So, heute bin ich (mit einem Tag Verspätung wegen Flugverschiebung) wieder daheim angekommen. Die Vorbereitung fuer die Reise dauerten 6 Monate - die Namibiatour selbst war 4 Wochen und deckte den Grossteil des Landes ab (ohne Caprivi). Ich werde jetzt Stück für Stück ein SEHR, SEHR ausführliches Feedback geben, auf alle Tops und Flops eingehen und auch was zu den Unterkünften schreiben.
1. Flug
Schockierend war, dass man zuerst meine Fotoausruestung nicht als Handgepaeck durchgehen lassen wollte. Das ist mir bei rund 100 Fluegen mit anderen Gesellschaften noch nie passiert. Ich musste Objektive aus der Fototasche nehmen. Flug mit Namibia Air war absolut o.k. Sitzkomfort ausreichend. Entertainmentprogramm war nicht vorhanden, hatte ich aber auch nicht erwartet, denn ich hatte mich eh auf Schlafen eingestellt. Sehr grosszuegig wurde Amarula ausgeschenkt (lecker). Flug absolut puenktlich - Landung 5 Minuten vor der planmaessigen Zeit.
2. Autoübernahme bei BoboCampers
Abholen am Airport hat einwandfrei geklappt. Autouebernahme war o.k., die Benutzung des Untersetzungsgetriebes und der Freilaufnaben wurde uns (auch auf Nachfrage) falsch erklärt. Die Chemietoilette wurde vom Vemieter nicht korrekt verschlossen, so dass sie zwei Tage spaeter ausgelaufen ist ... gluecklicherweise hatten wir sie nie benutzt. Der Schlauch zum Kompressor, um die Raeder aufzupumpen ist defekt. Auf unsere Frage, ob er einwandfrei funktioniert wurde uns aber "Natuerlich" geantwortet. Trotzdem laesst sich damit nicht einmal ein voellig flacher Reifen aufpumpen.
3. Einkaufen in Windhoek. Obschon ich aufgrund diverser Berichte erst Bedenken wegen der Sicherheit hatte, habe ich mich sehr sicher gefuehlt. Auf das Auto wurde von einem Parkwaechter aufgepasst und im Einkaufszentrum wimmelte es von Security Guards.
4. Duesternbrook
Wir waren rechtzeitig in Duesternbrook fuer die Cats unlimited Tour und den Game Drive. Die Touren waren super. Beim Gamedrive waere es angebracht gewesen, uns darauf hinzuweisen, dass die Tour bis in die Daemmerung dauert und es kalt werden wird... so haben wir in T-Shirt und kurzer Hose die letzten 45 Minuten sehr gefroren.
Das Abendessen in Duesternbrook war spitze. Tolle Gespraeche mit Johann, dem Besitzer der Farm. Absolute Empfehlung!
5. Etosha
Gleich am nächsten Morgen ging es nach Etosha. Um 13.oo Uhr erreichten wir den Park. Zu sehen gab es vor allem Springboecke und Zebras. Wir fuhren von Wasserloch zu Wasserloch. Nirgends war viel los. Abends blieb ich von 19 - 0 Uhr am Wasserloch in Okaukuejo - und habe mich dabei erkaeltet. Es war praktisch immer was los, wenn auch nie viel. Mal ein Elefant, mal ein Nashorn, mal ein Schakal... am naechsten Tag in Etosha sahen wir morgens auf grosse Distanz eine Loewin. Leider kaum zu fotografieren. Sie hatte ein anderes Auto attackiert und den Reservereifen, der hinten hing zerbissen. Ansonsten nur Zebras und Springboecke, vereinzelt Kudus, Gnus und Oryx. Übernachtung in Halali. Wasserloch war eine mega Enttäuschung. Drei Stunden ist nix passiert. Nach dem wir zwei Tage von Wasserloch zu Wasserloch zogen wollten wir am dritten Tag lange an einem bleiben und waehlten dafuer Chudop. Leider liess sich in den 5 Stunden, in denen wir warteten weder ein Loewe noch ein Elefant da blicken. Dafuer massig Giraffen. Am naechsten Tag gab es ziemlich Schwierigkeiten, weil wir Etosha ueber Nacht verlassen hatten, um in Onguma zu schlafen. Wir verliessen Etosha durch das King Nehale Gate... auf dem gesamten Weg von Onguma bis King Nehale gab es fast nix zu sehen. Einzig in Tsumkor stand ein einzelner Elefantenbulle.
