Matou66Themenstarter843 Beiträge · seit 200829. Okt. 2008 · #1
Hallo,
wir wollen evtl. nä. August auf unserer 2tägigen Durchfahrt durch den Caprivi in Richtung Ihaha und aus der Ecke Namutomi kommend, ins Camp Shamvura. Mir geht's da v.a. ums Vögel beobachten. Kenne bereits Artikel aus der AZ und dem Magazin "The Caprivi" über das Camp sowie einen Trailer aus einem der Fernsehfilme über den Caprivi. Aber, das sagt für mich nicht so viel aus wie persönliche Erfahrungen. War jemand von Euch in der letzten Zeit dort und kann mir Infos zum Camp/Essen/Ausflüge u.ä. geben?
Lieben Dank im Voraus für Eure Hilfe und viele Grüße Dirk
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GRGraukopfpap34 Beiträge · seit 200801. Dez. 2008 · #2
Das Shamvura Rest Camp ist ein recht primitives Camp. Es wird von Mark und Charlie (seine Frau) Paxton geführt. Seit ca. einem Jahr gibt es auch einen Angestellten "Illi", der vorwiegend für die Exkurisonen auf dem Okavango zuständig ist. Ich war Anfang Nov.2008 zum dritten Mal dort, weil es in der Gegend zu gewissen Zeiten noch Graukopfpapageien zu sehen gibt, die ich unbedingt fotografieren wollte. Ich habe 2 volle Tagestouren incl. km-Geld vorab bezahlt, damit Mark Erkundigungen vorab bei der bevölkerung einholt und die Erfahrungen von meinem Besuch im Mai 2007 mit einfließen lässt. Das Ergebnis sehr ernüchternd. Mark hatte außer ein paar Small-Talks nichts auf die Beine gebracht, aber das Geld dafür gerne genommen.
Normalerweise führt er seine Birding-Gäste auf dem weitläufigen Gelände des Rest-Camps herum oder fährt auch in die nahe gelegenen Wälder, und wenn ein Vogel vorbeifliegt, weiß er, welcher das ist.
Das Essen von Charlie ist sehr geschmackvoll und vielseitig, aber alles wird in einem sehr bescheidenen Rahmen serviert in Anwesenheit eines kastrierten Ziegenbocks und eines sehr aufdringlichen Otters, was mich zeitweise sehr störte.
Auf dem Gelände gibt es fest installierte Zelte mit Kochgelegenheit, heißem Wasser, Dusche und Klo, aber alles äußerst primitiv, aber weitgehend sauber. Ausflüge werden auch angeboten zum Mahango Game Park und Bootsfahrten auf dem Okavango mit seinen vielen verschiedenen Vogelarten. Die Bootsfahrten auf dem Okavango sind ganz in Ordnung, nach Mahango bin ich allein gefahren, was sicher besser war. Jetzt bei meinem 3ten Besuch dort war ich bitter enttäuscht und hatte den Eindruck, dass die Abzocke im Vordergrund stand.
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Matou66Themenstarter843 Beiträge · seit 200802. Dez. 2008 · #3
@Graukopfpap
Na, endlich mal einer, der das Camp kennt 🙂 ! Herzlichen Dank für Deine vielen Infos.
Da mir die Fotos vom Camp schon nicht so toll erscheinen, habe ich mal bei Mark angerufen, um mich mal schlauer zu machen, was für ornithologische Touren er anbietet. Seine Antworten waren mir schlicht zu vage (und zu teuer...).
Bin v.a. an Nektarvögeln, Finken und Greifvögeln (keine Geier) interessiert.
Jetzt haben wir immer noch keine Idee, was für Stationen an den 2 Tagen von Onguma nach Ihaha mitnehmen sollen. Hat ja noch Zeit.
