COcorinThemenstarter26 Beiträge · seit 200627. Feb. 2009 · #1Hallo zusammen,
wir werden dieses Jahr wieder nach Botswana reisen und möchten (als alte Defender-Fans) diesmal einen Defender mieten.
Leider habe ich nur alte und negative Berichte zu Britz gefunden und wollte mal Fragen, ob jemand aktuell einen Defender/Nomad von Britz gemietet hat und wie der technische Zustand der Fahrzeuge sind.
Bisher waren wir immer bei ASCO (die haben leider keinen Landy) und dort sehr zufrieden, aber vielleicht gibt es ja auch genug Leute, die auch mit dem Britz Nomad zufrieden waren!?
Es wäre toll, wenn ich ein paar Rückmeldungen bekommen würde.
Vielen Dank und leibe Grüße,
Corin
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200627. Feb. 2009 · #2Haben ca. 40.000 Kilometer mit Britz Defender gefahren und waren eigentlich immer zufrieden. Bis auf einmal hatten wir nur kleinere technische Defekte und konnten uns immer selber vor Ort behelfen. Von der Einrichtung der Fahrzeuge waren sie jedenfall immer sehr gut. Die Schublade in denen die Geschirrbox etc. verschwand war unheimlich praktisch.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200927. Feb. 2009 · #3Wir hatten bei unserer letzten Reise einen Defender von Britz. Ich hatte schon einige male über dieses Auto hergezogen. Eng, unbequem und am dritten Tag ein kapitaler Motorschaden.
All dies kann man aber nicht Britz anlasten. Der Wagen machte vom Pflegezustand einen sehr guten Eindruck, die Reifen waren neu.
Auch der Service von Britz war sehr gut. Schon am nächsten Tag hatten wir einen Hilux DC als Ersatz, der uns den rest der Reise zuverlässig befördert hat.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200927. Feb. 2009 · #4Andreas Cierpka schrieb:Haben ca. 40.000 Kilometer mit Britz Defender gefahren und waren eigentlich immer zufrieden. Bis auf einmal hatten wir nur kleinere technische Defekte und konnten uns immer selber vor Ort behelfen. Von der Einrichtung der Fahrzeuge waren sie jedenfall immer sehr gut. Die Schublade in denen die Geschirrbox etc. verschwand war unheimlich praktisch.
Die Schublade ist aber keine Besonderheit des Defenders, die gibt es in allen Britz-Fahrzeugen mit Dachzelt.
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200627. Feb. 2009 · #5Habe auch nicht gesagt, dass die Schublade etwas besonderes ist. Sondern nur, dass der Nomad dies hat im Gegensatz zu anderen Anbietern. Wir haben 2008 bei JUST-DONE-IT gebucht und deren Landrover war technisch einwandfrei in Ordnung. Jedoch hatte dieser eben nicht diese Schublade und die ganzen Kisten sind unterhalb der Ablage gelegen. Da wir noch extra Benzinkanister geordert hatten und diese durch ich Gewicht die Platte durchgebogen haben, waren die Kisten nicht leicht aus dem Fahrzeug zu bekommen. Eigentlich - wenn man nichts kaputt machen wollte - mussten die Benzinkanister erst raus, um an die Kisten zu gelangen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
COcorinThemenstarter26 Beiträge · seit 200627. Feb. 2009 · #6supi, das macht mir ja wieder etwas Mut, auch mal was Positives zu hören!!!:)
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200627. Feb. 2009 · #7Wenn du in Johannesburg startest, Gruesse von uns an Carmen und Theresa.
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Big_Sven162 Beiträge · seit 200727. Feb. 2009 · #8Hallo Corin,
der Defender ist auch mein absolutes Lieblingsauto, aber man muss ihn mögen, mit all seinen Macken! Es ist ein Auto welches sehr robust ist, aber auch eine gute Pflege erwartet. Und gerade hier mach ich mir meine Sorgen! Wir hatten bis jetzt nur einen Hilux und den Landcruiser. Beide waren in einem schlechten Zustand.
Das größte Problem welches wir bei Britz jedoch hatten, war dass im Problemfall dir niemand von Britz helfen wird. Du bist völlig auf Dich allein gestellt und musst Dich selber um die Lösung kümmern!
Gruß Sven
Viele Grüße von Silke & Sven
http://www.kleinert-foto.de
Reiseberichte und Fotos
T.T.W.73 Beiträge · seit 200927. Feb. 2009 · #9Wir hatten vor einigen Jahren für 4 Wochen einen Defender von Britz, selber fahre ich seit fast 10 Jahren einen. Wir konnten damals eigentlich über den Wagen nicht meckern, wir wußten ja, was uns erwartet 😎 . Wir hatten 4 Wochen lang unsere Freude damit. Wir wollten keinen Double Cab Plastik Pajero, wir wollten Landy fahren - und zahlten dafür auch richtiges Geld.
