ABabenteuerlandThemenstarter29 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #1Wie kommt es den zu diesen, teils horrenden Preiserhöhungen für Unterkünfte, von 2009 auf 2010?
Zum Beispiel erhöht die Aloegrove Safari Lodge ihre Preise fur DBB von N$ 825,- pP/ Nacht auf N$ 990,-?
Oder Bagatelle Game Ranch für DBB von N$ 1.200,- auf N$ 1.350,- ?
Ist das Normal?
Liegts vielleicht an der WM ?
Bin mal auf Eure Meinungen hierzu gespannt!
Gruß
Paul
Ingrids Welt198 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #2Hallo Paul!
Ja, leider ist das scheinbar normal.
Alles eine Sache von Angebot und Nachfrage und nicht Namibiatypisch...
Wir waren im Jahr 2002 zum ersten Mal in Südafrika, es war so preiswert. Der Rand wurde in den Folgejahren für uns dann zwar wieder teurer (wir waren noch 4x dort), aber ich habe die Preise einzelner Unterkünfte ca. 5 Jahre lang sehr genau verfolgt.
Südafrika wurde, auch auf Grund des schwachen Rand, ein In-Ziel. Besonders für Deutsche und Engländer. Und vor allem hochwertige Unterkünfte haben ihre Preise von Saison zu Saison jeweils um 10-20 % erhöht.
Warum sollte es in Namibia anders laufen, das hat IMHO nichts mit der WM zu tun. Ich ärgere mich ein wenig, nicht schon vor Jahren meinen damals ersten geplanten Namibiaurlaub durchgeführt zu haben. Aber es gibt so viele interessante Zeile auf der Welt und einige davon hatten bei uns Vorrang.
Tja, nun ist Namibia überall auf der Wunschliste. Immer mehr Bekannte wollten "eiegntlich immer schon mal nach Namibia" und jetzt tun sie es endlich und wundern sich über die Preise und die Auslastung der Unterkünfte.
Eines kann man sagen: Es wird mit Sicherheit nicht preiswerter oder leerer!
Gruß
Ingrid
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200601. Juli 2009 · #3Hi Paul,
10% Erhöhung jährlich ist durchaus normal und bewegt sich ja im Rahmen der namibischen Inflation. Alles darüber ist dann halt nicht mehr unbedingt gerechtfertigt. Schlimmer als die Unterkünfte geht es bei den Autovermietungen zu, die bis zu 100% (!) erhöhen.
Dies ist absolut unabhängig von der WM.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200601. Juli 2009 · #4Hallo,
bleibt abzuwarten in wie weit sich der Markt in den kommenden 2-5 Jahren selbst reguliert.
Langsam entstehen Überkapazitäten im Tourismus und auch die Wirtschaftskrise wird sich ab 2010 verstärkt bemerkbar machen, da Namibiareisende eher langfristig buchen sind dieses Jahr die Auswirkungen noch nicht so zu sprüren denke ich.
Eine andere Frage ist wie lange der Namibia-Hype in Deutschland anhält, viele Reisende werden sich dieses Land vermutlich nur einmal gönnen in dieser Preislage.
Schaun ma Mal....
VA
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Joerg3'175 Beiträge · seit 200601. Juli 2009 · #5die Erhoehungen sind in Namibia meiner Meinung nach kaum gerechtfertigt, da der SErvice nicht existiert.
Aber das Problem ist halt seit einigen Jahren, dass kein Mensch(Kunde) auf Qualitaet Wert legt.
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Armin2'346 Beiträge · seit 200601. Juli 2009 · #6...eventuelle Defizite mitteleuropäischer Touristen werden aber sicher aus weiter östlich gelegenen Regionen ausgeglichen:
http://www.az.com.na/umwelt/trophenjger-schiet-nashorn.87974.phpIch glaube, langfristig gesehen spielen mitteleuropäische Touristen weltweit keine entscheidende Rolle mehr.
Mit nachdenklichen Grüßen
Armin
Eintracht545 Beiträge · seit 200601. Juli 2009 · #7Ich denke mal, das die Beherbungsbetriebe bzw. Restaurants sich noch immer im "Goldrausch" befinden.
Die letzten Jahre sind doch auch super gelaufen, immer mehr Europäer sind in das südliche Afrika und Namibia gekommen und haben auch gerade wegen eines günstigen Umtauschkurses CHF/EUR zum NA$/Rand eine Menge Geld ins Land gespült.
Und bedingt durch den günstigen Umtauschkurs ist vieles von uns als sehr billig erschienen, was zur Folge hatte, das einiges an Lodges gebucht wurde was man sich sonst nicht hätte Leisten können.
Wer allerdings in Namibia glaubt das es so endlos weitergehen wird, wird eines Tages unsanft Erwachen.
Nicht nur die Wirtschaftskrise wird voll Zuschlagen sondern der Umtauschkurs fällt weiter, z.Z. unter 11 für einen Euro.
Dies lasst Namibia zusammen mit den Preissteigerungen schon sehr bald zu einem teuren Pflaster werden, für so manch einen nicht mehr bezahlbar.
Ich wähle schon seit einiger Zeit sehr selektiv meine Übernachtungen aus, Betriebe mit solch einer Preissteigerung wie von @ abenteuerlnd beschrieben, scheiden bei mir gleich aus.