Bilanz von Etosha: viele, mit denen wir uns unterhielten hatten Elefantenherden gesehen, und viele Loewen. Daher waren wir etwas enttäuscht, dass wir fast nur Zebras und Antilopen sahen. Positiv überrascht waren wir hingegen von den Campsites. Keine Ahnung was manche erwarten, aber ich fand sowohl Okaukuejo als auch Halali sehr gut. Das Essen, was von vielen kritisiert wird, war in Okaukuejo absolut spitze.
Onguma war auch toll, Stimmung beim Essen sehr schön. Aber in Zukunft wuerde ich in Namutoni uebernachten, um mir die Einfahrt in den Park zu sparen (1/2 h) und um keinen Aerger am Gate zu haben.
6. Fahrt zur Kunene River Lodge
Die Fahrt ging sehr gut, es war kein Problem in einem Tag von Onguma bis zur Kunene River Lodge zu fahren. Die letzten 40 km sind etwas ruppig. Die Kunene River Lodge war schön. Geniales Abendessen bei Kerzenlicht direkt am Kunene. Sehr lecker!
7. Epupa
Morgens vom Kunene nach Epupa ging sehr gut. Aus Sicherheitsgruenden fahren wir sehr langsam. Auf Schotterstrassen nur Spitzengeschwindigkeiten von 65. Der Durchschnitt liegt erheblich niedriger. Ankunft gegen 11.00 Uhr auf der Omarunga Campsite. Die mit Bast verkleideten Toiletten sind ein Erlebnis fuer sich. Mittlerweile hat sich meine Erkaeltung von Okaukuejo auf meinen Mann übertragen (was schlimmer ist, weil er fast alle Strecken faehrt - daher lange Mittagspause auf der Campsite). Kurzer Spaziergang zu den Epupa Falls. Sundownwer auf eiem Huegel. Savanna Dry stellt sich als super Getraenk fuer den Abschluss des Tages heraus. Essen in der Omarunga Lodge ist sterneverdächtig. Hauptspeise als Bueffet. Wieder extrem lecker.
8. Himba-Tour
Die Himba Tour, die von der Omarunga Campsite angeboten wird halte ich fuer ueberteuert. 350 N$. Mein Mann cancelt, weil er immer noch krank ist. Ich bin der einzige Teilnehmer. Tour ist o.k., der Guide wirkt allerdings nicht wirklich motiviert.
9. Weiterfahrt nach Kaoko Otavi
Um 12.00 Uhr fahren wir von Epupa Richtung Opuwo. Es gelingt uns tatsächlich Diesel zu bekommen. Nur eine von drei Tankstellen hat offen. Schnell noch zum Supermarkt. Ich besorge Wasser, mein Mann bewacht den Wagen. Dann Richtung Orupembe. Wir uebernachten kurz hinter Kaoko Otavi.
10. Fahrt nach Orupembe
Wir fuhren bereits vor Sonnenaufgang in der Daemmerung los. Die Landschaft war sehr abwechslungsreich. Den ganzen Tag begegenete uns kein anderer Tourist. Nur ein paar Einheimische.
Schliesslich ging es in die Berge. Ueberall auf der Strasse liegen grosse und spitze Steine, ich mache mir ernsthaft Sorgen um die Reifen... am Nachmittag erreichen wir Orupembe. Wir frischen unseren Savanna Dry Vorrat auf.
Anschliessend wollen wir im Flussbett des Khumbib fahren. Vorher testen wir noch das ausgeliehene Satelittentelefon auf seine Funktionstüchtigkeit. Das Ding ist so eine Art Lebensversicherung, falls uns hier draussen irgendwas passiert.
Die Fahrt im Flussbett erweist sich als sehr anstrengend. Nach einer Stunde haben wir gerade mal sieben (!) Kilometer geschafft. Wir diskutieren und beschliessen, die Fahrt im Flussbett abzubrechen. Mein Mann meint, dass er sich beim Fahren so sehr konzentrieren muesse, dass es keinen Spass mehr mache. Das ginge mal fuer eine oder zwei Sunden - aber nicht fuer zehn. Also verlassen wir das Flussbett und uebernachten kurz vor Orupembe.