Der Wagen an sich fuhr. Mehr wollten wir nicht. Afrika, Sand, Staub und Piste morden in kurzer Zeit das Material. Zumal der Wagen mit 2 Dachzelten viel zu schwer war. Die Markise war kaputt, die Gänge hakten und krachten, div. Lackkratzer und der teilweise ramponierte Unterboden wurden mit frischer Farbe übertüncht, ein Zelt ließ sich nicht richtig schliessen, die Hupe ging nicht, der Wischermotor war locker, die Getriebetunnel undicht, die A-Säulen rechts und links oben gebrochen (zu schwere Dachzelte samt Träger, ergo: Landy undicht), div Schrauben fehlten, Kabel waren locker etc.
Klasse, was zu schrauben. So blieb ich im Urlaub in Übung, ging zum Midas, besorgte einen Kreuzschlitz, Schrauben, Klebeband und Co. und flickte den Wagen bei Bedarf, Zeit und Lust wieder zusammen.
Wir haben nicht gemeckert oder sonst was angestellt, lobten den Engländer nach 6000km und wiesen die Jungs bei Britz in Windhoek freundlich auf die verbliebenen Mängel hin.
Frage: Was kann man da dem Vermieter anlasten, bzw. zum Vorwurf machen?
In Anbetracht zu den letzten negativen Statements über Britz hier im Forum muss ich aber den Kopf schütteln, was da so einige Leute von sich geben/gaben. Meiner Meinung kommt das Rufmord sehr nahe. Man darf die Konkurrenz über alles loben, andere mit Namen positiv erwähnen, was die besser können, aber man knallt nicht so ein subjektives, vernichtendes Statement über ein Unternehmen ins Internet. Das bleibt da immer drin. Ich möchte denjenigen Selbständigen (Maurer, Maler, Anwalt etc.) hier sehen, wenn sein Name im WWW fällt: "Kauft nicht bei X", "Nie wieder zu X."
Das am Rande. Zurück zum Thema Mietauto:
Anscheinend erwartet man in Namibia einen Top Mietwagen, ähnlich den neuen, weißen, riesigen Wagenparks in den USA oder in Europa, wo es zu 99,9 % Teerstraßen gibt.
Bleiben wir mal beim 4x4, das macht die Sache nämlich erst interessant und auch schlimmer.
Hierbei unterstelle ich mal dem Großteil der Reisenden, dass sie vorher noch niemals in so einem Gefährt gesessen haben, geschweige denn wissen, wie man mit Untersetzung fährt, in Wasser eintaucht oder sich in tiefem Sand bewegt.
Afrika heißt also fast immer: Sand, Wüste, Piste, Hui...Regenzeit, also Geländewagen.
Man mietet also einen Jeep (Anm.: in Afrika fahren keine Jeeps! Ein Jeep ist eine amerikanische Automarke...B) ) und meint, damit immer und überall in jeglicher Situation durchzukommen. Trugschluss.
Prompt setzt man auf, fährt irgendwo gegen, rührt in den Gängen -mit und ohne Untersetzung - fährt tagelang mit Differentialsperre spazieren, macht auf spitzestem Geröll die Reifen kaputt ohne den Luftdruck zu ändern, überhitzt so manchen Motor beim hochtourigen Geheule im Sand, lässt andauernd die Kühlbox knattern usw. usf. Die Liste könnte unendlich weitergeführt werden.
Das Unfassbare für manchen ist aber folgender Super-Gau: Man bleibt mit einem Geländewagen stecken! Kann doch gar nicht passieren (dachte man)...und beschwert sich womöglich darüber beim Vermieter.
So kommt es leider regelmäßig vor, dass ein tolles und zuverlässiges Auto nach vielleicht schon einem Jahr und 20000 km, d.h. nur 3-4 ´gnadenlosen´ Mietern völlig ramponiert auf dem Hof steht. Morgens um 10 zurückgebracht, um 12 kommt ein neuer Mieter. Dass der Wagen erstens nicht Probe gefahren und nach großen Mängeln gecheckt wird, sollte jedem einleuchten; zweitens: von wem auch? 20 Autos auf dem Hof und 2 Mechaniker, der Rest Putzleute. Also Sichtcheck, Ölkontrolle, sauber machen, und weiter geht die Fahrt.
Die Kosten sind auch in NAM hoch für so ein Auto (sicher die Mietkosten auch), aber man muss sich da als Mieter/Urlauber, glaube ich, komplett umstellen, und darf keinen Grund suchen, um sich über irgendetwas beschweren zu dürfen.
