cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200917. Jan. 2009 · #1
Liebe Fomis
Einige Zeit schon bin ich hier im Forum stille Mitleserin, nun habe ich mich entschieden aktiv teilzunehmen. Ich konnte schon viele gute Tipps für unsere Reise im Sept./Okt. 2009 nach Namibia zusammengetragen. Ich finde so ein Forum eine wunderbare Fundgrube, wirklich toll! Unser Flug ist (vor)reserviert, nun geht es um die Feinplanung unserer Route. Wir mieten einen 4x4 mit Dachzelt und stellen uns eine Mischung aus Camping und Unterkünften vor. Wir möchten vorallem viele Tiere und tolle Landschaften sehen. Die Städte interessieren uns nicht so. Eine Route habe ich mithilfe vieler Tipps hier im Forum und der Camping-Liste von Thomas Richter mal zusammengestellt. Ich habe versucht, die Strecken allgemein kurz zu halten. Nun bin ich in der komfortablen Situation, dass mir noch 2 Tage bleiben, die ich verplanen kann. Ich möchte eigentlich nicht noch weitere Ziele einbauen, sondern bin mir am überlegen, wo ich lieber noch eine 2 Übernachtung einplanen soll. Wir sind keine „Poollieger“, also falls wir irgendwo länger bleiben, sollte es da schon was zum Unternehmen und Angucken geben.
Nun meine scheue Frage, ob ihr einen Blick auf meine Route werfen könntet und mir 1. sagen könnt, falls sie irgendwo überhaupt nicht hinhauen sollte und 2. wo ich die 2 Tage zusätzlich am besten einplanen sollte/müsste. C: Camping, U: feste Unterkunft
1. Windhoek Ankunft früh morgens, Übernahme Mietwagen, Stadtbesichtigung Pension Steiner od. ähnliches (U) 2. Windhoek-Mariental Fahrt zur Bagatelle Game Ranch (C). Sundowner Drive. 3. Mariental-Köcherbaumwald Fahrt zur Mesosaurus Fossil Site (C od. U). Besichtigung Köcherbäume, Farmrundfahrt 4. Köcherbaumwald-Fish River Canyon Fahrt zum Canyon Roadhouse (C), Besichtigung Fish River Canyon 5. Fish River Canyon-Klein-Aus-Vista Evt. nochmals Besichtigung FRC, Fahrt über Seeheim nach Aus, Nachmittag Wildpferde Garub Klein-Aus-Vista (C od. U) 6. Klein-Aus-Vista-Koiimasis Morgens Besichtigung Kolmannskuppe, Nachmittag Fahrt über D707 zur Koiimasis (C) 7. Koiimasis - Sesriem Park Camping Fahrt nach Sesriem, Nachmittag Besichtigung Sesriem Canyon, Abends evt. zur Düne 45 Sesriem Park (C) 8. Sossusvlei Desert Camp Morgens früh los ins Sossusvlei, Hidden Vlei etc.,danach Düne besteigen, Nachmittags relaxen Desert Camp (U) 9. Sesriem-Swakopmund Morgens evt. nochmals Sossusvlei, Fahrt über Kuiseb Canyon nach Swakopmund Beach Lodge (U) 10. Swakopmund-Ameib Ranch Morgens Dünensurfen und Einkaufen, Nachmittags Fahrt zur Ameib Ranch, evt. noch Sonnenuntergangswanderung zu Bull’s Party Ameib Ranch (C) 11. Ameib Ranch-Brandberg White Lady Lodge Morgens Wanderung zur Philips Cave, Spitzkoppe, Nachmittags Fahrt zum Brandberg (Wüstenelefanten?;-) Brandberg White Lady Lodge (C) 12. Brandberg-Vingerklip Lodge od. Bambatsi CG Evt. noch Region Brandberg besichtigen, Fahrt ins Gebiet Fingerklippe Entweder Vingerklip Lodge (U) oder Bambatsi (C) 13. Vingerklip- Etosha Safari Camp Morgens Besichtigung Vingerklip-Region, danach Fahrt bis kurz vor Etosha, evt. schon erste Fahrt in den Etosha NP Etosha Safari Camp (C) 14. Camp Okaukejo Besichtigung Etosha Camp Okaukejo (C od. U) 15. Camp Okaukejo Besichtigung Etosha Camp Okaukejo (C od. U) 16. Camp Halali Besichtigung Etosha Camp Halali (C) 17 Onguma Tented Camp Besichtigung Etosha Onguma Tented Camp (C) 18 Waterberg Fahrt zum Waterberg Waterberg Wilderness Lodge (C) 19 Okonjima Main Camp Fahrt zum Okonjima Camp, Cheetahs!!! Onkonjima Bush od. Main Camp (U) 20 Okonjima Main Camp Cheetahs!!!, späterer Nachm. Fahrt zum Flughafen, Flug 20Uhr.
