Krankhafte Tierliebe und ihre Auswirkungen...

51 Antworten · 18,7k Aufrufe · gestartet 26. Dez. 2008 von Fanty
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Themenstarter30 Beiträge · seit 200726. Dez. 2008 · #1
Krankhafte Tierliebe und ihre Auswirkungen...
Bambelela Wildlife Rehab Center, Bela-Bela Warmbath / Südafrika

Um unseren langersehnten Kindheitsraum "Hilfe für Wildtiere anzubieten"
realisieren zu können, haben wir unendlich viel investiert (Zeit, Geld, Jobaufgabe, etc.). Nach diversen Internetrecherchen, haben wir uns für das Bambelela Wildlife Rehab Center in Bela-Bela / Warmbath in South
Africa entschieden. Wir konnten es kaum erwarten, um unseren Traum nach jähriger Vorplanung, endlich im Herbst 08 für 2 Monate als Volontäre antreten zu können.

Damit wir ein Bild über die vor Ort herrschende Zustände vermitteln
können, konzentrieren wir uns hier auf die menschliche- und die tierische
Haltung in Bambelela.

Menschliche Haltung
Bambelela bietet FGASA-Ausbildungen und Volontärstellen an und
beschäftigt einige Festangestellte.

Bereits bei Ankunft wurden wir mit einer tieffliegenden Stimmung
konfrontiert. Freude und ein Lächeln im Gesicht, stellte sich zur
absoluten Seltenheit heraus. Innert kürzester Zeit stellte man
fest, woher der Wind weht. Und erstaunlicherweise erhält man schnell
Verständnis dafür, weshalb dort so eine Missmut umherschwebt.

Die herrschende Situation ist schwierig zu beschreiben und für auswärtige
schwer nachzuvollziehen. Man muss effektiv mittendrin sein, um sich ein
reales Bild von diesen Zuständen schaffen zu können.

Tagtäglich wird man lautstarken Auseinandersetzungen zwischen der
Besitzerin und ihrem Ehemann ausgesetzt. Dies beinhaltet insbrünnstige
Diskussionen, Beschuldigen, Drohungen, etc. und zuletzt fallen auch
unschöne Wörter wie: "Fuck you, you pisses me off, you are fucking
useless" (um nur einiges zu nennen)
Wir als Europäer sind uns so ein Umgang einfach nicht gewöhnt und können
dies auch nicht einfach so hinnehmen. Das Ganze ist umso unverstän-
dlicher, da die Besitzerin eine Deutsche Auswanderin ist, welche diese
Farm seit 5 Jahren betreibt. Ihr Ehemann, ein weisser Südafrikaner.
Hierzu muss ich nun eine treffende Beschreibung einfügen, welche durch
eine andere betroffene Person verfasst wurde: "Ein Afrikaans sprechender
Rüppel, dem jeglicher Anstand fehlt. Stell dir ein 1.9m grosses 120 kg
Geschöpf vor, das erst seit 2 Generationen aufrecht geht!"

Um mit diesen Auseinandersetzungen nicht konfrontiert zu werden,
versuchte man teilweise mit Zehenspitzen auf dem Gelände herumzutrippeln.
Leider klappte es nicht immer... Man scheute nicht davor zurück, auch die
zahlenden Volontäre ins Gefecht miteinzubeziehen. Hieraus resultierten
Anschuldigungen für Dinge, die man gar nicht getan hat, es folgten
Vorwürfe, etc.

Grundsätzlich gibt es auf dieser Farm so viel zu tun. Trotz alledem wird
alles daran gesetzt, um den Drang nach Tatkraft, Freude und Elan immer
wieder zu unterbinden und einzustellen.

Sämtliche Kräfte werden in lautstarkes Herumschreien, ausspielen von
Gleichgesinnten, verbreiten von Lügen oder Falschaussagen, haltlose
Beschuldigungen, zweigleisiger Informationsfluss sowie vorschicken von
Vorboten zwecks Informationsübermittlung investiert, wobei der
Grundgedanke, einer Aufrechterhaltung eines Rehab Centers Mithilfe von
tatkräftigen und willigen Helfern, absolut in Vergessenheit gerät.

Problematisch wird das ganze noch mehr, wenn ein Affenleben den höchsten
Stellenwert einnimmt. Und dies noch vor dem Menschenleben.