Mit dem beruhigendem Gewissen a.) einen Geländewagen für b.) viel Geld gemietet zu haben, der einem aber c.) Gott sei Dank nicht gehört, und man d.) deshalb mit ihm machen kann, was man will, fährt man das Ding manchmal e.) kaputt.
Wer ist "man"? "Man" ist hier, liest hier, schreibt hier, fährt zum erstem Mal nach Afrika und braucht einen 4x4, und beschwert sich, dass der Wagen knarzte, knackte, ein teuer gebuchtes Utensil fehlte, im Sand steckenblieb und die Reifen schon fast abgefahren waren; und überhaupt, die haben mir den Urlaub versaut. Versichert war man, aber bis das neue Ersatzteil vom 600km entfernten Lager kam, vergingen doch glatt 9 Stunden (das ist nicht viel für Afrika)
Also was ich damit sagen will: Irgendwelche Schnellschüsse und subjektive, emotionale Äußerungen über einen Mängel jeglicher Art, 10 Stunden nach der Rückkehr aus dem Urlaub, die man hier bitte mit Unterstützung breitklopfen möchte, sind eher belustigend und ein Armutszeugnis.
Zudem sind sie gefährlich: Sie verunsichern andere, schädigen sogar jemanden, und die, die da am lautesten "nie wieder" rufen, sollten sich mal überlegen, wie man die letzten Wochen selber in der Walachei herumgerast ist.
Fehler machen alle Firmen, Mängel haben alle Firmen, die einen haben 100 Autos und machen sie weniger fit, die anderen haben 10 Autos und kümmern sich mehr. Sie sieht´s aus - auch und gerade in Afrika.
Ich wünsche Dir Corin hoffentlich viel Spaß mit Eurem Defender, seit gut zu ihm, denn er ist ein toller Wagen...auch bei Britz.
schönen Abend
Thomas
mit extra viel smileys, auf das sich hier niemand persönlich angegriffen fühlt 😎 😎 😎 😎
jaw2'048 Beiträge · seit 200727. Feb. 2009 · #10Hallo T.W.,
dein post hat mir sehr gut gefallen.
Ich bin besonders in Nam auf Menschen gestoßen, die wie bei einer Pauschalreise ein rundum sorglos Paket in allerbester Qualität und für möglichst wenig Geld erwartet haben, aber leider statt einer Pauschalreise einen individuellen Abtenteuerurlaub gebucht habe. Aber auch Namibia und Südafrika sind Gott sei dank immer noch Afrika. Und wer das nicht verträgt, der sollte doch wirklich die immer mehr verbreiteten Pauschalreisen buchen. Damit kommt man heute schon an viele interessante Plätze. Alternativ bieten sich guidet tours an, bei denen der "Problemlöser" wirklich (mit-)fährt. In jedem Fall ist ein Defender /Nomad dann nicht unbedingt das richtige.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
GUGuido.Gast27. Feb. 2009 · #11Hallo T.W.
T.W. schrieb:In Anbetracht zu den letzten negativen Statements über Britz hier im Forum muss ich aber den Kopf schütteln, was da so einige Leute von sich geben/gaben. Meiner Meinung kommt das Rufmord sehr nahe. Man darf die Konkurrenz über alles loben, andere mit Namen positiv erwähnen, was die besser können, aber man knallt nicht so ein subjektives, vernichtendes Statement über ein Unternehmen ins Internet.
Hmm, soll jetzt niemand mehr vor schlechten Anbietern warnen dürfen? Das hieße auch, das betrügerische Anbieter eine miese Tour immer weiter durchziehen dürfen und viele weitere Kunden ggf. auf die Nase fallen, weil laut Deiner Meinung niemand drüber reden darf. Natürlich sind das immer subjektive Urteile, aber das ist völlig OK. Eine ausreichend große Menge an subjektiven Urteilen ergibt in der Regel ein recht objektives Bild. Solange nichts dazu erfunden und nicht beleidigt wird, sind auch sehr negative Berichte völlig legitim und haben überhaupt nichts mit Rufmord zu tun. Im Übrigen steht es den Anbietern frei sich hier zu beteiligen und ggf. zu Kritik Stellung zu nehmen.
Anscheinend erwartet man in Namibia einen Top Mietwagen, ähnlich den neuen, weißen, riesigen Wagenparks in den USA oder in Europa, wo es zu 99,9 % Teerstraßen gibt.
Der Vergleich hinkt, weil Du die Erwartungshaltung völlig losgelöst vom Preis betrachtest. Du hast recht in dem Punkt, dass ein Fahrzeug im südlichen Afrika viel härter beansprucht wird als in den USA, aber u.a. deshalb kostet ein großer 4x4 in den USA für 3 Wochen auch nur 500-800 EUR und bei Britz kostet er über 1600 EUR(ohne Campingausrüstung).
