Routenwirrwarr

7 Antworten · 2'298 Aufrufe · gestartet 06. Mai 2009 von KaJu
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Themenstarter10 Beiträge · seit 200906. Mai 2009 · #1
Hallo ihr alle!!

Beim rumstöbern hier im Forum haben wir meistens nur Routenplannungen für 2-3 Wochen gefunden. Wir haben sieben Wochen Zeit und sind uns unsicher wie wir mit der Routenplannung vorgehen sollen.

Vor allem wollen wir den Norden bereisen. Swakopmund, Walvis Bay, Cape Cross, Brandberg, Otjiwarongo, Ethosha und vieles mehr. Wir wollen Zeit haben auch spontane Routenumwege zu fahren. Könnt ihr uns hierzu vielleicht tipps geben??

Unvermeidbar ist es für uns ein Auto zu mieten. Trotzdem würden wir auch gerne öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Wie sieht es damit aus??

Wir freuen uns auf eure Antworten!!

Jule und Katrin
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3'766 Beiträge · seit 200606. Mai 2009 · #2
Hallo,

7 Wochen absolut super!!

Habt ihr auch daran gedacht z.B. oneway von Kapstadt nach Namibia zu reisen? Zeit genug habt ihr ja.

Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
33,1k Beiträge · seit 200606. Mai 2009 · #3
Hallo Jule & Katrin,

Thema öffentliche Verkehrsmittel. Es gibt internationale Überlandbusse (Intercape Mainliner) die auch auf ihrer Strecke von z.B. Kapstadt aus in Windhoek und Swakopmund halt machen. Zwischen Windhoek und Swakop könnt ihr aber auch - sichere - Kleinbusse wie die von Town Hoppers nehmen. Ansonsten beschränken sich öffentliche Verkehrsmittel auf wenige Busse und Taxis (nicht zu empfehlen) und "Ovambo-Taxis" auf den Überlandstrecken, v.a. in den Norden, d.h. Oshakati etc. Dieses sind günstig, voll und wenig komfortabel, manchmal auch nicht ganz sicher.
Es gibt zudem Bahnverbindungen, wobei diese sehr sehr langsam und wenig komfortabel sind (mit Ausnahme des guten, aber teuren Desert Express).

Town Hoppers: http://www.townhoppers.iway.na/
Mainliner: http://www.intercape.co.za/
TransNamib: http://www.transnamib.com.na/
Desert Express: http://www.desertexpress.com.na/

Da ihr in die Nationalparks nicht ohne Auto kommt bzw. es dort ohne Auto kaum Sinn macht, müsst ihr diese Streckenabschnitte mit einem eigenen Auto planen oder eine geführte Tour buchen.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
73 Beiträge · seit 200906. Mai 2009 · #4
Moin,

wir waren zwar brutto 3 Monate unten (89 Tage), aber mit Trödelei, doppelten Routen, 11 Tagen rumhängen in Windhoek, waren wir netto gesehen auch "nur" etwa 7 Wochen unterwegs.
Das ist eine laaaaaaange Zeit. Man kann sie vertrödeln und plan- und ziellos umherirren, 20000 km komplett Afrika durchqueren oder auch an einem Ort bleiben.
Normalerweise macht man ja eine Rundreise. Jetzt habt ihr mehr als doppelt soviel Zeit wie normale Urlauber, also könnte euer Loop auch doppelt so lang sein?!
Ihr müsst Euch also überlegen, ob ihr langsam und intensiver reist und jeden Stein zweimal umdreht, oder mehr unterwegs sein wollt und anstatt 5000 km auch doppelt bis dreimal soviel abspult.
In 7 Wochen bietet sich natürlich an, das in einem Rutsch zu sehen, wofür andere 2 Urlaube brauchen. Also das highlight-mässige Komplettprogramm. Vom Kap bis zu den Vic-Falls, von der Namib bis zum Krüger. Ist alles möglich und auch super leicht machbar.
Zur Verdeutlichung hier mal unsere grobe Route, für die Einheimische aber auch nur 3-4 Wochen brauchen, weil sie täglich lange Etappen fahren:
Kapstadt (5Tage) - Garden Route (5Tage) - Western Cape (3Tage) - Oranje/Fish River (3Tage) - Windhoek und Umgebung (11Tage) - CentralNamibia/Namib/Sossusvlei (4Tage) - Küste (4Tage) - Norden/Brandberg/Etosha (5Tage) - G´fontein/Rundu/Caprivi (5Tage) - Maun/Okavango/Kasane (9Tage) -Rhino Sanct. (2Tage) - nördl. Südafrika/Blyde River (2Tage) - KrügerNP (2Tage) - Swaziland (3 Tage) - Duban Area (3Tage) - Drakensberge (4Tage) - entlang der Küste und wieder Garden Route (7Tage)- Kapstadt/Region (5 Tage)
Wir haben alles gesehen und mehr als intensiver erlebt, als jeder 2-3 Wochen Urlauber, müssen aber gestehen, dass wir gerne auf so manchen ungewollten Stopp (Windhoek) verzichtet und dafür lieber was anderes angeschaut hätten (Augrabies Falls, Kalahari, Vic Falls (die waren aber fast trocken und teuer, deswegen haben wir ab Kasane verzichtet)).
Man hat absolut KEINEN Zeitdruck, bleibt solange an einem Ort, wie man will (daher knapp 2 Wochen Windhoek, wo man tagelang im Arrebush Camp aghängt, Autos repariert und sich mit Transafrikanern die Nächte am Feuer rumschlägt), muss nur abchecken, dass man am Ende der Reise rechtzeitig am Ziel ist. Also nicht hetzen und früher ankommen (ärgerlich) oder zu spät am Airport erscheinen (peinlich). Trotzdem schafften wir in der Zeit so eine Riesentour. Mit ein bisschen mehr ernsthaft geplanter Route hätten wir es aber auch gemütlich bis Tansania und zurück geschafft.

