AQAquariusThemenstarter12 Beiträge · seit 200725. Apr. 2008 · #1
Erstmal "Hallo" an alle, das ist mein erster Beitrag, auch wenn ich schon seit Längerem hier mitlese.
Ich werde Ende September / Anfang Oktober eine Fotoreise nach Namibia machen und bin eigentlich ausrüstungstechnisch auch ganz gut aufgestellt. Zu meiner Ausrüstung gehört von Nikon die D300, das 17-55mm 2.8 und das 70-200mm 2.8 VR. Für den Weitwinkel habe ich noch ein 10-20mm von Sigma.
Das sollte auf jeden Fall für Landschaften und Momentaufnahmen ausreichen. Allerdings werden wir am Ende der Reise auch noch ein paar Tage im Etosha-Park verbringen und da hoffe ich auf ein paar schöne Tieraufnahmen. Ich frage mich nur, ob die 200mm ausreichen.
Daher meine Frage: welche Brennweite benötigt man aus Eurer Erfahrung heraus?
Wie ich gesehen habe, sind hier einige erfahrene Fotografen unterwegs und ich denke der ein oder andere kann mir helfen.
Kurzfassung: Brennweite: min. 300mm mehr geht immer 🙂 Gewicht: egal, da 90% aus dem Auto geschossen wird Lichtstärke: was der Geldbeutel hergibt 🙂 Original Fremdhersteller : s. Lichtstärke Konverter: Glaubensfrage, aber mit Deinem 70-200 vielleicht eine Alternative!!!
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200625. Apr. 2008 · #4
Hi Peter, 500mm plus Konverter sind ausreichend, hast ja noch den Cropfaktor. Ich würde mein 500/4.5 nicht mehr hergeben. Vielleicht sieht man sich ja heute abend.... LG Jens
FRFrank0148 Beiträge · seit 200725. Apr. 2008 · #5
Wir sollten hier erstmal klären, ob wir von KB-äquivalenten Brennweiten bzw. Bildwinkeln reden oder über die tatsächliche Brennweite.
Meine Meinung: Dein (hervorragendes) 70-200/2.8 hat ja am langen Ende einen Bildwinkel wie ein 300er an KB. Wenn du da nen Ausschnitt draus machst hast du den gleichen Bildwinkel wie ein längeres Tele bei wahrscheinlich immer noch besserer Quali als mit nem günstigen langen Tele. Imho lohnt sich die Anschaffung eines hochwertigen Teles über 200mm für den Amateur nicht, denn die ein bis zwei guten Bilder die dabei vielleicht rauskommen sind keine paar tausend Euro wert. Über nen Konverter (die Kenkos sind ok) könnte man aber nachdenken. Kleine Einschränkung: wenn du ne Canon hättest würde ich sagen: kauf die bei ebay ein 100-400L und verticks nach dem Urlaub wieder für den gleichen Preis.
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AQAquariusThemenstarter12 Beiträge · seit 200725. Apr. 2008 · #6
@ matth und Jens: vielen Dank für die Einladung, das kommt aber etwas kurzfristig für mich. Vielleicht beim nächsten mal.
@ Jochen: vielen Dank für Deine Ausführungen
Leider scheint das alles natürlich auch eine große Frage des Geldbeutels zu sein. Evtl. wäre ja wirklich ein Telekonverter die günstigste und beste (Not-)Lösung. Wie Frank schreibt könnte das für die paar Tierbilder ausreichen. Frank, hast Du selbst Erfahrungen damit machen können? Mein Bruder hat das 70-300 VR von Nikon. Das könnte ich natürlich auch mitnehmen. Aber auf das 70-200er möchte ich nur ungern im Urlaub verzichten.
Ich habe schon überlegt für den Zeitraum ein Objektiv (400mm oder mehr) zu mieten aber das wird auch zu teuer.
FRFrank0148 Beiträge · seit 200725. Apr. 2008 · #7
Selber habe ich mit Konvertern keine Erfahrung, aber der Test hier http://www.traumflieger.de/objektivtest/telekonverter/telekonverter_check.php für den Kenko Teleplus 1,5 sieht ganz gut aus. Ich hatte in Namibia das Canon EF 70-300 IS dabei (an EOS 50, analog) und hatte in Etosha eigentlich nur einmal das Bedürfnis nach mehr Brennweite.
Kenko ist in Ordnung, würde allerdings max. den 2-fach Konverter nehmen, bei lichtschwächeren Objektiven nur den 1,4-fachen. Bin mit meiner analogen Canon mit einem 28-210er Zoom überall in NAM klargekommen, insbesondere in der Etoscha. Meistens benötigt man dort gar nicht so viel Tele. 70 - 210mm ist ebenfalls ausreichend vielseitig, verwende ich auf einer analogen Yashica. Digi habe ich max. 300mm zur Verfügung, ist m.E. ebenfalls vollständig ausreichend. Wichtig ist ausreichende Lichtstärke. Wenn Du aus dem Fahrzeug heraus fotografierst (Vibrationen!) benötigst Du kurze Verschlusszeiten. Wenn Du abends an der Wasserstelle, wie wir einmal in Okaukuejo, das Glück hast 13 (!) Nashörner ins "Visier" nehmen zu können, bist Du auch über jedes Quentchen Lichtstärke mehr happy.
Gruß
Adrian
Infected by bazillus africanus
AQAquariusThemenstarter12 Beiträge · seit 200728. Apr. 2008 · #9
Adrian schrieb:
Wenn Du aus dem Fahrzeug heraus fotografierst (Vibrationen!) benötigst Du kurze Verschlusszeiten.