Morgens um 10 zurückgebracht, um 12 kommt ein neuer Mieter. Dass der Wagen erstens nicht Probe gefahren und nach großen Mängeln gecheckt wird, sollte jedem einleuchten;
Ich bezweifel ehrlich gesagt, dass es für irgend jemanden außer Dir einleuchtend ist, dass ein Fahrzeug, dass gerade 3 Wochen und 6000 km unterwegs war, nicht ein bißchen genauer geprüft wird. Natürlich muss nun nicht der Motor in alle Einzelteile zerlegt werden, aber mehr, als einmal ums Auto laufen, ist schon angebracht.
Mit dem beruhigendem Gewissen a.) einen Geländewagen für b.) viel Geld gemietet zu haben, der einem aber c.) Gott sei Dank nicht gehört, und man d.) deshalb mit ihm machen kann, was man will, fährt man das Ding manchmal e.) kaputt.
Schon allein weil die Versicherungssituation dort unten anders ist und Unfälle ohne Dritt- oder Tierbeteiligung häufig gar nicht versichert sind, dürften viele eher große Angst vor Schäden am Fahrzeug haben.
Ich bin für negative Berichte hier genauso dankbar wie für positive Berichte. Das soll auch keinesfalls ein Anti-Britz-Posting sein. Britz ist einer von 3 Anbietern, die bei uns noch in der Auswahl für SA+BW im Mai verblieben sind - trotz der zuletzt auffallend vielen negativen Stimmen zu Britz.
Beste Grüße
Guido
T.T.W.73 Beiträge · seit 200928. Feb. 2009 · #12Hallo Guido,
ich möchte kurz auf Dein Posting eingehen. Vielleicht werden auch da die verschiedenen Sichtweisen bzw. Ansichten klarer.
re: Hmm, soll jetzt niemand mehr vor schlechten Anbietern warnen dürfen?
In gewisser Weise korrekt. Zumindest nicht öffentlich im Internet. Generell neigt man dazu, zuerst das Negative zu erwähnen. Das ist aber leider der falsche Weg. Nicht alles ist schlecht.
Wieso wird der positive Anbieter nicht aufs höchste gelobt und ein subjektiv empfundener schlechter bleibt einfach generell unerwähnt?
Das ist im normalen Leben eigentlich Gang und Gäbe. Ob in der Politik, am Arbeitsplatz, beim täglichen Umgang miteinander: Bei zwei Konkurrenten wird der Bessere gelobt. Keinesfalls wird in der Öffentlichkeit der Schlechtere als unfähige Pfeife dargestellt (naja, in der Bild-Zeitung vielleicht)
Beispiel: Was nützt Dir mein Posting über Britz und den Defender? Eigentlich habe ich doch geschrieben, dass der Wagen Schrott war, oder? Kam aber niemals ans Tageslicht. Sondern wir waren von dem Auto begeistert, fanden es toll. Sicher eine genauso subjektive Meinung, wie manche ´Todesurteile´ hier. Ich bin mir aber sicher, dass für viele Mieter genau unser Hobel genügend Anlässe zur bitteren Beschwerde gegeben hätte.
Eine subjektiv verfasste negative Kritik stößt jemanden evtl. für immer völlig unberechtigt ins Abseits; eine gleichfalls positive der Konkurrenz schädigt aber niemanden, sondern veranlasst den vermeintlich Unerwähnten etwas an seinem Konzept zu ändern.
So, ich denke, ich habe zu diesem Thema meine Einstellung klargemacht.
Vielleicht noch kurz dazu:
ein amerikanischer Plastikmietwagen kostet etwa 5000-7000 EUR, ein Geländewagen, wo Plastik-Ford oder GM vorne als Emblem thront, das Doppelte, wenn überhaupt.
Um beim Beispiel zu bleiben: ein Defender in ZA/NAM ist auch dort horrend teuer (ca 300000 NAM$) und evtl. schon nach 2 Jahren und 50.000 Km platt. Zumindest so platt, dass man ihn nicht mehr vermieten kann.
Die Erfahrung der Mietwagenfirmen bestätigen daher den Gebrauch von sehr hohen Preisen und Zusatzversicherungen, weil sie wissen, dass ein enorm hoher Prozentsatz ihrer Flotte nicht mehr oder schwer lädiert wieder zurückgebracht wird. Sie unterstellen dem Mieter da ja auch keine Absicht.
