Etosha: Camping-Sites und Wildbeobachtung

28 Antworten · 8'602 Aufrufe · gestartet 08. Feb. 2009 von Safariphil
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Themenstarter52 Beiträge · seit 200908. Feb. 2009 · #1
Hallo!

Nach stundenlangen Recherchen bin ich zum Schluss gekommen, dass Tierbeobachtungen wohl in der Umgebung Namutoni am vielversprechendsten sind. Kann das jemand bestätigen?

Wenn ja, würde unsere Aufteilung so aussehen:
- 1 Nacht Okaukuejo
- 1 Nacht Halali
- 3 Nächte Namutoni

Wäre das empfehlenswert?

Welches davon ist die beste/sauberste Unterkunft?

Gruss und danke!!!
Safariphil
34 Beiträge · seit 200908. Feb. 2009 · #2
Die gleiche Frage möchte ich für Campsites stellen?
174 Beiträge · seit 200608. Feb. 2009 · #3
Wo sich in der Etosha die Tiere aufhalten ist auch stark von der Jahreszeit abhängig.

Wir waren im September '07 dort und damals war definitiv Okaukuejo der beste Platz für Tierbeobachtungen.

lg
Carmen
14 Beiträge · seit 200808. Feb. 2009 · #4
Hallo,

waren im Oktober 2008 dort und fanden das Wasserloch bei Okaukuejo am besten.


Die Sauberkeit hängt sehr von den Touristen ab. Alle Sani-Alnalgen sind neu bzw. saniert worden.
Der beste Zeitpunkt zum Duschen ist nachmittags. Morgens sind die Anlagen voller Insekten, die in der Nacht durch das Licht angelockt wurden.

In Halali gibt es ein Untergrund aus Gras.

Martin
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Gast08. Feb. 2009 · #5
Hallo Martin,
also wir waren im Oktober 08 auch in Halali,
wo war da Gras ?

Es gab Dreck, Staub, Blätter, viele Overlander,
aber kein Gras.

Der allerbeste Ort für Terbeobachtungen ist Kalkheuvel.
70 - 100 Elefanten auf ein mal sind keine Seltenheit.

Natürlich nur solange die Trockenzeit dauert.
In der Regenzeit verschwinden die Elefanten
in den Norden und sie klettern über den
Zaun und gehen in die Wüste.


Viele Grüße,

BeeTee
7'263 Beiträge · seit 200608. Feb. 2009 · #6
Hallo Safariphil

Hier wirst Du dazu einige unterschiedlichen Antworten lesen, je nachdem wer gerade Glück mit Tieren am einen oder anderen Wasserloch hatte. So haben wir in Kalkheuvel noch nie viel gesehen, dafür hatten wir x-mal super Beobachtungen an Chudop. Die Beiden Wasserlöcher sind aber auch recht nahe beieinander, so dass Du auch mal vom einen zum andern fahren kannst.

Tendenziell ist in der zweiten Jahrehälfte im Westen mehr zu sehen, in der ersten eher im Osten. Sehr gut war bei uns immer die Gegend der Andoni-Plains ganz im Nord-Osten. Dann gibt es einige ausgesprochene Elefantenplätze (z.B. Tsumcor, Gross Otevi oder auch Olifantsbad).
Praktisch das Ganze Jahr über wirst Du über Mittag sehr viele Tiere und weisse Elefanten bei Nebrownii sehen.

Über Mittag ist übrigens sehr wichtig. Es gibt Tiere, die eher am Morgen früh oder gegen Abend am Wasserloch sind (Katzen, Hyänen, Nashorn). Andere findest Du mitten am Tag beim Wasser, so lohnt es sich auch in der heissen Zeit mal rumzufahren. Da kannst Du zum Teil auch plantschende Elefanten sehen.

Gegen Ende der Trockenzeit lohnt es sich in der Nähe der Wasserlöcher speziell auf Löwen zu schauen. An fast jedem Wasserloch hat sich irgendwo ein Löwenrudel niedergelassen. Du musst aber zum Teil lange danach suchen.