Viele Grüße Dirk
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GRGraukopfpap34 Beiträge · seit 200802. Dez. 2008 · #4
Hallo Dirk ich glaube, dass Du mit Deinen Wünschen, Nektarvögel, Finken und Greifvögel dort beim Shamvura Camp zusammen mit Mark zu finden ganz allein geblieben wärest. Ich kann mich nicht erinnern, außer einem einzigen Nektarvogel und einem Milan-ähnlichen Greifvogel etwas gesehen zu haben, was Dich begeistert hätte.
Ich habe ein paar Astrilde gesehen, Schmetterlingsfinken, Racket-tailed Roller, Meyerspapageien, Black-collared Barbet, einige Waxbills, aber wie gesagt, das war nicht mein Interessengebiet und deshalb habe ich darauf nicht so sehr geachtet. Zu den Preisen kann ich noch einen Preis hinzufügen: N$ 150,00 für das Abendessen mit Snack vorab zum kostenpflichtigen Apperitif, was selten in den schicken Restaurants in Windhoek verlangt wird (da stecken wohl die Transportkosten von Rundu bis dorthin drin). Einen aktiven Adlerhorst habe ich im Huab-Tal mal ganz oben in den steil abfallenden Felsen gesehen. Dorthin bin ich mit Jan von der Huab Lodge gefahren. Nektarvögel habe ich sonst vorwiegend an Aloe-Blüten gesehen bei Kamanjb Richtung Rustig Toko Lodge (Monteiro Toko !) oder auch in der Gegend von Namutoni Richtung Tsumeb. Fahr dort nicht achtlos am Otjikoto See vorbei ! Sag mir doch noch, wo Onguma und Ihaha liegen. Ich habe noch eine "heiße" Adresse in Windhoek von Roland, der mir vielleicht da helfen könnte. Viele Grüße von Rudolf
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LandRobert351 Beiträge · seit 200803. Dez. 2008 · #5
Hallo,
da diesen Thread sicher nicht nur Vogelliebhaber lesen, die, so wie geschildert und woran ich nichts bezweifeln kann und möchte, in Shamvura nicht auf ihre Kosten kommen möchte ich diesbezüglich zusätzliche anderweitige Erfahrungen hinzufügen.
Es wurde geschrieben:
... Auf dem Gelände gibt es fest installierte Zelte mit Kochgelegenheit, heißem Wasser, Dusche und Klo, aber alles äußerst primitiv ...
Also ich würde dies empfehlenswert schon mal gemäßigter ausdrücken: Shamvura ist keineswegs ein schöne Anlage oder gar ein Luxus-Camp. Es liegt abseits der frequentierten High-lights und bietet trotzdem alles Nötige für einen unverwöhnten low-feeling Afrika-Reisenden. Kochgelegenheiten, heißes Wasser, Dusche und Klo einschließlich Klopapier als "äußerst primitiv" zu bezeichnen finde ich schon mehr sehr unangemessen in Anbetracht und Bewußtsein dessen wo man sich dort schließlich befindet.
Weiter:
... in Anwesenheit eines kastrierten Ziegenbocks und eines sehr aufdringlichen Otters, was mich zeitweise sehr störte ...
Wir waren auf der Durchreise mit eigenem Zelt dort. Wir haben die Erfrischung im kleinen Pool nach der elendig staubigen Pad, den Sundowner auf der Terrasse über dem Fluß und den Ziegenbock, der halt nunmal dort zuhause ist, sich dementsprechend in seinem Territorium präsentiert und wohlfühlt und den ich auch beiläufig nicht als kastriert abwerten möchte, in netter und origineller Erinnerung behalten. Und wir hatten zusammen mit unseren Kindern an dem zahmen Otter viel Freude. Toiletten statt Buschklo sowie warmes Duschwasser am Morgen ließen bei uns allen kein "äußerst primitives" Gefühl aufkommen.
Einfache Gegebenheiten, die uns keineswegs störten sondern die wir nicht nur akzeptierten sondern begrüßten. Dies nur zur Gegendarstellung für die Reisenden, die ähnlich wie wir diese Gegend erkunden möchten und einen sehr einfachen aber keineswegs "äußerst primitiven" Platz zum Übernachten suchen.
