HOHolgerK.Themenstarter213 Beiträge · seit 200602. Apr. 2009 · #1
Hallo Ralph, ich hatte Dir ja versprochen, noch etwas von unserer Tour nach Angola Weihnachten 2008 zu berichten.Ok. Ausgangspunkt Windhoek mit 4 Wagen. Einer von Ihnen bekam erst am Samstag die Police Clearance, traf uns dann aber später am Abend in Ruacana. Abends fürchterliches Gewitter. Das Wasser stand 10 cm auf unserem Zeltplatz. Wir hatten ein mit Blechteilen überdachtes Vordach gefunden, das zumindest wir im trockenen saßen. Abends um 23.00 wurde das Wasser weniger, wir nahmen einen Tisch und legten ihn auf meine beide Rücktüren, sodaß der Koch zumindest etwas geschützt wurde. Also brieten wir über meinem Gaskocher noch einige Kartoffeln, damit wir überhaupt etwas in den Magen bekamen. Am Nächsten Tag Trouble an der Grenze. Der Beamte wollte uns nicht hereinlassen., da wir keine Gelbfieberimpfung besaßen. Auf Nachfrage in der Botschaft in Windhuk bekamen wir die Antwort, wird nicht benötigt. Also dem Grenzer 50 US$ angeboten. Antwort: Das sei zuwenig. Also 100 US$ und wir waren durch. Dann paralell zum Kunene nach Westen. Weg war nicht schlecht, lästig aber die Zweige der Mopani, die uns den ganzen Lack zerkratztem. Abends Camp in Espinheira.Nächsten Tag am Kunene, kurz vor der Mündung. Tags darauf erreichten wir das Meer, fast alle Wagen festgesessen. Dann zum Curoca Fluß. Überquerung nicht möglich, da Hochwasser. Einheimische standen hier schon seit 3 Tagen. Also zurück in Richtung Espinheira und weiter nach Oncocua. Dort sollte es auch Benzin geben. Gab es aber nicht, nur 100 l Diesel für mein Auto. Umsonst!!!. Außerdem stand der halbe Ort unter Drogen oder Alkohol oder beidem. Unsere Frauen wurden zwischenzeitlich noch von einer alten Frau mit dem Panga bedroht. Es war jeden Tag etwas los.Dann weiter nach Cahama, Straßenzustand teilweise schlecht bis sehr schlecht. In Cahama erhielten wir 50 l Benzin. Das reichte für die 3 Benziner bis ca, 20 km hinter Cahamas, wo wir Camp aufschlugen. Nächsten Tag mit meinem Wagen nach Lobito gefahren, ca. 200 km, alle Reservekanister aufgefüllt. Allerdings mußte ich dafür 2,5 Std. in der Schlange warten. Denn es war die einzige Tankstelle, die Benzin besaß. Wieder zurück zu den anderen Wagen, Tanks gefüllt und wieder auf nach Lobito. Dort angekommen mußten die Benziner natürlich tanken. Wieder 2,5 Std. an der Tankstelle, diesmal an einer anderen. Die hatte inzwischen Benzin bekommen, die vom Morgen war leer gekauft. Inzwischen war es Abends und wir suchten und fanden einen wunderschönen Platz, 2.500 m hoch, oben in den Bergen. Es sah hier aus, wie ich mir das schottische Hochland vorstellte-. Abends zum Essen, wie jeden Abend,kam der Regen. Nächsten Tag über Lebapaß in Richtung Namibe. Kurz vorher rechts abgebogen und zum Strand. Endlich am Meer. Menschenlose Strände, kristall klares Wasser. Man konnte von oben die Fischschwärme sehen, die sich im warmen Wasser tummelten. Zwei Tage blieben wir dort, angelten, badeten und genossen die Wärme. In den nächsten Tage fuhren wir weiter nach Bentiaba, Lucira und Santa Maria. Tolle Strände, tolle Aussichten. Zurück in Namibe füllte ein vollkommen betrunkener Tankwart dem einen Benzinwagen von uns 240 l Diesel ein. Den Fahrer hatte man 3 mal von einer Zapfsäule zur anderen geschickt, sodaß er gar nicht mehr wußte, was er überhaupt tankt.Daraufhin ließen wir 240 l Diesel in den Sand laufen.Schreckliche Vorstellung.Aber so war jeden Tag etwas los. Als Abschluß möchte ich nur sagen, daß ich das Land schon faszinierend fand, ich auch wieder dahiun fahren würde, aber mich auch einige Sachen geärgert haben. Z.B. der Zöllner, das Betteln in den Städten. Ich fahre aber bestimmt wieder hin. Ich starte jetzt im Juni eine Tour von Windhuk aus in den Caprivi, Sambia Hausboottour auf dem Kariba, Lower Zambezi, Mana Pools, Chobe park und Okavangodelta. Melde Dich doch bitte und sag mir, wann Du in Windhuk bist, vielleicht klappt es je diesmal. Gruß HolgerK. Beachten Sie: Obwohl kein Forencode oder Smiley-Button angezeigt wird, so können Sie diese trozdem benutzen.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200802. Apr. 2009 · #2
Halo HolgerK,
Vielen Dank für deinen Bericht an Ralph. Habe darin verschiedenes über Angola erfahren können. Zum Beispiel, ich war ganz verwundert dass es so schöne Strände dort gibt. Das mit dem Benzin war schon etwas stressiger.