1. Flug
Schockierend war, dass man zuerst meine Fotoausruestung nicht als Handgepaeck durchgehen lassen wollte. Das ist mir bei rund 100 Fluegen mit anderen Gesellschaften noch nie passiert. Ich musste Objektive aus der Fototasche nehmen. Flug mit Namibia Air war absolut o.k. Sitzkomfort ausreichend. Entertainmentprogramm war nicht vorhanden, hatte ich aber auch nicht erwartet, denn ich hatte mich eh auf Schlafen eingestellt. Sehr grosszuegig wurde Amarula ausgeschenkt (lecker). Flug absolut puenktlich - Landung 5 Minuten vor der planmaessigen Zeit.
2. Autoübernahme bei BoboCampers
Abholen am Airport hat einwandfrei geklappt. Autouebernahme war o.k., die Benutzung des Untersetzungsgetriebes und der Freilaufnaben wurde uns (auch auf Nachfrage) falsch erklärt. Die Chemietoilette wurde vom Vemieter nicht korrekt verschlossen, so dass sie zwei Tage spaeter ausgelaufen ist ... gluecklicherweise hatten wir sie nie benutzt. Der Schlauch zum Kompressor, um die Raeder aufzupumpen ist defekt. Auf unsere Frage, ob er einwandfrei funktioniert wurde uns aber "Natuerlich" geantwortet. Trotzdem laesst sich damit nicht einmal ein voellig flacher Reifen aufpumpen.
3. Einkaufen in Windhoek. Obschon ich aufgrund diverser Berichte erst Bedenken wegen der Sicherheit hatte, habe ich mich sehr sicher gefuehlt. Auf das Auto wurde von einem Parkwaechter aufgepasst und im Einkaufszentrum wimmelte es von Security Guards.
4. Duesternbrook
Wir waren rechtzeitig in Duesternbrook fuer die Cats unlimited Tour und den Game Drive. Die Touren waren super. Beim Gamedrive waere es angebracht gewesen, uns darauf hinzuweisen, dass die Tour bis in die Daemmerung dauert und es kalt werden wird... so haben wir in T-Shirt und kurzer Hose die letzten 45 Minuten sehr gefroren.
Das Abendessen in Duesternbrook war spitze. Tolle Gespraeche mit Johann, dem Besitzer der Farm. Absolute Empfehlung!
5. Etosha
Gleich am nächsten Morgen ging es nach Etosha. Um 13.oo Uhr erreichten wir den Park. Zu sehen gab es vor allem Springboecke und Zebras. Wir fuhren von Wasserloch zu Wasserloch. Nirgends war viel los. Abends blieb ich von 19 - 0 Uhr am Wasserloch in Okaukuejo - und habe mich dabei erkaeltet. Es war praktisch immer was los, wenn auch nie viel. Mal ein Elefant, mal ein Nashorn, mal ein Schakal... am naechsten Tag in Etosha sahen wir morgens auf grosse Distanz eine Loewin. Leider kaum zu fotografieren. Sie hatte ein anderes Auto attackiert und den Reservereifen, der hinten hing zerbissen. Ansonsten nur Zebras und Springboecke, vereinzelt Kudus, Gnus und Oryx. Übernachtung in Halali. Wasserloch war eine mega Enttäuschung. Drei Stunden ist nix passiert. Nach dem wir zwei Tage von Wasserloch zu Wasserloch zogen wollten wir am dritten Tag lange an einem bleiben und waehlten dafuer Chudop. Leider liess sich in den 5 Stunden, in denen wir warteten weder ein Loewe noch ein Elefant da blicken. Dafuer massig Giraffen. Am naechsten Tag gab es ziemlich Schwierigkeiten, weil wir Etosha ueber Nacht verlassen hatten, um in Onguma zu schlafen. Wir verliessen Etosha durch das King Nehale Gate... auf dem gesamten Weg von Onguma bis King Nehale gab es fast nix zu sehen. Einzig in Tsumkor stand ein einzelner Elefantenbulle.