Tierische Haltung
Bambelela beschäftigt sich hauptsächlich mit Vervet Monkeys. Bambelela
als Rehab-Center zu bezeichnen, ist mehr als fragwürdig!

Hier einige Punkte, die uns zu dieser Aussage bewegen:

-Der erste Affe, Raffiki, welcher von Hand aufgezogen wurde, lebt noch
immer auf der Farm und ist putzmunter. Dies ist bereits 5 Jahre her.
Seinen Gespänchen gehts nicht anders.
-Die Affen erhalten 2mal täglich eine Futterration, welche uns zu denken
gibt. Die frischesten Früchte/Gemüse werden verfüttert, wobei das nur
gering verfaulte Zeug nicht mehr gut genug ist. Dies wird dann den
auswärtigen wilden Baboons verfüttert. Wenn man die Monkeys bei ihrem
Fressritual beobachtet, stellt man schnell fest, dass diese bereits zu
Gourmetschmeckern mutiert sind. Nur das Feinste wird herausgepickt. Ein
Stückchen, welches bereits ein bisserl sandig geworden ist, wird
aussortiert. Wäscht man dies aber kurz mit Wasser ab, wird es verschna-
buliert. Die tägliche Ration ist mengenmässig fix festgelegt und darf
nicht unterschritten werden. Wir haben täglich mindestens die Hälfte
davon wieder aus den Käfigen gekratzt und im Anschluss an die Baboons
verfüttert.
-Als Leckerchen oder zur Animierung des Spieltriebes oder Aktivierung der
Sinnesorgane - wir haben´s bis heute nicht verstanden, erhalten die
Monkeys teilweise kleine geschlossene Plastiktüten gefüllt mit Nüssen &
Beeren.
-Sämtliche Affen sind täglich mit menschlichem Kontakt konfrontiert. Bei
der Fütterung sowie bei der Reinigung betritt mindestens 2mal täglich
ein menschliches Wesen ihr Gehege. Dies stellt teilweise noch eine
Herausforderung für den Betreter dar, da sich die Affenbande doch
ziemlich schnell um den "Eindringling" kümmert.
-Falls sich mal ein paar Affen zanken sollten, so werden die durch
menschlichen Einfluss wieder auseinander-"geschrieen".
-Einige Affen im Alter zwischen ca. 5 Monaten und knapp einem Jahr dürfen
sich tagsüber an die "Wildnis" angewöhnen. Sie dürfen sich dann im
Gelände frei bewegen..?... Abends werden ihnen dann die Windeln
umgeschnallt und ab gehts ins menschliche Mama-Bettchen.
-Wer noch nie zusammen mit Affen gegessen hat, der sollte sich trotz
alledem unbedingt an Bambelela wenden. Einige junge Affen (die
jungen "angewilderten", welche wir oben kurz beschrieben haben),
besitzen das Privileg, sich den Volontären und Angestellten bei ihrem
Freiluftessen anzuschliessen. Im Wissen, dass der Ketchupflaschenhals
vorher durch den Affen abgeleckt wurde, verhindert man die Beigabe von
zusätzlichen Dingen. Das Essen stellte sich für die Volontäre immer als
Herausforderung dar, da man sich von zusätzlichen Essern immer hüten
musste. Jeder lehnte sich somit stetig über seinen Teller, hielt diesen
engumschlungen fest und war heidenfroh, wenn das Essen "schadenslos"
heruntergeschlungen werden konnte. Mit schadenslos meinen wir echt
schadenslos! Falls man sich nämlich einem Essensklauer widersetzt, so
ist im Voraus garantiert, dass eine Bissattake folgt. Und wer Monkeys
kennt, weiss, dass diese hässliche Beisserchen haben, welche man noch
lange spürt und sieht - und... ein Biss ist keiner, es folgt gleich eine
Bissattacke!