Hallo, 240 Liter Diesel in den Boden laufen lassen. Dafür hätte man euch einsperren müssen. Diesel hätte man mit Sicherheit verschenken können.
Was ihr gemacht habt ist kriminell. Damit habt ihr Millionen von Liter Wasser, ein wichtiges Grundnahrungsmittel in Afrika unbrauchbar gemacht. Und das dann noch hier zu schreiben, da fällt mir nichts mehr ein.
HOHolgerK.Themenstarter213 Beiträge · seit 200603. Apr. 2009 · #5
Hallo Brit, Ulli und Siggi, von hier kann man schön reden. Das uns das nicht gefallen hat und wir nach anderen Möglichkeiten gesucht haben, ist ja wohl klar. Die Tankstelle lag weit entfernt von der Stadt und es war, im Gegensatz zu z.B. Lubango, nicht ein einziger Einheimischer da, den wir den Diesel hätten geben können. Und mein Wagen war voll bis oben hin. Gruß HolgerK.
nur 100 l Diesel für mein Auto. In Cahama erhielten wir 50 l Benzin. Das reichte für die 3 Benziner bis ca, 20 km hinter Cahamas, wo wir Camp aufschlugen.
4 Autos, davon 1 Dieselfahrzeug !!! Wer lesen kann hat Vorteile 😉
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit
unsere Website: SAMMY FAMILY
BRBrigitte1960140 Beiträge · seit 200803. Apr. 2009 · #8
Wenn ich nicht was überlesen habe, hat er ja auch nicht geschrieben, dass das Auto gefahren wäre.
Aber egal, ich stimme da voll mit den anderen überein. Man kann nicht einfach mal so das Grundwasser vergiften, weil es halt am bequemsten ist.
Da hätte man eben in die weitentfernte Stadt fahren müssen um Hilfe zu holen, auch wenn es unbequem ist. Schließlich hatten sie ein fahrendes Auto. Und notfalls kann man den Diesel bestimmt auch wieder abzapfen, auch wenn es vielleicht Stunden dauert. Ich kann mich da an bestimmte Teenagerzeiten erinnern, wo wir solche Streiche gemacht haben...
Außerdem - wenn sich ein vollkommen Betrunkener an meinem Auto zu schaffen machen würde, dann würde ich doch aufpassen, was er da so reingießt. Bzw. ich würde ihn erst gar nicht ranlassen.
HolgerK Du musst ziemlich verwirrt sein. Dein Auto fasst 100 Liter Diesel. In einen Benziner wurden 140 Liter Diesel eingefüllt. Das macht zusammen 240 Liter Diesel. Warum wurden 240 Liter Diesel in den Sand laufen gelassen, obwohl das eine Dieselfahrzeug mit 100 Liter Diesel richtig betankt war? Rechenprobleme? 240 - 100 = 140 Seltsam. An jeder Zapfsäule auch in Angola steht draußen drauf was rauskommt. Jeder einigermaßen vernünftige Mensch merkt beim Betanken ob es Diesel oder Benzin ist. Einen sturzbetrunkenen Tankwart lässt man auch nicht an sein Auto. Wenn Deine Geschichte soweit stimmt, dann habt ihr 140 Liter Diesel in den Boden versickern lassen. Nicht weniger schlimm. Und dann noch den Tankwart nicht bezahlt! Schlimmer gehts nimmer.