Wie ihr seht habe ich die Region Twyvelfontain aufgrund von eher negativen Schilderungen (und weil uns Felszeichnungen eher mittelmässig interessieren) aussen vor gelassen. Ist das eurer Meinung nach ein Frevel oder auch für Namibia-Neulinge zu vertreten?
Liebe Grüsse Cheetah13
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200617. Jan. 2009 · #2
Hallo
Ich würde auf Klein-Aus-Vista einen Tag mehr einlegen. So habt Ihr etwas mehr Zeit diese Region zu geniessen und einen Ausflug zu den Wildpferden zu machen oder etwas zu wandern.
Den zweiten Tag würde ich beim Brandberg einplanen. Wenn Ihr am Nachmittag zur Brandberg White Lady Lodge kommt, werdet Ihr sicher etwas Pause machen wollen. Dass dann noch ein paar Wüstenelefanten vorbeilaufen ist schon recht viel Glück. Diese müsst Ihr evtl. ein bisschen suchen oder eine Tour (dauert glaube ich 3 Std.) buchen.
Wenn Ihr statt dieser zwei Nächte trotzdem noch einen neuen Ort auf Eurer Tour einplanen möchtet, schlage ich den Naukluft Park vor. Eine Übernachtung auf einem einsamen Campingplatz (Mirabib oder Archers Rock) lohnt sich auf jeden Fall!
Herzliche Grüsse Chrigu
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Hi, lasst die Vingerklip-Lodge weg und nehmt die Brandberg Lodge ( Wüstenelefanten zu 99 % garantiert)wenn ihr Tiere wollt, die Vingerklip Lodge ist mehr was für Leute, dei ein tolles Ambiente genießen wollen... http://www.brandbergwllodge.com/
Hi, Twyvelfontein ist schön, wenn man driekt dort übernachtet ( Campsite in Aba Huab, sehr einfach aber, mit Glück Wüstenelefanten direkt im Camp ! ) gleich um 7:30 an den Berg geht und vor allen anderen eine Führung macht.
Uns interessieren eigentlich auch nur die Tiere, aber Twyvelfontein war dennoch ein Highlight.
Satt dessen würde ich eher Waterberg weglassen.
Viele Grüße,
BeeTee
Namib Tom841 Beiträge · seit 200818. Jan. 2009 · #5
Hallo Cheetah13,
bei dieser Tour bist du ja nur unterwegs. Mein Vorschlag : 2 Nächte Klein Aus Vista. Fahrt nach Kolmannskoppe, Besichtigung von Lüderitz, die Rückfahrt so einrichten, daß ihr eine Stunde vor Sonnenuntergang bei Garub seit um die Wildpferde zu beobachten. Auch würde ich 2 Nächte in Swakopmund verweilen und noch eine Lagunentour in Walvis Bay unternehmen. Die Fahrt vom Brandberg zur Vingeklip; hier solltet ihr über Sorris Sorris, Twyvelfontein, Khorixas zur Vingeklip fahren. Landschaftlich sehr schön.
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200919. Jan. 2009 · #6
Lieber Chrigu, BeeTee und Namib Tom
vielen herzlichen Dank für eure Tipps.
@chrigu + BeeTee: 2 Nächte Klein Aus Vista sind nun eingeplant. Scheint ja echt schön zu sein (vielleicht leisten wir uns sogar Eagles Nest!), entspannt die Reise und gibt uns am Weiterreisetag mehr Zeit für die D707 und Koiimasis.