Er ist nur manchmal nicht in der Lage (ich vermeide jetzt das Wort ´unfähig´) so ein Auto zu beherrschen. Bsp: ´kapitaler Motorschaden´ oben gelesen. Wie kann das denn passieren? Das arme Auto. Wer hat den denn zu Grunde gerichtet? So ein Auto kann bei normaler Fahrweise (des Fahrers/Mieters) 500000 Km ab. Da können die Leute bei der Vermietstation, wo der Wagen zwischen 2 Kunden vielleicht nur 3 Stunden stand, nix dafür.
Die Mieter wissen um die hohen Prämien und Risiken evtl. sehr wohl. Trotzdem versenken sie den Karren aus Versehen im nächsten Bach.
re: Ich bezweifel ehrlich gesagt,......, dass ein Fahrzeug, dass gerade 3 Wochen und 6000 km unterwegs war, nicht ein bißchen genauer geprüft wird. Natürlich muss nun nicht der Motor in alle Einzelteile zerlegt werden, aber mehr, als einmal ums Auto laufen, ist schon angebracht.
(hüstel) Meinst Du wirklich? 😎
Ich sag´da nur (etwas überspitzt) LTU kommt an, zwei Kleinbusse rollen auf den Hof des Vermieters, insgesamt 18 Mieter stehen ungeduldig und übermüdet beim Vermieter rum. 2 PKW gehen raus, dann 3 Pick-Ups, der Rest muss noch warten "the car is not ready for the moment" . Unbemerkt rollen hinter denen ein paar Vormieter an. Donnerstag Hauptan-/abreisetag, etwas busy heute Vormittag...
Hinten in der Ecke des Areals Rundumcheck (kein Unfall, nix läuft aus, ok), Kardan abschmieren, Handbesen, Schlafsäcke getauscht, Ölcheck, Wasser nachkippen, kleine Farbausbesserungen, Wasserschlauch, putzen, Reifen werden aussen "glänzend" gemacht - fertig.
EIn optisch nagelneuer, noch Wasser tropfender, Top-Geländebolide wird vorgefahren.
"Ready!" Gute Fahrt!
Machen wir uns doch nix vor. Das interessiert die doch nicht, wo der Wagen in den letzten Wochen unter welchen Bedingungen gefoltert wurde. Wenn der die nächsten 2 Mieter überlebt, ist gut, wenn nicht, gibt´s Ersatz. Pech für den Leittragenden in der jeweiligen Pannensituation, aber kein Grund für ein vernichtende Kritik in einem Land, wo der ADAC nicht sofort kommt.
ich wünsche allen eine unbeschwerte und sorgenfreie Fahrt auf afrikanischem Boden
Thomas
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200628. Feb. 2009 · #13@ T.W. Thomas
da bin ich ganz bei Dir, sehr treffend geschrieben, Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
GUGuido.Gast28. Feb. 2009 · #14Hallo Thomas,
T.W. schrieb:In gewisser Weise korrekt. Zumindest nicht öffentlich im Internet. Generell neigt man dazu, zuerst das Negative zu erwähnen.
Richtig, bekanntermaßen äußern sich Leute eher, wenn sie unzufrieden sind als wenn sie zufrieden sind. Ich sehe dabei nach wie vor kein Problem. Anhand dessen, wie sich jemand ausdrückt und was jemand sonst so schreibt, kann man Kritiken meistens auch ganz gut einordnen und gewichten. Alles andere läuft für mich tendenziell Richtung Zensur.
Eigentlich habe ich doch geschrieben, dass der Wagen Schrott war, oder? Kam aber niemals ans Tageslicht. Sondern wir waren von dem Auto begeistert, fanden es toll.
Ok, wenn Du begeistert bist, dass Du für einen 4stelligen Euro-Betrag Schrott gemietet hast... - zumindest 2 gebrochene A-Säulen fände ich nicht mehr spaßig und würde ich auch öffentlich kritisieren.
ein amerikanischer Plastikmietwagen kostet etwa 5000-7000 EUR
Wo das denn? Ein Ford Explorer o.ä. kostet inklusive VAT mindestens genauso viel wie ein Toyota Hilux in SA. Sicherlich bekommen die großen Autovermieter in den USA einen etwas größeren Rabatt als Britz in SA, aber das Doppelte zahlt Britz für ein vergleichbares Auto bestimmt nicht.
Um beim Beispiel zu bleiben: ein Defender in ZA/NAM ist auch dort horrend teuer (ca 300000 NAM$) und evtl. schon nach 2 Jahren und 50.000 Km platt. Zumindest so platt, dass man ihn nicht mehr vermieten kann.
Warum haben die Fahrzeuge dann meistens über 100.000 und bei einigen Anbietern auch über 300.000 km auf der Uhr und sind teilweise 8-10 Jahre alt?