Unbedingt solltest Du ein bis zwei Abende an Camp-Wasserlöchern verbringen. Da sind Okaukuejo und Halai deutlich schöner als Namutoni.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2009
142 Beiträge · seit 200609. Feb. 2009 · #7
Hallo, Fomis,
wir sind heute in einer Woche😄 in der Etoscha. Kann jemand Aktuelles berichten, wo sind z.B. im Moment die meisten Tiere?

Herzliche Grüsse Alina
7'263 Beiträge · seit 200609. Feb. 2009 · #8
Alina schrieb:
wir sind heute in einer Woche😄 in der Etoscha. Kann jemand Aktuelles berichten, wo sind z.B. im Moment die meisten Tiere?
Das ist aber schön für Euch 🙂
Aktuelles kann ich nicht berichten, aber aus den letzten Jahren. Nehmt Euch Zeit für die Gegend um Namutoni und bis hinauf zu den Andoni-Plains. Zwischen Namutoni und Chudop hat es grosse Grasflächen die besonders gerne von Springböcken und Zebras besucht werden. Deshalb hat es auch immer Rubtiere in der Gegend.
Klein Namutoni ist sensationell für sehr viele Giraffen, Kudus, Impalas, Dick-Dicks und Warzenschweien. Auch da hast Du gute Chancen auf Raubtiere.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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143 Beiträge · seit 200809. Feb. 2009 · #9
@ Chrigu, Du sprichst mir aus dem Herzen! Möchtest Du nicht als Guide bei uns anfangen?
Gruß Olli 😉

Liebe Alina,

Du besuchst die Etoschapfanne in der Regenzeit! Momentan hat es im Norden sogar ausgiebige Regenfälle. Du solltest also viiiiiel (aber bitte langsam!) herumfahren! Die Wasserlöcher, auch die in Okaukuejo und Halali werden kaum Tiere haben! Auch die anderen Wasserlöcher unterwegs werden jetzt, da soooo viel Oberflächenwasser im Busch zu finden ist, nicht durch Wildtiere frequentiert sein. Lange Wartezeiten an den Wasserlöchern sind also müßig. Fahrt deshalb viele Wege, langsam die Umgegend absuchend, entlang. Ihr werdet viele Tiere sehen! Sei bitte nicht von der berühmten Wasserstelle enttäuscht! Sie wird fast leer sein! Nachfolgend ein Bild von den Tiersichtungen einer Regenzeitsafari in Etoscha.

Viel Spaß und Erfolg nächste Woche im Etoscha Nationalpark,

wünscht Dir,

Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
143 Beiträge · seit 200809. Feb. 2009 · #10
...das mit dem "Bildereinfügenineinentext" ist immer ein Problem für mich! Hier ist es:
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
Themenstarter52 Beiträge · seit 200909. Feb. 2009 · #11
Was ist eigentlich erfolgsverprechender: An einem Wasserloch möglichst lang geduldig ausharren, oder möglichst viele Wasserlöcher am gleichen Tag zu besuchen?
7'263 Beiträge · seit 200609. Feb. 2009 · #12
Hei Olli

Ich habe eben die Schildkröte auf Deinem Bild gesehen. Etwas vom schönsten in der feuchtern Zeit, sind die vielen Schildkröten die man sieht!
[bild: 109706]

Natürlich möchte ich auch die fluffy Zebras und jungen Antilopen nicht missen.