@chrigu: Brandberg 2 Nächte würde mich schon reizen, aber die Wüstenelefanten sind für mich kein Muss (vielleicht folgt ja eine weitere Reise nächstes Jahr!;-)
@BeeTee: Die Brandberg Lodge ist schon drin (siehe Tag 11./12.). Die Region Vingerklip reizt uns wegen der Felsformationen sehr (etwas rumklettern;-). Betreffend Onguma Lodge: Du hast völlig recht: Wir werden die Campsite nehmen (vorreservieren?)
@Namib Tom: Ich habe die Tour nun genauso abgeändert wie du es vorgeschlagen hast. Es scheint mir sinnvoll, 2 Tage in Swakopmund zu verbringen. Mich interessiert aber eher die Living Desert Tour (wir stehen nicht so auf gefütterte Wildtiere, wie es anscheinend bei der Mola Mola Tour gemacht wird). Auch den Hinweis auf den Umweg über Twyfelfontein finde ich gut. Ich denke wir entscheiden dann spontan, ob wir mehr Zeit auf der Brandberg Lodge oder auf der Weiterfahrt Richtung Vingerklip einplanen wollen.
Grüessli Cheetah13
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200919. Jan. 2009 · #7
Hier nochmals meine aktualisierte Route:
Ich habe übrigens auch noch schweren Herzens die Nacht am Waterberg gestrichen zugunsten einer zweiten Nacht in Okonjima. Ich habe so je zwei Nächte in Klein Aus Vista, Sesriem, Swakopmund, Okaukejo (gesamt 5 Nächte in und um Etosha) sowie Okonjima. Bin weiterhin dankbar für Vorschläge, auch Hinweise betreffend Unterkünfte oder Aktivitäten vor Ort.
So. Windhoek Ankunft früh morgens, Übernahme Mietwagen, Stadtbesichtigung Pension Steiner od. ähnliches (U) Mo. Windhoek-Mariental Fahrt zur Bagatelle Game Ranch (C). Sundowner Drive. Di. Mariental-Köcherbaumwald Fahrt zur Mesosaurus Fossil Site (C od. U). Besichtigung Köcherbäume, Farmrundfahrt Mi. Köcherbaumwald-Fish River Canyon Fahrt zum Canyon Roadhouse (C), Besichtigung Fish River Canyon Do. Fish River Canyon-Klein-Aus-Vista Evt. nochmals Besichtigung FRC, Fahrt über Seeheim nach Aus, Nachmittag Wildpferde Garub Klein-Aus-Vista (C od. U) Fr. Klein-Aus-Vista Morgens Besichtigung Kolmannskuppe, Nachmittags Wanderungen Sa. Klein-Aus-Vista-Koiimasis Fahrt über D707 zur Koiimasis (C) So. Koiimasis - Sesriem Park Camping Fahrt nach Sesriem, Nachmittag Besichtigung Sesriem Canyon, Abends evt. zur Düne 45 Sesriem Park (C) Mo. Sossusvlei Desert Camp Morgens früh los ins Sossusvlei, Hidden Vlei etc.,danach Düne besteigen, Nachmittags relaxen Desert Camp (U) Di. Sesriem-Swakopmund Morgens evt. nochmals Sossusvlei, Fahrt über Kuiseb Canyon nach Swakopmund Beach Lodge (U) Mi Swakopmund Morgens Dünensurfen, Nachmittags einkaufen, relaxen Beach Lodge (U) Do. Swakopmund-Ameib Ranch Morgens Little Desert Tour, Nachmittags Fahrt zur Ameib Ranch, evt. noch Sonnenuntergangswanderung zu Bull’s Party Ameib Ranch (C) Fr. Ameib Ranch-Brandberg White Lady Lodge Morgens Wanderung zur Philips Cave, Spitzkoppe, Nachmittags Fahrt zum Brandberg (Wüstenelefanten?) Brandberg White Lady Lodge (C) Sa. Brandberg-Vingerklip Lodge od. Bambatsi CG Evt. noch Region Brandberg besichtigen, Fahrt ins Gebiet Fingerklippe evt. über Sorris Sorris, Twyvelfontein, Khorixas fahren Entweder Vingerklip Lodge (U) oder Bambatsi (C) So. Vingerklip- Etosha Safari Camp Morgens Besichtigung Vingerklip-Region, danach Fahrt bis kurz vor Etosha, evt. schon erste Fahrt in den Etosha NP Etosha Safari Camp (C) Mo. Camp Okaukejo Besichtigung Etosha Camp Okaukejo (C od. U) Di. Camp Okaukejo Besichtigung Etosha Camp Okaukejo (C od. U) Mi. Camp Halali Besichtigung Etosha Camp Halali (C) Do Onguma Lodge Besichtigung Etosha Onguma Camping (C) Fr Okonjima Main Camp Fahrt zum Okonjima Main Camp Okonjima Bush od. Main Camp (U) Sa Okonjima Main Camp Fahrt zum Okonjima Camp, Cheetahs!!! Onkonjima Bush od. Main Camp (U) So Rückfahrt Mittag Fahrt zum Flughafen, Flug 20Uhr.
