.N.N.Themenstarter5 Beiträge · seit 200929. Juni 2009 · #1Hallo ich habe mal ein paar Fragen zum Tourismus in Namibia.
Was macht Namibia so interessant als Urlaubziel? Wovon werden die meisten Touristen angezogen und was findet ihr persönlich als besonders anziehend an diesem Land?
Ist der Tourismus in Namibia wirklich so ein wichtiger Wirtschaftsfaktor? Was wäre, wenn mehr bzw. weniger Touristen kommen würden ? Wir würde sich das auf das Land und die Wirtschaft auswirken?
Namibia gilt ja als relativ sicheres Reiseland, doch es heißt die Kriminaltität sei gestiegen. Woran könnte das liegen?
Auch ist die Kriminaltität in Südafrika, dessen wirtschaftliche Lage besser ist als die Namibias, höher also ist Kriminalität ja nicht immer direkt mit Armut zusammenhängend?....
Ich wäre für schnelle Antworten sehr dankbar!:)
MfG
GFGforce435 Beiträge · seit 200729. Juni 2009 · #2@.N.
Warum andere dort Urlaub machen weiß ich nicht.
Ich frage dich nur, hast du schon einmal eine Farbe richtig gesehen? Probiers mal in Namibia.
Mehr Touristen würden sich gur für die Wirtschaft machen, wären allerdings ganz schlecht für das Land als Destination.
Die Kriminalität in Namibia wächst m.E. mit der Anzahl der Touristen. Jeder, der aus Übersee einreisen kann, muss reich und bei ihm etwas zu holen sein
...und des Medieneinflusses. Seit es z.B. chinesische Kochsendungen im Ovamboland zu sehen gibt, überschlagen sich die Zuschauer mit dem Nachkochen. Nur, wo findet man denn die passenden Zutaten im Norden?
Amerikanische Serien zerstören u.A. das traditionelle Zusammenleben, auch speziell Norden. usw
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200629. Juni 2009 · #3
Hallo, dann antworte ich schnell, hinfliegen und wirken lassen.
Wobei ich hier von einer gewaltigen "Spassfrage" ausgehe!
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
paulimann781 Beiträge · seit 200729. Juni 2009 · #4Ich habe eher den Eindruck, dass .N. ein Referat o.ä. schreiben muss und es sich ein wenig einfach macht.
Silvi44 Beiträge · seit 200929. Juni 2009 · #5Ich kann Deine Frage gut verstehen, auch ich hatte ehrlich gesagt bedenken als ich mit der Planung der Reise anfing. (Ich hab Angst vor Krabbelviehcher lach)
Nach einer 14 tägigen geführten Reise durch dieses wunderschöne Land kann ich Dir nur eine Antwort geben:
Namibia bedeutet für mich "ANKOMMEN" ich habe noch nie in meinem Leben Farben und Lichter so wahr genommen. Diese Weite hat etwas ganz faszinierendes. Trotz all der Trockenheit in diesem Land spürte ich "Hier bekomme ich Luft, hier engt mich nichts ein, hier bin ich ICH"
Diese Weite gekoppelt mit der Freiheit all der Tiere die einem dort begegnen hat etwas ganz besonders und ursprüngliches. Dafür lasse ich in Zukunft jedes Ziel in Europa hinten an stehen!
Von Kriminalität habe ich nichts mitbekommen, wir wurden jedoch auch gewarnt und haben die wichtigsten Dinge immer bei uns getragen. Aber ich denke in jedem anderen Land wächst die Kriminalität mit der Anzahl der Touristen!!! Das ist eben so.
LG
Silvi
Namibia...meine Sehnsucht ist erwacht!
.N.N.Themenstarter5 Beiträge · seit 200929. Juni 2009 · #6Tut mir leid ich habe wohl das Wichtigste vergessen zu erwähnen 😊 …Ja hier handelt es sich tatsächlich um eine Art Referat, ein fertiges um genau zu sein. Um noch genauer zu sein, handelt sich es um die sogenannte Kompetenzprüfung die seit dem letzten Jahr an deutschen Realschulen praktiziert wird. Bei dieser Prüfung handelt es sich um eine Dokumentation und Präsentation eines Projektthemas.
