Suche Erfahrungsberichte zu: Schwanger reisen

31 Antworten · 16,8k Aufrufe · gestartet 19. Nov. 2008 von Suuusa
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Themenstarter152 Beiträge · seit 200819. Nov. 2008 · #1
Hallo zusammen!
Wer von euch ist schon mal schwanger durch Namibia gereist? Wie ist es euch dabei ergangen?
Wir möchten gerne noch einmal die Zweisamkeit auf einer Reise durch Namibia genießen. Da ich aber schwanger bin, suche ich Frauen, die mir von ihrer Reise als Schwangere berichten können. Oder natürlich auch Männer, die mit ihren schwangeren Frauen durch Namibia gereist sind. 😉
Ich freue mich auf interessante Antworten!
Viele Grüße,
Suuusa
2'732 Beiträge · seit 200619. Nov. 2008 · #2
Kleinen Bauch habe ich - Kind wird es wohl keines werden 😊

Weder ich noch meine Frau sind schwanger, denke aber mal, dass die Info in welchem Monat du die Reise machen moechstest extrem hilfreich ist.
Auch waere es - denke ich mir - wichig so sagen, wohin ihr wollt. Caprivi etc. als Malariagebiet wuerde ich eher ausgrenzen. Lieber die trockenen Gegenden aufsuchen. Bin aber kein Mediziner, kann mir allerdings vorstellen, dass eine Prophylaxe evtl. ein "Hammer" ist.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
107 Beiträge · seit 200819. Nov. 2008 · #3
Irgendwie versteh ich das "Problem" (als Nicht-Schwangere) nicht: was soll Besonderes daran sein, als Schwangere durch Namibia zu reisen?
Wenn man kein Problem mit einem 10-Stunden-Flug hat (Thrombosestrümpfe wären vielleicht empfehlenswert) und nicht ab dem 7. Monat oder so reisen will (Fluggesellschaften nehmen einen nicht mit), sehe ich überhaupt kein Problem. Außer das einem je nach Fahrweise evtl. ein wenig übler wird auf der ein oder anderen Straße...😳

Und -wie Andreas schon angesprochen hat-: Malaria-Gebiete wären natürlich nicht empfehlenswert.

Ansonsten ist schwanger ja nicht = krank, oder?

Gruß
Melka
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Themenstarter152 Beiträge · seit 200819. Nov. 2008 · #4
Also noch ein paar weitere Infos:
Bin dann im 5 Monat und wir würden gerne rund um das Sossusvlei bis rauf zum Etosha nächtigen. Wir planen auch mehrere Tage an den einzelnen Orten, damit es nicht zu stressig wird. Wir werden auch nicht campen, auch wenn uns das viel lieber wäre 😉
Soweit dazu...!
Freue mich mehr zu lesen!
Suuusa
297 Beiträge · seit 200719. Nov. 2008 · #5
ich würde auch schwanger Zelten, 4x4 fahren, in der Wüste schlafen, Löwen aufspüren, Fotos machen, am Lagerfeuer sitzen, zu Fuss durch die Wildnis wandern (ev organisiert, je nachdem wo), am Feuer kochen, den Sternenhimmel bewundern... sofern es eine normale (=nicht komplizierte) Schwangerschaft ist. Aber wir reden hier ja von einer ganz normalen Schwangerschaft.

Viel Spass in Namibia!
heike
982 Beiträge · seit 200619. Nov. 2008 · #6
Weder Sossusvlei noch die Fahrt nach/durch Etosha birgt größere Unannehmlichkeiten oder Gefahren.

Dein einziges Problem wird sein, dass du jetzt im 5. Monat bist und die Reise also innerhalb der kommenden zwei Monate beendet haben solltest, damit dich die Fluggesellschaften noch mitnehmen.