Hi Cheeta, wir waren grad im Oktober im Vingerklipgebiet, fanden es absolut trostlos, klettern war explizit verboten, kein Vergleich mit dem Gebiet um Twyelfontein.
Auch wenn manche die Felszeichnungen nicht toll fanden, immerhin ist es ein National Heritage der UN, die Berge drumherum sind toll, tolle Farben und es gibt schöne OffRoad Strecken zu Fahren.
Viele Grüße,
BeeTee
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200919. Jan. 2009 · #9
Hallo BeeTee
ich habe auf deinen Hinweis hin nochmals Bilder zu den beiden Gebieten Twyfelfontein und Vingerklip gegoogelt.
Da ist mir aufgefallen, dass die tollen Bilder der Tafelberge um Vingerklip meistens Sunrise- oder Sunset-Bilder sind (wenn die Felsen so schön rot leuchten:-)). Ich könnte mir schon vorstellen, dass die bei Tage nicht so viel hergeben. Was hälst du davon, wenn ich also wirklich vom Brandberg aus durch das Twyvelfontein-Gebiet fahre (über Sorris-Sorris, Twyvelfontein, Khoriax) und erst gegen Abend zum Sunset zur Vinkerklip komme? Du sagst die Berge im Twyvelfontein-Gebiet seien schön: Gibt es im Twyvelfontein-Gebiet eine besonders schöne Region, wo wir evt. eine kurze (ungeführte) Wanderung in die Felsen hinein machen könnten?
Grüsse Cheetah13
klaus63630 Beiträge · seit 200819. Jan. 2009 · #10
Hallo Cheetah 13,
Du überlegst Richtung Twyfelfontein die D 2319 über Sorris Sorris zu nehmen. Wenn Du die Suchfunktion im Forum nutzt, kannst Du Berichte lesen, die diesen Weg als "üble Schlaglochpiste" beschreiben. Ich bin letztes Jahr daraufhin auf der C 35 geblieben.