Während der Fahrt werde ich höchstwahrscheinlich nicht fotografieren. Ich bin nämlich der Fahrer 😄
So wie es aussieht werde ich es tatsächlich mit einem Konverter versuchen.
Habt Ihr keine Zeit mehr für ein Foto anzuhalten????
LG Jens
AQAquariusThemenstarter12 Beiträge · seit 200728. Apr. 2008 · #11
Jens_Dietzel schrieb:
Habt Ihr keine Zeit mehr für ein Foto anzuhalten????
LG Jens
Natürlich halten wir an. Die ganze Reise ist nur aufs Fotografieren ausgelegt. Ich bezog meine Aussage auf die "Vibrationen". Und wenn wir mit dem Auto stehen dürften diese wohl nicht auftreten.
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200628. Apr. 2008 · #12
Ich habe mir vor einiger Zeit mal einen 1.4er Konverter von Kenko besorgt. Ich habe dann einige Tests damit gemacht und war eigentlich recht zufrieden. Dann habe ich mal geschaut, wie es denn mit Photoshop aussieht. Bilder die ich ohne Konverter gemacht habe, habe ich mit Photoshop entsprechende vergrössert und diese mit den Bildern verglichen, die ich mit dem Konverter gemacht habe. Fazit auf die Schnelle: Die Bilder die mit Photoshop skaliert wurden sind nicht schlechter als die Bilder mit dem Konverter.
Delhalb lasse ich den Konverter eher bleiben.
Herzliche Grüsse Chrigu
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ADAdrian31 Beiträge · seit 200828. Apr. 2008 · #13
Hmm..., wenn Du den Motor nicht abstellst, können Vibrationen doch eine Rolle spielen. Und abgesehen von den Wasserstellen, wo Du sicher länger stehenbleibst, wirst Du den Motor kaum abstellen....
Infected by bazillus africanus
AQAquariusThemenstarter12 Beiträge · seit 200728. Apr. 2008 · #14
Adrian schrieb:
Hmm..., wenn Du den Motor nicht abstellst, können Vibrationen doch eine Rolle spielen. Und abgesehen von den Wasserstellen, wo Du sicher länger stehenbleibst, wirst Du den Motor kaum abstellen....
Motor nicht abstellen? Warum denn nicht? Geht sonst die Klimaanlage nicht?? Also manches kann ich nicht nachvollziehen. Wenn Du den Motor nicht abstellst werden alle Dinge wie Scheibenstativ, Beanbag usw. fast unnütz. Diese Vibrationen wirst Du auch mit kurzen Verschlußzeiten schwer ausfiltern. Aber kann ja jeder machen was er will. LG Jens
PEpeter48355 Beiträge · seit 200628. Apr. 2008 · #16
Hallo,
also ich stelle den Motor für jedes Foto ab. Gerade wenn man ein Tele auflegt würde es ja sonst alle Vibrationen mitbekommen.
Viele Grüße
peter
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AQAquariusThemenstarter12 Beiträge · seit 200728. Apr. 2008 · #17
Ich bin echt froh, dass ich die Frage hier gestellt habe. Bisher habe ich noch nie wirklich aus dem Auto raus fotografiert und solche Einträge wie die Euren helfen mir echt weiter. Einen Beanbag besorge ich mir noch.
Oder geh in den Baumarkt und kaufe so ein geschlitztes Schaumstoffrohr zur Isolation von Heizungsrohren. Stück abschneiden, wiegt nix, kannst Du dank dem Schlitz prima auf die Scheibe klemmen, fällt nicht runter kost nix. Aber die Idee kommt ursprünglich auch nicht von mir. LG Jens
PEpeter48355 Beiträge · seit 200628. Apr. 2008 · #19
Diese Schaumstoffrohre benutze ich auch schon seit Jahren und finde sie optimal. Wie Jens schon sagte sie kosten nix, wiegen nix und wenn man sie verliert tut es einem nicht weh. Ich hab davon immer mehrere kleine Stücke dabei, die ich in den Parks an alle 4 Fensterscheiben des Autos mache. Da kann von mir, vom Beifahrer auf der anderen Seite, und wenn jemand noch hinten sitzt auch von dort schnell mit Auflage fotografiert werden. Und wenn man sie nicht braucht kann man sie auch schnell wieder entfernen.
an Aquarius Rohrisolierung als dauerhafte Basisausstattung ist zu empfehlen. Allerdings liegt mein ganz langes und schweres Objektiv auf einem Beanbag großflächiger und sicherer auf als auf nur einer Rohrisolierung. Hier noch ein Tipp zum Beanbag: So einen Sack kann man zwar fertig hier zu Hause kaufen, kriegt dann aber evt ein Platz- oder Gewichts-Problem beim Flug. Ich habe mir deshalb (auch weil ich mehrere Säcke mitnehme, da wir beide und mit mehreren Kameras aus mehreren Fenstern heraus fotografieren) den Sack selbst genäht: drei Seiten zunähen, die vierte Seite mit Klettverschluß versehen. Gefüllt wird dann erst am Zielort. Im südlichen Afrika ist Mais üblicherweise billiger als Bohnen oder Reis, insbesondere Futtermais, erhältlich in der Tierfutter-Abteilung/Landwirtschaftsbedarf des Supermarktes. Aber Vorsicht, keine staubende Füllung, also zB zerstoßenen Mais, verwenden! Tiere reagieren tendenziell ängstlich auf helles, glänzendes und raschelndes Material; deshalb dunklen, matten, nicht raschelnden Stoff z.B. Alcantara verwenden.