechnung ist schon in etwa richtig. Ich werde den Eindruck nicht los, dass das dort eine ziemliche Abzocke ist.Vielleicht äußert sich ja auch hier mal jemand, der dieses Volontariat auf Harnas mal mitgemacht hat.
Ich habe kürzlich 2 TV-Beiträge über ähnliche Einrichtungen gesehen: einmal ging es um die Namibian Biosphere Expedition im Caprivi - Zielrichtung: Vereinbarkeit von Nutztierhaltung und Wildtieren, Schwerpunkt Löwen, und zum anderen um ein Volontär-Projekt auf Okonjima( Nähe Waterberg) im Rahmen von CCF (Cheetah Conservation Fund ).
Bestimmt wird Dir auch Carsten Möhle dazu eine Empfehlung geben können - zu erreichen über www.bwana.de.
Vielleicht googlest Du Dich da mal durch.
Gruß Joli
33,1k Beiträge · seit 200614. Juli 2009 · #4
Hallo Rapunzel,
Ist das ein normaler/eurer Meinung nach angemessener Preis?
Ja, leider ist das der "normale" Preis. Früher bekam man noch was für Freiwilligenarbeit, heute zahlt man halt, da es eben so viele machen wollen. Dies ist bei den von Otjikoto genannten Alternativen leider nicht anders 🙁
Du kannst höchstens eine andere Wildfarm probieren (die aber dann keine Pflege etc. machen) und dort vielleicht mal anfragen, z.B. Erindi oder auch Gondwana Collection.

Viele Grüße & viel Glück bei der Suche
Christian
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1'457 Beiträge · seit 200615. Juli 2009 · #6
ein richtiges Praktikum? kannst du also auch was bieten ? oder nur so ein Mehrwöchiger Aufenthalt a la Tierpfleger ?

Gut ist sicherlich das Okatumba Projekt http://www.okatumba.de/, es werden aber Kenntnisse vorausgesetzt. Ein echtes Praktikum eben. (war selber noch nie dort, weiß aber dass einige Studenten dort waren)
781 Beiträge · seit 200715. Juli 2009 · #7
Harnas ist toll (jedenfalls für einen Volunteer) und nach meinen recht umfangreichen Recherchen zum Thema "ernstzunehmende Volunteerprojects mit Widtieren" auch eins der preislich günstigsten Angebote weltweit - vgl. doch mal z.B. mit Earthwatch, Enkosini Eco Experience oder dem Chimpanzee Sanctuary & Wildlife Conservation Trust (um nur einmal ein paar wenige Beispiele zu nennen). Ich kann Dir nur zuraten!

Gruß,
Antje
1 Beiträge · seit 201308. Okt. 2013 · #8
Hi Leute!
Was ich hier so lese, demotiviert mich etwas. Ist es denn nur den gut Betuchten vorbehalten, etwas für den Fortbestand unserer Fauna zu tun? Als Ottonormalverbraucher kann man sich sowas ja gar nicht leisten. Traurig..... Hat einer viell. nen tipp wo man sich engagieren kann ohne gleich über 500 Euro die Woche zu zahlen, damit man helfen darf???

gina aus uelzen/Nds.
831 Beiträge · seit 200909. Okt. 2013 · #9
Hallo, Gina,
wir haben in diesem März die "Ombili foundation" in der Nähe des östlichen Ausgangs des Etoscha NP besucht. Das ist ein deutsches Projekt und beschäftigen sich intensiv mit den San. Es gab dort einige Freiwillige aus Deutschland aber keine Wildtiere.
Später waren wir in der Lodge "N/a'an ku sê", mit angeschlossenem Wildtier- Projekt, welches von der Tochter der Harnas- Leute geleitet wird und nicht so kommerziell geführt zu sein scheint wie Harnas.Es befindet sich in der Nähe des Flughafens Windhoek. Hier haben wir die Arbeit der internationalen Volontäre drei Tage lang gut beobachten können und auf uns machte alles einen sehr guten Eindruck. Die Lodge finanziert die Tiere und ist wunderschön.
Vielleicht hilft Dir das? Bei Bedarf will ich Dir gern die Adressen raussuchen.
Gruß Marga
33,1k Beiträge · seit 200609. Okt. 2013 · #10
Hi Marga,
und nicht so kommerziell geführt zu sein scheint wie Harnas.
der Schein trügt....Naankuse hat ja auch Neuras übernommen und als erstes Katzen dort "angesiedelt" und ein Volontärprogramm ins Leben gerufen. Übrigens zahlen die Volontäre auf Naankuse auch ordentlich...