Gruß
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
Hallo Cheetah, ein ganz klein bisschen hast Du Deine Route ja schon entschleunigt, aber längst noch nicht genug. Deine Tagesetappen dagegen sind ok. Aber Ihr nehmt Euch ohne Not einen großen Teil des Namibiaerlebnisses dadurch weg, dass Ihr häufig nur eine Nacht an einem Ziel bleibt. Für Windhoek und Keetmanshoop mag das gerade noch " hinnehmbar" sein - aber alle anderen Ziele sind durchweg viel zu schade, um dort nur zu schlafen. Das fängt schon mit Bagatelle an.So würde ich z.B. auch Koiimasis schlicht weglassen; es ist zwar sehr schön dort, aber Ihr habt nichts davon, weil Ihr ja nur zum Schlafen hinfahrt. Dann fahrt doch gleich von Klein Aus Vista durch bis Sesriem und Ihr habt schon wieder einen Tag gewonnen, um den an anderer Stelle verlängernd einzusetzen. Gleiches gilt für die Ameib Ranch - streichen und statt dessen einen Tag mehr für die White Lady Lodge. Versucht es doch mal mit folgender Betrachtungsweise: Namibia ist keine Aneinanderreihung von Highlights, sondern ein Geamtkunstwerk aus Landschaft, Unterkünften, Menschen, Tieren, Wüste, Luft, Stille, Einsamkeit - und einem für uns völlig unbekannten Zeitgefühl.Das aber muss man erst einmal erlernen.Deshalb mein Rat: lasst Euch von Namibia erobern - nicht umgekehrt. Gruß Joli
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200920. Jan. 2009 · #12
Hallo Joli
danke, dass du dir meine Route auch noch angesehen hast (ich hatte es insgeheim gehofft, da ich schon viele gute Infos aus deinen Beiträgen zusammengetragen habe:-)). Umso enttäuschter bin ich natürlich, dass du die Route so nicht gut findest. Bis anhin hatten wir es, wenn wir ein neues Land das erste Mal bereist haben, immer so gehandhabt, dass wir ein recht straffes Programm hatten (wir sind keine "Poollieger", stehen mit der Morgendämmerung auf, Zelt zu und los). Bei einer weiteren Reise in das Land wussten wir dann, wo es sich lohnt länger zu bleiben. Da ich im Forum natürlich schon oft gelesen habe, dass man für die Unterkünfte viel Zeit einplanen sollte, habe ich die Tageetappen im Vergleich zu anderen Routenvorschläge sehr kurz zu halten versucht. Du schreibst du würdest z.B. Koiimasis streichen, da wir ja nur zum Schlafen hinfahren. Das kann ich so nicht ganz stehen lassen: Wir haben ja jetzt einen Tag mehr in Klein Aus Vista. Wenn wir am Morgen früh losfahren (das machen wir im Urlaub eigentlich immer) sind wir denke ich höchstens 4h (ausgiebige Fotostopps auf der D707 eingerechnet) unterwegs, dh. wir wären kurz nach Mittag in Koiimasis. Da kann man einen halben Tag lang doch noch einiges machen und die Farm auf einen wirken lassen, oder nicht? Auch bei der Fahrt zur Bagatelle Ranch rechne ich eigentlich nicht mehr als 3-31/2h Fahrt (Stopps lohnen sich auf der B1 ja nicht wirklich). Da hätten wir auch noch einen ganzen Nachmittag (und evt. auch noch Teil des nächsten Morgens.)Klar könnte man immer fast überall noch länger bleiben im Urlaub:-). Die Ameib Ranch möchte ich nicht streichen, weil man da so toll wandern kann (Bull's Party, Philips Cave). Aber vielleicht 2 Nächte hier und dafür den Brandberg weglassen?
Ich will nicht uneinsichtig sein, aber es würde mich doch interessieren, ob ein Urlaub in Namibia so wie ich ihn geplant habe wirklich kein schönes Erlebnis werden kann.
Hallo Cheetah, man kann die Reise ganz sicher so machen, wie Du sie ursprünglich geplant hast - zumal Deine Tagesetappen wirklich sehr "vernünftig" kurz sind. Und vermutlich würdest Du von einer solchen Reise dann auch schwärmen. Aber Ihr hättet nicht viel von Namibia mitbekommen, weil Ihr dem Land zu wenig Zeit gegeben habt, auf Euch zu wirken. Klar - früh aufstehen gehört in Namibia zum normalen Tagesablauf. Dort beginnen die Tage eigentlich immer mit dem Sonnenaufgang und enden kurz nach Sonnenuntergang - auch und gerade für Touristen. Aber es tut mir schon fast weh, wenn ich von Dir lese, dass Du mit 4 Std. Fahrtzeit bis Koiimasis rechnest, also am frühen Nachmittag dort ankommst und dann noch genügend Zeit hast für irgendwelche Aktivitäten. Das ist rechnerisch sogar richtig - aber es klingt nach " Programmpunkte abhaken". Da bleibt kein Platz für Namibia !! - Ich kenne viel zu wenig von der Welt, um Vergleiche ziehen zu können - dennoch aber bin ich der Meinung, dass Namibia in seiner Wirkung auf die Besucher etwas ganz besonderes ist - wenn man es wirken lässt.Wenn Du so gerne einen Zeitplan machst, dann plane doch einfach täglich 2-3 Std. Langeweile ein 😁 Vermutlich wird das dann der einzige nicht erfüllte Programmpunkt Deiner Reise sein. Gruß Joli
Topobär5'479 Beiträge · seit 200920. Jan. 2009 · #14
Hallo Cheetah 13,
ich möchte Euch in Eurer Planung bestätigen. Wir haben eine ähnlichge Art zu reisen und übernachten meist auch nur eine Nacht an einem Ort. Dafür eher kurze Etappen und den Tag von früh bis spät intensiv nutzen. Ich hätte es nicht anders geplant.