@Alina: Auch wenn Du an den Wasserlöschern weniger Tiere siehst, finde ich die Regenzeit wunderschön. Du hast nicht nur Staub sondern frisches Gras und Blumen.
[bild: 109703]

Übrigens sind auch Katzen am Morgen etwas länger "auf" wenn die Sonne nicht zu stark scheint. Diese hier habe ich unmittelbar neben der Strasse Morgens um 8:20 gesehen.
[bild: 109709]

Herzliche Grüsse
Chrigu
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7'263 Beiträge · seit 200609. Feb. 2009 · #13
Safariphil schrieb:
Was ist eigentlich erfolgsverprechender: An einem Wasserloch möglichst lang geduldig ausharren, oder möglichst viele Wasserlöcher am gleichen Tag zu besuchen?
Das kommt auf die Jahreszeit an. In der Trockenzeit ist das ausharren an guten Wasserlöchern die beste Strategie. In oder nach der Regenzeit ist herumfahren meist besser.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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79 Beiträge · seit 200829. Juni 2009 · #14
chrigu schrieb:
Es gibt Tiere, die eher am Morgen früh oder gegen Abend am Wasserloch sind (Katzen, Hyänen, Nashorn).
Kann mir jemand etwas genauer Auskunft geben, wann welche Tiere an den Wasserlöchern zu sehen sind ( Katzen, Elefanten, Hyänen, Antilopen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine oder Erdmännchen?

Danke und Grüße

Kofferfisch
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378 Beiträge · seit 200729. Juni 2009 · #15
Kofferfisch schrieb:
Kann mir jemand etwas genauer Auskunft geben, wann welche Tiere an den Wasserlöchern zu sehen sind ( Katzen, Elefanten, Hyänen, Antilopen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine oder Erdmännchen?
Das ist ganz streng reglementiert.

Von 05:00 bis 07:00 Uhr dürfen nur Elefanten und Nashörner ans Wasserloch. Wobei zu beachten ist, dass zuerst die Männchen trinken dürfen und erst danach die weiblichen Tiere.

Ab 07:00 bis etwa 09:30 Uhr dürfen nur Atilopen und Löwen ans Wasserloch. Wobei hier die antilopen warten müssen bis die Löwen fertig sind.

Ab etwa 10:30 Uhr (in der Zeit von 09:30 bis 10:30 wird das Wasserloch gereinigt) wird das dann nicht mehr so eng gesehen. alle anderen Tiere dürfen jetzt zum trinken kommen.

Abends dann in umgekehrter Reihenfolge bis dann um 22:00 das Wasser aus dem Wasserloch abgelassen wird.

Gruß Bernd 🤪
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2009
104 Beiträge · seit 200729. Juni 2009 · #16
Kofferfisch schrieb:
Kann mir jemand etwas genauer Auskunft geben, wann welche Tiere an den Wasserlöchern zu sehen sind ( Katzen, Elefanten, Hyänen, Antilopen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine oder Erdmännchen?
@Geopard
😄 🤩 😄

@Kofferfisch
Die Tiere sind dort wann sie Lust und Durst haben 😉
Das Universum antwortet auf die menschliche Suche nach Sinn und Glück mit Stille
7'263 Beiträge · seit 200629. Juni 2009 · #17
Hallo Kofferfisch

Natürlich ist das alles nicht in Stein gemeisselt, aber einige Tipps gibt es schon.

Löwen und Leoparden siehst Du am ehesten am frühen Morgen oder in der Dämmerung. An den Camp Wasserlöcher hast Du auch Nachts sehr gute Chancen diese zu sehen.

Elefanten sind sehr gerne in den späten Morgenstunden und über Mittag am Wasser. Da ist es heiss. Die richtige Zeit ein Schlammbad zu nehmen. Aber auch diese siehst Du sehr häufig Nachts an den Campwasserlöcher.

Hyänen habe ich bisher nur am frühen Morgen am Wasser gesehen.

Die Steppentiere (Antilopen, Zebras) fressen gerne morgens etwas und gehen häufig nach ein paar Stunden ans Wasser um das gegessene auch runterzuspülen.

Giraffen siehst Du speziell bei Klein Namutoni zu Hauf gegen Abend.

Warzenschweine kann man immer mal antreffen. Am Morgen beim trinken. Wenn es heisser wird auch mal beim suhlen im Schlamm.

Erdmännchen habe ich noch nie eines am Wasserloch gesehen.