Selbst mit Baby kannst du gut durch Namibia reisen, auch wenn nördliche Malariagebiete nicht so ideal sind. Der Kleine wird nach der Geburt eh viel schlafen 🙂 Schwieriger wird es, wenn er den ganzen Tag wach ist und bespaßt werden will.
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982 Beiträge · seit 200619. Nov. 2008 · #7
Ich habe mir gerade mal die Fotos meiner Frau angeschaut, die ich gemacht habe, als sie im 5./6. Monat gewesen ist. Wieso willst du nicht campen? Selbst mit Babybauch wirst du aufs Dachzelt kommen. Es könnte allerdings eine Spur zu unbequem für dich werden.
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463 Beiträge · seit 200719. Nov. 2008 · #8
Hallo,

wenn es eine normal verlaufende, stabile Schwangerschaft ist sehe ich auch kein Problem mit einer Namibia-Reise. Ich selber bin während meiner Schwangerschaft 2 x in Griechenland gewesen, einmal im 5.Monat, da fühlte ich mich eigentlich wie immer. Aber das ist bei jeder Frau natürlich unterschiedlich.

Falls plötzlich gesundheitliche Probleme auftreten sollten, könnte es so einige Fahrstunden bis zur nächsten Klinik sein.

Das Leben ist eben ein Risiko und jeder muß für sich entscheiden, was er tragen kann. Ich persönlich würde auf Namibia-Reise gehen!

Alles Gute für Deine Entscheidung!

LG Heike
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2'732 Beiträge · seit 200619. Nov. 2008 · #9
Falls plötzlich gesundheitliche Probleme auftreten sollten, könnte es so einige Fahrstunden bis zur nächsten Klinik sein.
Waren heuer in Malawi im District Hospital. Dort stand ein grosses Schild "child friendly". Wenn du willst kann ich dir die Adresse geben. Wenn es aber keine Komplikationen gibt, denke ich koennte man es wagen. Wie gesagt, ein Risiko bleibt immer.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Themenstarter152 Beiträge · seit 200820. Nov. 2008 · #10
Vielen Dank schonmal für eure Infos.
Vielleicht findet sich ja noch jemand der selbst schwanger durch Namibia gereist ist.
Das Afrikafieber hat mich bei den ganzen Überlegungen schon so sehr gepackt, dass ich es mir schon sehr gut vorstellen bald loszufahren 😉
Viele Grüße,
Suuusa
1'933 Beiträge · seit 200720. Nov. 2008 · #11
Hallo Suuusa,

Mein frau war schwanger (3 monaten - von ein zwielling!) wenn wir in juli 2004 nach Namibia gewesen sind. Kein problem. Nur Malaria könnte ein risico geben... Proxylaxe ist nicht in frage glaub ich wann sie schwanger bist.

Grusse, Hans Schoelink
818 Beiträge · seit 200720. Nov. 2008 · #12
Also meine Frau war einmal im 5. Monat schwanger, als wir durch Namibia tourten, ein weiteres Mal war sie im 4., 5. und 6. Monat schwanger als wir durch die Hochanden Argentiniens, Boliviens und Chiles fuhren und im 8. Monat als wir in Tunesien unterwegs waren.

Weder 5.000 m Höhe, noch Flug, noch Kleinkind auf dem Arm, noch 4x4 Dünenfahrten, noch Hitze oder Kälte, noch Seekrankheit bei 10 m hohen Wellen machten irgendwelche Schwierigkeiten.
Einzig und allein die Ausreise aus Tunesien im 8. Monat wollte man uns verwehren. Ein ärztliches Attest durch den Arzt am Flughafen war erforderlich und selbst zu bezahlen trotz Zusicherung von condor und Neckarmann-Reisen, dass sie keine Probleme haben auch Frauen im 8. oder 9. Monat mitzunehmen.

Die Brechphase ist ja meist nach 3 Monaten vorbei, sofern man sie überhaupt bekommt.

Aus meiner/ unserer Sicht gibt es keinerlei Probleme, stattdessen ein klares "GO".

Einfach alles vom persönlichen Gefühl abhängig machen und keinen hektischen Urlaub machen und notfalls bereit sein, die Tour halt abzubrechen oder in einer besseren Unterkunft zu Ende bringen.