Es gibt halt unterschiedliche Arten zu Reisen. Jeder sollte es so tun, wie es ihm am besten gefällt. Von Tips in die Richtung schneller oder langsamer reisen halte ich deshalb gar nichts.
Jetzt noch ein ganz anderer Vorschlag wie ich die zwei Tage einbauen würde:
Anstatt Vingerklipp-Lodge würde ich im Bereich Twyfelfontein übernachten. Von dort aus nach Sesfontein. Dort 2 Nächte einplanen. Als Übernachtungsmöglichkeiten gibt es die Lodge im Fort, die Campsite des Forts und in der Nähe die sehr einfache aber traumhaft gelegene Campsite am Naturpool von Ongongo.
Den Tag dazwischen solltet Ihr für Runde durch den Hoanib-Canyon nutzen. Einfahrt für die Gibris-Hochfläche, dann im Hoanib bis zur Dubis-Pforte und Ausfahrt durch den Garamub-Canyon. Auf dieser Strecke kann man abseits der ausgetretenen Touristenpfade in grandioser Landschaft eine reichhaltige Tierwelt erleben. Die Strecke ist für mich einer der absoluten Höhepunkte Namibias. Etosha kannst Du dagegen vergessen.
Hanne6'152 Beiträge · seit 200620. Jan. 2009 · #15
Hallo Cheetah,
klar kann Dein Urlaub so wie Du ihn geplant hast super werden. Warum fragst Du nach Tips, bekommst welche die passen Dir aber nicht ?. Kann Joli nur beipflichten was er schreibt. Ich komme in Namibia nie dazu ein Buch zu lesen, da es landschaftlich zu reizvoll ist in die Gegend zu schauen, als in das Buch. Gruss Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200920. Jan. 2009 · #16
Liebe Hanne
wenn du den ganzen Thread liest, dann siehst du, dass ich viele Tipps sehr wohl eingebaut habe: 2 Nächte Klein Aus Vista, ein Tag mehr in Swakopmund, Region Twyfelfontein wird irgendwie eingebaut werden (evt. anstatt Vingerklip, vielleicht 2 Tage Ameib oder Brandberg Lodge anstatt je eine etc.
Vielleicht habe ich durch die genauen Planungsangaben auch etwas ein falsches Bild erscheinen lassen. Ich mach das immer so, habe aber auch kein Problem damit vor Ort dann mal etwas wegzulassen, wenn mir nach etwas anderem ist(vielleicht auch die besagte "Langeweile" von Joli;-)). Niemand sagt, dass wir an den Nachmittagen auch wirklich wandern oder die Farm angucken müssen, es ist einfach eine Möglichkeit. Es ist sicher gut wenn man weiss was man machen könnte und dass es allenfalls zeitlich für die Aktivitäten reichen würde.:-). Ich freue mich doch sooo auf die Reise!
Liebe Grüsse Cheetah13
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200920. Jan. 2009 · #17
Hallo Klaus
danke für den Tipp. Wir werden in dem Fall auf der C35 bleiben.
Hallo Topobär
deine Vorschläge werde ich mir heute Abend mal zu Gemüte führen. Vielen Dank. Bis später
Cheetah13
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200920. Jan. 2009 · #18
Lieber Topobär
ich musste zuerst ganz schön suchen, bis ich herausfand wo dieser Hoanib-Canyon so etwa liegt, aber die Bilder die ich dann gefunden habe sind einfach klasse. Träum...