Das Thema meiner Gruppe ist "die Entwicklung eines Kolonialstaats zum Tourismusland am Beispiel Namibia". Und das was uns nun dazu noch fehlt ist eben der richtige Feinschliff. Man kann sämtliche Informationen aus Büchern und dem Internet entnehmen, doch das wäre sich zu einfach gemacht und nicht ausreichend für eine Kompetenzprüfung.
Wir sind also sehr interessiert an echten Erfahrungen, die Menschen,
die selbst dort waren gemacht haben und wenn sie noch für jemanden der selbst nie dort war schwer vorzustellen sind.
@ Silvi. Dieser Beitrag hilft uns auf jeden Fall weiter Dankeeeee!!!
Für weitere Beiträge sind wir selbstverständlich sehr dankbar! 😉
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200629. Juni 2009 · #7Nimm mal die Suchfunktion und spiele da mal mit den Begriffen, hatten wir schon... vielleicht helfen Dir auch etwas die FAQ!
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
eicki134 Beiträge · seit 200929. Juni 2009 · #8Hallo N,
vielleicht hilft dir mein Beitrag ein wenig.
Der Tourismus in Namibia ist der Wirtschaftsfaktor Nr.1.
Ohne ihn bleibt Namibia nicht viel. Es steht nur im Raum, wer verdient eigentlich an den Touristen? Was wir gesehen haben, sind es vorwiegend die "Weißen". Alle Unterkünfte die wir besucht haben wurden von Deutschen oder Europäern geführt. Die Einnahmen gehen vorwiegend in deren Taschen. Das Personal ist ausschließlich "Schwarz" und verdient im Monat ca. 250,- €. Nimm nun die "Weißen" aus Namibia raus und es wird genauso sein wie in Simbabwe.
Was wäre, wenn weniger Touristen kommen?
Die wenigen Einheimischen, die ihr Geld mit den Touristen verdienen haben dann auch noch keine Einkünfte mehr. Es trifft dann die Leute, die momentan ihre Familien und ihre Verwandten unterstützen. Von dem Einkommen eines Angestellten leben mehrere Familienmitglieder. Alle wollen was von seinem Kuchen abbekommen, denn derjenige hat ja Arbeit und viel Geld. Nimm nun an, es kämen weniger Touristen: weniger Arbeit - weniger Geld - Hunger. Dies führt zwangsläufig zu deinem 3. Punkt:
Kriminalität. Mit steigendem Tourismus wird die Kriminalität auch steigen. Es ist leichter einem Touristen das Geld oder die Fotoausrüstung zu stehlen, wie zu Arbeiten. Alle Touristen sind reiche Leute. Sie können sich das Flugticket und teure Unterkünfte leisten. Die Versuchung wird für die Einheimischen immer größer.
Steigt die Kriminalität, wird auch in Namibia der Tourismus einbrechen. Werden die Unterkünfte noch teurer, wird Namibia nur noch von wenigen "Einmaltouristen" leben. Die Individualreisenden lassen nur einen Bruchteil des Geldes im Lande. So dreht sich der Kreis.
Vielleicht kannst du etwas brauchen.
Ramona
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200829. Juni 2009 · #9Hallo .N. !
Du fragst was macht Namibia so interessant als Urlaubziel?
Das kann ich Dir (von meiner Seite aus) gut erklären:
Habe neulich auch das erste Mal das Land besucht und danach viel nachgedacht wieso ich umbedingt wieder zurück muss...
- nirgendwo habe ich so schöne und verschiedene Landschaften in einem Land gesehen
- nirgendwo konnte ich die "Unendlichkeit" beim Fahren so geniessen. Man fühlt sich frei wie ein Vogel aber in Sicherheit. Man hat ein Abenteuer Feeling ohne grosses Risiko
- nirgendwo konnte ich so tolle Sonnenuntergänge beim Gläsli Wein geniessen
- nirgendwo konnte ich so viele Tiere auf einmal beobachten
- nirgendwo habe ich so oft gut gegessen. Das gehört schliesslich ja auch zum Urlaub!
Und in diesem Land läuft meistens alles wie geplant.
Mehr brauche ich nicht !
