land und LEUTE

9 Antworten · 2'875 Aufrufe · gestartet 07. Mai 2009 von Carbus
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Themenstarter12 Beiträge · seit 200907. Mai 2009 · #1
Hallo zusammen,
Ich werde die Tage (ab 20 Mai) von Windhoek nach Swakopsmund, Etosha, Caprivi, Chobe, Moremi und noch CKGR.

Ihr alle unterstützt mich dabei super genial in Sachen Route, Camping und Zielen (DANKE dafür), aber wie sieht es denn mit den Menschen aus?
Mir bzw. uns liegt immer sehr viel daran, auch mit Menschen in Kontakt zu kommen.
Für ein gutes Gespräch mit Einheimischen würde ich jede Sehenswürdigkeit sausen lassen. (nehmen wir mal Stadtmenschen aus) 😉
Habt ihr Erfahrung, wo man mal in einem Dorf gut übernachten kann?
Wo sollte man mal reinschauen?
Gibt es Tips?
Gestellte Tänze,Auftritte, etc. sind jetzt nicht gemeint.

Besten Dank
Jens
8'054 Beiträge · seit 200808. Mai 2009 · #2
Hallo Jens,

Den Kontakt wie du Dir Ihn mit den Einheimischen in einem Dorf vorstellst, gibt es in Namibia nicht. Es gibt aber Gemeinschaften die Turisten für einen Aufenthalt empfangen. Diese Gemeinschaften möchten das Ihre Kultur weiterlebt.
Du hast zum Beisspiel das Treesleeper Camp in Tsintsabis (nicht weit von Tsumeb).
Hier der Link: www.treesleeper.org
Ich hatte dort ein tolles Erlebnis.

Viele Grüsse
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
1'130 Beiträge · seit 200608. Mai 2009 · #3
Hallo Jens,
wenn du auf den Community Camps übernachtest, hast du immer Konatkt zu Einheimischen. Je nachdem wie gut dein Khoisan und Bantukenntnisse sind, kannst du dich auch im Outback unterhalten, einem Schwätzchen sind die Leute nie abgeneigt. Africaans kann eine Hilfe sein, Englisch eher weniger.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
2'048 Beiträge · seit 200708. Mai 2009 · #4
Hallo Jens,
Annick wrote:
Den Kontakt wie du Dir Ihn mit den Einheimischen in einem Dorf vorstellst, gibt es in Namibia nicht.
in Namibia leben gut 2 Mio Menschen, interessant ist dabei die Mischung verschiedener Ethnitäten. Einige davon kannst du (manchmal vergleichbar der Tiere in den NP) "besichtigen" oder bekommst etwas in extra für Touris organisierter Form vorgeführt. Wer sowas will und braucht kann es insbesondere für Himba, San und auch Hererokultur buchen.

Ansonsten leben dort über 2 Mio Menschen. Die leben dort genauso wie wir hier leben. Und die sind genau so bereit dich an ihrem Leben teilhaben zu lassen, wie wir es wären. D.h. du kannst nirgendwo erwarten einfach in Wohnungen reinzuschauen etc. weder hier noch dort. Aber meine Erfahrung ist, dass ich überall willkommen war, wo ich mich am Leben der Bewohner beteilige. Dort begegnet dir die gleiche Skepsis und das gleiche Mißtrauen, dass wir umgekehrt hätten. Dazu kommt die Erfahrung, das Touris die Dinge, die den Menschen wertvoll und wichtig sind sehr geringschätzig oder sichtlich ablehnend betrachten.

Wenn du dazu bereit bist wirst du vor allem im Sozialen Bereich viele Möglichkeiten finden, hier kann ich dir auch Projekte nennen, bei denen du willkommen bist oder nahe an den Menschen einfache Unterkünfte buchen kannst. Das sind aber keine touristischen Angebote.

Auch in Kindereinrichtungen und Farmschulen wirst du viel entgegenkommen finden. Erwartet wird dabei weniger Dein Geld als Dein Einsatz. Der Erwerb des dafür notwendigen Vertrauens benötigt aber Zeit und geht sicher nicht in einer "show you africa in 21 days" -Tour.

Wenn dich die kommerziellen Möglichkeiten stören oder nicht befriedigen dann sei mit mir froh, dass es den kommerziellen Kontakt in Namibia (noch?) nicht gibt. In Südafrika kannst du (besonders Amerikaner nutzen das wohl) gegen cash eine Nacht in einer Squattersiedlung buchen. Als Belohnung gibt es dann T-shirts "I survived one night in ......"