Andererseits habe ich doch das Gefühl, das sei eher "Namibia für Fortgeschrittene". Im Moment, denke ich, dass wir das nur geführt (oder zumindest nicht alleine) machen würden. Aber vielleicht denke ich nach unserer ersten Reise schon anders darüber. Auch das restliche Kaokoveld reizt mich sehr, muss aber wohl oder übel auf eine nächste Reise warten. Hingegen werde ich nach so vielen Empfehlungen Twyvelfontein wohl als Übernachtung einplanen. Gibt es in dieser Region einen schönen Campingplatz? Der von BeeTee hier empfohlene Aba Huab CG, hat auf der Thomas Richter Liste eher nicht so gute Bewertungen gekriegt. Oder eine Lodge, die etwas Besonderes zu bieten hat?
Hallo Cheeta, die Aba Huab ist sicher nicht die neueste und die Einrichtungen sind rudimentär, es gibt z.B nur ein Donkey zum Duschen, aber, sie liegt spektakulär am Flussbett, es gibt ab und zu Wüsten-Elefanten direkt im Camp, und es sind nur 5 min nach Twyvelfontein zu fahren, ein unschlagbarer Vorteil wenn man Twyvelfontein genießen will.
Man sollte spätestens um 7:30 dort sein, zum einen wegen der Temperaturen und der Menschenmengen, die an den Berg wollen.
Man kann von der Campsite aus auch am Abend nach Twyyvelfontein fahren, das gibt spektakuläre Bilder der von der Sonne rot angestrahlten Bergflanken.
Viele Grüße,
BeeTee
Topobär5'479 Beiträge · seit 200921. Jan. 2009 · #20
Hallo Cheetah,
wir haben die beschriebene Tour auch bei unserer ersten Afrika-Reise unternommen.
Zugegeben, von allein wären wir da auch nich drauf gekommen und hätten uns auch nicht getraut. Wir waren für zwei Nächte in Sesfontein und hatten am ersten Abend den Chef der Lodge gefragt, was er uns für den nächsten Tag empfehlen würde. Seine Empfehlung war diese Route.
Es ist mit Sicherheit der anspruchsvollste Tag Eurer Reise, aber trotzdem machbar. Die Orientierung ist einfach. Man fährt zunächst den Pad Richtung Purros und biegt dann auf der markanten Gibris-Fläche (viele Hexen-Kreise) in der Nähe eines aus der Fläche herausragenden Felsens links (Süden) auf eine Fahrspur ab. Diese Fahrspur führt in ein sich immer mehr verengendes Tal, welches dann in den Hoanib-Canyon führt. Der hier vorhandenen Fahrspur folgt man nach links (Osten) bis zur Dubis-Pforte, einem markanten Felsdurchgang, wo sich der Canyon auf nur 5m verengt. Hier zweigt nach links (Norden) der Ganamub-Canyon ab, durch den man auf einer Fahrspur wieder zurück zum Pad Sesfontein-Purros kommt. Da man sich die ganze Zeit in Canyons bewegt ist verfahren kaum möglich. Das schwierigste, ist noch den Einstieg auf der Gibris-Fläche zu finden, aber wenn Ihr Euch das vor Ort genau beschreiben lasst gibt's da kein Problem. Wir haben die Tour seinerzeit nur mit der Shell-Karte gemacht, was vollkommen ausreichte. Insgesamt ist die Tour gerade einmal max. 150km lang (incl. Zu- und Abfahrt auf dem Pad).
Auch vom Fahrtechnischen im Gelände ist es nicht so wild. Ich fand die Strecke im Sossusvlei vom 2x4 Parkplatz zum 4x4 Parkplatz deutlich anspruchsvoller. Wir mussten seinerzeit noch nicht einmal den Luftdruck in den Reifen reduzieren. In der von Euch geplanten Zeit dürfte auch ein Wasser oder Schlamm im Canyon sein.
Das wichtigste ist aber, es handelt sich um eine Rundtour und Ihr werdet abends wieder in Sesfontein erwartet. Solltet Ihr also einen irreperablen technischen Defekt haben, oder Euch so festfahren, dass Ihr aus eigener Kraft nicht weiterkommt, wird man Euch suchen.
Etosha ist ein besserer Safaripark; hier am Rande des Kaokoveld kannst Du noch die ursprüngliche afrikanische Natur erleben.