Viele Grüsse
Annick
.N.N.Themenstarter5 Beiträge · seit 200929. Juni 2009 · #10Dankeschön
@ Ramona
@ Annick
Die Beiträge helfen sehr danke:)
Silvi44 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #11@Annick: Genau so ist es....ich glaube wir waren beide im gleichen Land 🙂
LG
Silvi
Namibia...meine Sehnsucht ist erwacht!
SASandra133 Beiträge · seit 200701. Juli 2009 · #12Bis ich auf meiner letzten Reise überfallen wurde, hätte ich genauso geantwortet.
Seitdem streiten in meinem Kopf die Sehnsucht nach der Landschaft, den Tieren, Sonnenuntergängen und der Weite gegen mein Sicherheitsbedürfnis. Es gibt zum Glück genügend andere Destinationen, die mir tolle Landschaften und Sonnenuntergänge bieten, ohne dabei mein Leben zu riskieren. Mit Tiersichtungen und der Weite und Einsamkeit wird es da schon schwieriger, etwas vergleichbares zu finden.
LG Sandra
Silvi44 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #13Hallo Sandra,
das ist ein bitterer Nachgeschmack, den Du da beschreibst! Und die Angst die sowas auslöst kann ich mir sehr gut vorstellen.
Kann man diese Wunden wieder heilen? Ist vielleicht die Sehnsucht am Ende doch größer?
Ich habe bisher noch keine Begegnung mit Kriminalität in Namibia gemacht (zum Glück) aber auch in noch keinem anderen Urlaubsland.
Ich kenne mich zu wenig aus ob die Kriminalität in Namibia stärker ist als z.b. Türkei oder Griechenland, denke dabei jedoch auch nur an Klein-Kriminalität, also Diebstahl und so.
Wurdest Du denn richtig bedroht?
Ich weiß nicht ob ich das hier überhaupt fragen darf, aber doch ist es ein Thema das mich schon auch interessiert und beschäftigt. Ich bin absoluter Afrika Beginner und deshalb vielleicht auch noch ziemlich naiv, deshalb bitte ich um Nachsicht wenn ich diese Frage stelle.
Falls es hier zu dem Thema gar nicht passt bitte einfach meine Frage ignorieren
LG
Silvi
Namibia...meine Sehnsucht ist erwacht!
SASandra133 Beiträge · seit 200701. Juli 2009 · #14Hallo Silvi,
ich habe mich dazu bisher nicht hier im Forum geäußert, da ich die Meinungen einiger hier bei den ganzen Diskussionen zu diesem Thema nicht nachvollziehen kann. Wahrscheinlich sieht man alles mit anderen Augen, wenn man selbst betroffen ist...
Auch passt es mit ziemlicher Sicherheit nicht hier in diesen Thread. Deswegen hier nur eine kurze Antwort, bei Bedarf können wir das per PM fortführen.
Ich bin bisher in vielen Ländern weltweit gereist und habe mich nie unsicher gefühlt. Grundsätzlich bin ich der vorsichtige Typ bei allem aber wenn das fahrende Auto gestoppt und die Scheibe eingeschlagen wird, während man sich im Auto befindet (Türen natürlich verschlossen), hört irgendwo die Kategorie "Kleinkriminalität" auf. Was passiert wäre, wenn es mir nicht gelungen wäre, mit "qualmenden" Reifen abzuhauen, weiss ich nicht.
Fairerweise möchte ich aber sagen, dass wir gerade aufgrund dieses Vorfalls auch sehr viele nette, mitfühlende und super hilfsbereite Namibier kennengelernt haben.
Nun ist es doch etwas länger geworden. Sorry .N. aber vielleicht ist das ja auch ein Aspekt für Dein Projekt...
LG Sandra
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200801. Juli 2009 · #15Hallo Sandra,
Ich kann dich sehr gut verstehen. Wir sind auch schon in Afrika zweimal überfallen worden. Und dies in einem Land wo mein Mann mehrere Jahren gearbeitet hatte. Er wollte zurück, mir das schöne Afrika zeigen. Dieses Afrika das vor 30 Jahren noch ein Paradis war!
Kaum waren wir angekommen und schon waren wir nur 100 Dollars los. Zum Glück hatten es die Kerle sehr eilig, sonst hätte es böse für uns ausgehen können.