Ärzte gibt es im südlichen Afrika genauso wie bei uns und Namibia hat - ausgenommen absolute Provinzorte - auch richtig gute hygienische Verhältnisse in ihren Krankenhäusern. Und Kinder wurden dort auch schon mal geboren - die kennen sich also aus - frag Angelina Jolie. 😉
http://www.oribi.de/
13 Beiträge · seit 200720. Nov. 2008 · #13
Hi,
ich bin gerad, 4 Wochen, junger Papa. Wir wollten im März 2 monat nach Peru und haben das abgesagt wegen der Höhe. Sauerstoffmangel fürs Baby. Waren dafür in London, Sweden und Kanaren. War auch nett.
Sind auch viel geflogen. Das ist sicher kein Problem. Aber Malariagebiete geht für mich überhaupt nicht. Des weiteren sind Gravelstraßen und das ständige Waschbrettpistenfahren für ein ungeborenes zu 100% nicht gesund. Es kann die Fruchblase platzen usw.

Nach Absage Peru hatten wir auch wie jedes Jahr südliches Afrika ins Auge gefaßt. Aufgrund der Straßen aber nicht gemaacht. Es gibt immer ein für und wieder. Aber zum wohle des Babys würd ich es nicht machen und lieber 2 Jahre warten oder nach Südafrika auf festen Straßen. Ist auch sehr schön.

Björn
818 Beiträge · seit 200720. Nov. 2008 · #14
Deine aussagen sind doch schlichtweg falsch, lieber Björn. (nicht persönlich nehmen!)

Im Fruchtwasser schlagen keine Wellen, nur weil man über Waschbrettstraßen fährt oder hast Du Deiner Frau das Laufen verboten? 😉 Das Kind schunkelt man ja für gewöhnlich auch in den Schlaf.

Sauerstoffmangel fürs Baby? Das Baby nimmt sich IMMER das was es braucht, nicht mehr und nicht weniger. Dem Baby schadet also die Höhe am allerwenigsten. Wenn der Sauerstoff knapp wird, wird das max. die Frau merken und ähnlich wie beim flachen Atmen einfach schneller einschlafen, was dem Kind noch immer nicht schadet.
Nimmt die Frau kein Sauerstoff mehr auf (meist tödlich), dann ist es auch fürs Ungeborene meist tödlich. 😉

Malariagebiete lass ich als Gefahrenzone gelten - sowohl wegen der Krankheit als auch wegen der Prophylaxengefahren.
http://www.oribi.de/
Gast20. Nov. 2008 · #15
@Björn:

Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Baby!

Sicherlich hast du Recht, wenn du Schwangere vor Reisen in extreme Höhenlagen und in Malariagebiete warnst.

Aber dies hier:
Des weiteren sind Gravelstraßen und das ständige Waschbrettpistenfahren für ein ungeborenes zu 100% nicht gesund. Es kann die Fruchblase platzen usw.
ist schlichtweg nicht wahr, solange die Mutter nicht hochschwanger ist - mal abgesehen davon dass nicht jede Gravelroad in Namibia eine Waschbrettpiste ist. Vorzeitige Blasensprünge im mittleren Drittel der Schwangerschaft sind hauptsächlich auf aufsteigende Infektionen zurückzuführen, selten auch auf eine Schwäche der Plazenta, Mehrlingsschwangerschaften und kindliche Pathologien.
Dies alles kann auch in Europa passieren und ist völlig unabhängig von der Straßenbeschaffenheit (sonst hätte es mir vor achtzehn Jahren im siebten SSM meinen Sohn aus dem Bauch gerüttelt, als wir in der Noch-DDR über die schlaglochübersäten Straßen geholpert sind...).

@Suuusa:

an deiner Stelle würd ich meinen Frauenarzt dazu befragen - und mich eventuell noch in einem Tropeninstitut informieren. Letztlich kann dir die Entscheidung aber keiner abnehmen.