Kurz zusammengefasst: Wenn ich morgens bei Sonnenaufgang unterwegs war, habe ich häufig Löwen aber auch Hyänen gesehen. Andere Tiere sind dann eher weniger am Wasser. Sobald es etwas heisser wird, kommt offensichtlich auch etwas Durst auf und die Wasserlöcher werden besucht.
Es kann aber immer wieder eine Stunde lang absolut leer sein um gleich darauf komplett umzuschlagen und richtig voll zu werden.

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2009
3'766 Beiträge · seit 200629. Juni 2009 · #18
Geopard schrieb:
[

Das ist ganz streng reglementiert.

Von 05:00 bis 07:00 Uhr dürfen nur Elefanten und Nashörner ans Wasserloch. Wobei zu beachten ist, dass zuerst die Männchen trinken dürfen und erst danach die weiblichen Tiere.

Gruß Bernd 🤪
Hallo Bernd,

hmmm...

etwas ist mir nicht klar, wie ist denn das wenn die Uhren auf Sommer/Winterzeit umgestellt werden?
Haben die Tiere dann später Durst oder kommen sie zur gleichen Zeit und die Touristen dann zu spät?

Gruss VA
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3'491 Beiträge · seit 200629. Juni 2009 · #19
Hallo Kofferfisch,
das ist gar nicht so ganz einfach wie man vielleicht meinen sollte.Es gibt zwar kluge Einteilungen nach tag- und nachtaktiven Tieren und sogar eine richige "Tierarten-Uhr" ( ähnlich unserer Singvogel-Uhr) , aber dummerweise scheinen die Tiere diese Einteilung nicht zu kennen - oder sie halten sich böswillig nicht daran, um uns Touris zu ärgern.😁 Mal im Ernst:Hyänen sind z.B. klassischerweise nachts aktiv. Du wirst sie deshalb vermutlich nur an den beleuchteten Campwasserlöchern von Okaukuejo oder Halali zu Gesicht bekommen - oder in der Morgendämmerung. Trotz dieser Erfahrung werden Dir jetzt aber zig Fomis von Hyänenbegegnungen am hellen Tag berichten können. Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Tierarten. Katzen sind eigentlich Nacht- und Dämmerungsjäger; Geparde aber haben sich genau das "abgewöhnt", weil die Fresskonkurrenz durch Hyänen und Löwen zu groß ist.Gerade in einem in sich geschlossenen System wie Etosha kann sich das Verhalten der einzelnen Arten verhältnismäßig schnell ändern. Zudem ist das dann auch noch jahreszeitabhängig und regional unterschiedlich. Generationen von Etosha-Besuchern haben sich darauf eingestellt, dass es keinen Sinn macht, in der Mittagszeit auf Pirsch zu fahren - dann ist draußen vermeintlich nichts los. Und schau mal in die Sichtungsbücher in den Camps - gerade in der Mittagszeit scheint draußen der Teufel los zu sein ! Mein Rat: fahr so früh wie möglich raus und nimm Geduld mit, viel Geduld !
Gruß Joli
79 Beiträge · seit 200830. Juni 2009 · #20
Geopard schrieb:
Das ist ganz streng reglementiert.
Von 05:00 bis 07:00 Uhr dürfen nur Elefanten und Nashörner ans Wasserloch. Wobei zu beachten ist, dass zuerst die Männchen trinken dürfen und erst danach die weiblichen Tiere.
Ab 07:00 bis etwa 09:30 Uhr dürfen nur Atilopen und Löwen ans Wasserloch. Wobei hier die antilopen warten müssen bis die Löwen fertig sind.
Ab etwa 10:30 Uhr (in der Zeit von 09:30 bis 10:30 wird das Wasserloch gereinigt) wird das dann nicht mehr so eng gesehen. alle anderen Tiere dürfen jetzt zum trinken kommen.
Abends dann in umgekehrter Reihenfolge bis dann um 22:00 das Wasser aus dem Wasserloch abgelassen wird. 🤪
😄 😄 😄 Na dann weiß ich ja jetzt bescheid 😉

@joli und chrigu - Danke für Eure hilfreichen Antworten 🙂
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