Viele Grüße
Christian
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16 Beiträge · seit 201109. Okt. 2013 · #11
Hallo zusammen, wäre es nicht sinnvoller Freiwilligenarbeit mit Behinderten und oder alten bedürftigen Personen zu absolvieren. Wenn mann dann noch 6000 EUR investieren will, wäre der Effekt ja gigantisch.
Liebe Grüsse
327 Beiträge · seit 200809. Okt. 2013 · #12
Hallo wild gina,
Ich weiss nicht ob es bei Dir unbedingt Namibia sein muss.
In Südafrika gibt es z.B. auch Moholoholo Rehab center
www.moholoholo.co.za/WILDLIFE-REHABILITATION-CENTRE.htm
Preise kenn ich nicht. Es ist zwar keine Wildfarm, die machen aber sehr gute Arbeit dort.
Michell und Ian Marryfield betreiben in der Nähe von Hoedspruit eine Hilfsprojekt, das einheimische Schüler und Wildtiere zusammbringt.
www.daktaribushschool.org
Gruß Stefan
1 Beiträge · seit 201317. Okt. 2013 · #13
Hallo,

bin heute durch die Sendung "Das Waisenhaus für wilde Tiere" im Ersten auf die Harnas Farm aufmerksam geworden. Bei mir hat die Farm einen faden Beigeschmack hinterlassen. Ich habe eher den Eindruck das es sich um ein Hotel mit angrenzendem Zoo für Touristen handelt. Nachdem ich die Internetseite der Farm www.harnas.org besucht habe wurde dieser Eindruck meiner Meinung nach bestätigt. Die Seite selbst wirbt sogar mit dem Begriff "VolunTourist". Die Betreiber leben von den VolunTouristen, das hat nichts mit Wohltätigkeit zu tun sondern ist eher als Tourismus einzuordnen.

Das wird natürlich alles schön verpackt a la "Who we are: Harnas Wildlife Foundation is an establishment who focusses on the creation and upkeep of safe zones for animals captured or expelled from encroached environments and the rehabilitation and care of injured animals and conservation as a whole."

Letztendlich werden die Voluntäre in dem Glauben gelassen, kranke Tiere aufzupeppeln und diese dann wieder in die Wildnis auszusetzen. 🤢


mfg
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2013
1'335 Beiträge · seit 200620. Okt. 2013 · #14
wild gina schrieb:Hi Leute!
Was ich hier so lese, demotiviert mich etwas. Ist es denn nur den gut Betuchten vorbehalten, etwas für den Fortbestand unserer Fauna zu tun? Als Ottonormalverbraucher kann man sich sowas ja gar nicht leisten.
gina aus uelzen/Nds.
Wenn Du unserer Fauna etwas Gutes tun willst, dann arbeite mit beim Nabu.

Hier in Deutschland ist es mit der Fauna nicht so einfach bestellt, wir bauen immer mehr, Lebensräume gehen verloren.
Und Naturschutz kannst Du hier in Deutschland kostenlos tun! Und da ist Deine Hilfe echt gut angebracht.
Wenn Du also "unsere Fauna" retten möchtest, dann mach es hier und nicht woanders!

Die Hilfsprojekte in Afrika kosten Geld, weil sie das Belohnungssystem des Helfergehirns bedienen. Die Helfer wähnen sich als Naturschützer! Aber das ist nur bedingt Naturschutz!
Naturschutz ist vor allem Lebensraumschutz!

Und das kann man nicht so schön machen, wie Tiere füttern etc.
Da aber so viele junge Leute gerne Löwen die Flasche geben, Affen wickeln wollen (vermeintlicher Naturschutz) werden sie von den Organisationen zur Kasse gebeten.
Es kann sein, dass mit dem Geld auch echter Naturschutz geleistet wird. Das wäre dann außerhalb einer möglichen Praktikantenstelle. Man muss es so sehen: Du darfst Tiere pflegen etc., zahlst Geld dafür, dieses wird dann (hoffentlich) für Naturschutz verwandt. (Da glaube ich aber nicht dran, ich befürchte, das Geld wird für andere Dinge ausgegeben.)

Aber Tiere pflegen ist kein Naturschutz! Tiere brauchen nämlich keine menschliche Pflege, sie brauchen einfach Raum, wo man sie in Ruhe lässt.
Aber das können wir Menschen schlecht- wir wollen den Raum für uns .... (Siehe Straßenbau in Kenia durch den NP).

Wenn Du also wirklicher Naturschützer bist, dann kannst Du es nur hier in D tun, in Afrika müssen es die Afrikaner selbst tun. Du könntest sie zwar darin unterstützen, aber das geht nicht im Rahmen einer Praktikantenstelle.

Überleg mal, ob nicht was Wahres an meinen Ausführungen dran ist!
0
Gast21. Okt. 2013 · #15
Hallo,

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LG
Andy