LG
Maxi
Gast20. Nov. 2008 · #16
oribi


da war ich wohl zu langsam 🙂
13 Beiträge · seit 200720. Nov. 2008 · #17
Hallo,

@orbi. Ich weiß ja nicht woher du deine Weisheit beziehst, ob du Arzt, Kinderarzt oder so was bis. Aber du kannst mir glauben, dass ich mich sehr intensiv damit beschäftigt habe und jeder Kinderarzt als auch Gynäkologe den ich um Rat gefragt habe, bzw mir befreundet ist das gleiche sagte.

Es spielt ja auch keine Rolle, jeder muß wissen was er macht. Aber das Risiko ist definitiv erheblich erhöht das etwas passiert. Wir wollten uns diesem schweren Herzens nicht aussetzen.

Ich wünsche euch aber alles Gute für euer Kind und wenn ihr es macht einen tollen Urlaub unter dem Kreuz des Südens!
57 Beiträge · seit 200720. Nov. 2008 · #18
Hallo

Ich bin zwar jetzt grade schwanger, reise aber leider im Moment nicht nach Namibia. Erst wieder wenn das Baby da ist und 5 Monate alt. Das hat aber nichts mit der Schwangerschaft zu tun, sondern mehr mit der allgemeinen Reiseplanung/Geld.

Wie gesagt, ich bin mit dem 3ten Kind schwanger und ich kann nur sagen, dass ich ohne Gedanken im 5ten Monat nach Namibia reisen würde. Kläre es mit deinem FA noch ab, was er meint. Wenn du dich gut fühlst und deine Schwangerschaft normal verläuft, sehe ich auch keinen Grund dafür nicht zu gehen - ausser den Malariagebieten. Aber ich denke, dass ist dir auch klar.

Wie auch immer ihr euch entscheidet ob schwanger oder vielleicht schon mit Baby im Arm nach Namibia zu reisen, es wird garantiert ein unvergessliches Erlebnis. Aber schlussendlich kannst nur du das alleine entscheidend - hör auf dein Gefühl.
Gast21. Nov. 2008 · #19
Hallo Björn,
@orbi. Ich weiß ja nicht woher du deine Weisheit beziehst, ob du Arzt, Kinderarzt oder so was bis. Aber du kannst mir glauben, dass ich mich sehr intensiv damit beschäftigt habe und jeder Kinderarzt als auch Gynäkologe den ich um Rat gefragt habe, bzw mir befreundet ist das gleiche sagte.
Es gibt heute eigentlich auch keinen seriösen Gynäkologen mehr, der vom Joggen während der Schwangerschaft abrät. Sofern die Schwangerschaft komplikationslos ist und man schon vor der Schwangerschaft joggen war, darf man das meistens bis zum 6., 7. oder 8. Monat machen. Die Erschütterungen dabei sind für das Ungeborene heftiger und langandauernder als in einem gefederten Auto auf einer Schotterpiste.

Als wir letztes Jahr in Namibia waren, war meine Madame im 3. Monat schwanger. Auf dem Hinflug von Johannesburg nach Windhuk hatten wir heftige Turbulenzen und saßen ganz weit hinten, wo man dann besonders durchgerüttelt wird. Da musste sie sich einmal übergeben. Sonst war der gesamte Urlaub völlig unproblematisch. Weder die konsultierte Gynäkologin noch unser geschätzter Hausarzt hatten im Vorfeld irgendetwas gegen die Reise nach Namibia einzuwenden. Im 5. Monat waren wir dann noch in Venedig.
Aber das Risiko ist definitiv erheblich erhöht das etwas passiert.
Wenn Du andauernd voller Überzeugung absolute und pauschale Aussagen wie "Risiko ist definitiv erheblich erhöht" und "für ein ungeborenes zu 100% nicht gesund" tätigst, dann darfst Du gern Quellen (entsprechende Studien bzw. Zeitungsartikel dazu) anführen, die Deine absoluten Aussagen belegen.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter152 Beiträge · seit 200821. Nov. 2008 · #20
Vielen lieben Dank an euch alle.
Was ich so lese macht mir Mut den Urlaub zu machen.
Viele Grüße,
Suuusa