Er ist nur manchmal nicht in der Lage (ich vermeide jetzt das Wort ´unfähig´) so ein Auto zu beherrschen.
Mit so einem Ansatz müsstest Du beispielsweise auch 95% der Internetnutzer vom Internet fern halten, weil die nicht das Wissen haben, um ihren Rechner ausreichend zu schützen. Die werden dann häufig unbemerkt Teil eines Botnetzes und somit zur Gefahr für andere.
Insgesamt kommen wir bei dem Thema wohl nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Zu Britz kann man meines Erachtens aber ganz objektiv sagen, dass die eher zu den hochpreisigen Anbietern gehören. Dementsprechend müssen die sich auch einer höheren Erwartungshaltung stellen, als wenn jemand zum halben Preis bei Hubert Hester ein 8 Jahre altes Auto mietet.
Beste Grüße
Guido
Axel1'130 Beiträge · seit 200628. Feb. 2009 · #15Wenn ich Thomas richtig interpretiere ist ein Urlaub mit einem LR nur dann zu empfehlen, wenn ich
ausgebildeter Kfz Mechaniker bin,
diesen Beruf auch gerne während meines Urlaubs kostenfrei ausübe,
und mich vorher auf die Schwächen des gemieteten Fahrzeugs eingestellt habe. Das heißt, ich habe das Reparaturbuch für Wassereinbrüche dabei, weiß, wo die Wasserablaßstopfen in den Ausgleichgetrieben sind, habe das entsprechende Werkzeug (zöllisch) dabei usw.
Ich weiß dann auch, dass die passive Sicherheit eines LR gleich null ist
http://www.overland.co.za/grafix/Wrecks/Morne/Ich weiß, dass der Vermieter nicht weiß, welche Fahrzeuge er wann vermietet und sich darauf eingestellt hat. Das es keine Fahrzeuge in Reserve gibt und die Wartung selten richtig durchgeführt wird. Ich muss davon ausgehen, dass der Vermieter den Verschleiß nicht kalkulieren kann und das "Ausfallrisiko" auf den Mieter abwälzt, was ja dann auch so in den allgemeinen Geschäftsbedingungen dargestellt wird.
Wenn ich das Ganze extrapoliere, sollte ich mich nicht wundern, wenn das gebuchte Flugzeug nicht abfliegt, abstürzt oder von mir während des Fluges gewartet werden muss, wenn die gebuchte Übernachtung mir mitteilt, upps, wir haben nicht damit gerechnet, dass ihr Hunger und Durst habt, aber ihr habt ja was im Cooler, kocht für die anderen gleich mit.
Stimmt schon, ein Urlaub in Afrika hat sich seit Paul Graetz Zeiten nicht verändert.
😄.
Ach ja, bevor das Resonanzgeheul anwächst, ich fahre auch einen 4x4 englischer Bauart zu hause und mache in NAM dem Vermieter, den ich auswähle keine Vorwürfe, wenn ich selber Hand anlegen muss. Dieser hat mich aber vorher auf das Alter und den Zustand des Materials und des Wagens hingewiesen.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
DIDieSowosammas8 Beiträge · seit 200828. Feb. 2009 · #16Hallo Zusammen,
erstmal😄 😄 😄
Ich möchte hier aus unserem (noch unveröffentlichten) Reisebericht (3 Wochen im August/September 2008) zitieren, zum selben Thema:
Anfang Auszug:
Das Auto, ja das Auto. Im Prinzip war der Land Rover schon genial (Kühlschrank, Wassertank, Kompressor, Highlift Jack, Platzökonomie generell, Dachzelte, unverwüstlich im Gelände, ), allerdings hatten wir schon mit Problemen zu kämpfen:
Wir wollten, nicht zuletzt aufgrund der Empfehlungen im Forum, unbedingt ein 2. Ersatzrad. Dies war dann im Innenraum (Kofferraum), unzulänglich fixiert. Als wir es dann tatsächlich gebraucht hätten, stellten wir fest, daß die Felge nicht auf die Achse paßte (Lochabstand)
Die Windschutzscheibe hatte bei der Übernahme ca. 10 Sprünge und Einschlaglöcher (störte im Betrieb aber kaum)
Die Klima-Anlage war defekt (störte aber auch nicht)
Eine Stoßddämpferaufhängung hinten links war gebrochen. Das stellte sich erst bei der Abgabe heraus, trug aber sicher zum instabilem Verhalten beim Fahren auf den Gravel-Roads bei
Der Keilriemen löste sich in seine Bestandteile auf und blockierte fast den Kühlerventilator. Ich entdeckte dies zufällig.