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200604. Apr. 2009 · #10
Hallo, dachte erst es ist ein Aprilscherz, der Post wurde aber am 2. geschrieben. Nach dem Korrekturlesen Deines eigenen Textes hättest Du das am besten sein lassen zu erwähnen, unverantwortlich!
Sag mal HolgerK, was hat Dich da "geritten", ach wir sind ja nicht in D oder wo Du her bist, in Afrika ists ja nicht sooo schlimm oder wie.
Das ist Gleichgültigkeit par excellence, diese Dummheit gehört tatsächlich verfolgt.
Die Nachhaltigkeit zum Schutz der Umwelt und der Natur und dem Tierschutz wird hier zu tiefst verletzt. Das Erreichen der Vereinbarung vom Juni 1992 in Rio de Janeiro. Unterzeichnet von 178 Staaten und 1400 Nichtregierungsorganisationen der Erde (der einzigen jetzt bekannten) haben das zertifiziert.
Das der Sprit nicht bis zum Grundwasser sickert, ist wohl Dein Gedanke an diese gemachte Dummheit von Dir? Mit Sicherheit werden die wenigen Regenfälle das aber dann über einen langen Zeitraum wohl doch tun...
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
das man so was macht , ist schon verantworttungslos aber das man damit noch an der Öffentlich geht ist schon mega dreist, ist meiner Meinung aber denke da mal drüber nach, was da die Umwelt und das Land mit angetan wurde. Sonst hat Naukluft schon das Wichtigste gesagt.
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Ich dachte ich hätte mich verlesen. Dies sind die Ereignisse/Geschichten, bei denen ich anfange zu zweifeln, ob unsere Spezies überhaupt in der Lage ist sich weiterzuentwickeln und nicht im Stadium derrücksichtslosen, verantwortungslosen Vollidioten zu verharren. Man muss sich diese Aktion einfach mal bildlich vorstellen.
Dieses Forum ist ein schönes Spiegelbild westlicher Dekadenz und Ignoranz. Da wird seitenlang über einen relativ harmlosen Überfall - damit keine Missverständnisse aufkommen: ich billige das keinesfalls, möchte es auch nicht entschuldigen - gejammert und andererseits davon berichtet, dass hunderte Liter Diesel in den Sand gekippt wurden, als wäre es das selbstverständlichste der Welt. Wenn einem europäischen Touristen der Fotoapparat abgenommen wird, ist das eine mittlere Katastrophe, und wenn ein Europäer aus lauter Bequemlichkeit möglicherweise die Lebensgrundlage (Trinkwasser) hunderter oder tausender (angolanischer) Menschen zerstört, dann ist das eben so. Wenn in Baden-Württemberg sechzehn Menschen Opfer eines Amoklaufes werden, füllt das wochenlang die Nachrichtensendungen. Dass in der so genannten dritten Welt Tag für Tag 30000 Kinder sterben, weil sie Mangel leiden, ist längst selbstverständlich und nicht mal mehr eine Randnotiz wert. Das gibt zu denken.
Brit
christian852 Beiträge · seit 200604. Apr. 2009 · #14
Meine Güte!
Zitat: Dieses Forum ist ein schönes Spiegelbild westlicher Dekadenz und Ignoranz.
Ich persönlich finde das es reicht...Dein Geschreibsel ist an Überheblichkeit nicht zu Überbieten 😠
0
La Leona2'779 Beiträge · seit 200704. Apr. 2009 · #15
Ev. gut zu wissen: Wenn man versehentlich Benzin in ein Dieselfahrzeug füllt, dann bedeutet es Gefahr schon nach wengien km Fahrt einen Total-Motorschaden zu erleiden. Wenn man versehentlich Diesel in einen Benziner füllt, dann bedeutet dies keine sehr hohe Gefahr für den Motor. Man kann sogar ein ziemliches Stück weit fahren.
Es ist soweit ich informiert bin so, dass die meisten Dieselmotoren bis zu 15% Benzin im Treibstoff ohne weiteres verkraften können und dies auch bei unter-null-Temperaturen als antifrostmittel gemacht wird.