Ich hatte mir versprochen nie wieder nach Afrika zu reisen. Und da hörte ich vom traumland Namibia, sah Reportagen. Ich flog dahin und dieses Land hat mir den Schupser gegeben dieses Kontinent weiter zu erforschen!
Ich hoffe du wirst mit der Zeit genügend Abstand gewinnen und es vielleicht doch noch einmal wagen nach Afrika zu fliegen.
Liebe Grüsse
Annick
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200601. Juli 2009 · #16Namibia ist attraktiv für Europäer, vor Allem für Deutsche, weil sich Koloniale Gegebenheiten zu einen Großteil erhalten haben, es einen großen Anteil Europäer gibt, gleichzeitig aber insgesamt wenig Menschen. Weil es sicher gilt und ein angenehmes Reiseklima hat.
Zum Ersten Statement: Der gemeine Tourist, wird mit den Sozialen Problemen des Landes nicht konfrontiert. Das Paradies, dass Annick so vermisst, ist also noch ähnlich wie vor 30 Jahren. Man ist unter seinesgleichen, spricht mit den Deutschen, oder Weißen Lodgebesitzer/manager. Bewundert ihn für seine Zähigkeit, für die Entbehrlichkeiten, die er aufbringt, sein Wissen. Dem Weißen Farmer, der es fertig bringt hier etwas zu erwirtschaften.
Der Schwarze bedient hinter der Bar, putzt die Zimmer, wenn es hochkommt fährt er /führt er eine Safari. Kommunikation gleich Null.
Man weiß nicht wie diese Menschen leben, es muss einen nicht kümmern. Katutura, ist weit vom Windhoeker Zentrum Entfernt, an Mondesa fährt man höchstens vorbei, wenn man zur "Pension Rappmund" will, oder eine Schwarzwälder Kirschtorte am Atlantik geniesst und sich über das gepflegte Städtchen freut und mit einer WOhnung für den Alterswohnsitz liebäugelt. Und man sieht es vielleicht noch, wenn man vom Turm, des Gebäudes der Deutschen Linie Woermann herunterblickt. Ganz in der Ferne, im Dunst. So unwirklich.
Die Deutsche Zeitung beschäftigt sich mit den letzten Highlights der deutschen Gemeinde. Sie liegt auf dem Amaturenbrett, wenn man sich mit Manfred, einem Deutschen der 3. Generation, über das Leben in der Regenzeit unterhält, während ein Arbeiter den geflickten Reifen hinten im Ladenraum neu aufzieht. Man beobachtet ihn interessiert während dem Gespräch. Es ist alles so einfach, so friedlich, es läuft.
Ein Großteil der Menschen lebt im Ovamboland. Kein Tourist schafft es weiter als Etosha, das Land ist karg, zu dicht besiedelt, flach, langweilig. Man will es auch gar nicht sehen. Und auch gar nicht wie die Mehrheit der Menschen lebt, was Namibia wirklich ausmacht, die andere Kultur, die Musik, die in den Charts läuft, die Menschen, deren Verwandte das Land regieren, die gerade auf einen Univeritätsabschluss lernen und dabei versuchen den Spagat zwischen Ländlichkeit und Fernuniversität (ohne Internet) hinzubekommen, den Fussballfans, deren Menschen den Großteil der Mannschaft stellen.
Stell dir einfach vor, wie leicht es ist, für einen Türken Urlaub in Berlin zu machen, nur stell dir dabei vor, dass 2/3 der Menschen zu dieser Zeit in Baden Württemberg leben, oder soweit auf dem Land, dass man sie gar nicht zu Gesicht bekommt.
Viel Spass mit eurer Arbeit !
.N.N.Themenstarter5 Beiträge · seit 200902. Juli 2009 · #17Hallo danke für die Beiträge ich kann mit allen etwas anfangen! Der Text ist schon abgegeben, aber bei der weiteren Fragestellung nach dem Vortrag ist uns damit auch weiterhin gut geholfen! 🙂
.N.N.Themenstarter5 Beiträge · seit 200902. Juli 2009 · #18Hallo danke für die Beiträge ich kann mit allen etwas anfangen! Der Text ist schon abgegeben, aber bei der weiteren Fragestellung nach dem Vortrag ist uns damit auch weiterhin gut geholfen! 🙂