Also, wie ihr sehr, ist so eine Tour locker in knapp 2 Monaten suuuper machbar,
Wir wollten nicht rasen und gezielt dort bleiben, wo´s uns gefällt. Es war nichts gebucht, sondern alle Ziele wurden spontan entlang der groben Route angefahren. So ergab es sich, dass das Zeitmanagement passte und wir etwa 3 Wochen Südafrika, 4 Wochen Namibia und knapp 2 Wochen Botswana erleben durften.
Zu bedenken ist aber auch, dass das Budget auch für 7 Wochen reichen muss. Und das ist nicht wenig.
Da man öffentliche Verkehrsmittel getrost vergessen kann (außer die Interliner-Busse), braucht´s ein Auto, dazu was günstiges Schlafbares (Dachzelt) und Selbstversorger, sprich Camping-Equipment. Sonst wirds schnell zu teuer.
Sich auf einen Ort oder ein Gebiet zu beschränken, würde ich persönlich aber auf der nächsten Tour machen, wenn ich weiß wo´s schön war und wo ich wieder mal hin will. Wäre schade um die einmalige Gelegenheit in so einer langen Zeit viel sehen zu können.

Bei weiteren Fragen, gerne via PN
Gruss Thomas
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241 Beiträge · seit 200606. Mai 2009 · #5
Moin, wir waren 2004 7 wochen in Südafrika und Namibia unterwegs.
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, daß ich nicht so eine Monstertour machen würde, nach 5 Wochen ständig im Auto sitzen und fahren haben wir eine Pause gemacht, um die Eindrücke verarbeiten zu können.
Wenn jeden Tag was Neues kommt, ist man leicht überfüttert.
Die Gefahr, sich so eine Mammut Tour vorzunehmen ist dann auch der Gedanke: Da müssen wir noch hin oder das wollten wir doch noch sehen....
Wie gesagt, das sind meine Erfahrungen ohne Anspruch auf allgemeine Gültigkeit.

Wir sind damals von Joburg nach Windhoek geflogen, haben da einen neue Mietwagen übernommen. Wenn man kein Selbstversorger ist, macht das Sinn, aber als Camper würde ich das nicht noch mal so machen.

Ansonsten meldet Euch gerne auch per PMS.

Gruss, osket
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Themenstarter10 Beiträge · seit 200906. Mai 2009 · #6
Vielen Dank für die vielen interessanten Antworten!! Bei soviel positiver Rückmeldung zu dem Zeitraum freu ich mich noch mehr so viel intensive Zeit für alles zu haben!!
Wir werden uns allerdings, so ist es bis jetzt geplannt, auf Namibia beschränken und nicht noch andere Länder bereisen. Es ist uns wichtig wirklich viel Zeit für ein Stelle zu haben und nicht alles inm Schnelldurchlauf vorbeirauschen zu lassen.
Noch eine Frage an die auch länger gereisten: Ihr habt eure Route, nach dem was ich jetzt gelesen hab, im Vorfeld noch nicht richtig durchgeplannt und gebucht, oder?? Wir würden halt auch wirklich gerne spontan entscheiden wie lange wir wo bleiben und so. Aber vor allem hier im Forum hab ich schon oft gelesen, dass man lange im Vorraus buchen muss. Sogar auch Campingplätze...

Wir melden uns bestimmt auch nochmal per pm, danke:-)
Lieben Gruß
Katrin
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73 Beiträge · seit 200906. Mai 2009 · #7
Wie schon gesagt, wir hatten nirgendwo etwas gebucht, da wir keinen Zeitdruck hatten. Die grobe Route stand fest, aber wir konnten nicht wissen oder gar ahnen, das wir in 36 Tagen im Etosha NP sein würden. Wir fuhren immer spontan da hin, mit dem Risiko kurzfristig umzudisponieren. Das war aber nie der Fall. Das größte Übel war z.B. eine Wunschhütte mit Dusche nicht zu bekommen, sondern die ohne Dusche nehmen zu müssen. Ansonsten waren wir immer flexibel und durften es uns leisten, einfach im Falle des Falles ein paar Tage warten zu müssen. Keine Zeitnot, kein Flieger in 9 Tagen aber noch Programm/Strecke für 12 🙂
Wenn wir gehört hatten, dass links der Wolkenbruch/Feuer ein Highlight unzugänglich gemacht hat, fuhren wir halt nach rechts. So what? Kein Muss, kein Stress. Das Wetter, der Tank oder die Menge des zu Verfügung stehenden Biervorrates bestimmte die Tagesetappe und Richtung.

Gruss Thomas
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Themenstarter10 Beiträge · seit 200906. Mai 2009 · #8
Das klingt super Thomas!! Schön nicht immer nur zu lesen, dass man alles vorbuchen muss;-) Danke!!
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