Für beide Motortypen sehr schlimm ist Wasser im Tank, bei Dieselmotoren noch kritischer als bei Benzinern.
Dieses Forum ist ein schönes Spiegelbild westlicher Dekadenz und Ignoranz.
Da kann ich nur sagen: selbstverständlich. Ich bin mir im klaren, dass sowohl die Geldmittel als auch das CO2, das für meine Reisen drauf geht in sinnvollen Projekten durchaus sinnvoll aufgehoben wären - soweit ist es mein Egoismus, den ich auslebe um ferne Länder zu bereisen.
Aber trotzdem kann ich versuchen, einen schonenden und verträglichen Tourismus zu betreiben, bei dem auch möglichst viel meiner Ausgaben im Land ankommen und dort für Arbeitsplätze und vernünftige Investitionen sorgen. Ausserdem werden die betreffenden Länder nur durch Tourismuseinnahmen die Gelder haben um die auch zur Rechenschaft zu ziehen, die in ihrer Dummheit das zerstören was wir alle so bewahrenswert finden: die natürlichen Grundlagen unseres Lebens.
Aber deswegen ist das Forum nicht ein Treffen von Vollidioten. Und es ist beruhigend, wenn in "normalen" Reiseberichten solche Schweinereien eine heftige Reaktion auslösen. Du kannst sicher sein, viele haben sich beim Lesen geärgert, ich habe nicht gepostet, weil schon alles gesagt war.
Was ich aber bedauere ist, dass durch die Anonymität der nicknames es nicht mal möglich ist, solche Verbrecher zur REchnung zu ziehen. Da könnte höchstens der Admin reagieren, womit aber nicht solch völlig verantwortungsloses Verhalten verhindert würde, sondern höchsten erreichbar ist, dass die Verbrecher hier nicht auch noch stolz darüber berichten.
viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Brit - wie dekadent war den die Nummer mit dem gefälschten internationalen Führerschein
Wir haben uns irgendwann vor 15 Jahren mal Internationale Führerscheine machen lassen. Als die dann nach drei Jahren abgelaufen waren, hatten wir keine Lust, wieder Geld für neue auszugeben. Also Datumsstempel darauf, Firmenstempel beim draufdrücken verdreht, damit er nicht mehr klar lesbar ist und unleserliche Fantasieunterschrift drunter und fertig war die Verlängerung um drei Jahre. Als die abgelaufen waren, haben wir selbst gleich um zehn Jahre verlängert. Nächstes Jahr laufen die Dinger wieder ab und müssen verlängert werden...
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
SHshanti454 Beiträge · seit 200605. Apr. 2009 · #18
das muss ich jaw allerdings recht geben - sowohl das eine als auch das andere ist strafrechtlich nicht vertretbar und urkundenfaelschung auch kein kavaliersdelikt - aber wie so oft: man sieht immer gerne mit zweierlei masstaeben und will sein eigenes verwerfliches handeln nicht sehen bzw. erachtet es als nicht relevant oder schlimm...typisch gattung mensch !!!
shanti schrieb: man sieht immer gerne mit zweierlei masstaeben und will sein eigenes verwerfliches handeln nicht sehen bzw. erachtet es als nicht relevant oder schlimm...typisch gattung mensch !!!
Ich bin mir im klaren, dass sowohl die Geldmittel als auch das CO2, das für meine Reisen drauf geht in sinnvollen Projekten durchaus sinnvoll aufgehoben wären - soweit ist es mein Egoismus, den ich auslebe um ferne Länder zu bereisen.
Als Afrikaliebhaber (und somit Fernreisender per Flugzeug) bekommt man heutzutage regelmäßig das CO2-Argument um die Ohren geschlagen. Das muss aber nicht sein. Wenn man 80-140 EUR an Atmosfair oder eine ähnliche Organisation zahlt, dann ist der Flug komplett CO2- oder sogar komplett klimaneutral. Das ist dann kein moderner Ablasshandel wie bei den CO2-Zertifikaten für die Industrie und das ist auch nicht ökologisch wirkungslos wie Ökostromtarife, sondern mit dem Geld wird eine zusätzliche Menge CO2 durch neue CO2-Sparmassnahmen eingespart.
Beste Grüße
Guido
Thema geschlossen
Dieses Thema ist geschlossen — neue Antworten sind nicht möglich.