Die Türdichtungen lösten sich während der Reise immer mehr ab. Folge war eine Sandschicht im Innenraum.
Ein Schutzblech für die Scheibenbremse war abgerissen und hatte ich verklemmt. Dies entdeckte ich ebenfalls zufällig.
Das Auto war in Südafrika zugelassen. Konsequenz war, daß wir bei jedem Grenzübertritt nach Namibia Road Tax i.H.v. ca. 12€ bezahlen mußten.
Was soll man dazu sagen? Einerseits sind diese, bei entsprechender Sorgfalt des Autovermieters leicht vermeidbaren Mängel wirklich ärgerlich und hätten leicht zum Liegenbleiben (nach Murphy am ehesten beim Holboom) führen können. Andererseits muß man in Namibia mit Derartigem halt rechnen und es ist ja auch praktisch nichts passiert. Wir haben Traveler getroffen, die erst mitten im Moremi und eine Woche später in Mamili jeweils mit defektem Kühler liegengeblieben sind, da haben wir vergleichsweise Glück gehabt.
Ende Auszug
Ergänzung: Unser Landy war ca, 2 Jahre alt und war knapp 100.0 km gelaufen.
Jetzt habe ich die Posts gelesen, ich sehe, wir waren nicht die Einzigen mit vergleichbaren Erfahrungen.
Nachdem ich Thomas' Beiträge gelesen habe, finde ich persönlich, trotz allen Ärgers, er hat recht:
Wahrscheinlich ist die Erwartungshaltung das Problem: Man hat ja, insbesondere beim ersten Besuch in Namibia, keine direkte Ahnung. Man landet in Namibia, fährt mal kurz nach Windhoek Stadt, was ja auch recht, ich sag mal für westliche Standards normal ausschaut, kommt zu Britz, hat europäische Ansprechpartner, zahlt einen Haufen Geld (incl. Versicherung waren es bei uns knapp 6000€, beim damaligen Kurs also knapp 70.0 NAM$, in Relation zu den genannten 300.0 nicht schlecht), und stellt später Mängel fest, die a) (lebens-)gefährlich sein können, insbesondere wenn man mit dem Auto und afrikanischen Straßenverhältnissen nicht vertraut ist (wie wir) b) den Urlaub versauen können, wenn man irgendwo liegen bleibt c) in die Kategorie "einfach nur ärgerlich" fallen.
Thomas' Beitrag hat mir aber deutlich gemacht: Hey, wir suchen das Abenteuer, wir sind in Afrika; gehört das nicht irgendwie dazu? Muss man sich nicht auch hier entsprechend einstimmen, nicht nur beim Umgang mit den wilden Tieren?
Ich glaube, daß dieses Forum eine hervorragende Plattform ist, um bestehende, vor allem aber zukünftige Namibia-Enthusiasten auf die Reise auch diesbezüglich einzustimmen. Deshalb finde ich es in Ordnung, obwohl ich Thomas zustimme, wenn in diesem Forum auch Beiträge verfaßt werden, die das Ganze kritischer sehen. Erst durch die Pluralität kann sich jeder Interessierte seine eigene Meinung bilden und bei Britz buchen oder nicht.
Mein persönliches Resümmee (vorläufig):
Wir Namibia-Reisenden haben das Glück, in relativ urtümlicher Landschaft relativ komfortablen und sicheren Urlaub machen zu können.
Wir müssen darauf vorbereitet sein, daß dabei unerwartete Dinge passieren, teilweise erfreulich, teilweise eben aber nicht. Das gehört zu dem Abenteuer dazu, darauf müssen wir uns einstellen, einschließlich möglicherweise Abstrichen bei der Qualität des Fahrzeugs.
Gute und weniger gute Erfahrungen im Forum mitzuteilen ist auch OK. Die Poster wollen Ihre Emotionen, Freude und Frust, weitergeben; die Leser möchten echte und ehrliche Informationen. Interpretationen und daraus abgeleitete Entscheidungen bleiben jedem selbst überlassen.
Auf viele unfall- und störungsfreie Kilometer
die Sowosammas
peter 081'927 Beiträge · seit 200828. Feb. 2009 · #17DieSowosammas schrieb:Wir Namibia-Reisenden haben das Glück, in relativ urtümlicher Landschaft relativ komfortablen und sicheren Urlaub machen zu können.
Wir müssen darauf vorbereitet sein, daß dabei unerwartete Dinge passieren, teilweise erfreulich, teilweise eben aber nicht. Das gehört zu dem Abenteuer dazu, darauf müssen wir uns einstellen, einschließlich möglicherweise Abstrichen bei der Qualität des Fahrzeugs.