Einträchtliche Grüße
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200701. Juli 2009 · #8Armin schrieb:...eventuelle Defizite mitteleuropäischer Touristen werden aber sicher aus weiter östlich gelegenen Regionen ausgeglichen:
http://www.az.com.na/umwelt/trophenjger-schiet-nashorn.87974.php
Ich glaube, langfristig gesehen spielen mitteleuropäische Touristen weltweit keine entscheidende Rolle mehr.
Mit nachdenklichen Grüßen
Armin
Hallo Armin,
eine Einschätzung, die ich durchaus teile. Allerdings glaube ich weniger, dass die Russen den Mitteleuropäern den Rang ablaufen, eher die Asiaten. Das hochpreisige Segment wird es vermutlich etwas später treffen - Reiche gibt es weltweit immer noch mehr als genug, und Denen muss etwas geboten werden, siehe Nashornabschuss. Die treue Normalkundschaft dürfte aber schon bald Buchungszurückhaltung zeigen, wenn es hier in Europa wirtschaftlich weiterhin kritisch aussieht.
Was sagen denn die Tourismusexperten in diesem Forum dazu? Wie sehen die Prognosen von teuer bezahlten Beratern aus?
Bin auf Antworten gespannt.
Volker
GUGuido.Gast01. Juli 2009 · #9Hallo,
Ingrids Welt schrieb:Tja, nun ist Namibia überall auf der Wunschliste. Immer mehr Bekannte wollten "eiegntlich immer schon mal nach Namibia" und jetzt tun sie es endlich und wundern sich über die Preise und die Auslastung der Unterkünfte.
Insgesamt geht es mit dem Tourismus in Namibia eigentlich gerade kräftig abwärts. Die Bank of Namibia (Zentralbank von Namibia, etwa vergleichbar mit Bundesbank bzw. EZB ) hat gerade wieder die Konjunkturprognose für Namibia nach unten korrigiert - u.a. weil der Tourismus um 20% und somit stärker als erwartet einbricht.
Zitat:
«The tourism industry has been experiencing increased booking cancellations and it is expected that tourist arrivals will decline by about 20 percent during 2009.
[...]
The hotel and restaurant category, which is used as a proxy for the tourism industry, is expected to contract by 20.0 percent during 2009. A decline of 5.0 percent is projected for 2010. The global economic crisis has started to have an impact on the industry which has seen a decline in the tourist arrivals ( comparing 2007 to preliminary 2008 figures) and increased booking cancellations.
Additionally, the closure of the Air Namibia route to London is expected to have a negative impact on the industry as most tourists don’t like to connect flights, resulting in them changing their destination to elsewhere. The bookings are down by 15-20 percent and there has been an increase in booking cancelations. The hunting season, which has already started (on 01 May 2009), has also recorded a decline in bookings. The loss in profits for the industry is estimated to range between 0 to 5 percent for 2008 and projected at 20 percent in 2009.»Quelle:
Bank of NamibiaAuch 2008 ist der Tourismus in Namibia schon um 5% geschrumpft. Insgesamt bricht gegenüber 2007 bis 2010 also ein Drittel des Tourismusgeschäftes in Namibia weg. Trotzdem kann es natürlich immer sein, dass es einzelnen Anbietern sehr gut geht und dort Auslastung, Umsätze und Preise steigen.
Und ich weiß natürlich nicht, wo die BoN ihre Zahlen her hat, aber üblicherweise sind Zahlen von Zentralbanken vertrauenswürdiger als Zahlen von privaten Verbänden, Ministerien o.ä.
Beste Grüße
Guido
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200601. Juli 2009 · #10Hallo Volker,
Was sagen denn die Tourismusexperten in diesem Forum dazu?
Ich hatte mich dazu an anderer Stelle im Forum schonmal gemeldet. Es wird eine Konsolidierung in Namibia stattfinden, d.h. grob der Weg von Botswana wird eingeschlagen (kein Massentourismus, sondern wenige, gut zahlende Gäste). Dieses wird noch ein bißchen dauern und aufgrund des in Namibia noch nicht so ausgeprägten Servicegedanken (Preis-Leistung stimmt vielerorts nicht mehr) und des Überangebotes werden meiner Meinung nach zahlreiche Unterkünfte etc. schließen (v.a. auch wg. der sehr niedrigen Auslastungsrate die bei Gästefarmen/Lodges um die 30% liegt).
Weiterhin wird ein Hauptaugenmerk auch auf dem Jagdtourismus liegen. Ein Jagdtourist bringt im Schnitt etwa so viel Geld ins Land wie 4-5 "normale" Reisende.
Aktuelle Zahlen vom 1. Quartal 2009 unter:
http://www.namibiatourism.com.na/trade_cat_sub.php?sub_cat_id=41 In dem Bericht wird derzeit von einem Zuwachs der Touristenzahlen gesprochen, widerspricht also der Analyse der BoN.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
GUGuido.Gast01. Juli 2009 · #11Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:Aktuelle Zahlen vom 1. Quartal 2009 unter: http://www.namibiatourism.com.na/trade_cat_sub.php?sub_cat_id=41 In dem Bericht wird derzeit von einem Zuwachs der Touristenzahlen gesprochen, widerspricht also der Analyse der BoN.
Wer da recht hat, weiß ich natürlich auch nicht, wobei ich eher den BoN-Zahlen als denen von HAN vertraue, auf die sich das Tourism-Board bezieht. Ein weiterer Indikator für ein schrumpfendes Tourismusgeschäft ist Air Namibia. Die haben Ihre Flugkapazitäten von und nach Europa verifizierbar um 15% reduziert.
Beste Grüße
Guido