Wir sind überzeugt, dass diese Monkeys kein affengerechtes Programm
durchlaufen. Kein wilder Monkey erhält jemals eine solche Auswahl und
Menge von Fressutensilien, geschweige den Plastiktüten zum öffnen.
Zankereien gehören zur Tagesordnung der Affen, da hierdurch ihre
Rangzugehörigkeit unter Beweis gestellt werden. Ebenso besitzen wilde
Monkeys eine menschliche Scheue, sodass man sich ihnen nicht annähern
kann, ohne dass sie sich verziehen. Falls sich die Betreiber jemals zu
einer Auswilderung überwinden können, so kann man sicher sein, dass
kein einziger Affe dies überleben würde. Vorher würden diese abgeschossen
werden, da diese eine menschliche Bedrohung darstellen. Leider würde dies
effektiv der Realität entsprechen - so schlimm es auch klingen mag!
Hierzu bleibt uns leider nur eins zu sagen ...krankhafte Tierliebe und
ihre Auswirkungen....

Nach Plan sollten wir jetzt noch in Bambelela weilen. Unser Traum ist
zerplatzt, wir sind wieder Zuhause! Für 60 Tage gebucht und massig viel
bezahlt, wobei die zusätzlichen Auslagen nicht unter den Tisch zu kehren
sind. Resultat: Nach 10 Tagen Höllentrip (nervliche Überbelastung,
unmoralische Menschen- & Tierhaltung sowie stetige und haltlose
Beschuldigungsvorwürfe) abgebrochen.

Bambelela sei eine Non-Profit-Organisation. Im Nachgang finde ich es
zermürbend und äusserst bedenklich, dass eine solche Farm schlussendlich
Profit aus willigen (zahlungskräftigen & arbeitenden) Volontären zieht.
Diesbezüglich warnen wir alle, die sich als Volontäre gutgläubig an
Bambelela richten. Ebenso finden wir es fahrlässig, wenn noch weitere
Vermittlungsstellen diese Farm im Programm beibehalten und weiterhin ihre
Studenten/Volontäre nach Bambelela schicken.

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass sich zu unserer Zeit (kurz vorher
und auch noch danach) weitere Volontäre dasselbe Desaster durchgemacht
haben. Einige haben ihre Zeit abgesessen und sich nach ihrer Erlösung,
die Heimfahrt, gesehnt. Andere wie wir, haben das Programm rechtzeitig
abgebrochen. Selbstverständlich wurde uns ständig nahe gelegt, dass wir
die einzigen sind, welche sich nicht mit der Farm identifizieren können.
Da wir keine 20ig mehr sind, liessen wir uns einerseits nicht von
Vortäuschungen, Lügereien, etc. beirren, geschweige den einlullen. Nach
unseren Recherchen, haben sich die haltlosen Zustände auch bei den
weiteren Voluntären bestätigt. Ebenso hat sich inzwischen herausgestellt,
dass sich diese Zustände bereits eins-zu-eins im Jahr 2007 abgespielt haben.

Was bleibt uns hier noch zu sagen...?
Krankhafte Tierliebe und ihre Auswirkungen...

Es würde uns sehr freuen, wenn sich Gleichgesinnte bei uns melden würden.
1'910 Beiträge · seit 200626. Dez. 2008 · #2
Hallo...

so würde ich genau diesen Bericht an die Zeitung weiterleiten...!
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
283 Beiträge · seit 200626. Dez. 2008 · #3
Ja,auch in Afrika is nicht alles Gold was glänzt!
So einen Horror darf man nicht verheimlichen!!
Gruß
jakkal
0
781 Beiträge · seit 200726. Dez. 2008 · #4
Hallo Fanty,

Dein Alter hast Du uns zwar nicht verraten - nur dass du nicht mehr 20 bist. Ich kann Dir als 45-Jährige jedenfalls nur raten, es einfach noch einmal zu versuchen. Ich war vor 2 Jahren für ein paar Wochen als Volunteer auf Harnas/Namibia (in der Nähe von Gobabis) und habe jede Minute genossen und als eine Bereicherung meines Lebens empfunden. Über Marlice van Vuuren, die als Mitglied der van der Merwe-Familie auf Harnas aufgewachsen ist und jetzt zusammen mit Ihrem Mann Rudie die "N/a’an ku sê Guest Lodge & Wildlife Sanctuary" auf einem traumhaften Gelände ganz in der Nähe des Windhoeker Flughafens führt (auch dort werden Volunteers angenommen!) gibt es übrigens morgen auf ARTE um 22.30 Uhr einen Bericht (siehe rechts unter "Veranstaltungen").