Gute und weniger gute Erfahrungen im Forum mitzuteilen ist auch OK. Die Poster wollen Ihre Emotionen, Freude und Frust, weitergeben; die Leser möchten echte und ehrliche Informationen. Interpretationen und daraus abgeleitete Entscheidungen bleiben jedem selbst überlassen.
die Sowosammas
😉 😉 😉
als einer der naiven Urlauber, die als gemeine Touristen einige Wochen durch Namibia touren und nix von Flussdurchfahrten und Weichsand-Extrempassagen verstehen, darf ich mich mal melden.
Klischeepflege ( LR, unerfahrene Touris, überzogene Erwartungshaltung...) bring gar nichts.
Es zählen Fakten, die sollen hier benannt werden, der Leser kann Rückschlüsse ziehen und verschiedene Erfahrungen einsortieren.
Gruß
Peter
Topobär5'479 Beiträge · seit 200902. März 2009 · #18Allgemein zum Thema Kritik:
Ich bin der Meinung, dass konkrete Mängelpunkte hier im Forum durchaus angesprochen werden sollen und auch der Verursacher benannte werden sollte. Allerdings halte ich pauschale verurteilungen für sehr schlecht und problematisch.
Als negatives Beispiel möchte ich den Post in diesem Thread anführen, in dem behauptet wird, von Britz könne man niemals Hilfe im Notfall erwarten. Zum einen ist das eindeutig falsch, da ich selbst einige Posts vorher von der sehr guten Hilfe durch Britz berichtete. Selbst wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, kann man aus den eigenen Erfahrungen als generellen Standard ansehen und sollte entsprechend formulieren.
Konkret zu unserem Motorschaden: War typisch für Afrika. Der Wagen hatte bereits in der Vergangenheit einen Motorschaden, nach dem ein Kipphebel für die Ventilsteuerung ausgetauscht werden musste. Leider war das Ersatzteil nicht vorhanden, und so wurde ein ähnliches Teil eines Schwestermodells eingeebaut. Dieser Kipphebel ist dann abgebrochen und in den Tiefen des Motors verschwunden. Lt. Britz werden Arbeiten am Motor nicht selbst durchgeführt, sondern von einer Fachwerkstatt.
trauch483 Beiträge · seit 200702. März 2009 · #19Hallo zusammen
Diese Diskussion gibt mir teilweise schon zu denken...
Man bezahlt einen vierstelligen Betrag für die Miete eines Geländewagens und darf doch wohl erwarten, dass dieser verkehrstauglich ist!!! Es kann ja wohl nicht sein, dass so gravierende Mängel vorliegen, dass der Gebrauch des Wagens lebensgefährlich ist oder dass damit gerechnet werden muss, dass man in der Mietzeit liegenbleibt.
Afrika hin oder her, wer europäische Mietpreise verlangt, hat das Auto auch auf einem anständigen und sicheren Standard zu halten! Klar ist, dass der Wagen auf Gravelpads mehr leidet und nach wenigen tausend Kilometern auschauen kann, als hätte er schon 1 Million Kilometer runter. Aber bitte, eine gründliche Inspektion mit Beseitigung der festgestellten Mängel kann ich als Mieter erwarten.
Natürlich kann man als Afrikatouri keinen Luxus erwarten und muss und soll auch viel verzeihen. Das macht ja gerade das Afrikafeeling aus! Aber nochmal: Ich begebe mich deswegen noch lange nicht freiwillig in Gefahr! Und Lust auf tagelange Werkstattaufenthalte habe ich in meinem spärlichen Urlaub auch keine. Also... bekannte Mängel sind zu beheben, ohne Wenn und Aber (wobei die Mangelschwelle in Akfrika wohl etwas häher angesetzt werden darf...)! Nun allzeit gute Fahrt und baut keine Unfälle 🙂
Gruss, Thomas
Axel1'130 Beiträge · seit 200602. März 2009 · #20Mich irritiert etwas anderes. Da wird ein Fahrzeug gebucht, dass nicht billig ist und darauf hingewiesen, dass man die Schwachstellen dieses Wagens kennt und akzeptiert, weil man selber einen fährt und den zuhause oft genug selber "bebastelt" hat.
Anschließend fährt man aus einem "europäisch" ausgerichtetem Land wie SA nach NAM und BOT, um während der Fahrt die Schwachpunkte zu beheben. Ist den der Ebay Verkauf von Ersatzteilen in diese Länder so schnell wie hier in der BRD und /oder die Ersatzteilversorgung bei den nicht üblichen Kfz?😄 Hat was von Masochismus.
Mehr noch wundert mich, dass anscheinend die Problematik des nicht passenden 2.Reifens bei manchen Vermietern häufiger auftritt als bei anderen, Zufall?.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"