Bilanz von Etosha: viele, mit denen wir uns unterhielten hatten Elefantenherden gesehen, und viele Loewen. Daher waren wir etwas enttäuscht, dass wir fast nur Zebras und Antilopen sahen. Positiv überrascht waren wir hingegen von den Campsites. Keine Ahnung was manche erwarten, aber ich fand sowohl Okaukuejo als auch Halali sehr gut. Das Essen, was von vielen kritisiert wird, war in Okaukuejo absolut spitze.
Onguma war auch toll, Stimmung beim Essen sehr schön. Aber in Zukunft wuerde ich in Namutoni uebernachten, um mir die Einfahrt in den Park zu sparen (1/2 h) und um keinen Aerger am Gate zu haben.
6. Fahrt zur Kunene River Lodge
Die Fahrt ging sehr gut, es war kein Problem in einem Tag von Onguma bis zur Kunene River Lodge zu fahren. Die letzten 40 km sind etwas ruppig. Die Kunene River Lodge war schön. Geniales Abendessen bei Kerzenlicht direkt am Kunene. Sehr lecker!
7. Epupa
Morgens vom Kunene nach Epupa ging sehr gut. Aus Sicherheitsgruenden fahren wir sehr langsam. Auf Schotterstrassen nur Spitzengeschwindigkeiten von 65. Der Durchschnitt liegt erheblich niedriger. Ankunft gegen 11.00 Uhr auf der Omarunga Campsite. Die mit Bast verkleideten Toiletten sind ein Erlebnis fuer sich. Mittlerweile hat sich meine Erkaeltung von Okaukuejo auf meinen Mann übertragen (was schlimmer ist, weil er fast alle Strecken faehrt - daher lange Mittagspause auf der Campsite). Kurzer Spaziergang zu den Epupa Falls. Sundownwer auf eiem Huegel. Savanna Dry stellt sich als super Getraenk fuer den Abschluss des Tages heraus. Essen in der Omarunga Lodge ist sterneverdächtig. Hauptspeise als Bueffet. Wieder extrem lecker.
8. Himba-Tour
Die Himba Tour, die von der Omarunga Campsite angeboten wird halte ich fuer ueberteuert. 350 N$. Mein Mann cancelt, weil er immer noch krank ist. Ich bin der einzige Teilnehmer. Tour ist o.k., der Guide wirkt allerdings nicht wirklich motiviert.
9. Weiterfahrt nach Kaoko Otavi
Um 12.00 Uhr fahren wir von Epupa Richtung Opuwo. Es gelingt uns tatsächlich Diesel zu bekommen. Nur eine von drei Tankstellen hat offen. Schnell noch zum Supermarkt. Ich besorge Wasser, mein Mann bewacht den Wagen. Dann Richtung Orupembe. Wir uebernachten kurz hinter Kaoko Otavi.
10. Fahrt nach Orupembe
Wir fuhren bereits vor Sonnenaufgang in der Daemmerung los. Die Landschaft war sehr abwechslungsreich. Den ganzen Tag begegenete uns kein anderer Tourist. Nur ein paar Einheimische.
Schliesslich ging es in die Berge. Ueberall auf der Strasse liegen grosse und spitze Steine, ich mache mir ernsthaft Sorgen um die Reifen... am Nachmittag erreichen wir Orupembe. Wir frischen unseren Savanna Dry Vorrat auf.
Anschliessend wollen wir im Flussbett des Khumbib fahren. Vorher testen wir noch das ausgeliehene Satelittentelefon auf seine Funktionstüchtigkeit. Das Ding ist so eine Art Lebensversicherung, falls uns hier draussen irgendwas passiert.
Die Fahrt im Flussbett erweist sich als sehr anstrengend. Nach einer Stunde haben wir gerade mal sieben (!) Kilometer geschafft. Wir diskutieren und beschliessen, die Fahrt im Flussbett abzubrechen. Mein Mann meint, dass er sich beim Fahren so sehr konzentrieren muesse, dass es keinen Spass mehr mache. Das ginge mal fuer eine oder zwei Sunden - aber nicht fuer zehn. Also verlassen wir das Flussbett und uebernachten kurz vor Orupembe.






Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos:
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html