Liebe Grüße,
Antje
74 Beiträge · seit 200627. Dez. 2008 · #5
War von dieser Lodge nicht mal ein Bericht auf Vox, bei Hund, Katze Maus? Die hatten doch auch die Meerkatzen.
Ich würde den Bericht auch an die Zeitung geben.

Juju
Themenstarter30 Beiträge · seit 200728. Dez. 2008 · #6
Yep, das ist richtig. Gut gelungene Werbemassnahme, resp. -auftritt😃 !
Gast28. Dez. 2008 · #7
Typisch namibische Abzocke. Man betreibt eine kommerzielle Lode mit einem angeschlossenen Zoo und verkauft zur Vollpension auch noch ein Volontariat an tierliebende Touristen.
74 Beiträge · seit 200628. Dez. 2008 · #8
Hallo!

Es war aber nicht in Namibia sondern in Südafrika.
454 Beiträge · seit 200628. Dez. 2008 · #9
die aussage von cyberferkel ist m. e. mal wieder voellig unqualifiziert, erstens scheinbar den text nicht einmal gelesen, wenn er nicht sieht, dass es suedafrika ist - und die aussage typisch namibische abzocke ??? womit kannst du deine aussage belegen und untermauern, oder soll dies wieder einmal eine reine provokation hervorrufen ??? kennst du die zustaende und die einzelnen lodges in namibia oder woher kommt diese aussage ???
449 Beiträge · seit 200628. Dez. 2008 · #10
Es ist sicherlich sehr schwierig, ein Tierschutzprogramm zu betreiben und am Leben zu erhalten und dieses gleichzeitig auch finanziert zu bekommen. Gerade im Südlichen Afrika liegt nahe, einen kommerziellen Unterkunftsbetrieb zur Finanzierung des Tierschutzprogramms parallel zu betreiben, werden so doch Wünsche vieler Menschen befriedigt, "wilde" Tiere einmal ganz nah zu sehen oder diese sogar anfassen zu können.
Dies ist ja grundsätzlich nichts Verkehrtes - was aber fehlt, sind Kontrollmechanismen, die die Qualität der Tierzucht und -pflege überprüfen.
Wenn man das Harnas-Forum liest oder sich im Allgemeinen mit Harnas, Okonjima oder vergleichbaren Projekten einmal beschäftigt, sind sicherlich viele Punkte grenzwertig.

Gehässig könnte man ja sagen, bei Okonjima werden die Tiere zum Fotografieren vorgeführt, bei Harnas ist nicht einmal klar, ob nicht zu gering vorbereitete Volontäre auf wilde Tiere losgelassen werden.

Ich finde gut, dass hier jemand sehr konfrontativ auf Unzulänglichkeiten hinweist und dies sollte vielleicht zum Anlass genommen werden, das genannte Projekt einmal kritisch zu beleuchten. Schade, dass die Beziehungsprobleme der Betreiber nach Deinen Schilderungen wohl auf die Stimmung des ganzen Projekts Auswirkungen haben. Hier fehlt offenbar eine Kontrolle durch qualifizierte Dritte vorort ! Schade !
Gruss A/T AUCH DIE LAENGSTE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT...(chinesisches Sprichwort) Namibia-die Perle Afrikas
zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2008
Gast28. Dez. 2008 · #11
Tut mir leid - ich hab's überlesen. Grundsätzlich stimmt es aber auch für Namibia.
33,1k Beiträge · seit 200628. Dez. 2008 · #12
Hi Cyberferkel,

was stimmt auch für Namibia? Die typisch südafrikanische Abzocke stimmt also auch für Namibia oder die typisch namibische Abszocke auch für Südafrika. Oder gilt die weltweite Abzocke überall und deshalb auch in Namibia?

Ich muss Shanti zustimmen. Es ging um eine konkrete Geschichte (aus Südafrika) und nicht um eine allgemeine Abzocke von irgendwelchen "Tierschutzunternehmen". Und zudem hat Fanty nicht mit einem Wort von Abzocke gesprochen. Wahrscheinlich wäre sie auch nicht länger dort geblieben, wenn man ihr Geld gegeben hätte, anstatt dass sie dafür bezahlt. Es geht also hier weder um südafrikanische noch namibische noch um irgendeine Abzocke. Es geht um die Vorgänge auf besagter Farm und um nichts anderes und diese wurden gut und nachvollziehbar dargelegt. Danke dafür, Fanty!