Schöne Grüße aus Bayern
Niemals aufgeben !
Matou66Themenstarter843 Beiträge · seit 200803. Dez. 2008 · #6
@LandRobert:
Ziegenbock und Otter würden uns zwar auch eher erfreuen als stören. Lieben Dank für die vielen Infos! Aufgrund der "ornithologischen Themenstellung 😉 " bin ich aber nach Rudolfs Darstellung etwas skeptisch, was meine Wünsche betrifft.
@Graukopfdpap
Onguma Camp liegt aussen an der Ostseite des Etosha, nahe Namutomi. Ihaha ist ein Campside im Chopbe NP, Botswana, nahe des Grenzübergangs "Ngoma Bridge" nach Namibia.
Was hast Du denn für einen Tipp, wer evtl. interessante Orni-Touren vor Ort macht?
Lieben Dank und viele Grüße Dirk
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GRGraukopfpap34 Beiträge · seit 200803. Dez. 2008 · #7
eine Anmerkung zum Ziegenbock dort noch: er hat in den 4 Tagen, als ich dort war, in meiner jeweils kurzen Anwesenheit im Raum 2mal zwischen die Sessel geschissen, Pippi hat er aber immer draußen auf dem Rasen gemacht und der Otter hat ein besonderes Spielchen, wenn er beim Abendessen unterm Tisch den Gästen in die Füße spielerisch beißt; der eine findet das lustig, dem anderen bleibt der Bissen im Hals stecken.
Küche, Essenstisch, Sessel, TV und Bar sind durchgehend in einem Raum; der Ziegenbock steht direkt nebem dem Küchentisch beim Zubereiten der Malzeiten und frißt sofort die Abfälle beim Gemüse oder Obst-Putzen, die ihm hingeschoben werden. Nun müsste man noch anfangen zu definieren, was "sehr einfach" und was mit "äußerst primitiv" verstanden wird. Wird sich sicher nicht klären lassen, da individuelle Wortwahl. Außerdem bin ich immer für klare Worte! ------------
Nein, ich habe keine direkte Adresse eines Birders in der Gegend, habe aber Kontakte in Windhoek zu Vogelhaltern und ihrem Verein und einem Pet Supply Geschäft, die möglicherweise (???) bei Nachfrage weiterhelfen können; wie gesagt: möglicherweise.
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GRGraukopfpap34 Beiträge · seit 200804. Dez. 2008 · #8
Hallo Dirk
Ich kann nichts versprechen; aber ich habe meinen Kontakt in Windhoek angeschrieben und Deine Wünsche bezüglich der Region genannt. Gib ihm Zeit. Ich melde mich wieder
wir wollen evtl. nä. August auf unserer 2tägigen Durchfahrt durch den Caprivi in Richtung Ihaha und aus der Ecke Namutomi kommend, ins Camp Shamvura. Mir geht's da v.a. ums Vögel beobachten..... viele Grüße Dirk
Shamvura liegt nicht im Caprivi sondern im und am Kavango.
wenn mann von Onguma in zwei Tagen nach Ihaha fahren moechte, hat man eh keine Zeit um grossartig Voegel zu kucken.
Es gibt natuerlich einige Plaetze auf dieser Strecke wo man Voegel schauen kann(und natuerlich auch einige Ornithologen), aber richtige Birder nehmen sich dann eh mehr Zeit.
Bei zwei Tagen wuerde ich von Onguma bis //Ngoabaca fahren und dann am naechsten Tag nach Ihaha.
Zeit fuer echtes "Birding" bleibt da wirklich nicht.
Ich wuerde da erst mal meinen Zeitplan ueberdenken!!
Joerg ganz sicher braucht man 2 Tage um diese Strecken überwinden zu können
mal so eben birding machen für wenige Stunden geht da sicher nicht
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Matou66Themenstarter843 Beiträge · seit 200805. Dez. 2008 · #12
@Graukopfpap
Lieben Dank für Deine Bemühungen!!! Bin mal gespannt, was an Antwort aus NAM kommt.
