Reise_MeikeThemenstarter272 Beiträge · seit 200801. Juni 2009 · #1Hallo Insider,
wir planen unseren nächsten Trip ins südliche Afrika und stehen mal wieder vor der Frage, ob die Stecke nicht zu anspruchsvoll ist.
Im speziellen geht es um den Kgalagadi NP und die Pisten dort. Konkret gefragt: Wie fährt es sich und bedeutet das oft erwähnte 4x4 ist Pflicht, dass es nur tiefe Sandpisten gibt?
Wir haben uns in den letzten Urlauben leider immer einmal irgendwo im Sand fest gefahren und bevorzugen tiefe Sandpisten nicht gerade. Der Park reißt uns aber ungemein und brauchen deshalb mal Eure Tips.
Welche Strecken sind zur Zeit (wir wollen im September 09 hin) tiefsandig und welche kann man gut mit einem 4 x 4 fahren ohne jede Minute darüber nachdenken zu müssen, ob man gleich feststeckt. Wir möchten die SA und Botswana Seite sehen.
Danke für Eure Hilfe!
Viele Grüße
Meike
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200602. Juni 2009 · #2Im speziellen geht es um den Kgalagadi NP und die Pisten dort. Konkret gefragt: Wie fährt es sich und bedeutet das oft erwähnte 4x4 ist Pflicht, dass es nur tiefe Sandpisten gibt?
Welche Strecken sind zur Zeit (wir wollen im September 09 hin) tiefsandig und welche kann man gut mit einem 4 x 4 fahren ohne jede Minute darüber nachdenken zu müssen, ob man gleich feststeckt. Wir möchten die SA und Botswana Seite sehen.
Ganz einfach gesprochen - kannst du die Strecken Twee Reveeren bis Mata Mata und Twee Revereen bis Nossob mit einem normalen PKW befahren. Ebenso die beiden Querverbindungen dieser beiden Strecken. Beide Strecken sind aber "Wellblechpisten" übelster Art.
Wenn du nach Botswana willst mußt due 4x4 haben sonst kommst du nicht über die Dünenkämme und auch nicht in Mabuasehube weiter.
Es gibt noch sog. 4x4 Strecken welche allerdings geführt sind.
Infos zum Park findest du hier (
klick mich)
Infos zu den Strecken und Trails findest du hier (
klick mich)
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Armin2'346 Beiträge · seit 200602. Juni 2009 · #3Hallo Meike,
als "offroad-light" kann ich dir die Bitterpan-Route empfehlen, die in Nossob startet und über das Bitterpan-Camp (eine Übernachtung muss fest gebucht sein!) bis kurz vor Mata-Mata führt. Die Strecke ist insgesamt knapp 100 km lang und führt als Einbahn"straße" über zahlreiche Kalahari-Dünen. Nach etwas Eingewöhnung macht die Fahrerei großen Spaß. Pro Tag werden nur vier Fahrzeuge auf die Piste gelassen, da Bitterpan nur vier Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Das Bitterpan-Camp kann über die normale Homepage von Sanparks gebucht werden.
Viel Spaß
Armin
HShsh78 Beiträge · seit 200902. Juni 2009 · #4Hallo Meike,
wir waren im März im KTP. Hat uns gut gefallen. können wir nur weiterempfehlen. Die sandpisten sind gut gepflegt. SAN Park hat einen eigenen Grader angeschafft. Das vermeidet allerdings nicht die Wellblechpiste.
Wir waren mit einen 4x4 dort. Es fährt vsich einfach viel besser und man sieht viel mehr.
wenn Du mal nachrechnest, so viel teurer ist das Fahrzeug auch nicht. Bei mir waren es etwas mehr als 10 Euro am Tag. Das war es mir wert, wenn ich daran denke wie gut der Hilux auch über die Pads gefahren ist. Es sind Welten zwischen einem 4x4 und einen 4x2
wenn du nicht sehr viel Gelände fahren willst , tut es auch ein hochbeiniger 4x2 wie z.b. Toyota Condor oder Nissan X-trail.
Also es hängt von deinem Einsatz ab.
Gruß
Hubertus
Reise_MeikeThemenstarter272 Beiträge · seit 200807. Juni 2009 · #5Vielen Dank schon mal für Eure Antworten.