Sonnige Grüße aus dem "Abzocker-Land",
Christian

P.S.
Grundsätzlich stimmt es aber auch für Namibia.
Grundsätzlich kommt von Grundsatz und dieses ist eine "allgemein verbindliche Regel, Norm, Grundprinzip". Abzocke kann also niemals grundsätzlich sein, da es keine verbindliche Regel ist. Aber das nur am Rande... 😉
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2008
2'048 Beiträge · seit 200730. Dez. 2008 · #13
@ paulimann

Hallo Antje,

harnas kenne ich nicht persönlich, daher poste ich dazu nur, dass ich schon ganz verschiedene Berichte gehört habe.

Die "N/a’an ku sê Guest Lodge & Wildlife Sanctuary" habe ich 2008 besucht. Grundsätzlich finde ich das Bemühen sehr gut, San eine sinnvolle Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeit zu geben. Das futuristische (Grundton Silber + Erdfarben) Afrikadesign der Halle dürfte dagegen Geschmackssache sein.

Nicht verstanden habe ich dagegen
- den rein kommerziellen Vermarktungsansatz mit dem Verkauf von Gästehäusern an betuchte "Tierschützer". Soweit man sehen konnte entstehen als totale Zersiedelung der Landschaft im Abstand von ca. 500m die Einzelhäuser

- im Gespräch mit Volunteers erfuhren wir, dass noch vor dem Sommer die Löwen umziehen sollen: Das Gehege kommt zwischen die Häuser und die Lodge, damit die Gäste die Löwen nachts besser hören können.....

Es war ein komfortabler Zoo, einen echten Tierschutz mit Auswilderung von Nachzucht oder Pfleglingen scheint, wenn überhaupt, nur die Ausnahme zu sein. Eher wird die Tierhilfe zur Rekrutierung der dort ausgestellten Tiere benutzt.

Der Ansatz mag ja ok sein, erlebt habe ich Kommerz wie an vielen anderen kommerziellen Angeboten.


Nebenbei:

Allen Fomis alles Gute für 2009

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
1'715 Beiträge · seit 200630. Dez. 2008 · #14
Das es auch anders geht haben wir 2006 in Lynn's Hide Riverside Animal Rehab Center, etwa 40km östlich von Tzaneen, Limpopo, Südafrika gesehen. Hier gibt es verschieden Gehege welche die zur Auswilderung Affen durchlaufen. Als Besucher konnten wir nur die zwei ersten Etappen sehen wobei die zweit nur von weitem einzusehen war.
Ob es dort auch Volontäre gab weiss ich nicht, aber die Atmosphäre schien mir gut.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
2 Beiträge · seit 200903. Jan. 2009 · #15
Hallo und Yebo von Bambelela,
als Besitzerin "SIlke" wuerde ich hier doch gerne mal Stellung zu diesem Eintrag machen, auf den mich ehemalige Voluntaere aufmerksam gemacht haben.
Es sind heftige Kritiken gefallen, die bestimmt auch schon bis zu Rufschaedigung hingehen. Ich stelle hier die Fachkenntnisse der besuchenden Voluntaere in Frage. Primaten-Rehabilitations Programme und Methoden, die bereits seit mehr als 40 Jahren erfolgreich angewendet werden und von Bambelela befolgt wedern; Fachleuten, die ihr Vertrauen in uns haben, koennen doch nicht alle verkehrt sein und die Besucher aus der Schweiz mehr Wissen haben, oder? Eine erfolgreiche Auswilderung in 2008 und 2 geplante Auswilderungen fuer 2009 versprechen auch eine Zukunft fuer die Vervet Monkeys. Und um diese geht es uns hier ja schliesslich. Es dreht sich nun mal alles um Affen bei Bambelela, auch wenn wir zur Zeit auch andere Babies hier haben, wie Zebra, Warzenschwein, Genet Wildkatze, Strausse, Gnus und Rote Herzantilopen...denn wann kann man schon zu einem Tier in Not "nein" sagen ? Voluntaere bezahlen mit ihren 2000,--Rand [200 Euro pro Woche] einen Teil ihrer Kosten fuer den Aufenthalt hier: wo kann man auch schon fuer 30,--Euro pro Tag Unterkunft, 2 Mahlzeiten, Snacks, Bier, Wein, Cooldrinks, Waesche Service, Flughafen-Transfer [180km einfach] und einen Tagesausflug pro Woche [Big5, Game Drives + Lunch etc] bekommen. Wenn uns dann nachgesagt wird, dass wir uns an Voluntaere "bereichern" dann stimmt etwas nicht mit meiner monatlichen Verlust-Balanz die meine Buchhaltung anzeigt. Wir sind eine selbstfinanzierende private Wildtier-Pflegefarm. Wir sind von der Mithielfe tierlieber und motivierten Voluntaere abhaengig. Es kommt nicht so gut rueber, wenn wir Voluntaere die Pflege von Straussen-Babies anbieten, als Pflichten zu uebernehmen, und die Antowrt gelautet hat: ach, die essen wir lieber, schmecken doch so gut. Das war Tag 3 und von da an ging alles berg-ab....gegenseitige Enttaeuschungen und verpatze Erwartungen.....nach 10 Tagen erfolgte Abreise mit gemieteten 4x4 fuer eine zweite Rundereise in Suedafrika, denn 6 Wochen zuvor war man bereits auf Rundreise in Namibia usw gewesen. Ausserdem haben wir Gelder fuer die nicht in Anspruch genommenen Wochen zurueckerstatted. Dieses ohne bindenden Vertrag, einfach aus moralischen Gruenden, denn das waere sonst "Bereicherung" gewesen. Dieses hat das Schweizer Paar auch vergessen in ihrem Bericht niederzuschreiben.
Aber nun ganz weg von menschlichem Drama....es geht uns schliesslich um das Recht der Vervet Monkeys in dieser Welt zu ueberleben. Wir erziehen mit ihnen keine TIERE, sondern Primaten. Wir sind menschliche Primaten und die Gruene Meerkatzen sind nicht-menschliche Primaten die 92% DNA mit uns teilen. Deren Aufzucht wird so eng wie nur moecglich nach ihrem natuerlichen Sozialverhalten gemacht, und da gehoert die permanente Naehe zur Mutter oder Ziehmutter eben dazu. Ein Rehab-Programm dauert in der Regel 5 Jahre...hier verushcen wir im Durchschnitt eine Rehab nach 3-4 Jahren mit Auswilderung abzuschliessen, wobei die Affentruupe auch "draussen" noch fuer weitere 6-10 Wochen monitiert wird durch uns bis wirklich von einer erfolgreichen Auswilderung [die auch nur mit Alternativen Futterplatz in der Wildnis geschehen kann] denn Affen sind viel zu intelligent um jemals Mensch und Futter nicht miteinander zu identifizieren, und bei HUNGER bleibt die Erinnerung "wach". Waehrend ihrer Zeit bei Bambelela gilt zu beruecksichtigen, dass nur eine voelog ausgewogene Ernaehrung ihren guten Gesundheitszustand garantier. Wir koennen uns hier bruesten, dass keinerlei Krankheiten kreisen in unserem Rehab. Gib' einem Affen mal 3 Tage Bananen, am vierten wird er keine merh anfassen.....Affen sind eben klug und wissen vielleicht mehr als manch einer denken mag. Ausserdem sind Vervet Monkeys dafuer bekannt "fussy eater" zu sein [sehr selektive Verzehrer], es darf halt nichts unreif und nicht uebereif sein....da gibt es andere Primaten, denen das nichts ausmacht. Mehr ueber Vervet Monkeys kann man dann auch gerne in unserer Webseite lesen www.bambelela.org.za oder mich auch gerne und jederzeit darauf ansprechen. Man darf nicht vergessen, auch wir waren sehr ueber diese Voluntaere und ihr Verhalten enttaeuscht, doch kann ich menschliche Differenzen dank meiner Lieber zu den Tieren und Affen zur Seite stellen...denn um die sollte es doch schliesslich gehen. Wer kann ihnen denn sonst helfen, in einem Land wo sie offzielle von der Naturbewahrung noch als "lower priority specie" hantiert wird und in 5 Provinzen auch weiterhin noch als "Schaedlinge" zum Abschuss frei erkalert sind. Auch diese Story hat 2 Seiten und es wird immer wieder vorkommen, dass 'menschliche' Erwartungen nicht bei Bambelela erfuellt werden, aber es gibt auch Voluntaere die traurig bei der Abreise waren und uebergluecklich bei ihrer zweiten Anreise waren. Mein Dank geht an all die Voluntaere, die und hilfreich unterstuetzt haben und Teil von Bambelela geworden sind. Wir wollen doch alle nur den Aeffchen so gut wie wir auch nur koennen helfen. Vielen Dank fuer die genommene Zeit zum Lesen meiner Stellungnahme und mit sonnigem Buschfeld-Gruss aus Suedafrika von der Bambelela Wildlife Care Farm [ja im ZDF, National Geographic, Animal Planet und VOX-TV verteten] mit Monkey-Luvies, Silke von Eynern
15 Beiträge · seit 200904. Jan. 2009 · #16
Liebe Silke,