@Joerg
Klar, man darf die Entfernungen nie unterschätzen. Passiert schnell. Werde das noch mal genau checken und überdenken. Ist ja noch lange hin. Birde seit 30 Jahren und will natürlich dort auch etwas davon haben. Meiner Freundin gefällt es auch, in der Natur unterwegs zu sein und dabei ein paar Piepmätze zu sehen. Aber, einen ganzen Tag, evtl. in Begleitung von "schrägen, 2beinigen Vögeln", ist ihr doch zu heftig.
Von wegen "Entfernung falsch einschätzen": Sind im September in einem Rutsch von WDH bis 65km hinter Ghanzi gefahren, weil wir wegen 10h Flugverspätung einen kompletten Tag verloren hatten. Da wir mit so einer Panne nicht gerechnet hatten, haben wir einfach keinen Puffertag am Start eingebaut... . Und wir sind in Windhoek erst um 11 Uhr weggekommen. Dann die vielen Farmtiere auf den Strassen in BOT. Das war ein "Spass"! Auf solche "Rennen" kann ich zukünftig gerne verzichten.
Naja, schau'n mer mal, was sich noch ergibt.
Im April/Mai geht's erstmal auf 12 Tage selbstorganisierte Wüstentour in NAM. Hoffe, auch die Dünenlerche zu sehen... .
Wenn Joerg zur Vorsicht mahnt, weiss er, wovon er spricht: er hat z.B. am 20/11/08 in der Nähe des Kuiseb-Passes mit einem Mitsubishi Pajero den Pannendienst geleistet.
Grüsse 🙂 Pete
Matou66Themenstarter843 Beiträge · seit 200805. Dez. 2008 · #14
@Pete
Ja, schon klar - immer 100% wachsam sein - Betonung liegt auf "wach". Die Strecke sind wir schon mit einem Golf gefahren - aua!
Hallo Dirk Ich kann Dir wegen Birding dort oben wohl doch nicht recht weiterhelfen. Ich wurde noch darauf aufmerksam gemacht, die GTO (Gesellschaft für Tropen Ornitologie): www.tropenornitologie.de mal anzusprechen. Dort gibt es wohl ein Mitglied, eine Frau, die sich sehr für Namibia interessiert. Villeicht kannst Du dort noch mal Erkundigungen einholen, wenn Du diesen Kontakt bisher nicht hattest. Viele Grüße Rudolf
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Raubkatze62 Beiträge · seit 200709. Dez. 2008 · #16
Hallo Rudolf,
zu deinem Beitrag vom 03.12.: Ein wesentlicher Zweck des Forums ist ja die Informationsbeschaffung und Meinungsbildung, und dazu dienen sowohl positive als auch negative Erfahrungen der Forumsmitglieder. Insofern begrüße ich deinen Beitrag, denn so kann jeder selbst entscheiden, was er für lustig oder lästig hält.
Nun habe ich doch noch einen Namen von einem Ornithologen bekommen, der Dir vielleicht weiterhelfen kann. Ich zögere nur, diesen Namen hier öffentlich zu machen. Ich kenne diesen Menschen nicht, glaube aber, dass es eine sehr seriöse Auskunft ist. Ich bin noch nicht lange hier im Forum, deshalb meine Frage: gibt es noch einen anderen Weg, dass ich Dir diesen Namen, Tel.-Nr. und Postadresse mitteilen kann?
Grüße von Rudolf
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Joerg3'175 Beiträge · seit 200610. Dez. 2008 · #19
Hallo Rudolf!
Habe Dir eine PMS geschickt.
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Matou66Themenstarter843 Beiträge · seit 200810. Dez. 2008 · #20
Hallo Rudolf,
herzlichen Dank für Deine Bemühungen!
Du kannst mir eine sog. "PMS" schicken. Geh mal auf der linken Seite im "User Menu" auf "myPMS". Alles Weitere ist ziemlich selbsterklärend. Schicke Dir mal eine Testnachricht, auf die Du dann antworten kannst (wie bei einer Mail).