Wir haben einen 4 x 4 gebucht und im September geht es los. Die Vorfreude ist natürlich riesig, nur die Routenplanung steht noch nicht ganz, weil wir uns nicht sicher sind, ob wir uns die Strecke Nossob - Mabuasehube zutrauen. Ist ja nicht so, dass wir keine Erfahrung hätten, aber sind halt leider auch schon böse im Sand stecken geblieben und haben dann stundenlang gegraben (Horseshoe im Caprivi und irgendwo im Makgadikgadi). An Erfahrung mangelt es uns also nicht, nur hält sich unsere Begeisterung über die Sandkastenspiele ziemlich in Grenzen;) . Eine nette Piste fahren finden wir super (so soll es sein), aber stundenlang mit Schweizperlen auf der Stirn durch tiefen Sand wollen wir nicht.
Was meint Ihr...ist die Strecke Nossob-Mabuasehube etwas für uns? Ich hätte sooo große Lust auf den botswanesichen Teil des Parks.
Freue mich schon auf Eure Antworten.:)
Meike
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200607. Juni 2009 · #6Du hast gleicht die "Schlüsselstelle" kurz nachdem du auf den Weg nach Nossob bis. Es gilt zwei steiler Dünenkämme zu überqueren danach wird es wieder flacher und die Problemzonen liegen hinter euch. Einfach 4x4 einschalten und durch - uns ist dort schon einmal (in der gleichen Fahrtrichtung wie ihr) ein VW Syncro mit einen Nissan am Schlepptau entgegengekommen. Keine Ahnung wie der das geschafft hat - aber das sollte euch Mut machen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
GUGuido.Gast07. Juni 2009 · #7Hallo Meike,
Reise_Meike schrieb:Die Vorfreude ist natürlich riesig, nur die Routenplanung steht noch nicht ganz, weil wir uns nicht sicher sind, ob wir uns die Strecke Nossob - Mabuasehube zutrauen.
Um die Strecke wird hier ja teilweise so ein Kult entfacht. Ich bin sie vor gut 2 Wochen gefahren und zitiere jetzt einfach mal aus der Rohfassung meines Reiseberichtes, den ich irgendwann in den nächsten Monaten fertig mache.
Die Strecke ist landschaftlich ganz schön - aber nicht schöner als sonst irgendwo im Kgalagadi. Außer 5 Oryxantilopen sehen wir auch auf der gesamten Strecke keine Tiere. Die Piste selbst ist einfach nur grauenhaft. Die ganze Zeit Wellblech der übelsten Sorte. Es ist auch nicht so, dass man durch die Bewältigung der Strecke besondere Meriten in Sachen Offroad-Fahren erwerben kann. Denn die Strecke ist fahrerisch mit einem 4x4 in keinster Weise anspruchsvoll (und ich bin weder Offroad-Profi noch Offroad-Naturtalent). Anspruchsvoll ist die Strecke nur für das Nervenkonstüm. Je nach Fahrweise 4-8 Stunden heftiges Gerüttel und Geschüttel sind die reinste Tortur für Mensch und Maschine. Und das Ganze nimmt und nimmt kein Ende. Es gibt kein Abkürzung und kein zurück. Vielleicht bin ich ja ein Weichei, aber das hat für mich nichts mit Urlaub zu tun und es fehlt für diese Tortur einfach die Gegenleistung (in Form besonderer Landschaften oder Tiersichtungen). Wir brauchen mit 8 Pausen fünfeinhalb Stunden. 7 Pausen brauchen wir vor allem dafür, um unseren vorderen Stoßfänger immer wieder festzuschrauben, der sich auf der üblen Piste immer wieder löst.Mit anderen Worten: Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, würde ich die Strecke nicht unbedingt fahren. Die Mabuasehube-Section fand ich landschaftlich aber sehr schön.
Nebenbei: Bei der Übernachtung an der Polentswa-Pan hatten wir zwar 5-6 mal Löwengebrüll über Nacht, aber wir haben in 4 Tagen im Kgalagadi keinen einzigen Löwen gesehen. Südafrikaner hatten auch nach 6 Tagen keinen einzigen Löwen gesehen. Trotzdem fand ich den Park außerordentlich schön und habe den Besuch nicht bereut.
Beste Grüße
Guido
Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200607. Juni 2009 · #8Hallo Meike,
also wir haben eine andere Erfahrung gemacht. Wir sind die Strecke Nossob-Mabuasehube letzten Juli gefahren (vielleicht ist sie inzwischen schlechter geworden), und uns hat sie viel Spaß gemacht. Besonderes fahrerisches Können braucht man wirklich nicht, die vielleicht schwierigen Dünenüberquerungen liegen tatsächlich am Anfang. Meine Frau hatte auch Sorge, ob wir uns diese Strecke zutrauen sollten und wartete noch Kilometer nach den Dünen auf die angekündigten "schwierigen" Stellen der Piste. Mir persönlich hat die kurvige Strecke sehr gelegen.