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
1'457 Beiträge · seit 200608. Mai 2009 · #5
tja, wenn ihr Stadtmenschen ausschliesst, dann weiss ich das ehrlich gesagt auch nich so genau . . .

Meine Tips für Windhoek:
1) Nehmt euch ohne Kamera etc. ein Taxi zur Junction, einfach die Independance ganz runter. (ich verweise DIREKT auf all diese Sicherheitsthreads, bitte keine diskussion hier )

2) Geht Abends ins El Cubano, eine nette Bar, die so gar nicht typisch für Namibia ist und gerade deshalb toll ist.

3) touristisch, aber sicher eine tolle Gelegenheit sind alle Dinge bei Nacobta, http://www.nacobta.com.na/index.php
hier gibt es viel im Programm, wie geführte Touren von San, Community Camps etc. Zwar ist auch dort so einiges "gestellt", aber die Leute verdienen direkt daran. Einge tolle Sache !
54 Beiträge · seit 200908. Mai 2009 · #6
Hallo,

ich kann Annick nur zustimmen, wenn Euch die "tatsächliche" Situation der Bushman/San interessiert ist das Treesleeper wirklich super! Das Camp ist genial mit seinen Baumterassen und Ihr werdet von jungen Community-Angestellten über die tatsächliche Situation der Bushman/San informiert!
Ganz allgemein kann ich Euch auf Grund meiner Erfahrung, raten - Ihr kommt an vielen Dörfern vorbei - geht offen auf die Menschen zu - verbringt mehr als ein paar Stunden mit ihnen (so ab den 3. Tag wird´s interessant) - redet mit ihnen (und sei es nur mit Hand und Fuß) - rauscht nicht durch - nehmt Euch Zeit - zeigt echtes Interesse - und Ihr werdet viel Erfahren!

Im diesen Sinne - viel Erfolg
Robert
http://www.rdf-foto.com - Robert de Flers - Fotografie
1'457 Beiträge · seit 200609. Mai 2009 · #7
sorry mit junction meinte ich natürlich den Markt in Katutura auch im Stefan Loose Reiseführer beschrieben. Es gibt auch geführte Touren (face to face) nach Katutura, die nicht wirklich gestellt sind.
196 Beiträge · seit 200809. Mai 2009 · #8
Hallo,

nachfolgendes ist evtl. eine Möglichkeit Menschen vorort im täglichen Leben kennen zu lernen - einfach nach Namibia suchen.

http://www.couchsurfing.org/index.html

Mit Sicherheit gibt es doch auch in diesem schönen Land und seinen Städten öffentliche Events, Feste etc. für die Einwohner.

Da geht doch mit Sicherheit auch etwas um die Menschen vorort kennen zu lernen.
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zuletzt bearbeitet 09. Mai 2009
1'003 Beiträge · seit 200811. Mai 2009 · #9
Hallo Jens,
das ist ein guter Gedanke.
Nach den Antworten sollte das in die NAM Sektion.
NAM und BW unterscheiden sicht beträchtlich in Sachen Kontakt mit der "schwarzen" Bevölkerung. Historisch bedingt.
In NAM ist es uns unvergleichlich schwerer gefallen Kontakt -vielleicht auch nur Smalltalk - zu finden, da gibt es eine große Schlucht zwischen Weiß und Schwarz. Die 40 Jahren Unabhängigkeit in BW haben da schon viel zum Selbstverständnis beigetragen. In BW war es kein Problem, auch mal mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen - aber Du fährst ja hauptsächlich in Gebiete ohne Siedlungen - in NP's findest Du keine Einheimischen - wobei auch in Maun geht das.
Am besten nimmst Du Kinder mit -wir wurden immer wieder auf die Kinder angesprochen - der kleine blonde Junge hatte es allen am meisten angetan 😊
Gruss
Christian




subjektiv an -
finde ich gut, das die "einheimische" Bevölkerung nicht auf Kriminelle, Slummbewohner und Himba/San zum anschauen reduziert wird - und Afrika sind nicht nur Tiere ...
subjektiv aus -
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2009
Themenstarter12 Beiträge · seit 200911. Mai 2009 · #10
Besten Dank für die vielen Antworten!!
Ich werd einfach mal schauen, was sich so ergibt und mir den ein oder anderen Tipp zu Herzen nehmen.
Kleine Kinder kann ich leider nicht vorschicken, aber evtl. tut es meine Frau ja auch!😂

Gruß
Jens