das tragische ist ja, dass Du glaubst was Du erzählst.
Lassen wir das Projekt mit den Affen mal gut sein. Über Sinn oder Unsinn sollen sich die Experten streiten. Vervets sind, wie Du selber bemerkst "lower priority specie". Haben das irgendwelche selbsternannten Experten definiert, oder sind es absolut fähige Leute in der Regierung? Oder hältst Du die Regierung in Südafrika für unfähig?
Warum werden nach den Hunden Steine geschmissen? Werden diese nicht in eure Tierliebe eingeschlossen?
Wie sieht es mit der Organisation auf der Farm aus, gibt Rodney immer noch Anweisungen die den deinen entgegenlaufen? Das ist wirklich sehr förderlich für ein gutes Arbeitsklima.
Warum fuchtelt Rodney mit dem Gewehr herum, sobald er merkt dass seine Körpergrösse und –fülle nicht mehr reichen um seine Macht zu demonstrieren? Ich weiss Du magst Primaten.
Sobald sich ein Volontär entschliesst die Farm zu verlassen ist er an sämtlichen Fehlentscheidungen von Euch schuld. Da ist es plötzlich (immer gemäss deinen Aussagen) sehr schwierig mit diesem Volontär zusammen zu arbeiten. Auch um seine Tierliebe ist es dann sehr plötzlich schlecht bestellt . Von einer Minute auf die andere.
Bitte erkläre einmal an dieser Stelle warum so viele Volontäre die Farm verlassen. Warum ist bei diesen Leuten der Groll gegen dich und Rodney so gross?
Warum werden Drohungen von Dir ausgesprochen wie; „Ich kenne Leute auf dem Flughafen, die werden dafür sorgen, dass Du nicht ausreisen kannst!“?
Normalerweise werden schlechte Erlebnisse verdrängt, wie einschneidend muss dann ein Aufenthalt auf Bambelela sein, wenn man nach Jahren noch traumatisiert ist?

Du brüstest dich mit deiner Sendezeit im TV. Toll. Die kleinen Kerlchen sind wirklich süss, das bringt Einschaltquoten. Wie irgendwelche Seifenopern halt.

Ich habe genau dasselbe erlebt wie von Fanty beschrieben. Nur ein Jahr früher. Es hat sich also nichts geändert.

Liebe Silke, bitte nimm doch konkret Stellung zu den Vorwürfen im ersten Eintrag und gib Antworten auf meine Fragen.

Richard
12 Beiträge · seit 200912. Feb. 2009 · #17
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2009
12 Beiträge · seit 200912. Feb. 2009 · #18
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2009
12 Beiträge · seit 200912. Feb. 2009 · #19
Es tut mir leid, dass das nicht auf Deutsch ist

I have been on Bambelela for a long time and know how it(Silke/Rodney) operates.

Everything that has been said about them is the truth. They make a lot of money from the paying volunteers and the animals them selfs, that will probably never been released.

I have seen so many bad things and I can name so many unhappy volunteers that has been there. But way take my word for it. I am just somebody.
So I will upload a email that was send to Silke by 2 dutch volunteers. They also left very unhappy. Silke believed in her heart that she was right, so she printed the email that the dutch volunteers send her, and gave it to everybody to read. Just as I am about to share it with you.

I just please ask that you dont think the rest of South africa is like bambelela
12 Beiträge · seit 200912. Feb. 2009 · #20
Sorry. i am struggling with this website

Can I maybe send these emails to you Richard and then maybe you can upload them on this site. I am stuggling with all the german words
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2009