Auf halbem Weg haben wir vier Löwen gesehen, die sich ausruhten (
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/730264/display/14256703).
Ansonsten sahen wir einige Steinböckchen, Oryx und eine riesige Herde Eland-Antilopen. Das Besondere für uns war vor allem, dass wir aufgrund der Einsamkeit in diesem Teil des Parks alle Tiere selbst entdecken konnten und mussten. Dafür konnten wir sie ungestört beobachten.
Uns hat es übrigens so gut gefallen, dass wir in ein paar Wochen wieder diese Strecke fahren. Wenn wir im August zurück kommen, können wir ja nochmal berichten.
Viel Spaß bei der weiteren Planung,
Uwe
GUGuido.Gast07. Juni 2009 · #9Hallo,
Eulenmuckel schrieb:Das Besondere für uns war vor allem, dass wir aufgrund der Einsamkeit in diesem Teil des Parks alle Tiere selbst entdecken konnten und mussten. Dafür konnten wir sie ungestört beobachten.
Mit der Einsamkeit war es bei uns auch nicht soweit her. Uns kamen 4 Autos entgegen und in unsere Richtung fuhren an dem Tag noch mindestens 2 weitere Fahrzeuge. Auf normalen Pads hatten wir teilweise weniger Verkehr.
Uns hat es übrigens so gut gefallen, dass wir in ein paar Wochen wieder diese Strecke fahren. Wenn wir im August zurück kommen, können wir ja nochmal berichten.
Du darfst mich danach als Mimose outen 🙂 Ich würde mir beim nächsten Mal Mabuasehube Section eher zweimal die Zufahrt Hukuntsi-Mabuasehube geben. Die ist ähnlich lang wie Nossob-Mabuasehube und ziemlich tiefsandig, aber man kann Geschwindigkeiten fahren, bei denen etwaiges Wellblech nicht so nervt und in etwa 2 Stunden ist die Strecke erledigt.
Beste Grüße
Guido
Reise_MeikeThemenstarter272 Beiträge · seit 200807. Juni 2009 · #10Hallo Uwe,
Dein Bericht hat mir Mut gemacht -> viele Grüße auch an Deine Frau!😁
Bin sehr gespannt auf Euren August Bericht, denn wir starten am 10. September. Wäre toll, wenn Du mir noch die letzten Neuigkeiten aus dem Kgaladigadi mit auf den Weg geben könntest.
Viele Grüße
Meike
Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200604. Sept. 2009 · #11Hallo Meike,
bevor es nun bei euch losgeht, wollte ich ja noch einen kurzen Bericht zum Kgalagadi loswerden.
Wir sind die Strecke Nossob-Mabuasehube im Juli wieder gefahren, und sie war schön wie im letzten Jahr. Das Fahren hat Spaß gemacht, auch wenn es anstrengend war. Heikle Stellen gab es nicht, nur ewig viel zu lenken auf kurvigen Abschnitten.
Was die Tiersichtungen angeht, hatten wir dieses Jahr im KTP nicht so viel Glück. Wir waren nun zum dritten Mal dort und hatten immer Raubkatzen gesehen. Im ersten Urlaub sogar Löwen, Geparden und einen Leoparden an einem Tag. Letztes Jahr waren es dann jede Menge Löwen. Diesmal mussten wir die Erfahrung machen, dass das nicht selbstverständlich ist. So mussten wir mit den vielen Antilopen und Vögeln vorlieb nehmen, über die wir uns aber auch sehr gefreut haben.
Wünsche euch einen tollen Urlaub mit vielen unvergesslichen Erlebnissen und, dass ihr keine Panne habt.
Uwe
Reise_MeikeThemenstarter272 Beiträge · seit 200805. Sept. 2009 · #12Hallo Uwe,
vielen lieben Dank für Deinen Bericht!
Bei uns geht es nun Donnerstag los und wir freuen uns natürlich schon riesig :-))
Wir hoffen natürlich auf ein paar Raubtiere, aber wie Du schon gesagt hast, diese sind nicht selbstverständlich. Wenn man eine Garantie will muß man halt in den Zoo gehen. Wir kennen dieses Gefühl auch schon. Sind nun dann schon zum x-ten Mal in Afrika unterwegs und haben diesbezüglich schon viele Höhen und Tiefen erlebt.
Bin sehr gespannt auf die Mabuhasehube Pan!
Liebe Grüße
Meike